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Beitrge zur Kenntniss des Arseniks und seiner Verbindungen.

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411
VIII. Beitrage zur Kcnntngs des Arseniks untz
seiner firbindungen; von J. F r a n z S i m o n .
I n diesen Annalen,
Bd. XXXIX S. 151, babe ich eine
Metbode zur Reduction des Schwefelarseniks mittelst kaustischer Kalkerde, so wie zur Trennung des Arseniks vom
Antimon, wenn beide als Schwefelverbindungen vereinigt
sind, angegeben, die fiir die Toxikologie einiges Interesse
haben konnten. Meine vielfrilfigen spateren Unlersuchungen iiber diesen Gegenstand bezweckten besonders eine
richtige Erklarung fur den Vorgang bei dieser Reduction
aufzufinden, und als mir diefs gelungen war, wurde ich
geniithigt meine Arbeitcn iiber den Arsenik noch weiter
auszudehnen, uin andere Erscheinungen zu verfolgen. Ich
lasse meine Beobachtungen iiber eiaen, die Aufmerksainkeit des Chemikers und Arztes so vielfach in Anspruch
nehmenden Gegenstand, als einen kleinen Beitrag zur
Kenntnils des Arseniks hier folgen.
Wenn Schwefelarsenik il; Gasform dureh eine hioreichende Menge gliihender kaustiscber Kalkerde ) getrieben wird, so zersetzt es sich, falls die Arbeit gliicklicb von Statten ging, vollkommen; es sublimirt metallisches Arsenik, und die Kalkerde bleibt mit dem Schwefel des zersetzten Schwefelarseniks zuruck. Die Farbe
und der Geruch lassen in der zuriickbleibenden Kalkerde sehr leicht die Gegenvrart des Schwefelcalciums erkennen, welrhes sich nothwendigerweise bei der Reduction
des Schwefelarseniks bilden mufste, und es blieb nur
nachzuweisen iibrig , auf welche Weise der Sauerstoff
des Theiles KaIkerde, der sich in CaIcium umgewandeh
hatte, gebunden worden war.
1) Es
war be; diesen Versuchen stets gcbrannter nTarmor 11s Reductionsmittel angewandt worden,
412
Die nach der Reduction des Schwefelarsenilrs zuriickbleibende Kalkerde hat einen, je nach der geringcFen oder grofseren Nlenge des angewandten Reductionsmittels, gelbe oder schmach gelblichc Farbe, und verbreitet , besonders angefeuchtet , einen erkennbaren Geruch
nach Schwefelwasserstoff. W i r d . sie anlialtend mit Wasser geschuttelt, so nimmt dieses den Schwefellebergeruch
und Geschmack a n , und reagirt schwacd alkaliscb. Von
Sauren (verdiinnter Salpeter- oder Essigsaure) wird der
wlfsrige Auszug getrubt uud setzt Flocken von Schwefel ab, die keiu Schwefelarsenik enthalten. W a r das
Digerircu dieser Fliissigkeit mit einer verdiinnten S k r e
so lange fortgesetzt, bis sich kein Schwefel mehr absetzte,
tmd der Gerucli nach Schwefelwasserstoff g2ninzh'ch verschwunden war , so brachte salpetersaures Silber-Ammoniak einen gelben Niederschlag von arsenigsaurem Silber,
und essigsaurcr Earyt cine , bald kauin bemerkbnre, bald
dcutlichere Triibung hervor, die durch freie Salpetersaure
nicht gelost wurde.
Der obige, vom Wasser nicht geloste Riickstancl
Ioste sich in Sauren mit Entwicklung von Schwefelwasserstoffgas und Absclieidung von Schwefel auf. Dieser
Schwefel bewiefs zich, gehorig gewaschen, frei von Schwefelarsenik ; nur wenn die Reduction des Schwefelarseniks nicht vollst~ndiggelungen war, SO wurde in den1
nbgeschiedenen Schwefel etwas Schwefelarsenik beobaclitet. In dieser, durch eine Saure bewirkten, filtrirteii
Auflosung brachte , nachdem durch anhaltendes Digeriren
in der Wiirine alle und jede Spur von Schwcfelivasserstolfgas so meit vertrieben worden war, dafs essigsaures
Blei keine dunkle Farbung erzeugte, salpetersaures Silber-Ammoniak eine gelbe, bisweilen etwas orange 331luug bervor, die nicht selten bald dunkler wurde und in's
Schwarze iibcrgiiig. (Es wurde als Sailre nicht n i x die
verdunnte Salpeterssure, sonderii auch liiiufig Essigsiiure
angeweudet, urn iibcrzcust zu seyn, dafs nicht c~wa,was
413
zwar kaum anzunchmen, die SnlpetersSure etwaige
Spu-
rcn Schwefelarseoik iu arsenige SYure verwandelt habe.)
Essigsaure Barytauflbsung benirkte einc bald deutlichere,
bald m a i g e r in's Auge fallcnde Trubung.
Aus dieseo Versuchen ergiebt sicb, dnfs bei der Reduction des Schwefelarsei~iks durch kaustische Kalkerde
der Sauerstoff derjenigcn Quantitlt Kalkerde, welche sich,
zu Calcium reducirt, q j t dein Schwefel des Arseniks zu
Sch~~efelcnlciumrerbindet, in] Bildungsinoment an ciiieu Theil rneta4isirtes Arsenik tritt und arsenigc Saure
erzeugt, die mit eineln Tbeile Kalk zu arsenigsaurem Kalk
zusarnmentritt, uiid unter Umstanden, die ich sp:.dtcr eriirteru irerde, auch zum Theil in hrseniksqure iimgcrvandelt werdep haiio; dafs sic21 fernrr cine. geringe, aber,
wie es scheint, variable Menge Schwefe1s;iure durch Zusan~inentretenvon Sauerstoff und Schwefel bildet.
Freilich x i i r d e es den practisclicn W e r t b der Rcduction des Schwefelarseniks duich kaustische Kalkrrde
sebr stcigern, hatte ich nacbweisen kijnnen, dafs aller
Sauerstoff der Kalherde an den Schwefel tritt, indcul
d a ~ msammtliches Arsenik sublimiren miifsste; a b e r nieinals tiabe ich eine so grofse Menge von gebildeter Schwefels5iure beobachteu kbnnen, um solche Annahme auch
n u r im Entferntesteii zu rechtferligen. Indessen bann
iiian sich leicbt tauscben lassen, nod bei der erwabnten
Uiiiersuchuug d e r Kalkverbindung eiue geringe Menge
SchwefeJ, die sicb oft naqh einiger Zeit in solclrer F o r m
absondert, dafs die erst klare Fliissigkeit sich triibt, fur
schwefelsaure Baryterde ansehen, wenn vorher, UUI auf
Schwefelsaure zu reagireb, eine Daryterdeliisung ~iigeseizt
morden mar; man wird aber den IrrLhum leicht erlrennen, wenn ein anderer Theil derselben hJare0 Flussig
keit, welcheni jedocli keine Barytfiisung zugesetzt Y( urde,
sicB gleichwohl ganz ahiilich trubt.
Es bildet sich bei d i e s i n eigrnthiimlicben Procefs
doch mahrscheinlich das erste Sch~~efelcalciurn,
indem das
414
Arsenik dann ein Aequivalent Sauerstoff aufnimmt , zur
arsenigen Saure wird, und ferner durch die gliihende
kaustische Kalkerde so zersetzt wird, wie ich weiter unten zeigen werde; dann bleibt aher die Abscheidung von
Schwefel schwer zu erklaren, a e n n die Erklarung nicht
darin gefunden wird , dafs das Schwefelarsenik aus einer,
durch eine Mineralsf ure angessuerte Fliissiglieit geratlt
wurde, wobei fast stets eine Fallung von Schwefel init
stattfi ndet.
Bei dieser Gelegenlteit kann ich nicht unterlassen,
noch einen kleinen Nachtrag zu meioeni friiheren Aufsatz
uber Trennung des Schwefelarseniks vom Schwefelantimon zu geben.
Man kann m a r , wie ich dort bemcrkt habe, unter
giinstigen Umstlnden das Arsenik in seiner Schwefelverbindung, selbst wenn es im Verkihnifs wie 1 zu 10 mit
dein Schwefelantimon gemengt wBre, noch nachweisen,
aber es gehijrt dazu ein so genaues Vertrautseyn mit der
Methode, und eine solche Ferligkeit, wie sie am allerwenigsten bei dendn, die sich nur d a m und wann mit
toxikologischen Versuchen beschaftigen, vorausgesetzt werden k3nneo. W e o n nun zwar in der Toxikologie solche Falle sich nicht oft ereignen mochten, wo eine ahnliche Mengung von Schwefelantimon (angenommen das
Antiinon war bei einer Arsenikvergiftung als Brechweinstein, urn Brechen zu erregen, gereicht worden) und
Schwefelarsenik zu untersuchen wiire, sondern, wenn auch
meistentheils zu erwarten steht, dars das Verhaltnifs des
Schwefelarseniks das des Schwefelantimonsiibersteigt, oder
doch gleich kommt, oder endlich wenig geringer ist, uod
mithin die Reductionsmethode stets init gutem Etfolge anzuwenden seyn miirde, so will ich doch uoch eine andere Methode angeben, urn sehr geringe Mengen Schwefelarsenik, selbst bis zu 0,OS dem Schwefdaotirnon beigemengt, untrtiglich nacbzuweisen.
