close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Auszge aus Briefen an den Prof. Gilbert

код для вставкиСкачать
A w r i i g c atu Bn'efen an dtu k o f i G i l b e r t .
1)
Atlo eincm Ariefc des H e m Prof, B c r r c l i u r ,
bber dun dtagneikics und lemcn V d u c h eincr
WilTcnfcbaftlicben Xlincrdogic.
StorLbolm 8. oct.
-- - H e n n
Prof.
1813.
'1
~ t r o m e y e t ' sHefuttate lei-
n e t Aoaly Ce dcr Magnetkides
bcfremdeo mich
nic-ht. Sie braucheo diefeo Kicr nur zu fcbleifen
itrid LU polircn, lU trrtt die Crfache d e t AbweiItuop dcrrelben von meioeo Helultaten deutlir;'a
nervor. Deno es zrtgt Gch dmn, wie k h r dt-c
Alagnctkies oach oiehrerco Htchtungen von eioeoi
an FJrbe von d m rcrlchiedeoeo Schaetelkies durchaoqen ili, lo Jal; rr lich nur als cin Gemmge von
Magnrtkier mit rrncru andern Cchwefelhaltiprr
hide brliellt. D i e Mineralogrn vurl'aumen ec
Irh brba ruo J i c l m iotrr&ct.o Scbrcibro 0.1 e m pea:
Sirllm b r r r r r . wrlcbr Gcb r u f G r p f i , u J r barirl;n. (1.r
in dlslrm uod d c m rorhrgrhsadto Hrfrr rrrbrodrlt c 3 r
2.n h o d . uod r e r l p r r c J o e C o b r i p Tur *ID to;;ooJrr t f r : . .
VOO Hro. P r o f Suornr!rr'o A o a I y h batto ich Hro beta*.
llUr oar die LlrupirrIJiru migddc.
c;.
.\
Gberhropt ad fehr, durch Schleifeo und Politen Jer
X U udterfrlcbeodrn Mfoeralien nacliruforfchen , ob
Dichf eine UbRleichheit der Textur eins fremdc
mekhanifrho Ebmeaguog andeute. Eine blche iTr
bcfooders beoierkbar bei verl'chiedntn barten natiirlicbed Schwefel Metallcn. Dafs gewohnlicha
kiinfiliches Schwefel Eden felten mlt Schwefel gea
Lttigt i f i , darin h a t Hr. Stromcyer Rccht. Dicfc~
war mir iaders recbt wobl bekannt alr ich meine
Verfiiche anRellte. Sic werden daher f i n c h , dab
icb luminirtes reines. .Eiren
.
genommen, es mit
Sclrwelel erbittt , und die Scbwefel-Verbindung
viillig ausgegliiht habe, urn mcio Schwefel-Men
zu eiteugeo. Das Schaefel-EiTen Cchrnolt in Jiefem Verluche nicht , fondern bildcte hur eiae Hind c auF dem noth reinCn EiCen, von dem es nachher dutch Biegen leicht abrurondem war. Sie kiinn e o daher lciclrt uberfehn, dars dicfes herrorge;
brachte Schwefel -Eden rollig gerhtigt I'eyn murste,
und nicht metir E i l h in Gch aufnehmen koonte.
Mehrete mciner Verfuche bcdilrfco vielleicht
einer Auseinanderfettuog , warum ich in ihncn geradc lo und nicht aaders verfuhr; cliertwiitden abet
m a n e -4bhaodlungen noch weitlauli~er, und ablchreckeader fiir Mahehe gemacht hrbedr E, 11)
daher nothwCndig, d d r , w e m inan a i r nrcharbeittn will, ma0 dk, rndqebnd Verfitueo buch;
fi5 b lich befolge.
Ich habe in diefem Socnmer mehreie M i n e r 6
Iogi/clre UnterI'uchuogen in Gef'dlichaft du cht:
-
WGrdigen GreiCes G a h n zu Fahlun angefiellt. Wir
haben einige Ionderbare lninerafien entdeckt und
analyfirt,
Aus den gottinger gelehrten Anzeigen wird
lhnen bekannt l'eyn, dafs ich einen Verfuch gemacht habe, die electro - cheniil'che Theorie und
die cheniilche Proportionslehra auf die Mineralogie
anzuwedden. Ich habe n u n diel'en AnGchten gemafs. einige Studien vorgenoninien. Es iLt in der
T h a t auffallend, wie l'chlecht es in der Mineralogie
noch auslieht, und es ilt nicht zu verwundern,
wenn die Mineralqen in Unruhe gerathen , wenn
.ein Cheniiker einmal hinein lieht. Hr. Prof. Haustnann, der das kleine Bitch in den angefiihrten Blattern angezeigt hat *), erklirt, iibrigens mit aller HGlichkeit, es fey eine ganz unmineralogirclie Production, iind dal's, obgleich der Einflids der chem i k h e n Theorie und der Proportionslehre auE die
Mineralogie nicht zu laugnea ley, beicle doch nicht
auf dern von niir vorgel"h1agncnWege auf fie angetveridet wrrden kunnen.
