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Beitrge zur Arographie.

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59 1
ist nicht richtig. Beide K6rper haben gain dieselbe Ztisnmmensetzung.
2) Der fliissige Theil der aus dem Rindstalg durch
Verseifung dargestellten fetten Stiure besteht wesentlich
aus Oelsaure (C36 €433 OS+RO), enthtilt abcr noch einc
geringe Meuge einer anderen Saure, die ein niedrigeres
Atomgewicht besitzt, als die Oelsaure.
3) Der feste Tbeil der aus dieseni Fett gewonnenen
fetten SIiireii besteht wesentlich aus zwei Sluren, der Stearinstiure ( ( 2 3 6
0 3 +El) und der Palinitinsdure (CJ W 3I
o7+w).
4) Das palmitinsaure Natron besteht aus CJ €33 O 3Na.
5 ) Die palmitinsaure Magnesia aus C3 H3 O3 Mn".
6 ) Die palmitinsaure Baryterde aus C3 H 3 O 3i a .
7 ) Das palmitinsaare Bleioxyd ails C3* 4 4 3 I 0 3 Pb.
8 ) Das palinitinsnure Kupferoxyd aus C3
' 03 Cu.
9 ) I h s palmitinsaiire Silberoxyd aus C3' H3I O 3A g10) Die Zusammcnsctzung des palinitinsaurcn Aethyloxgds (des Palinitinstiuretithers) endlich katin durch die
Forinel C J z€I31 O 3 + C * H 5 O ausgedriickt werden.
Der Rcisende zu Lantle wird auch in einf6rmiger Gegend
durcli cine Mannichfnltigkeit von Gegenstlnden leicht in
steter bufmerksamkeit erhalten. Denn die organische und
unorganische Natur, die Gestaltung des Landes, der Mensch,
seine industriellen und technischen Erzeuguisse bieten einem
.Jeden, je nach der Sphare seines Wirkungskreises und der
ilin beschdftigenden Idceu , hinliinglicbe geistige Beschtifti-
592
giiug. Anders der Reiselide zur See. Die blaulich- griiuc
Meeresscheihe, drreii melancholisclie Kegelrniifsigkeit nur
durch die zu scbYumenden Hiigeln gethiirmten Wogen unterbrochen wird, ist der monotoile Anhlick, der ihii des Morgens begrfifst, den er des Abends verllfst, und in cliescr
unvcrgleichlichen Eiuiide spYht er uuiher, ob iiicht ein Gcgenstaud ibn fesseln und Geuufs bieteu kthioe. Uud er
findet ilin aufser den iu ewigcn Bahuen kreiseiiden Himmelskiirpern auch auf der Erde in dem Zuge dcr WolLcu, in
dem Webeu des Windes, iii dem auf- und abwogeudcii
Luftmeer, in der abwechselnden Flrbuug und Durchsichtigkeit des iiber dern Fliissigen ausgegosseueu Dunstkreises.
Anf dem Meere ist der O r t fiir meteorologische Beobaclituugeu, der Reisende ist darauf angeyiesen, aufwiirts mufs
sein Nick gerichtet seyu, denn die bewohnte Erdc liegt
weit a a t e r seinem Gesichtskreise. Man gewinnt daiin lieb
den bald gauz blaueu, bald mit gestreiften oder geflocktcn
Scliaafwblkcheii wie ein gestickter Teppicli besetzteu Himmcl,
den1 bald darauf meifse oder g r a m Hau€enwolkcn einen
anderen Anblick verleihcn, bis cndlich zahllose N c b t l b l ~ s chen die Aussiclrt in die Ferne benehinen und der Himrnel
sich in den grauen Mantel hullt.