415
I n einer Glasrbhre, von etwa 3 bis 4 Linien Durchmesser, schmilzt man 30 bis 40 Gran chhrwa&mtqfsiiurefreicn Salyeter, bis er vollkotntnen fliissig ist, und
einen geringen Stich in’s Gelbliche annimmt; dann trggt
man nach und nach in Portionen zu einem halben Gran
die zu untersuchende Schwefelverbindung , ganz gleich,
ob mit organischen Beirnischungen oder nicht (d. h. solchen, die sich beim F N e n der Gifte aus Fliissigkeilen
durch Schwefelwasserstoff etwa mit niederschlagen) und
wartet jedesmal mit dem Nachtragen der zweiten Portion,
bis die erste zersetzt ist. Bestand die Schwefelverbindung allein aus Schwefelarsenik, so last sich dasselbe
vollkoinmen im Salpeter auf, war zugleich Schwefelantimoil mit bei, so triibt sich der Salpeter von sich ausscheidender Antimonsaure. 1st die Schwefelverbindung
eingetragen, so env;?rmt man noch einige Augenblicke,
lafst dann das Rohr erkalten, schneidet es dicht iiber den
erstarrten Salpcter ab, trennt diesen vom Glasc und liist
ihn in mTasser auf. Man filtrirt, setzt e t m s &]petersaure zu , wobei, wenn die Schwefelinetalle organische
Beiinischungen enthielten, eiii Aidbrausen von entweicbender Kohlens%ui-e beobachtet wird, triipfelt sodann salpetersaure Silberauflasung hinein, und ruft den Niederschlag , der sich gekiihnlich in der freien Salpetersaure
noch gelbst crhfhalt, mittelst sehr vorsichtigen Sattigens nlit
kaustiscbern Ainmoniak hervor. W a r aucb our eine sehr
geringe Menge Schwefelarsenik dem Schwefelantimon beigemengt, so wird das im verdiinoten Zustande und tropfenweise zugeselzte Ammoniak bald eine r6tbliche Zone
von arseniksaurem Silber fhllen, die sich nach und nach
vermehrt, Bei grbfseren Mengen Schwefelarsenik (4 Gr.)
wird ein starker rother Niederschlag eneugt, bei sehr
geringen Mengen bildet sich oft nur die erwshnte rbtkliclrweirlse Zone, aus der wohl iiur der die Gegenwart
von Arsenik folgern wird, der sich vie1 mit solchen Ver-
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sucheu beschaftigt hat. Die Grsnze dieser Reaction sclieint
das VerhaItniCs von 1 SchwefeIarsenik zu 20 SchvvefeIautimon zu seyn.
Verwechselt konnte dieser rothe Niederschlag des
arseniksauren Silbers wohl nur rnit dem des chromsauren
Silbers werden, wenn das Chrom unter Bhnlichen Bedingiingen dem Schwefelantimon beigemischt, und , rnie
erwahnt, mit Salpcter behaodelt wurde; indessen ist nicht
abzuschen, wie Cbrom, melches sich so verschieden VOUI
A,ntimon , gegen Schwefelwasserstoff,verhalt, zu einer solchen Tauschung und Verwechslung Veranlassung geben
sollte. Uebrigens habe ich mich iiberzeugt, dafs die geringste Mengc. einer Chronivcrbindung auf diese Art, im
~lubenden_§alpet.eraufgeliist, nicht nur diesem nnch dcin
Erstarren eine deutlich gelbe bis stark gelbe Fsrbung,
sondern auch der wgfsrigen Auflosung cine gleiche Farbung ertheilt; also leiclrt erkannt wird.
Das Autimon des SchwefeIaufimons wird hierbei zu
Antimousaure orydirt, von der, wenn das Verhaltnifs des
Antixiions zum Sdpeter. nicht allzu grofs war, und wenn
die Erhitzung nicht iibermafsig Iange fortgesetzt wurde,
Oder, im Allgemeinen, wenn der Salpeter, nachdem die
Schwefelverbindung hiueingetragen war, noch flussig blieb,
nu? sehr geringe Spuren mit dem Kali sich verbinden,
der groCste TheiI aber ausgeschieden wird. W i l l man
sic11 uberzeugen, dafs die meifse ausgeschiedene Substanz
wirlilich Antimonsaure seg, so samnile man sie, erbitze
sie stark mit etwas kaustiscliem Kali, iibergiefse sie nach
dem Erkalten mit Schwefelv~assersto~fv~asscr
und seize
dann Chlorwasserstoffsaure tropfenweis hinw , .es bildet
sicb dann: .dec,Niederschlag des Schwefelaotimons. Ma,n
kannte diese. Methode also auch .in toxikologischen Fiillen zur Bachweisung des Antimons anwenden.
Ich habe ohne Erfolg versucht auf diese Weise 1
Procent Schaefelarsenik in Schwefelantimon nachzuweisen. Die Hindernisse, welche sich bier in den W e g
slel-
417
stellen, sind folgende: Die Quantitat des SaIpeters im
Verhaltnifs zum Arsenik wird zu grofss; in der, zur nachberigen Losung des SaIpeters, erforderlichen Menge Plussigkeit ist die Arseniksaure, wenii sie iiberhaupt noch vorhanden ware, zu vertheilt, uild wird von der sich bierbei bildenden Meuge an das Kali gebundener, also 10slicher, und dann auch auf das Silbersalz wirkender Antimonsaure zu sehr verdeckt. Uehrigens aber gebt bei
der grolsen Menge Schwefelantimon, die der Salpeter
zersetzen SOU, dieser ails seinem feurig fliissigen Zustand
bald in den festen iiber, die Zersetzung d e r Schwefelmetiille geschieht dann mit sehr heftiger Reaction uiid
Feuerentwicklung, wobei der G eruch leicht die Verbreitring von Arsenikdampfen wahrnimmt (denn man merkt
iu der T h a t einen ziemlich starken Knoblauchgeruch), und
es also wahrscbeinlich ist, dafs ein groCser 'L'beil des Arseniks bei d e r fieftigen Verpuffung mit weggefuhrt wird.
Lafst man durch gliihende kaustische Kalkerde arsenige SSure in Gasform streichen, so wird diese reducirt, es sublimirt Arsenikmetall, uud ein Entweichen von
Sauerstoffgas wird nicht beobachtet. Diese Erscheinung
ist vielleicht noch interessanter als die der Keduction des
SchwefeIarseniks durch kaustischen Kalk. Urn die Erklarung fur die Reduction der arsenigen S'ziure aufzdinden, stellte ich eine Reihe von Versuchen an, und suchte
besonders das Verhalten der arsenigsauren und arseniksauren Kalkerde, so wie ein Gemisch beider genau kennen zu lernen.
W i r d in ein Glasrohr erst arsenige S h r e gebracht,
und darauf. eine Schicht, etwa das 8fache, frisch ausgegluhter kaustischer Kalkerde, hierauf die arsenige Saure
mittelst d e r Hitze einer Spirituslampe durch die Kalkerde
getrieben, ohne dafs diese gliiht, und ohne dafs eine gr6€sere Hitze angewendet wurde, als zur Verfluchtigung der
Poggendorff's A n d . Bd. XXYX.
27
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arsenigen Siiure notlrwendig ist I ) , so wird letztere zum
Theil unversndert durch den Kalk gehen, zuin Theil aber
von diesem zuriickgehalten, wobei sich arsenigsaurer Kalk
bildet, der sodarin, beirn beftigen Ergluhen, yon Pu'euem
Arsenikmetall subliiniren Itifst, und dann neben arsenigSauren Kalk auch arseniksauren Kalk entlizlt.
Labt man die Dampfe der arsenigen SIure durch
lebhaft gluhenden kaustischen Kalk streichen, wobei stets
die erwahnte Reduction stattfindet, und untersucht nachher deu riickstandigen Kalk auf die Art, dars man ihn
in SaIpeters3ure liist, die Lasung mit salpetersaurein Silber versetzt und dann vorsichtig bis ztir Sattigung der
iiberschiissigen Salpetersaure kaustisches Ainmoniak zutropfelt, so wird stets arsenigsaures Silber gefillt.
Aus diesen Versuchen mufste ich fur die Reduction
die Erklarung folgern, dafs die arsenige Saure, indem
sie durch die gluhende Kalkerde streicht, mit derselben
eine Verbindung als arsenigsaure Kalkerde eingeht, welche sogleich durch die Hike zerlegt wird, indem die arsenigsaure Kalkerde in zuriickbleibenden arseniksauren Kalk
und Arsenikmetall, welches sublimirt, zerlegt wird. Hiergegen aber streitet die Reaction mit Silber, welche inir nur
arsenige Saure, aber nie Arseniksaure nachwiefs.
Selbst bereitete arsenigsaure Kalkerde wurde geirocknet, in zwei Theile getheilt, und der eine 'I'heil auf
einem Platinblech heftig uild anhaltend auf der B e r z e lius'schen Lampe gegliiht, wobei weifse Dampfe, Arsenikmetall, an der Ldt zur arsenigen Saure oxydirt, ent1) Ich will hierbei noeh einmal erwlhnen , dafs
stets bei solchem und Bhnlichem Durchtreiben, von in der IIitLe sic11 verfliiclitigenden Stoffen durch die Kalkerde, diese mittelst eines
Pfropfeno, welclier aus einer geringen Menga Soda gebildet wird,
die vor der Kalkerde angesammelt und so stark erliitzt wird, bis
sie schmilzt und fist am Glase haftet, fixirt werden m u f s , weil
s i e sonst inimerwahrend vorgetrieben wird , und jeder Versuclr,
einen in der Hitze fliiclrtigen Stoff durchzutreiben, mifslingt.
