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Auszug aus einem Schreiben des Herrn von Schreibers Directors des kaiserl.

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A U S Z U G
nus cinem
Schreiben des Herrn
V O R
SCHREIBERS,
Directors des kaiferl. Ndturalienkabinetts ,
a n
d e n ProfefJor
Gilbert.
W i e n , d. 15. April 1809.
b v i e es fcheint h a t rnein l e t z t e r Brief, d e r einige
for d i e Annalen heftirnmte Notizen e n t h i e l t , d i e
traurigen Folgen d e r d e m literarifchen Verltehr To
ungiinliigen politifchen Verhaltniffe erfahren. hl6g e diere Storung niclit lange anhalten u n d zu e i n e r
dauerha f t e n , fur die Wiflenfchaften fo fehr erwilnfchten, R u h e fuhren.
Re c h t fehr h5tte ich gewiinfcht, meinen Nucht r a g zu d e n Nachrichren V O R rlem m6hriJchen Steinr e g e n , welche i n d e m Julihefte (Stilclc 7.) 1808.
l h r e r Annalen A e h e n , fchon j e t t t vollenden, u n d
d a m i t das Hiftorifcbe iiber diefes rnerkwilrdige M e t e o r befchliefsen zu konnen. D e n n ich habe d a z u
feit jener Z e i t fo viele neue Data u n d Notizen erh a l t e n , dafs a n ghnz!icher VollliSndigkeit wahrfcheinlich nicht vie1 i n e h r fehlt.
I
3 find von
dern Kreisanite zu Iglau niehr als huntlert Berichte und Prolokolle eingelaufeo, die man i n al]en angriinzenden Kreifen aufgenoinrnen h a t , und
die interelfanten Aufrchlililk uber d i e Ausdehnung
u n d Ftichtung des Getijfes und des R e b e l s , welche
d e m Steioregen v o r h e r g i a g e n , fiber das Sichtbar-
c
125
1
w e r d e n e i n e r Feuerkugel und ilber a n d r e U r n f t l n d e
enthalten. Es hat mi r vie1 Arbeit geniacht, diefe
o f t fe h r we i t Tcli w e i fig e n A k t e n It ilc ke a usz uzi e h e n,
u n d da s Wefentliche i h r e s Inhalts zufammen zu
fiellen, wohei ich mich fiber die Lage u n d Entfer-‘
nung von melir a b h u n d e r t O r t e n zu o r i e n t i r e n
hatte. Uiefes alles i n ein Ganzes zufammen zu ftellen ift ein nicht r e c h t angenehmes Gefchiift, ivomit icti noch n i r h t ganz zu Stande gekornmen bin.
M z i n Vorrath an Stanner’fchen Meteorfieinen
ift ebeiifalls um 2 0 I’fund angewachren. D a r u n t e r
befiotlen h h einige ganze S t e i n e , d i e einen Pu’acht r a g zii rneinem neuern Auffatze in S t a c k I. 1809.
I h r e r Anrialen nothig machen. Befonders m e r k wtirtlig find: ein Stein von L 1 Pfund 1 0 L o t h , d e r
grijrsre von allen, d i e urn Stannern h e r a b gefallen
211 feyn fcheinen; und ein z w e i t e r vollkommen
g a n z e r , durchaus i n k r u f t i r t e r , S t e i n , rler nur 58
Gran wieyt und d e r kleinfte von allen mabrifchen
Meteorfi-inen feyn diirfte.
