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Beitrge zur genaueren Kenntniss schon bestimmter Mineralien.

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XII. Beitrcige zur genaueren Kenntngs schon be
stimmter Mineralien; von A. B re it h a up t.
1) Daryn
m i t H i n s i c h t r u f 6.Rose's Cancrinit o o d rof d i e
Absnderungen des eigentlichen Nephelins.
H r . Ha i d i n g e r hatte die mineralogische Bestimmung
des Dauym ergiinzt, und die Differenz desselben vom
Nephelin in der ganz uollkommenen Spaltburkeit nach
dem primtiren Prisma und in dem niederen spec$schen
Gewichte fixirt. Dessen ungeachtet machte Hr. Prof. G.
R o s e vor einigen Jahren bckannt, er habe sich iiberzeugt, dafs der Davyn nichts anderes als Nepbclin sey *).
W e n n man ein Pyramidoeder von doppelter Hauptaxe
aus dem bestimmten des Davyns berechnet, so erhdt
man eins von 1 3 9 O 14' ;88O 16', wiihrend Hr. H a i d i n g e r selbst den N e p h e l i n 139O 19' ; 88O 6' friiherhin
gefunden hatte. Hr. M o h s hntte sich nicbt durch obiges Urtheil bewogen gesehen, die Selbststandigkeit des
Davyns auhugeben, and fiihrt denselben in seinem letzten Werke als peritomen Eh'n-Spath auf. Vor Kurzem macht nun Hr. G. Ros e unter dem Namen Can&it, unter welchem man seit Iiingerer Zeit cine blaue
Abiindernng des Sodalits verstanden hatte '), ein Mineral
bekannt, welches ich far mehr nicht als fur eine neue
Abiindernng des Davyns der HH.M o n t i c e l l i und C o v c Ili ansehen kann. Ich untersuchte . nsmlich diesen,
als eben der zweitc Cancrinit bekannt gemacht wurde.
Sogleich erkannte ich die volle Uebereinstimmung beider Mineralien in den lukeren Kennzeichen.
1) V q L 6.Bore's Elcmentc der Krptallogophie. 1. A&
'2) Dim A n d e n , Bd. L
V
n S. 370.
PoggendodPs h i . Bd. LIII.
S. 160.
P.
P
10
146
Als ich auch die chemische Analyse der genannten
neapolitaniscben Mineralogeu nachsah, ergab sich dann
allerdings folgenda grobe Differenz ;
Monticelli und Covelli.
Davyn.
Kieselerde
KobleusSure
Gluhverlust
Thonerde
Kalkerde
Natron
Kali
Verlust der
Analyse
42,91
-
7,43 fur Wasser gehalten
32,28
12,02
-
3,11
G. Rose.
Canerinit
40,59 bis 40,26
6,11 - 6,68
- - -
-
28,29
28,24
7,06 - 6,34
17,36 -. 17,66
457
0,82
der obige KohleusSuregehalt.
-
Doch ungeachtet dieses so merlilichen Unterscbieds
komrnt auch manches Aehnliche entgegen. An Kohlensauregehalt hztten jene Miueralogen leicht finden kiinnen, und haben ihn auch gefunden; denn sie geben an,
wie sich der Davyn unter AuJbbrousen in der Salpetersaure aufliise, sie hielten aber, man sehe S. 407 das Prodromo della mineralogia oesuvianq die kohlensaure Kalkerde fur mechanisch eingemengt, . was frcilich bei einem
durchsichtigen, vollkommen spaltbaren und krystallisirten
Kiirper uicht anzunebmen war. I n der richtigen Erkennung der Mischung desselben bleibt mithin Hrn. G. R o s e
ein unbestrittenes Verdienst. Ich babe zwei hbiinderungen des Dauyns, beide vom Vesuv, ganz von dern Verhalten in ,Salpetersaure uucl Hydrocblorsaure gefunden,
wie es die NN. M o n t i c e l l i und C o v e l l i und Hr. G.
