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BEANTWORTUNG der Einwrfe und der Kritiken welche die Herren Gay - Lussac und Thenard gegen mehrere seiner neuern Untersuchungen bekannt gemacht haben.

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'Is.
R E A N TtV 0 R T U N G
d w E'inwiirfe und d t v Kririkea , welche die Herren
G a v - L u i l d c rind T h e n a r c l gegt-n m d r r w e
Jeirier neuern L%nter/iichringen bekannt gPrnachL
haben,
von
HuMr'HRY DAVY, Egq.,
Prof. der Chern. an der R.W. Tnftit. und Secr. der kijnig1. SOC.
tu London ;
-
u.nd
G e g e . n
B e m e r k ' u n g e n
der Herren.
Thenard
Proferr.
do
und
G a y - Luffsc,
der U n i v e r k i t zu P d r h unrl Mitgll. des Inhit.
Frei bearbeitet von G i l b e r t .
I&hahe dem Lerer in Heft 6. und 7:des
vorigen Ban&s,diefer A I I ~ die
U ~ dr~ ei Aufrdtze vorgelegt , i n we]&en die Herren G a y - L u f f a c und T h e n a r d H e r r n
D d V Y d e n FehdehandTchuh hingeworren haben. Der
enklirche Natur Forkher hat nicht g e r h m t , ihn aufzun e h m e n , und fo gehemmt j e t z t auch die Verhindung
zwifchen Paris und London ift, To findet Iich do&
fchon irn diesjdhrigen M a i . Stiicke des Journal de phj.-.
Jque nicht blols eine Vertheidigung , d i e e r gegen jene
drei AufTilze gcrchrieben und d e m Herausgeber dcs
j o u r n ~ lde PhJ.figue mit d r m Er r d e n , fie in fein Jourtru/t t o
nal einzuriicken, und mit dem ZuTatze:
your loor of t r u t h and of jujiice", zugcrchickt hatte, Ton.
dern auch die dadurch veranlarste Gegeafchr ift d e r
[
205
3
Herren G a y - L u f f a c und T h e n a r d , bei denen der
lerztere die Fedar gt-fuhrt zu haben fcheint. Beide
AufLtze find i n dt ei i\I)fchiiitte petheilt, die lich einer a u f den andern beziehen. Win Wiederholuogen
zu verrneiden, und uin das moqlichlt nbkiirzen zu
konnen, was in Streirrrhriften nicht felten langweilig
wird , nsnilich die A i i r e i n a n d + . r T r t / i t i t ~d t f f e n , was
man. hehauptet ucd %a s Inan n b h t Iiehaupret h a t ,
ziehe icb hizr IBride AulTcitze in Einen zliratnrnen , und
h z e als Einleitung hierher, womit H+-rr D a v y be:
rchlie&t.
c i fh e r t .
-
I . kinige allgerneine Bemerkqngen
D a vy s.
D i e ' H e r r e n C.a y . L u I r a c und 1' h e n a r d befdhu1,iiKen. p i p h , .ich nS\ime die . T h e o ~ i ean daff
Kali u n d IVgtyQn hletalloxytle,find. . h1,ehrere hlo:
._-..
natlie ehli,' '.als' fie die. erfte 'Kenntnifs v.0; d e r
1
Exiftenz d b s 1C~l'i:kletall.s und:des h 'a t r o n - M e i a i l i
erhalten haben, hatte ich fchon (lie Meinung, nach
d e r Kalium'untl
.. .
n'atroniuni Hydrure feyn folieo,
ode; die . plilogifi;fche Vorfiellung , unterfucht.
Diefes kijnnen d i e rneine Collegen bezeugen. Ich'
r a g e damahls, das Phiinomen fey e r k l a r t , w e n n
inart annehrne n . w o l l e , dafs i n d e m K a I i und tfein'
N a t r o n CValrer mit u n b e k a n n t e n Bafen v e r b u n d e n
f i n d , u n d dars . d e r Wafferftoff. rnit Clem Kalium'
ocler hatronium und m i t diel'en u n b e k a n n t e n Ba@n in Verbindung treten kann. Als ich a b e r Mebile, in denen ich k e i n Waffer f a n d , d u r c h F e u e r
zu Alkalien wertten fah, fchlofs i c h , diefe Metalle
yerwandelten fich in Alkalien. dadurch, dals fie
,,
fich mit Sauerfioff verbinden. W e n n die H e r r e n
G a y - L u C i a c und T h e n a r d werden Kali u n d
b a t r o n ohne O x ~ g m a ~ i oerzeugen
n
kiinnen, und
R'afl'er*iofFmittelft Kdrper, die keinen WarCerftoff
enthalten, dann will ich i h r e Meioung willig anneh m en.
Ich habe in meiner letzten Baker'khen VorIerutig a u f clas Jahr 1809 bewiefrn, tlafs Kali, welches dqrch Verhrennen von Kaliuin i n faizf'aurern
G3s gehildet worden, nahe an g Procent Walfer
weniger enrhiilt, als Herr B e r t h o 11 e t i n d e m
Kali annimmt. Das i m Rotbgliihen gefchmelzte
K a l i enthalt wenigfiens 16 bis 17 Procent Waffer,
wenn man das K a l i , welches durch Verbrennen
des Kalium i n falzfaurem Gas gehildet worden,
zum M a a k e nimmt.
Diefe T h a t f i x h e fclieint
die Hypothere d e r Herren G a y - L u f f a c , T h e n a r d uod C u v a u d a u zu widerIegen, wenn
gleich die wahre phloSifiifche Hypothcre dadurck
nicht an Wahrfcheinlichkeit yerliert.
Om eine richtige Meinung flber diefe Gegenfiznde 2u haben, ill es nicht liinreicliend e i n e
einzelne Erfahrung irolirt zu betrachten , fondern
man mufs die allgemeinen Betiehungen des Csgenftandes in das Auge faffen.
,
Alle Metelle, alte und neue werden gleiclimSkig durch den nezativen Pol d e r Volta'fchen
Batterie wieder erzeugt.
Sie find blofs in den
Graden der Verbrennlichkait vmfcbieden,
Dat'
SPttigungsvermagen d e r feuerbeftiinndigen Alkalien fur Sauren ill, w i e bei allen andern Metallo x y d e n , genau d e r Menge des Sauerfioffs, welc h e lie enthalten, proportional. E i m m t man den
WafTerfioff , welchen das feuchte Ammoniak
Amalgam hergiebt, filr die UJCS, fo gilt das
gleichfalls von diefer Subfianz, in fofern man das
Ammoniak als ein Oxyd betrachtet.
Bei allen nieinen Unterfuchungen, die ich,
Venn nicht mit Gefccbicklichkeit, wenigfiens m i t
Eifer angeftelIt habe, hat mich die Vorftellung
geleitet, welche ich mir von cler N a t u r d e r chemifchen Zerfetzungen die durch die Elektricitlt
b e w i r k t w e r d e n , gemachtxhatte. I n meiner 2we.i\en Bnter’Jchen Vorlefung hatte ich die A n w e n t
dung des Kalium. a u f die Zerfetzung d e r Sauren
anticipirt.
Nichts war leichter als diefe Zerfetzung. W e n n ich anfangs gleich nur rnit geringen
Mengen 1Calium.und Nat:ooium arbeitete, fo f a n d
icb mich tloch i n dern Stande, mehrere allgerneine Refultate zu .erhalten, und e h e ich irgend ein
chemirches Mittel, mir diefe Metalle zu verfchaff e n , k a n n t e , mich davon z u vergewilfern, dafs
d i e F l ~ f s f i u r e , die B o r a x h r e und das Waffer in
d e r Salzfiiure von dern Kalium zorfetzt w e r d e m
Die H e r r e n G a y - L u f t a c und T h e n a r d
iind i n diefes Feld d e r Unterruchung auf eine Art
eingetreten, als habe daffelbe ooch kein Bnderer
bearbeitet.
D i e Eigenkhaften rles Kalium und
des Natronium, die fie i n den M!moires d’Arcueif
-
,
engeben, fiehen faft alle in meinrr B n K P r ’ j h n
Vorlefung vorn J. 1807;diefe erwihnen fie a h e r
nirgends. Sie haben f a f t ilber alle Ga-genftinde;
auf welche inicb die allgemeinen Unterfuchungen;
in denen ich begriffen war, gefilbrt hahen, mit anhaltendem Fleirmund mit grofser Gefchicl<liclilceit
gearbeitet, und i n rnehrern Fallen (befonders iiher
die Sslzfiiure) find i h r e Unterfuchungen naffinirter *).
I h r R u h m wurde inders u n i nichts vermindert worden feyn, hStten lie, ftatt mich blorg
d a zu nennen, wo fie mich i m Irrthum glairhen,
die zahlreichen Fslle b e m e r k t , w o i h r e Refultatq
diejenigen befiiitigen , welche ich. rnehrelce Mariat h e fruher hefchrieben hatte. Gerechtizkpit u n d
Unparteilichkeit erforderten diefeq; unrl h8tten
darlurch auch i h r e Arbeiten etwas a n Wichtiskeit
fiir den Augenbliok verbohreii, fo wilrde.doch d e r
R u h m , tier ihnen als Forlchern und ’Freunden
der.Wahrheit erwachfen .rnufste, g r 6 k e r gewefen
feyn.
Ich habe in der Einleitung zu d e r Ahhandlung, i n der ich diefe Unterluchungen belchrieb,
LI m
*] Indem ich dielem T h e i l r i h r e r A u f l a z e meinen Beifdll
gebe iintertchreibe ich deshaIb nicht All- ihrp Meinungen die lie darin ;uTsern.
