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Auszug aus dem Berichte von der Versammlung der Allgem. Schweizerischen Gesellsch. ffr Naturwissensch. zu Basel am 23. 24 u. 25 Juli 1821

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prof. H u b e r , hiefejghriger PrUGdent, zeigte nach
der EI.ljffnungerede der Gdellfchaft an, dafs die IieSierang des Kantons ihr 400 Schweizer Franken
verelire, und daL d k Gerellfcllaft im vorigen Jahre ans
330 ordentlichen nnd 7 8 Ehren Mjtgliedern beftanden habc, nannte die ihr gerchenkten Biicher, lund
gab einen gedrrngtes Bericht von den bedeutendfien
Arbeiten der NatudorCchenden Gefellfchafien Z U Bern,
Ziirich, St. Gallem, des Aargau's un4 au Bakl wallrend
der verflofleenon Jahre. Prof, P i c*, e t la8 vor eina kurzo ~,ebensbelclireibungdee i 743 zu SulTons gebornen,
l'eit 1 7 7 0 in Genf h d e n , iind am 31 Febr. 1821 SeRorbenen Pharmaoeuten und Profelhers der Clicmiq
Ti n g r y.
Des Staatsraths E l'che r 's Unterfuchungen iiber
die Jlenge y o n Wqffer, welche jahrlich clurch die
Rliein -&ruche w Bajel abjiejst niachten den Anfang der VorlehnSen. Er lchickte voran einilje all~em,.ine Bemerkungen iiber die Qyellen der Schweizer
FI:tiTe, iiber die Gletfcher und das b e h d i g e Schmelzcii ihrer unterri Fliiche durcll die Erdwr[rme, welcha
111;111 niclit mit der Wacpae der Oberflgche wallrand
d e r Sonimer-Mouatc verwedd'eln darf, iiber daa Vor t
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11nd ZuriLck-Gelien
ihres vorderfien Endes, und tilinliclie Gegenfiande ; tlieilte dann mit ein Profil oder einen Querfchnitt des Bettee des Rheins bei der Rheinbriicke ; ferner Curven, welclie die a n dem Rheinmefler befiinimten H a e n - Verhdernngen dee WalTerfiandes darfiellen , welchen die Gerchwindigkeit des
Stroms zn verrchiedenen Zeiten entl'pricht ; und endlicll die ttigliclic Strorn - Hohe nacli eilfjiihrigen tiig]iclien Beobachtungen des Rath Stahlin in Bafel von
1809 bis 1820, urn darauo die WaNermakn zii berechnen, welche jiilirlich durch den Alieiri aue der Schweiz
&gefiden find. Er befiimmte diele zu 1046 Millieneii Kubik-Toifell yon 1,000 Furs *); fo vie1 WaITer
\viirde liiiireichen den games Bodenfce bis zu einer
Hijlie von 62 Furs mit Walfer zu bedecken **),
*) A l h wahrfcheinlich Kubllc-Ruthen , die im Franzbfifchen auf
diefe etwar befremdende Weife rusgedriickt ZLI feyn kheinen. G
'*) Hr. Efcher findet mittelf? der Formel Eitelwein*a, dafs WHhrend 24 Stuncth durch die Rheiobriicke bei Bafel an Waffer
abfliefse, wenn der Strom bei dem niedrigfiun Stande mit 33
Furs mittlerer GefchwindCgkeit fiefs;, 1161 216; bei dem
mittlern Stirnde mit 5; Furs mittlerer Gekhwindigheit 6 494 638;
und bei dem hiichjlan Stande mit 7.7 Fuk mittlerer Gekllwindiglieit, 1 1 828 160 Kubik-Ruthen, zu 1000 Kubik-Furs. Nach
dem V O D ~Rath S t e h I i 11 in Bard fiber den WaffcrRa,id des
Rheins tilglich gefiihrten RegiRern, berecknet Hr. Efclier die
im J. 1839 im Khein abgeflofsne W a K e r m a k auf 942311 rgz
Kubik-Rutheo. In einem Beck*n von 15 Stundeo Linge und 5
Stuqden Plreite, wie das des Bodenfees, wiirde diefe Wafiermaire e k e Tiefe von 56 Furs einne'nmen; die mittlere Tiefe
des Bodenfpes ift aber welt tiefer. Im J. 1810 HoNen 1 6 756322
Kubik-K'after mehr ab; fie warden den WafferRalld imBoder1fee nur urn I Furs vermehrt haben.
Gilb.
