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Beitrag zur Kenntniss der salpetrigsauren Salze.

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282
utid ich glaabe, dafs wir eit~en solchen Ki)rper im Agut
wirklicli habcit: dcrselbe hat, wie ich ia eirictii besotidcrcn
Aufsah zu zeigeit gedenke, sogar nach zwei rechtwinklichen Richtungen intiere Absollderungen von allerdingn ungleicheni Feinheitsgrade und bewirkt dadurch jene scheinbarc Doppelbrechung, wclche Sir D. B r e w s t e r ( Phil.
Transact. 1813. 1814) so sehr iu Erstaunen gesetzt hat.
Tubingen 24. Dec. 1862.
( M'i r d f o r t g e I e t z t . )
I V. Britrrig
z u r KenriLn+
rler
stilpetrigsaurzn
Sulze: von J . L a n g .
Aus den
K. V e t . Akud. Hundiingor /. 1860 rusgczogen uod Nit
Bernertungen verrelrcn von C. R a m m c l r b e r g . ')
x a c h eiuem historischen Riickblick auf die salpetrige Saure
und ihre Salze theilt der Verfasser seine eigenen Versuche
iiber die letzteren init.
Salpetrigsruree Knli.
D e r Umstand, dafs der Glfihriickstand voti Salpeter neben salpetrigsauretn Kali stets salpetersaures enthalt, selbst
wenn man das Gliiheii weit uber den Punkt fortgesetzt hat,
wobei die Eotwicklung rother Dampfe beginnt, ruhrt vielleicht von der Entlrtehong eines Doppelsalzes her, welches
aber durch W a s s e r jedeofalls zersetzt wird. Sobald die
Bildung von freiem Kali (bei heller Rotbgliihhitze) eintritt,
mufs man bei Anwendung eisert~erTiegel vorsichtig seyn,
weil dieselben dann leicbt durcbbohrt werden. In solcheu
Fallen findet man auf dern Boden eine schwane voluminllse
1 ) Einige von mir schoo vor lhgerer Zeit gemaclite Beobachtungeo a n
salpetrigrrureo Salaen sind hitr bcigcfugt und durch Parenthese [ ] vom
Text dcr Abhandlung uoterschiedrn.
R 8.
283
B ~ ~ S S C welche
,
sich in W a s s e r theilweise uiit tiefrollrcr
Farbe ( eiseiisaures Kali) auflast.
Zur Reiudarstellung des Salzes aus dem Genienge erweist sich F i s c h c r ' s Methode wenig geeigiiet. Der Verfasser benutzte das Silber- uud Barytsalz, SO wie das salpetrigsaure Bleroxyd- Kali , welches e r durch koblensaures
Kali zersetzte. Uurch Verduiisten unter der Glucke der
Luftpnmpe, nacbheriges Trockneii in Wasserstoffgas bei gewiihnlicher Temperatur uud spater bei 100° wurde das
reine Salz erhalten.
1 ) 0,996 Grin. aus salpetrigsaurcm Silberoxyd und Chlorkalium dargestellt, und bei gew6hnlicher Temperatur getrocknet, verloren bei 100" 0,0946; sie gaben ferner 0,911
scbwefelsaures Kali = 0,1926 Kali.
2) 1,119 Grin., aus dem Bleisalze bereitet, verloren bei
100" 0,109 uiid gaben 1,074 schwefelsaures Kali = 0,5808
Kali.
3) 0,533 Grm., auf die weiterhin bescbriebene Art mit
brauiieni Rleisuperoxyd uiid verduniiter Essigsaure bebandelt, xiahmen 1,716 Bleisuperoxyd auf, eiitsprecbend 0,294
salpetriger Saure.
Hieruach enthalten 100 Tb.
1.
Salpetrige Saure
Kali
49,96
Wasser
939
2.
50,51
9,48
Die Formel K N + a q verlangt:
1 At. salpetrige Saure = 38
1
Kali
= 47
I '3 W a s s e r
= 9
94
1'
3..
40,lO
= 40,.13
= 50,OO
=
9,57
100.
Die Form der Krystalle IieEs sich nicht bestimuien. Sie
zerfliefsen a n der Luft, lasen sich in Wasser unter starker
Abliuhlung, nicht aber i n kaltem 94 procentigem Alkohol
auf. Behandelt man das Salz wit Alkohol, welcher Schwcfelsaure enthglt, so fiiidet keiue Gasentwickluog statt, aber
284
die Flussigkeit eulhslt Salpcterither. Es reagirt alkalisch,
doch weniger als kohleiisaures Kali. Seiue huflasung absorbirt lniigsam Sauerstoff. Urn die G r i r t e der Absorptioii
zu bestimnien, wurde cine besliinlnte Menge in aufgeliister
Form i i i reiiies Sauerstoffgas gebracht, uiid das Voluin des
nhsorbirtcn Gases bestiiiimt. Die Teinperatur war 15 bis
20". Aus mehren derartigen Versucheu ergab sich, daTs
sich in einem Monat 0,39 bis 1,68 Proc. des Salzes ail salpetersaurem Kali gebildet hatten.
Srlpetrigsaiires Natroo.
Die Zersetzung von salpetersaurern Natron erfolgt leichter; der Vorgaug ist ini Ganzen derselbe, nur bildet sich
kciu eisensaures Natron. L)as reine Salz wurde ausschliefslicb durch Doppelzersetzutig erhaltea.
1) 1,235 Grin., bei gewiihulicher Temperatur (in W a s serstoffgas, wie immer) getrocknet, verloreu bei 100'' n u r
O,OOl)5; durch Bebandlung mit Schwefelsaure erhielt i i i a u
1,273 schwefelsaures Natrou = 0,555 Natrou.