Sie faaaen, Pbosphor, d e r ,
i i i oxyzpnirte SaldXure gebracht werde. bilde ddrin plinsphorhaltige Salzf ;ure (die Subftanz, wplrlie fie b 4 m DeftiIIirPn von Calomel r n i t Phosphor entdeckt habpn). Der
Phosphor terbreoiit aber i n oxvgenirt fal&urrrn Gas
und bildet Jabei z w p i verlchiedenr Verbiiidunppo, die
m a n nach d e r antiphlogikilchen Tlirorle a h befteliend
die eine aua S a l z L u r e und phosplroriger S;ure, d i e andere
-
I
"09
3
urn NacM;cht far d i e Unvo?Ikommenheit einiger
ReruItate Sebeteo, u n d ich zweifle nicbt, dafs
m e h r e r e derrelben eine Berichtigung erfordern,
untl andern Vorftel!ungen Raurn geben
befond e r s (lie, welche den Kohlenftoff ,den Sauerfioffqehalt tler Bora_xIaure u n d deren Bafis, und die
Zerfetzung d e r Flul'sfiure betreffen. )Venn man
fo vie1 neue Gegenfiinde unterfucht, To ifi es unmuglich, lich von jedeni derfelben fogleich richtige
Vorfiellungen zii rnrrclien, unr! alle Bezieiiungen
aufzufaffen, i n derien e r fieht. Die vielcn Verluche, zu welchen niich d i e grofse E n t d e c k u n g
Vo1ta.s und d i e zweckmafsigen, mit den meinigcn gleichteitigen
Arbeiten N i c h 0 1 Co n's,
C a r I i.s I e's , H e n r y's W o I I a f t o n's, B i o t's,
P f a f f ' s , R i t t e r's B e r t e 1i u s' untl P o n t j n's
geftihrt liaben, befinden Gch noch in einem Fehr
unvollkommenen Zuftande. M e i n e AbGcht g i n g
blofs d a h i n , in meinen neuen elektrifch-che,njfchen Unterfuchungrn einige der Haupt Refultate
d a r z u t h u n , u n J jetzt bin ich damit befchiiftjgt, fie
mit m e h r Sorgfalt zu erforfclien.
,
,
-
dere aue Sa1,zhn-e und Phosphorhure anfehcn m&, und
diere lettte Verbindung ilk ein w e i f s r i , rehr Rachtige,,
wie Wa&d a l d ~ h ~ n +Sublimat,
s
wie ich das i n mpiaer
Bdker'ffhen Vprlefung a d das J. lSO3 aagegebell habe,
Alle neue Thatlachen erhlhen Lch fehr leicht, \Kenn
man mit S c h c e I e annimmt, ddrs die Salzl:ure ni&s
ander, ifc aIs axygenirte Sdltfb'lire r n i r u ' e l h f t o f f verhun.
dell; Jars Sauerrrnrf in der oxygenirteii sdlzfieire mhan.
d e n , oder d& fie rerrerabar ley ddfiir hdbea wir niche
einen einzigen Beweii.
buoy.
Annal, d. Phyhk. B, 369 St* 7. J. l $ @ St. 10.
0
Gegen - Bemerkungcn
Gay
der
Herren
- LufCac.
Th e n a r d
und
\Venn H e r r D a v y f a g , e r habe fch i n dein
Stande gefehen, bevclr e r irgend ein Mittel gek3nnt habe, fich das Kaliuin und Katronium aiif
I”
chemifchern Weg e zu verfchaffen , fich zu vergewiffern, dafs die Flufsfaure, die Uoraxfsure t i n s
das Waffer in d e r Salzfaure durch diefe Metalle
z o r f e t ~ twerden>- fo wird es uns fehr leicht feyn,
aus d e n eigenen Auffiitzen des Hrn. D a v y das
Gegentheil’ darzuthun und zugleich zu beweifen,
d a k wir i n diefer Malerie die Prioritat hahen.
Man wird diefes erfehen aus d er Sammlung unferer
Verfuche, die jetzt i m Dru ck
-. e ifi *); ir! diefer
Sarnrnlung werden wir alle Einwiirfe des Hrn.
b a v y beantworten, und uns beeifern iliin volle
G ere ch t i gk e i t w i e d e r fa h r e n zu I a ffe n
I n den folgenden Geger~bemerkungen, die
wir in drei Ablchnitte theilen fetzen wir blof.
knfere Anficht aus einander, und unterfiiitzen lie
m i t den Grilnden, welclie wir far die beften halten.
Sollte uns zufdlig irgend ein Ausdiwk entfchldpft
.
feyn, den man mifsdeuten kiinnte, fo erfuchen
’) Alle AIrfrb‘tre, w e l c h e diere beiden Naturfoorfdier bis
jerzt iibpr ihre hierher eehariee:: VerfucLe bekaon! ge.
macht liaben. finden Iirh vollltb‘ndig in den A::’ncllen.
Sind der wichtieen Z n l k e in diefer neuen Samklung
nur wenige hloziigekommen. To drnke icli lie meinen
LeTer:i hier naclirirtrdgrn, odcr widrigeoblls die ganze
Samm1u:ig in einer rreien Eearbeitung iu iinferer Mutter.
fprache keraurrugeben.
Gilbcr
.
wir unfere Lefer und bcronders Hrn. D a v y , diefes nicht zu thun. Wir haben &war die AbGcht,
ejnige fciner Meinungcn zu beftreitpn well wir
nicht in allem denken, wie er; bei diefrm Streite
haben w i r uns aber d e r Sprat-he, w e l c l ~ e cier
Wahrheit g e z i m t , bedimen, u n d uns ,lie Ach-'
t nng d i e fes b r:r u 11mt e n Ch e i k e t-s e i 10 e rb e n' w o 1lea J e r durch feine Talente mir Re& dle-Acbf u n g von ganz Europa, und ganz bclblrders r l j unfrige geniefst.
Bemt-rbungen D a r s'y , die UntPr/irchungPn bedreffeiid y we8:he die HPrren 0a y ::L u f f d c und
T h e n a r d iiber *das Ammonium i h a 1 g a m bekannt gemacht habpn, Annalen; N. F. B. V.
2.
-
'
St. 6.
s.
133.
Die Herren' B c r z e l i u s u n d ' P o n t i n haben
mir ihre VerTuche Qber das Ammonium A m d .
gam'vor d e r Mitte des Jahrs ISOS rni'tgetlieiIt~csb
fie fie eher oder fester aI\ d e r Dr. S'ee b e c k angefieIIt haben, kahn ich nicht entfcheiden.
Jhre Vorftellungen uncl die .meinisen Ober
das Amrnopiak werden von deh Herren GayL UIfa c und TI1 e n a r d f u r fehr H'tkrordentlich
ausgegeben; ich foll das .Afn&bniak 'far ein hydrogenirtes Metall Oxyd halten. n i e b A d a g e if€
ni&t genau. Schwerlich habe'o.&BHk G a y - L Ur:
f a c und T h e n a r d meine Ah'tfandluhg mit Aufmerlcfamkeit gekefen denn unmdgfich kann ich
O n
-
-
iknen die AbGcht zutrauen, meine Ideen entfiell e n zu wollen. Ich fuhre die Thatfacheo an u n d
wwfe drei Fragen auf, von denen die eine von
Hrn. C a v e n d i f h , die andere von Hrn. B e r z e l i u s , die dritte von mir herrilhrt. Da bis jetzt
die Zerfetzung keines einzigen metallifchen Korpers hinlinglich bewzhrt ift, fo war ich geneigtg
zu glauben, das A m m o n i a k k6nne wohl eine Bafis haben, die durch Oxydstion zu Ammoniak
werde, fagte aber ausdrficklich, das Phanomen
laffe fich auch aus d e r Annahme erkls’ren, d a k
das A m m o n i a k fich metallifire, indem es Gch rnit
Wafferfioff verbinde.
Die H e r r e n G a y - L u f f a c und T h e n a r d
beftehen nicht blofs auf d e r Hypothefe, difs die
filetalle der. feuerbdtandigen Alkalien Hy&ure
find, iondern fie ubertragen fie auch auf das Metall des Ammoniaks, .und e r k l i r e n ausdriicklicb,
es fey nichts als ein Amalgam aus Ammoniak,
QueckClber und Wafferftoff.
Dieles wallen fie
durch einen V e r f w h beweifen welcher ficher V O D
jedem angeftellt ift , der iiber diefen Gegenfiand
gearbeitet hat; Ge bringen nPmlich das Amalgam
io in eine Rijhre., dafs Gch die Produkte deffelben
anfarnmeln lalfen. und in diefem Falle erhalten fie
imrner Arnmon\a&gaq und WalTerfioffgas.
Sie
meinen, ein: Amalgam, das fo weich wie Butter,
uod das in allen !?finkten mit Waffer i n Berilhrung
gewefen ifi, dadarch trocknen zu konnen, dafs
fie es an der Obetfliche rnit Ldfchpapier abwi.
Fchea, oder dafs fie den lufsern Theil wegnehmen. Allein es erhellt aus ihren eigenen Angaben, dafs lie in dem mit d e r griifsten Sorgfalt angeftellten Verfuche mehr Walfer gcfunden haben,
als nothig war, um das Ammoniak wieder zu erzeugen, vorausgefetzt, dafs das Amrnoniak ein
Oxyd ifi. Sie erhielten namlich 2 0 Maafs Amrnoniakgas und 23 Maafs Wafferffoffgas, indefs jch
in allen Verfuchen, 'bei denen kein Wafler i m
Spiele war, immer nahe 2 Maafs Ammonjakgas
auf I Maafs IVafferftoffgas erhaIten babe; diefer
Verluft an Ammoniakgas k a n n blofs davon herriihren, dafs es von dem a n dem Amalgam klebenden Waffer verfcIiluckt~wurde. Wer vie1 rnit
d e m Quecklilber - Apparate umgegangeo ifi, oder
hsufig Rbhren rnit Queckflber gefiIHt hat, w i r d
wohl wiffen, dafs, urn QueckfIber, welches mit
Waffer in Bzrithrung gewefen ill, zu irocknen, es
nicht hinreicht, (as Quecklilber an d e r OberflPc5e mit Liifchpapier abzuwifchen; und bei einem
tveichen Amalgam ift die Sache noch fchwierjger.
Die Herren G a y - L u T f a c und T h e n a r d
{&atZen die Menge des Ammoniaks ond des Warferftoffs io dem Amalgam auf 0,007 des ganzen
Gewichts, ' uod verwerfen meine Meinung, dafs
das Amalgam nur TSb
eioes andern Korpers,
als das QueckGlber, enthalte. Ich fey, meinen fie,
jn diefen Irrthum dadurch gerathen, dafs ich das
Amalgam lo einer Waage zu wzgen verfucht IiWtte,
Diefen Verfuch habe ich nie gemacht. Ich habe
c
214
3
allerdings ein- Minimum angegebea ,. babe a b e r
nach einem Verfucbe geurtheilt, i n welchem das
Amalgam nur ein i:.Mahl
fo grofses Volumen
Amrnoniakgai als Queckfilher gegeben hat.