R 0 s e angebeu; vor dem Liithrohre ebenfalls die leicbte
Scbmelzbarkeit zu einem blasigen Glase , aber auch die
starke gelbe FIrbnng dehFlarnme, welche ein so schifnes Merkmal fur Natron ist. Die Harte beider Abiinderungen war 6+ his 7, und das specifische Gewicbt,
wozu ich nur von der einen sattsam Material batte, fand
ich 2,429, wlhrend Hr. G. R o s e den Cancrinit 2,453
147
angiebt ; also auch hierin Uebereinstimmuog. Die einzige Verschiedenheit ist die unwesenlliche in der Farbe
indem der Cancrinit eine blah roseurothe bis rathlichw e i t e besitzt.
Nachdem ich so weit dieh niedergeschriebeo, bat
ich noch meinen Freund, Hrn. P l a t t n e r , uin Gegenversuche, welcher sie auch vornabm, und dariiber mir
Folgendes niittheilte :
BDer Davyn schmilzt unter Aufwallen leicht zu einem klaren, etwas blasigen Glase uud fiirbt die-auhere
Lbthrohrflamme von einem Natrongehalte intensiv gelb.
Eioe besoodere Probe auf Kali zeigt aber auch Ton die.
Die Existenz der
sem einen bedeutenden Gehalt an.
KoblensHure in dem schiloen klaren Minerale ist iibrigen unzweifelhaft. D
Uebrigens kommt der Daurn am Vesur auf zweierlei Weise vor: 1) in laugen hexagoualen Prismen, welche blofs oP und aa P zeigen, auch etwas triib sind,
uud in den Blasen der Lava vom h 5 C O reale sitzen.
2) in durchsicbtigen Krystallen aus OP ;P ; aa P ;
m P' combinirt auf einem griinlichgrauen Auswiirflingsgestein, worin schmutziggriiner Pyroxen liegt, und wo
in den Druseu die maonichfachen Mineralien so aufeinanderfolgen: Chlorit , leberbrauner Granat , Magnetkies,
Davyn, Photolith ( Wollastonit), Kalkspath. Die erste
dieser Abiinderuogen hat man lair auch als Cauolhz't bezeichnet.
Die Erkennung des Davyns gab mir Gelegenheit alle
Nepheline und iiephelin~hnlicheMineralien unserer Bergacademie durchzupriifen. Zunachst, nahm ich den Beudantin vor, oder vielinehr dasjenige Mineral, welchcs ich unter
diesem Namen von Hro. Dr. B o n d i acquirirt hatte. Ich
fand die Neigung des Pyramidoeders gegen das Prisma
=134O 4'; sodann dieselbe Neiguog bei einem eigentlichen
Nephelin 134O 5'. Dieser Winkel betriigt aber, oach
Hro: Ha i d i n g er ' 8 Angabe, 134O 3', die er jedoch our als
10 *
-
148
einc anntihernde betrachtet. Es ware sehr zu wiiuschen,
dafs man vom Fettstein genaue Abmessungen machen
kiinnte, urn zu erfahren, ob derselbe ganz identisch u i t
dem vesuvischen Nephelin und Beudantin sey.
Hier tbeile ich noch die Resultate der Gewichtsbestimrnungen mit :
2,597 giaulichweifser, dem Flcischrothen genlherter
Fettstein, von Miask.
2,603 das Mittel zwischen berg- uiid seladongrunhaltender fleischroth geflarnlnter desgzeichen, aus
Norwegen ;
2,609 graulichweih- perlgrauer desgleichen von Miask;
2,614 fleischrother desgleichen, aus Norwegen;
2,616 Jaucbgriiner desgleichen, ebendaher;
2,626 derselbe, ein geschliffenes Exemplar, iilterc Wigung i
2,631 Beudanfin, vom Vesuv;
2,633 Nephelin, ebendaher;
2,637 desglez'chen, von einer auderen Stuffe, ebendaher;
2,635 desgleiciren, vom Liibaucrberge in der Oberlausitz.
Die sammtlichcn Fettsteinc waren frisch uiid durchscheinend bis fast halb durchsichtig, aber bis 3 Grad
in der Harte geriuger als der Nephelin und Beudantin,
von denen die schwerstc Parthie, 2,637, triib, die anderen aber klar waren. Das Gewicht, was Hr. Molls
vom Nephelin zu 2,560 angegeben, erleidet hiernach eine
Correction.