419
wichen. Die Halhe des anderen Theils wurde in ein
Glasrohr getban und vor der Flackerflainme einer Glasblaserlampe anhaltend erhitzt; es subliinirte sich eine groke
Menge Arsenikmetall. .I)iese SO behandelte arsenigsaure
Kalkerde, jene auf Platinblech gegluhte, und der Ietzte,
keiner Erhitzung ausgesefzte Theil, wurdeo, jedes fur sicb,
in einem Reagenzglase in Salpetersaure gehst, mit salpetersaurem Silber versetzt, mit Alninoniak die Silberverbindung gefsllt, und bei dein auf Platinblech gegluhten
ein rother, bei dem in der Glasruhre erhitzten.ein gelbrother, und bei dem dritten ein gelber Niederschlag erhalten. Ich folgerte bieraus, dafs die arsenigsaure Kalkerde in der Hitze, nach Mafsgabe der Starke und anbaltender Dauer derselben, ganz oder zum Theil in arseniksaure Kalkerde zersetzt wird, nnd dafs, wenn, wrie
bei den ersten Reductionsversuchen, durch Silber keine
Arseniksaure nachgewiesen werden konnte, dieis daran
liegt , dafs der Niederschlag von arsenigsaurem Silber jenen versteckt.
Hierauf untersuchte ich das Verhalten der arsenigen
Saure und Arsenikdure gegen verschiedene Reagentien,
und besonders gegen die Metalloxyde, wozu ich, aufser
den gewlihnlichen, auch Chrom, Nickel, Kobalt , Mangan anwendete; aber keines derselben zeigte sich so entschieden vortheilbaft zur qualiiativen Unterscheidung beider SSuren, als das Silberoxyd; alle iibrigen gaben, etwa
mit Ausnahme des Quecksilbcroxyduls (unter Umstandeii,
die ich spater anfiihren werde), so annahernd iihnlichc
Niederschliige mit der arsenigen Saure und Arsenikszure,
dafs sie dem Silber weit nachstehen.
Es wurde nun das Verhalten der arsenigen SBure
und Arsenikdure, wenn beide gelniscbt sind, gegen das
Silbersalz untersucht, und zwar wahlte ich die Verbindung derselben mit Kalkerde, weil inan sie, fest erhalten,
austroclsnen und genaue Quantitatsbestiinmiingen damit anstellen kann , was selbst uiit der ArseniksZiire in Sub27 *
420
stanz kaum so gut angelit; die Kalisalze aber wthlte icli
defshalb nicht, weil ich einigen Zweifel gegen die Neutralitat des von inir nacli der. gewohnlichen Vorschrift
angefertigten arsenigsauren Kalis haben mufste.
Zu einer Mischung von 10 arsenigsauren Kalk und
1 arsenilrsaurcn Kalk, die in Salpetersaure vollkoinrneu
gelfist wurden, setzte ich salpetersaiires Silher and fiillte
sodann vorsichrig durch knustisches Aintnooiak ; es entstand ein uollkornmen ge2ber Niederschlap., in welchem
die Gegenwart von Arseniksiiure iiicht zu erkennen war.
Bei einer Mixhung von 10 arsenigsauren Kalk und
2 arseniksauren Kalk konnte, auf gleiche Weisc behandelt, die Arseniksaure nicht nachgewiesen werclen.
Bei einer Misrhung von 12 arsenigsauren Kalk und
3 arseiiiksauren Kalk ebciifalIs nicht.
I3ei einer Mischung von 10 arsenigsauren Kalk und
5 arseniksauren Kalk entstand ein gelber, dann orange
werdeuder Niederschlag.
Bei eincr Mischung von 10 arsenigsauren Kalk und
10 arseniksauren Kalk entstand ein kaum rothlich werdender Niederscblag.
Bei einer Mischung von 10 arsenigsaurcn Kalk kind
15 arseniksauren Kalk entstand ein riithlich gelber Niederschlag.
Bei einer Mischung von 5 arsenigsauren KaIk und
10 arseniksauren Kalk entstand, auf gleiche Wcise behandelt, und zwar bei sehr vorsichtigem Zusetzen r o n
verdiinntem kaustischen Amrnoniak, erst eine inerklich
gelbe Farbung, die die Fliissigkeit in Faden durchzog
und bald in's Rathliche iiberging; selbst bei einer Mischung von 4 arsenigsauren Kalk und 12 arseniksauren
Kalk, und endlich bei einem Verhaltnifs von 2 : 10 konnte
auF diese A_=? bei der ersten Einwirkung des Ammoniaks
die Gegenwart der arsenigen SSure noch erkannt werden
>.
1)
Es
gelrort jedoch ein geschicktes Operiren und genaues Ver-
421
Gadz andere Erscheinungen zeigen sicli aber, wenn
man aus einer Mischung vollkommen neutrahr arseuigsaurer und arseniksaurer Salze mit einem Silbersalze die
qrseniksauren pracipitirt, was hier natiirlich ohne Beihiilfe von Ammoniak geschieht.
Bei einer Mischung von 10 arsenigsauren und 1 arseniksauren Salzes wird uur der gelbe Niederschlag des
arseuigsauren Silbers gefallt.
Bei eincr Mischuag von 10 arsenigsaureu und 2 arseuiksauren SaIzes wird bei der ersten Einwirkung cles
Silbers eine rotbe Farbuiig bemerkt, die sehr bald von
der getben verdeckt wird
Bei eincm Vcrhaltnifs von 10 arsenigsauren zu 5
arseniksauren Salzes zeigt sich erst sebr deutlicli der rothe Niederschlag des arseniksauren Silbers, der sic11 sodann mit deru gelhen au einem gelbrotheii Niederschlag
mischt.
Bei einein Verhaltnifs vou I@ arsenigsauren zu 10
arseniksauren Salzes ist uur die rotbe Fdlung des arsenibsaureri Silbers zu bemerken, die sich, etwas i d s Orange
verandert.
Bci einem VerhdtniL von 5 arsenigsauren zu 10 arseniksaureu Salzes ist die arseuige Saure kaum noch zu
bemerken, und bei 2 zu 10 entschwindet sie ganz der
W a h r n ehmung.
Es ist hieriu eiu, wenil Ieider auch nicht scbarfes,
doch , bei dem ghzlicben Mangel anderer geniigender
Agentien, nach imner willkonmeues Mittel an die Hand
gegebeo, geringe Beimischungen der arsenigen S;iure in
eiuer grafseren Menge Arseniksaiire, und umgckehrt eine
kleine Menge Xrseniksaure unter einer grofsereu der ar-
>.
traiitseyn der Reaetiunserscheinungen rlaru, um diese geringen
Beinrrngungen arseniger S u r e sichrr zu crkeonen.
1) Xuclr
um diese R e a d a n zu
bcobachLen m u L
rclreinungen selrr geuau vcrtraut scyn.
NPD
rnit den Er-
422
scnigen SIure zu entdecken. Man wird, sol1 solch eine
ITntersiichung vorgenommen werden, sich eine, so genau
als mbglich neutrale Flussigkeit verschaffen, darin auf
Arseniksaure priifen, den Niederschlag, wenn er sich zeigte,
durch SalpetersYure losen, und mit Ammoniak auf das
zugleiche Zugegenseyn von 'arseniger Same priifen. VieL
leicht wiirde es nicht ubel seyn, wenn die Uurstlnde es
sonst zulassen, die Sauren, um sie mehr zu isoliren und
zugleich zu concentriren, an Kalk zu binden, und dann
init den NiedcrschlYgen zu experiinentiren, indem man
sie so in Salpetersaure oder EssigsSure last, dafs noch
etwas derselben ungeliist zuriickbleibt '). Man hat hierbei
zugleich den Vortheil eine quantitative Bestimmung beider Stiuren mbglich zu machen, yon der ich sogleich sprechen werde.
Naclidem ich auf diese Art ein Mittel gefunden hatte,
hleine Mengen ArseniksYure in einer grofseren arseniger
SBure nachzuweiseo, war es mir auch moglich meine oben
ausgesprochene Annahme iiber den Vorgang bei der Reduction der arsenigen Saure durch kaustische Kalkerde,
wirklich zu beststigen.
Es liefsen sich aber aus den oben angegebenen Untersuchungen iiber die arsenigsaure Kalkerde , namlicb
sich in der Hitze, je nach der Starke und Dauer derselben, theilweis oder ganz in arseniksaure Kalkerde umzuwandeln, noch weitere Folgeriiiigen ziehen.
Serbstbereitete arsenigsaure Kalkerde wurde vorsichtig getrocknet, in eine Glasrohre gethan und mit der Lathrohrflamme einer Glasblaserlampe anhaltend erhitzt; es
sublimirte sich Arsenik , der weiter vorgetrieben wurde,
1 ) Sind organische Beimengungen zugegen , so haben die Untersuchungen wohl mehr ein toxikologisclies Interesse, und daon mBchte
der Nachweis des Arseniks iiberhaupt yon Wichtigkeit seyn, wo
dann in den meisten F i l l e n das hbseheiden durch Schwefelwasserstoff uod die Reduction durcli kaustische Kalkerde vorzuziewire.
423
urn zu sehen, ob beim erneuten AnglBben ein ferneres
Siiblimircn von Arsenik stattfinden wtirde. Es geschah
diefs in der That, und nachdem selbst iiber eine Viertelstunde anhaltend geblasen worden war, konnte die so
erhitzte arsenigsaure Kalkerde nicht als vollkommen zersetzt angesehen werden. Die riicksyandige Kalkerde enthielt viel Arseniksriure, aber auch noch merkbare Mengen arsenige Saurc.
