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Beitrag zur Kenntnis der Eigenschaften der Seide von Bombyx mori.

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Heft XXI.
44. NJahrgmg.
.Oktober 1908]
2267
ctianoli: Eigenscbsften der Seide von Bombyx mori.
Eisengiellerei in Kalk, uni dort cine Krtlisalpeterfabrik zu errichten, und zur Grundung der Firma
Vorster und Griineberg am 1. November 1858. Am
12. Februar 1859 wurde der Betrieb der Salpcterfabrik eroffnet. Im ersten Jahre wurden 5554 Ztr.
Sdpeter dargestellt und die Fabrik schon in den
niichsten Jahren so ausgedehnt, daB im Jahre 1864
die Produktion von Kalisalpeter auf 48 139 Ztr.
steigen konnte. In Kalk wurden im Jahre 1861 die
Versuche zur Verarbeitung der von der Kiinigl.
Bergbehorde in StaDfnrt gesandten Proben von hbraumsalzen gemacht, welche dazu fuhrten, daB in
demselben Jahre noch in StaBfurt eine Fabrik errichtet wurde, um dort die neuen Kaliumsalze nach
den in Kalk gemachten Erfahrungen und dort erfuntienen Methodenauf Chlorkalium zuverarbeiten. Aus
dem in StaSfurt gewonnenen Chlorkalium fabrizierte
die Firma in Kalk werst analog dam L e b 1 a n c
sclien Sodaverfahren Pottasche. Dicse neue Pabrikation begriindete den Ruf der Firma und brachte
ihr auf der Weltausstellung in Paris 1867 die hiichste
Auszeichnung. Ein weiteres Gebiet ersrhlof3 die
Firma durch Einfuhrung von Kalidiingesalzen, fiir
welche in der damaligen Zeit (1864) noch wenig Verstindnis vorhanden war; es bedurfte zahlreicher
Vortriige und Veroffentlichungen, urn in den landwirtschaftlichen Kreisen die Erkenntnis von der
Wichtigkeit dieser neuen Dungemittel zu verbreiten. Eine anschauliche farbige Dungetafel von
Ur. H. G r u n e b e r g fand groWe Anerkennung. Es schloll sich bald die Darstellung aiiderer
kunstlicher Diingemittel, besonders vdn Superphospliaten an, sowie der Erwerb von Pliosphoritgruben
an der Lahn und die Herstellung von schw-efelsaurem Animonium aus Gaswasser. I n der Folge
wurden Ainmoniakanlagen in Kiiln, Dortmund,
Leipzig, Hamburg, St. Petersburg, Xoskau und
Gosnitz errichtet und das Verfahren durcli Konstruktion von kontinuierlich arbeitenden Smmoniakd~stillationsapparaten (Patent Dr. H. C: r u n e b e r a} verbessert, welche auch andwwarts weite
Verbreitung fanden. In diesen Anfangsjahren waren
zweifellos Erfolge zu verzeichnen, jedoch trat, auch
nianche Enttauschung ein. Trotzdeni gelang es der
Firma, das Unternehmen vorwarts zu bringen und
besonders die Fabrik in Kalk auszudehnen. Im
Jahre 1876 verlor die Firma durch Ableben den
kaufmannischen Mitbegrunder J u 1i u s V o r s t e r
senior, dessen kaufmannischer Begabung und Tatkraft die Firma zum groI3en Teile ihre Entwicklung
verdankt. Schon vorher waren seine Sohne J u 1i u s
V o r s t e r jun., welcher sich dem kaufmannischen
Teile widmete, und F r i t z V o r s t e r , der 1875
die technische Leitung der Kalker Fabrik ubcrnahm,
in die Firnia eingetreten.