Nach allen dicsem bin ich iibeneugt: 1) dafs D a u p und der zweite Cancrinit identisch -sin& Gewifs
aber verdient der altere populare Name den Vonug vor
dem neueren, um so mehr, als man mit dem letzteren
Namen ein anderes Mineral, wenn es aucb nur eine
(ausgezeichnete) Variettit einer bekannten Species ist,
bereits bezeichnet hatle; 2) Nepiielh und Beudanfh
+
-
149
sind ein und dieselbe Species. Dafs alle diese Kihpcr
in ein Genus gerechnet werden miissen, ist wohl keinem
Zweifel unterworfen.
IIu mbold t i Ii t un d S ar k o I i t h, G e hleni t, So m e r r ; 11 i t , M eLi li t.
Unter dem Namen HdoZdiEt (nicht zu verwechseln wit dem Humboldtit, der Oxalit, uud dem Humboldtit, der Datolith ist), halten gleichfalls die Ilrn. Mont i c e l l i und C o v e l l i ein neues Mineral bekanut gemacht, was bin und wieder fiir Mejonit erklsrt wurde;
allein dafs auch jener Itfirper eiu selbstslindiger sey, bewies spaterhiu Hr. v o n Kobe11 durcli eine Analyse.
Bei diescr Mischung schien mir das zu 3,1 bis 3,2 angegebene Gewicht ein zu hohes zu seyu. Wirklich fand
ich es nur 2,910 bis 2,930. Die Spaltbarkcit ist basiseh.
Vor einigen Jabreu schon hattc ich durch Hrn. Dr.
B o u d i ein Mineral als Surkolifh voin Vesuv erhalten,
und da es einc honiggelbe Farbe hatte, die stellenweise
dein Fleisclirothcn nahe kam, auch in einer tetragonalen
Combination krystallisirt war, so hielt ich, ohne weitcrc
Untersucbung, als die des spec. Gewichts, das ich ---3,410
fand, das Mineral auch fur Sarkolith. Bei einer anderen Gelegeuheit werdc ich auf dieses Mineral zuriickkommen, und bemerke uur, dafs cs nicht &hfer Surkolifh vom Vesuv war, den ich erst im vorigen Jahre durch
Hrn. K r a n t z acquirirte. Sogleich nahm ich auch davon das spec. Gewicht, und erhielt es =2,936.
Obwohl icli diefs in E r d m a u n ’ s Jourual f. pr. Cbemie
ausdriicklich bckannt machte, so finde ich doch in den
neueren Schriften von Hrn. Mobs und Hrn. G l o c k e r
bei Sarkolitb die Sltere unrichtige Gewichtsangabe beibehalten. Der achfe SarkoIith zeigt jene merkwiirdige
HemiEdrie, die Hr. B r o o k e bekannt gemacbt hat, zugleich hat er dieselbe basisclie Spaltbarkeit, dieselbe Hlrte
(63 bis 7) uud dasselbe spec. Gewicht als der Hum-
150
boldlilil. Ich behandelte dns gepiilverte Mineral mit HydrochlorsSure, und erhielt alsbald eine schilue feste Gallerte. Brbckchen vor dem Lathrohre verhielten sich ganz
wie Hurnboldlilit. Es scheint mir hieruach nicht rnehr
zweifelhnft , dafs beide Mineralien identisch sind. Nur
in den Angaben der Wiukel hcrrscht keine Uebereinstimmung. Hr. v o n K o b e l l giebt ntimlich vow Humboldtilit den Wiokel eiiies tetragonalen Pyramidoeders
an der Basis = 6 S 0 , jedoch nur als einen ungefahren
au; Hr. B r o o k e hingegen vom Sarkolith ein Pyramidocder in der ersteu Kichtung a11 der Basis =102" 5J',
und zwei Pyramidozder in der andern Riclitung an der
Basis =83" 10' und = 4 5 O 22'. Berechuet man aus dem
ersten Pyramidoeder Bins halber Axenl~ngc,'welchesauch
existirt, so erhdt man 64O 6', und dieis kommt noch
der K o b el I'scheu Angabe am nschsteu. Die Differenz
lieise sich nur daun erklfren, wcun Hr. v o n K o b e l l
mit dein Hnnd- Goniometer geuiessen habeu sollte, und
wird schon noch cininal aufgehellt werden. - Ich schlage
vor, den popularen 'Nainen Sarkolith - das Mineral ist
ohnehin nur selteu rirthlich - wegfallen zu lassen, und
den Humboldlilit e allein beizubehalten.
