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Basilius Valentinus der Unverwstliche.

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Neumann: Basilius Valentinus der Unverwiistliche.
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lastig empfunden, daB die Einleitung und die Ableitung der Kiihlfliiasigkeit sich nicht an einem Ende, sondern an beiden Enden befinden. Es entspringt hierbei fur RiickfluBkiihler die Notwendigkeit
einer liingeren Schlauchverbindung, welche infolge ihres Eigengewichtes stark am Kiihler zicht. Hierdurch wird leicht ein Lockern
dcs unten am Kiihler befindlichen Korkes und ein Undichtwcrden
des mit Kiihlung zu versehenden GefaBes (Kolben) an der Verbindungastelle von Kiihler und Kolben verursacht. Diesem n e l s t a n d e
kann man abhelfen, wenn man die in beiliegenden Fig. 1-3
vorgeschlagene Form eines Kiihlers verwendet. Die Einlauf' beund AbfluOstellen fur die Kiihlfliissigkeit sind mit a m d a
zeichnet. .
u1 ist mit einer Riihre versehen, welche innerhalb des Kiihlers
bis an das andere Kiihlerendc fortgefiihrt ist.
Fig. 1 zeigt einen solchcn KugelriickfluBkiihler.
I n Fig. 2 ist eine andere Form eines RiickfluDkiihlera angegeben,
die geeignet ist zum Einhiingen in Kolbenhiilse ohne Verwendung
eines verbindenden Korkes. Diese Form ist besonders geeignet fur
Fliiasigkeiten, die nur mit Glas in Beriihrung kommen diirfen; sie
hat aber den weiteren Vorteil, daB sowohl die innere Rohre des
Kiihlers als auch die AuBenfliiche als Kiihlfliichc Verwendung
findet.
Man kann auch diesen Kiihler wic in Fig. 1 als Kugelkiihler ausbilden, wie man natiirlich auch den in Fig. 1 wiedergegebenen mit
einer glatten Innenrohre konstruieren kann. Ferner kann man den
Kiihler auch in der in Fig. 2a wiedergegebenen Form ausfiihren oder
Fig. 1
Fig. 2
Fig. 2s
Fig. 3
auch, am oberen Ende mit einem Schliff versehen, in den dazu gehorigen Kolben einschleifen. Letzteres empfiehlt sich besonders, wenn
man durch die Innenrohrc des Kiihlers eine Riihrvorrichtung zu
fiihren wiinscht.
Fig. 3 zeigt die Form eines Destillationskiihlers. Hierbei werden
zweckmiBig die zum nerziehen des Zuleitungsschlauches angebrachten Glasrohrcnden a und a' nach eincr Seite hin gebogen, 80
daO man bei Zusammenstellung eines Destillationsapparates Zu- und
Ablcitung von einer Scite oder von unten heranfiihren kann, wodurch
das son$ leicht auftretende lastigc Knicken der Zuleitungsschliiuche
vermieden wird. Der Dcatillationskiihler kann auch als sogenannter
Schlangenkiihlcr ausgcbildet werdcn. In diesem Falle fiihrt man die
in u1 angefiigte, im Innern des Kiihlers verlaufende Rbhre zweckmaBig in die Mitte der Spirale.
Um die Luft aus dcm Kiihler bei Ingebrauchsetzung verdriingen
zu konnen, bringt man zweckmal3ig am oberen Teil des Kiihlers einen
Hahn an. I n den Fig. 1, 2 und 2a ist dieser Hahn durch einen mit
H bezeichneten Tubus angedcutet. Hicrdurch erreicht man, daB
bei den als RuckfluBkiihlcr benutzten Formen das Kiihlwaaser in a'
einstromen kann, und der aus dem zu kiihlenden Kolben aufsteigcnde
Dampf mit um so k ii h 1 e r e r Fliissigkeit gekiihlt wird, je h 6 h e r
er in dcr Kiihlerrohre steigt; hierdurch unterscheidet sich die neuc
Form des ItiickfluDkiihlers wesentlich und vorteilhaft von allon
iihnlichen Konstruktionen. Bei der in Fig. 3 gezeichneten Form eines
Dcstillationakiihlers muB das Kiihlwaaeer in a einstromen, und die
das Destillat sammelnde Vorlage auf dieser Seite des Kiihlers angebracht werden. Alsdann ist hier die Anbringung eines Hahnes nur
notwendig, wenn man den Kiihler gleichzeitig auch ah RuckfluB[A. 56.1
kiihler verwenden konncn wiU
______--
Verlag fur sngewandte Chemle 0. m. b. H., Leipzlg.
Cang%%%iie.
Basilius Valentinus der Unverwiistliche.
Entgegnung an Herrn Dr. H o m m e 1.
Unter diesem Titel hat Herr Dr. H o m m e 1 in Nr. 19120 der %itschrift f. angew. Chem. einen Artikel veroffentlicht, in welchem er
nachweist, d a B B a s i l i u s V a l e n t i n u s e i n v o n T h o l d e fingierter
Name ist, und daB die unter dem Namen des Baailius erschienene
Schrift nicht die chemischen Kenntnisse der 2. Halfte des 15. Jahrhunderts, sondern die um das Jahr 1600 widerspiegelt. Ganz am Schlusse
des Aufsatzea erscheint dann, ohne ersichtlichen Zusammenhang mit
dem Inhalt des Artikels, eine ganz unerhort abfiillige Kritik meines
vor 15 Jahren erschienenen, vom Verein zur Beforderung des Gewerbefleiaea preisgekronten Buches: ,,Die Metalle": ,,Sehr schlidlich
fiir die Verbreitung korrekter historisch-chemischer Anschauungen
hat auch N e u m a n n s Buch: ,Die Metalle' (1904). gewirkt, daa zum
groBten Teil nichts anderes darstellt als meist sehr ungliicklich zu.
sammengefaBte und durch Verkiirzungen cntstellte Ausziige aus
dem Jugendwerke von H e r m a n n K o p p."