Aber nicht nur die Einsainkeit ladct ziw Iietrachtuiig
der Hirnmelscrscheinungen cin , sondern diese zeigcn sicli
auch auf dein O’ceau in einer grijfsercn Einfachlicit als a111
Inueru der Contineute. Die Wiiide auf deli1 Meere siud
bestiindiger, denn sie werden iiicht durch Gebirgsziigc
und Hugel oder die aus lokaleu Verhaltuissen entspriiigendcii Temperaturdif€erenzeu abgelcilkt. Nur die nllgetnciueii
tellurischeu Verhlltiiisse malten in grofscr Eutfcrnung von
deu Kusten, uud die Kegen sind, einzelne d u r d KHmpfe
der entgegeugesetzteu Euftstriimu~rge~~
entstnndenc Nicderschkge abgerechnet, nur solche, dic mir auf tiein Continelite Landregen iiennen. Bei der Beschauung des Hitnlnels iind der mnonichfaltigen Wdhengestalten aber fiiilt
die llrrnutli der nietcorologisrlirn Tenniiiologie auf, wclclie
init wcnigeu Beiieiinungeii dic viclcrlci Wolkcnforincn, nic
sic
593
sie sich in ,den verschiedenen Tages- und Jahreszeitcn, dcr
verschiedenen Drit~stgestaltuugin den hbhercn rind niederen
Luftschicbten uud den verschiedenen Erdzonen darstellt.
Die Terminologie, wie sie H o w a r d vor beinahc eiiiciu
halben Jahrhundert gegeben, ist nocli jetzt die einzig gebrauchlicbe. hber mich diinkt, dafs die grofsartigen, fur das
Studiuin so interessanten uod fur Jeden zu jeder Zeit zugangliclien Phtinomene der Wolkengestaltiiug einer genaueren Clnssificiruiig um SO mehr wiirdig sind, als man nach
den weiiigen H o w a r d’schen Bezeicbnungen unnibglich cin
genauee uud wiedererkennbares Bild von dcr Bescbaffenheit des Luftgewblbes am Horizoiite sowohl als am Zenith
sicli entwerfeu kano. In der That herrscht in der Liiftbeschrcibung, Aerographie, grofse Willkiihr, da noch keine
bestiiumte und allgemein angenommene Terininologie fur
einzelne Lufhustiinde vorliaiideii ist. Das meteorologisclie
Institut des Kbuigreiclis Preufsen bedient sicli bekanntlich
aufser den H o w a r d’ schen Wolkenbenennungen noch der
Ziffern 0, 1, 2, 3 . 10, wodurch die verschiedenen Grade
der Bedeckung des Himmelgewblbes mit Wolken in den
meteorologischen Bericbten angedeutet werden sollen , indem unter 0 ein ganz reiner Himmel, unter I ein zuui zehnten Theil bedeckter uud unter 10 jene Luftbeschaffenheit
verstanden wird, wo das belle Blau nirgends durch die
graue oder bbuliche Wolkeiischicht hervorschimmert. Aber
abgeselien davon, d a b die Eintheilung des ganzen Himuielsgewdbes in zehn gleicbe Theile keine geringc Schwierigkeit
hietet, dafs bei jeder Observation dem Reobacliter ein freier
Horizoiit zu Gebote steben mufs, was in den selteiisten
Falleu sicb trifft, ferner dafs cine Uebereinstimmuag verschiedener Beobachter hinsiclitlich der Absch~tzringdes Himmelsgewblbes iiicht leicht zu erzicleii ist, u ~ i dendlich todte
Ziffern nicbt wohl das lebendige bezeicbneude Wort, zumal
bei eineln so anziehendeu Gegenstand, ersetzen kbnnen, ist
man alich hei dieser Xomenclatur rind Zifferbezeichnong
nicht im Staiide rich den Zostnnd des Hilamels deutlich
vorzustellen, da man uicht ciitnehmen kann, ob der Hiiurnel
..
Po;gentlorfrs
hnoal. C‘t.
1,XXXIX.
35
594
init weifsen oder graiicn Haufenrvolken, mit indigoblaucn,
weifsen oder graiicn Lagewolken bedeckt ist, von welcher
Form die Federwolken siiid, nach welcher nichtung hin
ihr gr6fstcr Durchmesser hllt, und an welcbem Theile des
Himmels sich dieselbeti befinden. Diese Unterscbeidnngen
sind aber mcgen der grbfseren oder geringeren Eiitfernung
der Wolken von der Erdoberfllche, je nach ihrer Triibung,
der verschiedenen ihre Bildung verursachenden Luftfeuchtigkeit und Luftstr&mung, #on hoher Bedeutung.
