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Auszug aus einem Schreiben ber die sogenannten Pendel-Versuche des Professor Knoch in Braunschweig.

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VIII.
Auazug nu8 cincnt Schrcilen uber die fogerrntm.
ten Pendel- Verfuche dcs ProfeFar Kn o c h
in Braunfchweig,
von Dr. WAGNER,
in Braunfchmeig,
Braanrcliweiq am
20.
- - I c h nelrme mir die Preiheit,
Juni 181s.
Ihnen einige berichtigende Nacliricfiten uber die Verfuche
mitzutheilen, welchc cler mie Sie millkin werdeo,
vor Kurzem hiefelbfi verfiorbene Prof. K u o c 11
iiber die fogenanriteti Pendclfchwingungen aiigeltellt und lhnen zur Bekanatmachung mitgethcilt
hat *). DcrVerewigte war fruherhin, als ich noch
,
') Der Profell'ur A ~ g ~Wilhelul
fi
K O O C ~Leltrar
,
der Phjfik
nod Mincralogic am Collegium Carolinurn zu Brannfchwcig,
jfi rorzii8lich d r gelloucr &itornolog bckann:; feine feit
1781 in vier Binden arfcchianeraen Bcitragc xlir lofektenkund.
reiclrncn Gch durch d i e Gcoauigkait der Eefchrcihungco on:1
Ablrildungcn aus. Seiua grofse InTektcn Samnhluag ifi nacli
dcm Zcugnill'e cine1 Sachkeonerr von muficrhrftcr Orduuog
und ElrRanx , und ern fey., figt dider hinru, zn wiinfchcn,
drfr die hcrrlicha Sammluq , die Arbut einn bIUonTcliend
-
-
t 339 I
clas hielige Collegium C a r o l i n w befuchtc, nieiii
L e h r c r uod ich kannto ihn ale eineri ruhigen und
iiiicliternen hen, voo ausgebreiteten Kcontniflea,
dcr die ihrn vorkommenden Erl'clieinungeo mit
groCser Genauigkeit, Umficht und Bef'oriuenhcit
licobuchtete und viell'eitig pruftc. M i t grobeni Interell'e las ich dalier den im Uecemherhefte des vorigen Jahrgaiigs Ihrcr trertlichen Annalen abgedruckten Aull'dtz deflelbeo, iiber die von ihm i n
iii Betreff jenes vie1 belbrocheuen Gegenfiandes angellelILc?n Verl'uche.
l c h zweifelte keinen Augenblick a n ilirer Riclitigkeit, und da der Prof. Knoch
inir verlprach, die Verl'uche in meiner Gegenwart
zu wiederholen, To ging ich bald darauf init einetn
Vreunde, H e r r n Or. bled. A. PrJ e y e r, mit
nelchem ich vor einem Jalire lsngcre Zcit in Paris
zuriunmen guwel'en w a r , u n d der mich nuf I'ein e r Uurchreirc nach Berlin befuchtc, zu i h m , und
bat ihn urn die Erfullung feines Verl'prcchens. Er
hatte auch fogleich die Gule, unrerer Bitte zu willfahren, und wir hrachten beinah8 einen ganzen
Nachmittag bei ihrn Z I I , indem e r l'elbR uns falt 01l e in jenem Aufl'atze hefchriebenea Verfuche wiederholte, und Duck uus dieklbeo adtellen lie&.
,
tcrs and nutarordentlichen F l d h wieder in die Hjade einer
Noturforfchers komme, der fh&en lo zu fchatren nod fo
gemeinniitrig zu machcn wilb, wic ihr rorrnrliger BeEiur.
Gilbert.
I 330 1
Allein hier uberzeupten wir uns beide, dds fie alle
auf Gbfser TauJcbug beruheten.
Uie Vorrichtung, dercri fich Herr Prof. Knoch
bei diefen V erfuchen bediente, war zwar allerdings
To bofchsffen, docs der Vorderorm gehorig unterliiitzt wnr uud felt auflag, allein die g a m e H a n d
bis zum flandwurzelgt.ltmte und uber doITclbe hinaus, war Gei I'cbwebend, und die Beweguugen der
Pendel ruhrten ganz deutlich und beItirnmt von
cben fo regelmiljigen Bewogungen der Finger her,
welche der Prof. Knoch ( d c r ohnahin in leinem hohen Alter Ton einigcn Gebzig Johren keine fichere
and felte H a n d mehr hatte), halb unwillkiihrlich
und obne fich denen zu verfeheo, rnit deofelben
mochte. Bei den grofsern Scliwiugungtn, bei denen der LiiagendurchmeITer der Elliplb mehrsre
ZolL betcug, bervegte Iich fogar die ganze Hand, lb
defs es uns i n derThat unbrgreiflich war, wie Ktioch
es noch verI'uciirn konole, uns r o n der Richtigkcit
feiuer Angabcn zu iiberzeugen, und wit er felblt o w
diefen Bewegunpen der Hand und k ixrger keirr Arg
hatte.
Denn diefes hntte er wirklich nicht.