Es wurde eine Quantitat trockner arseoigsaurer Kalkerde ) in einem Glasrohr so lange erhitzt, bis sich keine
Feuchtigkeit mehr entfernte, sodann das Rohr vor der
Kalkerde etwas ausgezogen, und die Erhitzung von Neueln
so lange fortgcsetzt, bis die etwas grau werdende Kalkerde, oder ein in dem engeren Theile der Glasrijhre sich
zeigender brauner Anflug, oder der eigenlhiimliche Geruch, der hier etwas empyreumatisches hat , die angchende Zersetzung der arsenigsauren Kalkerde anzeigt.
1) D i e arsenigsaure Kalkerde zu diesen und den folgenden Versuchen w u r d e sehr vorsichtig auf folgende W e i s e bereitet: Frisch
hereitetes Kalkwasser w u r d e i n Flasclren gefullt, sodann i n W a s ser gelijste arsenige SLure, so viel , d & , der Berechnung naclr,
hinreichend Kalkwasser i m Ueherschufs vorhanden war, zugegorsen, die Flaschen bis an den Rand des Halses rnit Kalkwass e r vollgefiillt, verstiipselt , und einige Tage zur vollkommenen
Ablagerung des arsenigsauren Balkes hingestellt, darauf das W a s s e r mit einem Heber abgehoben, die Flaschen mit destillirtem
W a s s c r vollgefiillt, geschkttelt, verkorkt, wieder hingestellt; nach
gehiiriger Ablagerung des arsenigsauren Kalkes das W a s s e r wied e r abgehoben, noch einmal eben so mit destillirtem W a s s e r gewaschen, d e r abgelagerte arsenigsaure Kalk schnell auf ein Filt e r gebracht, noch etwas mit destillirtern W a s s e r ausgesiifst (bei
.zu vielem huswaschen hat man bedeutenden Verlust, da sich
d e r arsenigsaure Kalk, u n d , w i c cs schcint, noch mehr d e r arseniksaure Kalk u n d der arsenigsaure Baryt, nieht unbedeutend
in W a s s e r lasen), nocli feucht vom Filter abgenommen, urn
lreine Papierfasern beizumengen, und getrocknet.
D e r noch
feucltte arsenigsaure Kalk iijste sich stets ohne Brausen in SBu+en, aber sobald er trocken w a r geschah die LGsung, trotz aller
vorsieht mit ciiiigcm Brausen.
421
Hierauf wurde dieselbe in einem Platinschiilchen rasch
gewogen, auf der Berzelius’schen Lampe heftig gegliiht,
wobei sich die entweichenden Dalnpfe des (durch atmospharische Luft in arsenige SSure umgewandelten) Arseniks bemerken lielen, wiederum gewogen, und der Gewichtsverlust als verfliichtigtes Arsenikmctall in Rechnung
gebracht. Der Riickstand verhielt sich ganz wie arseniksaure Kalkerde.
Eine QuantiiZt selbstbereiteter arseniksuurer Kalkerde wurde in einem Glasrohr so lange erhitzt, bis sie
keine Feuchtigkeit mehr abgab, darauf anhaltend in der
Lathrohrflamme einer Glasblaserlnmpe bis zum Erweicheu
des Glases ergliiht, jedoch weder eine Sublimation von
Arsenikmetall noch eine andere Verandernng bemerkt.
Eine andere Quantitlt arseniksaurer Kalkerde wurde,
wie es bei der arsenigsauren geschah, frci von Fcucbtigkeit gemacht, auf eiiiein Platinblech gcwogen und iiber
der B e r z elius’schen Lampe anhaltend gcglubt; sie zeigte
nach dem Gliihen keinen Gewichtsverlust.
Die Versuche beststigen meine Vermuthung vollkommen, dafs sich die arsenigsaure Kalkerde bei geeigneter
Hitze vollkommen in arseniksaure und kaustische Kalkerde zerlegt; dafs sich die arseniksaure Kalkerde in der
Hitze nicht verandert, und dafs somit ein leicbtes Mittel
an die Hand gegeben ist, beidc SIuren quantitativ zu bestimmen, wenn sie gemischt vorkommen. Eine Reihe
von Versuchen sollte mich bclchren, ob sich wirklich
die beim Gliihen entweichende Menge Arsenik aus der
arsenigsauren Kalkerde , der nach der Berechnung gefundenen nahert.
Zwdlf Gliihversuche, theils auf Platinblech iiber der
Flamme der Berzelius’schen Lampe, theils in kleinen
Porcellankruken im Kohlenfeuer vorgenommen , gabeu
mir keine ganz geniigenden Resultate. Im Mittel verhielt sich die Menge des entwichcnen Arseniks wie 14
425
oder 15 auf 100, R O hingegen die Berecbuung einen
VerIust von 19 aiif 100 ergiebt.
Urn die Ursach dieser Differenz zu erinilteln, schritt
ich zur Analyse des arsenigsnuren Kalkes selbst.
Eine mit oben angedeuteter Vorsicht selbst bereitete
arsenigsaure Kalker'de (die gleichwohl, mit einer SSure
iibergossen, zieuilich lebbalt aufbrauste ) wurde in einer
Porcc~llanschale so lange einer Temperatur von 30° bis
400 ausgesetzt, bis aie nichts inehr an Gewicht verlor.
Zwanzig Gran wurden in $alpetersiiiire gelast, und so
lange Schwefelwasserstoff hindurchgeleitet, bis alles Arsenik gefallt war. Das Schwefelarsenik wurde auf einern
Filter so lange gewaschen, bis oralsaures Ammoniak lieine
Spur von Kalk mehr nachwies. Die so von der arsenigen §sure befreite, nur noch salpetersauren Kalk enthaltende Fliissigkeit wurde durcli Abdanipfen auf ein geringes Voluin gebracht, Schwefe1s:irlre iro Ueberschufs und
danu eiue angemessene Quantitiit Alkohol von 96 Proc.
hinzagesetzt, wodurch sainmtlicher Kalk als sciiwefelsaurer Kalk abgeschieden wurde, den man nnch dem Trocknen gliihte. Das Schwefelarsenik blieb so lange einer
Temperatur von 30° R. ausgesetzt, bis es nichts mehr a n
Gewicht verlor; darauE wurde es in eine genau gewogene
Glasriihre gethan, behiitsam erhitzt, urn die letzten Spuren
W a s s e r zu entfernen, und d a m die Temperatur bis ziim
anfangenden Sclimelzeu erhiiht. Es bildete sich hierbei
eine sehr geringe Menge arsenige Saure, die wohl iibersehen werden durfte, da sie lraum einen Milligramm betragen mochte.
Auf diese W e i s e crliielt ich 14,s Schwefeiarsenik
und 16,9 gegliihten schwefelsrrureu Kalk.
Diese entsprecben:
426
11,SS arsenige S u r e ,
9,Ol kaustische Kalkerde, u. es kommt
uiithiu fiir Wasser 1,11 in Rechnung
20,oo.
Da es m6glich war, dafs bei der Anwendung von
Salpetersaure zuin Aufliisen des lufttrocknen arsenigsauren
Kalkes durch Schwefelwasserstoffgas neben dein Schwefelarsenik ziigleich etwas Schwcfel mit niedergefallen seyn
konnte, so wurde zu einer zweiten Analpse der arsenigsaure Kalk in Essigsaurc gelast. Zwanzig Gran arsenigsaiirer Kalk gaben, im iibrigen wic oben behandelt, 14,4
Schwefelarsenik und 16,7 gegluliten schwefelsauren Kalk,
iind diese entsprechen:
11,54 arsenige SSure,
6,92 kauslische Kalkerde und
1,54 Wasser
20,oo.
VergleicIit man die Mengen der Sauerstoffatome, namlich die der arsenigen S u r e mit 2,80, die der kaastischen Kalkerde mit 1,94, uad die des Wassers mit 1,36,
so nahern sie sich in .der That einem Verhaltnifs von
3:2:1&
Da diese Analyse etwas von der obigen abweicht,
jlldem die arsenige Saure vie1 geringer ausfallt, so wurde
noch eine dritte veranstaltet, welche aus 20 Gran in Essigsliire gelaster Kalkerde, 14,3 Schmefelarsenik und 16,9
schwefelsauren Kalk gab, und also:
11,45 arseniger SHure
7,Ol kaustischer Kalkerde und
1,54 m'asser entspricht
20,oo.
AuCsserdem wurde uoch eiumal atis 5 Gran arsenigsaurer
Kalkerde der Kalk mit 4 3 schwefelsaurem Kalk bestimmt,
427
welcher Werth sich dern in den anderen AnaIysen gefundeiien sehr nahert.
Auch das chemisch gebundentj Wasser wurde noch
einigemal direct bestimmt, auf eioe sclion oben angegebene Weise, durch Erhitzen, des lufttrocknen arsenigsauren Kalkes in einer GlasrBhre, bis keine Feuchtigkeit
mebr entweicbt, uud die arsenigsaure Kalkerde eben beginnen will sich zu zersetzen, und einmal bei ll Gran
mit O,S, und ein an'der Ma1 bei 15 Grim mit 1,0 gefunden, Werthe, die sich den oberen, durch Vylust bestimmten, ziemlich niihern.
Im Mittel ausgedr'iickt, miirden also 20 .&an arsenigsaurer Kalkerde bestehen aus:
11,50 arseniger Slure ,
6,96 kaustischer Kalkerde und
1,54 Wasser
und hieraus in 100 der wasserfreie arsenissaure KaIk bestehen aus:
62,30 arseniger S u r e und
37,70 kaustischer Kallierde,
11)0,00,
und dcr wasserhaltige aus:
57,50 arseniger SSure
3468 kaastiscber Kalkerde und
7,70 Wasser
100,00.