Es bvird mir einiges
Vergniigen machen m i t anzufehn, was die Mineralogen mit diel'em armen kleinen Verfuche anfangen
werden ; denn ich t i n darauf gefafst , dal's wenigt!
unter ihnen es wahrnehmen we&D,
dafs es ein
Saanienkorn ill j welchei den Keim d e r vollkorn-
'>
DaL ich diere Anzeige des Hnr. Pro€. H a u s m a n II ohne
rein Mirwirkeo i n das vorige Sriirk dieCer -4nnalen eingeriickt habe, und aus wzlchem Grunde, erhellc aus der Anmerk. S . 105 ; mjge ihn c i i d t . 9 nichc abhdlren. die wichrige
und intsreEante Materie in ihnen weiter zu erartern. GL
c
2x2
3
mennen naturliillorirchen Darllellung det Mineral o g e in Iich fchlieht. Ich lehe der HoEnung, die
Mineralogie werde in weniger als zehn oder ZWOE
Jahren eine lehr intereflante, die GeognoEe mehr
els jetzt aufklirende Wiflenfchaft geworden feyn.
Mein Hauptfiudium wird lie delTen ungeachtet
nicht werden, wenighens lo laoge nicht als es in
der Mutter WilTentchaft, dec Cbemie noch fo.
viel nuszuarbeiten geben w i d
,
-
--
,
Chemifthc Analyfe' eines A n h y d r i t und des
B o r a c i t , und Darfiellnng der J o d i n e ; . aus
einem Briefe von Hrn. Prof. S t r o m e y e r .
a)
Gottingen 15. Sept.
- - Ich habe im Mai der kiinigl.
1814.
Societiit eine
Analyfe des Anhy&its vorgelegt , welcher ficb
4 Rleile liidwefilich von IZfcZd, in ilterem FliitzgypCe lindet worin er Lager biltlet , die oft a bis
3 Lachter michtig End. Er wird hier an rnanchep
Stellen von dunnen Lagern Stinkfiein durchzogen,
welcher an der Oberflache verwittert ill wabrend
der Anhydrit Lich erhaltcn hat, lo dats man glauben ColIte, der Anhydrit Tey hier Plattenweih mit
Mortel aufgemaucrt. Der Ilei%lder Anhydrit ifi
dem, welcher uaweit Olterode, ebenfdls am Harze,
vorkommt ungemein iihihnlidi, $ehi;rt wie er zur
brahligen Abintlerung, ifi aber mehr btaulich grau
Qder auch Mbfi lichtgrau. Das fpecililche Gewicht
,
,
-
defiellen habe ich bei dcr griifsten Dichte des
WalIers (4',35 C.) untf dern rnittlern Drucke der
Luft (0~76Meter) zu 2,8662 gefunden. Die Analyre hat mir in 1 0 0 Theilen der blclulich griinen Abanderung diel'es Anhydrit fdgende Beaandtheile
gegeben :
Kalk
40,673 Theib
SchwefelTaurs
55,801
Koldenrdure
Eirenoxyd ti1
od137
0,254
KieTelerde
biturninore Subfianz
Warre r
hlzCaurcs Natron
0.23 L
o,o;o
2.9'4
pine
Spur
I00,000
Dierer Analyk zu Folge belieht a l b der blaulichgraue Anliyclrit vom Himnielsberge bei Ilefeld i n
ioo Theilen aus
wallkrloreem kbwefelraurern Kalk
85.877 Theiie
waDTerhalrigsm kbwefelfaurem Kalk (Gyps) 13.400
99*'77
uad auo o,rg8 Theilen kolrlenfnurrm K n l k , 0,254 Thln. Eif e n o t y d u l , 0.231 T h l n . Kiefilri de , 0,040 I'heilcu einer hiruminu'fen SuhJianz, u nd el u er Spur SieitiJalz.
-- -
-
Die hlauliche k'arbe riihrt wahrl'cheinlich yon der
blos mechanil'ch eiugemengten bitrlrrliniil'm Stitfianz her, weiche vermuthlich mit dem kohlcnlaureii Kalk als Stinkkalk verbiindcn darin vorlrijrriuit.