In
meiner letzten Bakerychen Vorlefung [(I. h. auE
180cj-j habe ich ein A m m o n i u m - Amalgam be€chriebeo , welches nach d e r phlogifiifchen Hypot h e r e , zu d e r .die H e r r e n G a y L u l l a c und
T t i e n a r d Gch bekennen , faft & .Ammoniak
cnthalren haben m u k , indels es nach d e r antiphlogirtilchen Hypothefe nur i$5a AmmoniakMetall enthielt.
Die H e r r e n G a y - L u f f a c und T h e n a r d
finden es leicht, zu erklaren, auf welche A r t
diefes Amalgam gebildet w i r d , und Ge urtheilen
Ober diele Thatlache (welche vieileicht die aukerordentlichfie i n d e r ganzen Chemie ifi) als ware
fie i n Uebereinftimrnung mit allen unfern gangbar e n Syftemen. So gering auch d i e Gewichtszumahme des QueckGlbers fey, fo reiche Ge doch,
meinen Ge , hin, d i e Bildung d e s Amalgams zu
c r k k r e n , wenn man'Gch daran erinnere, dafs Wafferfioff und Ammoniak fehr leichte Korper find,
u n d beide durch leh,r lchwache Verwandtfchaften
j n dem Amalgam zurilck gehalten w e r d e n , ciariq
folglich kaum f t a r k e r , als i n ihrem natarlichen
Zuftande, condenfirt Gnd. Von d e r fiarken Ausdehnung des Queckfilhers, und von dem Feftwerd e n delfelben d u r c h Vermittelung eines Korpers,
de n lie in dieter Verbindung fiir f a f c gasf6rmig
halten, fagen Ge aichts.
W e nn fie fich mit den Metallen d e r Erden
werden belchsftigen wollen, und auch dann d e r
hleinung noch f i n d , d d s , urn weiche u n d fliiffige
Amalgame dierer A r t , die g a n t mit Wafrer in Berilhrung Sewefen f i n d , zu tro ck n en , es hinreiche,
die Oherfliche derrelben rnit poriirem Papier abzu:
wifchen , fo wird ihnen der Beweis leicht werden,
dafs auch diefe IGjrper Hydrure Gnd.
Dafs Gch 3us dern Ammonium-Anialgarn in
flilffiger oxygenirter Salzfiiure Waferiioffgas entbintlet, fehen Ge als eine BeCtPtigung ih r e r lweinung-von diefem Amalgam an. Diefe Beobachtung ift richtig, fie fcheint mir aber d e r entgegengefetzten Meinung gunfiiger zu Feyn. Hatte d a s
;\malgarn de n Wafferfioff hergegeben, fo ware
cliefer in dern Zufiande des Entrtehens gewefeen, i n
welcliem e r wie bekannt , die oxygenirte S a l t Qure zerfetzt.
Nimrnt man dagegen a n , d e r
Wafferftoff rilhqe h er von dern dem Amalgam adliarirendea Wal-fer , fo wurde d e t Wafferfioff aus
dem Inner11 entbunrlen und war daher vdlig clafjifch bevor e r an die OherflSche des Amalgams
,J
und mit de r oxygeoirtea Salzfiiure i n Betirhrung
k a m , konnte daher auf diefe nicht fo itark einwjrken.
Auch %eht man bei aufmerkfamer Betrachiung des Amalgams, dafs es auffchwilIt und
aus reinern lnnern Gasbliischen entbindet.
Ich hatte nichts weniger zur Abficht, als
fiber einen fo neuen u n d rlunkeln Gegenftand befijmrnt zu entfcheiclen; auch habe jch die Schwierigkeiten angefuhrt , welche die phlogiftifche und
welche die antipblogiftifche Meinung ilber diefen
Gegenftand hahen, unit bemerkt, dafs man aus
andern Gefichtcpunkten das Arnnioniak Netall
filr einfach, und den Wafrerftoff uod den Stickftoff fur Ammonium - 0 x y d e nehmen konne.
Ich hahe wahrend d e r letzten 15 Monathe
mahrmahls und wiederliolt ilber diefen Kbrper
gearbeitet, u n d hekenne meine Unwiffenheit d e r
waitren Theorie diefes To aufserordentlichen Verfuchs. Ich hatte gehofft, datober durch die Arbeiten der Herren G a y - L u f f a c und T h e n a r d
Aufkliirung zu erhalten, alle ihre Verfuche haben
a b e r wenig zu dem hinzugefagt , was wir von den
Eigenfchaften diefes Korpers fchdn wufsten ');
und was die Natur delfelben betrifft, fo erhiilt
ihre politive Behauptung, welche von allen zwar
die wahrfcheinlichfte , mit d e r allgemeinen Analogie d e r Chemie aber am weaigfien ilbereinftimmend i R , durch i h r e Beobachtuogen nur wenig
Gew ic ht.
*] Die Herren G a y - L u T f a c uod T h e n a r d reLen dar
-
lebhafte Aufbreufeu. welchcr fich in einer AmmoniakAuflGfung, die 5ch ohne Queckfilbcr in dem Icreile dcr
Volta'fchcn S a d e befindet , an der negative0 Obcrflicha
zeigt, und Iehr vie1 k h w h h e r Xt. wcnn Ammooiak in
Beriihruag mit Qucckhlber in dern Krcile ift, d~ Beweife
an. dah der im errten Frlle gasf8rmig enweichcnde
Ksrper fich irn tweitea Falle mit dem Q u c u b e r verbin.
-
Gegen BemerEungen der Herren
Gay
- Luffac.
T h e II a r d
und
1a H e r r D a v y fagt , e r habe aus feinen Velfuchen nicht gefolgert, dafs Ammoniak ein hydrogeoirtes Metall- Oxyd fey, fondern er h a b e
blofs Thatfachen angefiihrt und Fragen vorgelegt.
Es ift uns leicht, auf diefe Bemerltung zu antworten. Wir baben von jener Meinung nur gefagt,
fie folge aus d e r Vorftellung des H e r r n D a vy,
oach d e r das Ammoniak- Amalgam eine Verbindung von Queckfilber mit eiuem Metalle ift, welches die Eigenfchaft haben roll, Ammoniak zu
bilden, indem es das Walfer zerfetzt, (diefes deut e t er a n rnehrern Stelled feioer Abhandlung an,
und giebt felbft dem Metalle einen eigenen Kam e n , namlicb' Ammonium) '), und aus d e r Anficht, welche diefer Chemiker damahls von d e r
N a t u r des Stickftoffs gefafst hatte, dafs e r aus
Sauerfioff und Walferftoff, alfo aus denfalben
Elementen, als das W a f e r , befiehe.
W e n n H e r r D a v y unfere Verfuche nicht
beweifend findet, unfere ErklPrung von d e r Bildung des Amalgams verwirft, und fich am Schluf2.
det. Fiigt ,man rbar zn dem Ammoniak SilberauflCTuog.
fo tindct ebenfallr ksin Aut'braufen Stat8, und dar Silber
wird reducirt. Nach ihren Vorftcllungen miifst3 alfo
such in diere? Falle der Katpcr in Gargeftalt lich mit
dem Silber vereinigen.
Davy.
9 Icb abergehe alle' wiirtlichen Anfilhrungen von Aaufsa=
.ungen Daoy'r, und kiirrr fohr r b . w o nicht von neuen
Varuohro dir Rude i k
GiCb e r t.
fe dider. feiner Bemerkungen fo i u l s e r t , wie m a
eben gelefen h a t ; fo bemerken wir: erfteiis, dafs
diejenigen Schliifre die wahrfcheinlichfien find ,
welche mit d e r allgerneinen.Analogie d e r Chernie
ain rnehrften iibereinftimrnen; z w e i t e n s , dafs w i r
glauben wiirtlen, vie1 zu dem binzugefiigt zu hab e n , was man von den Eigenkbaften des Ammon i a k - Amalgams wufste, wenn wir auch weiter
njchts gethan hnben follten , als einige Trrthumer
a u f t u d e c k e n , in die H e r r D a v y getathen w a r *) ;
d r i t t e n s , dafs, fo unvollkommen unfere Verfuche
i n d e n Augen des H e r r n D a v y auch find, fie jhn
d o c h befiimrnt h a b e n , feine Meinung iiber die
s a t u r des Arnmoniak- Amalgams zu 5ndern , d a
er d i e unfriga fur d i e wahrfcheinlichfie e r k l i r t ;
viertens endlicli, dafs wir n o c h immer glauben,
es .gut bewiefen zu h a b e n , dafs d a s A m m o n i a k Amalgam eine b l o k e Verbindung von QueckGlber
mit A m q o n i a k u n d m i t Wafferfioff ift.
Was diefen letzten P u n k t betrifft, fo w e n d e t
uns. H e r r D a v y nichts anders ein , als dafs e s unmijglich fey, tliefes Amalgam mit Lofchpapier g u t
zu t r o c k n e n , untl dafs das tlamit i n AdhhGon blei*) Hr. D a v p giebt an, diu Ammoniak-Amalgam zerfette
die LuFt und die SchwefelfZure. und bedecke Lch, w e n n
es. der Lnft ausgtfeKzt werde, mit einer Rinde kohlenfanren Ammoniakl. Wir haben dagegen gezeigt, dafs
d a s Ammoniak-Amalgam weder auf die Luft noch auf
SchweFdfiure einwirke, und gant unmiiglich ift 01,
drCa er a n der t u k Lch rnit eioem weirren Staube. der
kohlenfaurea Ammoniak if&,bedecke.
Tb. u. G.L.
bende Waifer auf das Ammonium eiawirke.und as
in Arnrnoniak verwandele.