In den folgenden Jahren wurde die Yabrikation
von Schwefelsaure und Salpetersaure in Kalk eingefiilirt und die StaBfurter Chemisclie Fabrik 1871
als selbstiindige Gesellschaft abgetrennt. Es erwarb
die Firma jedoch im Jahre 1880 und 1882 in Leopoldshall bei StaBfurt wieder Chlorkaliurnfabriken,
welchen Oskar K H s t n e r lange Jahre mit Erfolg
vorstand. Seit 1885 wurde die Diingerfabrik in
Kalk unt,er der Firma C . Scheibler & Co. fortgefiihrt underweitert; auchschloBCar1 S c h e i b l e r aus
Krefeld in demselben Jahre die ersten Vertrage mit
Stahherken zur Verarbeitung der Thomasschlncke
-
und dehnte dicsen Zweig in kurzer Zeit erheblicli
aus.
Im Jahre 1892 wurde die Firma Vorster &
Griineberg alu eine der ersten in die Form einer Geselischaft- mit heschrankter Haftung unter dem
Namen Chemische Fabrik Kalk, G. in. b. H., umgewandelt, wobei die Herren J u 1 i u s V o r s t e r,
F r i t z V o r s t e r und R i c h a r d G r i i n e b e r g Ceschaftsfuhrer wurden. Dr. H. G r ii n e b e r g trat von der Leitung zuruck, blieb aber Gesellschafter. Die Organisation der Firma war derart,
daB J u 1 i u s V o r s t e r den kaufmannischen Teil
des Geschkftes leitete, E r i.t z V o r s t e r die technische Oherleitung der Fabriken in Kalk, Leopoldshall und der Superphosphatfabriken behielt, und
R i c h a r d G r i i n e b e r g , der zweite Sohn von
Dr. H. G r i i n e b e r g , Betriebsfuhrer in Kalk
wurde und die Leitung der Ammoniakfabriken ubernahni.
Die Fabrik in Kak erfuhr in den 90er Jahren
fortwahrende Erweiterungen, besonders wurde die
Schwefclsaure und die Superphosphatfabrik ausgedehnt und begonnen, elektrische Kraftubertragung anzuwenden, um den Kohlenverbrauch und
die Erzeugung von Kraft okonomisch zu gestalten.
Am 7./7. 1894 starb Kommerzienrat Dr.
H e r m a n n G r ii n e b e r g , welcher sich in den
letzten Jahren mehr von den GeschBften der Firma
zuruckgezogen uncl offcntlichen Interessen zugewand t hrtt,te.
Ende der 9Oer Jahre entstand fiir einen der
bisherigen Hauptartikel, die Pottasche, eine gefahrliche Konkurrenz durch die elektrolytische
Spaltung von Chloralkalien, so dall der Pottaschebetrieb in wenigen Jahren aiifgegeben werden
muBte; als Ersatz wurde die Herstellung von Ammoniaksoda a u fgenommen.
Im Jahn: 1902 wurde die Komnianditgesellschaft C. Scheibler & Co. wieder mit der Chemisclien
Fabrik Kdk vereinigt, so dab heute die simtlichen
Betriebe unter der Firma Chemische Fabrik Kalk,
G. m. b. H., gefuhrt werden. Die Firma ist noch
an violen anderen Unternehmungen beteiligt, wie
a n der Kohlendestillationsanlage Animonium in
Weitmar in Westfalen, der Chemischen Fabrik Eus-s
kircben, sowie einer groI3en Anzahl von Thomasschlackenmiihlen.
Anch fiir die Zukunft hat die Firma schon neue
Projekte vorbereitet und hofft, das Unternehmen
der Tradition der Grknder entsprechend weiterzuentwickeln.
Beitrag
zur Kenntnis der Eigenschaften der
Seide von Bombyx rnori.
Von G. GJANOLI.
(Eingeg. d. 13.86. 1908.)
Die Studienkommission fiir Seide in Mailand
veranlal3te den Verf., Untersuchungen uber die
morphologischen Abweichungen der verschiedenen
284.
2268
[ angewandte
ZeltBchdft fur
Chemie.
Gtianoli: Eigenschaften der Seide von Bombyx mori.
