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Beitrag zur Kenntniss von in Schweden vorkommenden Yttrotantaa - und Yttroniob-Mineralien.

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278
goniometer mir nicht recht brauchbar vorkam, wieder die
ebenen Winkel zur Bestimmung der Flache gemessen und
gebe darnach die Fleche a h die mit den Werthen (+a:&b: 3c).
Ich fand nemlich den ebenen Winkel auf P 00x1 den Kanten
P :M und P der fraglichen Fllrche gebildet 129-130°, den
der Fbche in ibrer Kante mit M (an einer Steile war 5
von ihr verdrflngt) und der Kante M : P gebildeten zu
119 120°, woraus sic6 obiges Zeichen abteiten IlCst. Nur
an einer einaigen Stelle konnte ich mit dem Anlegegoniometer beikommen, urn den Winkel der Flache gegen P zu
messen, wiewohl ich das eine Lineal nur sehr k u n auflegen konnte. Ich erhielt etwa 119O als Neigungswinkel, was
mit jenem Werthe der Fliiche ziemlich stimmt, wiewohl
gerade bei diesem Winkel ein kleiner Fehler schon sehr
vie1 fur den Werth von c andert.
-
--
VIII. Beitrag zur Kenntnqs von in Schweden ~ o r kornmenrlen Yttrotarital- und Yttroniob-ll.3ineralien;
aon A. E. N o r d e n s k j b l d .
(Der Akad. der Wiasensch. in Stockholm vorgetragen den 11. Jan. 1860.)
S c h o n im Jahre 1815 wurden die zu Ytterby vorkommenden yttererdehaltigen Tantalmineralien von B e r a e 1i u s untersucht. Er unterschied sowohl nach dem Aeufsern als
nach der chemischen Zusamtnensetzung dieser Mineralien
drei verschiedeue Varieraten, nlmlich uschwarzen rc, .lgelben n
und dunklen rc Yttrotantalit, doch scheint er die Verschiedenheiten derselben nicht fiir so bestsndig angesehen zu baben,
urn diese drei verschiedenen Varietaten als drei verschiedene Mineralspecies zu betrachten. Nimmt man zwei in
H. Rose’s Laboratorium ausgefuhrte Analysen aus, die eine
31
279
von gelbein Yttrotantalit von C h a n d l e r , die aiidere von
schwanein Yttrotantalit voii v. P e r e z , so wnrde eine chemische Uiitersuchung dieser seltenen Mineralien nicht wiederholt, trotz der erweiterten Kenntnifs, welche man spater
von den Sauren erhielt, welche 1815 unter dem Name11
TaiitalsSure zusamine~~gefafst
wurdeii. Da man aufserdem alle
vollut~utligerenAngaben iiber die Krystallfom des Yttrotantalites entbehrtc, so iiabm ich mir vor, den besonders reichen
Vorra th an Yttrotantalit ini Mineraliencabiuet des Keichsinuseuiiis zu darchsuchen, theils urn wo mirgIich eiuige bestiininbare Krpstalle anzulreffen, theils uin auszumachen, ob
diese chemisch so verschiedenen Mineralieii wirklich allmahliche Uebergange in ciiiander bildeten. Dabei fand ich,
dafs wenigstens zwci, i n krystallograyhischer Hiusicht ganz
verschiedene Yttrotantallnineralien zu Ytterbg angetroffen
worden ~varen,niiiiilich ein rhombisches und ein tetragonales.
Das rhombische Mineral, B e r z e l i u s schmarzem Yttrotantalit entsprechend, enthalt, wie schon die Untersuchungen
in H. R o s e ’ s Laboratorium erweisen, wirklicli Tantalsaure;
das tetragonale dagegen, oder B e r z e l i u s dunkler Yttrotantafit, enthdt keine Tantalsaure, sondern Niobsgure, und
stimnt init dein Fergusonit von Griinland iiberein. Gleichzeitig als ich, uni auszuniachen, welchcr von diescn, in krystallographischer Hinsicht viillig verschicdenen Mineralien,
E c r z c l i u s Analysen angehiirten, die Yttrotantalarten von
Ytterby einer chemischen Analyse unterzog, anaIysirte ich
auch eine Yttrotantalart, die ich in einem neuen Mineralienbruch in der Gegend des alten KIrarfsbruches angetroffen
hatte. Dieses Mineral, aul’serlich dem schwarzen Yttrotantalit von E’tterby :ihnlich, erwies sich doch bei nliherer Untersnchung als eine neue, bisher nicht beobachtete Verbindung von Tantalsaure, Yttererde u. s. w., fur die ich den
Namen Hjelrnit vorschlage.