Vergleichende Verl'iiclie zeigten, dars auch bei dern
blauen Anhydrit yon Ofierocle urid yon Sulz a m
Neckar die t l a u e Farbe von einer ,ihnlichen hiiumi'J"ren Subfianz herriitirt , welche aucli in iiii~rn
niit kohledaurein Kslke zu Stinltkalk vereinlgt 211
Aonrl.d.Phyfik. 8.48.
S t . a.
J. 1 8 1 3 . Sr
in
P
r e p fcheint; denn baide enthdten, vie der Ilefeet
der, geringe Antheile kohlenLiuren Kalks,
Meine Analyfe des naliirlichen und kunlilichea
Schwejcl- Efens irn Minim6 habe ich beendigt.
Eine vor kurzem a n g e h g e n e Analyfe des Liiriea
Ijurgcr Borncit dcnke icli in dielhn T h e n zu
vollentlen. Diefes Follil ill, wie .fchon V a u q uel i n BUS cinigen Yerfuchen irn Kleinen vermuthete,
und wie diel'es durch P f a f f ' s Aaalyre des Bora;
cits vom Segeberge im .I-Iollieinfchen noch wahm
lcheihlicher wurtle, eine blobe binaire Verbindung
der Uoraxriure mit Talkerde, untl keineswegs eine
dreifaclie Verbindung aus Horadaure, l'alkcrde
und k a k , $vie folches 311s W efi r u rn 6's Analyl'6
dss Liineburger boracits zu erhellen fchien. SelbIt
&e undurc1ilicht;glten Bnraciten enthnlten cine nur
h3chfi unbedeutendc Mcnge Kalk; lie ill, mit
SchwefelTaure zii Gyps vereinigt denrelben nur
mechanifch beigeniengt , und betragt kaiim 0,003.
Wie Wcfirumb 1 1 Proceut Kalk hat darin f i & h
kiinnen, ill mir unbegreiflich; dabci n d ~offen.
bat eine TBukhung vorgefallen kyn. Auch did
Kiel'elerde und Alaunerde , welche Wefirumb a h
wefentliche Befiandtheile des Borncits angiebt , gehiiren nicht zur Mikhung dieres FoEls, und kommen nut zbftillig in deml'elhun als Thon vor; id
keinem einzigen nieiner Vcrl'uche habe ich die
Menge derfdben griil'ler a h 0,005 gefunden. Ich
verniulhe daher, dars der grBL'ste Theit d& vod
Wcliruwb bei diefcr Analyfe erhaltentn Kiefelerde
und Alaiinerde, welche oaah ihm o,o5 betragen,
aur den Heibfchalen herriihrt , denn diere werdca
Leim I'ulveriGren fehr nark von dem Boracit angegttffen. Das Verhalrnirs der Borsd'iure our Talkcrde Iietrast etwa , nach ciner vorlSuligen Bere&n u n g det bereits beendisten Analylen, in IooTheilen dierer F ~ [ l i l67,o
~ 'hi. Uoraxihure und 33,a Tit.
Tslkerde.
Gegenwartig bin ich mit einer Unterfuchuog'
dcr Jodc otler Jodine beTc-ll;ifrig, deren Darltellut,,o mir vollkoinnlen gelunsen ili. Kelp habe ich
mir dazu v;ctler hier, nocti in Frankfurt, Brenien u t ~ dHamburg verlclialfen k h n e o . Die von
niir ilargcficllte Jodc ifi aus dern MutterlaugenSalze eioer bei UDS irn Hantlel vorkommenclen Soda
Arfpunica gewonnen wordcn. Die Ausfcliciduog
&rlelb%n habe ich forvohl mit Iiiilfe dcr conceotrirten Schwefell'aure bewirkt , iiach dem von Acc u m aogegebeaen Verfaliren , JISJucIi, nocti urn
vicles leichter, mitielli 1;;lierlicli-rchwefellauren KaIi's. Doch hieriiber ein andcrmal mehr. - - Alr ein Zeichcn der Hiickkelir gliicklicher
jl,eiten t l x f ich er wohl fchon anlelin, dafs wir Iiier
in cJic*l;tlt Sonimvr t i n s d e r 114uciks To vieler intcrctf1611ter M;inner x u erf1euc.n g*.lialJthalrn. Belbndcrs
I,dt ulir die pcrrlhliciw Bekari:itlchaI't K I a p r o t h's,
pines cler anrprurhlofefic!n Gelrlirten (lie ich ktwor,
d::n icti in ualerm IJaboratoria, heruiiigcfiihrt, aus-
-
nUIiwcude Freude gemachr.