Wir wilfen in d e r T h a t fehr wobl, dafs e s
fchwer halt, die Oberflache diefes Amalgams mit
Lofchpapier zu trocknen; auch nehmen wir n u r
d e n inoerften T h e i l des Amalgams, nachdem w i t
es zuvor bis auf u o Zrrne e r k i l t e t haben, urn e s
conlifienter zu rnachen, und bringen daflelbe in
eine reclit trockne Clocke, die rnit recht trocknern QueckGlber gerperrt ift; das Amalgam zerfetzt Gch hier fogleich, und es entbinden Gcli aus
dernfelben Arnmoniakgas und IVaCferftoffgas. Es
lafst fich gewifs nichts gegen diefen V e r h c h .einwenrlen. Da e r indefs H e r r n D a v y nicht ilberzeugt h a t , und diefer Naturforfcher uns vielleicht
einwendet, e s babe Gch ein wenig Waffer auch in
dern Innern des Amalgams befunden, (was d o c h
nicht feyn k a n n , ) lo wollen wir bier einen and e r n Verfuch anfilhren , gegen den H e r r D a v y,
w i e wir glauben, nichts wird einwenden kiionen.
Wir bereiteten ein Riilfiges Kaliirm - Amalgam,
goifen es in eine grofse Schale aus Salmiak, d i e
etwas gennfst worden w a r , und erhielten (was
H e r r D a v y zuerfi gefunden hat) auf d e r Stelle
eine fehr volurninBfe und fehr conGfiente Verbind u n g von Kalium rnit Arnmoniak- Amalgam. Wir
nahmen darauf mit einem Meffer alle a'ufsern Theil e weg, hoben das Innere mit einem recht trockn e n eirernen Liiffel heraus, brachten os fogleicb
i p eiae Rahte, die beinahe ganz voll von Quecka
filber war, das wir m v o r ausgekocht h a t t e n , u n d
verfchloffen die Riihre emit eiuem recht i r o c k n e n
Stapfel, fo dafs nun jene Verbindung unil d a s
Queckfilber die ganze Riihre anfilllten. n i e Ronr e wurrle clorauf in recht trocknem Quecklilher
u m g e k e h r t ; das Amalgam fchwarnm aufwzrts, u n d
zerfettte fich fall auch fogleich, befondcrs wenn
etwas gekhilttelt wurcle; indem dieZerfetzurrg voc
fich g i n g , entwickelte fich daraus eine ziemlich bed e u t e n d e Menge Gas; u n d irnmer fand fich, rlafs
djefes Gas eine Mifchung von Ammoni3kgas tind
v o n Wafferftoffgas, fehr nahe i n dern Verhdtnirfe
2,s : I war.
Wollte man fngen, das Queckfilber
o d e r unfere Gefafse feyen feucht gewefen, To beweifen wir fchr leicht das Gegentheil; denn w e n n
wir ftatt d e r Verbindung des A m m o n i a k - Amalgams rnit ICaliurn, Kalium- Amalgam in die Rijhre
fchiitteten, fo entband Gch gar k e i n G3s. Oder
wollte man behaupten, cl3s l a n e r e jenes dreifac h e n Amalgam2 liabe ein wenig Waffer enttiaIte4
fo antworten w i r , dafs diefes unmiiglich ift, da
WaCfer und Kalium nicht neben einander befiehen
kannea.
O d e r will man etwa einwenden, d i e
iiufsern T h e i l e des Ammoniak- unrl Kali- Amalgams liefsen iich nicht genau mit einem bIeffer
t r e n n e n ? Der Verfuch ifi aber 10 leicht, daIs
d i e fes n i c h t f e h l fch 1a ge n k a n n
Es IXst tich alfo auch nicht die kleinite Einw e n d u n g gegen diefen Verfuch machen, und felbfi
Herr D a y y wird ibn a h entfcheidend anerken-
.
a e n mnffen.
Man begreift leichr, wie diefes
Refultat erfolgt. Indern otimlich das Ralium fich
mit einer fehr grofsen Menge Quechfilber varbind e t , wird es fo felir vertheilt, dafs e6 Dicht m e h r
mit einiger St5rLe auf das Amrnoniak u n d d e n
Wafferfioff des Arnrnoniak- Amalgams einwirken
und .fie in diefer,,Verbinduog erhalteo kann , dah e r das JCali- und Ainrnoniak-Amalgam fich in
diefern Falle eben fo zerfetzt, als das AmrnoniakAmalgam, welches nur unter elekttifchen Einflfiffen befiehen kann.
Erkennt nun aber H e r r D a v y a n , dafs
das Amrnoniak- Amalgam eiqe Zufammenfetzung
aus Queckfilber, Ammoniak und Wafferfioff ifk,
fo mufs e r auch 'uofere Erkl&-ang d e r Bildung
deffelben , o d e r d e r Urfache zugeben, warurn
diefes Amalgam 5 bis 6 MahI volurnin6Ter als
das darin enthaItene Queckfilber ifi. Djefe Erkkrung i l l fehr natarlich.
D a das Arnmoniak
und der'wafferff off.in diefern Amalgam kaum ftsrk e r als in ihrern Gaszufiande condenGrt Gnd , weIches aus der Leichtigkeit erhellt, mit d e r lie Gch
daraus entbinden, fo milffen lie aothwendig d a s
fpecififche Gewicht des QueckGlbers bedeutend verringern. Dafs das OoeckGlber ungefzhr 3400 Mahl
fpecififch fchmerer als d e r Wafferfioff ik, und dafs
wenige Hundertel Sauerfioff, die fich mit dern
Golde verbinden , Dehnbarkeit und Glanz diefern
Metalle benehrneo, und e s i n allen Sa'uren aufliislich
machea, find ebenTo aufserordentliche Thatlachen.
L,
8. Prwiihg der Berncrtun&n, wclche R ~ PHerren
G a y - Lu Cia c u n d T h e n a r d fiber einige piatfachen, das Kati - Metnll betrpffend, bekarrnt gtmacht haben, Annal. N . F. B. V. St. 6. S. 179.
wort
Davy,
und Gegen - Bernerbunpn der HH,T h e n a r d und
G a y L 11f f a c , in Eorm von dlirnerkungen 3.
-
D i e Herren G a y - L u T T a c und T h e n a r d
&kl$ren tlie Abforption des Wafferff affgas durch
Kalium filr fehr leicht ~d bewirken; ttafs fie mir
nicht geglockt fcy, meinen fie, liefie wahrfcheinfich daran, dafs ich eine zu hohe Temperatur angeweodet habe. Sie felb'fl gehen i n ihrer errten
h Moniteur abgedrucliten Notiz a n , e s Icy,
diere Verfchluckung zu erhalten ; eine fehr Iiohe
Teinperatur niithig; im zweiten Bande d e r Mem.
d'drcueil beftimmen fie diefe Temperatur etwas
geringer als Kjrfchroth Glhhen ; und nun geben
fie an, das Kalium laffe allen Wafferiioff, den e s
verfchluckt habe, in einer kleinern Hitze, als did
Rothglilbehitze , fahren.
Icli erinnere mich nicht, dafs icli irgendwo
geragt hiitte, Kalium und Wafferftoffgas a l l e n
Temperaturen ausgefetzt zu haben. Ich erhitzte
das Kalium in einer Retorte a u s Tafelglas (plate
glafs), bises a n f i n g , fich 2u fublimiren und dasICalium. haltige Wafferftoffgaszu bilrlen, und nie habe
uq
-
*) Diere Form wzhle ich hier und k r den lolgenden Abfchnitt , urn maglichft abkiirten und Wiederboluugen ver.
meiden t u kijnnen.
G i I b c r C.
fch eine fo grofse Abforption bernerkt, als fie angeben; felbft das Kalil?rn wurcfe dabei .nie in e i n
graues Pulver verwandelt. Ich habe neulich nach
d e r Vorfchrift operirt, welche diefe fehr gefchickten Chemiker in ihrern letzten Auffatze gehen;
wie ehemahls erhielt ich eine Abforption von Gas,
fie betrug aber'nicht'-r15 fo viel, als das K a l i - M e tall beim Einwirken .auF Waffer wurde entbunden
haben. Meine'Gegner 'find nicht darauf aufmerki
Tarn gewefen, daf$ das Kafium fich irn CVaTferfioffA
gas abflalet , wodurch wahrfcheinlich eine Verdichtung des Gas bewirkt wircl; eben fo wenig
darauf, dafs clas ICaliurn auf Glas einwirkt, u n d
auF die Bemerkung, die ich gernach? h3tte, dafs
w e nn ein wenig Lu ft o d e r WafTer in1 Spiele find,
fich ein graues Pulver bildet, Ich habe niit forgfiltig getrocknetem Wafferfioffgas, fiber ausgekochtern Queckfilber, auch i n Retorten aus Krvfiallg'las ope r i rt, aber nie habe ich ein KaliumH ydr ur e bildee kiinnen. Ich will cleshalb nicht
behaupten, dafs i h r e Verruche nicht genau God,
fondern glaube, dafs ich nicht auf diefelbe Art
als f e verfahren habe *).
d
') Unlere Antwort auE die Bemerkungen des H e n n D a v y
k a n n fehr kurz feyn. Man erwirme mir einander, n a c h
dm [in diefen Anrral. N. F. B. 5. S. 179.1 geEeberren Vork h r i f t , Kaliurn und rechr trockner und reiner Wafrerftoffgar in einer d e n umgebogenen Glasglocke, die m a n
voo atmofphirircber Lufr und v o n Walrer rorgfiltig gcreinigt und mit Quecklilber gerperrr hat; Cehr bald wird
m a n dar Queckfilber in die Glocke fchnell auffreinen re-
f
224
1
Die Herren G a y - L u f f a c und T h e n a r d
fagen, ich fey Uberzeugt, d e r Stickftoff beftehe
eus Sauerftpff und Wafferftoff, u n d ich hiitte mich
dariiher hefiirnmt erklart., Diefe A d a g e ift weit
y o n der Wahrheit entfernt.
Ich habe nur gefagt,
dafs, wenn bei den Refultaten ,dcr Deftillation
J e r fchtnelzbareo Subfianz 'in eifernen Rijhren die
Data genau find, d e r . Stickftoff in .diefer Operation zerfetzt zu werden fcheine, .und w-ahrfchein?ich Sauerrtoff ein Beftandtheil deffelben. fey. Ich
rege aber hlofs Zweifel ana uod entfcheide dar.
a b e t nicht ').