2 ) 1,074 Grm. verloreu iiichts, iiod gaben 1,044 schwefelsaures Natrou = 0.4.556 Nation.
8 ) 1,133 Grin. nahineii 3,91 nleisuperoxpd auf, eiitFprecbend 0,6213 salpetriger Satire.
4) 1,127 Grin. oxydirten (in wciterbiu angeftihrter Art)
1,1 i 9 Eisenovydul , entsprecbend 0,621 1 salpetriger Saure.
2.
I.
Salpetrige SStire
Natrou
41,95
3.
4.
5J,71
55,13
J4,QG
I)ie Formel N a N erfordert
1 At. salpetrige Saura
1 3) Natrou
= 38 = 55,07
--31 = 45,93
')
~
69
100.
Das Natronsalz ist also wasserfrei; seine prismatischen
Krystalle licrseu sicb nicht geuauer untersuchen. Es ist
I ) [ H e r s erhielt P U S srinem verrneinllichen Slickstoffoxyd -Natron 4 4 3
uod 44.17 P r o c . Natron. Sielie diese Ann. Bd. 12, S. 259.1
283
vollkoinmen luftbestandig, leichtliislich, wiewohl weuiger
als das Kalisalz; die Aiifl~sung reagirt alkalisch, und zieht
Iangsam Sauerstoff an. i n kalteui Alkohol ist es fast uiiIoslich.
Sttlpetrigsaiires Lithioo.
W u r d e aus dem Silbersalz und Chlorlithiuiii dargestelll.
1 ) 0,742 Grin., bei gewbhnlicher Temperntur getrochnet, verloren bei 100" 0,108 uud gaben 0,655 schwefelsarires Lithion = 0,1742 Litbiou.
2 ) 0,691 Grm. liefertea 0,102 Wasser und 0,611 s c h w ~ felsaures Lithion = 0,1626 Lithion.
1.
2.
Lithion
23,47
Wasser
lJ,55
23,53
I1,'76
Die Forrnel Li N + a q erfordert:
1 At. salpetrige Saure = 38 = 61,79
I
Lithion
= 14,5 = 23,58
=
9 =____
13,63
1
Wasser
__ __
._
61,5
100.
[ W e n n das Atomgewicht des Lithiurns = 7 ist, so giebt
die Rechnung:
JB
Gefuaden
1.
1 At. salpetrige Saure
1
t)
I
1)
Lithion
Wasser
= 38 = 61,30
= 15 = 2420
---9 =____
1450
2.
2408 2412
100.
Bekanntlich haben die ueuercn Versuche auf die Zahl 7
g e fii h r t. ]
Das Salz erscheiut als eine krystallinisclie Massc, die
sich gleich leicht in Wasser uud Alkohol aufli)st, ail der
Luft zerfliefst uiid schwach alkalisch reagirt.
62
Ydpehigsaurer Baryt.
Durch Gliihen von s a l p e t e r s a u r h Baryt erhalt mail einc
geringe Ausbeute (10-15 Proc.), weil, wie es scheiut, dic
286
Zersetzungstemperatur beider Salze sehr nahe liegt. Der
Nachtheil zu starker Erhitzang 1st deswegen hei grufseren
Quantitaten geringer. Scheidet man das unzersetzte Nitrat
zuerst durch KryPtallisireii ails iind faIIt den freieo Baryt
vorsichtig durch Kohlensaure, so liefert das freiwillige Verdunsten ein reines Salz. O d e r iiian veriiiischt die conceiitrirte Aufliisuiig (nach der Behandlung uiit Koblens2ure)
allmahlig mit kleinen Portioiien Alliohol, wodurch in1 Anfang noch etwas Nitrat krystallinisch gefalll wird, bis eiiic
flocbige Fiillung des Nitrits anfiiagt. LaCst man das Gaiizc
dann stehen, so krystallisirt das Salz theilweise heraus, walirend der Rest durch Alkohol v o l l s t ~ n d i g gefiillt werdeii
kaiin. Kocht innn ein Geinenge beider Salze mit hlkotrol,
so setzt die kochend heirs filtrirte Fliissigkeit das Salz beiin
Erlialten nb.
W e w n i a i i , wie A. S t r o r n e y e r f u r das Kalisalz passend vorgescblagen bat, den salpetersauren Baryt niit Blei
erhitzt, so erfolgt eine heftige Reactiou und man erliiilt u u r
Spuren von salpetrigsaurem Salz.
1 ) 1,3095 Grin. wogen nach dem Trocknen bei I O O ”
1,2135; sie gabeu 1,233 schwefelsaureii Baryt = 0,81127
Uaryt.
2 ) Aus 0,911 Grm. wurden 0,0663 Wasser uiid 0,661
schwefelsaurer Baryt = 0,562 Baryt erbalten.
3 ) 1,125 Grm. oxydirten 0,66 Eisenoxydul, euisprechend
0,3183 salpetriger SBure.
4) 1,265 Grm. = 0,7525 Eisenoxydul = 0,3918 salpetri
ger Saure.
1.
Salpetrige Saure
Baryt
Wasser
2.
1’
4.
30,Cl2
261,95 62,O
7,33
7,29
Die Formal Ba N + aq verlangt :
1 At. salpetrige Sgure = 39
1
Baryt
= 76,s
9
1
Wasser
123,5
j~
3.
30,96
-
= 30,77
= 61,91
= ___
7,29
I00
287
Die Krystalle sind regelmafsig sechsseitige Prismeii , die
rneist concentrisch atrahlig gruppirt sind. VVie schou erwahiit, lasen sie sich in kocbeiidem, 94 procentigem Alkohol in betrachtlicher Menge. wlhrend 1 Theil bei gewiihii-
licher Temperatur 64 Theile Alkohol zur Lasung bedarf.