Nach den Resultaten der Aualyse verhalt sich in 100 wasserfreier arsenigsaurer Kalkerde der Sauerstoff der arsenigen S u r e zu den1 der Kalkerde wie 15,07 zu 10,58,
also annahernd wie 3 : 2, und in 100 wasserhaltigem
arsenigsauren Kalk verhalten sicli die Sauerstoffrnengen
der arsenigen Saure, Kalkerde und Wasser wie 13,19 :
9,77 : 634, also annlhernd wie 3 zu 2 zu If. Aucb
nahert sich die Zusamlnensetzung der wasserfreien arse-
428
nigsauren Kal.kerde in: 100 ziemlicli der von 0 e n g r e n,
in den Tabellen zu der neusten Auflage von B e r z e 14 us, Chemie, berechneten, wenn auch die Sauerstoffatorne nicht so iibereinstimmen wie dort. Die wasserhaltige arsenigsaure Kalkerde findet sich 'in jenen Tabellen
nicbt berechnet, obgleich B e r z'e 1 i u s angiebt, dafs
die- arsenigsaure Kalkerde chemisch gebundenes Wasserenthalt.
Da die Analyse lieinen Aufschltifs iiber die Ursa-:
che der Differenz der durch Versuche gefundeiien Mengen entweichenden Arseniks , wenn man die arsenigsaure
Kalkerde . gluht; von detien durch Berechiiung gefundenen, lieferte, so stellle ich von Neuem Glubversuche un-ter verschiedenen Bedingungen an. Aus einer Reihe dersclben konnte ich' schlieken, .dafs, wenn man die arsenigsaure Kalkerde in einein Platinsch3lchen gliiht, keine
sicheren Resultate erhalten merden. I)as freiwerdende
Arsenik verbindet sich mit dein Platin und greift dieses
erstaunlich stark an; ferner werden die Resultate unsicher, wenn man das.Gliihen in tiefen GefAfssen vornimint.
Das ArsenikmetalI veraiichligt sich sehr schwer in der htmosphare seines eigenen Dampfes, daher kornlnt es, dak
man in einer Glasriihre die arsenigsaure . Kalkerde nur
unvollkommen zersetzen kann, wenn auch noch so lauge,
selbst bis zum Erweichen des Glases erhitzt wird l ) ; dahingegen geschieht die Zersetzung der arsenigsauren Kalkerde in flachen Gefaten, wo sich das Arsenik sogleich
zur arsenigen SIure umwandeln kann, ziemlich leicht. Die
1) Ich wollte die QuantitSt des entweichenden Arseniks direct hestimmen, indem ieh den arsenigsauren Xalk in einem Glaskiilbehen mit sehr langem, riihrenfiirmigem und gebogenern ZIalse.
in einem Sclrmelztiegel der Hitze eines heftigen Kohlenfeuers
aussetzte, wobei clas Kiilbchen sehr lebhaft roth gliilrte. Dcr
Versuch mifslang, da selbst nach stundenlaneern Gliihen nur
eine verhiltnifsrhifsig geringe Menge Arsenik abgeschiedea war.
offenen Gef&en war die Vertreibung des Arseniks in sclrr
kurzer Zcit vollcndet.
Be;
429
Erhilzung mufs anhaltend und SO heftig als rnaglich seyn,
sonst ist die Zersetzung nicht voIlkommen ; es begegnete
lnir einigemal d a k die gegliihte arsenigsaure Kalkerde,
wenn sie nach dem Erkalten noch einmnl hefttig erhitzt
wurde, von Neuem einen geringen Gewichtsverlust erlitt.
Ich bediente mich theils einer kleinen, sehr diiiinen,
flachen Porcellanschale, und mit noch besspem Erfolge des
ausgesprengten Bodeos eines kleinen, sehr dunnen Glaskolbens von strengfliissigem Glase, und liefs die Erhitzung
so vor sich gehen, dals das Schalchen dem spitzen Flammenkegel der B e r z e l i us’schen Lainpe ausgesetzt wurde,
welcher durch unmittelbares Uebereinandersetzen der beiden Schornsteine stark verlangert wurde, und fast mit
der Intensittit einer Liithrohrflamme wirkte. Einige Versuche wurden auch in flachen PorceIIanschaIen im Kohlenfeuer vorgenommen.
Auf diese Art erhielt icb beim Gluhen der vorsiclltig yon allem chemisch gebundenen Wasser, durch Erhitzen in einer Glasriihre, befreite- arsenigsauren Kalkerde folgende Resultate:
Perloren beim Glchcn:
sollen nach der Berechnung verlieren :
0,85
0,94
122
1,3
10,o 177
1,s
9,0
174
1,6
17,7 321
3,3
20,o 373
3,7.
I n einem flachen Porcellanschalchen im Kohlenfeuer
gegliiht :
15,O
2,6
297
223
4,0
4;2.
5,0 Gran
7,2 -
-
-
In diesen Versucben nahern sicli die Quantitsten des entweicheuden Arseniks ziemlich denen nach meiner Analyse
des wasserfreien arsenigsauren Kalkes berechneten. Die
430
durch Gliihen im Koblenfeuer angestellten Versuche sind
mit vielen Schwierigkeiten verbunden , weil, wenn das
Scbalchen bedeckt wird, die Zersetzung schwieriger von
Statten geht, und wenn diefs nicbt geschiebt, leicht Stiickchen Kohle hineinfliegen, wodurch der Versuch verdorben wird.
Noch will ich bemerken, dafs bei dem Erhitzen des
arsenissauren Kalkes, um ihn wqsserfrei zu machen, init
vieler Vorsicht verfabren werden mub, weil es in der
That scheint, als kiinnten in der Atmosphare von Wasserdampf merkbare Spuren Arsenik, ohne sich anders als
durch den Geruch zu erkennen zii geben, entweichen ').
Es scbeint mir daher zweckmiifsiger die Erhitzung nicbt
so weit zu treiben, bis der arsenigsaure Kalk e k e grauc
Farbe annimmt, oder bis sich die ersten Spuren sublimirten Arseniks anlegen, weil es dann nicht unwahrscheinlich ist, dafs bereits ein Theil Arseuik sich entfernt hat.
Man wird also, wie es aus meinen Versuchen resultirt , wirklich aus d e n Verluste, welchen die wasserfrcie arsenigsaure Kalkerde beini hiiireichend starken Gluhen erleidet , auf eine bestimmte, dcmselben correspondirende Menge arseniger Saure schliefsen konnen , und
also auch wieder auf eine bestiinnite Menge arsenigsaurer
Kalkerde, und m a r wcrden, in eiuer runden Zahl ausgedruckt, 100 Th. wasserfreie arsenigsaure Kalkerde 17
Theile Arsenik verlieren; 1 Theil Verlust also auf $3
arsenigsaure Kalkerde oder auf 3,6 arseniger S u r e hinweisen. Da nun die arseniksaure Kalkerde sich beim
Gliihen nicht verandert, so kann man ebenfalls in einem
Gemisch von wasserfreier arsenig- und arseniksaurer Kalk1 ) D i e erstcn Mengen freiwerdendcn Arseniks kiindigen siclr, wie
i c h schon eiiimal erwHlinte, durch einen gewissermafsen empyreumatischen, Jem Tabncksiile etwas :ilinlichen Geruch an. Ein e n gleiehen Gernch bemerkte ich beinr Gliihcn des von den
ZahnSrzten zum Plorrilirerr gsbrauchtcn Blattzinns, und sclrliefse
daraus, dal's dicses etwas hrsenik ,enhalten miige.
431
erde durch den GIiihverIust den GehaIt an arsenigsaurer Kalkerde bestimmen.
Endlich ist es klar, dafs inan auch in einem, in unbekannten Verlraltnisen zusaminengesetzlen Gemisch von
arseniger Siiiire und Arseriiksaure, beide Siiuren quantitativ bestinimen kann, wenn sic init der nothigen undgehijrigeii Vorsicht mit Kalkwasser gefallt, darauf die Niedersclllsge mit der gehiirigen Vorsicht vorh chemisch gebundenen Wasser befreit und dann gegliiht werden.
Ein Uebelstnnd ist der, dafs man die arsenig- und aneniksaure Kalkerde nicht auswaschen darf, ohne bedeutenden Verlust zu erleiden; bedenkt man indesscn, wic
wenig kaustische Kalkerde, bei der geringen Liislichkeit
derselben in Wasser, iiberhaupt zuriickbleiben kann, so
scheint diefs wohl iibersehen werden zu diirfen.
Man sieht leicht ein , dafs diese quantilative Bestimmung nicht zulassig ist, wenn der arseuigsaure Kalk zugleich unbekannte Mengen phosphorsauren oder kohlensauren Kalkes, oder wohl gar organische Beimengungcn
enthalt I ) .