Was den Cirrus anbelangt, so ist seine htufig durch
Schbnheit und Regelinafsigkeit ausgezeichnete Gestalt so
vielartig, dafs die Unterscbeidung dieser Fonnen durch eigene Epitlieta fur sich scboii wliiischenswertb erscheint, abgesehen davon, dafs die Wolkengestalt auch von der Windriclitung in h6beren Regionen und der Art des Zusammenstokens verscbiedener Winde abhliigig ist, und daber ein holies
wisseiischaftliches Interesse bietet. Der Botaniker beschreibt
durch die ihm zu Gebote stehende reichhaltige Nomenclatur jede Pflanze, selbst die bliithen- und geschlechtsloscn,
mit einer Genauigkeit, dafs man die Species durch die Beschreibung sogleich erkennt und keine Verwecbselung mit
andern Arten mbglich ist. Aber fiir die Wolken am Himmel, die gewifs schon der erste Mensch mit Staunen uud
Bewunderung betrachtete, und deren wecbselnde Gestalten
uns von der ewig thetigen Natur bestandig, ohne dafs wir
das Auge zu bewaffnen babeii und ohne irgend Vorkehrungeu zu den anzustellenden Beobachtungeu zu treffen,
unterrichten, bcgniigt sicb die \Vissenschaft init wenigen,
nur die allgelneiiisten Unterschiede der Formen bezeichnenden Benennungen. Mail sollte durch allgemeine Uebereinkunft dahin 211 gelangen trachten , dafs eiuerseits zur
Aufzeichnung in Journalen wenige Formen ziemlich genauen
Aufschlufs iiber den Zustand des Himmels im Allgemeinen
gaben, andererseits in Fiillcn wo eiuc genaue Beschreibung
der Himmelsdecke Fiir nbthig erachtet mird, der AZrographie
eine solclie Terminologie zn Gebote stiinde, dafs der Leser
sich eine ziemlicli genaac Vorstellang dcs beschriebcncn
595
Himmels macheu und ein Maler denselben darstellen kiinnte.
Die Liebe zur Sache spornte micli schon liingst an, einen
Versuch zur Bildung einer solchen Terminologie zu macheii,
iind obgleich sie noch sehr liickenhaft ist, so mag doch
die mir dabei vorschwebende Idee vielleicbt gut genaunt
werden, und ich gebe die Terminologie wie ich dieselbe
in meinen Journalen bis jetzt gebraucbte, ihre Vervollstandigung den SachveretBndigen iiberlassend.
So wie wir beim Erwacben des Morgens uns nach dem
Wetter erkundigend nicht fragen, wie viel Decimalen dcr
Himmelsdecke mit Wolken bedeckt seyen, wobei wir anch
unch genauer Beautwortung unserer Frage zu viel und zu
wenig fur unsern Zweck erfahren wiirden, sondern im Allgemeinen iiber die Bescbaffenheit der Atmospbiire Aufschlufs
verlangeii, so wird man auch bei der wissenschaftlichen Terminologie von dem allgemeinen Zustand des Himmels ausgehen mussen, und erst nach gemacbten allgemeinen Abtheiluugen in specielle Unterabtbeilungen eingehen.
W e n n nun die ganze Himmelsdecke iiber unskrem Scheitel sowohl als gegen den Horizont nur die helle blaue
Luftfarbe erkennen lafst, oder hbchsteus eine einzelne Federwolkc auftaucht, so ist diese Luftbeschaffenheit ein Coelum serenissinwm (C. S. S.). GewOhnlicb weht bei uus d a m
der N.0.mit mehr oder weniger Schwankung gegeu Nord
oder Ost.
Mehrt sich bingegen die Zabl der Wolken etwas, indem
eine in den Hghen herrschende veranderte Luftstrbmung
zur Wolkenbildung Anlafs giebt, so dafs einige wenige
Cirri oder Cumuli sich zeigen, im Uebrigen aber dcr
Hiininel rein bleibt, so ist dieses ein Coelum serenum (C. S.).
