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Auszug aus der Abhandlung Ueber die Erzeugung von Elektromagnetismus durch blosse Vertheilung der Polaritt in einem unbewegten Magnet.

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VILI. Auszug am der AbhadZung: Ueber die
Erzeugung con Elektromugnetismus Jurch
blofse Verthdung der Yolaritiit in eirrern
urrbewegten Magnet;
von Y.A. E r m a n ').
Z u r Beantwortung der Frage, die der Verfasser sich
gestellt hatte, wid die geniigend aus dem Titel seiner
Abbandlung hervorgebt, wandte Derselbe drei Metboden
an. Die erste bestaud darin, d a b er den Magnetstab,
seiner ganzen LZnge nach, in eine olfene Rahre steckte,
die von eineln bis zzlm aiidern Ende mit dem zur Magnetnadel fuhrenden Leiter umwunden war. Die zur Wirkung auf den Magnetstab bestimmten Kbrper (weiches
Eisen oder ein zweiter Magnet) wurden an die aus der
Rbhre hervorragenden Enden jenes Stabs gesetzt, und
die Wirkung auf die 14 Furs entfernte Magnetnadel beobachtet. Da aber die Aenderungen der Vertbeilung des
Magnetismus in der ganzen L h g e des Stabes von der
Art seyn konnten, d a t ihre Wirkung auf den spiralfbrwigen Leiter einander vielleicht ganz oder theilweis aufhb
ben, so wandte der Verfasser in eiuigen Fallen die zweite
Methode an. -Diese wich von der ersten hlofs darin ab,
dafs bei ihr nur die Hslfte, oder ein noch geriogerer Theil
des Stabes von der Spirale umgeben mar.
Die dritte Methotle ist bei weitein vonuziehen, und
ihre Anwendung kanri in vielen Hinsichlen den Pbysikern nicht genug empfohlen seyn fur die Eiille, welche
sie gestatten, denn alle lassen sie niclit zu. Hr. F e c h n e r , dein die Physik so vie1 verdankt, fand bei seinen
Untersuchungen iiber Therlno -Elektricitat, dafs man, statt
der wiederholten sich iiberdeckenden Windungen des bis
*) Gelesen in der Berliner Aeademie am 25. October 1832.
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dahin allein bekannten Spiral-Multiplicator, mit gleicliem,
w o nicht mit grdfserem .Erfolge sich bedienen k6nne einer
einzigen breiten und massiven Metallplatte, die, zwei Ma1
rechtwinklig gebogen , zwischen zwei ganz nahen parallelen sich tiberdeckenden Fllclien , die untere Nadel eines astatischedN o b i 1i 'tichen Paares einschliekt. Zwei
gleich breite Streifen Zink und Kupfer, 3 Fui's lang, an
ihrem aukersten Ende in mctallischer Continuitat, gaben
wahrnehmbare Elcktricitat durch bloke Anlegeng der
Hand; eine Weingeistlainpe gab steheiide Abweichung
59O, ein guter Spirnl-Mriltiplicator nur 5 5 O .
Hr. M i t s c h e r l i c h hatte den gliicklichen Gedanken,
zu versuchen, ob der Fechner'sche Multiplicator bei
den F a r a d a y 'schen Versuchen iuit gleichein Erfolg wirken wiirde, wie fiir Therino-Elcktricitat, und fand es
rollkommen bestatigt; diese geflllige Mittheilung gab meinen Untersuchungen iiber elektrische Erregungen durch
bloke Gleichgewichtssldrungen eineii genugenderen Grad
von Bestimmtheit untl leichtere Ausfuhrbarkeit des Details.
Das Paradoxe dicses Inslruments liegt im Allgeineinen
darin, dafs eine einzige continuirliche leitende Flache die
Strbmungsrichtungen mit derselben I'racision und fast mit
mehr Intensitiit giebt, als die durch sorgfiiltige Isolation
vor jeder Lateral-Ausweichung und Vcrstreuung geschiitzte
Spirale; denn so ist cs in der That, geradc 90° senkrecht auf die longitadinale Kiclitung dcr Metallplatten in
der Verltingerung der Leiter ist das Maximum der Elongationen, und eine vorltiufig unter diesein Winkel abgelenkte Nadel giebt nicht die mindeste Spur von Sollicitation. Ich gestehe, anfanglich die Vermuthung gehegt
zu baben, die Ursache dieser auffallenden Pracision in
der longitudiualen Striimungsrichtung , trotz der dargebotenen Gelegenheit seitwlrts in der leitenden Flache des
Metalls auszuweichen, sey in einem binzukommenden
aufserwesentlichen Umstande zu suchea Urn die untere
N obili'sche Nadel zwischen die beiden Platten des Mul-
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tiplicators einfiibren zu kannen , giebt man der oberen
einen langen Einschnitt, und dieser Scblitz liegt in der
Richtung des Stroms.