Sie siiid durchaus luftbest3iidig, leicht 1i)slich und schwach
alkalisch. Uie Aufltisuiig hat keiiie Neigung, sich an dcr
Luft zu oxydiren.
[ H e I s erkielt aus seiiiem Slickstoffoxpdbaryt 61,46 Proc.
Baryt, hatte also offenbar dasselbe Salz uriter den Hgiiden.
Ich babe das Salz durch Zersetzuug des Silbersalzes
inittelst Chlorbaryum erhalteii und seiue Krystallform naher bestimint. Das System ist das sechsgliedrige. Die Krystalle sind Combinatioiieii eiiies sechsseitiien Prisinas p mit
eincm Dihexaeder d gleicher Ordnuiig; scltener tritt die
Eudflache c hinzu. 1st
d=a:a:ma: c
p =a : a : m a : m c
c = c : m a :m a : m a ,
und bezeichnet am Dihexaeder 2A den Endkantenwinkel,
2 C den Seitenkanteawink'el, a die Neigung der Endkanteu
z u r Axe, so ist:
Berechnet
1
2A
= 123O 26'
Beobachtel
122" 42'
143 8
d 2 C = 112 42
a = 21 16
37 8
d : d uber c = 37 12
*I03 36
d:c
d:p
=16L 2.1
161 0
und das Axenverhaltnils
a : c = 0,5892: I = I : '2,569.
Die Dihexaederflachen fand ich in der Regel glanzeud, die
Prismenflacben oft matt, selbst bauchig gekriimmt.]
Salpetrigsaurer Strootian.
Salyetersaurer Stroutian verbalt sich iu der H i h e wie
das Barytsalz; das Nitrit lafst sicli vom uiizerselzteu Nitrat
288
nicht durch Alkohol, i n melchein beide unliislich sind, soiidern niir durrh Krystallisiren trennen, rind auch hierdurch
nur sehr uovollkomoieii.
1 ) 0,772 vrrloren bei 100° 0,001 iiud gaben 0,7H63
schwefelsauren Stroiltian =0,44437 Strotilian.
2 ) 0,946 verloren nichls rind gaben 0,96.53 schwefclsariren Stroiitian = OlhdXj Stroiitian. U a s Salz ist also wasserfreicr S r N.
Bereclrnet I)
Gefiinden
1.
2.
I At. salpctrige Szrire =3U = 12,22
53 = 57,SU
55,56 57,66
1
Stroiitian
.90
iooT
Es sind fcine scidenglanzende Nadeln, die sich an der Luft
nicht veriiidern, in kocbeiidem Alkohol hochst weiiig, i u
Wasser sehr leiclit loslich sind und kauin alkalisch reagiren.
-
1)
Srlpetrigsnurer Kalk.
Salpetersaurer Kalk entwickelt Sauerstoff und Stickstolfoxyd sclioti bevor die eanze Mosse gesclilnolzen ist , urid
liefert Iiochst weiiig salpetrigsaurcs Salz. Das durch Doppelzersetzuiig aus deiii Silbersalz crhalteiie wurde analysirt.
I ) 0,679 vrrlorc~ii bei 100” 0,0825 ’) und gabeii 0,613
schwefelsnuren Kalk = 0,252 Kalk.
2 ) 0,793 liefcrteii 0,0965 W a s s c r und 0,7165 schwcfelsaureu Kalk = 0,295 Kalk.
Hiernach enthSlt dns Salz 1 At. W a s s e r und ist C a N + a q .
Bereclinet
1 At. salpetrige S l u r e
1
Kalk
I
Wasser
))
12
= 38 =
= 28 =
=9=
50;6‘7
37,33
12,OO
75
100.
Uudeutlich krystallinisch, leicht zcrflielsend
lich in Alkohol.
1 ) Hr. L a o g liar Sr = 4 3 , 6 i l J angenommea.
2 ) Irn Original rilsclllich 0,9&25.
Gerunden
1.
2.
37,Il
37,20
12,15
12,16
iiiid
wenig las-
289
Salpetrigsaiire Magnesia
wiirde aus dem Barytsalz dargestellt. D e r Wassergehalt
lefst sich durch Erhitzeu auf 1 0 0 O nicbt bestimmeu, weil
hierbei schon eiiie Zersetzung eiritritt.
1) 0,776 hinterliehen beiin Gliilieii 0,179 Magnesia.
2) 0,393= 0,137 Magnesia.
3) 0,549oxydirteri 0,172 Eisenoxydul, eutsprechend 0,249
salpetrige Slure.
Dermach enthall das Salz 3 At. Wasser, ,MgN 3aq.
+
Bereelmet
Gefunden
1.
2.
3.
1 At. salpetrige S. = 38 = 44,70
45,35
1
Maguesia
= 20 = 23,53 23,19 23,l
3
Wasser
=27
= 31,77
85
100
BIat terig-krystalliuische Masse, welche zerfliefst. Giebt bei
10Uu Stickstoffoxyd; auch die wlsserige Aufliisiiiig zersetzt
sich beim Kocheu.
y
11
Salpetrigsnures Zinkoxyd
wurde wie das vorige dargestellt. Uas Verdalapfeu m u h
ohiie Anwenduug von W a r m e gescheheu, wiewohl selbst
dauu ein kleiner Theil zersetzt wird.
Zur hualyse wurde das Salz gegliiht.
Berechoct
1 At. salpetrige S l u r e = 38 = 36,02
1
Zinkoxyd
= 40,5 = 38,39
=
27_ =_25,59
3 Wasser
~
_
1)
1~
105,5
Gefuodeo
2.
1.
37,55 37,73
_
100
Es gleicht dem Magnesiasalze. Beim Erhitzen auf looo oder
beim Kochen der Auflbsuug bildet siclr uuter Eutnickelung
von Stickstoffoxyd ein basisches Salz. Seine Auflbsung wird
von Alkohol uicht gefillt; beim Erhitzeu der Mischung entstebt eine Fallung, die ein basisches Salz‘zu seyii scheint,
spater jedocb die Saure gauz verliert.