3) A u r tmi
Bricfen, gcrctlrieben wihrend des FeIJ.
zugs in Bclgicn von L e o G r a f e n H t n k e l v o n
D o n n e r r r n r r k , freiw. lirieg. u. Ad].
f l r l r , p p h r n ; Hro. r a n Nclir rlactrilcbe VerTucb. ; Arbciten
dcr Hrn. van hloils ; nriutlichcr Eifcnblru ; Brr8hobcn r a f
drm Jurr in Ncucbittl.)
CrtilTcl *I. 16. Fcbr. ,814.
- - f i n e bei der verhiiodeten Arniee allgcmcin
ngeo r d nct e Sich er t i ei t s nia I:( r cgel i1I d a s A b b r cc h en
der vorbandeoen Telcpraptien. Hier befaodtm fich
deren zwei a u f den Tliiirnien JL'r licrrliclien Hauptkirche zu St. Gudule. liire Abtraguog h a t ein P a a i
T a s e Sedauert ; j e t i n Ge I'cliieiico Eiir die Ewigkeit
gebaut. Er waren nicht blos ZwiTclico- , fondern
Haiipt -Telegraphen , N O m a n ell'o den lohalt der
Dcperchen l e h koiinlc. Sie gehiirten aucti wegen der Lase dcr l i i ~ - l i ~ Sc tna d t zii J c n allerwichtigficii ini ganten lratlt. I\ciclie. E i o e I der Gebriider C h a p p e war fvlblt dabhi angefiellr.
D e r Mecbanisnitis clts C 11 a p p e'l'chcn Telcgraphen il\ fo eiofach, dars allc i;ervc.guogcn
delTell,en fcliocll rnittellt einer doppclten Kurbcl
gelchehen. Beini I'ogenaotcn Arbeitcn bedient man
fich guter Fernrchrc und geiiaucr Peoclcl- Uhren;
Viellcictit Gitd Wren Lerern folgende hifiorilchr
Notizen voo d o i i Te1c;raplicn niclit uoangenehai.
Telvgrapfiil'che V r r ruche ,
recktien Sie nicht
dadti die allzu eintachen Zeichen, u n d Sisoale , dereo fchon (lie Grrecheo iind Hunier Gch bedicotco,
odvr die i i i (3rbiry.c- \I. K;Gfienl.iodern iiblichhd,
Laben auvrli AtJiaoaliur Kirc!rer Resler, d'Amoo-
-
,
-
I
21;.
3
Robert Hook, Guyot und mehrere andre angefiellt. hdeflen gebiihrt Hrn. Chappe das
Verclienrt , den eigentlichen TeIc=Sraphrn elfuntlen
zu haben, d. b. eine mechanircheVorrichtung, mittelil deren man in weiten, dem Spiachrohr uherrsic h b R r e n En t fern u n 3 en N a c h ri r 11 ten li c h rrdrrliclr
nrittheilt.
A m 12. J u l i 1793 fiellte cler Comite'
d'in/iru ccion p r i /c q u e t 1es fla t i on a I co nven t s d D ni it
die erl'ten Verl;ichr arb, hei Jenen aas;eniitteIt wurtle,
dars in I 5' do" eine Nachi i d i t /is Licwes tl~rchlief.
D i e Belchleibung des CliapI.p'li.1,i.n Teleg~aplirn
lindet Iich nebfi Af)bildung iut Bulletin de la Socidtte' p h i l o m n t i p e an F Y No. 1 6 , wofelbfi nocli
eines andern cleiii IYat. lnliitut y o n den HH. H r eg u e t und l3 e t a 11 c o u r t z u r Priifuug vorgrlegten
Telegraphen ausfiihrlich gedacht wirtl. Zur \'ervollkonimnunfi deflelben h a t d e r ichwwf. lllaturfoiLclier
E (1 e I c r a n t L , i n einer eigprien Schr it't Vor lchlage
gethan. Auch haben i n t l ~ rGil~liothequeGritan,
nique f a r m e r 1 3 6 zwci irlantlil'clir Edelleute die
Bel'chreibung eines ganz neuen Telegraphen verr
f'ucht. - Es I'chien nicht iciiigtich, den) Ganzen einen
gliicklicher gewahlten Nilmen beizulegen als Te..
Zegraph, der bckanntlicli d u s den xwei griechiLdieq
WGrtern, r q h ertt[errit und y p Q w JchrrrLelr, zuIammcngeretzt ill. Deflen ungeacbtet hiire ich oft
Franzafen von der poJte a&rienr;e odrr von det
po/?e uux paroles, worunter fie imnier den T e k
graphen verfiehn, l'l,r;eclien. Alfo auch iibur drm
Hhein giebt ec Leutc. die, wie unrure IbgwtsnnteB
tons,
-
,
t
2'8
3
Nqturphilofophen, liinglt benannte Dinge rnit wunderlichen, wenigaens neu klingenden Qeneonunges
belegen.
