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Bariumsulfat Ц eine plastische Substanz.

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928
Atterberg : Bariumsulfat - eine plastische Substane.
gefiihrten Impragnierversuchen mit Fluoriden gezeigt, daD beispielsweise beim Verfahren nach
B o u c h e r i e Fluoride und FluBsiiure vom Holze
stiirker zuriickgehnlten werden als sonstige Bestandteile.'Hierausfolgt also wohl, was auch Dr. N e t z s c h
aus seinen Versuchen folgert, daB die Holzmembran
auch fiir leichter losliche Stoffe eine starkere Bindungsrihigkeit besitzt, so zwar, daB solche Stoffe,
einmal aufgenommen, nicht so leicht wieder durch
Auslaugung entfernt werden konnen. Dieser Umstand hat gerade fur eine Verwendung des Fluornatriums in der Impragniertechnik wesentliche Bedeutung. Dieses Mittel, dessen antiseptische Wirkung nach den neueren mykologischen Untersuchungen nicht anzuzweifeln ist, laBt sich bei
grijaerern Bedarfe zu billigen Preisen erhalten.
Bisher hatte man gezogert, es fur Holzer im Freien
anzuwenden, weil die Befiirchtung des groBen Verlustes durch Regen und feuchten Boden hervorgehoben wurde. Vielleicht ist dies aber nach dem
Voranstehenden nicht begriindet, und es wird abzuwarten sein, ob die in groBerem MaBstabe hiermit impragnierten Holzsiiulen, die im osterreichischen Verwaltungsgebiete zum Einbau gelangen,
vorzeitig zugrunde gehen werden oder nicht.
Endlich ware noch auf die moglichen U m
setzungen des Impragniermittels
hinzuweisen, die d u r c h B e s t a n d t e i l e d e s
E r d b o d e n s namentlich bei Metallsalzen hervorgerufen werden kiinnen, und so in manchen
Fiillen friihe Unwirksamkeit des Impriignierstoffes
zur Folge haben. Diese Verhaltnisse sind indes
durch Laboratoriumsversuche nur sehr schwer zu
fassen.
Wenn man nun das Wesentliclie aus den voranstehenden Erorterungen zusammenfaBt, so muD
vor allem erwahnt werden, daB d a s w i c h t i g s t e
Ergebnis der Laboratoriumsversuche in der Feststellung der pilzw i d r i g e n EigenschaftderneuenImprligniermittel besteht. Solche nach neueren Methoden
durchgefiihrte Untersuchungen liefern gut verwendbare Resultate, die, mit den Erfahrungen an bewahrten alten Mitteln verglichen, im allgemeinen
wohl ein Urteil dariiber gestatten, ob die Verwendung des neuen Mittels zur Abwehr des Pilzangriffes
von Erfolg begleitet sein diirfte oder nicht,
Ergiinzen lassen sich die Beobachtungen durch
Untersuchungen, die das Verhalten des Holzes
gegen das neue Mittel hinsichtlich der Aufnahme
und des Festhaltens zum Zwecke haben. Allerdings ist bei der allenfalls versuchten Ubertragung
der Laboratoriumsergebnke auf die Praxis groBe
Vorsicht am Platze.
I m groBen und ganzen wird man aber heute
wohl bei Anwendung von vorbereitenden Laboratoriumsversuchen grobere Fehler bei der Einfiihrung neuer Impriigniermittel vermeiden konnen,
wenn dem antiseptischen Verhalten derselben besondere Beobachtung geschenkt wird, und das
Mittel sich sonst als geeignet fur die Zubereitung von
Holz erwiesen hat. Freilich ist es uns heute trotz
vielfaoher Bemiihungen ganz unmoglich, aus solchen
Untersuchungen einen verliiBlichen SchluB auf die
Lebensdauer eines nach bestimmter Methode mit
dem neuen Mittel behandelten Holzes zu ziehen.