Seiden anzustellen, nachdern fruhcr schon in geniigcnder Weise die Charakterisicrung von Seiden
dcr verschiedenen l’rovenienzen hinsichtlich ihrer
tex tilen Anwendung sta,ttgcfunden hatte.
Die Versuche erstrockten sich auf Seiden von
chinesischen Kokons gekreuzter Rassen, von gelbcn
toskanischen Kokons, solcher von Salonicki, Adrianopel, griechischer, kaukasischer, turkestanischer
und persischer Abkunft. Dieselben blieben nicht
auf physikalische Ermittlungen beschrankt , vieImehr wurde eine groBe Anzahl chemischer Bestimmungen ausgefuhrt, um die Menge des Fibroins,
des Sericins, Quantitaten von Fettsubstanzen usw.
festzuste,llen, sowie den Schmelzpunkt der letzteren,
ferner das Aschenverhbltnis, alkalische Beschaffenheit usw.
Aus den erlitdtmen Resultaten lassen sich indessen die bejni FLrIwn beobachteten dbweichungen
nicht erklbren, wenn nian die Seiden verschiedener
Hwkunft den in Frtigc koinmenden I’rozessen unterwirft.
IYiewnhl allgemcin zugegeben wird, daIJ keine
wesentlichen Unt,crschiede in der Zusanimensetzung
des Fi’ibroins bcstrhen, hat. man in cler Praxis doch
beobachtet, daR Seiden verschiedener Provenienz
die Einwirkung alkalischer oder saurer Blder mehr
oder weniger gut ertragen, manclimal irn Zusammenhruig niit dem Jahrgange nder der Art der Kultur,
und daO schlielllich die Menge der fixierten Beizen
nicht inliner die gleiche ist.
Unt~rschiedein der hydrolytischen Wirkung
von 88urcn und Alkalien diirften wohl mit der Xerfaserung der Kokonseide in Verbindung zu bringen
sein. welohc eine Infiltration von Sericin in den Fibroinkern bedingen kann, so wie Prof. Q u a j a c
behauptct.. daf3 die Seiden, welche besonders leicht
zur Knotchen- oder Perlenbildung (perlage) neigen,
einen viel grofieren Gewichtsverlust unter dem
EjnfluO von a.lka1ischen oder sauren Badidrm aufweisen.
Die Reagcnzien, wclche die Paser bei den
FBrbeprozessen verandern kiinnen, sind dir Alkalien
nnd die Sauren.
G: cwich tsverlust
der cntbastetcn Seide:
’ Nach der
Nach dcr
erstensauren zweiten sauren
Behandlime
Rehandlong
Herkuiift :
Italien:
Bergamo . .
Lornbardia . .
Toscana . . .
Piemonte. . .
Cremona . . .
Romagna . .
Brianza . . .
Calabria . . .
Brescia . . .
Veneto . . .
Friuli . . . .
Messina . . .
. . . . .
x
v
01
/O
. . . .
. . . .
. . . .
. . . .
. . . .
. . . .
1,08
1,15
0,80
0,82
0,94
0,73
0,92
1,o(i
1,03
0,83
978
0,90
. . . . .
0,90
0339
0,85
-
L e v a n t e und K l e i n asien:
Brussa. . . . . . . . . 0,45
Syrien . . . . . . . . . 0,92
0,96
0,75
Ungarn.
.....
. . . . .
. . . . .
.....
. . . . .
.
.
.
.
.
.
Frankreich:
CQvennes . . . .
. . .
A s i e n und C h i n a :
Minchew . . . . . . . .
Cantonfilatur . . . . . .
Schantung . . . . . . . .
Tsatlee. . . . . . . . .
Chinafilatur . . . . . .
Japan:
Japanfilatur . .
Japan Kakedah.
Bengale . . . .
0,77
0,77
0,SO
0,96
0,88
. . . . 0.57
. . . . 0,97
. . . .
Wilde Seiden:
Tussah . . . . . . .
Theophila Mandarina
.
..