Gegen diese AnmaBung des Hcrrn Dr. H o n m e l mu13 ich
schilrfsten Einspruch erhcben. Wo nimmt zunachst Herr Dr. H o m
m e 1 die Berechtigung hierzu her 4 E r , der andere belehren will,
daO ,,Ungriindlichkeit sich nirgends so bitter racht, wie auf historischem Gebiete", hat nicht einmal den Titel meines Buches richtig
angesehen, denn derselbe lautot: Die Metalle, Gcschichte, Vorkommen
und Gewinnung, nebst ausfiihrlicher Produktions- und Preisstatistik." Die ,,Griindlichkeit" dcs Herrn Dr. H o m m e 1 hatte auch
aus dem Inhalte leicht ersehen konnen, daB das Buch gar nicht beabsichtigt, ,,historis&-chernische Anschauungen" zu entwickcln, und
daB es n i c h t den Zweck verfolgt, Pseudoautoren unter den alchimistischen Schriftstellern aufzuspiiren, sondern, daD es sich in der
Hauptsache mit der g c s c h i c h t 1 i c h e n E n t w i c k 1 u n g
der
hiittcnmannischen
Metallgewinnungsm e t h o d e n befaBt. Bei jedern Metalle ist ein Abschnitt: Geschichtlichcs, Erze, Gewinnung des Metalles, Statistik der Produktion
und der Preise, vorhanden. Daa Manuskript wurde 1899 zur Preisbcwerbung eingereicht, Inhalt und Umfang waren vorgeschrieben,
die Aufgabe war zeitlich begrenzt. Wenn ich im geschichtlichen Teil
aus dcm Jugendwerke K o p p s (Geschichte der Chemie) Angaben
uber die Kenntnis der Metalle vor 1500 benutzt habe, und spatere
Forscher haben eiwiesen, daB einige unter den Namen mittelalterlicher Alchimisten gehenden Schriften zeitlich spliter, als K o p p
annahm, anzusetzen sind, so rechtfertigt diese Tatsache keineswegs
den, maBloser uberhebung entspringenden Ausfall H o m m e 1s. Von
einer eigentlichen hiittenmannischen Darstellung der Metalle kann erst
nach 1500 die Rede sein, und die him in Frage kommenden Schriftsteller habe ich alle im Original vor mir gehabt, ihre Datierung ist
durchaus sichcr. Wenn das Zuruckgreifen auf K o p p s Geschichte
der Chemie den von Dr. H o m m e 1 behaupteten ,,Schaden" anrichtet, warum empfiehlt dann dcr ,,grundliche" Dr. H o rn in e 1
nicht gleich, siimtlichc Werke K o p p s zu verbrennen 4
DaB vor 20 Jahren bci uns die Verhaltnisse in bezug auf die geschichtliche Forschung ganz anders lagen wie heute, wo die wirklich
,,griindliche" ,Alchimie' v. L i p p m a n n s jedem zur Hand ist,
scheint Dr. H o m m e 1 ganz vergesson zu haben. In den 15 Jahren
seit dem Erscheinen meines Buches ist ubrigens kcin einziges anderes
erschienen, wclches die Entwicklung der technischen Gewinnung
der Metalle besser behandelt oder eine umfaasendere oder richtigere
Preis- und Produktionsstatistik der Metalle geliefert hittc. Wenn
man sich auBerdem vergegenwiirtigt, daB ein vom Verein zur Beforderung des GewerbefleiBes eingesetztes Preisrichterkollegium damals meine Arbeit beurteilt und mit einem ansehnlichen Preise amgezeichnet hat, so nimmt sich die von Dr. 11 o m m e 1 entdeckte
,,Schadlichkeit" meines Buches doch recht komisch aus. Auch in
siimtlichen Besprechungen des Buches ist nichts von der vermutlichen
,,Schadlichkeit" zu finden.
Wenn Dr. H o m m e 1 wieder einmal zur Hebung seiner eigenen
geschichtlichen Leistung einen moglichst schwarzen Hintsrgrund
braucht, dann sollte er sich nicht gerade H o f m a n n s ,Experimentalchemie' und ein preisgekrontes Buch dszu aussuchen, denn
schLieBlich gibt es auch noch andere Leute, die sich eigene Urteilsfilhigkeit zutrauen.
Auf eine Kritik der Verdienste Dr. H o m m e 1 s um die BasiliusThBlde-Entdeckung und seiner Hochachtung vor der AutoritiLt
B e r t h e 1 o t s will ich hier nicht eingehen, vielleioht aber liest
Dr. H o m m e l einmal in v. L i p p m a n n s ,Alchimie' die Seiten
486, 640, 647 u. f. nach.
Breslau, April 1919.
Prof. Dr. B. Neumnn. [A. 76.1
- Verantwortlicher Bedakteur Prof. Dr. B. B a i r o w . Lelpelg. - Bpsmemche Buchdruckerel In Leipzip.
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