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Auszug einer Abhandlung ber die Producte bei Destillation der Aepfelsure.

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XVIII. Auszug uinm Abhanrllurig iiher die Prod u d e b d J)tviillution Jer Aepfelsdure; voii
Hm. P e I o uze.
(L'liutitut,
NO.53 p. 152.)
jnterwir ft man die Aepfelstiure auf eioem Marienbatle
hei l i 6 O C. der Destilirtion, so zergllt sie volIst%udig in .Warser und zwei brenzlicbe SPiiren, ohne dafs
sjclr die geringste :Spur von Koble oder irgend einein
Case abscheiclet. Man sieht an den Wanden der Retorte eine farblose FlUssigkeit Gbergeben, die bald za
sch6nen prismaliscben Krystallen gestebt. Die zweitc!
Siiure als weniger fliichtig foist ilir mar vou weitem und
bleibt grtifstentheils am Uodcn der Hetorte in Gestalt einer sebr reichlicben krystallinischen Masse. Hr. Amp Bre hat mir vorgeschlagen, die erstc, fliiclrtigere Saure
ucide d a l i g u e oder maliijue, die andere acide paramakaliyue oder para-malciquc, uud .die Snlte derselbeii.
rna&ates undpara-rnak'ates zu nennen. (Bekaantlicb heitst
inan im Franziisiscben die hepfels0ure ucide malique, uod
deren Solze malales;
was die deutsche Benennuiig
<lieder beiden neiien S h r e n betrifft, so mag tis Weiteres die acide inal6ique Jfeta-Aepfelsiiure und die acide
para - makiqae Para-Aepfeisdure gcnaiiiit sepi).
Die Mcta-Aepfels%iarekrystallisirt aus einer rvabrigei
Liisnng ond besteht ails 4 At. Koble, 2 At. Wasscrstoff
wid 3 At. Sauerstoff, aulser 1 At. Wasser, das sie bei
Siittigiing oder tnelireu successiven Destillationen verliert.
L)ie Para-Aeyfelsrure hat dieselbc Zusainiiicnsetzung, aber
inan knnn ihr, wcnn man sie iiicht zerstiiren will, das
eine Atom Wasser nicht anders nehmen als durcl Verbiodung mit Basea.
Wenn man die Retorte, welche die Aepfelsenre ent-
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halt, statt sie nur bis 1 7 6 O C. zu em?innen, so rasch
wie rnbglich auf die Temperatrir 200° C. bringt und darin
erhalt, so bilden sich noch dieselben Producte; allein
die fliichtigere S u r e , d. h. die Meta- Aepfelsaure, bildet
sich alsdaun in grbfserer Menge als die andere. Geht
man aber nicht iiber 150° hinaus, so erhalt man so zu
sagen nur Wasser und Para-Aepfelszure; allein die Reaction ist alsdann ungemeid langsam. Diese Thatsachen
finden ibre Erklarung in folgenden:
Die Krystalle der wasserhnltigen Meta Aepfels%ure
erhitzt, schmelzen gegen 130° C. uncl beginnen zu sieden bei 160O. Sie zersetzcn sich dann i n Wasser und
wapserfreie Meta-Aepfelssure, welche dieselbe Zusaiomensetzung wie in den Salzen hat. Geschieht die Destillation rascb, und in einer Retorte, deren Hals stark gcneigt
ist, so dafs die nestillate nicht zuriicliflieken kiinnen, so
besteht der Ruckstand nur aus einigen Spuren farbloser
Krystalle von Para-Aepfelsaure. Erliiilt man dagegen die
Meta-Aepfelsaure, statt sie bis 160° C. zu ertitzen, etwas
iibrr ihrem Schmelzpunkt, so wandelt sie sich nach und
nach in Krystalle von Para Aepfelsaure urn, uiid da diese
letztere erst bei 2OOo C. schmilzt, so kaiin man das Gefiils;
welches die neuen Krystalle enthslt, bis zu diesem Punkt
erhilzen, ohne dafs dieselben verschwinden. Diese isomere Umanderung stellt sich aucb rind selbst rascher ein,
wenn man Meta-Aepfelsaure in einer sehr langen u n d '
enge'n Rbhre siedet, so d a b das entvrcichende W a s s e r
gezwungen ist ,unaufhiirlich auf die Satire zuriickzulliefsen.
Die nsmliclie TJmwandlung findet endlich statt in einer
an beiden Enden geschlossenen R6hre.
M e f a -Aepfelsliure. Die wasserhaltige Meta- Aepfelsaure bildet Krystalle, die von einem P r i s m mit rhombischer Basis abzuweichen scheinen.
