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Beitrag zum Mineralstoffgehalt des Honigs zugleich Erwiderung auf den Artikel von Korpsstabsapotheker Utz ber denselben Gegenstand.

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436
Sohware: Beitrag B u r n Miner&llstoffgeh& des Honigs.
samer Nebenerscheinungen fur die Reinigung von
Wasserstoff weniger i n Betracht.
B r o m wird jedoch, wie oben bereits angedeutet, mit groBtem Vorteil in solchen Flillen angewendet, wo es sich darum handelt, S p u r e n
von Brsenwasserstoff aus groBen Gasmengen zu
isolieren und quantitativ zu bestimmen.
[ angewandte
Zeitschrift fur
Chemie.
3eitrag zum Mineralstoffgehalt des
Honigs,
cugleich Erwiderung auf den Artikel von
Corpsstabsapotheker U t z iibtr denselben
Gegenstand.
Von Dr. F. SCHWARZ,
N a c h s c h r i f t v o n G. L o c k e m a n n .
Diese Gelegenheit mochte ich benutzen, um
auf einige Benlerkungen von A. C. C h a p m a n
und H. D. L a w am Schlusse ihrer Abhandlung:
,,Ober den Nachweis geringer Mengen Arsenik"l*),
mit ein paar Worten einzugehen. Diese Herren erheben ,,Einspruch gegen die Annahme, daB man
einen solch hohen Grad von Genauigkeit und Sicherheit des Arbeitens erreichen konne", wie er zum
Nachweis voii 0,0001 mg Arsen erforderlich warc.
8ie zitieren dabei ausdriicklich die Arbeiten von
mirlg) und von B i s h o p 2 0 ) und fiigen den wohlgerneinten R a t bei, ,,mehr Miihe auf die Erzielung
groBerer Sicherheit im Nachweis kleiner Mengcn
,4rsenik von etwa
mg" zu ucnden, als ,,gelcgentlich den 20. Teil dieser Menge nachzuweisen".
Meine von den genannten Autoren zitierte
Arbeit hatte nun gar keinen anderen Zweck, als
groBere Sicherheit im Arsennachweis zu erzielen
und bei den vielen widerspruchsvollen Angaben der
fast unermeDlichen Literatur iiber dieses Thema
die ganze M a r a h - L i e b i g sche Methode durch
Aufdeckung der Fehlerquellen auf sichere Basis zu
stellen. Das war selbstverstandlich nur moglich,
indem man die wirkliche Leistungsrahigkeit der
Methode nach AusschluW aller storenden Bedingungen bis an die auoerste Grenze. verfolgte. DaB
sich nunmehr bei genauer Beobachtung der erforderlichen Kautelen noch 0,0001 mg (oder 0,l mmg)
Arscn nicht ,,gelegentlich", sondern mit Sicherheit
nachweisen IaBt, ist nicht nur von mir, sowie von
meinem Mitarbeiter, Herrn Dr. M. P a u c k e ,
irnmer wieder konstaticrt, sondern auch von M.
B i s h o p 20) bestatigt worden.
Naturlich ist es eine ganz andere Frnge, wie
weit man praktisch die Genauigkeit des Arsennachweises treiben soll, und es wird von der Art der betreffenden Untersuchung abhingen, ob man sich
(bei Verwendung unvollkommen gereinigter Remg As als Grenze begniigen
ngenzien) etwa mit 1/600
soll. I n den meisten toxikologischen Fallen z. B.
wird kaum cine gro5ere Genauigkeit erforderlich
sein. Wie ich in meiner oben zitierten Arbeit aber
ausdrucklich bemerkt habe"), waren es p h y s i o 1 o g i s c h e Probleme, welche mich zu einer eingchenden Untersuchung der Arsennachweismethode
veranlaoten, lhnlich wie sie von A. G a u t i e r
und G. B e r t r a n d in einer grol3en Zahl von
Arbeiten behandelt sind. Bei solchen Fragen fangt
aber das Untersuchungsgebiet ungefahr da an, wo
es fiir toxikologische Falle aufhcrt.
18)
Iq)
2")
21)
Diese Z. 20, 67 (1907).
Diese Z. 18, 416 (1905).
.I. Am. Chem. SOC.%B, 178 (1906).
Diese Z. 18, 419 (1905); -4nmcrk.
Xrektor des chemisehen Untersuehungsamtes der Stadt
Hannover.
(Eingeg. d. 7.11.1907.)