Nun ist aus allen Analogien bekannt, welchen entscheidenden Einflufs jede Continuitats- Unterbrecbung bei
den magnetischen Wirkungen aufsert ; am auffallendsten
nahm icb ihn vor vielen Jahren wahr, als eine,in ihrem
Mittelpunkt durchbohrte Stahlscheibe auf eineu leitenden
Draht geschoben ward, durch welchen elektrische Entladungen der galvanischen oder der Reibungs - Elektricitat
gdeitet wurden. Getrennt voin Leiter gaben diese Scheiben durcb die allerfeinstcn Priifungsmittel keine Spur magnetischer Polaritst. Sobald man h e n aber, sey es auch
viele Wocben nachber, einen Einscbnitt gab von der Peripherie bis zum Mittelpunkt, zeigtcn sie sicb vollkommen
regelmafsig pojarisirt , als Hufeiscn, die einiges Eisen zu
tragen vermochten.
Urn zu prtifen, in wiefern diese Analogie aiif den
Scblitz der F e c h n er'schen Multiplicator-Platte anwendbar sey, liefs ich ein solches Instrument construiren ohoe
alle Unterbrechung der Continuitat, aufser einem kleinen
Loch in der Mitte, um dem Trager der Nadeln Spielraum zu gewahren; die Nadeln nabmen zwar dessen ungcachtet die Striimungsrichtung an, sowohl in F a r a d a y ' schen als in therino- elektriscben Prilfungen, aber ihre
Eoipfindlichkeit war kaum die Halfte derjenigen , welche
sie zeigtcn, als nachher die Platte ibren Einschnitt bekommen hatte. Man kann daher vermathen, d a b , um die
Einpfindlichkeit des F e c h n er'schen Multiplicators zu steigem, man der unteren Platte eine entsprechende C o d nuitats- Unterbrecbung , oder vielleiclit sogar jeder der
beiden Fliichen mehrere parallele Scblitze zu geben hatte,
wodhrch man sich zum Theil den Analogien des SpiralMultiplicators wieder niiberii wiirde.
Die Anwendung des F e c h n er'schen Multiplicators
ziir Beobachtung der elektro - magnetischen Wirkungen,
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die ohne mechanische Bewegung bedingt werden durch
bloke Sttirung des Gleichgewichts der Polaritaten eines
magnetischen Individuums, ist so einfach wie giinstig.
Die breiten Rheophore bilden eine Zange, deren Kriimmungspunkt zur Bequemlichkeit der Manipulationen eine
elliptische Erweiterung bekommt; die Lange dieses Leit e n giebt fiir die gewbhnlichen Falle 24 Furs Entfer
nung des Magnets voin Multiplicator; m u t man aber
sehr kraftige Stabe anwenden, die in dieser Entfernung
die Nadeln afficiren miichten, so fugt man Verlhgerungen an die Leiter mittelst Schrauben und Amalgamation
bis auf 6 und 7 Fufs Lange. Unter dem aufsersten
Kriimmungsbogen der Zange liegt der beliebige eben zu
priifende Punkt des stationaren Stabes, es sey Polarpunkt,
Indifferenzpiinkt , oder welcher es wolle. Durch Anlegung von Magnetpolen oder weichem Eisen an irgend
einem anderen Punkte des Stabes, den man ganz frei
liegeud, and nicht, wie bei den anderen Methoden, durch
Schraubenwindungen bedeckt , vor sicli hat, erhalt man
ohne Zweideutigkeit die Wirkung, welche dao Anlegen
und Abreifsen hat, fiir den unter dem Rheophor vorhandenen Punkt des Stabes. Nebenbei hat man den Vortheil, die Wirkung auf jede betreffende Zone des Stabes
rein zu erhalten, ohne die eben envahnten Stbruugen
der fortlaufenden Spiralgewinde.
Durch Anwendung dieser drei Methoden, je nachdem sie jedesmal durch die Umstande indicirt waren, erhielt ich folgende Resultate:
1) Ein beliebiger Magnetpol liege unter einem Leiter, so giebt der Contact desselben 'mit weichem Eisen
eine Abweichung, gerade als hatte man den Magnetpol
mechanisch bewegt im ;iufseren Raume.
