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Beitrag zur Construction magneto-elektrischer Maschinen.

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V.
Beitrag zur Constructiorr rnugneto - elektrischer Muchinen ; con Fr (I n z P e t r i n a.
l m 61. Bande dieser Aiinaleu hat der Hr. S t o h r e r einige Bemerkungen iiber die Construction magneto -elektrischer Mascliinen und die Beschreibung seiner zusammengesetzten magneto - elektrischen Maschine veraffentl i c k Der Hr.S t b h r e r behielt bei der Einrichtung seiner Maschinen die ursprungliclie Form, wobei der Inductor in der VerlGngerung des Magneten iiber seinen
lufsersten Polfliichen rotirt, angeblich aus dem Grunde bei,
weil nnch seinen Versuchen ein Magnet nur auf diese
Weise die grokte Induction hervorbringt. Mali kann die
Richtigkeit dicser Versuche nicht in Abrede stelleu, weil
der Hr. S t a h r e r den Magnet, init welchern er sie angestellt hat, nicht angegeben hat, doch cine allgemeine
GUltigkeit kaiin ich ihnen nach meineu Versuchen nicht
einr%umeo. Da ich mich seit iuehren Jihren mit Einrichtung magneto-elektrischer Maschinen beschiiftige, uud
stets beinubt bin, dieselben so vie1 als mbglich einfach,
bequem, jedesmaligem Zwecke vollkommen en tsprechend,
und, was nicht zu iibersehen ist, um lul‘serst billige
Preise herzustellen , weswegen dieselben nicht nur in
Deutschland, sondern auch im Aiislande eine giinstige
Aufnahmc gefunden habeu, so konnte es nicht fehlen,
d a h aiich ich die Versuche iiber die vortheilhafteste Stellung dcs Iiiductors Zuni Magnete anstellen und wohlbeachten mufste.
Nach meinen Versuchen erreicht inan bei eirier Lamelle von 13” w. M. Lange 2” Breite und d”’ Dicke
der Schcnkel, wie ich sie bci den einfachsten Maschineii zuin ;ntlicheii Gebrauche anwende, den grafsten
Nutzen, wenn man den Inductor senkrecbt auf die L ~ D -
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genflache der Schenkel rotiren Iafst. Da eine solche Lamelle ihre grbfste Kraft, wie die Erfahrung lehrt, nicht
in den aukersten Punkteu der Schenkel, sondern etwa
einen halben Zoll von denselben entfernt hat, so bewegt
sich der eine Eisenkern des Inductors gerade unter den
wirksamsten Stellen des Magnetes, und da die grbkte
Induction entsteht, wenu der Eisenkern schnell genug
die Pole wechselt, so hat auf diese Weise der eine Eisenkerii die vortheilhafteste Stellung. Was deu Einwurf
des Hrn. S t b h r e r betrifft, dafs iiamlich der zweite Eisenkern nicht eben so kraftig magnetisirt wird, weil er
sich bedeutend weit von den Endpunkten der Lamelle
befindet, so ist er nicht ungegrundet, jedoch bei meinen
Inductoren von keiner Erheblichkeit, weil die Mittelpunkte ihrer Eisenkerne nur 2; 2011 auseinandersteheu,
und der Magnetismus bei dieser geringen Entfernung sehr
wenig abnimmt, da die Wechselpunkte bei solchen Lamellen iiber 10" von ihren Endpunkten entfernt liegen.
Uebrigens mufs bemerkt werden , d a b bei einer solchen
Benutzung des Magnets seine inductorische Kraft nicht
mit seiner Tragkraft im geraden Verhaltnisse steht, indem, wie die Versuche zeigten, eine 13zbllige Lamelle
von geringerer Tragkraft als eine 9 ziillige einen starkeren Strom in dem Inductor hervorruft als diese.
