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Aus mehreren Briefen.

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IX.
Au .r rn e h r e r e n B r iefen
v, 0 n
Hrn.
P R E C H T LUirektor
,
des
polyt chnirchen
Infiituts i n Wien.
Gi$iia& Bereitung , Schrnelsen yon Platin diirch
0fenfeuer, Gnserkuchtung, W affcrdampf-Heitzung.
Wicn im Mai und fali 1817.
Ich frcne
mi& deo Antheils, den Sie a n unrerem
entllehenden polytechnifchen Inliituie nehmen.
Noch hahe ich zwar mit der Organifation dt.ITe1ben vie1 u n d maiicherlei zu thun; bis z u m nSch*
Hen Jahre hot& ich jedodh, wird alles beendigt &yn,
und dnnn werde i c h Llinen etwas Ausfuhdicheres
daruber mittheilcn kiinnen. Fur j c t z t habe ich Ihncii hanptfichlicli nur ein nicht uowirlitiges Kefult o t zu meldeo, wclches wir hier iiber desSchmelzen
des Plntins durch Oferifeuer erhalten hahen, und
dos, wie es mir fcheint, eiae Stelle in Ih re u Annalen verdient.
Uer Schloll'er'ermeilter bei dem hiefigen k. k.
Munzemte, H e r r G e r 1n c h rerfortigt leit einiger
Zeit nwei Sorten vou Gufizahl, eiaen fchweicqhared
,
C
119
I
tud.einen unfchwcirsbaren, die i n jedcr Hinlicht vor.
trctnich find. U e r letztere verhilt lich wie der BewP.Shnliche englirche GuTsfiahl; J e r erfiere hingegen
vertrigt; wie Cerbfiahl , rtarke SchweiGhitze, mid
likt licli daher ohoe alle Sorgfalt, und ohne zu
berlten odcr abzufpringen, nicht nur mit fich, Tondcrn auch rnit Eilen zurammenrchmeifsen, ohne
nnch dem Schweifsen die Peinheit feines Kornv zu
Es ilk fclion hieraus erliclitlich, daTs
verlieren.
die Hitze, bei melcher diefe vorzugliche Stohlfoi te
gefchmolzen wird, fehr bedeutend feyn miire, da
er beim AusgieCsen einen warerduonen Flulr hat.
l)ie Hauptlhclie liegt hierhei, mic beim Stahlkhmelzen iiherhuupt in der grofsen Feuerfefligkeit dcr 'I'iegel, welche H e r r Gerlnch eigends dazu
bereitet, u n d welche To vortrefflich find, dafs fie,
nachdem der Stahl ausgegolTen worden, g a r nicht
Jch hahe diefern
gelitten au haben fcheinea.
SchmelzproceDe niehrere Male beigewohnt ; dio
'Iemperatur des Ofens ( d e r durch Gehlife mit
Luft verfehen wird ) beim Ausnehmen des Tiegels,
fcliien mir, der Intenlitit des Lichts noch zu urtheia
len, die vor der Form eines grofsen Hohofens be4
deutend zu ubertreflkn.
Uiefe Bemerkuog reranlafste mich, einen Verruth auf die SchmeLung dea Platins mit diefern
Fcuer anzuficllen. lch that a Loth vollkommen gereinigtes Platinpulver i n einen Tiegel, und erhielt
i h n a Stuiiden lsng in der H i k e des eben erwiihnten
Ofens (der TchweiGbare SLahl bleibt 3 Stunden im
,
re
113 3
f'euer). D a y Platin war i n cine M o r e zurarnmengeganged, deren Oberfliche zwar vollig geflolren,
jehoch a m ohern 'I'heile noch etmas loclierig mar,
To dab es rchieo, das Metal1 fey erft in einem zihen
Flulre gewefen.
Dac &&ere Anrehen, To wie das
Gewicht, %eltitigte ubrigens, dars diefes Feuer et\vas .ve!rlt$rkt oder bei Lingerer Dauer das Platin
auch i n bederitcndern MoKen vollkommen zu
fchmelzen i m Stonde feyn wurde. Diefen V e r h h ,
welchen ich a m 31. A p r i l anllellte, beehrten rnit
Seiner Gegenwart Seine kaifcrliclle Hoheit d e r
Erzherzog J o h a n n , diefer Fiirft, eben To ausgezeichnet durch ticfe und vielfeitige KenntniG, aIs
durch die Grofsrnuth, m i t welclier e r die WilTenfchal'ten untcrflii tr.t.
A m 6. Msi wiederholte ich den Verl'uch mit
einer grofsern Menge, indein icli zu d e r voripen
Ma& noch 6 Loth gereinigtes Platinpiilver biirzufiigte. Das Metal1 murde bei etwas verlt5ktemC;eblXe (aus 9 grofsen Bilgen) 3 Stundea lang irn
Peuer erhalten. Die M a r e bildete nach dem Ausnehmen ein Stuck von der untern Form des'riegels.
D e r obere T h e i l war noch etwas loclierig; dcr untere 'I'heil hiogegen his etwa zu einem Drittheil
der Hohe des Stucks vollkommen gerchmolzen, m i t
lilanker Ohertlache, \vie Blei. Ich fah Iiieraus,
dak zum vollkomrnenen F l u k der ganzen hlalre nur
noch eiiie etwas l i n g e r anhaltende Hitze erforderlich rcyn .we.rde.
Am folgendcn'ragc lie& H e r r Doktor S c h o l z,
11
Annal. d. PIajfik, U.58').
SI.I . J. 1818. St. I .
,
,
[.