Die bisher in Schweden gefundenen, ndher untersuchten
Verbindungen von Tantal - oder Niobsaurc mit Yttererde,
zerfallen also in folgende drei Aricu.
280
1.
Yttrotantalit.
Von diesem Mineral kommen zwei ungleiche, zielnlich
scharf getrennte Species vor, namlich eine schmarze krystallisirte, und eiue gelbe amorphe, entsprechend B e r z e l i u s
schwarzela und gelbem Yttrotantalit. Die schwarze krystallisirte Varietat ist bisher nur zu Ytterby gefunden warden und besteht aus I ) :
I 2).
Tantalsaure
53,91
Wolfrnmsliure 7,80
Gadoliniterde 19,15
Kalkerde
5,91
Eisenoxydul
2,98
Uranoxydul
0,45
Talkerde
Kupferoxyd
Wasser
5,43
95,63
-
113).
I11 4).
55,40
56,56
0,57 (mit Sn) 3,87
20,07
19,56
7,13
427
5,94
8,90
3,72
0,82
1,32
0,38
Spuren
5,54
6,68
100,07
100,66
Die gelbe amorphe oder undeutlich krystallisirte Varietlt
des Yttrotontalites von Ytterby wurde analysirt von B e r z e l i u s (IV und V) und von C h a n d l e r (VI):
1 ) Der Vollstiindigkeit wegcn fiiQe ich bier auch die Slteren frGher ver6ffentlichten Analysen auf. B e r z e l i u s sah den Wansergehalt der Yttrotantale als cufillig an , und nahm ihn defnhalb niclrt in die Angabe der
procentaleu Zusammensetzung des Minerales auf. Alle Analysen sind
hier auf das wasserhaltige Mineral reducirt. Der leiclrtern Verglsichung
wegen wird das Eisen uod Uran iiberall als Oxydul gercchnet.
2) Afhandl. i Fys. Kemi och Miner. Del. 4, Stockholm 1815.
3) Pogg. Ann. Bd. 72, S. 155 ( 1847). Bei zwei anderen Versucheo
erhielt v. Peres 4,86 and 3,8 Wasser.
4 ) Bei dieser, eben so wie bei den iibrigeo durch mich aosgefiihrten Yttrotantalanalysen wurde das Mineral dnrch Gliiben mit saurem schwefelsaurem Kali cersetrt. Die erhaltene unreine Tantalsiure wurde r o n neuern
gegliiht: 1 ) mit einem Gemenge von Schwefel und kohlensaurem Natron,
2) mit doppelt scbwefelsaurem Kali. Die Yttererde wurde dnrcb Oxalriurc abgeschieden , dar Uranorpd rom Eisenoxyd durch kohlensaures
Ammoniak getrennt.
28 i
v
1v 1).
1).
VI 2).
Tantalsaure
57,34
56,74
57,27
Wolframslure 0,99
1,19
1,85
Zinnoxy d
0,I 0
Gadoliniterde ?8,40
23,74
18,G.L
Kalkerde
0,48
3,14
4,TS
Eisenoxydul
0,99
4,62
2,34
Uranoxydul
$08
2,97
5,lO
Tal kerde
0,7 5
Kupferoxyd
0,69
Wasser
46.1
464
6,00
-____
98,92
9471
100,OO
Die krystallisirte Varietat ist reiu schwarz, ohne Stich
ins Bmuur, schwarz inetallisch glluzend, die nuiorphe dagegeu
brauu, braiingelb, strohgelb, glas- bis fettgllnzend. Das
Pulver und der Strich der dunklen Varietaten grau, w e i t
bei den licbteren. Bruch klein muschlich bis kamig. Hark
5,O bis 5,5. Spec. Gewicbt 5,4 bis 5,9, nsmlich
das von schwarzem Yttrotan= 5,395 ( B e r z e l i u s )
talit von Ytterby . .
das von schwarzem Yttrotantalit von Ytterby
. = 6,G7 (v. P e r e z )
das von gelbem Yttrotantalit
. . =5,88'2 ( E k e b e r g )
von Ytterby . .
das von gelbem Yttrotaiitalit
von Ytterby . . . . . =5,468 ( C h a u d l e r )
das von gelbem Yttrotantalit
von KHrarfvet . . . . = 5,640 (J. J. C h y d e n i u s ) .
Das spec. Gewicht des gegluhteu schwarzen Yttrotantalites = 6,40 (v. P e r e z ) , des gegluhten gelben = 5,845
( C h a n d l e r ) , der bei Analyse 111 erhaltenen Tantalsaure = 7,09.
Vor dem Lothrobr decrepitirt das Mineral schwach, giebt
Wasser ab, und nimmt eine bellere Farbe an. Einige Stiicke
des schwarzen Yttrotantalits wurden dabei dunkelbraun, an1 ) Aflandl. i Fysik, Kemi och Min. DeC. 4.
-
-
-
.
. .
2 ) L i e b i g und K o p p . Jnhreabericlit, 1856.
282
dere sogar strobgelb. Lost sich langsam in Phosphorsalz
zu eiiier mehr oder weniger deutlich von Eisen uiid Wolfram oder Uran gefarbten Perle. Lbst sich in Menge in
Borax zu einem Glase, das leicht unklar und emailartig wird.
Giebt init Soda bisweilen Ziunreaction. In SIuren unloslich ( R e r z e 1i u s).
D e r schwarze Yttrotantalit kommt stets krystallisirt vor.
Die Krystalle sind jedoch so undeutlich und wegen ihrer
Sprijdigkeit so schwer von der anhangenden vie1 festeren
Bergart zu trennen, d a b es mir nur mit grofser Muhe
gluckte, aus der grofsen Menge von Stufen, die mir zu Gebote standen, eioige wenige bestiinmbare Krystallindividuen
auszulesen. Diese wurden nie VOU spiegeluden Flachen begranzt, die grdfseren Krystalle warm ineist so unvollkornmen
ausgebildet und gebogen, dafs die Winkel zwischen den
Granzflacben nicht einmal mit dem Contactgonioineter gemessen werden konnten. Nur ein Yaar kleine, von ebenen
jedoch iiiatten Flachen begrznzte Krjstalle konuten zor Bestiininung der Krgstallwinkel benutzt werden. Dazu dientc
ein Oculargoniometer , befestigt an einem pu’ a c h e t ’ schen
Mikroskop.
Der Yttrotantalit Krystaliisirt im rhombischeri System
mit holnoedrisch ausgebildeten Formen. Die Krystalle bildeii
tlieils kurze, scheinbar sechsseitige Prisnien (30 p , cc) 30)
theils Tafeln, entstanden durch stzrkere Ausbildung von
cmp ob. Die beobachteteo Fornren sind Op ( c ) , cm p ob (a),
U
U
;=a,
21,Q,(4,
m P ( m ) , a;m, vQ J i k P ) , cmpV5(g).
Am stirksten entwickelt siad Q, p , Op, cm p Q, (Fig. 5 Taf. VI[,
des vorigen Bandes der Ann.), sie begrgnzen oft allein die
Yttrotantalitkrystalle. Weniger gewbhnlicb kommen cmi2,
(Fig. 6 ) vor, noch seltener m uud 21,
mp5,
(Fig. 7 uiid 8). Spuren verschiedener pgramidaler FISchen,
fur welcbe ich die Coefficienten nicbt naber bestimmen
konnte, konimeu aufserdern bisweilen vor. Zwillingskrystalle
habe ich iiicht getroffen, nur cine gaiiz undentlicbe Spal“
tungsrichtung erscheiut parallel llrit ccj p cc zu gehen,
U
;
283
a : b :c = I :0,5412: 1,1330
a:p
a:q
a:b
a:m
a:o
na:o
c
:S
Berechnet.
Gefunden.
137O16'
159 43
138 34
118 25
109 9
136 26
103 26
137O 8'
459 42
138 34
119 6
105 7
136 18
1 0 l ; O bis 105".
Folgende selteue, und nach ihrer chemischen Zusammensetzuug nur ganz unvollstfndig bekannte Mineralien, diirften
isomorph seyn.
Yttlrolantalit :b :a :c := 1 : 1,8478: 2,0934
Polymignit :c : a : b : = 1 : 2,9010:2,0616 (G. R o s e )
Polykras
: b : a : c : = 1:2,9236:1,0661(Th.Scheerer)
Euxenib
: b : a :c := 1 : 1,9626:2,0965 (D.F o r b e s
u. T. D a h l l I ) .
Eine genaue Vergleichung der cheinischen Zusammensetzung dieser Kdrper, zu denen vielleicht noch der Mengit
uud Aschgnit gerechnet werden konnten, ware von grofsem
Interesse, ist jedoch weuigsteus jetzt uumiiglich, theils wegeu
Unrollstandigkeit der Analysen, theils wegen der Unsicherheit, in welcher wir hinsichtlich auf die Atomgewichte der
in diesen Mineralien auftreteuden seltenen Oxgde und Metallsauren schweben. Ein fluchtiger Blick auf die Analysen,
melche zu Gebote -stehen, zeigt jedoch, dafs eine grofsc
Uebereiostimmung auch in Hinsicht auf die chemische Zusannnensetzung dieser Mineralien stattfindet, so dafs eie SOmohl in krystallographischer als chemischer Beziebung eiue
ganz gut ubereiustimlnende isomorphe Gruppe bilden. Eben
so wie beim Tantalit Ta nicht nur durch Sn, sondern auch
durch W ersetzt wird, so tritt bei dieseu Mineralien auch
Zr und W fur Ti, Nb, Ta und Sn ein.
I ) Die von diesen Vrrfassern
nls p~ nngenvmnicn.
Nit
np
bezeichneten E'vrrnen sind llicr
284
VOIIallen, zu der obigen Gruppe isomorpher Mineralien
gehiirenden, unterscheidet sich der Yttrotantalit villlig durch
seinen Gehalt an Tantalsaure. Mit Sicherheit ist der Yttrotantalit nur im Ytterby-Steinbruch bei Waxholrn gefunden
worden, wo er das allgeineiost vorkommende YttrotantalilIinera1 ist. Die an verschiedenen Orten in der Niihe
von Fahlun gefiindenen Yttrotantal-Mineralien durften jedoch
ebenfalls dieser Art angehilren I ) .
11.
Fergusnnit
Neben dem gelben und schwanen Yttrotantalit kommt
zu Ytterby noch ein anderes yttrotantalartiges Mineral vor,
welches man, nach der Farbe zu urtheilen, gewifs als eine
Uebergangsform zwischen diesen beiden Varietaten ansehen
wiirde, welcbes jedocli sowohl in krystallographiscller als
cliemischer Hinsicht, sich als eine voin Yttrotantalit viillig
verschiedene Mineralspecies zu erkennen gab, als den bisher nur auf Grfinland gefundenen Fergusonit.
Nach I, einer Analyse von B e r z e l i u s z , von mehren
durch Ek e b e r g erhaltene Stucken dieses seltenen Minerals,
und nach 11, einer Analyse von mir von einigen durch MaI ) Nnchdem Jiese Abliandlung schwedisch gedruckt war, hat J. J. C h y d e n iII s einen amorphen, braunen Yttrotantalit von uGrube K&arfvet(t
analysirt
Dar Mineral enthhlt:
TantalsSure
56,44
Zionoxyd
0,42
Gadoliniterde 30,43
Kalkerde
2,2i
Kupferoxydul
0,27
Eisenoxydul
3,27
Uranoxydul
1,19
Wasser
4,83
99,12
und stimmt also mit drm gelben Yttrotantalit von Ytterby iiberein.
S p u r von Ceriterde konnte nicht entdecht werden.
2) AJhundLinger i Fysik, h-enri och M i n e r . DeI 4, pug. 281. Als
Eine
Be rs e l i u s die Untersuchung anstelhe, waren Tantal- und NiobsSure noch
nicht gstrennt. E r giebt daher a n , d a b das Mineral Tantalshure ent.
halte.
285
gister B a h r erhalteiien, selir reinen Krystallfraglnenteii desselben Miuerals, bestelit der Fergusonit von Ytterby aus:
I.
Niobsaure
48,86
Zinnhaltige Wolfrains. 2,44
Gadoliniterde
36,32
Kalkerde
3,07
Uranosydul
1,Ol
Eisenoxydul
0,37
Wasser
_--_5,71
97,97
11.
46,33
2,85
39,80
3,15
1,12
0,70
6,44
__-100,3Y
Mit Zink iind Salzsaure gab die Sdure ails dem Fergusanit voii Ytterby eiiie stark blaii gekirbte Flussigkeit. Spec.
Gewicht desselben 4,89.
W i e diese ganz gut ubereinstim~nenden Analysen zeigen,
unterscheidet sich das oben angefuhrte Miueral durch seine
Zusammensetzung giinzlich vom Yttrotantalit, slimmt dagegen somohl nacb Krystallforln als Zusainmensetzung mit
einem Iangst bekannten Mineral, dem Fergiisonit, uberein.
Nach W e b e r , wie nach einer durch micli ausgefuhrten
Untersuchung von einein Stuck Griinldudischen Fergusonit,
ails B e r ze 1i u s hinterlassener Mineraliensammlung , eiith:ilt
diefs Mineral nicht, wie am Iiaufigsten angegeben wird, Tautalsaure, sondern Niobsaure: dasselbe gilt von dem bestrittenen Miueral von Hampemyr.
Der Fergusonit von Ytterby krystallisirt im tetragonalen
System, in Formen, welche mit denen des eigentliclien Fergusonits isomorph, und analog eutwickelt sind.
O p ( c ) , p (s), k(3p;) (a), $ (crop :) ( p ) scheineii aucli
die Krystalle des Minerales von Ytterby zu begranzen.
a : c = l : 1,2182.
Gemersen.
s :s' = 102: bis 106')
c : s = 120" 6'
c : s ' = 120 12 ,
1
Bercclinet.
104" 36'
120
9'
286
Ein undeutlicher Blltterdurchgang, vielleicht eher cine
Absonderungsflsche geht parallel init Up. I)ic Krystalle sind
stets sehr undeutlich, und bilden k u n e vierseitige Prisinen,
oder ausgezogene , durch Up abgestumpfte Pyramiden.
Der Fergusonit von Ytterby ist dunkelbraun gefirbt,
schwach durchscheinend an den Kanten, glas- bis fettglainzend. Hlrte =4,5 bis 5,O. Bruch kbrnig bis flach muschlich. Spec. Gewicht 4,89 I ) .
Der Fergusooit scheint nur eioige wenige Male zu Ytterby vorgekommen zu seyn. Unter dem grofsen Vorrath
voii Ytterby - Mineralien im mineralogischen Museum des
Reichsmuseums traf ich nur einige wenige Stufen desselben
an. Dagegen gliickte es J. J. R a h r , im Herbst 1857 am
Fundort einige recht hiibsche Exemplare zu sammeln. Zu
der oben angefiihrten Untersuchung dieute dieses, mir von
ihm gefailligst mitgetheilte Material.
M Kommt eingesprengt zwischen dem schwaneu und gelben Yttrotantalit in feinen Lamellen, selten in Kbrnern vor,
welche durchaus nicht angeschossen erscheinen n (Be r z e Iius). Der Fergusonit in den von lnir untersucbteii Stufen war stets, wenn auch undeutlich krystallisirt. Die Krystalle waren von Quarz und Orthoklas umschlossen, und
kamen gemeinsain mit krystallisirtem Xenotim vor, namentlich in der Nahe kleinerer Glimmertrtimmer. Sie waren
bisweilen bis 15"" laug und 6"" dick. Der Fergusonit von
Ytterby ist das erste in Schweden gefundene niobssurehaltige Mineral.
111.
Hjelmit.
Eine Analyse dieses Minerales ergab :
1 ) Das spec. Gew. vou Grihliiudisrhem Ferguronii d r d zu 5,8 angegeben,
die Hsrte 5,5 bis 6,O. Nacli H a r t w a l l ' s Analyse wiirde das Mineral
wasserfrei seyn.