Poggendorff’s Aonrl. Ed. cxf’lI1.
19
290
Salpetrigsaures Maognnoxgdul.
Es Ialst sich in fester Form nicht darstellen, weil tinter
alleii Umslsnden die Ssiire zersetzt und dunkelbralines Mangauosyd abgeschieden wird.
Salpelrigyaiires Koballoxyd.
IJas Rnrytsalz wird POII schwefelsaurein Kobaltoaytl
langsain zersetzt ; es entstelit eine duukelbraiine Aufliistini;,
die beim Verdtuns~eu kleine schwarzbrauue Krystalle odcr
Krusten bildet. 1)iese liiseii sich leicht i n Wnssctr init glcicher Farbe, gebeir aber init Kali eiiicn schwnrzeii Niederschlag von Koballsesquioxyd, so dals es scheint, als verbiode sich salpetrige Saure nicht uiit Kobaltosyd.
Salpeirigsaures Nickeloxyd.
Aus d e n Bargtsalze uud durch Verdunsten der Aufliisting bei gew6hnlicher Temperatur.
Es verliert bei 100'' nichts am Gewicht und hinterlakt
beiui Gluhen Nickeloxyd, ist also NiH.
Bcreclinet
1 At. salpetrige S u r e
1
Nickcloxgd
'1
= 38 = .50,67
=-37 =-___
49,33
Gcfunden
1.
2.
J8,W
18,92
75
100
Es ersclicint als rothgelbc Krystallrioden, die luftbestandig sind und eiue Teinperntur voii mehr als 100" obiie
Zerselzung ertrngen, wahrend dieselbe in der Aufllisung
schon bei 80 bis 90" eiutritt. Letztere ist grtin uud wird
von Alkohol nicht gefallt, giebt dann a b e r beim Erbitzen
eineu gruuen Niederschlag. In Ainmoniak liist es sich mit
blauer Farbe auf.
Yalpelrigsaures Eiseooxydul.
Beim Vermischen der Auflostingen voa salpetrigsaurem
Kali und schwefelsaurem Eisenoxydul entsteht eine Gasentwickelung und eiu brauugelber Niederachlag.
291
Salpetrigsaures Kupferoxyd.
Aequivalente Meugen von Barytsalz und von schwefelsaurcin Kupferoxyd geben eine schwarzgrline Ldsung, welche beim Verduiisteii basiscb salpetersaures Kupferoxyd uud
Stickstoffoxyd liefert. Beiui Kochen VOII salpetersaureui
Kupferoxyd init inetallischem Kupfcr eutsleht kein Nitrit,
wohl aber Kupferoxydul. Kiipferchloriir und ein salpetrigsatires Salz bildeu augeublicblich basisch salpetersaures Kupfer oxyd.
Sdpetrigsaiires Kadmiiimoxyd.
Aus dein Barytsalze dargestellt. Verhalt sich i n der
W a r i n e gleich dem Zinksalz. Aus dein durch W h e n erhaltenen Gewicht der Basis folgt, dafs es 1 At. Wasser entaq.
hslt, 6 d N
+
Gefunden
Berechnet
1 At. salpetrige Saure = 38 = 34,23
1
Kadniiuinoxyd = 64 = 57,66
- 9 = 8,11
1 11 Wasser
-_
111
1 0 0
11
2.
1.
57,29 57,20
Blahgelbe krystalliuische Salzmasse, die a n der Luft feucht
wird uud iu wasseriger Lbsuug sich leicbt zersetzt.
Salpetrigsaures Bleioxyd.
Die hierhergehbrigen Verbindungen sind mehrfach ausfuhrlich uutersiicht k o r d e n I ) .
Zersetzt uiau das Silbersalz mittelst Cblorblei , so eotsteht eine gelbe Auflosung, welche ohne Zersetzung nur in
der Kslte verdunstet werden kann.
In zwei Versuchen wrirde das Bleioxyd durch Gliihen
bestimmt; in einem dritten nahmen 0,861 Grm. 1,265 Bleisuperoxyd auf, entsprecheud 0,201 salpetriger S h r e .
+
Eothiilt das Salz 1 At. Wasser, P b N
aq, so hat man:
1 ) Siehe Th. B r o m e i s in den Ann. d. CL. und Ph. Bd. LXXll S. 38.
19
*
292
Bercchact
Gefunden
1.
2
3.
1 At. aalpetrige S. = 38 = 23,96
23,31
1
Bleioxyd
= 111,5 = 70,35 69,91 69,96
1
Wasser
_ _9 = 5,6Y
l%,5
100
Gelbe krystallinische Rinden, leicht laslich in Wasser. Die
Aiiflbsung zersetzt sich beirn Erhitzen.
IJ
-
Salpefrigsaures
Quecksilberoxydiil itnd Oxyd.
Salpetrigsaures Kali giebt mit salpetersaurem Quecksilberoxydul eine grauschwarze Fallung voti metalliscbein
Quecksilber uiid eine Entwickeluiig von Stickstoffoxyd. Bei
einem Ueberschurs des erstereii enthalt die Flussigkeit uur
etwas Quecksilberoxyd.
Die durch Verinisclien der Auflgsungen des Silbersalzes
uud Quecksilberchlorids enlstehende farblose Lihnug zersetzt sich beim Verdunsten, uud es bildet sich ein gelbes
Salz, wahrscheinlich Hg3 N + aq.
Snlpetrigsmires Silberoxyd.
Dieses Salz ist durch die Arbeiten V O R M i t s c h e r l i c h
uud F i s c h e r bekanut. D e r Verfasser bestatigte, d d s es
wasserfrei ist, und fand i n zwei Gliihversuchen 70,06 und
'i0,07 Proc. Silber.
