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Auszug aus einer Abhandlung des Hrn.

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Gaslicht dem Sonnenlicht 'ahnlich, welches immer blauer
ist als die weifsesten Flammen von Wachs, Oel oder
Talg.
Es giebt einen sehr niedliclien und leicht anzuste1lendeu Versuch, welcher einige der vorhergehenden Versuche erlautert. Man stelle zwei brennende Kenen &ez'
bis vier Fufs von dem Auge und ungefahr ehen Furs
aus einander, schliefse das eine Auge, und richte das andere auf einc der Flammen, wie wenn man etwas an
dem Docht mit Aufmerksamkeit betrachten wollte. Die
andere Flamme erblickt inan nun durch indirectes Sehen,
und nach kuner Zeit wird sic heller und blauer als die
erste, weil der Theil der Netzhaut, auf welchen das Licht
dieser anderen Flamme fiillt, einpfhdlicher ist aIs der
hsufiger gebrauchte Theil in der Are des Auges, auf welchen das Licht der ersten FIamine fallt. Der bbhere
Grad von Erregung der Ketzhaut durch die indirect gesehene Flarnme macht diese Portion der Netzhaut weniger empfiudlich fur die rothen Strahlen; und wenn die
Erregung fortfahrt, wird das Liclit wirklich b h u uud umgeben von einem Hofe eines gelben nebligen Lichtes.
Zuweilen indefs verschwindet das blaue Bild, ohne an
seiner SteIle etwas anderes als einen nebligen HOE zuriickzdassen.
XIII. Auszug aus einer Ahhandlung cles Hm.
S a v a r t iiber die Beschnffinheit der Fliissigkeitsstruhlen, die aus krcisrunden Opffnungen in diinnen TF'dindcn hervorschit$en.
D i e Versiich2, welche Hr. S a v q r t h dieser Abhandlung darlegt, haben denselben daliin gefuhrt, folgende'
Resultate als sicher zu betrachten:
A n d . d.Physik.Bd. 105.St. 2. J. 1833.St. 10.
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1) Jeder fliissige Strabl, der aus einer kreisrunden,
in einer ebenen und horizontalen W a n d gernachten Oeffnung von unten nach ohen hervorschiefst , hesteht aus
zwei, dem Ansehen und der Beschaffenheit nach, ganz
verschiedenen Theilen. Derjenige, welcher die Oeffnung
bcrulirt, bildet ei~ienUmdrehungshiirper, dessen horizontale Querschnitte immer kleiner ulld kleiner werden. Dieser Theil des Strahls ist ruhig und durchsichtig, iihnelt
einem Glasstabe. Der zweite dagegen ist immer unruhig
und scheint undurchsichtig zu seyn, wiewoohl sririe Gcstalt noch regelmlfsig genug ist, um init Leichtigkeit unterscheiden zu lassen, dafs er in eine gewisse Zalil von
verlzngerten Anschwellungen getheih ist, deren griifste
Durchiiiesser itnmcr grofser sind als der der Oeffnuiig.
2 ) Diescr zweite Tbeil besteht aus wohl von einandcr
gesonderten Tropfen, welche wahrend ihres Falls periodischc Form:inderungen erleiden, und dadurch die regelmafsig
gesonderten Anschwellungen liervorrulcn, welche bei directer Beschauung wnhrzunehmen sind, und deren scheinbare ContinuitYt davon abhlngt, dafs diese Tropfcn einander in Zeitrzumcn folgcn, die kiciner sind als die Dauer
der von jedem einzelnen Tropfen auf der Netzhaut erregten Euipfindung.
3) Die Tropfen, welche den triiben Theil des Strahles bildcn , werden erzeugt durch ringffirmige Anschweliungen, tvelche sehr nahe an der Oeffnung entstchen,
einander, langs dcm klaren Theil des Strahls, in gleichen Zeitrlunien folgen, in dein Maake als sic herabfallen au Volum zunehnren, und endlich am unteren Elide
dcs klaren und zusammenhangenden Theils sich treiinen
in gleichen ZeitrSurnen wie die ihrer Entstehung und Fortpflanzung.
4) Diese ringfiirniigen Anschwellungen entstehen durch
eine periodische Folge von Pulsationen, welchc an der
Oeffnung selhst stattfinden, so dafs die Geschwindiglreit
des Ausflufses statt gleichfiSrmig zii seyn, periodenweis
veranderlieh ist.