Sollte nicht einfi der Telegraph bei
grocsen Landesvermehugen einen wilrenl'chaftlichen Nutzen gewihrep kiinneo ?
--
Mecbcln d .
21. Juni
1814.
Da ich die Weqigen Stunden, so ich von
Dienfigefchiften frei habe, gern zur Erweiterung
meiner KenotniKe in meinen Lieblingsrtudien verwende, I'o bat ich in BriiKel Hewn v a n M o n s ,
mir einige Biicher mitzutheilcn II welche in diefe
Fscher einkhlag,en. Anfangs meinte er : inter
arma muJae Jilent! erfiillte aber doch meine Bitte
unJ iiherlendet mir jetzt unter andern auch den
24fien Band Ihrer treMichen Anrialen der PhyJk.
Ieh freue mich urn Ib mehr dariiber, als ich i m
Stande bin, Ihnen den VedalTer der A6fTa'tze iiber
electril'che Verfuche zu nennen , deren Auszug Sie
Von S. 310-352 geliefert haben. Es irt der Hen
y o n N 4 l i s ,-ein hieGger reiclier Particulier. Der
Mann Xt nicht jyng mehr, und w i d m a fich mit
Eifer dem Studio der PhyEk. Namentlich interefrirt ihn die Electricitat. Zur Erforrcllung ihrer Erfcheinuogen wurde er, vor etwa 25 Jahren , durch
die augenl'cheinliche Lebensgefahr veranlalst in
die ein BliuRrahl ihn und feine Familie vedetzte.
Seine Lage erlaubt ihm, kofipielige Verfuche anzw
fiellen und J a w varziiglicher Inffrumente fich zu
bedienen. Anfangs war er, feiner mir oft miindlich wiederholten Verficherung zu Polge, ein vSl-
,
E
2'9
3
i;Ser Laie; an I'einer Itrengen Unbefangenheit und
Wah'rheitsliebe war aber aucli damalsgewifs nicht irn
rnintlefirn zh zweifeln; denn icli liabe ilin Gets unbefangen, niichterner Anlicht, unpwtheiikh und durchaus von jedem SchuleinflulTe Gei gdunden. Noch
gefiern lzgte er niir, es warm bei dem jetzigen Zulian.,
de Ikiner Lieblingslehre eiae A'lense Ph5nornene. die
man no& nicht'zu erklircri irri Staiide f e y , man
miiffe mithin durch forisefetzte Verfuche an die
Liifung dierer uos glric!il'am von der iSatur aufgegebenen P.rcisfragen Z L I ge1nngc.n ltrcben. Er hGre
mit Entfetzen, es giibe bei uus (en AZlemagne!)
eine Mesge junger Schwintller, die es fiir's Bequemlte h e i t e n , frifchweg die Naturerfcheinungen
zu erktaren und gar ihre gegenkitigen GeTarnrntverhaltnifle zy conflruiren, und Einige darunter
hiitten in ihrern ganzen Leben nicht cinen einzigen
V d u c h angefiellt. DieIkr TJnl'us, fetzte er witzig
genug hinzu, triifie ihn einigerrnaken unfere
Sprache nicht zuverfiehn, LO L'ehr eres in andrerHinficht bedaure. Mit der Zeit haben dieKenntnifle
des Hrn. v a n N 61 i s , iiber wetche Sis .in Ihrem
Auszuge einige Zweifel zu erheben fcheinen, unfireitig fich Ikhr erweitert durch vielfaihiges Experimentiren und einen anhaltenden Fleilb. Davoa
zeugen, mcincs Exashtens, leine fpiteren AufQtze,
die grvLtenthrils i n dern Jouro. de PhyJ abgedruckt
End, jund es vielleicht verdienten, dafsSje aus ihnen
eine Nachlelk zu Ihrer Darfiellung feiner auffalknden
u n d merkwiirdipn friiberep Verfuckr! hielten, In
I
1
2=0
dem diesjihrigen MSrzheFt tliefer Zeitfhrjft finden
Sic S. aa6 eine Beltatigung f'einer yon 1 - h . Guyton de Morvcau in Paris in Anrpruch genommenep
Verhche iiber die Oxydirung des Goldes in1 lultleeren Raume mittelfi electrircher En~laclungsfchl~ge, durch die phylikalifche Gerellkhafc zu ' D o u z ~ .