Heute bleibt in dieser Beziehung nichta anderes
-
far
[am%ZFchede.
iibrig als abzuwarten, wie sich die Gebrauchsdauer
in der Praxis wirklich ergeben wird.
Wie wichtig die R a g e der voraussichtlichen
Lebensdauer fur die Praxis ist, wird nirgends bezweifelt. Leider laat sich auch durch forcierten
Pilzangriff heute noch kein brauchbares Ergebnis
erreichen, weil selbst da der Erfolg unsicher bleibt.
Hier liegt also noch ein weites Vewuchsfeld vor uns.
Indes kann wohl gehofft werden, daB eingehende
Untersuchungen unter Heranziehung der neueren
mykologischen und chemischen Methoden auch da
endlich Fortschritte zeitigen werden, die Zuni Unterschiede zur heutigen Situation einen SchluB auf
die zu erwartende Dauerhaftigkeit des imprlignierten Holzes gestatten werden.
[A. 62.1
Bariumsulfat
eine plastische Subr
stanz.
-
Von Dr. ALBERT
ATTERBERG,
Kttlinar.
(Eingeg. 13.14. 1911.)
Wohl nur wenige Chemiker wissen, daD das
Bariumsulfat, ein in all seinen Eigenschaften so
wohl bekannter Stoff, iihnlich wie Ton plastisch ist.
Der Begriff Plastizitit wird recht verschieden
aufgefaBt. Man spricht sogar von (bei Druck) plastischen Felsmassen. Bei meinen Studien iiber die
Plastizitlit der Tone (Chem.-Ztg. 1910, 369; Verhandlungen der zweiten internat. Agrogeologenkonferenz in Stockholm, S. 284) habe ich die Definition
des Plastizititbegriffes gegeben, d a B plastisch in
ihrem Verhalten zu Wasser die Stoffe sind, die bei
einem der ,,FlieBgrenze" nicht iibersteigenden Wassergehalte sich zu Drahten ausrollen lassen. Fiir
das quantitative Bestimmen des Plastizitatsgrades
habe ich namlich zwei Waasergehaltsgrenzen aufgeatellt, die ,,FlieBgrenze" und die ,,Ausrollgrenze".
Plastische Stoffe sind plastisch formbar, da ihr
Wassergehalt zwischen diesen beiden Grenzen
liegt. Sind die Grenzen voneinander sehr entEernt, ist der Stoff hochplastisch. Wenn aber
die Grenzen zusammenfallen, ist der Stoff nicht
plastisch.
Bariumsulfat ist nach der obigen Definition
bin plastischer Stoff. Fiir gewohnliches, gefiilltes
Bariumsulfat fand ich die FlieBgrenze bei 22 Teilen
Wasser auf 100 Teile Sulfat und die Ausrollgrenze
bei 14 T. Wasser auf 100 T. des Sulfates liegend. Daa
Bariumsulfat lieB sich somit bei Waasergehalten
von 22 bis 14 T. Wasser zu Driihten ausrollen; und
iie ,,Plastizitit" war mithin 8. Das Sulfat verhiilt
iich deshalb wie ein Ton der ,,eweiten Plastizitiitsklasse". Die ,,Klebegrenze", d. h. die Grenze, d&
ler Teig an Metallen zu kleben aufhort, lag bei 19,
laher zwischen den beiden anderen Grenzen, wo auch
Jie Grenze bei den schwereren Tonen liegt. Beim
kustrocknen bekam aber der Sulfatteig nicht die
'este Konsistenz der schwereren Tone, sondern es
iel3en sich die getrockneten Stucke vie1 leichter zerMcken.