1,11
0,93
-
1,03
0,79
-
0.81
1,10
-
0,79
030
-
0,94
0,88
0.95
-
0,90
0,61
036
0,60
Die Versuche bezuglich der Einwirkung slkalischer Bader wurdcn mit einer Losung von Kalilauge, welche 1,2069 g KOH pro Liter enthielt und
zwar im Verh6ltnis des zwanzigfachen Gewichts
der Faser, ausgefiihrt. Die Dauer der Einwirkung
und dic Temperatur waren wieder diesclben wie bei
der ersten Versuchsreihe.
Da die entbasteten Seiden stcts noch einen bestimmten Anteil von Fettsauren enthalten, die nus
der zum Entbasten benutzten Seife infolge von
Dissoziation entstehen, so ergab die erste Behandlung mit Alkalien einen viel gr6Oeren Gewichtsverlust als die zweite, die Verschiedenheiten zwischen
den einzelnen Seiden sind jedoch nicht von Belang.
TJm die Wirkung der Sauren zu Etudieren, kam
cine riohige Schwefelsaure, in zwanzigfacher Menge
ZII dem Gewicht der Seide, zur Verwendiing, also
etwa 5 0 m d konrentriertrr, als sie beim Avivieren
iiblich ist.
Die Einwirkung der Saure daucrte 94 Stunden
h i eincr Temperatur von 27”. Danach wurdc die
Scide zunachst, nlit kaltem, dann mit heiBem Wasser
bis zur volligen Entfernung der Skure gewaschen.
Dic ganze Operahion wurde zum zweiten Male
vorgenommen in der Besorgnis, daB die bei der ersten
Be handlung gewonnenen Resukate durch Losung
kleiner, vom Entbasten her auf der Faser befindlicher Anteile von Alkali, in dem sauren Bade unAbstammung
genau sein kiinnten. Solche Alkalireste sind
selbst nach griindlichem Wasoha?. auf der Faser
Italien:
mBglich.
Bergaruo . . . .
Die gewonnenen Resultate gestatteten es in- Lombardia . . .
clessen nicht. die Scidm nach ihrer WiderstandsToscana . . . .
fahigkeit zu klassifizieren.
Piemonte. . . .
Folgende 2ahk.n H urclen tdialtcn :
Cremona . . . .
Gewichtsverlust der entbasteten
Seide
Each der ersten Nach der zweite;
alkalischen
alkaliscben
Behandlung
Behandlung
%
%
,
. .
. .
. .
. .
. .
1,70
1,43
1,43
1,5 1
1,81
0,26
0,32
0,45
0,29
0.30
2269
Heft 44.
XXI.
30.Jahrgang.
Oktober ,w8.] Gianoli: Eigenschsften der Seide von Bombyx mori.
Gewichtsverlust der entbasteten
Seide
h
Gach der ersten Nach der z w e z
alkalischen
alkalischen
Behandlung
Behandlung
Abstammung
I t a l i en:
Romagna . . . .
Brianza . . . . .
Calabria . . . . .
Brcscia . . . . .
Veneto . . . . .
Friuli . . . . . .
Messina . . . . .
.
.
.
.
%
.
.
.
0,39
0,33
0.44
0,24
0,47
0,59
0,59
. . .
1,38
0.34
.
1.33
0,44
L e v a n t c und
Kleinasien:
Brussa . . . . . .
Syrien . . . . . . .
1.32
1,47
0,38
0,15
A s i e n u. C h i n a :
Minschcw . . . . .
Cantonfilatui . . . .
Schantung . . . . .
Tsntlee . . . . . . .
Chinafilatur . . . .
1.22
1,12
1,37
1,77
1,71
0,59
0,24
0,38
0,60
0,33
Japan:
Japanfilatur . .
Japan Kakcdah
Bengale . . . .
. .
1,07
1,06
1,32
0.50
0,46
0.51
Wildc Seiden:
Tusscth . . . . . .
Theophila Mandarina
0,86
1,04
0,69
0,51
Yrankreich:
Cbvenncs . . . .
. .
. .