Nirhen. Nach einiger Zeit bleibr cs u n v e r h d e r t ftehen,
und mifat man dann das riicldthdigc Gao. To ergiebr Goh
daraul die Meoge des Wafrerrtoffgar, w c k h e r d m Kal i u m verlchluckr hat.
Fiillt man darauC die Glocke
ganz voll Queckfilber uod giebt BinlZngliche Hitze, fa
k a n o man dicfer verfchlackte Wafferftoffgas aus dem Kali
wieder austreiben und es darftellcn. 'Em iindet fich auf
diefe A r t , dafs Kaliuln ungefzhr f fo vie1 Waffdtoffgar
virrcllluckt, ale ee mit Waller entbua'den habco wgrde.
Wir haben diefen Verfuch lehr oft wiederholr. und imm e r w a r das Reloltat daffelbe. El ilt folglich gewifa,
dafJ cr ein fertee Kalinm-Hydrure giebr. Die &gene
fchaften dellelben finder man in unferm cben angeCahr.
ten Auffatze augegeben.
T h . U. G.L..
*) Dafa Herr D a v y beftimmt auagefogt habe, der Stickftoff
befrehe aus Sauerftoff und Wafferiroff, d m wollen wir,
zu unrerer Rcchtfertigling nur mit z w e i Stellea belegan.
D i e eine ilt die Anmerkling, welche Herr D a v y den b&
den v o n ihm naclr Frankreich, Hrn; B e r c h o l l e t und
deli Herausgebern der Bi51ioth. h+.m+e
uberfchickten
Exemplaren fciner Uoterfuchungen iiber ' die Z d e t z u n g
d e r Erden beigelchrieben b a t [ diefe AIuzuIcn, N..F. B. 5.
S. 274.. diefelbe , von !er Hr. D a,vy in feincm Brief0 611
P r i e u r , oben S. ~ $ 5 .rtdet. G.]; dic rrvcire finder L,ch
.
im
Nirgends habe ich verfichert, dafs f c h beim
Verbrennen d e r fchrne!zbaren Subfianz i n Sauerftoffgas ein kleiner b'er1u-b an Slickftoff er gebe;
vielrnehr habe ich durch tniihfame Verfuche [largetha n , dars ein folf.her Verluft nicht Statt findrt.
Als ich den pyrophoriicben Riickftantl jener D eftillation, e r u n f e r ha phiha au gehoben w o r d e n .
w a r , in mirsiger Rothgli~hehitzeverbrannie, er-.
Fah fich e i n Verluft an Stirliltoff, drrs heiisr, c i n e
Verlchiedenheit zwifchen d e r Menge tlcs Stick-.
ftoffs i n dern durch Finwirki:ng drs LVaTTers und
in dem durch das Verbrennen gebilcleten Ammoniak *).
i m hlai - Stiicke IPOQ der Pibliolh. Lrirann. p. 26.,. u n d
lautet: ,, Ich liabe gertern .4brnd d e r kiiri Socirth't d a s De,,tail e i n e r Reihc von Verrucheii mit;:etheilt. die mich, \vie
,,mit Gewalc. zii einer FdgPrIIng getrieberi h a b r n , w e l c h e
, ) m a n noch vor kiirzrni fiir etwas Iliimiiplichrr g e h a l t e n
,,halien w i i r d e , r i ~ m l i r l i ,dafs A m m o n i ~ kiind WJrfrr ei.
,.nerlei p o n d e r a b l e hlatrrie ziir 6dlir habpn."' [ Diere
Stelle i l t aus r i n e m Briefe cntl eh nt, dpn Hr. D a v y d e n
Herausge.bern fcchrirb. a h e r ihiien eiri E x e m p l d r der
eben erw;ihnten A b h a n d l u n g iiberrckickte. und w a r
f c h w r r l i c h ' f i i r d e n D r u c k beftirnint. G.] Beide Etelleri
zeigcii ofleiibar, d a l s Hr. D a v y als e r Fe f c h r i e b , iiberzelipt w a r , d a L Srickltoff eine Verbindung von SaiierTtof€
p n d v a r l ~ r l t o f Fley. D e n n e r h a m vier hlonathe l a n g
Verfliche i;ber diefrii Gcgenltdnd angercellt, ulid diere.
von ihm d c r kiiiiiel. Societit i n einer Vorlerung bekannr:
gemachtrri VerI'tiche h d t t e n ihii ,,zii d e r erftauiilichen
,, (fOr,nid.?h/C) Folgeruog pefiihrt, d e r e r To larige a l s
,,m&glicli widerrtanden," in d i e er fLch a b e r endlich erg e b e n h a t , dafa n i m l i c h A m m o n i a k tin& Walrer au6 ei,,~ierlei ponderobler Marerie ," das. h e i l r , am Sduerltoff
rind Wafferkoff. befteheu; ti. f. w.
Th. ,u. G. C.
*) Hrn. D a v y's A b h a n d l u o g w a r fchlechr iiberfeut war-
.
.,
AiinaL d. P h y f i . B. 56-SL 2. J.
1810. St. 10-
P
D i e Herren G a y - L u f f a c und T h e n a r d
behaupten, Kalium verfchlucke genau gleich vie1
gewahnliches und durch Kali getrocknetes Ammoniakgas und fie bilden fich ein, ich rviderfprPche
einer Beobachtung, clie fie frilherhin hieruber gemacht hltten.
Es war mir gfnzlich unbekannt,
dafs fie eine folche Behauptung aufgeftellt haben;
durch fehr viele wiederholte Verfuche habe ich
mich aber von d e r Genauigkeit d e r Thatfachen
ilberzeugt, clie ich angegeben habc. Kimmt man
Amrnoniakgas, das nicht vollkommen trocken ift,
€0 gerath das Kali Metall in ein ftarkes h f b r a o fen, und iiberzieht fich mit einer dicken Rinde
Kali; das Metall fliefst laagfam nach den Seiten
d e r Wanne, in welcher man den Verfuch anfiellt,
und es wird i n dieEem Falle weniger Arnmoniakgas verfchluckt. Es ifi aucb fehr natilriich, Rafs,
.wenn ein Theil des Metalls durch Wafferdampf,
der dern Amrnoniakgas beigerndngt ift, in Kali
yerwandelt wird, diefer Theil des Baliums kein
Amrnoniakgas verfchlucken kann. Die genauen
Verfuche H e n r y ’ s beweifeen aber, dafs im A m rnoniakgas hygrornetrifcbes Waffer vorhanden ifi.
Kbnnen es daher die Herren G a y - L u f f a c u n d
T h e n a r d oicht dahin briogen, dafs ungleiche
Mengen Kalium gleiche Mengen von Ammoniak-
-
den, und HF.P i c t e t , dem wir unlere Bemerkungen ZUI
Bekanntmacbung mitgetheilt (und .aur deKen Bibliorh.
brirmm. die andern Journale diefe entrehnt) haben. hatte
diefen Irrthum in einer Nofe lchon Verbdfeert.
Th. u. G.L.
t
227
3
gas abforbiren mllfren, fo kann ihre Meinuag nichi
gegriiodet feyn *).
Sie find darauf nicht aufmerkfam gewefen,
dafs, wie ich gezeigt habe, unfere Kefultate ilber
die Deftillation d e r fchmelzbaren Subfianz i n ganzlicher Disharmonie find. Sie -fagen, man erhalta
dabei $ des Ammoniakgas und $ WaCferftoffgas
und Stickgas i n dem V-olumen- Verhdtnifl'e, wie
beide i n dem Arnmoniakgas vorhanden l i d , d . h.
von 3 : 1.
Ich habe dagegen gefagt, dafs man
nach meinen Verfuchen ein f d c h e s Refultat in keinem andern Falle e r h i l t , als hiichftens wtnn Wafier im SpieIe ift **).
Wird die Fcbrnelzbare Subftanz i n einer Wan~e aus Platin erzeugt, u n d aus einem Gefifse, das
gleichfalis aus Platin befteht, defiillirt, fo giebt
fie iehr wenig Ammoniakgas, fondern Wafrerftoff-
'3
Obgleich Hr. D a v y Iehauptet, daL daa Kalitm von gctrocknetem Ammoniakgas in dem V e r h h d E r ! von 16: 12,s
mehr, als von gewuhnlichem, verfchluckc, fo hibeo wir
doch nie eiue folche Verfchiedenheit wahrgenommen,
wenn die Temperatur in beideu Fillen dierelbe war.
Was Hr. D a v y fiir Kali hiilt.irt nach uns rchon eine Ammoni~lre[d. h. cine Verbindung mir Ammoniakgas io ferter Geftalr].
T h . u. G.L.
'*)
Wir k6unea diere Meinung der Hrn. D a v y nicht theilen. Weder unrer G a s , noch unfer Queckfilber, noch
t d e r e Gefifse anthalten Waller , und doch erhalten wir
immer aus der a m Ammotriakgas und Kalium gebildeten Anrmcniurs
des Amrnoniekgas Unzerretzt.
Diefe
Verlchiedenheit i n u t h n Refultaten riih r t nicht voo
einer Auwefenheit von Waffer h e r , fondem von der hoh e n Temperatur, dcr Hr. D a v y d i e h Amnrcnimw a u ~
+
htrc.
TIC. u. G . L
P 2
f
228
J
gas u n d Stickgas,. u n d zwar 2 Maafs d e s erftern
a u f 1 &lads d e s l e t t t e r n , und dns Xaliurn w i r d
nnverandert wiriler e r l d t e n . Xirnmt m a n tj Grains
ICaliurii, lo we r d e n uiigefiihr, u m iiach runtlen
Zalilen z u rech n e n , 12 Cubikzoll Animoniakgas
abl'orbirt j wiihrend d i e olivenfarbene Subftanz
fich bildet, entiletien 6 C. Z. Wdferftoffgas; u n 4
w e p n dann das K a l i u m wieder hergeftzllt wird,
enthinden fich b e i n d i e 6 C. 2. Stickgas u n d 1 2
C. 2. Wafferftoffps. W e n n folglich Arnrnoniakgas durch Kaliirin zerfetzt w i d , fo fielit (Ins Gas,
das Gch.enthindet , farnmt dern, claS grbunclen z u ruck behalten w i r d , i n den1 richtigen V e r h d t nifie d e r Volurninurn *).