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Prof. P i c t e t thrilte mit einc umfi~ndlicheNachriclit von cincni merkwiirdigen Blitzjichluge, der ein
Hans zii Genf getroffen hatte, welchea zwar iiicht mit
eineni Blitzableiter verlehen jedocli mit weirsem Eirenblech gedcckt war, und blecLng Aegenriiliren hatte, die vom Dacli bis zur Erde herab Singen, Es bewieo Iicli bei denilelben der Srofge Nntzen und die
lchiitzende Kraft der an den Haulern zw Genf iiblichen
BekleidunSen der Firfien Kanteii uiid Kehlrinnen
niit Metall, und der metallnen Regen Rliliren ; eine
Gewohnheit der es unfireitig allein ziizulchreiben ift,
dab hier Ungliicksfiille durcli Gewitter lo Glten find.
Unter alderem Merkwiirdigen kain bei dierem das
Innere des Haul'es verrchonendern Blitzrtrahle auch
das vor, dafs er eine PIatte verziiinteri Eirenblechs an
awei 5 2011 von einander entfernten Stellen dnrchbohrte, n n d an jeder eiii Loch von eiiiem 2011DurchIiieIl'eer machte, deflen Winder nacli zwei entgegengeletzten Richtungen nmgebogen waren (fuz3ient fullie
dans deux Jens oppofda). Hr. Pictet wies i n der Gefc:lICcli;lft dielks Eil'enblecli und einige andere vor die
derrelbe Blitz durchl6cliert oder oxydirt hatte. Aucli
tliaclife er darauf aufmerkhni dals der Blitz ganz einer Riihre nachgegangen war, die in feuchten Bodeli vB11ig hinein sing, indefs er einen kiirzern W e g
dnrch eine andre nletallirchc Leitung wiirde gefunden
haben, llatte fie bis auf den Erdboden hinabgereicht
(qui ne trainaid pa6 ci term).
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Prof. P i c t e t redete darauf von dcr Aufforderuiig,
\yelcIie zur VerbeITerung des Aufenthalts der, Geifili&en im KloIier auf den1 groben St. Beinhnrdsberge
I 204 1
gemaclit worden ifi '1. Sie find i n demlelben allen
Nacl~theileiiund Gefahren einer Itets kalten unil feuchten Wohnung ausgeretzt. Durch eine allgerneine, einigema&!ri europlilche SnbCcription wiirde man in
den Stand gdetzt werden, die ernpfohlnen Mittel um
das Gelaude gehnder u n d wttrrner zu machen, in
Ausfiihrun~ ZU bringen.
Seine an die Mitglieder ausgetheilte n a d i vorlthfiger Berathuns mit der
Comito'e eedrnckte AufforderunS welclie man in
Auffatz XI findet, hatte zur Folge, d d s die GefellMiaft i n tier nrchfien Sitaung 400 Scliweicer Franken fur ilas Hoapiz auf dem St. Bernhard aus i h r e s
Fonds bemilligte.
Noch las der 4iebjtihrige Secretlr, Prof: 1 3 e r n o u i l l i , dae Protocol1 der vorjdirigen
Sitzung der Gefelllcliaft zu Gcnf, und Hr. C o l l a d o n
eine UeberIicht iiber die &beiten der GcTellfchaft des
Canton Genf i m verfloranen Jahre, und einen Brief
I'eines Solines zu Edinbnrg yor, Worili er b i n Herablieisen unter einer Tancherglocke zu dem Boden des
Meers auf eine intereraqte Weil'e berchreibt,
In der zweiten Sitzung zeigte Hr. Z i c g l e r VOP
Winterthiir kieine, lehr gut gearbeitete Platin Spitw n fur fluffaiigfiasgen der Gewitter Ableiter vor,
u n d Prof. l'ictet die Zeichnungen eines GeodetiCchen
Inftrurnen ts und eines Dalymrters dets Hrn S e 11i 6 LI e
in Gcnf, dellen Bckhreibung derfelbcn er vorlas. Vorgeleren wiirden ferner vom General L a H a r p e ein
iunfitindlic.her Auszug aus den Arbeiten der GefellI'clialt des 1Cantons W a a d t ; vom Staatsratli R e n g g e r
voii harau ein Auffatz iiber die Mergel-Formation dcq
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'j Mahr davon in Auffatz XI.
G.
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203
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Jura, befonders im AarSau, nnd ili;.c Lagerungs-Verz,
V-berIlstltnillk, nud eine ~ i d t ~ n d l i c l LyfiernatiCclie
licht der Mineralien des Gotthards vorn Dieoonus
w a n g e r zu Aran; endlich von Prof. B e r n o u i l l i
cu Bald, eill Aiiflitz iiber die Eabrikation der feidiien
Bander im Kanton BaCel, welche~.rndeli intereIThited e n und gewinnreiclillen in der Schweiz gehart. AUe
G r f e r in dem alten Kanton End damit fur Bafeler
HiindIiings HauCer befichaftigt, und haben gegen 3000
Stiifilo im Gange, voii denen eioige taglicli bis aiif 500
Ellen Seidenband liefern. Der jiihrliclie Belalig fieigt
auf 6 bis 7 Millionen, und der bloCse Arbeitslohn auf
L 200 QOO lchweizer ( if Mill. fianziiEfche) Franken.