Der stete Gehalt an Kohlens;iure, welchen die arsenigsaure Kalkerde, wenn man sie durch Fsllen der ar1) Ich wollte einen Versuch machen,
aus dem beftig gegliiliten arsenigsauren Kalk, durch Yersetzen mit ScliwefelsBure und erneutern Gliihen, die Arseniksiiure auszutreiben, und soruit durch Ucrechnung ihre Mengc zu finden. D e r Versuclr gelang niclit, aber
das Rerultat des Experiments war zu eigentlrilmliclr, urn cs zu
iibcrgehen. Beim Gliihen entwich erst die iiberschiissige Schwefelsiiure, slsdann Arseniksbure, die ich an cine Porcellansclnle
anschlagen liel's, und durch Silber nnd Schwefelwasserstofr elkannte. Es zeigt diefs, dafs nkht inrrner die Arseniksiiurc Lcim
Gliihen in ursenige Siiure u n 3 Suuersioff rerfaZlt. Nacti I&$ fortgesctrteni Gliihen (das erst i n einem Porcellanticgcl, dann, urn
die Hitre lieftiger zu maclieu, in einem Platintiegel rorgcnornwurde) untersuclite k l r , als kein Gewichtsverlust nrehr hcmerkt
wurde, den Riickstand und land, dali cr nacfi Schwcfdwasserstoff
432
senigen S s u r e mit iiberschiissigein Kalkwasser bereitet
nach dein Trocknen zeigt, so wie ihre Zusaminensetzung
( B e r z e l i u s 4 e b t ihr das Zeichen d a 2 & ) liefsen fast
mit Gewifsheit vermuthen, dals d i e t eine basische Verbindung sey, in d e r a b e r d e r eine Theil Kalk so schwach
gebunden ist, dafs er sich bald eine gewisse Quantitst
Kohlenssure aus der Luft aneignet. Urn inir neutralen
arsenigsaureii Kalk zu bereiten, verfertigte ich mir, durch
aiihaltendes Digeriren yon Aelzainmoniak niit arseniger
Szure, miiglichst neutrales arsenigsaures Aininoniak, und
f a k e mit demselben reines Chlorcalcium. Die Ausbeute,
welche man bci dieser Art von Bereitung der arsenigsauren Kalkerde erhalt, ist, bei der grofsen AuflBsliclikeit
dcrselben in Chlorwasserstolf - Ammoniak, nur gering. riin
zweckmslsigsten verfzhrt man so, dafs man der Chlorcalciumlasung so lange arsenigsaures Ammoniak zusetzt,
als noch eine F:illung dadurch bewirkt w i r d , dann von
d e r , iiher dem abgelagerten Nicderschlag stehenden klaren Flussigkcit etwas in ein Rcagenzglas thut, und versucht, ob kaustisches Ammoniak noch ferner arsenigsaure
Kalkerde lallt, und wie vie1 man hinzusetzen kann,
dann dieselbe prscipitirt, schnell auf ein Filtrum bringt
und auswascht. Thut man zii vie1 Ammoniak hinzu, und
glaubt dann dorch Chlorwasserstoffslure dasselbe abstumpfen zu kannen, so liist sich iminer mehr und mehr von
d e r arsenigsauren Kalkerde a u f , die verloren geht. D e r
Niederschlag m d s dann aof dein Filter so lange gewaschen werden, bis das Silber keine Chlor~asserstoffsallre
mehr anzeigt ( e s fallt zugleich arsenigsaures Silber mit
nieder, welches sich aber in Salpetersaure liist, wogegen
das Chlorsilber datin unl6slich ist). Leider geht auch
hierroch, mit SBuren, unter Entwicklang con Schwefelwasserstoffgas, aufbranste, Schwefelnrsenik fallen l i d s (also wahrscheinlich
ein SehwefelRrsenikcalciiim gebildet worden war) und noch
schwcfelsaure Knllcerde enthielt.
433
hierbei wieder, bei der Schwierigkeit, mit der das Chlorwasserstoff- Ammoniak , ausgewaschen, und der Leichtigkeit, womit die arseiiigsaure Kalkerde aufgeliist wird, viel
verloren. W e n d e t man statt des Chlorcalciums essigsaure
Kalkerde an, so wird zwar mehr arsenigsaure Kalkerde
gewonnen, aber das enstchende essigsaure Ammoniak ist
noch schwieriger auszuwaschen wie das ChlorwasserstoffAinmoniak and so w i d wieder dabei ein groiser Verlust
erlit ten.
Nachdem die auf diese W e i s e dargestellte arsenigsaure Kalkerde vollkommen ausgesiifst mar, unterschied
sie sich schon beim Trocknen, was nicht auf dem Filtruin vorgenommen wurde, urn keine Papierfasern einzumcngen, von der durch Kalkwasser bereiteten: sie war
weuiger voluminiis und gab nach dem Trocknen ein lokkeres Pulver wo hingegen jene eine feste, schwerer zerreibliche Masse zuriickkifst.
Xachdem sie in einer Temperatur von 30° bis 40° R.
lufttrocken gemacht worden war, lliste sie sich in S2uren vollkotnmen, ohne die geringste Gasentwicklung, auf.
Es wurde das cheiniscli gebundene W a s s e r in diesein arseuigsaurcn Kalke eiuigernal auf die oben belnerkte
W e i s e direct bestimmt, und bei 12 Gran mit 0,5, bei 9
Gran mit 0,4 gefunden. Der so wasserfrci gemachte arsenigsaure Kalk wurde noch heirs gewogen, und sodaun
auhaltend ond heftig gegluht. Es vcrIoren
5,O Gran 0,9 Gran
6,6 - 1,2 9,0 - 2,o Diese Verluste, mit den fruheren verglichen, welche die
durch Kalkwasser gefillte arseuigsaure Kalkerde beim GIGhen. erlilt, fallen offeubar griifser nus.
Funfzehn Gran dieses' lufttroclineu arsenigsauren Kalkes wurden in Essigsliure gelBst, n i t Scliwefelwasserstoff
die arscnige SPure gefillt , das gewonucne Schwefelarsenik auf ein Fitter gebraclit, so huge ausgesiifst, bis in
Poggendorff's Annal. Bd. XXXX.
2s
434
dem Aussiifswasser kein Kalk mehr enthalten war, getrocknet, und alsdann so Iange der Temperatiir eines
warmen Stubenofens ausgesetzt, bis es nicht mehr an Gewicht verlor. Die Fliissigkeit, aus welcher das Schwefelarsenik gefrillt worden war, wurde, nebst den Aussiifswassern, bis zu einem geringen Riickstnnd abgedampft,
Schwefelsaure im Ueberschufs und sodann eine geeignete
Menge Alkohol von 96 Procent hiuzugesetzt, u u allen
schwefelsauren Kalk zu fallen. Derselbe wurde sodann
gegliiht und gewogen. Das Schwefelarsenik wurde in eine
Glasrijhre gethan, und S O Iange erhitzt, bis es anfing zu
schmelzen, wobei nocli eine geringe Menge Wasser entwich. Auf diese Art erhielt ich aus 15 Gran lufttrockner arsenigsaurer Kalkerde:
7,6 schwefelsauren Kalk und 14,2 Schmefelarsenik.
Diese entsprechen aber:
11,38 arseniger Saure,
3,11 kaustischer Kalkerde, und folglich
0,5l Wasser.
15,oo.
I u diesen Bestandtheilen der arsenigsaureu KaIkerde entsprechen die Sauerstoffiuengen
der arsenigen Saure: 2,762,
der Kalkerde:
O,S73,
0,453,
und des Wassers:
und stimmen auf eine hiichst erfreuliche Weise mit dem
Begriff einer neutralen arsenigsauren Kalkerde, in der
die Sauerstoffrnenge der arsenigen Saure zu der der Kalkerde sich wie 3 zu 1 verhalt, und die ein halbes Atom
W-asser enthalten wurde, iiberein.
In 100 wiirde also die wasserfreie neutrale arsenigsaure Kalkerde zusammengesetzt seyn aus:
78,53 arseniger SIure und
21,47 kaustischer Kalkerde.
100,oo
435
und die wasserhaltige aus:
75,86 arseniger Saure,
20,74 kaustischer Kalkerde und
3,40 Wasser.
100,oo.
Die Formeln, welche sich fur diese beiden Verbindungen der arsenigen Saure mit der Kalkerde geben lassen, werden also fur die basische:
c2;Lis1:€i
unil fiir die neutrale C Xs 4g seyn.
Nach der Analyse des wasserfreien arsenigsaiiren
Kalkes, fallt der Gewichtsverlust, welchen, narh den
oben angegebenen Versucben, die wasserfreie ncutrale arsenigsaure Kalkerde beim hinreichend heftigen Gluhen erleidet, namlich 20,6 Gran mit 4,l Gran, sehr ann;ihernd
dem , durch Berechnung gefiindenen Verluste, namlich
4,5, aus.
Es wurde nun noch das Verbalten der larsenigen
Siiure, wenn sie in Gasforin durch andere, mebr oder
wenigcr starke, gluhende Basen streicht, untersucht.
Llifst man arsenige SSure darcb gluhendes Bleioxyd
streichen, so wird sie in dern Augenblicke, wo sie durch
dasselbe getrieben wird , mit einiger Heftigkeit vom Bleioxyd gebunden; die game Masse kommt sehr schnell in gliihendem Flufs. .Je nachdem das Verbaltnifs beider Stoffe
zu einander gewahlt war, findet man nach dern Erkalten etwas Blei reducirt, oder eine geringe Menge Arsenik subfimirt, oder war das Verhdtnifs gerade so getroffen, dafs
sich arenigsaures Bleioxyd bildet, so findet man dieses
allein, ohne irgend eine weitere Abscheidung, als schwefelgelbe, einaille oder glasartige, leichtfliissige Masse. Das
arsenigsaure Bleioxyd veriindert sich selbst bei der g d s ten Hitze gar nicht, wie so viele ahnliche, splter zu be28
*
436
schreibcndk Verbindungen d e r arsenigen Siiure mit Metalloxyden, und scheint wit dieser Eigenxhaft allein dazustelien.