Die Verbindung Ag N fordert
1 At. aalpetrige SBure = 31)= 24,68
=--I16 = 75.32 = 70,13 Silber
I 11 Silberoxyd
154
100
-
Das trockene Salz zersetzt sich erst bei 1.10 bis 150°,
die Auflbsung jedoch scbon unter loon, so d d s mail beim
Umkrystallisirea Verlust erleidet.
[ D i e Krystalle lrind uach meineu Beobachtnngen wahrscheinlich aweigliedrig; sehr diinue rhombische Prismen p,
durch Ausdehniing einer Flache oft tafelartig, mit einer aof
293
die scharfeu Kauteu aufgesetzten Zuschlrfurig q I).
das erste und q das zweite zugeh6rige Paar, so ist
Bereehnet
1st p
Beobrchtet
p : p an a =
* 1210 33'
b = 58'27'
q:q
c =
*98 30
b = 81 30
P:Q
= 108 36
10s bis 1 0 9 O
Das Verhaltuifs a : b : c ware = 0,559 : I : 0,861.]
'1
))
Salpetrigssiires Ziooorydul
Iafst sich gleich dem Eiseiioxydulsalze uicht darstellen.
Salpetrlgsaure Doppelsalze.
Die Neigring der salpetrigen Saure zur Bildung derselbell ist schon von den obeu genannten Cbemikern hervorgeboben worden, und es wurden davon inehrere mit dein
KalisaIz dargestellt.
Si-dpet,rigsaures Earyt- Kali.
Es liefs sicb nur aus deu beiden Salzeii rein darstelleii.
1 ) 1,243 verloreti bei 100° 0,039 und gaben 0,691
schwefelsaureu Baryt = 0,454 Baryt uud 0,514 schwefelsaures Kali = 0,2% Kali.
2 ) 1,112 = 0,05 W a s s e r , 0,619 schwefelsauren Baryt
= 0,4066 Baryt; 0,466 schwefelsaures Kali = 0,252 Kali.
Es ist also (KN +Ba fi) + aq.
Gefunden
2 At.
1
1
1
JJ
11
)J
salpetrige Saure = 76 = 36,45
Kali
= 1 7 = 22,s.i
Baryt
= 76,5 = 36,69
- 9 = 4,32
Wasser
208,5
100
--
1) Letztere rind Sufserit klein unll so
1.
2.
22,36 2 a , a
36,52 36,56
4,42 4,49
unvollkomrnen ausgebildet, drfs er
zweifelhaft bleibt, ob sic geradc rufgesettt rind.
294
Lange, feiiie, stralilig griippirte Nadela, die luftbcstaodig,
leichtlfislich, in Alkohol vollkomlneti utiloslicli sind.
Aehrilicti verhalt sich daa Stronfiandoppelsalz; cbeuso
das Kalk- rind Magnesiasalz, die jedoch zerfliefslich sind.
Salpetrigsairres Ziokoxyd- Knli.
Es wurde aiis salpetersaurem Zinkoxyd, iiberschussigeln
salpetrigsaurein Kali und Verdunsten iu der Kaltc (iinch
Abscbeiduug des Salpeters) zur Syriipsconsistenz erhalteri.
1 ) 1,069 gaben 0,242 Ziukoxyd und 0,534 sclhwefelsciures Kali = 0,288 Kali.
2 ) 1,307 = 0,3015 Ziukoxyd; 0,655 scbwefelsaures Krrli
= 0,354 Kali.
3) 0 , i i 9 oxydirten 0,634 Eisenoxydul = 0,3346 salpetrige Saure.
ES
ist also (KN+ ZDNI -+ aq.
Gefondcn
1.
2.
3.
2 At. salpeirige S. = 76 = 44,66
448
= 47 = 27,25 26,94 27,09
1 u Kali
40,5 = 23,48 22,63 23,07
1 >) Zillkoxyd
9 = 3,21
1
Wasser
li2,3
100
Schwach gelbe, kurze rhouibischc Prismen, die sich schou
uuter 100" zersetzen, leicht in Waaser IOseu, an der Luft
zertliefsen. Beim Kocheo der Aufldsung schlagt sich basiscb salpetersa u res Zio lio xy d uieder.
JJ
--
-
Yalpelrigsaures Manganoxydul Knli.
Es gelingt nicht, die AufIOsung ohue Z e r s e f z u q zii verdunsten.
-
Salpetrigsairres Nickeloxyd Kali.
Beim Verduiisten der Aufldsuog von essigsaurem Niirkelosyd und tiberschussigem salyetrigsaurein Kali bei gewbbnlicher Teniperatur erhalt man das Doppelsrrlz.
295
1) 0,945 verloren tiichts bei 100". Das Nickel wurde
durcli Schwefelaminoiiiuin gehllt utid d a m in Oxyd verwandclt, dessen Menge 0,145 betrug. Das Filtrat lieferte
0,662 schwefelsaures Kali = 0,358 Kali.
2 ) 1,172 verloren bei 100" 0,0015 und gaben O,li3
Nickeloxyd und 0,8255 schwefelsaures Kali = 0,446 Kali.
3) 0,847 oxydirteu 0,731 Eisenoxydul = 0,3979 salpetrige Saure.
Hieriiach ist es 2 K
Ni N.
+
Gefunden
1.
3 At. salpetrige S.
2
Kali
1 *' Kickeloxyd
'1
= 1 I d = 46,53
= 94 = 38,37
'=
37 =-~15,lO
-
2.
