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Beitrag zur nheren Kenntniss des Uran's.

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ANNALEN DER PHYSIK.
J A H R G A N G 1824, S I E B E N T E S STUCK,
I.
Beitrng zur nalreren Kenntnys des Uran’a,
oon
J. A. A R P V E D S O R .
(Ueberfetzt aur den Abliandl. der k6nigl. Academ. der WiITanfch.
zu Stockholm. 1822. p. 404.)
von
F. W o h l e r .
D a s Urnn kommt i m oxy’dirten Zuliande in der Natur bisweilen z m r ziemlicli rein v o r , wie i m UranOcker u n d Uran-Glimmer aber die Seltenlicit dieler
FolGlien verliindert, fie z u r Bereitling einer grBCseren
MenSe Uranoxyds anznwenden. D i e Chemiker wurd e n daher bei iliren U n t e r ~ i ~ c l i u n g eiiber
n
dieles Metall gen6tthi~t fich der allsemeiner vorkommenden
Pecliblende zu bedicnen, i n welclier aber das Uranoxyd von melirercn andern KSrpern begleitet ifi,
die niclit o h n e Scliwierigkeif abserchieden werden
1;onncn.
.K l a p r o t l i fand in der Pecliblende von Joacliimstlial in Bijlimen nebeli dem Urnnoxydul: Kielcl-
,
Anna]. d.PhpGLc.
B. 77. s1.3. J. 18ai. SL 7.
R
C
246
1
erde, EiCmoxyd und Schwefelhlei ; er fchied das Uranoxydul auf folgende W e i f e ab: d s gepulvertc FolXI
wurde i n Salpetcrfii.ure aiifgeliifi, wobei Kiel'elerde
u n d Scliwefel iinpliifi blei ben. Ails cler filtrirten Auflijl'uris fchied e r zuerfi das Blei durcli Kryfiallifation
als fdpeterfaurcs ab, w o r m f beiiii Vcrdnnfien d e r
FliiQkeit das falpeterfanre Uranoxyd anl'chofs welclics endlich d u r c h kaiillifches Knli zerl'etzt wurdc.
Das Bil'enoxyd blieb i n der lblutterlauge.
,
I), u c h 0 i z bereitete rein Uranoxyd To : er koclite
die gepiilverte Pccliblende m i t Salpetcrf'Xure fo lange
als fich nocli etwas aufliific., dampfie die AiiflGTung nb,
bis fie Lei k i r k e r e r IIilze Datnpfe von falpetriger Sinre ai1sfiiefs, wornit uii[cr Gniriilireii kingere Zeit fortgefjhren wurde. D n s U i a n l d z z o s e r d m n niit WarIer ails, wobei das Eil'eiioxyd znr~icbblieb. B n c l i o l ~
frrncl Iiieraiif die wiil'srigc Li;lilng 110~11Kupfer und
Knlkerde entlinltend, welclie dadurcli abScIkliiedet1
wiirden, dafs e r die Fliilfigkeit rnit Ammoniak i m Ucberfcliiifs verrctzte uiid damit digerirte. Der Kiederfclilag war liieranf frei von Kupfer ; c r miirde 6etrockiiet u n d gegliilit wieder i n Salpeterfiiiire anfse];It u n d rnit fo wenig als mGglich i m Ueberl'clinlTe
zugefetztcm krruiiifchern Kali gefdlt. D n s fo erlialtene
Uranoxyd behielt beim Gliihen feinc gelbe Farbc, I d
erwics lich frci von Kallterde u n d M i . Bpi dem Segenmartigen Stnnde nnferer KeiintiiilTe Geht man
Icicht ciii, dafs weder K l a p r o t l i nocli B i i c h o l z
ein vollkornrncn i*eines Urnnoq-d crhnlten konnten,
urn fo weniser, als es walirl'cli~~inliclicinen Kiirper
entliielt & & i i
Gcgenwart i n d e r Pccliblende ilinen
,
,
f 247 1
entging, und woriiber i c h weiter uiiten zu rprechelr
Gelesenheit liahen werde.
Bereitung des reitien Uranoxyduls.
Icli IioRtc anfangs dadnrcli oline Srofscn I.imweg
zuin Ziele ZLI gelangen, da& icli von der beirn Uran
nocli niclit laiigc entdecliten Eisenlcliaft riiit Leichtigkeit voii kolilenfaiirern Armiionial; aiifseldi, und
d ar au s wicdcr diirch Koclien gcfillt zii wcrden G e b r a n c h maclite; dcnn w e i i ~ iaucli etwas l i u p f c r init
anfgelijfi wurdc, l o n i i i s t c docli dns zuexlt iiiedcrfall e n d c Uranoxyd frei davon reyn. E i n e Portion Pechblcndc von J. C e o r p n f i a d t i q
Sachfcn, wclclio d e m Anfehen nncli ganz reiii war,
w i r d c , fcin gepiilvert, m i t Salpoterl'inre bis ztw vollk o m m n e n Zerfetzung digcrirt, n n d darauf etwas Salzr5ure zugel'ctzt, die eineii grofsen T l i e i l d c r in
S a l p e t e r h r o unauflijsliclien f i r o h ~ e l b e nMaterie anf16fie. D i o filtrirto AufliXiing wiirde mit kolilenfaur e m Ammoniak in grofsem Ueberl'chulTc uerfctzt ; eiiz
Tlieil des N i c d c r f c l i l a p laltc Iicli wolil wieder in
demfelben anf aber das lLIeific hlieb i i i i ~ e l G f i , fclbfi
als die MaKe erwarnit wurde. Die amrnaniakalilcll9
Fluf6skcit uiid d e r NiedcrfclilLig wvurden gctrelint,
und fiir fich nnterliicht. Hierbei entdcckte i c h ZLI
m e i n e r V e r w u n d e r n n g irn Ammoniak a u L c r Uranox$,
die Gcgenwart folgcnder verl'cliiedner M a t e r i c n : Kupfcroxyd, eine niclit unbedentende Portion
Kobaltoxpd, uiid ctwss Zilikosyd *); n n d der Sieder-
,
,
,
*)
Hr. Prof. C. H. Pfaff rand das Kobaltoxyd e b e n f d l s in einy!
Pechblende von J. Georgenftadt (deffeii Handbuch d. analyt.
Chem, Thl. 11. S. 4jg.j
R2
I
1
248
i'clilag enthiclt, aufser allen diefcn Subfianzen, nhd
nebcn W e n - u n d J3Ieioxyd auch eine grofse Mengo
Arfciiik. Rcclinet man niin Iiiezu Kiolklerde und
SchwefeI, die iiicht von der Sxure aiifgcnonirnen wutden fc, lielit man, dafs dicl'c Pecliblciide ein Gemen~e von niclit weniger als 9 vcrlcliicdenen Subftanzcn
entlislt. Das IJranoryd von einem fo bcdeutenden
Aiitlicile frcnider Iiiirpcr zii bcfreien, veranlal'ste viclo
frncli~lofcVerTucIie; cndlicli gliicktc es mir docli folgcnde hIeIliodc aufzufinden wodurch m a n , fo vie1
icIi cinMien kann, das Uran i n Form von Oxydul
vollkommcn rein Sewinnt.