Die gewiihnlicbe Beschaffenheit des Himmels an schiiuen
Soinmertageu und wie er sich auch in den Tropenliindern
wahrend der trocknen Jahreszeit zeigt, ist die Besetzung
desselben an zahlreichen Stellen mit weifsen Cumuli, zwisclieii welchen das tiefe Blau allenthalben hervorsticht, wie
der blaiie Gruiid eirier mit grofsen Dlamen bemaltcii Tn38 *
596
Diesen Zustaiid neune ich deu gemischten Himmel
Coelum mixtum.
Es kaon sich jedoch der gauze Himmel uiit blaulichen
zum Theil grauen Wolken liberzieheu, ohne d a t fur die
nschste Zukunft uocli Regeu zu ‘crwarten ist. D i e t geschieht in jeneu FNeu, wo lange Zeit hiudurch n6rdliche
Winde geherrscht habeu, danu aber in den obern Regionen die siidwestlichen Winde mehr durchdringen, eine ziemliche Quantitiit feuchter . Dunste mit sich briugen, welche
znr Wolkenbildung Anlafs geben, ohne jedoch in so
grofser Menge uoch vorhandeu zu seyn, dafs die ivaruie
Luft der untern Regionen sie nicht auntken kiinnte. Dieser Zustand ist der bedeckte Himuiel Coelum obscuralum.
Iui Falle nuu die nOrdlichen Wiude wieder die Oberlrand
erhalten, so I6seu sich die Wolkeu nach einein etwaigen
kurzen Regen wieder auf und der Himmel wird rein. Ich
will hiervou ein Beispiel aufiihren. Nachdem cs am ersten
Juli d. J. gereguet hatte, blieb der Himurel am zweiteii noch
immer bedeckt, bis endlich die noch iibrigen Dtinste aufgcl6st wurden, iudem der Wind eiue Drehuog von N.N.W.
bis zu O.N.0.machte:
pete.
a
5
Himmelsscliru.
N.N. C o d .
obsc.
Stratus cucrul.
Cum.
Y
N
B
3
I
6 10,7 9,7
,4(
I,O 4 ,*W862 316 ,74315
I
7 11.5 10,O 1.5 J ,2S 798 320 ,00315 ,71
17 17;2 13,6 3,6 5 ,25 623 320 $2 315 ,ii
5
N.
gris.
C o d . obsc.
Cum. gris.
N. Cod. vbsc.
N. C.obsc.&mt.
corrul.
8,O 7,3
0.7 3 ,59 813 320 ,41 31G ,8?
).NO c. s. s.
Gewimt hiugegen der Sudwestwiud die Oberhand, so
werden die verschiedenen Luftscliichten mehr und mehr
mit Dunsten erflillt, es entsteht der
Coelum nimbosum. Eine gleichm8fsige graue Masse be-
597
bedeckt den ganzen oder grbbteu Theil des Himmels, jedoch niir uach oben, wghrend die andern Luftschichten
durchsichtig sind. Verschieden von diesem ist der
Coclum nubilatum, wo die wlfsrigen Niederschllge auch
in den niedrigen Luftschichten sich bildeu, das Psychrometer deli hbchsten Feuchtigkeitsgrad anzeigt, uud die Luft
in Grau gehUllt erscheiiit.
Diefs waren die Benennungeii der Hiinmelszustande im
Allgemeinen. Aber auch die einzelnen Wolkengestalten
nrbgen eine genauere Terminologie bcdurfen. Da ftillt itiis
uuu zuerst die Federwolke init ihren mannichfaltigen Gestaltungen auf, welclie uns um so mehr erfreuen, als sie
sicli in der Regel nur bei sehr heitereln Himmel zeigen,
wo Jeder deu Blick so gerne nach oben richtet. Den
Namen Cirrus, wie ihu H o w a r d gegeben, behalten wir
als Gesrhlechtsnamen bei, fiigen ihm aber einige Unterordnungen hinzu. HBu6g sieht man den C i m wie die W e del einer Cocuspalme regelmiirsig gefiedert. Von dieser
Form datirt sich wahrscheinlich sein Name. Jhn wollen
wir zum Unterschied von andern Forinen Cirrus palmiformis iienucn.
