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Auszug aus einer Abhandlung ber die Wirkung verschiedener Suren auf Dextrin Rohr- Milch- und Mannazucker.

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207
che bei Ziickerbildiing aus Kleber und Starkmehl angc\van& wird, verglichen werden kiiontc. Allein wir miissen
such erwagcn, d a k die Zuckerbildung dein Wartiiegrade
proportional geht, d. h. d a b , wenn bei dem Keimeu einer kleinen Menge Sainenkorner meiiiger W’arine als
beim kiinstliciieu Processe entslcht, auch im ersten’ Falle
weit weniger Zuclier gcbildet wird. W i r miissen’ auch
beiiierken , d d s das Stiirkmehl bei seiner kiinstlicheii
Uiumandlung als Kleister zugegeu ist, wodurch es sich
in einein mehr zerlheilten Zustacde betindet als im Samenkorn, wo es als Globulin vorhanden ist. Ueberdiefs haben wir diese Vcrgleichungcn keinesweges in der
hoben hbsiclit angestellt, uiit ihnen eine vollkommene hchnlichkeit zwischen den Vorgaiigen der Vegetation und unserer Laboratorien nachweisen zu wollen, sondern blols,
11111 einige neue Beobachtungen iiber einige duuklc Puuktc
der orgaiiischen Chernie darzubieten.
XV. Auszug aus einer AbhantMung uber die
Wirkung cerschiedener Sauren auf Deztrin,
Hohr-, Milch- und Mannazucker; uon tIrn.
P c r s o z.
(Journ. de
claim. m+!dicaie, 1833, p . 417.)
D e r Verfasser beabsichtigt in dieser Abhandlung neue
Beweise dafiir zu geben, wie innig die cheinischen Verinderungen , welche die iiii Titel genannten Subslamen
durch Ssuren erleiden, mit den Veranderungen ihres Verhaltens zum polarisirten Licht zusammenhangen. Irn ersteu Theil untersiicht er die Wirkung der Schwefel-, Salpeter-, Chlorwasserstoff-, Wein-, Klee- nnd Essigsaure
auf Rohnucker, und gelangt dabei zu folgenden Resultaten.
20s
W c n n man bei einer L&ung, die 47 bis 48 Procent
Zucker enthalt, und bei Uotersuchung in eiuer 150 Millimeter langen Rbhre eine Drehung (der Polarisationsebene des durchgelnssenen polarisirten Lichts) von 4 5 O
nach dcr Rechten bewirkt, einen Tlieil des Wassers durch
ein Fiiiiftel vom Gewicht des Zuckers an Schwefelsaure
ersetzt und die Libring darauf bis 40° C. erhitzt, bekommt man eine Drehung von 15 bis 16 Grad nach der
Linken, und wenn man die SYure fortnimmt, fiudet man
nur Traubenzucker.
Die iibrigen Sluren, in aequivalenten Mengen angewandt, geben niclit blofs dieselben Aendcrungen in der
Drehung, sonderii auch einen analageu Zucker. Der Verfasser wird dadurch zu der Annnhine gefuhrt, dafs der
Zucker, den man aus verschiedeneu Friichten gewinnt,
eiiierlei ist mil dem, den man durclr Einwirkung von S6uren auf Rohrzucker bekommt, weil e r wie dieser ( d e r
uingehderte Rohrzucker) die Polarisationsebene nacli dcr
Linken dreht. Als eine Anwendung seiner Versuche, beweist der Verfasser durch dieselben, dais bei der Rnffinirung und Fabrication des Zuckers die Gegenwart irgend
einer SZure die Hauptursache der Bildung desjeuigen unkrystallisirten Zuckers segn m d s , deii mau aufsser dem
durch Wirkung der W a r m e entstehenden noch antrifft.
Nach Hrn. P e r s o z bringen die starksten wie die schwachsten Sluren dieselbe Wirkung hervor.
Im zweiten Theil untersucht e r die Wirkung der verschiedenen Sauren auf das aus Kartoffelstarke dargestellte
Dextrin. Auch diese Wirkung war mit allen Siiureu dieselbe, welche er, gemeinschaftlich mit Hrn. B i o t , mit der
Schwefelsaure erhnlten hatte, d. h. das DrehvcrmBgen des
Dextrins, welches anfangs nach der Rechten ging, wurde
rlurch die Wirkung der Sauren geschvrzcht, obue indefs
nach der Linken iimgekehrt zu werden. Diese Thatsache der ,Nichtumkcbruiig der Drehung durch Siuren fuhrt
Hrn. P e r s o z zu dem Schlufs, dafs es nicht Starkmehl
ANNALEN
1834.
n o . 14.