Bin ich zu e i n e r gew-iffen Z e i t geneigt gewef e n , zu ~ l a u h e n ,d e r Stickfioff befielie aus Sailerfioff u n d War f e r f i o f f , oiler dafs LYnffer uncl .Salpeterraure u. f. f. einerlei Elernentar- hlaterien enthnlten,
fo h a t dazli vorziiglich dns Z*Jtrauen
mich verleitet, rvelches ich i n d i e Ausfage d e r
H e r r e n G a y - L u l l n c u n d T h e n a r d gefetzt hab e , dafs beirn .DeItilliren d e r Cchmelzharen Subftanz fich Arnrriorrinkgas, o d e r tlelfen Ueftandtheile nach riqhtigem Verhiiltni[fe , i n iolcher
Meiige enthinde, d a k es 4 d e r verfchluckten Xleng e des Ariimoniakgas ausrnache-**I. A!s ich d e n
-
') Dipfe dunkle
>re&? PrhXIt aus Allffdtz VI. nnd VII. die.
fcs Sthicks hinl3;iglic-hes Licht.
G il b e r c.
**) Dieles rtimmt nicht mit dern iibereiii, w a s Hr. D a V Y
in den beiden vorhiii citirten Stellon ragre. Hatte er',, vier
f
229 ]
Riickfiand FoIcher O p e r a t i o n e n d e r Deftillation
u n t e r w a r f , fan(! li,ch d a r i n f e h r vie1 weniger S t i c k ;
fioff, als e r nsch ihrern Berichte e n t h a l t e n rnul‘ste;
m e i n e erften Verfuclie i n eifernen R i j b r e n b e n a h m e n m i r z w a r d e n W a I i n , es w e r d e ein T h e i l des
Ammotiiaks o d e r d e r E l e m e n t e deffelben wieder
e r z e u g t , cloch lchienen fie cler M e i n o n g giinftig
zu f e y n , d e r Stickitoff w e r d e d a h e i zerfztzt. Die
e b e n b e fc h ri e b e n e n P hii no rn e n e h’eim D elli 11ir e n
aus P l a t i n r o h r e n find a b e r diefem Schlufue e n t g e g e n , uncl es fcheint, a l s feegen eiferne R i j h r e n
e b e n fo w e n j g zu diefer Deftillation geeignet, alk
Glasgefafse.
Es ift f c h w e r z u v e r r n e i d e n , dafs
iich nicht a n d e n .Stellen, wo g e l a t h e t ifi, Oxyd
mhefinde, u n d i n cler Weifsgliihehitze fcheint clas
Kalium clie Suhftanz d e s Eifens ZU’durchdringen,
unil i n clierer V e r b i n d u n g nur langfarn torn Waffer
eine E i n w i r l i u n g , zu erleicfen.
Diefer Urnftand
Miinathe lnng uber dieren Gegenlrand gearbeiret ,” und
h a t t c e r beronders ,,lo lange als rn;iglic!j ?ern formidablen
S ~ h l l ~ l iwidzrftaiiden,
e
dafs d e r Stickrtoff all5 SauerTtofE
und WeTfarlcoff befrel~e”,fo mufs’ e r n o t h w e n d i g d i e
H a u p t v e r f u c h e Lehr oft w i e d e r h o l t k~b’en, niid wxre d a
der F a l l , To hiitte er [chon d a r n a h l s , , ~ t i d , n i c hecd t jet=,
finden miiffen ,’ d i f s unlere A n g a b c n , dyr- Produkre, die
m a n b e i m DcTtilliren d e r ans Ammoniakgas und K a l i i i n
gebildeten A m i n o n i n n e r h i l t , . n i c h t genaa find. Wznn
lie dieres ~ U CwIiJ
r k l i c h iiicht w a r e n , To hztten wir d o c h
d i e Schuld nit!;;, darq Hr. D a v y R e f u h e gefirnden hat,
die n i c h t genau f i n d . Uebrigens weirs Hr. D a v y ~ ~ I I c
wohl, dars die Fehler-prrfiinlich find, und dars, w c n n
ein neues RelirItdt angekiindigt w-ird, man es e r l t diirch
V e r l u c h e bewzhren mule, bsvor man i q - n d einen Schluls
&Taus ziehen dad.
Th. ‘u. G. L.
b a t wahrfcheinlich vie1 Antheil an dem fcheinbaken Verlufte van Kalium, welchen ich bei meinen
erfien Unterfuchungen einer Umwandlung deffelben in Kali zufchrieb. Wir haben iiber die Natur
d e s Stickfioffs noch vieles zu lernen. Meine Gegner entfcheiden dariiber; ich wage es indefs, a n
ihrer Entkheidung zu zweifeln.8 Es giebt noch
immer einige Thatfachen, welche die Meinung einigermafsen begiinfiigen, dafs W a k und Ammoniak diefe!he Bath haben konnen, und es ift
eben fa unphilofophifch, diefe Meinung als etwas
Unrnogliches zu verwerfen, als fie auf blofsen
Glauben anzunebmen *).
Die Herren G a y - L u f f a c und T h e n a r d
ftihren unter ihren Verfuchen felbfi einen a n , d e r
der Meinung geradezu entgegen ift, dafs das KaLium durch das Ammaniak in Kali und in \17afferRoff zerlegt werde.
Wenn man na’mlich die
rchmelzbare Subfianz mit gewiffen Metallen erhitat, entwtickeln iich Arnmoniakgas und Stickgas, und entilehen Meogungen, die mit Waffer
aufbraufen. Woraus follten diefe Mengungen beRehen, wenn Ge kein Kalium enthielten? und beweifet aicht die Entbindung des Stickgas, d a f .
lier das Amrnoniak und aioht das Kali-Metall
cerfetzt wird?
*)
Hr. D a v y fcheint, naoh dieren Aeufserongen zu urtheilen, iette der Meinong EU r e p , dafa der StickTtofF
nicht aus SauedcoFf uiid Wafferkoff beltehe, und daria
rtimmea Vriir ihm vollkommen bei,
Tk. u. G.L.
Die Phiinomene des Verbrennens d e r Matalle
aus den Alkalieo u n d d e r andern Netalle laffen
iich , wie ich in mciner Bakcr'fchen Vorlefuug
bemerkt habe, febr leicht nach d e r Hypothefe erklaren, dafs fie Mikhungen uon Wafferfioff p i t
eigenthiimlichen noch nie e i n z e h dargefiellten
Baren find *). Nach diefer Hypothere mufs man
aber das Kdi und das Katron lo gut a h andere
Metalloxyde €fir' Verhindungen diefer Bafen m i t
WalTer nehmen ; welcbe GeftaIt u n d Eigenfchaften
diefe Bafen frei und unverbundeq haben mogen,
darilber zu urtheilen fehIen uns die MittcJ. Es
ift daher auch ungenau, zu behaupten, Kaliurn
und Natroniurn feyen Verbinduogeo von KaIi und
v o n Natron mit WafferfiofF **>.
,
*)
Ich habe mit Hiilfe waKeerfreier BorafLwe eincn VexZuch iiber die Zchmelzbare Subltanz gemacht, welclier
diere Frage zu entfcbeiden verrpricbt; da ich aber noch
nicht alle Refultate babe anaiyfiren k h n e o , Po w i l l ich
mic'n wok1 i n Acht nehmen , Tbaofachsn anzugeben, dio
ich i r i der FoIge vielleichi widerrufeko miifate. D u u y .
**) Wir haben in unfern AufCiTh'neo iiber dar Kali-Metall
angegcben, dafr das Kalium , indeiti Ammoniakgas darauE einwirkt ,. genau diefeelbe W a g e t o n Wafferfdfgar,
-
all mit Waffer, hergiebt; uhd dars, wenn u a n a l d a n n
die Kalium Ammoniure i n Walfer auflafer, kein Aufbraufen uod keine GaMntbiudung erfolgt. Hr. D a v f
glaubte, wir hbltten uns Lie& gsiirt. und behauptete
dar Gegentheil [Annulen, N. F. B. 5. s. 156 und 157f.1.
Wir h a h n d i e k k i n e Bemerkungen beantwortec [cbm.
da/: S. IgI.]. Da er unfern Griinden hie. o i c h entge.
gen retzt, fa glauben wir, d a b er jetzt hierin unkrea
Meinuog ift.
T h u. G.L,
c
232
3
-
4. Replik D'a 3 y's atJ der Herren G a y L u I f a c
und T h e n a r cl Prigung feiner Unterfuchungeic
gber die Natur des SchwPJels und des Phosphors,
Aniialen, N. F. B . S. St. 7. S. 2 9 2 .
und Gegen Bemerkungen dei. H H . T h e n a r d und
G a y L u f I a c in Forin von Anmerkungen.
-
-
Ich habe in meiner Baker'fcheo Vorlefung
auf das Jahr 1808 einige Verfuche m i t Schwcfel
u n d Phosphor befchrieben, welche mir zu beweifen fchienen , dafs tliefe Kiirper WafCerftoff e n t h a l ten. Aus Clem Verhalten derrelben zurn Kaliurn u n d
durch einige Analogieen glaubte ich ebenfalls wahrzunehrnen, dafs fie Sauerfioff i n geringer hlenge
enthalten. Ich lfabe jntlefs 'in dem AppPtrdia: zu
dierer Vorlefung geragt , dief2s VerhaIten Iaffe lich
auch erlda'ren, wenn man annehrne, dafs b e i d e r
Einwirkung der Spuren a i ~ fSchwefrl- Kalium u n d
Phosphor Kalium hydrogeniGrter Schwefel und hydrogenifirter Phosphor entfiehen'; und in einer Anmbrltung zu meiner Balcer'fchen Vorlerung a u f das
J. 1809 veriveife icli a u f neuere Refultate, dnrch
ivelche meine erfien Itleen berichtigt werden , and
filge Iiinzu, dafs meine Verfuche iiber diefen Gegenfiand zwar weit fortgekhritteo aber no&
nicht vollendet find *).