Nach den vorsteliend wiedergegebenen Resultaten lasven sich weitgehende Unterschiede zwischen
den untersuchten Seidenmustern nicht feststellen,
so daf3 cs ctwa moglich ware, dieselben nach ihrer
Widerstandsfahigkeit gegcn ein alkalisches Bad,
nach vorausgegangener Entbastung zu gruppicrcn.
I n dcm Bestreben, die Abweichungcn aufzuklarcn, welche hinsichtlich der Resultate ein und
dcssclben Musters vorkommen, schicn cs erfordcrlich, eine Scrie von Bestimmungcn an ein und dcrselben Seide auszufuhren.
Die obcn bereits angcfuhrten Zahlcn zeigcn,
daB die eingeschlagene Methode gcnugend exakt
ist, und daI3 die Widerstandsfahigkcit odcr cler Gcwichtsverlust in den sauren und in den alkalischen
BBdern sich bei allen Seiden von Bombyx mori ungcfiihr gleichbleibt, wie dies auch andcrcrseits fiir
das Verhaltnis von Stickstoff, von Aschenbcstandteilcn, schlieBlich aucli fur die Basizitat und Dichte
gilt.
B e h a n d l u n g m i t B%iger Schwefclsiiure
i n d e r K L l t e w i i h r e n d 24 S t u n d e n .
Gewichtsverluste
I
I1
I11
IV
V
. . . . . 1,82%
. . . . . 1,60
. . . . . 1,52
. . . . . 1,52
. . . . . l,54
I m Mittel 1,80
Gewichtsverluste
I
0,'
,O
1,57
1,28
1,32
1,14
1,45
1,17
1,22
Ungarn.
B e h a n d l u n g m i t K O H 1 , 2 0 7 p r o 1000
Wasser in der Kalte wahrend
24 S t u n d e n .
. . . . .
0,44y0
I1 . . . . . 0.52
I11
IV
V
. . . . . 0,30
. . . . . 0,41
. . . . . 0,40
Im Mittel 0,41
Im Gegensatz dazu konnten schr bctrachtliche
Unterschiede hinsichtlich der Aufnahme metallischer Beizcn festgestellt werden. Nach Vornahme
einer Reihc von Versuchen mit Salzen des Eisens,
des Aluminiums und dcs Chroms wurde dem Zinnchlorid dcr Vorzug gegebcn, wcil es konstanterc
Zahlen liefert, in die Fascr besser eindringt, auch
weil sich das Bad in Beruhrung mit Seide nicht trubt
und die Aufnahnic in konz. Losung vor sich geht.
Die Resultate, wclche auf der nachfolgenden
Tabelle vcrzeichnet sind, bezirhcn sich auf entbastetc Heiden, welche drei Bider von Chlorzinn
von 28' Bd. im Laufe einer Stunde passierten.
Jedcr PasRage folgten drei Bader von 5' B6. starker
Sodalosung bei 40' von dcrsclben Zeitdauer.
-5
,.a
2s o*
82e
Abstnrurnung
Italien:
Bergamo . . .
Lombardia . .
Toscana . . .
Piemonte. . .
Cremona . . .
Romagna . .
Brianza . . .
Calabria . . .
Brescia . . .
Veneto . . .
Friuli . . . .
Messina . . .
Ungarn
a
. . . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . . .
.
.
.
.
.
.
. . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . .
...........
. . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . . .
.
.
.
. .
.
.
.
.
Frankreich:
CBvenncs . . . .
.
.
.
.
. . . . . . . . .
. . . . . . . . .
. . . . . . . . .
. . . . . . . . .
. . . . . . . . . .
L e v a n t e und K l c i n a s i e n :
Brussa . . . . . . . . . . . . .
Syrien . . . . . . . . . . . . . .
. .
. .
A s i e n und C h i n a :
Minchew . . . . . . . . . . . . . . .
Cantonfilatur . . . . . . . . . . . . .
Chantung . . . . . . . . . . . . . . .
Tsatlee. . . . . . . . . . . . . . . . .