Er l'elbfi befchaftigt Gch irrrnrerfort nocli niit allem
Eifer niit der DarIlellung melirerer electrifchen Verruche, deren Zweck iTt, I'eine Anlichten iiber die
Wirkung des electrikhen Fluidums aiif Metalle,
Glas und Harze zu bewshren, und er gttdenkt fie
einzr k'aturfodchendrn Gel'elll'chaft in Deutfchland
zu iiberreichen, die ihn kiirzlich zuui Mitgliede ernannt Ilat.
Die auleordentliche Niihe der Campine, dieleer an feltenen Pflanzen fo reichen Gegend, welche
beiualie am Thore von RIecheln nnfangt veranlafst
qni& xuweilen botanil'che Excurlionen dahin' zu
niachen.
Gewiilinlich holt micli der Director
des BriilTelei. botanirchen Gartens Hr. Profenor
A. D e k i n dazu a b , denen ungemeine GeFalligkeit'gogen Fremide nicht weniger als leine anglaublichen LokalkenntniKe die riihmlichfte Erwahnung verclierien. Die Campine befieht ganz
aus aufgsl'chwenimteoi Lande, lhre unalfehbaren
fandigen Heiden uud TorFlager verfetsen mich nach
Preu[ken. In einem der letzten Fanden wir l'ehr infiructive Stiicke der Blau EiJencrdd unfcrer meiRan dcutl'chen Mineralogen, die Ha us rn a n n
(Hmdbuch der Mineralogie S. 1077) erdiges xi-
,
-
I
22*
1
f n t i a u und H-a uy Fer azure' nennen. Ich 1ege
etwas davon hier'bei. Sie werdcn mir geffehen,
dafs d i e blaue Farbe, die dielks Follil beim Zutritt
der Luft annimmt, vie1 zu blah ilk, urn d i e hier
iiblichen Namen IZleu de PmJe natif oder Fkr
pru.ate' auch nur d e r Farbe nach zu rechtfertigen *).
- - Seit
EriilIeJ, im May 1314.
rneinem Hierfeyn fehe ich beinabe tzgiich Herrn v a n M o n s . Eine rehr ausgebreitete medicinirche Praxis nnd die Apotheke, dcr er vorfieht,
wiirden kine Zeit ausfchliefslich in AnrprucE nehmen, w;l&te er niclit durch eine unplaullich~.TLhtigkeit lie zu verdoppeln. So unterhlilt el- dzneben
ei,nen iufserfi 11iiitigen BriefwechLl nacli den meiften
Landern von Eui-opa, namendich aber ,mi t englifchen
und italieniGhen Gelebrten. Jetzt ifi Obfibaumzucht,
rein Steckenpferd, und er gedenkt nocli in diefern
Jahre den Anfang einer der Pomologie gewidrneten
Zeit€clirift herauszugeben. Der kriegeriklen VerhaltniUe wegen hat er erfi \'or kunsm aus Paris den
ALdruck Feiner IranzGfirchen UeberFetznng yon D aY y's Herrienta
of chimical Philofophy erhalten,
wwon er lhnea ein Eremplnr befiimmt.
Der fehr
ftarl>e Eand enthilt nur die Hlill'te des erfien
Bandes der Urrchrift.
Dir an;Jdtringten Noten find
fo zalrlreich, dars der Tent reclit eigenilirli darin
rclnvimrnt. Die& Anmrt-kungen nennt drr Ueberretier ,$n&erpdtutiotu thdoriy (1 8s.
1u1 All gem ein en
liegen ihnen die Anfichten zum Grunde, d i e er in,
Feiner bekannten L e r t r e li Bircholz leligeliellt hat.
'>
Seiner MiIcLim; nach ilt es nicbt blaufaurer, fondern
rhorphorraures-€W'en, Err p r u f i i i r i asnrd.
G.
Ich beForge n u r , dsG hlanches daa Ceprjige der
febr leblidten Einbildungrkraft d i e k eifrigen Clremikers a n fich trazen, und bei mehrercr Yrilfung
viclleiclit nicbt d u r c h i s befirhn dcrfte.
Auch
y e i k tch mjiiche darin vorkoruniendea Behauptuugen
Erlaoben
niclit r a h t rnic einander zu, verbinden.