W i r d arsenige S f u r e in Gasgestalt diirch kaustische,
frisch gegluhte und selbst gliihendc- Magnesia getrieben,
so wird sie gebunden. Z u diesen Versuchen wurde die
arsenige Saure in deni Glasrohre erst von a l k m W a s s e r
befreit, dann bis zur angehenden SubIiniation erhitzt.
Hierarrf wurdc clns Glasrohr mit frisch ausgegfuhter kaustischer Magnesia gefiillt, diese rnit einem dunnen Srabe
fest iiber der arsenigen Siiure zusammenf;edruckt, und
damit so lange fortgefahren, bis das 6 - bis 8fache VoIum d e r arsenigen Saure an fest zusaniiiiengedrucltter kaustische Magnesia eiiigetragen war; alsdann kam der Phopfen von kohlcnsaurem Natron vor, um das Vortreiben
d e r Masse zu verhindern. Das Erhitzen geschah ganz
abulich wie bei der Reduction der arsenigen Saure durch
kaustische Kalkerde. Es konnte aber hierbei nicbt, wie
bei jener, unter iibrigens ganz gleichen Umstznden, Arsenik reducirt erhaiten werden, eben so wenig sublimirtc
sich arsenige Saure, sondern es blieb dieselbe fest gebunden. W u r d e aber nachher die gebildete arsenigsaure
Magnesia aus dem Glasrohr herausgenommen und in einem anderen durch heftiges GIiihen V O P der Lotlirohrflainme der Glasblaserlampe erhitzt , so subliinirte sich
etwas metallisches Arsenik, aber wieder nicht so viel, als
unter gleicben Umstanden b c i der arsenigsauren Kalkerde. W u r d e endlich die arsenigsaure Magnesia auf einem Platinblech iiber d e r Flamme der B e r z e l i u s ’ s c h e n
Lampe heftig U I I ~ anbaltend gegluht, so wurde sie n u r
zum Theil, nie vollkommen, in arseniksaure Magnesia
verwandelt. Es geht hieraus hervor, daEs sich die arsenigsaure Magnesia in der Mitze nicht wie die arsenigsaure
Kalkerde verhElt.
Nachdem diets ermittelt worden war, mufste es auch
irtteressant s e p comperative Versuche anzustellen, wie
437
sich Schwefelarsenik , durch gliihende kauslische Magnesia getrieben, verhalten wiirde.
Hieriiber habe ich eine grofse Reibe von Versuchen
nngestellt, aus denen im Allgemeinen resultirt, dals Schwefelarsenik, durch kaustische Magnesia getrieben, nidt reducirt wird; es koinmt diefs besonders dnher, weil das
Magnesium, im Gegensatz vom Calcium und anderen Erdmetallen, so aukerst schwierig mit dem Schwefel zu verbinden ist. Sollen diese Versuche iiberhaupt zu einem
Resultate fuhren, so mufs das Schwefelarsenik vorher bis
zum angebenden Schinelzen erhitzt werden, darauf die
kaustische, frisch gegluhte Magnesia, so fcst als es irgend
iniiglich ist, dariiber bis zu einem 10 bis 12 Voll~lneinge-.
~
stampft, und dann ein fest ansitzender Pfropfen V O Soda
vorgelegt werden; gescbieht diek nicht, so wird beim Erliitzen jedesiual die gante Masse niit Gewalt aus der
Kiihre gescbleudert , ohne dafs irgend ciue Einwirknng
des tkhwefelarseniks auf die Magnesia, eintretcn kiinute.
Werden aber diese Vorsichtsmafsregeln beobachtet, SO
treten andere Uebelstande ein; es werden namlich, menn
die Glasrohren nicht hinreichend stark U H gle'ichmafsig
~
dick sind, dieselben oft zertrummert, der Arbeiter hailfig
der Gefahr, von Glassplittern veiletat zu werden, ausgesetzt, uiid mit gefAhrlichen Arsenikdampfen belastigt.
Gleichwolil selang es miry bei der Mehrzahl meiner Versuche die Arbeit ohne Stiirung durchzufiihren. Es ist
hierbei merkwurdig zu beobachten , wie das Schmefelarscnik willig den R a m , welchen die Magnesia einnimmt,
durchddngt, aber den heftigsten Widerwillen zeigt, iiber
diese in den freieu Rauin der Glasriihre eiuzutreten '),
1)
,
Mit aller Heftigkeit vorgetrieben
besebreibt sie einen f6rmliclien Ring am Ende der Magnesia, und diese nirnmt dabei in
d e n sclininlen, nicht durchdrungenen Tlreile cine etwas bliuLid i e Farbe an. Nur durch Combination d e r 1,iithrolrr~amme mit
der J e r B e r z e l i i ~ s ' s c l i e n h m p e , wodurch Jer game gefiilltu
n a u n i (lor Glasriilire zum Gliilien gcbracht w o r d e , konlite Schwefelarsenik in den frcicn Eium der Glaarijhre getriebon warden.
45
sondern lieber, anstatt nach dem kalteren Theil der GIasrijhre zu gehen, in die Spitze derselben, wenn diese auch
gleich stark erhitzt ist, zuriicktritt, obgleich der Pfropfen
von Soda, wie ich aus mehrfachen Versucben weirs, lokker genug ist, uui es durchzulassen. W e n n auf diese
Art liiogere Zeit hindurch das Schwefelarsenik durch die
kaustische Magnesia hin und hergetrieben worden war,
und darauf 3ie Masse untersucht wurde, so hatte sich in
vielen Fiillen ein geringer Theil Schwefellnagoesium gebildet, welches dadurch erkannt wurde, dais die Magnesia mit Wasser angeriihrt und dann niit einer Stiure versetzt, deutlich den Geruch nacli Schwefelwasserstoff~as
entwickelte. Die Soda hatte liieran, wie man vielleicht
glaiiben mijchte, keinen Aiilheil, n e i l ich nur den von
der Soda weit entfernten Theil der Magnesia untersuchte.
Hatte die Magnesia von d e n b*ei,.eigemengtenScbwefelarsenik eine gelbe Farbe, so verschwand diese beirn Erhitzen
g;inzlicb. Einigemal bildete sich bei meinen Versuchen
in der Spitze der Riihre, da wo die Magnesia und das
Schwefelarsenik sich begranzten , eine Masse, die lneine
Aufmerksamkeit besonders in Anspruch nahm, aber sich
nur unter schwierigen Urnstanden und in geringer Menge
erzeugt : nzmlicb d a m , n e n n das Schwefelarsenik sehr
rasch durch die Magnesia getrieben wurde. Sie war fest,
hart, sprfide, von Ieberbrauner Farbe, im Bruch g1;inzend. Im Wasser lijste sie sich nicht auf, mit Sguren
iibergossen entwickelte sie keinen Geruch nach Schwefelwasserstoff. In einer Glasrijhre erhitzt sublimirte sich
rothes Schwefelarsenik. In einem Porcellanschalchen erhitzt entwich erst Schwefelarsenik, darauf, vom Feuer genommen, entziindete sich die Masse von selbst, und
brannte mit einem blendend weifsen Ergtuben, den Gernch nach hrsenik ausstofsend; es blieb eine weifse Substain zuriick, die sich wie arseniksaure Magnesia vcrhielt.
Es lnijclite scheiiien, als sey diese Masse durch Zusammenscbmelzen von Schwefelarsenik und Maguesia gebil-
439
det, wenn dagegen nicbt die Beobacbtung strilte, dafs
sich diese beiden Stoffe nicht zusammenschmelzen lassen, es
sey denn sie bildeu eine chemische Verbindung. WZre
diefs letztere der Fall gewesen, so mochte man sie vielleicht fur ein arsenigschwefliges Schwefelmagnesium ansehen diirfen, welcbe Ansicht ich keinesweges behaupten,
sondern nur aussprecheu will, da, nach B e r z e 1i u s, dieses Doppelsalz leicht loslich ist.
\Venn arsenige Saure durch gluhendes BIeisuperoxyd, oder Mangansuperoryd getrieben wurde, so eatwich im ersten Falle Sauerstoff, und es bildete sic11 arsenigsaures Blei, im zweiteu entwich Sauerstoff, und es
fand keine Vereinigurrg statt.
Da aus meinen Versucheu sich das eigenthiinlliche
Verhalten der arsenigsauren Kalkerde in der Hit’Le, sich
im Arsenikmetall und in ein arseuiksaures Salz zu zerlegen, des arsenigsauren Uleioxyds, unverandert zu bleiben , der arsenigsauren Magnesia, unvollkonmen zersetzt
zii werden, ergeben hatte, so untersuchte ich in gleicher
Beziehung auch noch andere wichtige Verbindungen der
arseoigen Saure.