Er
war von dcr Riclltigkeit der Sache iiberzeugt, und
fur diefelbe eingenom~nentiiufchte e r fich felhR.
Er wollte Schwingungen hervorbringen, itnd zwac
diefe odcr j e n e , fo \vie fie i h m heim erJlen Verfuche
der Artrorgekommen uoren, untl diefer augell.engle \V i l l et~verurbchte die mechoni~chenBewegungen der Finger, die er n i d t hervorbringen wollle.
c
531
J
I-lierauf iiemuhten wir ( H e r r Dr. M c y e r
ich) uns felblt tliel'e Verl'uche zu wiederholea;
olleiu keiner dcrliilben wollte geliiigea. Achteten
wir genau auf tilifere H a n d und Finger, und fuchtell wir jede Remrguiig derfelben durcli angeltretigte Aufmerkfarnkeit zu verhuten, lo erfolgte gar
keine Bewegiing des Petidcls. Hotten wir aher dicI e entgegeiiwirkende Aufinerklbnikeit e u € die Fing e r nicht, u n d erwurteten wir dabei zugleich N i t
Gswifsheit eine Bewegung des Pendels, lo e n t f h a d
aucb i n d e r T h a t eine I'olche, und w a r i n tler Regel die, welche wir uns leblioft gedocht hotten,
nicht nber die von Knoch in jenein Auflhtz angegel~erie,dicfes nher einzig orid ofleiti durch die dann
halb unwillkuhrlich entftchende, a e n n auch noch
1.0 geringe Bewegung der Finger.
Dafs der Wille, die auf dos Gelingen des VerI;ichs gerichtere aufinerklinic Spunnuug der Seek,
z u m wirklichen Eintreten der ~'ericlelfchwingunRrn
erfordcrlich oder wenigliens behiilflich ley, gab
Knoch zu; allein e r meinte, d& dadurch die elektri fch e W e c h [el w i I'k u ng z iv i l'c h c 11 d c m in e 11 fch 1ichen Kiiii-per uod den A k ~ l l e r iu. f. TV. veriznlafbt
oder befordert wurde niclit oher, dafs mecharri.
fche Bewesung der Finger dabci im Spiele 1L.y.
Ich l'tlchte ihn zu hereden, er iniiclite Gch die -411gcn verhinden Iall:ti, und tlaiiri die Vecfuche iibcr
vei~l'cliiedcne, von Jemorid AiiJers untergeiegte,
ihin unbckonntc ~Metallewiederholen; ;rllciu hieruiid
,
[
339
]
an€ wollte er fich niclit einlan'en. I c h bin uberz t u g t , es wurden dann zwar allerdings Schwingungen eatltanden fuyn, aber nicht die POU i h m zuerR
sngegebenen.
Hiermit willich nun aber keineswegs behonpten,
dafs uberhaupt keine durch Elektricitit l i l b R , oder
durch diofer analoge Impouderabilien vermittelte
Wcchrelwirkung zwirchen organirchen Individuen
und dcr anorgmifcheri N a t u r Statt finde, als welche Tielmehi. fchon hinrcicliend dargethan worden
r e p mochte; und eben I;, wenig getraue ich mich
alle iibrigen ubcr dergleichem Pendelfchwingungen
gemachte Beobachlungen fur ungcgrundet DUSZUgtlzen. A b e r davoa bin ich iiberzeugt, dali in dem
vorliegenden Palle nichts d s 'l'iufcbung ohgewaltet h a t , und dieres zur SLeuer der W a h r h e i t 111nen mitzutheilen, glanbte ich nicht unlerlall'en zu
durfen.
.*)
..
*)
War icg rlltrclings rsrmuthcte , 518 icb, anf Erfucheo der
fti. Prof. Knoch , tlie-Aurfagen, welcllc e r f i r Rdultrre feiu e r vieljrhriRcn Bcfchihigimg lnit Pendrlfchwin~uogenhielt,
in diefa . * o i i ~ l e u a l l f t t a b i i i ,
d a b nirulich,rucb fie blofbe
TiiifrhnnS feyeu ,l i e @ ' rlfo d u l c ~ rdiefer u n b e f r ~ ~ g mZeuge
nifs, Wofur rllr W.ihrlrcitbfrenul~c h r r u Dr. Wagner verppichtet feyn m i i h , a m T q e . Ich trrlrm lie riif, om mich
nrcht verfcchrcisn t u IaITeeh Urfs iuclcfa cine folcba Coonivcnz irnrncr ihirdich iR, bewiefr mir der Erfolg; Yerfiiindigcrc fochtsn mich drriibsr a n , run der in Helt 3. rbgcdruckten Ruqe wird d e r Lefcr Gch dagcgen rielleichc rwch dcr Rekhu1tligirag crinncrn : ,,WU =inem hImnn, \vie Hr. Prof. Gilbert, der L i n e Cclangoilreit rchon bsi mehrero Gckgsuheilrn
blor gegchcn h a t , ifi oicht su C r W a i l e m , d& er Llchen Unterfuchungen die Hand bietbc."
6216.
-
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