Fein gepulverte Peclillendc wird bei gelinder
w a r m , i i 1 cinern Gcrncngc von Salpcter- u n d Salzb u r c aufgc:li;lt. Ifi dio ZerCetziing der hTaITe vollenilet und der grd'ste T h e i l dcr iibcrTcliiiffiSen S i n r e
verdampft, fc, fctzt man etwas Salzl'iiure Iiinzu, wori u f die FliiiIiSkeit piit vie1 VValTcr vcrdiinnt wird;
Schwefel Kiefclerde u n d ctwas Bergart blciben u i ~ g c liili. M a n M s t Iiicrauf diirch die AuflGfiinS fo lange
Pinen Strom Scli\vcfcl\~alTerloffgasfireiclien, als nocli
atwas Scfrillt w i d . Der KiederfcIllag ift an fangs dunkclbraun yon gcfcJ~wefeltemKupfer Arknik, und
Blei, iller c r wird am Ende pornmeranzengelb vom
Arl'etiik. Die Aiiflsfung ifi nun frci v o n Kiupfer, Blci,
iind Arfenil;, aber fie eiitli6lt noch EXm, Kobalt, und
e t w a s Zink. Sie wird filtrirt unid mit etw33 Salpctcrh i r e diserirt, urn Jas Eil'en ziim Maximum dcr Oxydation zii t r i n g e n , wobei die hellgriine Farbe dcr
Fliilfigkeit in gc1L iibcrgclit; fie wird liieranf mit kohIenl'aurcni Amnioiiiak irn UeLcrl'cliiiL vcrfetzt weld i e s das Uronosyd oufiiimriit vcrunreinigt nii t Ko-
,
,
,
,
,
,
,
E
'49
I
balt- iuid Zinkoxyd, aber den grijfsfen T h c i l von dit+
fen m i t dem Eifenoxydul ziiriickliifst. Sollte die Auflafung aucli etwas einer Erde entlialten, welclies slcicli\i-olil bei niir 3 e r Fall Iiiclit war fo bleibt auch diefe
grofsentl~eilsn l i t dem Eifeiioxyd zwiick. Die iiltrirte
Fliilfigkeit bringt m a n dann ztim Kochen, das ninn To
Ian,oe fortfetzt, als noch kolileiifaiires AmmoniaIi fortgelit. E i n Tlicil des Iiobaltoxydes bleibt in der FliiL'l i ~ k e i t ,welchc deslialb fcliwach rofenfarben ifi, aber
eiii annderer T h c i l f a l l t mit den1 UranoxyJ. ~ ~ i e d e r ,
welcIics zuSlcicli Ziiikosyd halt.
Der Niedcrlchlag
uiid 6ewird auf ein Filter Sebraclit, a~i~~ewafc'chcn
trocknet, und ziini Gliilieri erliitzt wobei e r lcine
Selbe Farbe vcrliert u n d I'chwarzgriin wird. Derrelbe
wird d a m einige Stunden lang niit verdiiiinter Salzh i r e rnacerirt, welcho Kobalt - und Zinkoxyd nebfi
einer geringen QiiantitBt Uranoxyds aiiflijfi, das fich
wahrl'clicinlich als Siiiire m i t deli beideit Bafcn verblinden hatte, und das reinc Uranoxydnl bleibt unanfgclall zuriick. W i r d die,AuflGfuiiS i n Salnfinre m i t
kaullil'chem Ammoniak im Ueberrchufs gefdlt, lo enth d t der N i e d e r f c l ~ l aKobalt
~
uiid Zink haltendes Uranoxyd. Voii 38,5 Grm. Peclibleiide e r h ~ l m
t a n anf diefe
A r t n n g e f d i r 25 Grm. Uranoxydnl oder nahe a n G5
pr. C., melclies 15 pr. C. weniger betriigt, i11s Klaprotli
an Sieb t.
,
Metallifches Uran und Uranoxydul.
Die bis jetzt gemacliten-Verfiiche Uran i n MetallGefialt darziifiellen , wnrden alle iin K o h l e n t ~ e ~mdi t
oder o h n e ZnTatz vorgenommen. Es ifi daher wahrlcheinlich, dafs, wenn anch das angewandte Uranoxyd vollkoinmen rein w a r , das metallii'clie Produkt
r
250
1
doc11 Kohle oder andere yon den zugefctzten FliiITen
herriilirendo Materieq eiitlialte in welcliem Falle fein e Eigenf'chaften bedeutend von dencn des reinen Matalles abweichen kijnnen. Man h a t n u n gliickliclierweire eineii AusweS gefunden diefen bei MetnllReductiopen gewiilirilichen Ungelegcnlieiten ziivorzukoxqmen? feitdem es bekannt ill? dnls melireren Metalloxydcn der Sauerfioff durcli WaITerfioffgas cntzogen werden kann iind icli befclilofs dalier zii vcrl;iclien, oh niclit aucIi das Uranoxyd auf diefe \Yeil;J
redncirt werden korine. Gliickte es, fo konnte icli natiirlicli zugleicli das Verlitiltids des Sauerfioffes lthgenaii bcltimmen.
Der hierzu angeivandte Apparat befiand ilus ein e m Stuck einer gemiilinlichen Barometer-Riihre, dns
i n der Mitte ziir B i i ~ e al u s ~ e b l a l e nwar. Kach Wiig u n s derrelbcn wurde feiii gepi~lvcrtesnnd Segliihtes
Uranoxydul i n die Kugel Sebraclit und z u m dritteii
Tlieile damit gefiillt. Elie icli das Gewiclit des firan~ x ~ . d ubefiinirnte,
ls
erliitzte icli die l h g c l iiber einer
S p i r i t n s - L a m p e , u n d fq die fich abfctzende Feuchtigkeit niit dein M u n d e aus. Dann murde der Apparat mit eiiiem andern verbunden, i n welchem mittclfi
verdiinnter SchwefelfZure und Zink WaITerltoffSas
entwickelt und durcli gel'climolzenen falzfauren Kalk
getrocknet wurde; nls die atmofpliitrifclie L u f t a~isgctricben war, wiirtle die Kugel iiber einer Argand'lchen
Spiritus-Lampe erhitzt. D i e neduction g i n 6 a q e n blicklich u n d fo heftig vor fich, dafs die M a r e gliilicnd wurde; es bildete fich WaCCer, und a m Ende
der Operation, die niir einige illinnten dauerte w a r
das griiiie Uraiioxydiil in ein leberbraunes Pulver
,
,
,
,
[ 25!
3
1,187 Grin. Uranoxpdul verloren Iiierbei
Grm., yelclies auf 100 Tlieile 3,53 betrsst. I n
einem zweiten VcrfUchc verloren 1,468 Grrn. Oxydul
verwandelt.
0,042
folslicli L O O Tlieile demclbcn : 3,54. D e r Verliicli wvnrde riocli einnial i n e i n e r , bis zum Weil'sSliih e n erhitztcn Porzella~i RSlirc wiederholt abcr das
P r o d u k t war dall'clbe braiine I'ulvcr.