Liil'st man hingegen deli Inductor vor den vordersten Polflachen einer Lamelle von obigen Dimensionen
rotiren, SO bekommt man nur eine schwacbe Wirkung,
wiewohl beide Eisenkernc des Inductors sich iiber gleich
starken magnetischen Kraften bewegen. Dieses riihrt insbesondere daher, dafs hier gleichsam nur ein Magnetpol
zu gleicher Zeit auf jeden Eisenkern einwirkt, und dafs,
wahrend der eine Theil des Eisenkerns sich dem Magnetpole erst nahert, ein anderer ihn schon verlafst, und
hiermit die Wirkung schwacht, da die Dicke der Lamelle
nur
der Dicke des Eisenkerns betrlgt. W e n n der Eisenkern iiber einen Magnetpol streicht, entstehen zwei, der
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Riclitung nach entgegeogesetzte S t r h e , die im Momeute
ihres Wcchsels von einander gctrennt, und, wenn mail
den grilfsten Effect enielen will, durch deii Commutator auf einerlei Richtung gebracht werden miissen, welches bei eiuein Magnete von so geriiiger Dicke nicht
eben leicht ist. Diescr UinstSnde wegen mufs der Magnet, wenu man ein giinstiges Resultat erhalten will, eine
wenigstens nicht kleinere Dicke haben, als die des Eisenkernes ist. Aber auch, selbst wenn man mehrere Lamellen anwendet, darf nicht iibersehen werden , dafs bei
dieser Einrichtung die zwei gleichlaufeiiden Stri)me, welche entstehen, weun sich ein Eisenkcrn von einem Pole
cntfcrnt und dem anderii nlhert, fast durch einen Bogeii von 160" von einauder gctrennt sind, und dafs deswegen die Wirkung nicht so g d s ausfallen kanu, als
wenn sie zu gleicher Zcit, oder doch schncll nach ciuander entstsnden. DieL warcii die Griindc, die midi
bcwogen haben , bei der Einrichtung mciner Maschinen
dcn Inductor senkrecht auf die Fliiche dcr ScheukellYngc
rotircn zu lassen.
Da bei der Deurtheilung einer Maschine es iiicht
blofs darauf aukommt, wie grofs ihrc Kraft ist, sondcrn
auch wie hoch diese Kraft zu stehen kommt, so ware
cs wiinschenswerth gewcsen, weun der Hr. S t i ) h r e r
aucIi die Preise seiner beschriebenen Maschinen angcgeben h&tte. Eine Maschine, wie ich sie fur die Mcdiciner anfertigen lasse, ist sehr einfach, elegant, leicht zu
liandhaben, und zeigt, wiewohl sie nur eine Lamclle hat,
dennoch eiiien sehr lebliafteu Funken, zcrsetzt schwach
gesauertes Wasser energisch, und vcrursacht solche Erschiitterungen, d a b ich bis jetzt noch Niemanden gefunden habe, der sic in ihrer griifsten Intensitat nur einige
Secuiiden laug ausgehalten hltte. Eine solche Maschine
kostete an meinetn friihereu Bestimmungsorte
in Linz
niclit mehr als 50 fl. C.M.
Bei deu zusammengesetzten Maschinen hat der Hr.
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-
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s t 6h r er
der sonst unvortheilhaften Stellung des Inductors doch einen bedeutenden Vortheil abgewonnen.
Dieser Vortheil besteht darin, dafs man die Schenkel
dreier Magnetc in einen Kreis bringt, und iiber ihnen
einen Inductor mit sechs Spiralen rotiren Iafst. Der Gedauke, den Commutator so einzurichten, dafs man die
Striime der eiiizeInen Spiralen nach Relieben verbinden
kanii, mufs ein gliicklicher genannt und als ein Fortschrift in dcr Einrichtung solcher Maschiuen angesehen
werden.
Meine zusammengesetzten Maschinen, die ich die mit
doppelter Wirkung nennc, haben einen Inductor rnit vier
Spiralen, wovon zwei fiir dic Quantitiit and zwei fur die
Intensitst eingerichtet sind. Diese vier Spiralen bilden
rnit ihren Verbindungsstucken ein Kreuz, welches an einer , mit zwei sehr einfachen Commutatoren versehenen
Spindel befestigt ist. Uebrigens ist die Vorrichtung so
getroffen, dafs man beide Striime zu gleicher Zeit neben
einander bekommt. Bei dieser Einrichtung, die ich schon
vor sechs Jahren getroffen, habcn nieine Maschinen fur den
Physiker den Vortheil, dak man die Wirkungcn beider
Striime sehr gut mit einander vergleichen kann, indem sie
nicht nur zu gleichcr Zeit, sondern auch unler gleichen
Umstiinden entstehen ; ferner, dafs jeder Versuch mit der
Quantitat mit jedein Versuche iiber die Intensitzt ZUgleich, ohne an dem Apparate etwas zu iindern, angestellt, und dadurch vie1 an der Bequemlichkeit und Zeit
gewonnen werden kann. Diese Einrichtung hat den Apparat vereinfacht, seine Anwendbarkeit vermehrt, die Anschaulichkeit der Wirkungen gehoben und seinen Preis
vermindert , unbeschadet der vortrefflichen Wirkungen.