Als ich 1832 die driltc Auflage meiner vollstiindigen Charakteristik des Mineralsystems herausgab, hattc
ich den Someroillit des Hro. B r o o k e noch nicht gesehen; seitdem aber mich ubeneugen kilnnen, daG er mit
d e n Gehlenit identisch ist. Von dein Sorneroillil aber
giebt Hr. B r o o k e das tetragonale Pyramidoeder 'zu
65" 50' Neigurig der Flachen an der Basis an. Es steht
milhin dein obigen dcs Sarkoliths sehr nahe, und bei&
Mineralien haben ganz gleicbei Habitus der Krystalle,
gleiche Spaltbarkeit und gleiche Hartc. Nur im Gewicht
zeigt sich eine merkliche Differenz; denn den Gehlenit
fand icb 3,011 bis 3,067, den Someruillit 3,019, deu
Metilit d e s Hrn. C a r p i , der jedeofalls mit hierher gehbrt, 3,041. Dagegen sind die Granzen des HumboldIJ
151
fiZifs (einschliefslich Sarkoliths) 2,910 bis 2,936. Die
chemische Zusammensetzung giebt zwischen diesen beiden Substanzen eine vie1 grbfsere Uifferenz, so, d a t man
sie als zwei verschiedene Specien betrachten mufs. Fur
jene miige man den populiiren Namen Getdenit beibehalten, und die Namen Somervillit und Melilit hintenansetzen. Alle diese Kbrper eignen sich nun aber zu einem mineralogischen Genus, das ich mit dem Namen Sfylobat schon bezeichnet habe.
3) M o n t i c e l l i t .
Schon seit Jahren fand ich unter den vesuvischen
Mineralien eins auf, das cine g r o t e Aehnlichkeit mit
Chrysolith zeigte; allein von diesem durch weifse und
in einer Abtinderung bis fast ~leischrothe Farbe, so wie
durch ein niedrigeres Gewicht, niimlich 3,245 der w e i t e
und 3,275 der fleischrothc, abwich. Nur den lctzteren
kannte ich in Krystallen, die zwar sebr klein, auch wenig deutlicb genug, um den Chrysolith-Habitus zu verratben. Ich hatte den weqsen ChysoIiih noch vor dcm
Llithrohre gepriift, und nur die Abweichung vom griinen
Chrysolith bemerkt, dafs er so gut wie gar keine Reaction auf Eisenoxgdul gebe. Neuerlich habe ich den
krystallisirten Monticelh't des Hrn. B r o o k e erhalten, und
sogleich erseben, dafs diefs der weifse Chrysolith sey,
den ich bereita kanntk Die Dimensionen, welche Hr.
B r o o k e angiebt, weiclien indessen betriichtlich genug ab,
urn ihn als cine besondere Species ansehen zu diirfen.
4) V a l e n c i a n i t .
Den Vulencianit rnbchte man in seiner Selbststandigkeit verdlchtigcn, und wlhrend man durch Hro. P1a t tn e r eine gute Analyse davon hat, entbehrt man eine neue
zuverllssige vom Adular, mit dem man den Valencianit
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identificiren will. Allein jene stimmt nicbt mit der V a u q u e 1i n'sche vom Adular, der einzigen brauchbaren, die
man, meines Wissens, von diesem Minerale kennt. Valencianit besitzt die hemiprismatische Spaltbarkeit 2' so
deutlich, dafs sie der von M n u r wenig nacbstebt, und
wonach das Prisma nicbt symmetrisch seyn kann. Das
specifische Gewicht giebt bei so klafen und reinen Mineralien , als Valencianit und Adular sind , eine geniigliche Differenz.
Es giebt wenigstens noch zwei neue Specien des
Felsita , die mit Adular und Pegmhtolith Vieles gemein
baben, und docb noch wesentlich von ibnen und unter
einander abweichen. W i e klein auch ist z. B. die Abweichung des Amazonensteins in den aufseren Kennzeicben
VOR jenen, und doch erkennt man ihn wegen seiner leichten Schmelzbarkeit nnd seines Kupfergehalts gern an.
F r e i b e r g , om 15. Mai 1840.
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