Dicfer Kijrper ver3nilcrte Gcli niclit bei der gewi;liiilichen Tcnipcratiir der Luft, wurde- cr aber
0,052,
,
-
,
,
Rotl1~1iilien erliitzt l o fing e r
Fcuer, I'cli~volla u f , u n d hinterliel's Sriincs Oxyd. Er
war unauflijslicli in Scliwcfel- iind S a l z ~ s u r ~
~o:olvolil
,
ziini anfangenden
i n coricentrirtcr als vercliinnter
, lofie Gch aber
zieni-
licli lciclit i n SalpeterfSure, mit Entwickliing V O
S a l p e t e r p zu citrongelber FliilGgkeit auf. Es war
wohl mahr~clieinlicli dars Gch das Uranoxydul aiif
diere A r t zu 3Ietall rcducir't liatto; inders konritc cs
auch niiislicli r e p , dafs ich nur cine iiiedrisere Oxpdations -Stufe erhalten Iiatte. - Icli uiiternahm niin
eiiiige V e r h c h e nm die Zul'animedetzung des gelben
,
,
Uranoxyds zu erfaliren wodurcli icli ziiSleicl1 einigen Anflclilufs zu erhaltcn hoffte, ob der irn vorherSehcnden Reductions - V d h h erlialtene Kiiirper als
P,Ictall angerelien werden niiiITe oder niclit. Koiiiite
icli mir ein neutrales Salz d u r c h V e r c i i i i g n i ~ d~e s
Oxydcs mi t Scllwefel odar Salzlhire verlchaffen, 1'0
Iiatte ich eine IeicIite il'lcthodc Jurcll die Analyl'e dell
I'clLen den Sauerfioff-GeIialt der Calk zit erfahren, aber
keines dielhr Salze ifi im kryfiallilirten Zufiande z u
erhalteii ; vielnielir ilellen fie bciiri Verdamp1~11lyrupdiclie Fliilfiglieiten dar welche bei weiterer Einirocknunt; durcli nciigelildotes Oxydul - Snlz gru~lgelb
-
,
~
f
353
I
werden. Als icli d j ~ e g e nzu einer AiiffSfung des CaIzfauren Oxydfalzes eine Portion falzlhnres Knli Iktzte,
To fchofs bei der Abdunfiiiiig ein Doppelfalz i n klcin e n citrongelben Kryfiallen an. Da das Waflcrfioff-
Oxydul To leiclit den SauerfiofF entzieht , Co
diirfte icli erwarten, dafs auch diefes DoppelTalz dadnrcll zerfetzt, iind denen Analyl'c alfo am
befien nacli der Metliodc gemaclit wcrden kann e , w&he Prof. B c r z e l i u s bei der Aiialyfc des
l a I z fa it re n I<a h - I'la t i ti s a n w a n d t e (A ti nhIcs d e .C11i 111i e
Oct. 1 8 2 1 , p. 149). Das LdzLtire Kali-Uran waiTerfrei z u erlialtcn, ifi nicht l'cliwierig, da man es zietnIich Ilark erliitzen kann, aline d d s es Gch im Mingas dem
defien zerl'etzt.
D e r Reductions -VerC~ichwurde zuerfi i n einem
alinliclien Apparate, wit: der vorlier befcliriebene, iinternommen. Als die Entwickelung des WaITerfioffgafes i n Gang kam, wurdc das Salz erltitzt, woranf
es lcllmolz, falzl'aiires Gas rnit Aufwallen entwickelte,
und in eine duiikele undurclificlitige MnITe iiberging.
Obgleich die Operation fafi 3 Stunden hiig fortgefetzt tind die Hitze d e r Argand'fchen Spiritns-Lampe
im liaclillen Grade gegeben wurde, f'o entwicll docli
fortw&reiid falzfaures Gas, zum Beweife, dafs das
,
Salz noch n;cht d l i g zerfetzt war. Die hlIalTe wiirde
nacli der Abkiihlung r n i t WaKer iiberSoKen, tvelches
das k11zTatire Kali u n d einen p t e n T h e i l Uranfalz m i t
hellsriiner Farbe aufliifie. Der Riickfiand war eiii
fchwarzes, metallil'ch gliinzendes kryllallinil'cIies Pulver, das ausgewafcllen llnd getrocknet wurde.
In der M e i n i i n g , die Hitze bei diefen1 Verftiche
fey noch zu Cchwach ljewefen, und das Salz kanne bei
[ 953
3
einer hiiheren Teniperntur vollfi'tandiser zerlegt \ver-
den, wiederliolte icli den Verfuch mit der Abxnder u n g , dafs icli das Salz i l l einen Apparat brachtc,
d e r wegen des dickeren Glnfes fisrker erhitzt werden
konnte. D i e Hitze war fo fitclrk, dafs das GIas nalio
Z u n i Fliefsen l a m , aber d e r c n ungeachtet war die
Z c r f e t z u i i ~des Salzcs niir unvollkiiidiS. Die MaITc
Iiinterliefs beim Aiifliil'en i n WnKer diefelbc kryfiallinirche JTateric wie i m voriscn VerGiclie, abcr v o n
nocli melir L c l i i n i n ~ tmctallifchcm Anl'elien wcil das
,
Salz i n SrGLercr 3'leiigc aiisewandt war, u n d deslialb
aiicli die Kryfiallc Srijrscr u n d dciitliclier wurden.
hIit dcm llIikrosliop betrachtet zeigtc lich jcder dief e r Kryfitalle als eiii fcliarf ausgcbildctes r e g u l ~ r e sOc-
,
tai.'dcr, deKen Obcrflsclie eineii surserlt liarlteii 1Metall-Glanz tiatte ; einigc waren a n den Kanten fcliwacIi
ilurciil'clieiiiend mit rotlibrauner Farbe welclie Farb e aucli liervorkam, als die Kryfialle z u Pnlver gerieb e n wurden. Sie blieben a n der Luft u i i ~ e r & l e r t ,
wnrdcn lie abcr erhitzt, fo zerfielcn fie, fc'cliwollen
,
,
a a f , verwandelten Gcli zu griinern Uranoxydnl und
verliieltcn licli in1 UebriScn niit Sxiireli gerade 10,\vie
das Proditkt vom rediicirten Oxydul.
Es ifi iiiclit wolil denkbar, dars icIi in diefem Verfiiclic einen oxydirteii Kiirper erhalten liatte, zurnal
das a n s e w a n d t e Doppclfnlz nacli der neiien T h e o r i o
d e r Salzfi~iirebetrachtet, gar keineii SanerfiofF in Gch
l'cliliel'st.
Alla Uinfiandc fclieinen folglich 211 beweiren ? dafs der erlinltene kryllallilirte Kijrper metallifches Uran fey. 0,636 Grm. davon wurden in ein e m Platin - Tiegel zu griinem Osyd verbrannt. Die
Gewichts -2unalime betrug 0 , 0 2 5 5 , oder 100 Metal1
,
[ 254
3
hatten 3,695 Sauerltoff aufgenominen. Zur Vorficht
wurde das Oxyd i n Salpcterf~urcpufgelGfi, eingeirocknet u n d gegliilit aber es erlitt liierdurcli keinc
,
Ge wiclits-Vcr~nderung.
Als der Verfticli niit 1,006 Grm. Metall wicdcrliolt wurde betrug die Gewiclitszunalime 0,0375,
nach welcher all0 100 Metall 5,73 SniierliofT aiifiielimen. Dicfe beiden iibereinfiirnmendeii Verfuclie I)ewcilen alCo, dal's der braline, diircli die Reduction des
,
Uranoxyduls erlialtene, Kijrpcr wirlrlich metallifches
Uran ifi. l o o Th. Uranoxydul lintten n ~ m l i c l idabci
3,5j bis 5 3 4 verlorcii uiid niitliin 96,47 bis 96,46 zuriickgelaKen; aber gG,46 : 3 3 4 = 100 : 3,67, welcher
VerIidi dnrchaus mit der Gcwichts Ziuiahmc des verbrannteii Metalls iibcrcinfiirnmt. Dal's das durcli Reduction des Uranoxyduls m i t WaKcrfioff,as Sewonneiie filetall eiiie lcberbranne, l i i n a e ~ e ndas Pulver
des kryfiallilirten Frodukts cine rotlibraune Farbc befitzt m6chte wohl nur von der uiigleiclien Diclitigkeit der I'ulver Iicrriihrcn.
,
-
,
W e n n man das Refultat der Reduction des Uranoxydnls niit darn durcli Vcrbrennuiig des Metal13 erIialtenen vergleiclit, fo iR das Uranoxydul nacli einer
Mittelzalil i n 100 zufan~meiigefetztaus
Uran
Sauerfioff
96,442
3,557
100,cco
und
100
Uran nelimen 5,638 SrtuerfioIf auf.
