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Beitrag zur Hygrometrie.

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152
XIV. Beitrag
zur Hygrornetrie; con
Hrn.
G. L e f e b o r e .
( A n n . dc chim. ct de
p h y i . Ser. III. T.XXJ? p. 110.)
B e i Anstellung einiger Analyseii der Luft hatteii wir uns
vorgenommen die Absorption des Wassers durch austrockneode Apparate zu benutzen, um den hygrometriscbeii Zustand dieser Luft kennen zu lernen, die wir hauptsacldich
in Bezug auf die Kohlenslure studireii wollten. Dns Absorptions-Hygrometer ist das genaneste, uud mit ihm werden alle iibrigen verglicben; allein, wie einfach man es auch
einriclite, so erfordert doch eiii Versuch init ihin vie1 Zeit,
uud dadurch wird dieses Hygrometer nicht zu Versuchen
geeignet, die erst durch ihre Vervielfaltigung Werth bekommen.
Im Allgemeineii setzt man wenig Vertraueii in die Hygrometer, die in der That niclit alle nothigeii Bedingungen
zur Erlangung sicherer Resultate darbieten. Allein sollte
man die Feliler, zu welchen uns diese Iustrumeiite verleiten, nicht kenneu lernen kilnuen? und wenu man die Gefahr kcnut, ist sie auch leicht zu vermeiden.
Wir studirten also den Gang zweier Hygrometer, des
Daniell’schen und des R e g n a u l t ’ s c h e n ’ ) vergleichungsweise mit den Resultaten des chemischeu Hygrometers. UUser Apparat bestand aus einem Ralloii von J,PiH Litr., der
unteii zu einer Spitze ansgezogeii uiid daselbst mit eiuem
Hahn versehen war (Taf. I. Fig. 12). Iin Balloii lii~ig ein
Quecksilbertheriuometer , das Fiinftel eines Grades angab.
Die aufgesogeoe Luft staininte aus dein nardlichen Hofe
der Facult4 de Mddecine her; sie giiig, ehe sie in den BalIon eiiitrat, durch zwei grofse U-fihmige ROhren, gefiillt
mit von Schwefelsaure getranktern Riinstein riud durch ein
Proberohr ( t h o i n ) .
1) Ann. Hd. 65, S 333. p.
153
Im Uebrigen befolgten wir die Vorsichtsmafsregeln,
welche Hr. R e g n a u l t in seiner Abhandluiig uber die Hygrometrie angegeben hat I ) , und inittelst der von ihm gegebeuen Formel berechneten wir den hygrometrischen Zustand der Luft.
W a s die Condensations - Hygrometer betrifft , so beschreiben wir sie hier nicht; wir sagen blofs, dafs wir es
beiin Hygrometer des Hrn. R e g n a u 1 t zeitsparender fanden, den Aether durch einen eingeblasenen Luftstrom verdainpfen zu lassen. W i r trafen blofs die Vorsicht cin mit
Bilnstein gefulltes U-Rohr einzuschalten, tiin den Wasserdampf aufzufangen, der sich in deli R6hren verdichtet und
sie zuletzt verstopft oder beschmutzt hatte.
Wir-haben auch an die Oeffnung, zii welcher die mit
Aetherdampf beladelie Luft austritt, eine lange Rbhre angesetzt, damit iiicht diese Luft sich mit dem atinosphariscben Wasserdampf vermiscbe. Eiidlich haben wir vor dem
Thermometer eine Linse angebracht, um aus zieoilicber Entfernung beobachten zu kbnnen und vom Eitifluls uiiserer
eigeneii Warme nichts besorgen zu durfen.
W a s den Moment der Erscheiuung des Thails betrifft,
SO kaun nur Uebung ihri niit Genauigkcit zu bestimmeii
lehren. W i r sagcn nur, d a t es uns bequenier schien, hititer dem Silberwiirfel ein hellgraues Papierblatt aufzustellen, da dieses dem Silber eine constante Farbe ertheilt, was
nicht der Fall ist, wenn dahiiiter ein Raum ist, dessen
Farbe mit dem Zustaiid des Himmels wechselt. W i r trafen auch die Vorsicht, nus dein Erscheinen uod Verschwinden des Thaus das Mittel zu iielimeii.
Bei holier Temperatur liegen diese Puncte wenig auseinander; ist die Teinperatur aber niedrig, so ist der Unterschied
gralser. Dick Resultat geht aus u~isercnim August angestellten Beobachtungen hervor uncl wird durch die im November gemachteii bestatigt.
Wir haben erkannt, dnfs dns Erscheiuen des Thaus sich
1 ) A n n . dr chim.
S. 135 11. 321.)
rt
de phys. Szr. I l l .
T..rF. p .
129.
(Ann.
Hd. 65.
134
iinrner dem voin chelnischeii Hygrometer augegebeuen Feuchtigkeitszustaud rnehr uiihert als das Verschwiuden desselben.