Chinafilatur . . . . . . . . . . . . . .
Japan:
Japanfilatur . .
Japan Kakedah.
Bengale . . . .
h
m
19,70
22,70
22,16
19,62
20,33
17,90
21,64
lY,39
19,61
20,36
19,42
20,17
18,63
21,84
20,24
17,78
17,79
1G,70
17.95
17.75
18,94
. . . . . . . . . . . . 19,38
. . . . . . . . . . . . 2132
. . . . . . . . . . . . 14,83
Wildc: S c i d c n :
Tussah . . . . . . . . . . . . . . . . . 23,80
Theophila Mandarina . . . . . . . . . . 17.74
Die vorstehenden Zahlen zeigen, daB die Bengalund Cantonseide die kleinste Affinitat fur Zinn-
2270
[
Wedekind: Eisenfreiea natiirliohea Zirkonoxyd.
oxydhydrat aufweisen, welche, obwohl sie in der
Farbe abweichen, doch von Kokons ahnlicher
Rassen herstammenl).
Die Abweichungen in dem Verhaltnis des
fixierten Zinnoxydhydrats bleiben auch dann konstant, wenn das alkalische Bad kalt angewandt
wird, noch eher als bei 40°, anch wenn man nach
dem Verfahren von N e u h a u s Natriumphosphat
oder Silicat an Stelle von Carbonat fur die Bindung
der Zinnbeize anwendet.
Diese in griifierem oder kleinerem MaBe stattfindende Aufnahme von Beizen durch die Faser
knnn fur die abweichende Stiirke der Kokonfaden
nicht bestehen bleiben, denn die in Frage kommenden Faden von Bengal- und Cantonseide sind sehr
fein nnd besitzen Titer von 1,70-1,80 Deniers.
Dier ist betrrichtlich weniger wie bei den europriischen und japanischen Rassen mit 3,5 Deniers.
Dieselben durften wohl infolge ihrer groBeren Oberflache eine vie1 erheblichere Aufnahme von Beizen
ermoglichen.
Aber auch unter den Bengalseiden gibt es solche,
welche diese Eigentiimlichkeiten nicht zeigen, auch
verschwinden die Abweichnngen bei den Seiden
verschiedener Herkunft, sobald man sie rnit Zinnbeize im Rohzustande behandelt und nicht nach der
Degummierung. AnSerdem weisen diejenigen Seiden, welche mit der Neigung, sich zu zerfasern, begRbt sind, keine Abweichungen in der Affinitat fur
Chlorzinn auf.
B e s c h w e r u n g a u f R o h s e i de.
Qualitgt der Seide:
Asche pro
100 Fibroin
Gelbe italienische . . . . . . . . . . .
Japan . . . . . . . . . . . . . . . .
Minschew . . . . . . . . . . . . . .
Canton. . . . . . . . . . . . . . . .
Bengale . . . . . . . . . . . . . . .
GrAge, weiB, von persischen Kokons, die
sich leicht zerfasert . . . . . . . .
Andere Grbgesorte, von persischen Kokons,
die sich leicht zerfasert . . . . . .
25,83
25,47
25,90
24,99
25,79
24,16
24,97
B e s c h w e r u n g d e r e n t b a s t e t e n S e ide.
Qualitst der Seide:
Asche pro
100 Fibroin
Gelbe italienische . . . . . . . . . . . . 22,16
Japan . . . . . . . . . . . . . . . . 20,ll
Minchew . . . . . . . . . . . . . . . 19,lO
Canton. . . . . . . . . . . . . . . . 18,66
Bengale . . . . . . . . . . . . . . . 19,25
GrBgc, weiW, von persischen Kokons, sich
leicht zerfasernd . . . . . . . . . .20,58
Andere Grhgesorte, von persischenKokons,
sich leicht zerfasernd . . . . . . . 20,93
Das Verhalten der Canton- und Bengalseiden,
im Verhaltnis zu den europiiischen und japanischen
Seiden, konnte zu der Vermutung fuhren, daIJ das
Quantum von Kalk, welches auf der Faser in Gestalt
von Kalkseife gegenwartig ist, die Erklarung fiir
die geringere Aufnahme von Zinnbeize erleichtern
diirfte. Urn Veranlassung zu Fehlern in dieser Beziehung zu vermeiden, hatte der Verf. jedoch Sorge
getragen, daB alle Seiden vor der Erschwerung ein
Bad mit verd. Salzsaure passierten.