Das durch Gliihen des kolilenGuren Uranoxyds
bereitete Uranoxydul ifi pulverfGrrnig u i d voii
lblirnuzig griiiier Farbe. Wenn niiln aber eiii Uraii-
c
255
3
LIZ mit kaiirtiCcliem Ammoniak fdlt , iind den Niederfc'clilag gliilit, 10 erlirilt man das Ox dill i n Form
Y,
Ccliwarzer zul'arnmenh~ngender Stiiclte welclie 311Cserll liart find, und daher niclit oline Scliwieriskeit
gepulvert werden kiinnen. Das Pulvcr liat die gewijlinliclie griinc Farbe des Oxyduls. Gegliilites Uranoxydiil liifi Iicli i n Celir iinbedeutendcr Merise i n verdiiniiter Salz oder Scliwefelf~ureanf, die AiiflGl'iing
gelit leicliter mit conccntrirteii Siiiren yor Iicli nnd
kocliendes Vitriol61 IGfi es vollkomnicii a u f , wodurcli
man eine hellgriinc SalzniaITe erhrilt, die Gch iii W a c Cer m i t tief bouteillengriiner F a r l c aaflijfi.
Fdlt
man diere AiiflGIhng mit LauftiLhem Ammoniak lo
fclieidet ficli U r a n o x y d d - Hydrat i n brauiien etwas
purpurfarbenen Flocken ab. A i i s g e w a l ~ l ~ e nbei 800
getrocknet, u n d dann in einer GlasrGlire erliitzt, giebt
es eine Menge W a n e r s , u n d wird griin. Gemijliiilicll
oxydirt fich indels einTlieil des Hydrats und wird SelL
elie es trocken ifi, iind war es m i t Arnmoniak in grsl'ser e m UeberCcliuITe gefsllt, oder w i d es mit warmem
WaITer ausgewafclien lo kanii m a n Gclier darauf
reclinen, d o 6 das Gniize beini Trockrien in Amnioniak haltendes Uranoxyd verwandelt worden ley.
M i t kohlenfaiirem Ammoniak erlidt iniaii ciiien Iiellgriinen Nie2erMilag von kohlcnlaaurem Uranoxydul,
der ficli in eincrn UeberCcIiulTe dcs Falliinp -3Iittels
wieder auflijft. Erliitzt man die animoiiiakalil'clle Auf161'iing, Co frillt dils Uranoxydiil liolilenliiiirefrei nieder. Das Hydrat des Uranoxyduls ili leiclit i n SSiiren
aufliislich ; das mit Animoniak gefillte wird dillier
lobgleich aufgelijfi wenn moil die Fliiffigkeit fauer
macht aber digerirt nion das niedergefallne Hydrnt
-
,
,
,
,
,
,
,
[
256 J
,
eiiie Stunde lang i n der Fliiffigkeit To verliert es feiri
clieniilcli gebundenes WaITer h k t zu einem fchwer e n Piilver von geringem Voliim zularnmen, nnd wird
daiiii niir Cdlr fcliwer von S;inren an~egriffcii.
,
Gelber Uranoxyd.
Das Uranoxyd h a t , wie bekannt ifi, die Eigcnrcliaft, zugleicli die Rolle eiiier Siiure wie die ciiier
Bare ZLI fpielen, und es liat eine fo grofse NeiguiiS
niit anderii oxydirlen Karpern Verbindungen einzugelien, dafs icli a n der Mijgliclilxit zweifle, es i n Xolirtem Zufitande darllellen zii lc6nnen. Fdlt ninn z. 13.
ei 11e Aiifl6 fun g vo n fa1z fanr c ni ode r f a Ip e t er [a LIre rn
Uraiioxyd m i t lianllifchem Ammoniak, To ili der
Niederrchlag eine c1iernirc:ie Verbindung voii uraiioxyd niit WalTer u n d Aninioniak
welclies letztere niclit ansgewnrclien werden kann. E i n ~ h n l i c h e s
Verlialten fiiidet bei d e m niit kanfiifcliern Kali bewirkten Nicdcrfclilap Stntt. Das walTerha11i~eiiranf a m e Ammoiiiak hleibt bei zoo" W l r n i c u n d noch
Jariiber unversndert ; fitarker erliitzt, verliert cs Waffer, Slickgas u n d Amrnoniak, und cs bleibt Uranoxydid znriick. Verfiiclit m a n wiederum das Glpeterfaur e Uranoxyd ziir Austreibnng d e r Szure zu erliitzen,
To ill die Zerfetzung des Salzes nicht e h e r vollendet,
als bis die ganze J'laKe zii Oxydnl geworden ill, wie
,
man auch dabei die T e m p e r a t u r regnlire.
Der geringe Sauerlloff - Gehalt des Oxydnls
macht es natliig, zur Beftimmung der Zufammcnfetzung des Oxydes eine Metliode nnfzufii:den , die
nicht den mindellen Irrtlium mit ficli fLihrt, weil
fonfi, wie man leicht einfieht, das Sauerfioff Verhdt-
-
c
257 1
n i h d e r beiden O x y d e fehr u n r i c h t i g aiisfaIIen kann.
Um e i n e folclie M e t h o d e aufzufinden , w u r d e n rneiir e r e v o r l ~ i i f i g eV e r l u c h e angeliellt mid bei diefen f a n d
icli
dars w e n n man e i n e Aufl6CiinS v o n f a l z 6 u rem Uranoxyd die zugleicli cine E r d e o d e r ein Metalloxyd entliglt m i t kanlt. A m m o n i a k verfetzt rlao
Uralloxyil in V e r b i n d u n g m i t d e r Erde oder d e m Metalloxyde als ein u r a n h o r e s Salz niederfiillt Iklbfi
\Venn d i e Bafe zii den ICiirpern gelicrt, die fiir LcIi
,
,
,
v o m A m m o n i a k n i c h t gefillt werden w i e B a r y t mid
Iialk, und dal's m a n a u f dielk W e i f e c i n e gaiize Reilio
y o n n r a n f a u r e n Salzen h e r v o r b r i n g e n k 6 n n e , welche
jedocli 1iinl;chtlicli i h r e r qnantitativen Znfammeiif e t z n n g n i c h t das Lei dcii Salzen i m A l l g e m e i n e ~~~ e ~ i j l i n l i c l i ebefiiniinte und LinvcrYnderliclie Verlial ten
zeigen, w i e man aus dem Folgenden nrlicr Cehen wird.
Ifi das Uranoryd m i t eincr fenerfefien Bare verbunden,
6 ltnnii e3 lelbfi zu e i n e r Iiijliern T e m p e r a t u r erliiizt
w e r d e n oIine d a b es d e n geringfien Aiitlieil Ikines
Sanerftoffs verliert. Fa113 icli n i i r a110 ein uraiifaures
S d z m i t oinem etwas IeicIit rediicirbaren ails I e i n e r
Zufanimenfetzniig nnch b e k a n n t e m hIetalloxyd verrchaffen k o n n t e , lo h a t t e icli ill d e r R e d u c t i o n 3 e s
Salzes m i t WaITerfioffgas e i n M i t t e l d e n SaucrfioffGehalt des Gaiizeii befiimmen zn kijnnen w o r a u f icli
nLir d i e Quantitiit der UaIis zii wiITen branclite, um
d e n Sauerfioff cles Uranoxydes zii e r f a h e n . Ich wallIte
das iirniifaure E l e i o x y d , a h z u diefern VerLucli am
zwe c k m iifs i 6 fie n.
Anafyfe der uranfauren Bleioxydes.