In Heft 51 Jahrgang 1907 dieser Zeitschrift
3erichtet Herr Korpsstabsapotheker U t z ausWurzburg iiber den Gehalt des Honigs an Mineralitoffen. Er hat den Mineralstoff- bzw. Aschengehalt
von 131 inlandischen und von 18 auslandischen
Honigproben bestimmt und will bei den 131 inkindischen Proben i n 56 Fallen = 43,104 cincn
Aschengehslt unter 0,1% gefunden haben.
U t z sieht hierin den Beweis, da8 nicht nur
3ie Minimalgrenze von 0, Isn der Vereinbarungen
nicht mehr aufrecht gehalten werden kann, sondern,
daB es iiberhaupt nicht gut angeht, einen niedrigsten
Gehalt des Honigs an Mineralstoffen festzusetzrn,
da eine grol3e Anzahl der im Handel vorkommenden
Honige (nahezu 50%) diesen Wert nicht erreicht.
Wenn diese Beobachtungen richtig wiren, so h i t t c
die Bestimmung des Mineralstoffgehaltes bei der
Honigbeurteilung hinfiiro keinen praktischen Wert
rnehr. Trotzdem schlagt der Verf.vor, durch umfangreiche Untersuchungen von Honigproben aus
den verschiedensten Gegenden, ahnlich wie das bislang bei dcr Weinstatistik und Fruchtsaftstatistik
durchgefiihrt sei, den EinfluB zu studieren, welchen
die Bodenverhaltnisse und die verschiedene Tracht
auf den Gehalt des Honigs a n Mineralstoffen a m iiben. U t z scheint demnach selbst angenommen zu
haben, daB seine Beweisfuhrung nicht allgemeine
Anerkennung finden wiirde, im anderen Falle ware
ja sein Vorschlag vollkommen uberflussig gewescn.
Die obige SchluBfolgerung miderspricht in der
allgemeinen Form sowohl don Angabcn in der Litcratur, \vie meiner personlichen Erfahrung, SO daB
sie nicht unwidersprochen bleiben darf.
Die veroffentlichten Aschenanalysen Balm ich
nicht als Beitrag zur Ermittlung des Mineralstoffgehaltes der Naturhonige nnsehen. Noch viel weniger sind sie geeignet, als einwandfreies Beweismaterial zur Widerlegung der in den Vereinbarungen aufgestellten Grenzzahlen zu dienen.
Diese Grenzzahlen fur den Mineralstoffgehnlt
des Honigs 0,lo,&0,8qo beziehen sich selbstverstandlich nur auf Naturhonige. DaB Kunsthonig,
ferner Mischungen von Naturhonig mit, Invcrtzucker, sowie Honig, der durch Zuckerfutterung gewonnen ist, haufig unter O,l?/, Mineralstoffgehnlt
zeigen, und daB derartige Prodnkte ebenso haufig
ohne Kennzeichnung ihrer Zusammensetzung in den
Handel gebracht werden, ist hinreichend bekannt.
Man kann daher die in den Vcrcinbarungen auf
Grund langer Erfahrungen aufgestellten Normen
nicht anders niderlegen, als durch einwa.cdfreie3
Uiitcrsuchungsmaterial, d. h. durch Untersuchung
von Honigproben, deren Naturrcinheit unzweifelhaft feststeht. Alle Proben, die dieser Bcdiagung
nicht geniigen, die irgcnd einrn Zweifel an ihrer
Heft
XXI. Jahrgang.
6. Mllrz ,'308,]
Schwarz: Beitrag zum Mineralstoffgehalt des Honigs.
Echtheit aufkommen lassen, konnen als Gegenbeweis nicht benutzt werden. Diese Forderung ist so
selbstverstandlich, daB es iiberfliissig sein sollte,
sie noch hervorzuheben.
Steht nun fur alle
Proben, deren Untersuchungsergebnisse U t z seiner
SchluBfolgerung zugrunde gelegt hat, die Naturreinheit unzweifelhaft fest ? Aus seinen Ausfiihrungen ist das nicht zu ersehen. U t z h a t sich
a n verschiedene Imker und Bienenziichter um
Einsendung von Proben gewandt, und die ihm
iibersandten Proben nur auf ihren Aschengehalt gepriift. Ob diese Proben rein oder gefalscht waren, wird dem Leser nicht verraten.