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5 ) Die Zahl dieser Pulsationen ist immer, selbst unter einein schwachen Druck, grot genug in einer gegebenen Zeit, um durch die Haufigkeit ihrer Wiederkehr
zu . vernehmlichen und vergleichbaren T h e n Anlafs zu
geben. Diese Zahl hlingt iiur von der Geschwindigkeit
des Ausflusses ab, ist dieser direct und dem Darchmesser der Oeffnung umgekehrt proportional. Sie scheint
weder durch die Natur noch diirch die Temperatur der
Fliissigkeit geandert zu werden.
6 ) Die Amplituden dieser Pulsationen kiSnnen betriichtlich vergriilsert werden, wenn man die Gesammtmasse der Flussigkeit und die W a n d e des GefSEses derselben in Vibrationen von gleicher Periode versetzt. Unter diesen fremden Einflui's kiinnen die Dimensionen und
der Zustand des Strahles merkwiirdige Versnderungen
erleiden. Die Llinge dcs klaren und zusammenhangenden Theils kann sich fast auf Null reduciren, wahrend
die Bauchungeu des triiben Theils eine RegelmaEsigkeit
der Form und eine Durchsichtiglieit erlangen, weIcbe sie
fur gewfihnlich nicht besitzen. 1st die Zahl der mitgetbeilten Vibrationen verschieden von der der Pulsationen,
w e l c h an dcr Oeffnung stattfinden, so kann ihf Einflufs
sogar so weit gehen, daL sie die Zahl dieser Pulsationen abzndert, doch n u r innerhalb gcwisser Granzen.
7 ) Die Ausflui'smcnge scheint wcdcr durch die Amplitude noch dnrch die Zahl dcr l'ulsationcn gestart zu
wcrden.
8) Der Widerstand der Luft wirkt weder auf die
Form und Dimensionen des Strahls noch auf die Anzahl
dcr Pulsationen merklich ein.
9 ) Der Zustand der horizontal oder selbst schief in
die Hiihe schiekenden Strahlen weicht nicht merklich vou
dem der vertical ernpor getriebenen a?; allein die Anzahl der Pulsationen an der Ocfhung scheint desto SCringer zu werden, je mehr sich der Strahl dem verticaleu Emporstcigen nahert.
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10) Welche Richtung der Strahl auch habe, 60 nimmt
doch dessen Durchmesser bis zu einem gewissen Abstande
von der Oeffnung sehr rasch ab. Fallt aber der Strahl
vertical, so erstreckt sich die Abnahme bis zum Verschwinden des klaren Theils in dem getriibten; dasselbe
ist auch der Fall bei einem horizontal fortschiefsenden
Strahl, nur folgt bei diesem die Abnahme einem weniger
raschem Gesetze. W i r d der Strahl schief, miter Winkeln
von 2 8 O bis 4 5 O gegen den Horizont in die Hshe getrieben, so’ sind, von dem zusammengezogenen Theile ab, dcr
die Oeffnung beriihrt, alle auf der von ihm beschriebenen Curve senkrechten Durchschnitte einander fast gleich.
Fur griitere Winkel als 4 5 O endlich wkhst der Uurchmesser des Stralils von dem zusammengezogenen Theil
bis zum Anfang des getriibten Theils, so dafs nur d a m
ein Durchschnitt vorhanden ist, den man mit Recht einen zusammengezogenen nennen kann (L’lnstitut,No.16
p. 139).
XIV. Auszug
am einer Ahhandlung iiber den
Stofs eines Jliissigen Strahls gegen eine kreisrunde Scheibe;
von S a v a r t .
B i s h e r hat man sich nur mit den Erscheinungen beschafftigt, welche entutehen, wenn ein fliissiger Strahl einen
starren K6rper unter einem bestimmten Winkel trilft.
Die dadurch in der Gestalt und dem Zustand des Strahls
herbeigefuhrten Abanderungen, so wie die Richtung der
Bewegung der Theilchen nach dem Stofs sind nochganz
unbekannt, selbst in den denkbar einfachsten Fiillen. Inde€s ist Ieicht ersichtlich, dafs das Studium dieser Art
von Phlnomenen geeignet seyn wird, auf gewisse Eigen-
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