Das Salz miirde dndiirch bereitet, dafs eine fa]peterfaures U r a n o x y d u n d Calpeterfaures Bleioxyd h a l -
[ 258 1
tende Aufliifung m i t kaufi. Ammoniak gefillt, und der
Niederfchlag gewnfchen nnd gegliiht wurde. Er entK e l t walirf'cheinIic11 einen Ueberfcfiiil's von Bleioxyd
i n Form eines bafifchen ralpeterf'aiiren Salzes wcil
d n s Bleil'alz in ziemlich bedentender Menge ziisefetzt
w u r d e , aber diefs ifi hier o h n e Einflufs. D i e gefillte
Verbindung war im gegliihten und Sepulverten Zn-
,
h i d e zirnmtbrniin, nnd Iieferte m i t Salzl'iitire cine
volll~ornmengelbe Aufli;fiiing, zum Beweife, dpfs das
Uranoxyd niclit desoxydirt war.
1,969 Grm. uranfaures Bleioxyd w n r d e n , auf die
A r t wic das Uranoxyd~il m i t WaKerfiofFfps reducirt.
Beiin anfangenden Gliihen entwich vie1 W a K e r iind
als dies aufliarte w u r d e die Operation unterbroclisn.
Das Produkt fiellte ein dunkelbraunes Piilver dar,
welclies 0,127 Grm. weniger "03 als das nranfaiire
Bleioxyd. Diefer Gcmiclits Verlnfi Iconnte indexen
niclit rnit vijlliser Genauiglte;t befiimtnt werden meil
d e r Apparat Linter d e m W i c g e n unaufliGrlic11 an Gewiclit z u ~ ~ n l i r n . Die reducirte Maffe er-lritzte J i c h
cinlez', und n l s J e czuf ein Papier gefcliiittet wurde,
eniziindete Jie jich, wurde durchnus gliiherzd und
IiinterIiefs urnnjaures B l e i o y d 3.
Diefe londerbare Erfclieinnns, die Ilatiirlich d n r c h
d i e rafclie Oxydntion des Uran Bleies veranlafst wiirde, w a r urn l'o unerwarteter, als diere 11/Ietille fur fich
keine VeriindernnS bei der gewijlinlichen T e m p e r i t u r
&r Luft erleiden; es m d s daher ein electro -chemik h c r Prozefs erwcckt worden r e p , der die Verbren-
,
,
,
-
,
,
-
*! Eine
-
neihe ahnlicher intreffmter Fencr Er/chsinungan, wie
die, welche Hr. Arfvedfon beobachtete, hone ick den Lefern
der Annalen nicbflens mitzutheilen.
P.
I "59 1
nuns herbe; f d i r t e . InzwiTcliexi konnte wegen diefes
Lrlnfiaxides der Sauerrtoff G e f ~ a l t d e s uralilhtiren
Hleioxyds auf did; Art niclit zuverltilKig beliimmt
lverdeii. Der V e r l h c h w u r d e dalier d a l i i n abgeiiridert,
&Is d a s WaITer i n eine m i l dem Apparate Inftdiclit
vei.biindene iind rnit gefchmolzenem ralzfauren Kalke
Sefiillten Vorlage die zuvor geivogen mar, hufgefanSCII wnrde.
V o n -1,5 G i n . gegliihtem uranfinanrem Blcioxyde
w n r d e n auf diefe WeiCe 0,164 Grm. WaITer erhalten,
eiiti'pprechend 0,1459 SauerfiofF. ( D e n Sanerfioff - GeIlalt des WaITers nacli B e r z e l i 11s u n d D u 1o 11 6 s
Verltclien ZLI 88,94 angenommen. 1
0,628 Grm. uranfanres Bleioxyd von dernfelben
X i e d e r f c h l a ~ e genommen wurdeii i n Salpeterfzure
attfgel6fi, die Auflafung m i t der ziir F d l n n g des Bleioxydes hinlinglichei1 QiiantitPt SchwefelCsure vermifcllt u n d fafi zur Troclinc verdampft. Icli habe
es notlimendiS gefnnden das iiranfaure Eleioxyd ziierD in S a l p e t e r h i r e aufzul6l'en, meil Lei der directeu
Zeri'etzung m i t Schwefelfsnre der Elei Vitriol n i e
frei von U r m uiid we& erlialteii werden kann. D i e
AlnKe w u r d e dnrauf mit Alkohol ausgezogen welcIier
lc'cliwcfell'aiircs Uranoxyd rnit H i n terlaRung von ElciVitriol aufliifie; letztere aiif eiii Filter gebracht, mit
Alli0110lal1sg~wafche1i, u n d ~ c s l i i l l twog 0,485 Grin.,
welche 0,557 Grni. Eleioxyd eritfprecl~en. D e r nefi
von 0,628, oder o , n i i war folglicli Urnnoxyd. 2,s
iiraiifaures Rleioxyd enllialteri deninacli 1,507 Gleioxyd
n n d 0,993 Eranoxyd. Dcr Saiierfioff des erfieren ifi
o , o g ' j ; , u n S d a dns Dlei- uiid das Uranoxyd z d n n i m e n 0,1459 Sancrfioff verloren liatteii, m u h e n fols-
-
,
,
,
,
,
-
,
[
IicIi
260
]
Sanerfioff dem Uranoxyd ziigeliGren,
nlfo : loo Uranoxyd 5,252 Sauerfioff cntlialteii.
0,0522
Dcr Verfuch w i d e m i t uraiifaiirem Bleioxyde
yon einer zweiten Bereitung wiederholt weil der
,
erlie Vorratli ausgegangeii war.
I,& Grm. davon mit WaO.erfioffgas redncirt, lie0,0698Sauerfioff. i , z j ! 3 Grni.
ferten 0,0785 WaCTer,
des Salzes mit Scliwefellhiire zerretzt g a l e n ziini Re-
=
hltat
0,173
Bleioxyd ilrid 1,083 Uranoxj-d ; folslicli
befiiinden demnacli
1,26
iiranfaurcs
Bleioxyd
aus
Bleioxyd und 1,08G7 Uranoxyd, die z n l i m m c n
0,0698 Sanerlioff er,tIialten ; aber i n 0,1733 Bleioxyd
0,1733
findet man 0,0124 Snnerfioff. D e r Sauerfioff in 1,0867
Uran'oxyd betrug folglicli 0,0574, urid l o o Uranoxyd
entlialten 5,282 Smerfioff. Der vorlier~eliendeVerf d i gab 5,252; d a s Mittel v o n beiden iTt 5,267, worilus ficli ergiebt, Jars l o o Uran ziim Oxyd 5,559
Saiierfioff aufiielimcn.
Darnit diefe BeliimmnnS niclit a i i f die Zerlegung
e i n e r einzigen Verbindiung berulie, l o unternalim icli
iiberdiefs dic
Analyfe der Uranfauren Baryts.
Zu
dem Elide wiirde eine kocliende AuflZfLing
von Mzfaurem Uranoxyd und falzfaiirem Baryt mit
kaufiilclieni Ammoniak niedergeMilagen, d e r Nieder-
rclilag aufs Filter gebracht, ~ u i deili$I rnit koclieiidem
,
WaITer ausgawal'chen n m eiiie V e r u n r e i n i p n g mit
kohlenfaiwern Baryt ZLI verliindern. Der getl'OCkllete
und geSliihte uranfaure Baryt war von bralidselber
Fiarbe, gepulvert aber von pommerilnzengeller.
261 j
1,545 Grni. Se$iiliter ziranfiwrer Baryt i n Salpeterl'tture aiifsclGfi iind d itrch Schwcfell'hrc zerl'etzt,
gaben O , X J ~ Grm. l'cliwefel6uren Baryt, oder 0,194
Uaryt. Die, das Umioxyd entlialtende Aufliifung wurde eingetrocknet, u n d das trockiie Salz z u r Zerl'etzung ili eineni Platin Tiegel erliitzt, wobei die
Vertreibung der letzten Aiitlicile Scllrvcfelfsure, eiiie
Itarlie n n d lang anhaltende Hitze nothwendig maclit.