U t z nimmt jedenfalls an, daB sie reine Naturprodukte darstellen, bringt aber keinen Beweis fur
diese Annahme. Weder durch eingehende Untersuchungen h a t er versucht, die Naturreinheit der
Proben zu beweisen, noch macht er andere Angaben,
welche ihn zu der Annahme berechtigen. Der hohe
Prozentsatz, nahezu 50%, an Proben mit normal
drigem Aschengehalt mu13 bei jedem Fachmann
Zweifel a n der Naturreinheit der Proben hervorrufen,
d a solche Beobachtungen aller bisherigen Erfahrung widersprechen. Wie ist es moglich, da8 die
Vereinbarungen a h unterste Grenze 0,l% annehmen
konnen, wenn die Untersuchung von 131 Proben
aus verschiedenen Gegenden Deutschlands ergeben
sollte, daB nahezu die Halfte dieser Proben den
Anforderungen der Vereinbarungen nicht geniigt.
Eine eingehende Untersuchung zum Nachweis der
Naturreinheit ware demnach im vorliegenden Falle
sehr angezeigt gewesen.
U t z weist selbst auf die Notwendigkeit der
eingehenden Untersuchung bei Honigproben hin.
E r schlieDt aus seinen Untersuchungen, daB es
nicht zulassi,a sei, sioh bei derartigen Erzeugnissen a n
Grenzzahlen anzuklammern; es musse vielmehr fiir
die Beurteilung der gesamte Untersuchungsbefund
verwertet werden. Nur auf diese Weise sei es moglich, sich vor falschen Schlussen und gegebenenfalls
vor Unannehmlichkeiten zu bewahren.
Es ist sehr bedauerlich, dalj U t z diesen R a t
nicht selbst benutzt hat, er wurde sich dann sicherlich iiberzeugt haben, daB die meisten seiner Proben
mit niederem Aschengehalt sich mindestens verdichtig gezeigt hatten und infolgedessen fiir seine
Veroffentlichung nicht geeignet waren.
Warum hat U t z die leicht auszufiihrende, von
ihm selbst in Nr. 24 dieser Zeitschrift als wertvolles
Hilfsmittel zur Untersuchung von Honig empfohlene Methode von L e y nicht zum Vergleich herangezogen? Hochstwahrscheinlich wiirde er dann gefunden haben, was ich bislang stets beobachtet
habe, daB die Honigproben mit anormal niederem
Aschengehalt auch nach der L e y schen Methode
verdachtig sind, d. h. sie zeigen gegen die L e y sche
Silberlasung das Verhalten von Kunsthonig und
nicht das von Naturhonig.
Wie wenig kritisch U t z bei seiner Arbeit vorgegangen ist, ersieht man am deutlichsten daraus,
daB unter den 56 Honigproben mit niederem
Aschengehalt 1Kunsthonig und 2 Zuckerfiitterungshonige ganz zwanglos mitgezahlt sind und so auf
sehr eillfache Weise den Prozentsatz der aschenarmen Naturhonige erhohen.
Ferner befinden sich in der Tabelle unter den
aschenarmen Honigproben Proben von bekannten
437
Kunsthonigfabrikanten.
Ich erwahne hier nur
Heskamp, Papenburg, den Inhaber der Wiener
Fruchtzuckerfabrik in Berlin, Brandenburgerstr. G ,
von welchem die 5 Proben 95-99 stammen, und von
denen 3, nahmlich 95, 97 und 98 einen Pschengehalt unter 0,l% haben.
Hier ist doch sicherlich nicht ohne weiteres
anzunehmen, dalj diese Proben aus reinem Naturhonig bestehen ! Ahnliche Bedenken lassen sich bei
vielen anderen Proben der Tabelle machen, worauf
ich jedoch nicht naher eingehen will. Ich glaube, das
Gesagte wird geniigen, um jeden Fachmann zu uberzeugen, daB die U t z schen Aschenanalysen fiir die
Beurteilung der niedrigsten Aschenwerte des
Naturhonigs ohne jegliche Bedeutung sind, und daB
durch sie keineswegs das bewiesen wird, was er beweisen wollte.
Zur weiteren Begrundung, wie wenig die Resultate von U t z mit anderen Erfahrungen in Einklang zu bringen sind, will ich nachstehend meine
eigenen Beobachtungen iiber diese Frage mittdilen.
I m hiesigen stadtischen Untersuchungsamte
werden seit Jahren eine gr613ere Anzahl Honigproben untersucht, die groatenteils bei der amtlichen Nahrungsmittelkontrolle aufgekauft werden.
I n den letzten drei Jahren betrug die Zahl der Proben
jahrlich uber 100 Stuck.