3
46,97
37,99 38,19
15,35 14,78
245
100
Es bildet brauiie octaedrische Krystalle, die sich mit griiner
Fnrbe aufl6seii. K d i schltigt a u s der L6suiig griines Nikkeloxydhydrat iiieder. Dieselbe wird durch Kocheti fast
uicht zerselzt. Schwefelwasserstoff R l l t das Nickel vollstaudig uiid veranlafst die Bilduiig von Ammoniak. Das
Salz ist uoli)slich in Alkohol, zerselzt sich aber beiin Kocheii mit demselbeii tinter Abscheidutig v o n basisch salpetersaurem Nickeloxyd.
[Dieses s c h h e Doppelsalz ist zuerst voii F i s c h e r dargestellt wordeu. Seine Krystalle eind nach meineii Messuogen teguliite Octaeder, welche beim Aufbewahren iiber
Scbwefelsaure Glauz uiid Durchsichtigkeit behalten.
1,759 decl tiber Schwefelsliire getrockneten gepulverteii
Salzes erhitzte ich mit Schwefelsartre uod erhielt 2,162 Hlickstand, der, in Wasser und Chlorwasserstoffs2ure aufgelilst,
mit Cblorbaryuni 3,672 schwefeleauren Baryt = 1,2355
Schwefelsaure und, nach Abscheidung des Baryts, 0,272 Nikkeloxyd gab, also 0,6545 Kali enthielt. Es sind tiiitbin
Kali
37,21 Proc.
Nickeloxyd 15,47
gefunden. Erhitzt inau das trockeue Salz bis I J O O , so wird
es dunkelroth, verliert mehrere Proc. am Gewicht, lbet sich
296
aber dennoch, und zwar uuter starker Abkiihlung, in Wasser mit grtiuer Farbe auf.]
-
Yalpetrigsaurer Nickeloxyd Baryt.
Durch Vermischen von essigsaurem Nickeloxyd und salpetrigsaurem Barpt in aufgelilsler Form entsteht uach einiger Zeit ein hellrother h'iederschlag, der sich fest an die
Gefafswande aiisetzt.
0,698 verloren bei 1000 0,001 und gaben 0,0815 Nikkeloxyd und 0,528 schwefelsauren Bnryt = 0,317 Raryt.
Es ist deinnach 2 Ba N
3 At. salpetrige S.
2
Baryt
)J
1
Nickeloxyd
+ Ni N.
= 114 =
Gefunden
37,50
50,33
d9,S
=_37_=_ _
12,17
_
11,99
- 153 =
304
100
Das Salz last sich mit grUuer Farbe.
Durch Vermiscben von essigsaurem Nickeloxyd wit salpetrigsaurem Baryt-Kali ' ) entsteht sogleich oder spiilcr eiu
brauulich-gelber Niederschlag, der unter dem Mikroskop
hrystalliuisch erscheint.
1) 1,007 verloren bei 100'' niclils; sie gaben 0,134 Nikkeloxyd, 0,423 schwefelsauren Baryt = 0,2778 Baryt und
0,315 schwefelsaures Kali = 0,1703 Kali.
2) 1,211 = 0,159 Nickeloxyd, 0,5107 scbwefelsaiiren Bnryt = 0,335Baryt; 0,378 schwefelsaures Kali = 0,201 Knli.
Eine Verbindung aus je eiuem Atom, K N +Ba N +Ni fi
hat folgende Zusammeusetzung:
Gefuoden
1.
2.
3 At. salpetrige Saure = 111 = -11,50
1
Kali
= 47 = 17,15 16,91 16,82
1
Baryt
= 76,5 = 27,A8 27,FjS 27,66
1
Nickeloxpd
=37 =13,47 13,30 13,13
274,5
100
)J
))
JJ
1 ) Oder yon rdpetrigsrurem Nickcloryd-Kali uod esrigr~uremBaryl.
297
Das Salz ist in kaltem Wasser schwcr laslich, leichter in
heifsem, und scheiut dadurch nicht zersetzt zu werden.
Salpetrigsaures Kadmismoxyd-Kali.
Beide Salze verbinden sich iu zwei Verhaltnissen; man
e r h l t sie aus essigsaurem Kadrniiirnoxyd und iiberschiissigem salpetrigsaurein Knli. Bei freiwilligein Verdunsten bilden sich zuerst prisinatische, sptiter tafelartige Krystalle voii
schwach gelber Farbe.
A . Prismatisches Salz.
1 ) O,iO.t, die bei 100" nichts vcrloreii, gaben 0,2704
Schwefelkadmium = 0,2403 Oxyd, uiid 0,329 schwefelsaures Kali = 0,177 Kali.
2 ) I,O$6 = 0,J 12 Schwefelkadmium = 0,366 Oxyd, und
0,497 schwefelsaures Kali = 0,2687 Kali.
3) 0,851 oxydirien 0,661 Eisenoxydul = 0,3504 salpetrige Szure.
Es ist demnach K N + Cd N.
Gefunden
1.
2.
3.
2 At. salpetrige S. = 76 = 40,63
41,17
1 y Kali
= 47 = 25,17 25,13 2-1,97
1
Kadmiumoxyd =__
64 = 3420 34,13 34,Ol
187
100
Es sind diinne, stark glanzende, vierseitige Prismen, die sicb
leicht in Wasser 1i)sen. Die Auflasung wird durch Kocheri
nicht zersetzt.
B. Tafelartiges Sals.
1 ) 1,106 = 0,2872 Schwefelkadurium = 0,2553 Oxyd,
und 0,6965 schwefelsaures Kali = 0,3766 Kali.
2) 1,236 = 0,327 Schwefelkadmium = 0,293 Oxyd, uud
0,786 scbwefelsanres Kali = O,JP5 Kali.
1)
Es ist demoach 2 K N + C d N .
3 At. aalpetrige SBure
2 , Kali
1
u
Kadmiumoxyd
= 114 = 41,91
-
94 = 34,56
=64=23,53
2i2
Gefuodeo
1.