.4uch von dem Li/;raer Steinregen i n Bijhmen;
von Arm Sip meinc Nachrichten i m S o v e m b e r f i u c k e
iSoS. S. 55s. lhrer Annaleri b e k a n n t geniacht hab e n , fins1 (lie Unterfuchungs Berichte d e s Bergr a t h s R e 11 fs eingelaufen. Sie enthalten z w a r wenig Lk-efentliclies tnetir, als die Nachrichten, d i e
i c h hereits mitgetheilt habe. Ich w u r d e Ge indefs
doch noch h e n u t t e n , hafste ich nicht felbft d e n
Scliein eines Eingriffs in d a s Eigenthurnsrecht e i n e s
andern. Es wird rnir i n d e k nicht an Stoff fehlen,
auch ilber diefen Steinregen einen Kachtrag zu lief e r n , zurnahl iiber d i e Steine feelbfi, d i e f e h r [elt e n find, da wirklich nur vier Stilcke herahgefall e n find, von d e n e n das g r o k t e ein g a n z e r Stein
ik , d e r 5 Pfund i 9 L o t h wiegt ; dieler Stein ifi an
-
das Naturalienkabinett eingefcliickt worden. H e r r
Bergrath R e u f s hat ein Stilck d e r Lirfaer Steine
H e r r n K1 a p r o t h zttm AnalyGren nsch Berlin
Pberlendet.
Das Refultat d e r Analyfe diefes heTiihrnten Chemilters, wie es niir mitgetheilt ward e n , i f t folgeades: Es enthalten 1 0 0 Theile d e t
gernengten h.lalfe, wie fie dcli in1 stcine voriind e t , an
Riefelerde
43
Theile
Thonerde
I,Zj
BIagnelia
2'
Kjlkerde
0.50
E i f e n , regulinifch 29
Nickel , regcililiiiLli 0,jo
l l a o g a n e s o x yd
0.25
Schwefel und Verlufc 5.50
1co
-
Diefem zu Folge ifi auch i n den Liffaer Ma.
teorfieinen T h o n e r d e , obfchon i n geringererhlenge
als i n den Staiinerfclien Steinen vorhanden; von
Kalkerde enthalten lie weniger, von Mngnefia rnehr
aJs tliefe ACrolitlien; Itlanganes, S i c k e l untl Eifen wiirden ficli liiernacli aber fJft i n gleicher
Menge jii ilinen 31s i n den milirirchcn Steinen- befinden.
Letztcrcs iibcrrafcllt micli; denn den Liffaer Steineii i f i hzufig gediegenes Eifen eingeinengt, tliefes l a k t fich fehr leicht mechanilcli auS
jlinen trenncn, und auch die ftarke \l-irl<ung
d u r Lifrser Steine auf den Magnet untl i h r fpccifiiches
Gewicht geben ihren grofsen Eirkngehalt deotlrch
Z L I erkennen.
Von Chromium iind von falzf3~1ren
Salzen wird nichts erwilint. Hr. Prof. S c h e r e r
tvird nach den letztern forfche:i, unil Hr. M o f e r
die Analyre wiederliolen.
Hr. Bergrath R e u fs
gieht d s s Ipecifl'che Gewicht J n 3 , X ; ich fclrltzte
es i n nieiripr erilen Kaclirjcht (Ann. X S X . 561.)
zwiichen s 2 j untl 5,6: a und fand es Ipiiterhin &soo.
Un fere phyfikalififten on d recImi/;.hen'Yerfucho
mit d m M e t ~ o r j h i n e t t(Ann. X U . 362.) wrrden
nodi i'nimer for tsefctzt , unrl fie geben einen raichhabigen Stoff, der eine Beirheitung verdient. Uefontlers wiclitig find unfere Verfitclie fiber dds Gbirifcbe und das kroatifche meteorikhe Eifen.
Sie felien, ich habe lhnen manchen Auffatz tu
ilherfclricken.
Diefs foll Sefchehen , fobald ich
mich VOII rler Sicherheit der I'ofiexpcdition werde
tiberzeust habeti.