DER PHYSIK UND CHEMIE.
B A N D XXXIJ.
~
~
sey, welches beim Reifen der Friichte in Traubenzucker
verwandelt werde, sondern vielmehr Rohnucker oder eine
diesem in ihrer Bildung vorangehende Substanz. Bei
dieser Gelegenheit beriibrt Hr. P e r s o z die Frage wegen
der zdckrigen Gahrung, und meint, daCs man sie nnr als
das Resultat der Einwirkung von der beim Keimen auf
Kosten der Luft gebildeten Kohlensaure auf den unter
die geeigneten Umstande versetzten Samen ansehen musse.
Im dritten Theil liifst der Verfasser Schwefel-, Citronen- und EssigsBure auf Milchzucker einwirken, und
findet dabei, daL dieser Zucker, der fur sich die Polarisationsebene nach der Recliten dreht, dadurch an Drehkraft in derselben Richtung gewiunt, und d a b er, weun
er so das Maximum der Drehkraft erlangt bat, gah,rung,cBhig ist und Alliohol liefert, wie es fur die Schwefelstiure schoii von V o g e l beobachtet worden. Die Art,
wie sich die Sauren gegen Milchzucker verhalten, giebt
dem Verfasser Miltel an die Hand verschiedene Erscheinuugen bei der Gghrung des Milchzuckers, der fur sich
bekanntlicli nicht g3hruiigsfahig ist , zu erklsren. Herr
P e r s o z scblagt bei dieser Gelegenheit ein Jeichtes Mittel zur Benutzung der Molken vor, die in der Schweiz
und im Jura bei der Bereituug dcs Kases in so grober
Meuge gewonnen werden. DieL besteht darin, dalb man
die Molken auf die Pinte init 4 bis 5 Grm. Scbwefels%ure versetzen, bis auf zwei Drittel abdampfen und dann
die S u r e mit Kreide abstumpfen SOIL Man erhalt so
eine siiCse Fliissigkeit, die inan niir mit einer paCsliclien
Menge Hefe zu versetzen braucht, um den darin enthaltenen Zucker in Weingeist zu verwandeln ).
1 ) Die Thatsache der Urnwandlung der Milchzuckers in e h c n gshrungsfjliigen Zucker (Traubenzucker) dorch Vermittlung von Siuren wic: Citrooen und Essigsiore, i r t noch in sofern h e r e s -
,
PoggendorfPs A n d .
-
Bd. XXXIT.
14
r a n t , als s i e u n s eine Erkl.irung v a n d e r Gewinnung dcs W e i n gcistes PUS gegohreuer Milch zu liel'ern verspricht. V e n n nsm1icli S i u r e n , w i e die eben genannten, j e n e . Umwa;dlung des
Zuekers zu beivirken im Stande s i n d , so 15Tst sich aych mit
G r u n d vermuthen, dals die R.IilchaBure unter den geeignetcn Umstinden dieselbc Fshigkeit brsitze. D e r dadurch gebildete T ~ a u benaucker w i d e dann m i t einem der tibrigen Bcstandtheile der
M i l c h , der als Hefe w i r k t s [denn nur d i e gunrc Blilch ist es,
naclr O s e r e t s k o w s k y ( K l a p r o t h s M'orterb. Bd.111 S. 5 7 j ) ,
die d e r geistigen G j h r u n g Ghig ist]. in W c i n g e i s t umgewandelt.
S o fiele das P a r a d o r e d e r Branntweinbereitung aus grgohrener Stutenmilch, w i e sie bei den Kalmiicken' rind Tartaren iiblich ist, von
selbst Iiinweg. Beiliiufig bemerkt, bereiten die Palrniicken diesen
Branotwein, indem s i c Stutenrnilch i n Beuteln PUS Schaal'l'ellen
sauer werden lassen, d s n n diere, d e r Ruttermilch Slinliclre, Fliissigkeit (tartarisch: Kumis, kalmiickisch : Tsclrigun) eioer Destillation unterwerfen , u n d das erhaltene Product ( A r u m ) noclrrnals
rectiticiren, w o w dann Arsn Iieilh. Das Destillationsger~th ist
aatiirlich s e h r einlach. Statt d c r Blase dient ein halbhugclformiger
eiserncr Kessel, d e r iiiittelst drei Beinen auf ol'fenern Feuer steht.