Sie mir , lhnen wenigfiens ein Deirpiel antitfblrreu.
s. XVIl der Vorrede wird gelagt: ,,Pour nmi. 10
,,coforiqrre PJ? rrn #ldnrent nrnrr'riel q r r i cutre d o n s
,,la contpofuiou de torrs les corps contcnnor de
,,/'oxig&;e orRonrfd ( !) , cc q u i fe proportiorme
,,pour h fatrrrati6n du ce princiye, de la mCms
,,ninniire qrre le fait l ' / r ~ d ~ . o g b r oIs, qrrel .Ji lo
,,Jrcond dfc'ment do In rnntiL;rs terreflre, ot qrre Ic
,Jeroit
iua corps compofe' u I'dgard d'rrn ildmur t
,,OIL d'rrn UUtTt3 eorn#nfd.'(
Und S. XXlI fteht:
,,raddirion drr caloriqtrs n ' ~ t 1 8 r n e n l epns le poidi
, , c i a corps p a r c z qu'd no prrfle qtre dnnr le feu1
,,did folerl. C'eJ lu circrr furioir drr culorique entrs
,,le jolcrl et la t e r m qrri enwstienr la mouvstrrent
,,de la matiJra er i'orgmiJation drr globe.#' Dock,
Sie werdea ja Celbll bald im Stande Ceyo, das G m z e
au pritfen.
-
Ich habe khan friiher SL ruf die C a r t a do &
P r i n c i ~ ~ a r 4 tds
d Nsuchdtsl l # ~ t ? d do 4801 u t t h s
par /(can) I;fridrrrc) d'OJ?erwn I d rufrnerkfacn gemacbl. Sie ili udtireitig cine d e r gulungenflen geographilkhen Arbeitea, die man betitti. Urn GI wigepebmcr war es m i r , fie hier L U erbalten. Icli 1;arui
lhnon jelrt die Aagrbc dcr vom Hra v a n Ofierw a l d an efieHten a d 4 i gcnauen trigonometri&lien HGbenmclT'uagcn mitrhcilen, an Jcnen, wenu ich
r)icht irrc, Hr. P r o f e h T r a 11 c s einigcn Anthcil hat.
F
in folgender Ucberlicht angegebene Punkta find
ruf dem h r n - Gebirge , delfen Verifielungen, wie
bekannt , die Graffchaft NeucLitel bilden :
Trigonometr$cck
beJtimmta H 3 e n
iiber
&m
1116 La J e N e r r c h a t e l ,
denen Hijbe tiber dein Meere 1345 par. Futs, nach
de Luc cnd Picteg, betrigt.
-
Pie& de Rot
-
1 Creux du Vent
Pouilleret, au Signal miliraira
prais le'SignaImiliiairo
chez le Braad,
$ II Verr
q
Signal der Francis
'0
-
LChaumont, au Signal miliraire
Les koges. le p o i n t Ze p l w r ' l s v i do la r o ~ t c .
Bcc A I'Oil'eau. Is fornrnel
Pacoca, Ie point le plu3 a'levd de la r o y r e
N o n t du €srf, Lorna ti I'ungls d4 Pa23
Le Cabuet du Cernil, for
Les Joux do la Villo, sol d e I n mai/bn
Corps de Garde.de la S a g e , fof
-
-
-
Cabaret du haut des Combes, fol
~a Corn&, foI dc I c m a g o n
Cabaret de la Tourne, for
Les Ruillierer Smdoz, Jol
t e Brolliek au gallon de la Epwina. foJ
Le Cret du Lode. au Signal rniNtnirr
Len Bayardr, Sol de rEgIiji
Chaumont Bone[, fol
Chaux de fonds, JoI de 1'EgI@
-
-
-
- -
4)
Airs eineni Schrciben des Hrn. Geh. Ob. Pinrat;.
ratL G e r h r r d , Blitgl. der ALnrl. d. WilTeofcll.
(mineralogifchen InLnltr)
- - Da
Cerlia 25. Oct.
oat+
Ihnen walirfcheiolich die nrulien Arbeiten unferr K Ia p r o t h'r noch niclit L e h n n t
find, aus draen eine intereraote ~ ) e r i c h i i g u ~la
g
der Minerr!o;;,ie hervorgebt , lo theite icli llrrien
hicr die Helultatc derfelben At. Sie brtrrtfm
den Feldfpath, den Wcirslteio, deli dichten I;eldIpath und d m LaLradorfieio; uiid ich fiijir, tur
VcrgIeichung , die IcIr4,ti altcre Anillyl'c JCJ Sadliir:tc duIcli Hrn. Rldprol h Lei. Es find eqthalteo,
R a c h 1 i h - r j l i i a l y l h , in 300 Theileu
[
]
235
LabracIor-
dichter
Fel dfp a tb
reldfpaih
Stein
Saarit
Kiefelerdc
65
51
55
49
Thonerde
Kalk
BIs~Ilelia
Kali
ao
30.5
2
4
14
-
Nntron
I2
-
Eiren
Walk
0
1195
*5
Id
-
-
3.25
4
3.5
5.15
0*5
5.;
6,;
1.75
1.35
99.75
I
98,5
-
98 ?5
Hr. Klaproth zieht aus diefen Relultaten 'einer
Analyren den S c l i l u f ~ , Jars Feldfpoth, Weil'sllein
und dichter Fcldl'paih nebll Labrador drei we+
[clriedne rnineralogil'che Gnttungen ausrnachen.