Die Kryatalle des Schwerspates, des Bariumiulfatminerals, zeigen eine sehr ausgeprggte Spaltmrkeit. Daher treten ebenfalls die Krystalle gern
n platten Formen oder in Lamellen auf. Sonstige
noch konatanter in Lamellen oder Sahuppen euftretende Mineralien sind die Mineralien Kaolinit,
Kaliglimmer. Magnesiaglimmer und Talk. Dieeelben
Bind nach meinen Untersuchungen eiimtlich stark
plaatisch, wenn dieaelben nur so fein gemahlen und
so fein geschliimmt werden, daB die G r o b der Teilchen 0.002 mm nicht iibersteigt. Die Teilchen dea
von mir untersuchten Bariumsulfata zeigten bei mihoskopiecher Meseung die KornergroBe von 0,0016
bie 0,OOOZ mm. - Mineralien, wie Quan. Feldspat
und Kalkspat zeigen bei derartig feiner Zerteilung
gar keine plaatischenEigenschaften. - Es ist daher
die platte oder schuppige Form der kleinsten Teil-
chen, welche den Stoffen Pleetizitiit verleiht. In
den nordeurop&iachen Tonen iat BB s o d t f e h h
Glimmermehl, in den Tonen der siidlichen Liinder
iat BB dagegen feinates Kaolinitmehl, daa den Tonen
Plastizitiit gibt.
Fiir den Laboratoriumschemiker ist ea eine
leichte Seche, die Plastizitilt dea Bariumsulfates zu
bestiitigen. Mische sorgfaltig mit Hilfe einea Spatela 100 T. gefalltes Bariumsulfat rnit 22 T. Wasser.
Die Mischung sol1 sich auf Papierunterlage zu
Driiihten ausrollen lamen. Die erforderliche Waasermenge wechselt indessen ein wenig nach der verschiedenen Feinkornigkeit der Sulfatprobe. [A. 74.1
-.__
Wirtschaftlich-g~werblicherTeil.
Die cheuiisehe Industrie Wiirttembergs. Die
geschaftliche Lage der wiirt tenibergisclien cheniischen Industrie ist durcliaus nicht giinstig zu nennen. Es sind rornehnilich t'berprodaktion und die
damit erschwerte Absatzgelegenlieit, d a m die Konkurrenz und schlielllicli gcsetzgeberisclie Mallnalimen, wie die Steiier- mid Zollgesetzgebung als diejenigen h'aktoren zu ncnnen, welche hieran die
Scliuld tragen. 3lerk~viirdigerweisebest eht in yanz
Wiirtteniberg kein nennenswerter Betricb, der sich
init der K u n s t d ii n y e r fabrikation ini GroBen
hefallt. LViirtteniberg wird ebenso wie Baden damit
r o m Frankfurter Platze oder von Bayern aus verschen. Die Klagen iiber die Handclsvertrage sind
allgemein, da viclfach dcr Export dadurch behindert bzw. ganz unterbunden worden ist.
Ini Reutlinger Bezirk ist die Fabrikation von
R e n z i n unlohnend geworden, da die Konkurrerrz unter den Rolibenzinproduzenien, obwohl sie
zu grooen Interesaengruppen zusammengeschlossen
sind, zu pollen Prcisunterbietungen gefuhrt hat.