2.
31,05 34,38
23,08 23,70
298
Ijiel's Salz ist leicbter liislich als das erste uud bildet
rechtwiiiklig vierseitige Tafeln. Beirii Verduosteii seiner
Aufliisuiig schiefst zucrst wieder prisinatisches Salz. an. Es
reagirt alkalisch.
-
Salpetrigsaures Kobaltoxyd Kali.
Lafst sich in fester Form nicht darstellen, da die Aufliisung beiln Verdunsteo sich gleicb der des einfacbeii Kobaltsalzes rascli zersetzt.
Salpetrigsaures Rleioxyd -Kali.
Durcb Vermiscbeii von essigsaurem Bleioxyd init iiberschiiasigeiii Kalisalz erlialt riiati ciii Doppelsalz, dessen Analyse folgcnde Resultate lieferte:
1 ) 1,208 verloren bei 100" 0,0445 uod gaben 0,745
schwefelsaures Bleioxyd = 0,548 O x y d und 0,424 schwefelsaures Kali = 0,2293 Kali.
2 ) 1,117 = 0,043 W a s s e r , 0,6897 schwefelsaures Bleioxyd = 0,5076 O x y d , 0,394 schwefelaaures Kali = 0,213
Kali.
3) 0,66i nabmen 1,657 Bleisuperoxyd auf, entsptecheiid 0,263 salpetriger Saure.
4) 0,945 = 1,836 Bleisuperoxyd = 0,291 salpetriger
Saure.
Es ist also ( K N
f
Pb
i;ij + aq.
Grfuodco
1 3.
2. 4.
2 A t . salpetrige Saure = 76 = 31,19 30,j-l 30,79
I
Kali
47 = 19,33 18,98 18,91
1
Bleioxyd
= I 1 l,5 = 45,79 45,36 45,43
9 =___
3,68 3,68 _3_
,N
I
Wasser
243,5
I00
98,56 98,97.
Das Salz bildet gelbe rhombische Prisineu, welche sich
leicht in W a s s e r 18sen; die Auflosung erleidet beim Erhitzeii uur eine geriuge Zersetzuug und reagirt neutral.
W e n d e t mail salpetersaiires Blcioxyd statt des essigsaureu an, so bildet sich, wenn nicht sehr vie1 vom Kalisalz
))
'1
11
-
-
299
hinzukomiiit, gleiclifalls eiii gelhes Snlz, jedoch VOII aiider r r F.orm und Zusammeusetzung. D e r Verfasser schliefst
aus seiiieii Aiialysen, dafs es cine Verbindung von salpetersaurcm und salprtrigsaureln Bleioxyd sey, gemafs der
Forrnel
[(K N + I.’b N)+ 2 ( K N + P b N)]
+ 3aq.
Gefunden
1. 3.
2. 4.
4 At. Salpetersaure = 108 = 14,16
4
salpetrige Saurc = IS2 I= 19,92 20,67 19,70
Kali
= 141 = 18,32 16,64 18,dH
3
3
Bleioxyd
= 3343 = .1:3,86 43,63 43,67
3
Wasser
=27 L-3,3J
3,51 3,49
1’
*I
762,5
100.
Concentrisch gruppirte feine Nadeln, schwerer Itislich
als das vorhergehende Salz, dein es sonst sehr ahiilich ist.
Dutch Zcrsetzuiig mit kolilensaureni Kali erhiilt man Salpeter beim Verdnnsten.
Es scheirit noch eine andere hellere Verbindung zu geb e n , welche reicher an Nitrat ist.
-
Palpetrigmmres Quecksilberoxyd Kali.
Atis salpetersaurem Quecksilberoxyd und aberschiissigem
Kalisalz resultirt eine gelbe Aufldsung, die beim Verdunsten zieinlich gute Krystalle liefert.
1 ) 1,145 lieferteu 0,489 Quecksilber = 0,528 Oxyd.
2 ) 1,314 gaben 0,664 Scbwefelquecksilber und 0,478
schwefelsaures Kali.
3) 0,783 nabmeu 1,597 Bleisuperoxyd auf.
Es ist also K $ +
H g N.
Gefunden
1.
2
3
2 At. salpetrige Sailre = 76 = 3230
32,42
1
Kali
= 47 = 2035
20,Ol
1
Quecksilberoxyd= 108 =
46,75 46,Il 47,03
231
100.
Es bildet strohgelbe rhoinbischc Tafeln oder niedrigc
J)
1)
300
I’risiiicu, die sich leiclit i n Wasser liisen. Die Aufliisring
rengirt neutral und bleibt beim Erhitzen unverandert. I n
Alkohol ist es unldslich.
Salpetrigsnures
Silberoxyd -Kali.
Aus ealpetersaurem Silberoxyd und uberschiissigem Knlisalz eutsteht eiii hellgelbes prisuiatisch krystallisireudes Dopyelsalz.
1 ) 1 , 0 i 7 gaben 0,041 Wasser, 0,618 Chlorsilber, 0,372
schwefelsaures Kali.
2 ) 0,963 = 0,036 W a s s e r , 0,533 Chlorsilber, 0,329
schwefelsaures Kali.
Es ist folglicb (K $ + Ag N)
+ aq.
Gefunden
=
2 At. salpetrige Saure
1
Kali
1 u Silberoxyd
1 ~8 Wasser
76
= 47
= 116
- 9
1J
= 30,65
1.
2.
= 18,95 18,66 18,48
= 46,77 46,33 16,42
= 3,63 580 3,74
--~
2-18
100.
In Wasser wird es iiufserlich weirs, l&t sich aber vollstiindig; bei grofsen Mengeo Wasser jedoch scheidet sich
salpetrigsaures Silberoxyd aus. Die Aufliisung zersetzt sich
beiui Kochen.