Dars die beiden letztern eine befondere Gattung bilden, daran lark ihr Gehalt an Natron und
an Kalk keinen Zweifel. D a b man aber auch den
N'rililtein vom Feldrpathe als Gattung trenneii
miire, davon bin ich noch nicht ganz iiberaeugt.
Derin beide haben der Qualitiit nach ganz einerlei
Befiandtheile, und nur in der Quantitat dierer Reltantltiieile weichen Ge yon einander a b ; man find, & nber den Weifsllein nie rein, iondern immer in
Mengung mit Granaten, Cyanit und Hornblende,
wolier es denn auch riihren mag, dals er i m Feuer
etwas firengfluffiger als Feldrpath ill. Ferner kijiinte
man wohl den dichten FeZdfjntA. den SauJurit
und den Labrador zu einer Gartung rechnen, und
fur ./plircrigen , erdigen und bliittrigen Saumirit
nehmcn. Oder find die 3 Procent Magnefia, wclchc Iich in deni Saul'l'iirit kinden, hinlioglidl aua
ihm allein eine Gattuns zu machen?
,
5) Aur sinam Schreiban des Gsh. R a t h P i/i o r iibcr
€'in8 Ackrbmats and f e h s o p tfche WerkJrlt;.
h I i n d. 17. hug. t s t 4 ;
Hr. Prof. T r a 1 I e J, d e r vorige Woche nach Lripzit reifte, hat rlitiiLtifi mir \ e r r p r o t h e n , Sie yon derl
Fortkhritten mciner Annnlt zii unterrichten. tcb elsobe
nicht, d d s er cin unparibkiTcLero ZeugniG Qber den
W r r t h meiner Achromate gelen k a n n , slr d r r hicrer
einficht~vollentind p l e h t t e n Afironoinen. Er La1 ein
Sfoliiger rchrornoiiC-hcr Objectir von mir mit, u n d wird
daber auf feiner Heife Oelegenlirit h n l e n , ~4 mit d e n
b&en der neuereu &it L U \crglcichcn. W a s er b h
jeot drvon urtheilt, e n t b i l t bei ebenclcr Auszug cine3
Schreibenr an micb, Jen er Gf€enfih btkanni LU machen
niir erlaubt hat.
DJI GnKhige Objectir. .rdcb.r Sie fGr mich g&bIXhabr ich mit Verfinigeo gcpruft, d r cs, fo fcholr 60irthrn. und rich in der Vcrglsichuog mil dco cnelifcbco
finffilrigen Achromrtsn v m Tltllry, dct ruch wic Ibr
C l r s 3f 2011 Okffnuog hat. .To sut:bewihrtr. DJ diw
drr erlte grofsr rchromrtikhr Objeciir a.welcber Sia unternommeit und rollcndct b r k n . lo nird man urn To
Gchcrer .US lbrer W c r k h t t f c ebso l o gut J I S m r Lon.
doh erwrrten dirfco. ttnd Sie wsrdee gewilr deo ei6entlichen Aflrongmen lowohl mik gr6':icro. J I S Lirbhrber mit
Ueincrrn rflronomilchca uod tcrreRrilcb eiogcricbteien
rchromrtifcbco Fernrbbrco befriedigen kcnnea.
TIa 1 1 as.
Berlin d. 16. Aug. 1814.
fen,
Er ill in D c u t k h l a n d rehr hiiufig d e r Fnll, d.iTs gefchickte Kilnliler in d e r Mefing-Arbeit doch immer tlcr
weit kofifpieligern Anlialt Citr die Vergl.~Tungenen1br.hren nliilrcn. IJin tlleils diefen zti Hillfe L U koninicn,
tbeils nbtr sticli dun Lirbltabein pin Genitge L U Iciiitn,
die Lcli ihre FernrGhrc liebrr m i l d e r kolifpielig TeILff
aiifftcllen niGchtcn, lege icli llincn liier t i i m !.hd r u c k den. h e i r - Coorant mein.tr daliin 8ehGri<vit
,Waaren Lei.
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
564 Кб
Теги
auszge, prof, briefen, aus, den, gilbert
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа