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Beitrag zur Lehre von der Fluorescenz.

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XV. Beitrag zur Lehre oon der Fluorescenz;
von G . O s a n n .
Es
1.
ist mir gelungen eine Flussigkeit aufzufindeu,
welche zu den besten fluorescireuden Fliissigkeiten gehbrt
und welche ungemein leicht und mit geringeii Kosten dargestellt werden kann. Bekanntlich enthalt unser gewohnliches KieiiruL ein Harz, welches durch Weingeist aus
demselben ausgezogen werden kann. Man ubergiefst Kienrufs mit Weingeist von 34 bis 35O B., lafst die Mischung
eineu Tag damit stehen und erhrilt nun eine gelbbrlunliche
Flussigkeit, welcbe die Eigenschaft zu fluoresciren hat. In
diesem Zustand ist die Flussigkeit .,vas zu concentrirt.
Urn den rechten Grad der Verdunnung zu finden, verfalire
ich folgeiidermafsen. Ich nehme ein viereckiges Glasgefiifs
mit parallelen Wanden von ungefahr 1:’’ Hohe, giefse zur
Halfte Weiiigeist von obigem Grad hinein und fiige nun
vou der Flussigkeit hinzu. Indem man nun durch ein bicoiiv4xes Glas von kurzer Brennweite einen Liclitkegel in
derselben erzeugt, kanii man an der Intensitat der Farbs
desselbeii leicht erkenneii, ob man den richtigen Grad der
Concentration getroffen habe. Die Fluoresceuz ist blaugriinlich, abiilich der, welche durch einen Auszug aus Stechapfelsaainen erhalten -wird. - Auch ist das Verhalteii gegeii farbige Gl%ser dasselbe. Halt man eiii gelbbraunliches Glas zwiscben das Auge und den fluorescirenden Lichtkegel, so gewahrt man denselben fast unverandert; sie verschwindet aber fast gain, wenn man die Glasscheibe zwischen das convexe Glas und der Fliissigkeit bringt.
2. Bezieliung der Fluorescenz zum elektrischen Licht.
Man kann die elektrischen Lichterscheiuungen offeubar in
zwei Klassen eintheilen, Erscheinungen des elektrischen
Funkens und Lichtaussenduiigen, welche dadurch entstehen, dafs die Korper, durch welche die Elektricitit sich
hiudurch h w c g t , gluhend werden. Ersteres Licht lafst sich
-
.
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durcli den Funken der Maschiiie, oder besser 1ioch, weil
starker, durch den Inductionsapparat init der Neeff’sclieii
Vorrichtung hervorbringen. Ich habe dalier rnit letzterern
Apparat gearbeitet. Man verbindet den Iiiductionsapparat
dergestalt mit eioem Illektroineter, dafs der das Blei beruhrende Draht die negative Elektrode bildet. 1st der Apparat in Gang, so beobacbtet inan eiii blaues Licht, welches wie ein Mantel sich yin die Oberflache des Drahtes
legt. Es wurden nun folgende Flussigkeiten in Reagenzglaschen bis zu einer gewisseu Hohe gegossen, diese in
der Hohe der Flussigkeit gegeii das elektrische Liclit gehalten und voii oben in das Glaschen gesehen: l ) Eine
Auflbsung von schwefelsaurem Chinin i n Wasser. 2) Ein
Absud der Rinde von Rofskastanien. 3) Ein weingeistiger
Auszug der Saainen von Stechapfel. 4) Ein gleicher von
Curcumaewurzeln. 5) Ejn weingeistiger Auszug von Lackinus
(dispersirt gelbcs Licht). 6 ) Eine Liisung von Blattgrun
in Weiigeist. D a s Ergebnifs dieser Versuche war: dafs
die ersten funf Flussigkeiten fluorescirten, an der sechsten
aber keine Fluorescein wahrgenominen werden konnte.
Eine Wiederholung dieser Versuche gab dasselbe Resultat.
IIiernach scheinen dein elektrischen Licht die Strahlen zu
fehlen, welche i n der Blattgriinliisurig Roth erzeugen.
Ich stellte iiun noch Cine Reihe voii Versuclien ail, UUI
die VC’irkuiig des Lichts eiues durcli den Strom gliihend
gemachten Platiiidrahtes kennen zu lernen. Zu dein Ende
wurde ein 1;’’ laager Platiiidralit so befestigt, dafs unter
ihin Porcellanschiilchen rnit den obeii erwahnten Fliissigkeiten gestellt werdeii koniiteu. Der Draht wurde nun
durch deli Stroin zuin G!uheii gebracht uiid dauii die Flussigkeiten nach einander darunter gestellt. Diese Versuclic
wurden in eiiiein i m Innerii schwarz angestrichenen optischen Cabinet angestellt. Der Erfolg dieser Versuche war:
dafs bei keiner dieser Flussigkeiten eine Fluoresceiiz wahrgenominen wcrden kotinte. Diesc Versuche wurdeii iiuii
noch in der Art wiederholt, dafs, nachdein voii den Flussigkeiten in Reagenzglaschen gegossen wordeii war, diese
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an den gluhenden Draht gehalten warden. Man sah jetzt
voii oben hinein, urn zu sehen, ob Flaorescenz eingetreten sey. Auch unter diesen Umstdnden konnte keine Fluorescenz wahrgenommen werden. Nur die Flussigkeit 5 erglanzte init rtithlichein Licht. Diefs ist jedoch die gewohnliche Farbe, welche sie besitzt. Der Vcrsiich zeigt, dafs
das Licht des gluhenden D r a k e s vie1 rothe Strahlen enthalt. Diese Tliatsache stimmt wit den Beobachtungen uberein, welche ich erhielt, als ich gefarbte Papiere unter den
Draht brachte.
XVZ. Untersuchung des griinen Stoffes wahrer
Infusorien; corn Fiirsten S a l n t - H o r s t m a r .
Z u v o r mufs ich vorerst wiederholeu, dafs das, was ich indiesen Annal. Bd. 91, S. 466 iiber das Grun der kleinsten
Infusorien mitgetheilt habe, auf einem Irrthum berulit, indem Hr. Prof. E h r e n b e r g mich spiiter belehrte, dafs das
Material ineiner Untersuchung keine Infusorien , sondern
kleinste Algen ( Coccodea airidis) waren.
Ich tlieile nun die Untersuchung des grunen Stoffs aus
wirklichen Infusorien n i t , namlich aus :
E u cl en a v i r i d i s .
Die auf dem Filter gesammelteu sehr lebeiidigen Thierchen, getrocknet, mit Alkohol extrahirt, geben eiit sinaragd-griines Extract init gelblichem Stich, das das Licht
bbtroth dispergirt. Das bei gelinder W-arme zur Trockenheit eingedunstete Extract verhrlt sich wie folgt.
In Wasser last es sich nicht lnerklich auf, auch nicht
in der Warme.
Ammonia) liist es mit gelbgruner Farbe in der Warme,
die Liisung ist ctwas triibe.
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