Seir rneiiicn letzten Briefen Labe ich die Unterfucliung tinrl genaue Uefchrcibun,rr nller in den
hiefisen SatirrnlunSen vorhantlencn hleteorfieine
roI:-ntlet, unct fin alle von eiiiem fehr gefchickten
1iitoliler.untcr meinen Augen 113chder k t t u r mahlen Idfen; untl zwar wo mijglich von jedcr Art einen'ganzen Stein, der Geftalt wegen, eine frifche
Bruclifljiche untl eine abGefchliffne Flhhe, weil
d i + k die einzelnen uoter einander gemerigteti
Tlieile und beiondrrs die Metalltlieils mi deutliclifern teigt. Diere Keihe von Ahbildungcn befteht
nun fchon aus 70 Stilck, iiod IiGnnte den Ar.f;ltig
e'ines I'racht wer1;s i,mcheii, ztt tlefkn Hcrdusgabe
icb tnich' vielleichr entfchlielie, wenn die eben jettt
anrufielleotle !'robe VOII Stiten des liupferftechers
un41lltuminatertrs fo ausfallen, dafs lie den Originslen, die nichts zu wunfchen dbrig laffen, m h c
Icommen. Ich hoffe Iifinfti?, wenn tlcr jetzigc
ungilnfiige Zettpunkt vorriber ill, durcli meine
aus.virrigen Freuiide in tlen Stand gefetzt zu werden ausgeirichnete Stiicke von den uns noch felrlentten hhteorlieincn auf cliefe'elbe Art befclireihen
uiirl cI;lrfieIlcn, uiitl datlurcli t l r m Werlte die Vollfiintli+it
gehen tii kijnnen, welche die Freunrle
der hturgefchichte u n d diefes noch To wenig
bearbeiteten Theils derfelben n u r immer wlinfchen
magen.
Ich wage es in diefer unruhi en Zeit nicht, die
zur Vertheilun beftimmten Stilc e der mahrifchen
Metcorfteine ( nnaf. Jan. 1809. s. 24.) den Puflwagen
anzuvertrauen; nur nach Berlin, P c t e r s b u r s klosLau, Kopenliagen, Paris, Mirnchen und
resden
find fi\r die iifhntlichen lblufeen zjemlich grofse Exe m p l ~ r e ,und ein oder das andere kleinere Exemplar
filr Gc!ehrte, als filr K l a r o t h , S c h e r e r , F i f c h e r , V a u q u e l i n , d e C r e e , v o n M o l l ctc.
abgcgniigen , die ich fchon vor mchrern FVochen unEerm ltlinifterio dcr nuswirtigcn Angelegenheiten
uhergebcn hatte, urn Gc geieucntlich durch abgehcnde Kuriere den ltaiferlichen 6cl;lndten an diefen Hofla ern zultommen ZLI laffen. - Ellr Sie bcwahre
ic ein charakteriftifches Stilck.
Seyn Sie verfichert, dafs ich und meine Freunde,
und gewifs alle wahre Freunde der Wiffenfchaften
h i e r in Lk'ien, den leiihafteften Aotheil a n dem Fortgange Ihrer in jeder Beziehung fchatzbaren Annalers
nehmen. Es wilrdit ein Vcrluft fc m , und cler deutfchen Literatur zurUriehre gereic en, ltarncn fie ins
Stocken. lch hedaure n u r ,dafs die ungunftigen Umftznde, zumahl bei uns, den Bilcherkauf und den
Buchliandel fo fehr erfchwcren. U e r Prei5 der Biicher ftcht jetzt mit dcm Einltommen eines Privatgelehrten in gar keinem Verhiiltnifs, und unfre Buchhaiidler milffen, um die Werke nicht noch mehr zu
vertheuern, grofsc Partieen zufammpn Itommen laffen, wclches dem Intereffe einer Zeitfchrift entge e n
ift. Jedes Heft lhrer Arinalen erfcheint hier er t 8
bis 10 Wochen fpiter, als es in Leipzig ausge eben
wird. Indefs finde ich, dafs man nicht ilbcra.1 im
ilbrigcn Deutfchland beffer daran ift; denn ich erfehe
auq einem Briefe des Herrn v o n S c h l o t t h e i m ,
dafs das 7.Stock lhrer Annalen nuf 1808, ausgegeben am 28. Auguft, in Gotha am 18. Mirz 1809 noch
nicht behannt war.
B
fl
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