Sie ist geruchlos,
schineckt anfangs sauer , hinterher widerlich, ist sehr 16slich i n Wasser und hlkohol, fallt Kalkwasser nicht, biltlel aber in Baryt5vasser einen Niederschlag, der siclr bald
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11 kleine Krystallblii(tcbcn umzndert.
Essigsaures Blei in
die sehr verdunote Liisung der Meta-Aepfelsaure gesthiittet, bewirkt einen weifsen unlbslichen Niederschlag, welcher sicli in eiiiigen Augenblicken in sehr niedliche glanzende Blattchen von glimmerartigem Ansehen umwandclt.
Die Verbindungen der Meta- AepfelsYure mit Kali, Niltron und Arnmoniak sind sehr lbslich und leicht krystallisirbar. Uas Kupfer- und Eisensalz sind weniger 16slich. Die meta - tipfelsauren Salze mit Pflanzenalkalien zur
Basis sind im Allgemeinen sehr vohl krystallisirbar und
liislich. Das Bleisalz ist neutral und enthzlt drei A t o m
Wasser, die cs leicht durch WBrme verliert. Schwefelwasserstolf scheidet die Meta-Aepfelslure daraiis ab.
Para- Aepfeelsaure. Diese Slure uuterscheidet sich
von der Meta-Aepfelslure durch cine grofse Menge von
Eigcnscbaften. Sie erfordert zu ilirer Lbsung etwa 200
Th. Wasser, wiihrend die andere d a m nur ein dein ihrigcn gleiches Gewicht niilhig hat. Sie Irrystallisirt in Yrismen, die, weil sie gestreift sind, sicli schvver bestimrneu lassen; sie fa!lt Kalli-, Baryt- und Strontianwasser nicht, und
bildet in der Kalte in essigsaurem Blei eineu Nederschlag,
welcher nicht wie der iueta -apfclsaurc krjstallisirt. Unter allen ihren Kennzeichen ist aber das Verhalten gegcii
salpetersaures Silberoxyd am merkwiirdigsten. Ein TIieil
Para-Aepfelsaure, in mebr als 200 000 Th. Wasser gelbst, bildet in salpetersaurem Silberoxyd einen weiteii
Niederschlag , der, ungeachtet der grofsen Masse Fliissigkeit, sehr sichtbar ist, und der durch Salpetersaure fortgenominen wird. Diese Unlbslichkeit, wiewohl an sich schon
ungehcuer, wird nocli grbfser, wenn man statt der freien
Para-Aepfelsaure die an Basen gebundene anwendet. Sic
ist dann so grofs, dafs die abfiltrirte Flussigkeit nicht die
geringste Triibung von Chlorwasserstoffszure erfahrt, und
doch ist das Chlorsilber wahrscheinlich von allen Salzen
das unloslichste.
Die para+ipfelsauren (malkates), Kupfcr- uud Eisen-
2rZ1
salzc sind aucb sehr wenig lgslich, das erste ist fleischfarben , im Anselieii mit dem bernsteinsauren Eiseooxyd
zu verwechseln. Das para-apfelsaure Kali krystallisirt
strahlenfiirmig in prismatischen Blgttchen , und ist, wie
das Natron- und Ammoniaksalz, sehr bslich. Das paraapfebaure Bleioxgd hat genau die Zusammensefzung und
den Wassergehalt des meta-apfelsauren; Schwefelwasserstoffgas scheidet auch aus ihm die Saure ab.
XIX. WiederhoZte Untersuchung einiger Kupfersalze; v o r ~C. Br unner.
v o r einigen Jahren beschrieb ich (diese Ann. Bd. XV.
S. 476) mehrere basische Kupfersalze. B e r ze 1i u s fuhrt
das Resultat dieser Untersnchung in seinem 10. Jahresberichte, S. 147, an, mit einigen Zweifeln iiber die Richtigkeit meiner Augabe begleitet. In dem darauf folgenden 11. Jahrgange, S. 176, giebt er uns Kenntnifs von
einer von ihm selbst unternomtnenen Uutersucliiing eines
dem einen der voo mir beschriebenen ganz iihnlichen Salzes, welche ihm solclie Resultate geliefert haben, die init
den meioigen fast vollkommen ubereinzustin~mensciieioen.
Er zieht aus seinen Versuchen zuletzt den Schlufs, dafs
das aus dem scbwefelsaureo Kupferoxyd durch Kali niedergeschlagene basische Salz ein Gemenge zweier ~1118slichen Verbindungen seyn miisse.
Vor Kurzem fand ich mich veranlafst, zur Wiederholung jener Versuche, die oben beschriebenen Snlze noch
einmal zu analysiren, und dabei vorzuglich zu bestimiiien,
ob dieselben identisch darstellbar oder zofallige, uud
daher nicht durcb Formeln auszudriickende Gerncnge
seyen.
Ich erhitzte zu diesem Ende cine Aufli5sung von kry-
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