Eine solche Maschine mit einem sehr schbnen vierlamelligen, 20 Zoll langen Magnete kostet nur 130 fl. C.M.
Da ich iiber die Einrichtung xneiner Maschinen eine
Abhandlung habe drucken lassen * ) , so miige d i e t w e
1 ) Siehe: Magneto - elektrische Maschine von der vortheillraftesten Ein-
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nige bier Gesagte geniigen. Doch die Einrichtu~ig, die ich
meinen letzten, seit Juli verfertigten Maschinen gab, mbge
nicht unerwshnt bleiben, weil sie, wie der Erfolg zeigte,
vortrefflich, und noch unbekannt ist. Bei allen mir bekannten magneto - elektrischen Maschinen sind die Iuductoren so eingerichtet, dars die Eisenkeriie der Spiralen an den von den Magnetpolen, uiiter denen sie rotiren, entgegengesetzten Enden, durch ein Stiick von
weichem Eisen verbunden sind. ljiese Verbinduugsstucke
haben bekanntlich kcinen andern Zweck, als die an den
sie beriihrenden Enden der Eisenkerne entstandenen magnetischen PolaritBten zu neutralisiren, und so die Bewegung des Mapetismus zu unterstutzen und die W-irkung
zu erhiihen. Da jedoch die Polaritsten der Eisenlierne
sich durcb das Verbindungsstiick nidit ariders neutralisiren kihnen, als weun sie sich zuerst in dern Verbindungsstiicke unter sich entgegengesetzte magnetische Pole
bilden, so geht durch diesen Wechsel der Polaritaten
vie1 von der magnetischen Kraft verloren, indem das Eisen der Verbindungsstiicke der magnetischen Vertheilung
in ihm widersteht. Dabei ist noch zu erwagen, dafs der
unter einem Eisenkerne durcb Vertheilung entstandene
magnetische Pol mit dem am andern Ende dieses Eisenkerns angebrachten Magnetpole gleichnamig ist, wodurch,
da er nicht ganz neutralisirt wird, die inducirte Wirkung i n der Spirale zum Theil geschwkht werden murs.
Dieses brachte mich zu dem Schlusse, dafs die W i r kung unzweifelhaft kraftiger ausfalleu miifste, wenn man
das Verbindungsstlick der Eisenkerne durch einen Magnet ersetzte. Ich fuhrte diesen Gedanken sogleich aus,
und was ich vermuthete hat sich vollkommen bestgtigt.
Der Inductor der letzten meiner Maschinen rotirt an einer messingenen horizontalen Axe zwischen zwei mit entgegengesetzten Polen parallel einander gegeniiber stehenrichtang eta; won F r r n a P e t r i n a .
Sohn.
Linc 1844, bei E n r i c h
ct
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deli Lamellen. Der game Apparat bildet eine elegante,
13” Iange, 9” breite und 7” hohe, init einem Schlofs versperrbare Schatulle. Da die Kraft dieser Maschine zum
antlichen Gebrauche iibermafsig grofs ist, so wird man
noch kiirzere Lamellen beiiutzen kihnen , wodurch der
Apparat noch bedeuteud kleiner, und iin Preise nicbt
bbher, wie der friiher angegebene, zu stehen komlnen
wird. Da es fast gewifs ist, dals ich gleich bei den ersten Apparaten dieser Art nicht die giinstigslen Bedingungen zur Erhbhung der Wirkulig getroffen habe, so
M s t sich von dieser Einrichtung nocli vie1 inehr erwarten. Auch zusammengcsetzte Maschinen mit mehreren
Inductionsspiralen werden sich auf diese Art mit Vortheil einrichteii lassen, weil man hier sogar beide Breitenflachen eines Magnetes wird benntzen, und seine ganze
Kraft so zu sagen ersch6pfen k6nnen.
P r a g im October 1844.
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