Arsenigsaures SiZberoz-d. Dieses gelbe Salz wird
beim Erwiirmeu leicht schwarz. Befreit man es, so viel
es seyn kann, bei gelinder Warme, ohue dak die Farbe
sicli verandert, vom Wasser, und erwarmt es d a m in
einer Glasriihre behutsaw, so findet man, daL das Uebergehen aus der gelben Farbe in die schwarze zugleich n i t
eiuer lnerklichen Abscheidung von arseniger S u r e verbundcn ist, ankerdem wird aucb uoch Wasser frei, so
d a b die Veranderung der Farbe nicht allein einem Verlust von sehr schwach chemisch gebundenem Wasser,
sondern auch von einer geringen Menge arseniger Same
zuzuschreiben ist. Wird alsdann der Ruckstand mit
der Liithrohrflacnme der Glasbliserlampc bis zum Er-
440
weicben des Glases erhitzt, so sublimirt noch mehr arsenige SYure; es bleibt ein riilhlicber Rlickstand, der,
zerrieben, ein rothes Pulver giebt, aus welcbem, in Wasser suspendirt , verdiinnte Salpeterskm arseniksnures Silber auszieht, das wieder durch Ammoniak gefdlt werden kann, und Silbermetall; frei von Arsenik, zuriicklafst. Hierails ergiebt sich, dafs arsenigsaures Silber in
der Hitze vollkouimen in arsenige Saure, welclie entweicht, in arseniksaures Silber (die zuriickgebliebene arsenige Saure nimmt, um Arseniksaure ZLI bilden, den
Sauerstoff von einern Theil Silberoxyd) und in Silbermetal1 zersetzt wird, eine, den vorigen Versuchen gegeniiber , gewifs sehr inleressante Erschcinung. Diese Versuche wurden mebrere Male stets mit demselben Erfolge
wiederholt. Das metallische Silber war weifs , gl8uzend,
und Iiefs sich, wenn es ganz frei von arseniksaurern Silber war, mit dern Lothrohr, ohne Entweichen eines nach
Knoblauch riechenden Dampfes anf Koble zu eiuer Kugel
zusammenschqelzen * ).
Arsenz'gsaures Kupferoxyd in einer GIasr6hre erhitzt, Iiefs eine bedeutende Menge arseniger Saure sublimiren, wahrend seine griine Farbe sich in eiue schwarzliche umanderte, und cs zugleich chemisch gebundenes
Wasser verlor. Der Riickstand, mit der Glasblaserlainpe bis zuni Ermeichen des Glases erhitzt, schmolz zusammen und veranderte sich nicht weiter. Er hatte ein
braunes qnsehen, gab, zerrieben , ein braunes Pulver,
aus welchem Salpetersiiure arseniksaures Kupfer, welches
1) VVurde arseniksaures Silber in einer Glasrchre erhitzt,
so erlitt es keine Veriinderung. D i e zusammen,oescIrmolzene Masse
loste sich leicht in verdiinnter Salpeterssure und olinz Gasentwicklung a d , mit Hinterlassung eines hochst geringen weifsen
Riickstandes.
W u r d e arseniksaures Silbcr vor der Lotllrohrflamme auf Kohle erlritzt, so verdampfte Arsanik, und es blieb
ein arsenikhaltiges Silber zuriick, dessen Oberfljclie triibe und
buntfarbig angelaufen aussah.
Das arsenikfreie Silbcr hat eine
klare g l h z e n d e OberflBche.
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sic11 in seiner Farbe, als es durch Ammoniak gefdlt wurde,
etwas den1 arsenigsauren Kupfer naherte, aufnahm. Nachdein mit Saipetersaure hinreichend digerirt war, blieben
feine gelbliche Krystallchen zuriick, welche, mit dein
Liitbrohr auf KoliIe erhitzt, Arsenik entweichen und Arsenikkupfer zuriickliefsen. Arseniksaures Kupfer, vor dem
Lothrohr auf Kohle erhitzt, liefs unter Aufwallen Arsenik entweichen, und es blieb Arsenikkupfer zuriick, welches leicht in Kugeln flofs, aufser, eine rothliche, innen
eine weike Farbe b e s a l .
Arsenigsaures Plaiinoxyd - Ammoniak. W e n n man
zu einer PlatindiIoridIasung arsenige SBure selzf , SO bildef sich kein Niederschlag ; wird dann aber vorsichtig
kaustisches Ammoniak hinzugefiigt, so bildet sich ein gelbes Pracipitat, welches bald eine iauchgriine Farbe annimmt, die es aiich beim Trocknen behiilt. Diese Verbindung, in einer Glasrahre erbitzt, liefs arsenige Saore
und Salmiak sublimiren, welche beiden Stoffe niit Leichtigkeit, wenn man sie in W a s s e r aiifliJst, nachgewiesen
werden Ironnen. Im Riickstand blieb metallisch fein zertheiltes Platin zuriick, ohne eine Spur einer arseniksauren Verbindung. Die hier vielleicht im ersten Augenbiick etwas auffallend erscheinende Reduction des Platins ist durch das Ammoniak leicht zu erklaren. Aus
der, neben der arsenigen Saure zugleich mit stattfindenden
Sublimation von Salmiak, obgleich das Platinsalz sehr
gut ausgewascben worden w a r , vermuthe ich , daL es
eine Verbindung von arsenigsaurem Platin mit Platinchlorid- Ammoniak, oder von arsenigsaurem Platin mit Salmiak gewesen sei.
Arsenigsaures Eisenoxyd. Bereitet man sich arsenigsaures Eisenoxyd, indem man zu einer Aufliisung von
essigsaurem Eisenoxyd arsenigsaures Ammoniak, oder erst
arsenige Saure und dann vorsichtig Amrnoniak zusetzt, so
erhalt man ein gelbbraunes PrHcipitat, welches sehr lange
gewaschen werden mufs, wenn es frei von essigsaurem
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Ammoniak seyn soll. Es trocknet zu einer dunklen, glenzeiiden Masse ein, und giebt ein brauues PuIver, welches cheiniscli gebundenes W a s s e r enthllt. In einer Glasrohre beliutsam erhitzt, so dafs erst das Wasser sich
entfernt, sublimirt bei fortgesetzter Erhitzung arsenige
Saure, und Eisenoxyd bleibt zuruck, welches, wenn zuletzt die Rohre heftig geglulit worden war, auf Kohle mit
der Lothrohrflamine gegliiht, keiuen Geruch nach Arsenik
wahrnehmen Iafst. Enthielt das arsenigsaure Silber noch
Spuren von dem Ainrnouiaksalz, und man behandelt es
dann, wie eben bemerkt, in der Glasrohre, so entweicht
erst das Wasser, dann etwas arsenige Saure, zuletzt
sublimirt Arsenikmetall, und zuriickbleibt ein grau glanzendes Pulver, welches beim heftigsten Gluhen nicht
schinilzt, vom Magnet vollkommen angezogen wird und
sich ganz wie metallisches Eiseu verhielt. W a r die Zerseizung vollkoiimen geschehen, so bemerkt man beim Erliitzen des metallischen Eisens auf Kohle niit dem Lathrohr keinen Arsenikgeruch.
Arsenigsarrres Kali. Bereitet man nach der gewohnlichen Vorschrift arsenigsaures Kali, durch Digerixen von arseniger Saure mit kaustischem Kali, so scheidct sich aus der klaren Flussigkeit beim hngeren Stehen iminer noch etwas arsenige S I u r e ab. Endlich bleibt
eine gelbliche Fliissigkeit zuruck, welche eine salpetersaure Quecksilberoxydullisung weirs fallt , aber bald die
Fnrbe in Grau, und beim Erwarmen in Schwarz umandert, stark alkalisch reagirt, und zu einer gummigen Masse
eintrocknet. W i r d sie in diesem Zugtande in einem Glasrohr erhitzt, so blaht sie sich, unter Abgeben von wenigem Wasser, stark auf, fliefst ziiletzt ruhig, aber bei
einer bedeutenden Hitze, und giebt etwas arsenige Saure
ab. Der gegliihte Ruckstand hat ein emailleartiges Ansehen, l6st sich sehr schwer in Wasser, selbst unter Anwendung von Warme, auf, und lafst weuig Arseniksaure
und vie1 arsenige Saure erkennen. Bereitet man sich eio
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arsenigsaures Kali durch doppelte Wahlverwandtschaft
aus arsenigsaurem Baryt und schwefelsaurem Kali, so
dafs die Verhaltpisse genau berechnet sind, so erhdt man
dasselbe in fast allen Eigenschaften mit den1 vorher erwahnten ubereinstiminend ; es reagirt alkalisch, trocknet
zu einer gummigen Masse ein, aber es schwarzt unter
keiner Bedingung die salpetersaure QuecksilberoxydulLdsuug, und scheint &her eigentlich neutral zu scyn,
welche Eigenschaft wohl dem anderen abgehen mag.
Arsenksaures Amrnoniak sublimirt vollkommen, sehr
haufig unter Bildung einer geringen Menge Arseniks, welches zugleicb tnit sublitnirt.
Ueber diese, hier zum Theil nur fliichtig, in Bezug zu
ihrem Verhalten bei erhiihter Temperatur, geschilderten,
interessanten arsenigsauren Metalloxyde, SO wie uber einige arseniksaure Verbindungeu, werde ich in einer Fortsetzung dieser Beitrage ausfiihrlicher sprechen.
IX. N o t i . iiher.E e c 9 u e r e 1’s chemisch wirkeiztle
galuanische Iiette, die keine Temperaturerh6hung heruorlririgt; von C. H . P f a f f zu
KieZ.
Hr. B e c q u e r e l hat Nachricht von
einer hirchst sonderbaren galvaniscllen Kette gegeben, welche eine starke
chetnische Wirkung hervorbringen 6011, ohne in Platindrahten, durcli welche ihr elektrischer Stroin geht, aucb
nur die leiseste Spur von Erwarmung hervorzubringen
(s. diese AnnaIen, Bd. XXXVII S. 429). Hr. M o h r hat
durch Wiederholung des Versuchs zu beweisen gesucht,
dafs Hr. B. sich auf eine grobe Art dabei getiiuscht, und
dafs namentlich das Gas, welches Hr. B. fur SauerstofJgas genoinmeu, Salpetergas gewesen sey, das sich auf
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