1) Die Angaben bilden das Mittel aus zwei Bestimmungen.
Zeltschrlft fur
angewandte Chemie.
Urn nichtcldestoweniger die Rolle des Kalks bei
der Fixation zu studieren, warden Rohseiden in
einer kochenden Losung von Kaliumacetat, von
20% Stlrke, ejne Stunde lang behandelt. Nach dem
Waschen und Trocknen war das VerhHltnir des
Zinnoxyds das folgende :
Muster mit Calciumacetat behmclelt 28,410/,SnO2
Muster unbehandelt . . . . . . . 23,51y0 SnO,
Der Versuch zeigt also, da8 die Behandlung mit
Salzen des Calciums unter den gegebenen Bedingungen die Aufnahme der Beize befordert. Diese Tatsache diirfte vielleicht fur den Farber beini Beizen
von Canton- und Bengalseiden von Intcresse sein.
Fur die nLchste Seidenziichtungskampagne
hat der Verf. eine Studie in Aussicht gestellt.
welcher es obliegen soll, festzustellen, ob die Art der
Erniihrung der Seidenraupen irgend welchen EinfluB auf die Affinitat der Seiden zu Metallbeizen
ausubt. (Revue Gknhrale dcs Matikres colorantes
iwassot.
12, 103, April 1908.)
Eisenfreies natiirliches Zirkonoxyd.
Von E. WmEmD-Tubingen.
(Eingeg. d. 12.18. 1908.)
Die natiirliche Zirkonerdel) kommt bekanutlich
in Brasilien in drei Varietaten vor : unansehnliche
Gerollsteine, derbe Bruchsteine und glaskopfartige,
krystallinische Gebilde. Letztere weisen den hochsten Gehalt an Zirkonoxyd auf; derselbe betragt
93--95y0.
Die Verunreinigungen bestehen aus
Titanssure, Kieselsaure, Eisenoxyd und etwas
Zirkonsilikat, wie z. B. aus folgender Analyse zu
erselien ist :
Angewandte Menge krystallisierten Minerals :
0,8222 g.
Gefunden : 0,7739 g
0,0081 g
0,0264 g
0,0035 g
0,0163g
0,8282 g
ZrO,, entiprechend
Ti02,
94,12?(,
0,98%
33%
043%
Fe203
HiO,,
ZrSi04,
,,
1,98y0
cntsprcchcnd 100,73~0
Gluhverlust O,S%
Andere Proben dcr krystallinischen Varietlit
ergaben bei der Analyse 3,13, 3,41 bzw, 4"/0 Eisenoxyd.
Da nun die Zirkonglaskopfn -durchwcgschwarzgefarbt sind, so lag der Gedanke nahe, dafi diese
Farbung durch feinverteiltes Eisen - eventuell in
kolloidaler Form - bewirkt wid. Die nahere
Untersuchung hat gezeigt, daW das nicht der Fall
ist. Schon bei der Beobachtung durch die Lupe
zeigt sich, da0 zwischen den einzelnen schwarzlichen Fasern eine brZunlichgelbe, pulverige Masse
eingelagert ist; zertriimmert man einen Xirkon1) Vgl. H u s s a k, Zeitschr. f. Krystallographie
37, 557 und R e i t i n g e r , Tschermaks Minerdog.
und petrograph, Mitteilungen 18, 334, sowie
E. Wede kind, Verhandlungen der Gesellschaft
Deutscher Naturforscher und Brzte, 1906, 11. Teil,
1, Halfte, S. 107, und Chemiker-Zeitung 1907,
Nr. 52.
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