Ebenso pafst dieser Name fiir jene Art Cirrus, welche
wie eiii zusatnmengelegter Flcher aussieht uod daher den
Palmenzweigen auderer Gattungen gleicht.
Verschieden davon aber ist jene Form, die man gewbhnlich ScliaafwBlkchen nennt, weil man i n den linufenweise
zusammengestellten riindlichen weifsen Flecken Aehnlichkeit mit einer Schaafheerde sah. Hierftir pafst der Name
Cirrus maculosus.
Die Federwolke uimmt oft eine eigenthiimliche Gestalt
an, indein mehrere Scliichten derselben an einer Stelle der
AtmosphBrc sich anhaufen, wo sie dann wie ein dickes Stuck
Baumwolle aussehen. Als Haufenrvolke kann man diese
Form nicht ansprechen, denn es felilt ihr die geballte rundIiche Gestalt, eben so wenig ist sie langgestreckt wie der
Stratus. Deshalb inikhte iclt sie Cirrus gossipifotmis, die
baumwvollartige Federwolke nennen.
598
Eudlich trifft es sich, dals in den obern Regionen den
schwach wehenden stidlichen Wind ein westlicher durchscbneidet, in welcbein Falle die frUber vorhandenen Federwolken eine zerrissene Gestalt annehmen und wie eine diinne
Lage Baumwolle aussehen. Diese Wolkenform kann man
Cit*iw8 diffusus nennen.
W i r haben demnach vier Arten der Federwolke aufgestellt, unter welche sich alle ihre Formen bringen lassen.
W a s den Cumulus anbelangt, so scheint die Unterscheidung desselben nach seiner Farbe in die weifse und graue
Haufenwolke, Cum. albus, Cum. griseus, durchaus nothwendig.
Deun die graue Haufenwolke ist der Erdoberflkhe viel aiiher als die weifse, kfst eiuen baldigen atmosphlrischeu
Niederschlag viel eher erwarten und giebt uns von der
@kern Feuchtigkeit der Luft Zeuguifs, was denn auch
das Psychrometer bestztigt. Von der grauen Haufenwolke
fallt biiufig Regeo, uud der Gewitterregen ist nichts anderes
als das Herabfallen der in tropfbare Flilssigkeit condeusirten einzeln dastehendeu Haufenwolken, wshrend der weifse
Cumulus erst zum grauen werden mufs, um uns eineu Niederschlag zu schicken.
Die Lagewolke ist oft so niedrig, d a b wir sie voii Ferne
iiber einem See, eiuer feuchten Wiese oder eineln Walde
erhlicken, in welchem Falle sie stets als Stratus griseus
crscheint. Hiugegen zeigen sich die hoch tiber iins schwebenden Lagewolken als Strafus aZbus, weshalb wir deuii
auch diese Wolkengestalt in die genannten Unterarten bringen mussen. Aufserdeni aber kommt uus die Lagewolke
iioch in anderer Gestalt vor. W i r glauben u5mlich oft
mi Rande des Himmels, am Morgen oder gegen deli Abend,
wie iu ein indigoblaues Meer zu sehen, welche Erscheiuung
durch mehrere Scliichten von Stratus hervorgebracht wird.
Diese schiine Wollienart ist der Stratus coeruleus.
Ob man den am Kande des Gesiclitskreises sich zeigenden Stratus, der gewiihulich wegen der z6ischen ihin und
deiii Beobachter befiudlichen diclien Luftschiclit als blau
C I scbeiut, lnit deln Nainen paries belegen soll, wie G ii t 11 e
599
sorgeschlagen hat, iiberlasse ich deu Sachverstlndigeu. Mir
erscheint die Lagewolke immer als dieselbe, mag sie am
Horizonte oder eutfernt von demselben erscbeinen, und es
scheint mehr Vermirruug als AafklZirung in die Sache zu
briugeu, weiiii wir eine und dieselbc Wolke anders benenlien, je nachdeln sie sich an verschiedeueu Theilen des
Hirnmels zeigt. So vie1 vorlaufig uber die Benennungen
der Wolkengattuugen und Arteii, wobei uoch nicht von
den Ueberg%ugeneiiier Gattung in die anderen gesprocheii
ist. l3ehufs der Notirung iu lneteorologische Journale lialte
icli es fiir geuiigend, wenu zuerst das Aussehen des Himlriels in den obeu augefuhrten Benennungen angedeutet, und
danu die uns zu Gesichte kominenden oder die Hauptrolle
aiii Himmel spielenden Wolken dazu notirt werden, als:
Coel. ser., Cirr. palmif., C. mixt., Cum. alb.