-
,
'
Was tweitens die Einwirkung des ICaliums
a-nf Pposphor u n d Phosphor WaJJerftoJJgas be-
-
trifft, fo fuchen die H e r r e n G a y - L u f f a c und
T h e n a r d , dafs meine Verfuche niqht genau find,
auf eine Art zu beweifen, welche a u f den vorliegenden Fall nicht anwendbar ifi. Sie behandeln.
ibr Phosphor - Kalium mit heifsem Wafler a wobei
Beriihrung mit Wafrer a n Walferrtoffgar entbunden baben
wiirde; dagegen werde zzueitoir baim Behandeln von Kalium mit Schwefel- Walrerltoffgas eine grijrsere Menge
Walrerkoff cntbunden, a h dar Kaliuni allein , w e n a e r
mit Warfer i n Beriihrung kommt , zu cntwickeln vermag.
Wir habcii unfere Verruche mit Schwefel, FchwefelWarferftoffgar und Kalium mehr als funfzlg Mahl wiederbolt; imrncr hat qnr Schwcfel- Kalium mit Siureu ein Volumen Schwefel Waflerltoflgas gegehen, dem Volumen Warferftoffgac gleicb, welcher dar Kaliiim in der Beriihrung
tnitWaffer warde erzeugt haben; und immer erhielten w i r
wzhrend des Einwirlcenr von Schwefel Waflerltoffgar
auf Kalium genau eben fo viel Warferrtoffgar, alr das Kalium mit Wafrer wiirde hergegcben hiben (man felie A,,nut. vor. Band, S. 292.). Wir verfichcrn a n h neue, dars
diefe Verruche genau find. Wir willen die Urfache nicht,
w a r u m Hr. D a v y bei den Verruchen mit Schwefel- KaIium diefe Refultate nicht erhalteo hat; glanben fie aber
bei feinen Vcrruchen rnit Kalium und mit Schwefel-Wa[.
rerftoFfgar zu kennen. Er w i r d d m l i c h ohne Zweifel
den Umrtaud aberreheg haben. dare dem durch Schwe.
hl -EiTen cntwiekelten Schuefel- Walrerfcoffgar f& imm e r Wallerrtoffgar , a n d 4en lerztan Portionen, die 8be;gehkn, dielea ZelKt i n lehr grorsen Meagcn baigemengt
ilt.
Hr. D I V Y glaubt, beirn firhitzen dcs Kaliumr
m i t Schwefel bleibq eiu dntheil Kalium unverbunden in
der Mitre des Schwefel Kaliumr ; dieles ift aher, wenn
m a n wenig Scliwefel nimmt, keincawegr der Fall, und
81$0 noch viel wcniger. wenu vie1 Gchwefel genommea
wid, wio d# Mr. D a v y thut.
Th. u. G.L.
-
-
-
-
f c h phosphorfatires K a l i und eine grofse Menge
P h o s p h o r -\\'nIferftoff bilclet, i n d c k , wenn m a n
conceritrirte ,4";117~iiure
nirnnit, falzfaures Kali e n t ftelit, u'ntl cler S3verftofF allein o d e r doch g r o fseritheils niit dem l i a l i u r n i n Verbindung tritt.
Kiir wenn tfas Ka!iurn aIIein o y s e n i r t w i r d , laffen f i r 11 riclitige Folgerungen zieiheri, uncl aus diefern GrunJc n3hm ich n o r eine geringe ltlenge von
!%,re.
Verfuche, wclche i n meiner letzten IZaker'fclien Vorlelung bercliriehen fincl, habeii niich
belehrt , tlals rlns P h o s p h o r - Wafl'erftoffgas m e h r
als fein Volurnen a n 'IVaI'l'crrtofFgas ent!i;iJt, u n d
die& cvtirde tlic Giiltiglieit rler SchlaKe auflieb e n , die ich claraus gezogen Iiavte, ctal's heim Hehantlcln des durch Phogplior orler durc!i Pfiospli o r W d f fc r Tt 0 f f ga s g. e b i 1 -1 t!r en P h o s p 11o r - I< a 1i u r i i s
mit concentrirter Salzfiure ftets ein kleineres Vol u m e n Phosphor - Wafferftoffgas erhalten w i r d , als
das Llarin enthaltene K a l i mit Warfer a n Walferfioffgas enthuntlen h a b e n wilrde. Folgentles find
die R e f d t a t e unferer genauefien Verfuche: Es
gvurden m i t einander erhitzt
-
-
Phosphor Warferft.G.
Phosplinr
7
r-A-
r--A--
7
Gr. 3,S7 ; 1,7j ;-2 C . Z .
Kalium
IJ; 0 , g ; 1-25 ; 0,9 ; 0.3 ; 0.7'Grain,.
dabei entband GChO89 C , 5 ; 1.5
; 0.5 ; 0.2 ; 0.2 C. 2.
mit dem gebildeten Pho?phor Knliurn entwickeltesalzr;nre an Walferftoffps, w e l c l i e s den Phosphor aufgeIgfetenthielt: ] , I ; 0 , g ; r , I j ; 0,g ; O , I
;o,OC.Z.';
10
; I
;I0
-
*) Wir haben hufdiefe Remerkiingeo dcs Hrn. D a v y dreierlei zu erwhdern. El'fiens h a b e n w i r das Phosphor Ka-
-
L
257
1
Die H e r r e n G a y - L u f f a c u n d T h e n a r d
hztten vielleicht befler g e t h a n , ftatt fich zu berniih e n , den Urfachen d c r Feliler rneiner Verfuche
nachzufpiiren, a n einige i h r e r eignen Verfuche
zu d e n k e n , welclie m i t iliren neueren Unterfuchungen im Widerfpruche fiehen. In (ten iWem.
d'Arciieif, t . z., geben lie 3 n , dafs I<sliurn, welchcs i n Phosphor -, otler S c h w e f e l - , o d e r ArTeJ e n i k - W'aIferfioffgas erliitzt w i r d d e n Phosphor,
oder Schwefel, o d e r Arfenik und einen Tlieil d e s
Wafferftoffs des Gas verfchlucke, uncl dafs d a s
l i u m n i c h t blors. mit h r i f s e m WaTfer, ronJerrl einigpr aiich
m i r Sh'ureo bcIia.tidelt. u n d in a l l 7 n dlelen F i l l c n erhielt e n wir m e h r Phosphor - b'alfPrltofFaas, a h dem M'aTlerZtoffgas entfpracfi, wrlclies das d d r i n PnthaJrene I<,illurn
a l l e i n rnit Walrer'eilrbunden habrn w i i i d e [ A n n , vor. B.
S. 3.05.1; Hr. D a y s k a n n alro g p g s p die Mirtel nichro
e i n w e n d e n , d e r c n &r tins Sedienc h a b e t i , lcine hleinuiig zu w i d e r l r g e n , i l n d deli B r w e i s t i 1 Fiihren, dars
w e d e r d e r P h o s p h o r , n o c h d39 Pliosplior - Wallerltoft'gai
SauerltofF enthalten. Zrucifcua ilt U I I S die Erltlb'rung
iiiLhr u n b e k a n r i t , w r l c h e Hr. D a v y von d e r X i r k u n g
des u r d l e r s ai!E P h o s p h o r - I<aliiirn ini Ver;,lciche init d e m
d e r 5iuren giebt. denii e r h a t fie ails iiriferer Ablldtidlurlp
g e n o m m e n [ A m . ebendaf. S. 502.1. Driiterls lagr e r irt
l e i n e r Bnkcr'JL.hen V o r l e h n g a d IS03 k c i n r s w e g s , dars
e r concenrrirte S a l z f i u r e genornmen hdbr:, iim 1 1 ~ sPhosphor Kalium Z L ~zerretren , vielmehr einm r h l alisdriickl i c h . es fey rnit W a l l e r verdiinnre Sdlri;tllre ge\velen.
D i e concentrirtelre S a l z l h r e eilth;ilt ildjr.ls aucn i m m e r
Ilocli W d l k , und dieres i h r W a l l e r w i r d von d e m Phosp h o r Kaliurn zerlerzt ; Hr. D a v y h;rte d a h e r , urn l e i n e n Beweis ftreng zii Fiihren, d a s e n t w i c k e l t e Pho.phor\vallerrtoffgas analyfiren und d i e Menge d r s demrelben
1)eigemeugten Wallerlcoffgas g e n a u beltimrneri rniilfen.
-
-
Th. u. G.L.
c
238
I
-
Phosphor Wafferftoffgas dabei mit Flarnme zerfetzt wcrde. In i h r e r Priifung meiner VerCuche
(Ann. vor. B. S. 502 11. "59.) fagen fie tlagegen, d a s
Kal i u m v e r f c h l d t e i n Pliosphor
o d e r ArfenikWafrerftoffgas lteinen Wafferfioff, und reden nicht
m e h r von der Entflammung i'm Phosphor- Wafferftoffgas, von d e r ich angegeben hatte, fie nie
wahrgenommen zu haben, wogegen ich irn Schwef e l - Walferfioffgas fiets eine lebliafte Entflarnmung,
6 r h a l t e n hatte [ebenduJ S. 283.1 *).
-
I n ihrem Eifer, mich zu corrigiren, eignen
fie f c h ein Refultat zu, welches mir gehort , unrl
das fie beftatigen; dafs nzmlich das ScliwefeI-
tVafferftoffgas ein dern feinigen gleiches V o l u m e n
Wafrerfioffgas e n t h d t . Ich habe m i t klaren Worten gefagt , dafs wenn ,Schwefel- Wafferltoffgas
durch Aufliifen voo Schwefel in Warferfioffgas
fich bildet oder wenn Schwefel Wafferltoffgas
-
,
*) Was den ctfim Widerfpruch rnbetriFFt, den Hr. D a v p
uns Scbiild giebt, lo hat die Verfchiedenheit der Angaben nichts Auffallende,. Wir aahmen nb'mlich rnerrt ein
Uebermaafa a u Kalium, uiid daiin wird Wafferltoffgas
verfchluckt. A h unr aber die Folgeruiigen, welclre. Hr.
D a v y aus feineo Verfuchen rog, veranlarsren , die Einwirkung der Kaliums aiif das Schwefel-, das Phosphorund das Arfenik Wafferftaffgar auFs UP.II~ zu uliterfuchen, und wir n u n dazu dar Gas in Uebcrmaars nali.
m e n , fand fich, dafs in dierem Falle kein WafferrtofF
aus clem Phosphor und aur dem Arfenik- WaClerftofFgar
rerlchluckt wird. w i r find alro keiiieswegs im Widerfpruche init tins felbft, da man nrch Belieben machen
kana. dafs der Walferrtoff diefer Gasarten mit verkhl11ckc
werde oder n i c k
War den r w e i i m Widerlpruch be-
-
-
-
c
239
3
durch Elektrifiren zerfetzt w i r d , das Volumen
iich nicht verzndert [ebendab S. 285.3 *).