Aid dem Blinernliilniarkte machen sich die verderblichen Folgen der Schmierolzolle anlLl3lich des Abscliluvses der Handelsvert,rage geltend, indem es
nun der auslInchsclien Produktion ermoglicht ist,
ihre Ware zuni Xacliteil der einheiniischen deutschen Produktion zu Schleuderpreisen hineinzuwerfen. Dies macht sich a m so unangenehnier bemerkbar, als &e deutsche Roholproduktion im Steigen begriffen ist und nur auf dem deutschen Mrtrkte
untergebraclit werden kann. Nebenher bemerkt,
besteht in ganz Siidwestdeutschland eine Bewegung,
welche auf eine Monopolisierung der Petroleumraffinerie innerhalb Deutschlanda durcli das Reich hinzielt. Aus ciner an die wiirtteinbergische Regierung
dieserhalb gerichteten Eingabe entnehmen wir folgende Ausfiihrungen: ,,Urn die chronische Finanznot des Reiches zu hessern und die Kleinstaaten
von Zuschiissen an das Reicli zu entlasten, sollte
dringcnd in Erwiigung gezogen werden, den Artikcl
Petroleum,der voni Ausland in Deutschland inonopolisiert, durcli das Reicli in die Hand zu nehmen,
und zwar derart, daB growziigig angclegte Petroleurnraffincrien in Deutseliland a n der Wasserkante
otler an \Va&ersirrrkcn angelcgt werden. nnd ist
dann siclier anzunelimen. dall das Reich - oder
ev. der ~~-iirttcnibergisclic
Staat - auDerordentlich
billig mit Rohpetroleuni voni Auslande bedient
wiirde." - Die Fabrikation von S e i f c n pulver,
Fettlaugenniclil und verwandten Sprzialitiiten hat
Ctl. 1911.
befriedigenden Absatz. Infolge iibergrooer Kou
kurrenz sind aber die Preise gedriickt. Der liolien
Zolle wegen ist der Export beinahe ganz unmoglich
genorden. Die Rolimaterialien, speziell die Fette
und Ole, die friilier fast aussclilieBlich zur Fabrikation von Seifen dieriten, werden infolge der allgenieinen Teuerung der notwendigsten Lebensrnittei in ininier steigenderem AIaUe zu GenuOzireckcn Iierangezogen. Trotz der gesteigerten Einfulir der ole wid Fette, speziell der Pflanzenfette,
sind die Preise liierfiir zu noch nie gekannten Hohen
gestiegen. Warr halbwegs ordentliclies Fett ist,
wird fur Speisezwecke dem Markte entnommen,
und es bleiben fiii Industriezwecke nur die geringsten Marken zur Verfiigung, die verhaltnismaDig
hoch bezahlt werden miissen. - Auch in der G e 1 a t , i n e f o 1 i e n und G e 1 a t i n e \v a r e n fabrikation ist der Geschaftsgang bei nornialem Verlauf ein befriedigender. Der Umsatz hat sich erhoht. Der Export betragt etwa drei Viertel des
ganzen Umsatzes, woran hauptsaclilich Osterreich,
England, Frankreich und Kordamerika partizipieren;
an zweitcr Stelle komnien die iibrigen europaischen
Staaten, sowie Uberseeplatze aller Erdteile. Wahrend sicli die Geschafte rnit den zuerst genannten
Landern in der Regel ordnungsgemall abwickeln,
ist bei der niorgenlandischen, spanischen und italienischen Kundscliaft dies nicht der Fall, weshalb
der Export naeh diesen Landern auch nicht forciert wird. RuBland kommt der liolien Zolle wegen
speziell fur konfektionierte Artikel dieser Branche
nicht in Betraclit, wahrend Halbfabrikate dort Absatz finden. - Die Entwicklung der Unternehnien
der Eyacher Koblensaureindustrie-A.-G. ist eine
gute, 80 daB beim Obwalten normaler Verhiltnisse
weiterhin mit einem befriedigenden Ergebnis gerechnet werden kann.
iihnlich Iauten die Berichte aus der Rottweiler
Gegend, soweit dort die chemische Indusbrie in Betracht kommt. Die Vereinigten Koln-Rottweiler
P u 1 v e r fabriken sind gut beschiiftigt. Der Absatz von Jagdpatronen, namentlich der mit rauchloseni Yulver geladenen, zeigt eine Steigerung. Von den A p o t h e k e n wird daruber geklagt,
daB sich che Verhaltnisse von Jahr zu Jahr verschleclitern. einrnal weil die Krankenkaasen die
Arzte zur LuDersten Sparsamkeit in der Rezeptur
zwingen, und weiter, weil durch dlc Kartellc der
chemischen Fabriken viele Artikel fiir die Apotleken im Einkauf teurcr genorden seien.
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