In folgender Tafel stellen wir unsere Beobachturigen
zusainrnen :
1
Feuclitigkeitsrostand
Vermch
NO.
1
2
3
4
5
6
5
8
9
10
11
12
13
14
15
diuel aus
A eurscl.e
Cherninach d.
eiden BeVerches Hy- Tempe3baclitunratiir.
:rorneter.
scliwinder:
gen.
des Tlraua.
nach d.
Ersclieinen
45,93
50.31
58,OO
623
68,27
63,04
'ii',li
79,8 I
53,90
65,11
53,88
32,04
63.12
56,42
41,52
--
46,32
50,52
58,49
63,50
69,12
63,s I
78,OO
80,U2
74, I7
66,OO
54,lG
32,2 1
63,96
57,3 I
45,iO
Wetter.
46,12
50,51
58,24
63J1
68,69
63,27
77$3
i9,91
74,03
65,5S
54,02
32.12
63,51
56,86
45,21
46,07
50.64
57,93
6231
69,58
62,9tl
76,83
79,21
73,90
64,98
54,m
34,04
62,78
56,58
45, I4
23O,8 C.
24 ,O
23 ,8
22 ,6
22 ,3
24 ,O
19 .9
19 ,3
19 ,8
18 ,4
19 ,2
22 ,o
I7 ,5
17 ,3
20, 7
BedecLt
Regcn
Regcn
Regen
Regen
Bedeckt
Vie1 Kegen
Regen
Regen
Scliiin
Wolkig
Wolkig
Regen
Wolkig
wolkig
Untersuchen wir eiuerseits die Unterschiede zwischen
deli Resultaten des chemischen Hygrometers .und des R e g 11a u l t 'scheii Condensations-Hygrometers und erwagen andererseits die Bequeinlichkeit des letzteri Iustruinents, welches weder Waagen noch Glasgerathe erfordert, SO werden wir uus leicht zu dem Schlufs entscheiden, dafs dieses
sehr gute Auzeigen zum Studium des Feuchtigkeitszustandes
der Atmosphare lieferu kbnue.
Aus den in der Tafel angegebenen Resultaten ersielit
man, dafs das Erscheinen des Thaus immer eiu Resultat
giebt, das dem des cheinischen Hygrometers am ngchsten
komoit. I u d e t sichert der Mittelwerth am meisten -gegen Irrthiimer. Es ist diefs jedoch uicht die eiuzige Probe, welcher
wir das Condensations -Hygrometer unterworfen habeii ; wir
liabeii auch seiueu Gang rcrglicheri init dem glcichzeitigeii
ziveier clieiiiischen Hygrometer.
155
Zwei chemische Hygrometer, lhnlich dem Fig. 13. Taf. I.
abgebildeten, sch6pften die Luft an einem und demselben
O r t (auf dem n6rdlicheu Hof der Ecole de Medecine). Ein
Condensations-Hygrometer war am Fenster aufgestellt. Da
das Austliefsen der Aspiratore der chemischen Hygrometer
wenigstens eine halbe Stunde erforderte, so beobachtete
man das Condensations-Hygrometer zu Anfange, in der
Mitte und gegen das Ende des Versuchs. W i r geben hier
den Mittelwerth dieser drei Beobachtungen und vergleichen
damit die beiden chemischen Hygrometer.
No; der
Vcrsuche.
1
2
3
4.
5
6
7
8
9
10
11
12
Chemische Hygrometer
No. 1.
36,OB
4035
41,48
46,Ol
6335
58,64
46,05
44,89
1
No. 2.
36, I5
J0,2i
4 1,59
46,17
64,lO
46,37
74,41
46,41
44,i2
43,48
46,41
74.4 I
55,20
56,89
Cundensaions -Hygrometer.
36, il
41,07
42,90
46,11
64,iO
57,12
46.31
- 44,OB
42,Sl
47,Ol
74,QO
56,17
Wetter.
Bedeckt
do.
do.
do
do.
.
do.
Wolkig
do.
Redcckt
Hcgen
Bedeckt ’)
do.
Alle aufgefuhrten Resultate sind, wie uns scheint, hinllnglich iibereinstimmend , um dem Condensations - Hggrometer des Hrn. R e g n a u 1t s Zutraiieu zu verschaffen. Nachdem wir es studirt, haben wir mit ihm auch das Daniel1’sche verglichen, aber die Resultate sind dermateu abweichend, d a t wir es fur unniitz halten, sie hier beizubringen.
Jetzt nachdem wir das R e g u a u l t’ sche Hygrometer durch
Versuche bewahrt gefiinden, werden wir uns desselben zur
Anstellung taglicher Hygrometer-Beobachtuagen bedienen
und die Resultate davon spater mitt heilen.
1) Tcrnpcratur sehr niedrig, 16O,5 C.
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