287
Tantalsliire
Zinnoxyd init W
Kupferoxyd
Kalkerde
Gadoliniterde
Ceriterde
Uranoxydul
Eisenoxydul
Manganoxydul
Talkerde
Wasser
6242
6,56
0,lO
4,26
5,19
1,07
J,S7
€406
3,33
0,26
3,26
99,37.
Bei einem zweiten Versuch wurde 2,98 Proc. Gluhverlust, und gegen 69,OO Proc. Metallsaure gefunden. Die
nach R o s e’s Methode von Zinnoxyd und Wolfrainslure
befreite Metallsaure hatte ein spec. Gew. von 6,771; ihr
Xatronsalz gab mit Zink, Schwefelsgure und Salzsaure eine
kaum blaugrau gefarbte Flussigkeit. Daher besteht die Metalldure im Hjelmit wenigstens hauptsachlich in Tantalsaure.
DieL Mineral enthalt mithin gegen 66 Proc. Metallsaure,
der Yttrotantalit gegen 60, der Fergusonit etwa 50 Proc.
Ich babe nur unbedeutende und zweideutige Spuren
yon Hjelmit -Krystallen finden kiinnen. Eben so wenig
konnte ich einen Spaltungsdurcligang ermitteln.
Farbe rein schwarz, ohne Stich in Braun. Metallischer
Glanz. Bruch kdrnig. Harte = 5,O. Spec. Gewicht 5,82.
Das Pulver schwarzgrau. Vor dein LGthrohr decrepitirt
der Hjelmit und zerfallt, giebt Wasser ab, wird ohne zu
schmelzen in der Oxydationsflamme. braun. W i r d leicht
r o n Phosphorsalz zu einem blaugrunen Glase gelilst. Auch
borax lost ihii leicht zu einem klaren Glase, das unklar geflattert werden kann. Giebt mit Soda auf Kohle reducirt
Rletallflitter. Beim Sprengen in einem Pegmatitgranitgang
in der Gegend des Kalkbruches bei KBrarfvet, ungetahr
Meile von dem alten wohlbekannten Mineralschurf bei
KBrarfvet, traf ich den Hjelmit. Er bildet hier mindre Trum-
+
288
mer, die zr~saminenmit Pyrophysalit, Granat, Erdpech, kleinen Gadolinitkrystallen u. s. w. in der aus Quarz, Orthoklas, Albit (oder Oligoklas) und Glimmer bestehendeu Bergart einbrechen. Der Pyropbysalit ist meist g5nzlich umgewandelt in eine talkige blrittrige nicht niiher untersuchte
Substauz.
In seinen letzten Lebensjnhren beschaftigte sich Prof.
M o s a nd e r mit einer Untersuchung der Metallsauren, welche das rnit dein Yttrotantalit nahe verwandte Mineral Euxenit ron Asker6 in Norwegen enthalt. Diese Untersuchungen wurdeii seitdern von inir fortgesetzt, und wiewohl sie
iioch nicht zu v611ig befriegcnden Resultaten gefiihrt haben,
so dtirfte doch eiu k u n e r Bericht iiber selbige nicht ohne
alles Interesse seyn.
Der Euxenit wird auch in grofseren Mengeu und ohne
auherordentlich fein pulverisirt zu seyn, leicht durch Bebandlung mit wanner concentrirter Schwefelsriure zerlegt.
Wird die dabei gebildete weifsgraue Masse in lialtem Wasser gelost, und die Losung gekocht, so fallen die Metalld u r e n wie gewohnlich in Form eines weifsen, schweren
Pulvers nieder. Wird dieser Niederschlag unmittelbar, oder
nach vorgehender Losung in Oxalsaure I ) und Fallung mit
Ammoniak mit einer kochenden concentrirten Lasung von
Natronhydrat behandelt, so bleibt gewifs das meiste von
den Metallshren ungel6st: aber ein kleiner Theil l6st sich,
und krpstallisirt beim Abkuhlen der Natronlosung zum Theil
aus, als ein in feinen hiibschen Krystallnadeln anscbiefsendes Natronsalz.