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In der d r i t t e ~Sitziing Lekitigte man die PUS den
Herren ECcher, Homer, ELeI, Pictat uiid Charpentier
befiehende Cornmiffion z w Bei~rtlieiliingder iun den
Preis iiber die Verandernng der Glttfcher Ech bewerbenden, zind bis zum i Janiiar 1822 einzufendenden
Abhandlungen. Prof. D e l a R i v e gab eiiie kurze
UeberGclit iiber Hrii Amphre's clectribli - magnetiCclic
Unterfuchungen und zeigte Line kleilicll Apparate
yor (C Stiick g S. 8r ). RatIIsherr F i f c h e r V O ~
ScllaffhauTen iibergab mehrere Proben dcr Verliiche,
welclie er iiber Legirungen des Stalils nacli Faixdciq'5
Vorfchriften angefiellt hatte, nnter andern niit Similor u n d mit Silber, welclie den1 Stall1 Ikhr kliitzbare
Eigenfcliaften ertlieilen (l St. 1 1 S. 257). Dr. Z o l l i k o f e r yon St. Gallon theilte einen felir merk\r iirdigen phyfiologifcli - prttllologil'chen Fall mit, ~a11rlL11ei11lich eines mit einer Frail gebornen Fotus, oder Ib ZIL
fagen innern Zwillings, der erft ixn 471ien Jahre, nach
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imnierw8lirendem Krankfeyn, als vide Stiickclieii K ~ o chen abging.
Staatsratli E f c h e r von der L i n t h lar das Protocoll der Bohr -Verl;clie vor, welche jetzt z u E g l i h
auf Steinfala -Lager, auf die Art wie ZLZ Wimpfen,
mnclit werden, wo fie mit einem lelir gliicliliclien
folg belohnt worden find. Sollte das hier nicht der
Fall Ceyn, CO werden fie docli immer fiir dis Geogliofie von Wiclitigkeit fcyn, veil man mit den1 Bohrer
bis ZLI einctr Tiefe voii 1200 Furs liineiudringen kann.
Er mklgrtc~das in ).:plil'aii befd8te Verfalirm , 1&l
gab von ntelireren gliicklich Leleitigkn Hiiiderninkn
Nacliriclit *I.
Nocli wnrde vom Prof. M c r i a n i n Bafel eine
Abhandlurig iiber die Lnqeiiungs-Verliiltiii~ecter Kette
des Schwarzwalde; zwif'&n Balk1 und FreiLurg iund
yon dern Dr. V e r d e l eine umfi~ndlicheBef'clirributig
des oft grolben Scltaden bringenden fnl'ekts Simuliurn
reptam vorgcleleii ; u n d von Hrn H iigi aue Solotliarn der Gel'clll'cliaft iiberreiclit eine merkwiirdige
Samrnliiiif; verficinerter Fol'filien atis einem Steinbruclie im dicliten Jtira- Kalkfiein, wo man fie in grol'ber
Menge gefiindeii hat wid wo lie bis jetzt v6llig unbekannt gebliehen \vai*eii : mehrere diefer Kaochen scliorten 1111rtreitig S~iigtliierenail.
Die 2eit e r l d i i k e niclit iiielirere ondre ALliandlungen VorziileIeii, iiber d ~ i .i J i m voii 11 11 s i iibcr
das Bagnetlid voni Scl'atzmeifier 11:l'c I1 e r , iiber deli
Scorbut v m i Dr. K 6 c l i i i 1 1 , Litid irbcr die W ~ r n i e
der Erda v o ~ iHrn D e 1 1 1 1 ~ . - Die n;iclilte S i t z ~ ~ i i y
wird am Hnde Juli 11322 zii Luser-n unter deli1 l'rafidio des DI..T r o x l e r Sehalteii werden.
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k-
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*) Folgendo Nachricht ans den franz6lifiheii Zeitungen vorn En.
de O c t o x r s diefes Jshres wird hier nicht am unrechterl Orte
-,.
fieheit.
Ilie Unterfrichong des Steiiifalzlagers bei V i c im
Meurthc Departement wird noch immer fortgefetzt [ vergl.
diere Aniial. J. J ~ Z OSt. 6 S . 1451. Schon weirs m a n , dars
fioh das L;tgcr auf 6 Stunden ttmlier verbreitet, und an eiirig e n Stellen, nur 2Oj Furs ticf unter der OherflAche, vorziiglich weirses Salz eniltSlr, inders in Wilizka die Salzgraben bis
zu T i e h von 12.52 Fnfs hinabgehn. Marl wird wahrfclleinlich bald verfucheu diefen Schatz wirklich zu benutzen." G.
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