~~
Doppelsalze iiiit salpetrigsaurein Natron existireu, lasscn
sicb jedoch nicht i n fester Form darstellcii, soiiderri zersctzcii sich haufig init grofser Leichtigkeit. Auch mit dew
Aininoniaksalze liefsen sich keine gut krystallisirte reiue
Doppelverbindungen darstellen.
Qiiaotilative Beslimmitog der snipelrigen Siltire.
Der Verfasser bespricht zutiachst die verschiedenen Reagcutien, n i e Harnstoff, Chrotnsaure, Bleisuperoxyd, und
findet letzteres zur Bestimlnung der Saure am verwendbarsten. E r eriunert jedocb daran, d a t es hierbei kein bestitnlntes Kriterium zur Erkeunung des Zeitpunktes giebt,
301
bei welchen die Reaction vollendet ist. Aufserdem wendet
e r in diesern Fall Essigsaure zur Zersetzung a n , verduiint
aber die Auflbsung des Salzes so, M s 1 Grm. desselhen
auf 100 CC. Wasser koinmt. Er Igfst dieselbe rnit dein
Superoxyd bei 30 bis JOo zw6lf Stuuden in Beriibrung und
fiihrt eine Reihe roil Versrichen an, die im Ganzen befriedigende Resultate ergebeii, jedoch stets etwas wenigcr salpetrige Sarire liefern, als die Rechnring fordert.
Schon P B a n d c St. G i l l e s I ) hat das iiibermangansaure
Kali volumetrisch zur nestirnmung der salpetrigen Slirre
benutzt, dabei aber bemerkt, daCs der Endpiinkt cler Rcaction nicbt rnit Schiirfe hervortrete. D e r Verfaaser mnchte
die Auflbsung des tibermangansauren Kalis durcb Schnefelsaure saucr, uiid erwarmte die des salpetrigsauren Salzes auf 40 bis S O " , allein der Erfolg w a r nicht giinstiger,
und die approxiinativen Resultate verdienen nicht angrfiilwt
ZII werden.
Der Verfasser versuchle auch die Zodsuirre fur seiiieii
Zweck. Eioe verdutinte Aufliisung derselben iind eine eben
solche des salpetrigsauren Salzes zersetzeii sich, wic es
scheiut, scbnell und vollstandig. Er bat indessen die Geuauigkeit dieser Methode nicht weiter untersucht.
Alle diese Methoden, welche sich auf die Reducfionswirkung der salpetrigen S l u r e griiiiden, haben den Uebelstand, dare lctztere im freieu Zustande vorhauden seyn
muls, was iuimer Anlafs zu Verlusten giebt. D e r Verfasser karn datier auf den Gedanken, die Oxydationswirkunag
der SBiure zu gleichem Zwecke zu benutzen, und priiftc
die Eisenoxydulsalse in ihrem Verhalten in den Nitriten,
indem e r folgendermaben verfahrt.
Eine tubulirte Retorte, an deren Hals ein L i e b i g'sches
Rohr, welches Wasser eothalt, angeriigt ist, steht mit eineni
Wasserstoffapparat i n Verbindung, dessen Gasrohr dicht
unter dein Kork des Tabulus miindet. Letztcrer nimint i n
gleicher Art ein zweitea Robr auf, das am anderen Endc
sich in ein durch eine Klemtne geschlossenes Kautschuk1) Compt. rend. X L V l , 62i.
302
rohr verliiugert. Mau stellt die Retorte so, dafs ihr Hals
ein weenig aufgerichtet ist, urid bringt eine bestiirruite Menge
eiiier schwach saureii Aufliisuiig von Eiseuchlorur hinein ' )
deren Gehalt uninit telbar vorher ermittelt ist. Nachdeiii
die Luft aus dem Apparat verdrgngt ist, wird die W a s serstoffentwicklung verstarkt , uiid das salpetrigsaure Salz
i i i einein Rbhrch-en durch den Hals der Hetorte eingehracht, worauf inon die Wirkung durch ein Waoserbad
befiirdert. Nach eiuer Viertelstunde h a t die Stickstoffoxydeiitwicklung aufgehiirt ; man IiiCst deli Apparat abkiihlen,
uiid briiigt init Hiilfe einer Pipette durch das zweite Robr
rauchcnde Chlorwasserstoffsaure (das doppelte Voluni der
Eiseiiliisong) hinein, wobei inan uicht zu fiircliten hat, d a k
nttnospharische Luft in die Retorte gelangt. Durch Koclieii
treibt mail das iii letzterer befindliche Stickstoffoxyd aus,
lafst erkalteu uiid bestimmt iu der stark verdiinnten Fliissigkeit das iibrige Eiseuoxydul.
Die Methode griindet sich darauf, d a h 1 At. salpetrige
Saure und 2 At. Eisenoxydul sich in 1 At. Eisenoxyd uud
1 At. Stickstoffoxyd verwandelu. Die zur Priifung der Methode angestellten Versuche ergabeii ilnlner etwas mehr salpetrige Saure, als die Rechnung forderte, so dafs nur die
kiirzere Zeit, in welcher ma11 das Resilltat erhall, dieseiii
Verfahren einen V o n u g vor dem mit Bleisaperoxyd geben
kbnnte, welches iiberhaupt danii allein anwendbar ist, wenn
gleichzeitig Salpetersaure vorliauden ist.
- - .-. -__
Am Schlufs seiner Abhandlung hebt der Verfasser die
Analogie zwischeii den Verbindungen der salpetrigen, chlorigen uiid untersciiwefligen Saure hervor, uud bespricht die
Ansichten uber die Coustitution der salpetrigen Satire.
I ) Der Vedasrer
Erfolg beouttt.
hat
auch schwetelwurer Eiscooxydul-
Kali mit gutem
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