Der Iliickfinnd w a r Uranoxydul, das 1 , 1 2 1 Grm. betrus; l'eine Aufliil'iing in Salpeterfsnre wurde niclit
1:'i43 uranraurcr
d u r c h l'alzl'anren Baryt getriibt.
Bar}-t rvarcn demiinch zcrfallcn i n 0,194 Uaryt und
1,121 Uranoxydul,
die zufanirnen 1,315 ausmachen.
D e r Verlurt 0,028 niidste dalier lo vie1 betragen als
der Unterlcliied zwirclien dem Sanerlioff- Gehalt des
Oxyds und des Oxyduls; aber 1,121 :0 , 0 2 8 100:
~
2,50,
-
es nelirnen all'o
100
Orydul
2,50
Sauerfioff a d , um
Oxyd zu werden.
1,456 Grm. uranfaurer Baryt von einer fpH:eren
Bercitung
lieferten 0,564 fchwefelfanren Buyt,
0,239 Baryt, u n d 1,186 Uranoxydul. D e r Sauerd
fioff Verluft betriigt i n diel'em V e r h c h e 0,031 auf
1,186 Uranoxydul, welclies auf 100 Tlieilen dd5 letzteren 2,61 ausmaclit. D i e Mittelzahl yon 2,50 u n d
2,61 ifi n,55, und loo Uranoxydul lbllteii iii Folge
d i e k 546 eritllaltcn oder loo Metall 6 , s ~ Saucrfioff
aufiielinien.
Ohglcich der uranfaure Bnryt jedesinal auf diefclbe Art bereitet rvurde, fo namlich; dal's die gefiiXtc FliilIigkeit fiets freies Ammoniak entlilclt uiid
ill l>t:ideii FiilIeii ein Tlieil falzl'aurcn Earyts niisdS
Annal. d.L'LjGk. B . 7 7 . Sl. 5. J. a 8 A S t . 7 .
-
,
-
,
,
[
262
3
fallt i n der FlufiSkeit zuriickblicb, fo findet ficli doclt,
Jars der uranl'aure Baryt voni erlieii Verfiiche cincii
bedcutend Seringerii Antlieil Bare exitlidt als dcr voiii
Ietzteli.
Vielleiclit kann d n s Uranoxyd, nls eine
Ccllwaclle Ssnre, einise LModification i n feiner Syttigiungs - Capacittit erleiden j e naclidem man den lalzfnuren Baryt, i n einer griilseren oder gei.inSeren
McnSe, dcm falzfanren Uranoxyd liinzufiist.
,
-
Analyre des fcliwelelfauren Uranoxyd Kali.
,
Dicfes Doppelhlz welclles w e n i p l e i c h t l ~ s l i c l ~
ill VValTer ift, als das lhlzhnre Uraiioxyd - Kali
I'cliiefst a u c h leichter a n , und kanii durch wiedcrlioltcs Iiryfiallifiren V O I ~ I ~ O X I Irein
I I I ~ Ivon
~ eineni Uebcrl'c1i:iKe des Kalifalzes crlinltcn wcrden. Icli liielt deslialb diefcs Salz zur Analyl'e taugliclier, als das lilz-
,
laure.
M a n bcreitet Clas I ' c l l w e f d h r e Uranoxyd - Kali,
wenii mail der Auflijl'ung von l'chwefelfaurem Uranoxyd, etwa9 Cchwefel~auresKali, beim Verdunfien, zuLetzt.
Es bildet eine unregelm8fsige kryliallinirche
SalzmaKe von ausgcneichnet Ccllijn citroncnselber
Farbe. Erllitzt, Sibt c9 im Aiifange WalTer, fclimilzt
darniif bci notligliililiitzc u i ~ dw i d flulxg Das vollkomrneri gefclinioizene Salz ifi griinselb u n d folglich
theilweile zerhtzt ; gicbt aLer dcnnocli eine vollkommen citronengelbe A I l f l ~ ~ l Iinn ~W a k ; w i d
das Sdz nur bis aum beginneliden Schrnelzen erhitzt,
,
10 b e h d t
es fcirrc p l b e Farbe vollkornmen bci.
Eine AufliifimS, dic 2,172 Grm. unlkryfiallifirtes
n n d wall'wfreies fchwefellaores Uranoxyd Kali en tliielt wurdu rnit l h l z h r c m Baryt gefillt. D e r abge-
,
-
C 263 3
rc'chiedene, ansgemafchcne, nnd gcglilhte khwefelfaurc
Baryt wog 1,814 Gym., entfprechend 0,623 Scliwefelhre.
Beim Vermifclien der filtrirten Fliiffigkeit m i t
kanliifcliern Ammoniak fiel, Uaryt Iidtendes, Uranoxyd
niedcr, das auf3 Filter gebracht u n d ausgewal'clieii
wurde. D i e abfiltrirte Fliilfigkeit wurde m i t eincr
Iiinlii n gli clie x i LVcn ge Schwefellaur e ve r l'c Iz t un d e t was eingedampft, Cowolil uin den iiberlchiifigen Baryt
abzuf'clieiden, als aucli urn cin von Salzffiure freies fchwefcl[aurcs Kali 5 u erlialten. D i e trockne SalzmaITe wurde
ixi eiriem gewogenen l'latin - Tiegel zum Gliilicn erhitzt:
wodiircli das Ammoniak - Sdz ficli verfliichtigte, und
fchwefcllkn-es Kali zuriick blieb, welclies durch Dampf
von kolilenfaurcm Arnmoniak vGlliS neutral gemacht
wurde. Es betrug 0,533 Grm., die 0 , 2 8 8 Grm. K d i
efithaltcn. Das Salz lafie ficli oline Riickfiand in
WralTer u n d die Aufliiluiig w i d e wpder durch Ammonia]<nocli Silber - Solution getriibt ; e3 entliielt all'o
keiiieii Hinterhalt y o n Uranoxyd odcr Sa1zh.m. Die
Schwefell';iure nnd das Kali warefi Comit befiimmt, iind
da das Fclilende, Uranoxyd f'eyn mufstc, Lo geht hiernus
liervor, dnl'3 dns Doppellalz zufamtnengel'ctzt ill; ails :
,
Scliwefell'aure
Kali
Uranoxyd
0,623
0,283
1,261
1,172
oder i n
100
Theileii ails :
Schwvelelfiure
K.c;i
Cr,:.oxyJ
28,bS
15.26
--
59,Ch
ICC,L'c,
5
2
I
Kali merden
264
I
Schwefelr8ure 5efattigt, von welcher lctzteren all'o 17,42 iibrig find,
dic 58,oG Uranox+l zukommen ; aber 17,41 ScllwefclCallre Izttigen eiiie Quantitat Bafis, deren Saiierlion'
3,477 betriigt; 100 Theile Uranoxyd cntlinlteri folslich
5,99 Sauerfioff, oder LOO Metall iiehnien 627 Sauer13,26
fi0E
yon
11,26
all€
Dcr Saiierfioff des Kali verhah fich zii dem dee
Uranoxyds nahe \vie 2 : 3 , denn der Sauerfioff in
13,26 Kali ifi 2,248, U I I ill
~ j8,06 Uranoxyd: 3,477;
aher 2,482 : 3,477 = 100 : i54,'j.