2) Das Abreifscn giebt eine positive Abweichung
nach entgegengesetzter Kichtung.
3) I)er Siun, nach welchem die Abweichrq des
Anlegens die Nadel treibt, ist iinmer der, wohin sie ge-
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hen d r d e , wenn man den Stab vorwarts unterm Leiter
bewegte; das Abreifsen giebt das Aequivalent eines Zuriickziehens des Stabes.
4 ) Diese Wirkungen sind UUI so intensiver, je gr6fser die Masse des angelegten und abgerissenen weichen
Eisens ist; auch scheint eine langgestreckte Fonn der eisernen Masse von gunstigem Einflufs.
5 ) Diese elektro -magnetiden Reactionen sind von
gleicher Art und Richtung, aber sehr bedeutend intensiver, wenn man zum Anlegeu und Abreifsen, statt des indifferenten weichen Eisens, den frewtakhafttlichen P o l
eines anderen Mapeten anwendet.
6 ) Anlegeu und AbreiCsen eines feindschufttlichen
Pols giebt irnmer sehr vie1 schwachere Wirkungen als
der freundschaftliche Pol; sie kannen sogar so schwach
werden, dafs sie sich der Enipfindlichkeit des Instruments
scheinbar entziehen; trifft man aber die rechte Wahl fiir
die relative Starke der beiden Magnete, so bleibt kein
Zweifel, dafs die Anlegung des feindlichen Pols das
Aequivalent giebt eines Zuriickziehens des stationaren
Stabes, also das Entgegengesetzte der Anlegling eines
freundschaftlichen.
7 ) Auflegen oder Trennen eines freundscbaftlichen
oder feindschaftlichen Pols auf den Indifferenz Punkt
des Stabes, gab keine wahrnehmbare Wirkung fiir den
unter der Zange liegenden PbI des stationlren Stabes:
wahrscheinlich wiirde man jedoch solche erhalten bei einer besseren Waht der Dimensioncn und der relativen
Starke, und durch eine griifsere Emphdlichkeit des Multiplicators.
8 ) Geschieht aber die Auffeguog des freundschaftlichen Pols an einem Ponkte des Stabes zwischen seinem
Indifferenz- ond seinem Polar-Punkte, so erhdlt man
elektro mapetische Abweichungen der Nadeln, homer
kriiftiger, je mehr der Punkt des Contacts sich dem unterm Leiter liegenden Polarpunkte des Stabes dhert.
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Die Richtung dieser Abweichung ist entgegengesetzt der,
die man durch Application am Pole des Stabes erhalt;
d. h. der dynamische Effect des gestbrten Gleichgewichts
ist aquivalent einer riickwarts gehenden mechanischen
Fortschreitiing des Stabes unter dem Leiter.
9 ) Fixirt man den Indifferenz-Punkt eines Stabes
unter der Zange, und legt an seine Extremitaten wciches Eisen oder Magnetpole an, so erhalt man keine
wahmehmbare elektro magnetischen Reactionen , zum
Tbeil mit aus demselben Grunde, wie fur No. 7, bauptsachlich aber, weil, zufolge der Vertheiluugsgesetze, die.
Polaritatskriifte vom Maximum-Punkt an den Polen gegen den Kull-Punkt in der Mitte zu so schnell abnehmen, dafs zu beiden Seiten des absoluten Null-Punkts
gleichsqm eine Indifferenz -Zone erislirt , wo die Tkitigkeit iiberhaupt so schwach ist, dafs eine kleine dynamische Verriickung des Null-Punkts zur Hechten oder zur
Linken innerhalb dieser Zone sich d u d keine wahrnehmbnre elektrische Reaction ausspricht ; es ist wohl
interessant, d a t ebenfalls mechanische Bewegungen zur
Rechten oder Linken fur diese Region eben so ohne
wahrnehmbaren Erfolg sind unter einein einfachen Leiter.
10) Bringt man aber unter den Leiter den Scheitelpunkt ddr Krummung eines Hufeisens , dessen polare
Schenkel auswarts und ahwarts vom Leiter gerichtet sind,
SO erhalt man sehr entschiedene Erfolge von der, durch
den Contact an die Pole veranderten Lage des Indifferenz- Punktes.