Das so erhalteue Salz enthalt weder Titan- noch Wolframssure, sondern eiue uiobartige S u r e , die in h e n Eigenscbaften jedoch nicbt vbllig mit den vou H.R o s e untersuchten Niab - und Unterniobsaaren iibereinzmtimmen scheint.
Das Natronsalz ist anfangs durcbsichtig, farblos, milchweifs
1 ) Titanslurehpdrat oder Titanslure durch Kochen ausgerjllt, oder durch
Schmelrung mil doppelt schwefelsaurem Kali erhalten, l6st sich leicht in
einer warmen LBsung vou Oxalshre, cu eioer meiet gaaz klaren Lcisung.
Ehen so verhalten sich andere init Titandure nahe verwandte Ssuren.
289
itachdem es eine Zeit an der Luft gestanden hat, liist sich
auch nach dein Trocknen bei looo leicht in Wasser zu
einer viillig klaren Fliissigkeit, die sich nicht einmal beiin
Iiochen triibt. Nach dem Trocknen bei looo verlor es
durcli Gliihen 6,5 Proc. Wasser, und 100 Theile des gegliihten Salzes elithielten nach zwei Analysen:
Metallsaure 80,O
‘79,s
Natron
20,O
20,2.
W i r d das Natronsalz mit Salzsaure zersetzt, so fallt die
Metallsaure aus, lost sich aber, wenn auch schwer, in eineni
lCTeberscliufs des Fallungsmittels. Aus dieser sauren, chlornatriuiiihaltigen Liisung kann die Metallsaure lnit Ainmoniak
nls iufserst voluminiises weifses Hydrat gefiillt merden, welches beini Trocknen und Gliihen stark einschrumpft, und
warin, hiibsch citronengelbe, kalt, theils beinweile, theils
mehr oder weniger braune stark gliinzende Klumpen bildet.
Das spec. Gewicht derselben, nach grbblichein Pulverisiren,
wurde bei zwei verschiedenen Versuchen gefunden zu:
4,149, und 4,279.
Durch Schmelzung mit dein vier - bis funffachen Gewicht kolilensauren Natrons, welches vorher durch Gliihung
(bis das Gewicht unverandert blieb) vom Wasser befreit
worden war, trieb diese Metallslure 41 bis 52,6 Proc. ilires
Gewichtes Kohlensaure aus.
W i r d die Saure n i t Chlorammoniuin genieiigt und in
einem wohl bedeckten Tiegel gegliiht, oder wird sie fur
sich iu Ammoniakgas gegluht, so nimmt sie eine hochblaue,
beiin Erhitzen wieder verschwindeiide Farbe an, ohne ilir
Gewicht wesentlicli zu verandern.
Auf gew6hnliche Weise init Kohle gemengt, und in
Chlor gegliiht, giebt diese Saure aus dem Euxenit ein festes,
brandgelbes Chlorid, das sich verfluchtigt, oline zu schmelzen,
und ohne Ruckstand, es bildet dann kleine, in wanenfiirmigen Gruppen vereinigte Krystalle. Ein weifses, weniger
fliichtiges S u b h a t war nicht wahrzunehnien. Die lnit Salzsaure versetzte Natroulosung giebt lnit Kaliulneisencyaniir
einen braunen Niederschlag, Eisenoxydhydrat vollig gleich.
Poggendorff’s Annal. Bd. CXI.
19
290
Mit Gallapfelinfusiou wird eiue ebea solche Fiillung erhalteo,
vielleicht init mehr Stich ins Braunrotbe.
Basisch salpetersaures (2uecksilberoxydul giebt einen
schmutzig weifscn Niederscblag.
Wird eine Lbsung des fraglichen Natronsalzes mit Zink
und Salzsaure versetzt, so nimirit die Flussigkeit eiile graublaue Farbe an, init Zirik, Schwefelsaure und Salzsaure
dagegen eine hochblaue, die binnen wenigen Minuten dunkel
olivengriin und schwarz wird. Diese schwarze Farbe wird
bald wieder in weifs verandert, wenn die Flussigkeit eine
Zeit lang an der Luft steht.