Stellt man n u n das Rcfultat diefcr Cxmmtliclien
Verl'uclie iibcr die ZiihrnrneiiretzunS des Uranoxydcs
ZuLrntiieii, lo h a t nian folgendes Verlidtnil's :
100
Theile C'ran iiehrncn auf:
nach der Analyfe des uranrauren Bleioxydes,
5;59 SauerRoff.
nnch der Analyre dcs uranliurrn Baryls,
nach der Anaiyfe des fchwefelf Uranoxyd- Kali,
6.349
6,370
-
-
Die Zahl 5,559 vcrhYlt ficli ziini Sauerfioff des
Uranoxydul's falt geiiau wie 5 :z weil 100 Uriln im
Oxydul 3,688 Sauerfioff ilufnehnien 9 welches mit I:
mulliplizirt z 5,552 giebt ; die beiden letztern Zalilen
liegen wieder i n der Mitte zwirchen 13 und 2mal
3,688. Es ifi fcliwer zu befiinimen, welche von diefen Z&Ien der W a h r h e i t am nSchfien kommt. D i e
beiden letzteren, obgleicli auf Lltigleicken W e g e n erhalten, find I& iibereinfiiinnieiid, und liaben daher
tinigen Anfpruch auf Riclitigkeit. Anf der nndern
Scitc ilt e6 Mar, d n k der Verfuch mit dem uranfaiiren Bleiovyde eine f'cliiirfcre Befiimmung z u l d s t ,wcil
die bei dcmfelben angewandte analytif'che LMethode
,
C 265 I
Ci11C9 hSlieren Grades yon G e n n u i ~ k e i tfzhig ifi, &
die der hcidcii folsenden. Icli niul‘s indelTeii bekeniien dafs &cfe Verholie die Z n h m r n e n l h z n n , ~de3
Uranoxydes Iiiclit rnit der GewiCsireit geben \velclie
m a n mit neclit foraern kann. Als das W a l ~ r f c h e i i i licfifie kann man jodoch annehmen, d a f ~i o o Uran 217nl
Oxyd aufnelimen 5,532 Sauerfioff oder i-:mal 10 vie1
a h ziim Oxydnl, Lo weit anders die, oben gefUndene
ZnfarnmenfetzunS des letzteren
nls zuverIdfig betraclitet werdcn kilnn, welches wohl nicht zu
Lezweifeln ifi, da die Oxydation des Metalles iind die
neduction des Oxydules ein iibcreinfiimniendes Rel’ultitt geben.
Nach Hrn. S o h 6 nb e r 6 s Abhandlung iiber die
ZuTamrnenTetziing der Uranoxyde ( De conjunctione
chcrnica ejusqne rationibus etc. Uphliae 1813.), verhalt Go11 der Sauerlioff irn Oxydul au den1 im Oxyct
wie a : 3 , aber er fand davon in erfierem 6, und i l l
letzterem 8,73 Procent. D e r Sauerfioff dee Oxydiilv
wurde durcli die Analyfe des la’alzfauron Uranoxydnls
beftimmt, u n d die Zdammenlktzung des Oxydes durch
den VerIuR gefunden, welclier entfiand a19 das letztere
durch Gliihen in Oxydd verwandelt wnrde, icli habe
i n d e h gefunden, dafs das i&faure Qxydul Salz nicht
onders ueutral und oxydfrei erlialten werden kann,
als mit Zerlktziing, iind es ifi daher glaublich, dafs
Hr. S c h o n b e r g ein Salz r n i t SZat-n - U e b d c l d s
unter Handen geliabt habe, wobei n a ~ i i r l i c hder Sauerltoff -Geliiallt der Enre zii hoch auefalleri niurste. Das,
ziim lefzteren Verfuche angewandte, Uranoxyd mar
durcli Gliihen des I ; l p e t e r h r e n Oxydllzes bereitet.
Diefcr Vcrliicli konnte niclit r i c l i t i ~ausfnllen, weiI
,
,
,
,
,
-
{
26G J
nach d e m , was vorlier eriiiiicrt wurde, es unm6glicli
ill, die Salpeterl'rure oline VcrwandlunSdes O q d c s i n
Oxydul vollkommen nasziitreiben.
100 Uran nelimen ziini O~)-d~l3,6L18Sauerfi0ff
auf.
W e n n dies 2 Atome find, wie n u n wohl vermnthen
k a n n , Co wicst ein A t o n Uran 5 4 2 2 , ~ ~ ~ Das
~ . mit
eiiieni kauliifclien Alkali Sefiillte Uranoxyd ili in einern
Ueberl'chalTe des FSllunSs Mittels unaufl6slicli, entliiilt aber fiets etwas Alltali, dns niclit oiisgcwarclien
werden k a n n ; Lefindet licli zuglcicli cin E r d c - oder
Metallf,Jz i n der Fliil'figkeit fo 1'cIil;~t fich dns Uranoxyd- vorzngsweil'e mit der Erde oder dem 1Metalloxyde nieder. I n kohlenfanren Alkalicn mid befonders in kolilenfaurem Amnroniak ifi das Uranoxyd
leicht aufl6slich. Die Anfliil'iinS ili Iiark citroneiigelb,
iind felbfi eine unbedeutcnde M e n g e Uranoxyds ifi
hinrcichend der FldGgkeit diclk Farbe zii ertheilen.
Beirn Aafkochen fillt daa Uranoxyd in Gelialt eines
blal's~elbenPolvers nieder das KohlenTauro und aiich
Ammoiiiak entliiilt.
Man knnn gleicliwolil nicht
daranf reclinen auf diefe Art allcs Oxyd zu crhdten,
weil immer ein T h e i l Co gerins er ~ L I C I ill,
I
i n dcr
Fliil'figkeit zuriickgelialten wird, nnd bringt man das
kohlenfaiirc Uranoxyd auf eiii Filter und Wifclit es
ails, fo entliiilt das Wafcliwafler bcl'onders nm Ende,
eine giite Portion UranoxTd anfSeIiifi, welches wieder herausfgllt, wenn cs i n die lhlzlidlligc FJiilGSkcit
kommt. Daa rnit kauliifcliem Arnmoniak gefdlte Uranosyd vcrhtilt Gcli iihnlich. I l a s Uranoxyd l'cheint den]n a c l i i n geriiiger Mclige in WaITer aufliislicli Z L Lyn.
~
&Ian kanii diefe;?mAnflii!'en7wold cliirch Auswafclien nlit
c ixsnl, Sdmiak haIteiiclen, VV aiTer, grdi1el1t1icils zilvor-
-
,
,
,
I
3
261
,
koiniiien
nber es niclit viillis vcrliindern.
Ifi das
Uranoxyd mit einer E r d e o d e r einem Mctalloxydc yereinigt, 10 wird cs nicht irn Mindefien bei dein Ans\v afc11e1I, ilLlfp1;fi.
,
Nach dem, was znvor angefiilirt wvurde, verciriigt
Iich das IJranoxyd niit andern Metalloxydeii , oder
Erden, zii eiiier Art von iiranfanren Salzen, bei allen
Gelegenlieiten w o d e r m gerneiiilc'chaltliche Aiiflijfi~ng
diircli Arnmoniak gefillt wird. Diefe Verb~iidungerl
liaben dic Eigenfchaft Gch dnrcli WaITerfioffsas 211
Gran-Metallen reduciren 7 x laKen auch w e n n d i e
Eafe z. 13. Earyt ili.
/ l i e Urnn Jlelnlle ox-ydiren
,
,
-
,
J c h bei der gewb'hnlichen Temperatur der. Lust nrit
Feuer P/ianornen, und Bilden dniier eine eigene
KhFe oon 9,rophoren die d e n bislier bekannten,
-
,
IiinGclitlicli der Entziindlicllkcit nichts nacligeben.