11) Weiches Eisen, und mehr noch ein freundschaftlicher Magnetpol an irgend einem der Pole des
Hufeisens angebracht, geben dieselbe Abweichung, als
wenn der beruhrte Pol vomarts bewegt wurde uiiterm
Leiter oder in einer Spirale. Da das hbreifsen stets das
Entgegengesetzte des hnlegens bedingt, und da das an
einem Ende mit dem einen Pol in Beriihrung bleibende
Eisen immer am entgegengesetzten Ende der freimdschaft-
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lithe des anderen Pols wird, SO kann man durch eine
rhythmisch abwechselnde Folge von Oeffnen und Schlie€sen, bald an einem, bald am anderen Pol, wahrend das
entgegengesetzte Ende des Eisens in Beriihrung bleibt,
sehr groke Oscillationen erhallen.
12) Ein Hufeisen, welches von Pol zu Pol durch
weiches Eisen geschlossen ist, giebt fast gar keine elektro- magoetischea Wirkungen, wenn man es unter dem
Leiter wendend bewegt ; je inniger der Schliebungs-Contact ist durch GIZtte und Masse, je mehr verschwiuden
die Wirkungen; ein so absolut abgeschlossener , wie die
eben erwahnten Stahlscheiben, n iirde gar keine Reaction
am Miiltiplicator geben.
Die Umkehrung obiger Versuche, woraus ergeht,
d a b weiches Eisen durch Anlegung von Magnetpolen
Elektro - Magnetismus in den Leitern erregt, sind zwar
im Allgemeintn durch F a r a d a y bekannt geworden, sie
gestatteu jedoch noch lnannigfache Variationen; vor der
Hand wunschte ich nur ihre Wirkungsart mit der des
dynainisch und oline mechaoische Bewegung wirkenden
Magnets zu parallelisiren.
13) Das Ende eines Stabes weichen Eisens (z B.
Lng 2 Furs, dick 2011) liege unterm Leiter, dcln einfachen oder dem spiralgewundenen, er giebt durch Anlegung eines Magnetpols von gehiiriger Kraft eine Abweichung des Multiplicators, welche entgegengesetzt ist
der, welche dae Instrument gab, als der Magnetstab unterm Leiter lag und Eisen angelegt wurde; fur diesen
letzten Fall war die Wirkung Iquivalent einem Vorschieben des betreffenden Magnefpols, das Eisen unterm Leiter hingegen giebt das Aequivalent einer retrogaden Bewegung.
11) Sehr deutliche Spuren derselben Erfolge erhPlt
man durch blofses Annlhern des Magnets, ohne unmittelbare Beriihrung.
15) Ein Messingstab, in der Spirale liegend, giebt
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elektro magnetische Abweichungen 'durch Anlegen eines
-Magnetpols an seine Extremitat *); die Oscillation ist
schwach, aber in demselben Sinne, wie fur weiches Eisen, und eben so specifisch verschieden, nach Verscbiedenheit der Pole. W e m massive Stangcn verschiedener
Metalle zu Gebote stehen, sollte hieruber Vergleichungen
anstellen. Auch tiber die elektromagnetiscben Wirkungen einer durch partielle Erwlrmung modificirten Vertheilung der Magnetkrafte eines Individuums sind auf diesem Wege Aufschliisse zu gewinnen.
Der einfache, aus einer einzigcn breiten und massiven; iiber sich selbst zwei Ma1 rechtwinklig gebogenen
Platte b e s t e h d e F e c h n e r'scbe Multiplicator hat indefs
zur Bedingiing, d a t die Zuleiter dieselbe Breite haben,
als die Fliche des Mnltiplicators; je geringer das Verbaltnifs der Zuleitungsfliche, je mehr nilnilit die Wirkung ab, und zwar in schneller Progression. Seine
Wirkungen sind daher geringer, als die des Draht-Multiplicators, sobald er durch einen blofsen Draht mit der
Quelle der Elektricitatserregung verbunden ist
IX. L'eber die chemisdie Wirkung der atmospharischen Elektricilat;
von A l e x a n d e r B a r r y .
(Philosoph. Transact. J 1831. p t . I p . 165.)
Es
ist bier nicht meine Absicht, eine neue Quelle
von
Elektricittits- Anhaufung anzugeben , sondern nur einige
Resultate zu bescbreiben, die, wie mir scheint, das Bindeglied zwischen den Untersuchungen F r a n k I i n's und
der elektro-cbemischen Theorie H u m p h rp D a v y 's aus*) Mit Kupfcr ist dieser Versuch Hro. F a r a d a y (d. Ann. Bd. XXV.
S. 107 ) und roderen Experimentatoren nicht gcluogen.
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