Zu einer geiiauen Himmelsbeschreibung jedoch ist dcr
Anblick des gauzen Horizoutes ebeu so ulithig, wie der
Botnniker die game Pflanze init Bliitbe, Blattern, Stengel
uiid Wurzel vor sich haben inufs, uln sie botaniscli aufzuzeichueu.
Mau unterscheide nun zum Zwecke einer solcheii Himinelsbeschr~ibnngdie Gegend des Horizoutes Fig. 19, Taf. I.
hh'h"h"', die etwa bis zu 43 Graden iiher den Rand hinaufsteigt, und die Scheitelgegend in a. Die letztere beschreibe nian zuerst, weiide sich danii gegeii Nordeu und
beschreibe die ganze innerhnlb h befiodliche von la his n'
reicheiide Gegend, worauf inan sich nach Osten kelirt, die
iunerhalb h' voii o bis 0' reichende Ostgegend bcschreibt,
uud ebenso die Siid- und Westgegeiid des Horizoiites aufiiimmt. Hierbei giebt man die in jeder Gegend betiiidlicheri
Vf'olken vom Raiide aufsteigend an, wie etwa folgendc
Beispiele angehen :
Aim 18teii Juli d. J. iii rler Niihe von Pasing, Morgens
-1 U h :
Z. Coeluni mixturn, Ciwocicmulus, Cirrus mciculosus.
N . Cunutlo - stratus coerrcleo-grisezis.
0. C. seretiutta, Stratus coeridetrs k ttiutyitie s u p t'i0i.i
t~trD~~o/ri/s.
GOO
S . C. serenum, idem Stratus coeruleus in margine.
rubeobns.
W. Horiziontum serenum, Stratus longus albo coe-
-
rUleUS.
5 Uhr: 2. Serenum, Cirrus diffusus gossipiformis.
N. Horiziont. serenum, Stratus coeruleo albus.
0. Stratus coeruleus usque ad 30 circiter.gradus,
in marg. super albus, strato-cum. coerul., Stratus
albus.
S. Coelum mbtum, Cumulus coeruleo-albus.
W. Serenum, in horiz;. Stratus griseo albus.
-
-
Hbchstwabrscheinlich wurde um 5 Uhr durch die steigeude Warme uiid den Siidwind iu den hobern Regiouen
ein Theil der Wolkeu aufgelht, so dafs der Himuel vie1
reiner erschieu, wie aus der Besclireibung zu erseben ist.
Aber der Siidwestwind drang auch in die niedrigeu Regiouen und brachte mehr Feuchtigkeit als die Luft aufliiseu
konnte. Die um 5 Uhr auwesenden bllulich-grauen Haufeuw o k e n wurden zu grauen, die Luft wurde Scliicht fur
Schicht voii obeu herab mit Winsten iilerfiillt, was eudlich beim Siuken der Telnperatur gegen den Abend in
Kegen endeu inufstc ').
V11. Neue Beobachtungen iiber clas N e e f s c h e
Lichtphanomen; von G. Osarrn.
vonugsweise Auftreteli des elektriscben Lichtes au
der negativen Elektrode wurde zuerst von N e e f an seiliein von D e s a ga in Heidelberg angefertigten Inductionsapparat beobachtet, bei welchem das das Platinblech beriihrende Halnmerchen konisch zugespitzt war. Als ich mich
]>as
1) Des Hm. Vcrf. Vorschl5ge siod sicher wohl gemeint; ob sie nber mehr
Eingang findea wcrden, r l s die Mdtiorogruphir syn~boI;qur von Huh e r - B u r n r n d (Bib). nniv. 1828. Yol. X.X'XI.Yp. 38) bishcr gc1'.
runden hat, ist mir doch zweillhafi.
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