Dee U r a n - Cleics ill I'chon e r w s h n t worden. E i n e n
arialogen KGrper e r k i l t m a i l auch bei der Reduction
des.nranrauren Earyts, u n d das CJrnn Elyen ycrb r e n n t nocli lebliafter als die beiden vorhergehenilen.
Das Uran M i e i n t eine fehr fc'cli~acheAffiriitxt ziini
Scliwefel zu liaben. Anf iialTein W e g e erhVlt man
d i c h Verbiudring beknnritlicll wen11 man eine UranAnfli;liirig rriit Hydrotliion - Kali fiillt aber ScliwefelU i ~ na u f trocknem W e g e Jarzultellen, gliickte wenigl i e n s niir nicht. Leitct niaii trocknw SchwefelwafTcrfioKsns iiber gliiliendes I ~ r i ~ r ~ o ~ . ~Ibd reducirt
iif,
2s Gcli
Ibgleich, cs eiitweiclit Jl'anbr u ~ i dScliwefel, u n d cs
-
,
,
bleibt eiri brairrier iiGi.per z ~ i r i i c k , der i n jeder HinIic;Ilt 3t.m inctallit&cn Via11 glciclit
n n d 11ur
1 , G l 1".
Scllrvefcl~C ~ 1 : l l i i I t .
,
c.
[
2&
]
U r a n f a I z c.
Oxydu&Zze i n reincrn Ziiftanclc wcrdcn fcliwerlicli liervorgebraclit werdan kiinnen. 1.GTt man TJrnnoxydul in concentr. Scliwcfel odcr Salzhiirc n d ,
welches be; letzterer fehr t r + p v o r ficli ~ c l i t l, o ifi die
Aufliihng im Anfang dunkel E o u t e i l l e n ~ r i i n aber fie
lvird l'pster heller iind gelbgriin von neugebildctcni
Oxydl'alzc. D i e Aufl3rung i n Scliwefcll'inre Ihtzt bpi111
Abdarnpfen cine Iiollpriine, uriregelniXGi_: liryfiallifirte
SnlzmaITe ab, die ein Gernensc! von Ox)-di~l-u~iclOxydfnlz ifi. Dic lalzfaure Adli;:;tnS troc!mct c i n , oliiic
im Mindefien ein Salz abznlktzcn.
Oxydfil=e. Sc7iwefelJi(iircs U~-anoxyd,wird bcreitct indeni man eine Aufliiltina von I'cliwefelLanrem
Uranoxydul, Salpeterkure ziifetzt wobei die griine
Farbe dcr Fliifligkcit fchncll i n einc gelbe iiberSclit,aucIi
ohne IIiilfe der Wsrrnc. Das Salz kryfiallifirt nicht,
lolidern 1rirst fich bis ziir fyrupsdicken 1:liilfiSkeit verdampfen. Eri weitereni Eintrocknen verliert dies
Uranoxyd eine Portion Sauerfioff, und das Salz wird
g r u n gelb.
Snlpeterfaures Vranoxyd wird durcli die Anfl5funs des Oxyduls in SSure dargefiellt. D i e Aufl6fting
geht fclinell vor ficli, befondere bei Anwendung der
VVrrrne, es entwickelt Gcli Salpetergas, mid man erl d t eine gelbe Fliifigkuit, wclcIie bei der Abdnmpfung i n iangen prismatil'clien Kryltallen ,von rChijn
citronengelber Farbe anfchicl'st. Das sa1z ifi irn >,7;aTfer leicht aufliislich es w i d I'chon i n wenig erhijhter
Temperatiir zerfetzt, wohci es Lcli unter EritwickeItins von Sauerltoffsas: i i r I;Ip&gsn~ires Urnnoxyd
yenvandeli, n u r bei onfangendcni Gliilieii wird es
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c
269 3
ra!lfia&Iig zerretzt , e3 eiitweicht t l p e t r i g c Sziire und
'Lirsnoxydnl bleib t zuriick.
SiGIzJnures Urnnoxyd wird anf diel'elbc A r t , wie
d a s fcliwefelfanrc darsefiellt; es kryfiallilirt iliclit, I'ondern trocknet ziiin Syriip ein. Das trockne Salz zerflicfst ausgezeiclinet Bark.
Vom Loldenfauren Urnnoxyd wnrde fclion gelpr ocli e 11.
D
o
p p
e 1
f a 1 z e.
Das Uranoxyd C ~ l ~ e i n in
t , Verbindiing mit andern Baren, eine grofse Neigiing z u belitzen Doppelf d z e zii bilden. Es ifi fohon angefiihrt worden, dafs
cine Auflijfuing yon I'chmefelfaurem oder falzfaurern
Uranoxyd fiir ficli niclit kryfiallifirt, daCs aber, wenn fie
ziigleich ciiicn kleinen Antheil CchwefelImren oder f d z fauren Kalis e n t h l t , das Uranfalz beim A b d d h
in Verbindung mit dem alkalifclicn Salze ankliiefst.
,
Sci~wefe&k~-ee
Urnnoxyd- Knli bildet eine k5rniSe kryfiallinifche SalzmaKe yon niisgezeiclinet fch6n
citronengelber Farbe. Es iR zienilicli leicht in Warl e r auflijslici und wird vom Alkoliol zerletzt indem
ficlr das Ehwefelfaure Uranoxyd aufliilt wallrend
das Kali S a h ungcl6fi zin-iickbleibt. Beim Erliitzen
verliert es WaKer, bei dnnkler Gliilihitze fchmilzt es,
fsngt aber dabei a n hcIi z u zcrfetzen , wesliolb es griin
wird. Diefe Zerfetz~ingilt gleichwohl unbedeutend,
weil fich das viillig gaEhmoIzene Salz wieder mit citronenselber Farbe in WaiTer aufljfi.
Vor den1
Sclimelzen, wird es nicht im GerinSfien zerlest. Die
Zi~l'ammenl'e~zi~ng
des waKeerfreien Salzes wurde vorliin ansegeben.
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270
]
Scliwr/'c~nures tlrcmnxyd-Arnmonink kllickt
ilhnliclie Art wie das vorlrergcltcndc an. Es ifi i i t i
\V&r leiclit raflihliclt., uiici wird bei IiiiItcrer Teniparatur zerfetzt Ib dJh Uraiioxydid zoriickbleibt.
,
SnlzJiturer Utnnoqdul- Knti Calrief'st aiicli Ieicht
wenii die Aiifl5hris eiiiaii etwits bedeutetideit h i tlieil voti Llzturem lGli eiitlidt. Im entgegciigel'etztaii
811,
Falle ifi das Doppelrdz Ikhr Gliwer ZU kryfiid'lli~iren.Es
Lildet kleinc bald prismatifdie, bald k&iii3e, durcliGclitiSe gclbc Kryfiitlle von re~elmrfsigerGefialt aber
es in aets mit folzl'onreni Koli nieclioniIch Semengt,
wovon man es nur durch Ausfuclien reinigen krnn,
d a s itbcr f'clir miilifam' il), do die Kryfiallc rufserrt
klein Gnd. Das cingemeiigta fitlzl'aiwe KaIi kanrt
iiiclrt diirch Uinfiryftallifiren abge!'cIiieden werdan,
dir cs mit dem Doppelralz gleicli ruflGslicli ik, iiiid
w i d e r mit ihni aiifcllierst. Das Doppcll'alz larat Jas
lValTcr beinr Erliitzen ohne Zerletzung falireii es
Ccltnlilzt bci anfangendem Gliilien uziterEtitwickelun~
von Chlor, wird fodann griin, und tarletzt licli, w a i n
a~iclii i w tLeilweiCa.
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,
AiiEere Doppelfalze liithe icli niclit drrgeRellt,
ill, Jars es nocli trialirere
derlelleti gicbt.
wiawoli\ es walirIcIreinlicli
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