Er ist durch &en z>veiklappigen hGlzernen Deckel versclrlossen,
d e r i n d r r einen Ililfte awei u n d i n der andern eine Oeffnung
hat. D i e letztere dient 7.um E i n - u n d Nachfiillen des Tschigms.
aus jeder d e r anderen fiihrt eide gekriiqmte HChre zu einem eisernen Topf, d e r als Vorlage d i e n t , und in einern Gef& mit
kaltern W a s s e r liegt. Jetlz Riilrre ist ruit einer besonderen Vorlage dieser A r t vcrselren, so dal; in den! Iiiihlgerjfse deren zwei
licgen. Die F u g r n am Deckel weiden mit einem Kitt J U J E r d e
rind Pferdcrnist vrrstrichen. Aus G W c d r o ' s Tschigan gewinnen
sic 1 V e d ~ iArac:) und aus 8 S t o f Araca 1 Stof Arsa, a. h.
aus 48 hlaal's l'schigan 1 31aals Arsa.
Es ist ind& nicht allein die Stutenrnilch, a m welcher die
Kalnriickeu dieseu Brauntwein bereiten , cirlrnehr bcdicnen sich
Dieser
die Srmeren unter ihnen d a m auch der Kuhmilch.
aus Kuhmilch Jargrstellte Branntwein w i d a b e r nicht ,\rsa,
sondern Airuk genannt. D e r Arsa schmeckt ibrigens ckelhaft
und branstig, d e r Araca ist uberdiefs br5unlicl1, der l'sclligan
hat dagegcn einen angenehrncn Geschmdck: Ich vcrdarite dieae
Notizen d e r Gcfilligkeit des Hrn. Professor G. H o s e , der a u f
seiner Reise mit Hrn. Y. R u rn b o 1 d t die Rcreitung des Arsa zu
sehen Gelegenheit hattt:, rind P r o b e n d a r o n rnit nach Bcrlin gebracht hat.
P.
211
Der lefzte Theil der Abhandliing betrifft den Mannazucker und dessen Unvertlnderlichkeit bei Gegenwart von
Sluren I ) .
XVI. Ueber die Wirknngswe&e der Salpetersaure
auf Eisen; oon J. F. W . H e r s c h e l .
(Ann. de chim. e t de phyJ.
T.LIV p . 85.)
L e g t man einen wohl gereinigten Draht von weichem
Eisen in Salpeterssure von 1,399 Dicbte, so briiunt
er sich augenblicklich, wahrend rothe Wimple mit mehr
oder minder starkem Aufbraus'en entweichen. Bald hbrt
1) Hier noch gelegentlich die Bemerkung, dafs die LIB. P e l o n z e
und M a l a g u t i Rnlirzucker, der i n W a s s e r geltist w a r , durch
Sbstiindige Digestion bei 95' bis 99" C. ginzlich zerstLirt nnd
i n eine nicht gtihrungsfshige Substanz verwandelt haben sollen.
(Journ. de chim. mid. 1833, p . 313.3.)
F e r n e r finden sich in einem spiteren Aufsatr von Hrn. T h i n u s (Journ. de Pharm. 1834, p. 295) aufser den hereits bekannten Thatsachen folgende, w i e es scheint, neue.
Rohrzucker, bis 110" erhitzt, hat an seinem Vermtigen, die
Polarisationsebene nach der Reehten zu drehen, in dem Verhsltd s 84 : 60 verloren. Lbst man aber diesen unkrystallisirbaren
Zucker wieder auf so besitzt e r wieder alle Eigenschalten des
Rohrzuckers.
Durch langes Kochen einer Liisung des Zuckers haheu die
HH. P e l o u z e und M a l a g u t i densellren in Traubenrucker verwandelt (also nicht in eine gtihrungsunEihige Substanr, w i e ebcn
gesagt ward).
D e r Honig bestcht bekanntlich aus zwci Theilen, einem krystallisirbaren und einem unkrystallisirbaren. D e r erste d r e h r
die Polarisationsebene nach der Rechten , der unkrystallisirbare
nach der Linken, Phnlich dem w a s Hr. B i o t beim Traubentukker gefunden, der, einmal kr).stallisirt, auch in Lcisungen ein
Drehcermtigen nach der Rechtrn beritrt, v n r d e r Krystallisntioo
aber die Polarisationsebene nach der Linken dreht. (S.Annil.
Bd. XXVIlI S. 165.)
14
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