Wir bestimmen bei jeder Probe 1. das spez. Gew.
in 20yoiger Losung, woraus sich Trockensubstanz
und Wasser berechnen 1aBt; 2. die Polarisation in
10yoiger Losung vor und nach der Inversion und
3. den Aschengehalt.
Diese Werte geben ein ziemlich iibersichtliches
Bild von der Zusammensetzung des zu untersuchenden Honigs. Wir haben die Beobachtung gemacht,
daB normaler Honig in lO%iger Losung im Polarisationsapparat von Schmidt und Haensch im
200 mm-Rohr vor und nach der Inversion eine Linksdrehung von mindestens 6,O" S.V. zeigt. (Tannenhonig natiirlich ausgenommen.) Enthalt ein Honig
groBere Mengen Rohrzucker beigemischt, so wird
die Linksdrehung vor der Inversion herabgedriickt
bzw. in Rechtsdrehung umgewandelt; nach der
Invertierung ist die Drehnng aber wieder normal.
Zusiitze von Starbesirup auBern sich durch verminderte Linksdrehung oder durch Rechtsdrehung
vor und nach der Inversion. I n solchen Fiillen wird
durch Zuckerbestimmungen vor und nach der Invertierung, und wenn erforderlich, durch Ermittlung
der Polarisation nach dem Vergaren die Ursache des
anormalen polarirnetrischen Verhaltens festgestellt.
1st die Polarisation im obigen Sinne normal,
so kann keine rechtsdrehende Zuckerart beigemischt
sein, und es bleibt nur die Moglichkeit einer Beimischung von Invertzuckersirup offen, da hierdurch
das polarimetrische Verhalten des Naturhonigs
nicht wesentlich veriindert wird, weil Invertzuckersirup von etwa 75% Trockensubstanzgehslt, wie
man durch Rechung finden kann, in lO%igerLosung
iiber -6,O" S. V. im 200 mm Rohr drehen muB.
Ein Zusatz von Invertzucker laBt sich zurzeit weder
durch Polarisation, noch durch die Bestimmnng von
Dextrose undlavulose, noch durch andere Methoden
mit Sicherheit feststellen. Er l&Bt sich nur vermuten
bei anormal niedrigem Aschengehalt. Ein Honig
mit einem Aschengehalt untcr O,lyoist nach meinen
Datum
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Bezeiohnu~iguud IIerkunft dcs IIonigs
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-
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3,095 - 6,O"
- 7,O"
1,048 - 3,7"
+
18,6 0,oi 1 - 4 , l " -5,2"
17,4 U,085 - 7,3" - 7,2"
.
17,5
$07
1595 Reiner Riencnlionig, nngeblich aus Italien . . . . 81,4
2197 H.einer Bienenhonig, angeblich aus Valdivia in Chile 81,G
1231
~
- 74"
-
24,9 0,077
6,O" - 7,9"
19,4 0,062 -- 6,5" - 7,6"
19,o 3,OF - 6,3" -- 7,5"
21. Luli
28. Sept
1906
23. Mai
1905
1,065 - 7,3" -8,O"
1,077 -- 7,2" - 8,l"
75,l
80,G
81,O
1486
3823
3839
32,5
31,05 18,95 1,056 - 6,2" - 7,2"
-
33,O 17,O
1,054 - 3,7"
-I
-
-
1,092 - ($8" - 7,O"
),053 - 5,7" - 7,s"
1,093 - 7,2" -8,8"
-
-
- I
30,2 19,8
77,8 22,2
30,4 19,6
-
1.050 - 5,O" - 6,O"
),09i - T,2" -8,8"
),057 - 7,4" - 8,7"
79,2
79,O
i9,8
20,2
10,8
!l,O
- 5,s"
Blutrot, ohnc gelbgrunen Schein.
Braunrot, ohne gelbgrunen
Schein.
Wie Nr. 12.
Wie Nr. ii.
Riitlichbraun. Stich ins Violette.
ohne gelbgriinen Schein.
'
Wie Nr. 15.
Rotbraun, sehr scbwacher gelbgruner Schcin, die Reaktioii
ist unsicher.
\Vie Nr. 10.
7,68 Rein rotbraun, es fehlt jeglicher
gelbgruner Schein.
Schmutzigbraun , ohne jedeu
gelbgrunen Schein.
Wie Nr. 7.
Rotbraun, sehr schwach gelbgriiner Schein, Reaktion unsicher.