Vor dem Llithrohr wird in der Reductionsflamine eine
rauchfarbeae, schwach ills Roth ziehende Perle erhalteo. Fur
sich behandelt, wird die Saure in starkein Reductionsfeuer
gleichfalls schwarzgrau oder schwan,.
Vergleicht inan die obeu angeftihrten Reactionen init
den von H. R o s e fur die Niobsauren nngegebenen, so tindet
mau, dafs einige derselben bedeutend von einander abweichen. Die hier beschriebene Saure aus dein Euxenit 1111terscheidet sich von der Niobsaure nlimlich durch ihr specifisches Gewicht (das specifische Gewicht der Pelopszure
549 bis 6,72), durch die schliefslich schwarze Farbung der
Fllissigkeit, welche das Natronsalz der Saure aus dein h i e nit mit Salzsaure, Schwefelsaure und Zink giebt, durch die
wenigsteus theilweise Lllslichkeit des Natronhydrates, in Matronhgdrat * ) durch die Farbe des n i t Gallayfelinfusion er1 ) Das Natronsalz der SPure aus den] Euxenit last sieh nie vcillig, aber
doch ganz bedautend in Natronliydrat und kolilensaurem Natron. Die
SBuren aus dem gawcilinlichen Rtttil oder Columbit (vun Middletown)
gebrn dagegeu kauni die geringste Spur Ton RIetallsHure weder an den
Ueberschufs des Natronhydraks, noch des kolilrnsauren Natrons sb. Diese
Verschiedenbeit merkt man leielit, wcnn die Hydrate d r r fraglichen SHuren
mit Natronlcirung gekocllt werden, oder wenn die Lciruog der S h r e n
in Salzsbure oder OxalsSure, in eine Lasung derselben Substanzen getropft, oder weon die Szuren niit kaustisetiem oder kohlensatirem Natron
geschmolren, und drnn mit W asscr behandelt wrrden. Die LBsung cles
Natrons oder kol~lensaurenKatrons nimmt nHmlich in allen diesen Fhllen
ganz vie1 von der S h r e aus dem Euxenit auf, aber dagegen durchaus
nichts oder kaum meitbare Spuren WJO den SHuren aus R u d und Niobit.
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lialtenen Niederschlages, durch die krystallinische Structur
und das Verhalten des Chlorids beim Erwarmen (Pelopclilorid schmilzt vor der Verfluchtigung und wird als unkrystallinisch angegeben). Von der Unterniobsaure (d. i. der
fruheren Niobsaure) wiederum unterscheidet sich die Saure
aus dem Euxenit durch die Loslichkeit des Natronsalzes im
Ueberschuls des Natronfiydrates, durch ihr Lothrohr verhalteu (die Unterniobsaure giebt im Reductionsfeuer mit
Phosphorsalz keine rauchfarbene, sondern eine blaue oder
blaugraue Perle), durch die Farbe der mit Gallapfelinfusion
und Kaliumeisencyaniir erhaltenen Niederschlage, durch die
Farbe des Chlorids (das Niobchlorid ist weifs) u. s. w.
--
IX. Beitrage zur Kenntngs rter Constitution tier
Zuckersaure und der Weinsci'ure;
von W-. H e i n t z .
(SdlI&
von
S . 189. )
.. .
v - o n der A~sichtausgehend,
dals, wenn ich bei der Dar"
stellung des Bleisalzes die Bildung freier Essigsaure ganz
zu verhindern im Stande ware, das niederfallende Salz auch
die normale Menge Bleioxyd aufnehmen musse, wiederholte
ich den Versuch noch einmal im Ganzen vollkommen in
der friiheren Weise, wendete aber von vorn herein basisch
essigsaures Bleioxyd anstatt des neutralen an, und zwar SO
viel, dals, wenn dabei die Zuckersaure sechs Atome Bleioxyd aufnahm, doch noch so viel Bleioxyd in der Fliissigkeit vorhanden bleiben mufste, dafs neben neutralem essigsauren Bleioxyd noch viel des basischen Salzes zugegen
war. Auf 2 Grm. des sauren zuckersamen Ammoniaks,
die ich mit kohlensaurem Natron bis fast zur Neutralitst
versetzt hatte, wendete ich 50 Grm. eines Bleiessigs an,
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