114
3
welcher diefen Sclimelzverfuch gleichfnlh anzufiefeiiie Mame v o n 1 2 Lollieii rcineii
Platins, u n t e r der fich roger ein gcarbcilcter Dcckcl
befond, ia den Geblisofen eiirlklzeu, und naclr
4 Stundea zeigte licli diefe Malle uolkommen ge&/rrnolcen, To dars lie ein einziges gleiclit'iirmig geflolTeiies Stuck dadiclltc. Es ili zu bedauerit clak
man fur To hohe'fcnipcraturen keine SinigerrnaLcii
geiiauen Pyroinetcr h a t , da die Wedgwood'lchen
Cylinderlliiclie in To hohen flih.egrodcn lL wenig
z u v e r l i f i g find, d;i1'4, wie hekaniit, \.\'edgwood
itzt gar keiiie m e h r verfertigt *). lcli Ichitze die
g r o L t e tlitze dcs Ol'eiis a u f etwa iSo0 LV.
Bei detn zweilen Vcrlircli halte ich zuglcich
m i t dem reiiicri Pldtiii noch eiiirn aiidern 'l'iegcl
niit i z Lt~t11 Pfatinrrz, eiliktzen lollkn; allein diefes zeigte licli olitie Vergleich ,lirt.ngfliilliger, denn
die eiiizelnrii BIPllclieii waren nur weiiig in einem
z u b m tucii h i tigendt.11 K lu mpen zu faminengebacken,
]ial;en Lcli d u l c h geliiides StoLcrl wieder trcnnen,
u n d halten keine aiidere Vei.;iiiderung erlitten, als
d a f g lie e i iic i i p fa u en li:h we i fige n S ch i 11e r zei gte n. er
EiI>iigelialLdes Platinerzes Tchcillt dielCn g~*ol&ii
UOterfcliied des V e r h d t e n s im k'euer zu hewirken. Daq
]en wiiiilchte,
,
t
115
1
gerchmolzcne Plstin zeigt fich gegen die Feile wis
gegorenes Silker.
VOUmeinern zweiten Stuck gerchmdzenen Plat i n s tinba ich d3s fpecif. Gewicht gennu 173' geftinden. Uas von Dr. Scholz e u h m m e n iierchmolzea e Stuck zeiple cben lo viel.
L)as gerrtimolzeilrr
Platin id all; bedsatend Ieictiter, 01s d3~gchZmmerte, welclies ven einem'kryRallifchen Getuae'herzuriihren rcheint, dem wohl a u r h das aachhlgendo
Verfialten zuzu fc hrei ben iff.
tch hie1 t n5mliLh mein g t ~ c l ~ i ~ i d f Platin
h~es
anfinglich fur IeichCdehnbar, weil es fich eiemlich
lcicht. rnit deni RlcTTei- rchnbcn liel?, Hominer- Kindriicke 'einnJhm und i i i i t d e r SZge fc, leicht durchgefchnitteo mcrden koiinte, als etwa R'upl'er. Alu
m a n es jedoch (nachdtm rnich Dr. S c h o I z von
dzmfelhen Erfulge mit feinem Stiicke benacliriclitigt Iiatte), gliitiend mochte, und mit d e m Hammer daroof rclilug, f u h r es ilus eiiiandcr u n d ipigtr,
aine ftinkornige Hruchtlichc, ctwa wfe inoiiches
Roheifen.
D u r c h Llos .knlte.s Hirninerii \ r i c e eo
vielleicht nnch iind iinch wiedcr lireckbar peworden. Es ill moglicli, dal's die I'chnelle A l ~ k u l i l u u g
des gefchmolzenen hletalls, ljeiiii H e r ~ u s n e h m e n
desTicgels nach eioer fo hnlien'l'einperatui; 3uf diefen Erfolg'Einlliifs hat. V a n miiLte desholh noch
eineii andern Vcrlirc.11 maclien und den 'l'iegel in
Ofen erkalten laKen.
,
,
,
*
*
II
a
i 1 ~ 61
$ie .hahen meine Anleit. zur zmeckm. Einricht.
der Apporate z u r Beleuchtung rnit Steinho f r k n p s ,
W i e n 1817.erhalten, in der ich melirere eigencErf31irungeti anzugebeo irn S,tande war. fch habe bier
den Gas-Apparat mit dcrn Danlp f-H itzunga-Appnrat
verbundeo, oach dcr in der Abhandlung befindlichen Bel'chreibung, To d a b die Verdampfung des
Wa1Ters durcb diefelbe Hitze bewirkt w i d , welchc
auf die Gasrctorte wirkt, nnd ein und derrelbe Ofen
ein games Haus zugleich erbeitzcn und beleuchten
kann. Durch diefe Einrichtung wird die,.in jedem
Betracht vorzugliche Gaxheleuchtung auch fur
kleinere rMaofsliibe fehr praktifch und vortheilbaft.
Ich habe bereits im ganzen vorigen W i n t e r rcgelm5rsig rnit Gas beleuchtet .nicht n u r das altere Innitutsgebaude, fondern auch meine Wohnung. Uas
neiie Hauptgebsude dcs lortituts (66 Ruthen lang)
foll glcichfalls mil Uampf geheitzt, und der Uampfofen auch mit .dem Gosapparat verfehen werdeu.
Ich glaube, dafs diefes die grorste Dam pfheitzung
in Europa werden wird, da lie eioe Riihrenfliclie
von mehr als 3500 QuadratfuG erhslt. Der Dampfofeii kornrnt in deu Keller, und dos WalTer befindet lich, ltatt in eioem Ken'el, i n e i n e m n p p a r n t e
voii KGhrcn, wie Sie ihn bereits in der crwihnten
Abhandliing berchrieben finden und er jetzt [chon
bci dem kleinen Apporat outlgefiilirt i k
,
,
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