20,3
.
1302 Bienenhonig, angeblich italienischen Ursprungs, von
einem bekannten Kdnsthonigfabrikanten geliefert
.
- 5,5"
79,7
Seimhonig, Lieferant unbekannt,, JJOU einem Hausierer entnoinmen
. . . . . . .. . . .
Reiner Bienenhonig, von R. H. i'n Lowenberg-Schl esien
Reiner Bienenhonig, von P. H. aus Imnienrode i. Th.
Leckhonig, von demselbeii Lieferanten , der die
Probe 2197 geliefert hatte . . . . . . . . . .
..
16. BIai
2078 Reiner Bienenhonig, von A. E. aus Siebeneichen,
. .
3643 Bienenhonig, der Kame des Liefernnten wurde beirn
1Sin 1; nu f ver w eigert . .#.
. . . . . . . . .
31,o 19,o
31,o 19,o
125 Garantiert reiner Bienenhonig, von P. H. ans Immenrode i. Th.
. . . . . . . . . , . . . . . 50,4 19,6
18. Juni
25. Dez.
29. Dez.
1907
10. Jan.
26. Juli
2767
678 Reiner Rienenhonig, von P. H. aus Immenrode i. Th.
973 Reiner Bienenhonig, von P. H. aus Immeurode i. Th.
18. Sept
2852
3159
3228
15. bIBr2
12. Apri
26. Sept
16. Okt.
21. Okt.
3229 Bienenhonig, von deinselben . . . . . . , . .
3230 Bienenhonig, von R. H. in Lijwenberg-Schlesien
Kreis Lowenberg, Schlesien . . . . . . . . . .
Garantiert reiner Bienenhonig, Honig- u. Wachswerke
J. G., Munchen . . . . . . . . . . . . . . .
Bienenhonig, von H. H., Papenburg . . . . . . .
Beiner Bienenhonig, von P. H. aus Imnienrode i. Th.
Bienenhonig, von H. H., Papenburg . . . , . . .
*
.
.
21. Okt.
21. Okt.
16. Nov.
ng.1908]
HeftXXI. Jnhrga
6.
439
Die Fachgruppen des Vereins deutscher Chemiker.
Erfahrungen stark verdachtig und berechtigt den
Sachverstiindigen, nainentlieh in Verbindung einer
im gleichen Sinne ausfallenden L e y schen Reaktion,
die Behorden zu weiteren Erhebungen iiber Herkunft und Gewinnung des Honigs zu veranlassen, um
auf diesem Wege die Verfalsehung oder Naturreinheit des verdaehtigen Produktes festznstellen. 9 u s
diesem Grunde ist die Bschenbestimmung von Wiehtigkeit und wird deshalb von uns bei allen Honigproben ansgefuhrt. Zu jeder Bestimmung verwenden
wir 25 g.
I n der geschilderten Weise sind im hiesigen
Amte in den Jahren 1905-1907 folgende Proben
untersucht worden :
1905 : 117 Proben darunter 2 Stuck
1906: 122 ,,
2,
4
1907: 135 ,,
,,
12 ,, mit einem
Sschengehalt unter O,l% oder in drei Jahren zusammen 374 Proben mit 18 Stiick = 4,8176, welehe
die von den Vereinbarungen aufgestellte nnterste
Grenze nicht erreichten.
Diese anormalen Proben waren aber keineswegs unzweifelhaft reine Naturhonige, sondern
nach dem Ergebnis der eingehenden Untersuchung,
sowie anderer Ermittlungen erwiesen sie sich als
verfalscht bzw. stark verdaehtig. Da die Naturreinheit somit nicht feststeht, so konnen sic aueh
nieht als Beweis fiir den niederen Aschengehalt des
Naturhonigs gelten.
Die Bnalysen dieser Honigproben siehc Tabelle
Scite 135.
-%usder Tabelle ist zu ersehen, dailj die Proben
6-18 mit Ausnahme von 9 und 17 sich nach der
L e y schen Reiktion samtlieh wie Kunsthonig verhalten. Bei 9 und 17 war die Reaktion zweifelhaft,
sie bleiben aber verdachtig, da sie sieh anders verhalten wie Naturhonig.