Sie meinen, ich hatte daraus, dafs ArfenikKaliurn weniger Wafferftoffgas giebt, als Jas blofse
Ralium entbunden haben rvurde, den Schlufs ziehen follen, dafs d e r Arfenik des Arfenik- Wafferfioffgas Sauerfioff enthalce. Es ift nichts Ieicht e r , als jemand zu befchuldigen, dafs e r unrichtig fchliefse.
Eine folche Folgeruog mufste i c h
gewifs nicht ziehen, denn ich wufste aus d e n
fcharflinnigen Verfuchen des 3Mrn. R i t t e r , aus
meinen eigenen elektrifch chemifchen Verfuchen
und aus den .Erfcheinungen bei der Zerfetzung
des Arfenik Wafferftoffgas durcli Elelctricitiit,
dafs es eine ArIpnik Hydrure giebt.
Die Herren G a y - L u f C a c und T h e n a r d
bernerken es nicht, dafs ich i m Kreife der Vo1ta'fchen Batterie Waflerftoffgas aus Schwefel u n d
aus Phosphor dargefiellt habe, fondern fdhren
fiatt deffen an, die Verfuche des jlngern H e r r n
B e r t h o l l e t machten diefes in Hinfcht d e s
-
-
-
trifft: fo haben w i r uns darin geirrt. dafs das Kaliurn
Phosphor Wafferftoffgas unter EntRarnmiing verfchlucke; und dierer lrrthum hat un9 zu einem tweiten veranlafst, d a b wir mh'rnlich angaben, dar Kalium verrchlucke Schwefel- WafferftofFgsr ohne Lichtentwickelung.
Wir hatten beide Verfuche zu gleicher Zeit angertellt,
and im Niedcrkhreiben einen mit dem andern verwechfelt.
T h . 11. G.L.
0 ) In dem Recueif Unfrer Verfuche,
welchcs uiiter der
prerfe ift , haben w i r Hrn. D a v y's Amlyre des Schwt€el. WaUerQoffgao rngefiihrt.
Tk. u, G. L.
-
S c h w e f e l s wahrCckeinlich; und i n ihrer g a n z e n
A h h a n i l l u n g f o h r e n fie v o n nieinen Reftiltaten nur
f o l c h e - an , i n d e n e n fie l r r r h u m e r gefuncien -zu
h a b e n g l a u b e n *).
Sie g e h e n a n , dafs wenn ICalium i n SchweJelWoJjerjioflgns ertiitzt w e r d e fich g e n a u eben fo
vie1 W a f f e r l i o f f g a s e n t b i n d e , als m a n bei cler Einw i r k u n g Jerfelben M e n g e v o n Raliurn auf Amnzoniakgas u n d auf UraJJer e r h a l t e ; uni! fie g l a i b e n ,
diel'es gebe eirien n e u e n fieweis a h , clal's c l ~ s1Calium eine-HidrurP fey. Ich Iiatte das KeCultat diefer V e r f u c h e als wahrfccheinlich i n m e i n e r Ie17ten
Eaker'l'chen Vorlefung antjcipirt. W e n n d a s KaI i u m , i n d e m es i n e i n e n e u e Verbindung tritt,
d e n R'arferftoff zurli'ckftijrst auf melclie A r t [liefees auch g e r c h e h e , o d e r ilamit zu v e r b i n d e n f c h
weigert, lo wiircle, aus d e r L e h r e von d e r proporti o ni r te n Ve r h i n cl u n g d e r E l e m e n t e n o th w e 11dig
f o l g e n , d a k e s i n allen diefen Fallen diefelbe
M e n g e von U'afferftoff a u s t r e i b e n ocler eritbinden
m a f s t e ; e i n e F o l g e r u n g , w e l c h e aus d e n g e l e h r t e n U n t e r f u c h u n g e n d e s Hrn. D a 1 t o n flierst **).
,
,
5.
*) Wir hatten e9 blofs mit dern Sarlerftoffe. welchen Verr
D a v Y in dern Schwefel gefiinden 211 haben glatibrr , zu
thiin ; alles andera rind fo auch der WaTferTtoffgehalt des
Schwefels lag uns z u r %re, und w i r konnten daher die
gedachten Verluche de9 Hrn. D a v y nicht anfiihren.
Th. 11. G. L .
**) Weno Hr. D a v y die T h a t l a c h e , von d e r hier die Red8
i l c . in feiner l e t t t e n Baker'khen Vorlelnng als wahrr c h i n l i c h , voraus gelehen h a t , fo muls BI jetrt m e h r
lie
D.
defulrate, welche die Herren T h e n a r d und
G a y L u f f a c aus d h f e p S'treitfchrqten ziehen.
-
Aus den vorhergehenden Erdrterungen ergeben fich in Hinficht der Punkte, ilber welche
wir rnit Herrn D a v y einer verfchiedenen Mein u n g Gnd, folger.de Refdtate.
Neiaungen der
1.
HH. G a y - L u f f a c and T h e n a r d :
Es giebt eine fefie Kalium- Hydrure.
Herr D a v y ksnn keine feke Kalium Hydrure zu Stand&
bringen.
2. Das Kaliurn verfchluckt von Ammoniakgas, das fiber fafzfaurern Kalke getrocknet tvord e n , nicht mehr 31s von ywijhnlichem Ainmoniak.
Herr D a v y gldubt das G e p t h e i l .
3. Die Kaliunr- Amrnoniure, welche
i n oie-
drigen Hitzegraden aus Kalium und Ammoniakgas entfieht, gieht, wenn Ge anfangs maGig erhitzt w i d , $ des verfchluckten Ammoniakgaq unzerfetzt h e r , u n d d a n n , wenn man fie fiirlter erhjtzt
, + deffelben
Herr
zerfetzt.
D a T y glaubc, dafs man
aus %r weit weniger er-
hhe.
4. Das
Amrnoniak-Amalgam ifi eine Verbindung von QuecltGlber rnit Ammooiak und m i t
WaKdtoff.
Herr D a v p glaiibt. es fey eine Vorbindrrng voa Qrltckfilber mir einetn Metdlle eigaer Art. welchea die B a h
des Amtnoniaks auSmdCbe.
fie in ZweiEel ziehen, iiidem er die pofitioe Ausfage
macht. das Kalium entwickele m i t S c h w e b l -Kallum vie1
mehr Wafferftoffgas a l s mit WaTTer.
Th. G.L.
Ann& d. PhyCb. B,36. St. 2. J, 1810. SC. I J .
Q
5. Diefes Amalgarn wird wed er durch die
L u f t noch durch Schwcfelfaure zerfetzt ,.und bedeclct fich in tler Beriilirung mit d er Luft nicht
mit e i n e r L a se kohlenfauren Ammoniaks.
Herr D a v y glaubt dao Gegentheil.
6. Wit- finden die berleutencle V o l u m e n - Vergriifserung diefes Amalgams leicht zu erklaren,
aus rler geringen Verdichtung, ‘ i n welcher das
Ammoniakgas und das Waflerfioffgas Gch in demfel be n be fi n d e n.
Herr D a v y verwirfc diefe Erklirung, uad fagt, die Erfcheinung fey bis jetrc fiir ihn unerklzrlich.
-
7. , D e r Stickfioff ifc chemifch einfacfi u n d
befteht nicht aus Sauerftoff und WafferftofF.
Hemn D a v y’s Meinung w a r , er Pey aus Sauerftoff und
Wafferftoff rufammengefetzt
8. Kaljum entbindet rnit Arnmoniakgas g,erade fo vie1 Waflerfioffgas als m i t Kal‘fer.
Weniger, nach HrN. Da vy’s Behauptuog.
9. Die Kaliurn- Ammoniure , o d er die olivenfarbene Subfianz, in welche das Kalium durch
Einwirken von Ammoniakgas verwantlelt wird,
giebt mit Waffer nicht das kleinfie Blasclien Wafferfioffgas.
Herr D a v y glaubt dar Gegentheil.
10.
Schwefel und Schwefel- Wafferftoffsas
enthalten keioen Sauerftoff.
Herr D a v y behauptete diefes.
-
Phcjsphor und Phosphor Wafferftoffgas
enthalten keioen Sauerfioff.
Herr D a v y behauptete es.
I I.
c
243
I
z
I 2. Kalium entbindet rnit Schwefel Wafferfioffgas d a f k l b e Volunien Wafferftoffgas als rnit
W a Ker.
3lehr. nacli Hecrri D a v y's Dehauptung.
15. Scliwefel- Raliurn entbindet rnit Sauren
ein Vdumeh'ScRwdfeJ M'afferfioffgas, gleich dern
Volurnen LValferftoffgas, w e f c h e s rlas Kali diefes
Schrvefel- Iialiurns mit WafCer entwickelt haben
wilrde.
6
Weniger, nach Herrn D a v y.
14. D a s
Arnrnoniakgas befteht d e m Volurnen
nach aus 5 Maafs LUafferftoffgas u n d L Maafs Stickgas unrl P n t h S l t k e i n c n Sauerfioff.
Herr D 3 v y hat leiue Meinung von derZularnmenTetzung
des Ammoniaks g a t Tehr verb'ndert. Er hat darin zu
verfchiedenen Zeitea verlchiedehe Mengen von Sauerlcoff verlchiedene Mengen von Waflerftoff u. f. f. augeoomrnen, u n d Teine Vorltelluug To oft verhdert,
daly wu nicht wiTTen, welcher er jerrt zugethau ik.
Arrjettt ift Herr D a v y mit u n s einig iiber die
Ausfagen unter 7 , 8 , 9 , 10, I 1.
Unfere Meiflungen weichen alfo nur n o c h
von einantler a b i n d e n Ausfagen 1 , 2 , 3 , 4 , 5 ,
6 , 1 2 , 13, 14. Die Chemiker werrlen entfcheid e n , wer voh uns in Hinficht ibrer R e c h t hat.
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