Bei den Proben 1-5 ist die L e y sche Reaktion
nicht ausgefiihrt, weil wir damals die Methode noch
nicht anwandten. Es ist aber anzunehmen, dailj
sie bei den Proben 4 und 5 auch in clem Sinne
fiir Kunsthonig ausgefallen ware, denn diese beiden
Proben stammen aus derselben Quelle wie die Prohen 7 , 8 , 9 , 1 1 , 1 4 und 17. Wie amtliehe Erhebungen
ergeben haben, war Lieferant dieser Proben eine
Firma aus Lowenberg in Schlesien, die diesen Honig
teils von inlandisehen, teils von auslandischen
Imkern bezogen haben will. Von hier aus gelangte
der Honig dann durch 3-4 Zwischenhandler in die
Hande des Konwmenten. Bezeichnend fur die
Qualitat dieses angebliehen Naturhonigs ist die
Tatsache, daR er noch aus dritter Hand mit
50 3% pro Zentner gekauft wurde, wofur man unmoglich reinen Naturhonig kaufen kann. Probe 3
ist mit Rohrzucker verfalscht..
Die Proben 1, 2 und 10 sind auslandischen Ursprungs, und 13, 15, 16 stammen von demselben
Lieferanten, wie die anormalen Proben 95, 97 und
‘38 der U t z schen Tabelle.
Neine Beobaehtungen fuhren demnaeh zu dem
entgegengesetzten SchluB, wie die Beobachtungen
von U t z. Unter 371 Proben ,welche in den letzten
drei Jahren im hiesigen Pntersuchungsamte untersucht wurden, war auch nieht ein einziger unzweifelhaft reiner Naturhonig mit einem Mineralstoffgehalt
unter O,lyo,smdern die Honigproben mit geringerem JIineralstoffgehalt als 0,104 erwiesen sich
7,
aamtlich teils als gefalscht, teils als sehr stark verclachtig. Ich halte deshalb die Bestimmuug des
Mineralstoffgehaltes aueh heute noeh fur ein sehr
wichtiges Kriteriuni zur Benrteilung der Reinheit
eines Honigs.
Die Druckmessung bei der Vakuumdestillation.
Von D r . HAIITXANN.
(Eingeg. d. 30.11. 1908.)
I n dieser Zcitschrift 20, 2172 (1997) hat
U b b e 1 o b d e auf eine Einrichtung zur Druckmessnng nach M a c L e o d aufmerksam gemaeht,
bei der die Gase und DSlnpfe zeitweilig durch den
Apparat hindnrehgesaugt werden, damit die Partialdrucke in dem letzteren denselben Wert annehmen
wie in der Vorlage. Da die Zweckmalligkeit dieser
Vorrichtung von R e if f bestritten ist, werden im
fulgenden Versuchsdaten gegeben, die die Bestatigung der Angaben U b b e 1 o h d e s erbringen, obwohl eine solehe kaum notwendig war.
Die Apparatur bestand aus einer Vorlage in
der danernd ein gleichmailjiger Wasserdampfdruek
von etwa 20 nini erhalten wurde, einer Quecksilberpunipe und einem M a c L e o d schen Druckmesscr zum Durehsaugen (ahnlieh dem von U b b e 1 o h d e angegebenen) und einem anderen Mac Leod
ohne diese Vorrichtung. Die Luft wurde in den aus
der Tabelle eraichtlichen Intervallen ausgepumpt,
dann wurde mit beiden Druckmessern gemessen.
E s ergibt sich, daS nur die Einrichtung zum
Durchsaugen die’richtigen Werte anzeigte, mahrend
die andere von R e i f f verteidigte Druckmesserart
falsehe Angaben aufwies. R e i f f hat, seinen AUSfuhrungen nach zu schlieflen, diess Schwierigkeit
scheinbar iiberhaupt nicht gekannt.
Gesamtclrucli
Mac Leod ohne
Dnrchsaugen
Mac Leod zum
Durchsaugen
Dampf
Dampf
rcchnet.)
rechnet)
~~
42,5
20,9
20,o
22,5
15,l
12,3
999
20,O
15,5
133
11,o
Die Fachgruppen des Vereins
deutscher Chemiker.
(Eingeg. d. 74. 1908.)
Von befreundeter Heite erliielt die Reclaktion
der Zeitsehrift folgende Zuschrift :
DaR die Einrichtung der Fachgruppen fur die
Industrie nnd den gegenseitigen Austauscli und
Ausgleirh der Meinungen und Ansichten sehr forderlich spin wird, diirfte jedem sofort klar win,
der Gelegenheit hatte, den Verhandlungen der einzelnen Abteilungen des Internationalen Chemikerkongresses in Berlin im Jahre 1903 beizuwohnen.
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