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Beitrge zur krystallographischen Chemie.

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412
deli Obertbeil aus der iu Fig. 22 dargestellten Lage um 90°
zu drehen. Durch Erb6hung und Erniedriguug der Flamme
lassen sicb die Eiufallswiukel verlndern und am Hdheukreise messen. Zu geuaueren Bestimmungen eignen sich
aber die Beobacbtuugen am borizontaleu Goniometer (9.6)
vie1 besser, besonders wenn man, statt des gew6hnlich 12
bis 15 Ma1 vergrdterndeu Fernrohrs, eiu solcbss auwendet,
wie es S t e i n b e i l zu seiuen bleinen Spectralapparaten giebt.
Die Anuehmlicbkeit einee solchen Rohrs habe ich leider
erst liemerkt, nachdem icb mil dein alten viele Zeit, uud
Augen sehr iu Anspruch nebmeude Messungen gemacht
hatte. Ein solches Rohr zeigt auch, weun man umgekehrt,
d. h. durcb Obiectiv nach einem geschliffenen Labrador in
der Richtung des Schillers durchsieht, sehr deutlicb das Nebelbild eines Fensters uud seiuer Umgrliuzung.
( F o r t s et zung
fo Ig t. )
111. Beitriige zur krystallographischen Chernie ;
oon D r . J . S c h a b u s .
,
CuminsHure Cz,R, 04.
1.
D i e folgeuden Resultate der Untersuchung mnchen es sehr
wahrscheiulich, dafs die Krystalle dieser Ssure deln von
M i t s c h e r l i c h am uuterschwefligsauren Kalke eutdeckten
Krystallsysteme angebdren. Die Formen der nur selten
wasserhellen, meistens weifsen Krystalle werden gewdhnlich von den Pioakoidfllcheu P und Q (Fig. 1 Taf. III), der
Flache des Domas P) und einer Flache N gebildet, welche
P
die Kante abstiimpft. Dieses Hemiprisma erscheiut mei6
1
stens polarhemiedrisch, so d a b uur die eine Flgche desselben an der Kaute
P
-Q1
vorkommt, wahrend die parallele
413
Flnche fehlt. Die Flllche des Hemidomas v ist an vieleii
Krystallen durch eine andere ( 0 , Fig. 2 and 3 Taf. 111) ersetzt, welche zu P wahrscheinlich senkrecht steht. Aufser
diesen Gestalten findet man noch zuweilen die Flachen
eines zweiteu Hemiprismas M und die eiues Hemidomas w,
jedoch nur als sehr schmale Abstumpfungen der Kanten
P
x und
--
-.a
Die Krystalle sind nur selteu rund heruui
ausgebildet; meistentheils sind sie am einen Ende abgebrochen oder wie in Fig. 1, keilartig zugescharft. Diesc Zuscharfungsflachen sind ganz uneben, und die init Q oder N
gebildeten Kanten konnten anch nicht niiherungsweise bestimmt werden: uud doch scheinen diese Flachen keine gewiihnlichen Bruchtliichen ( worunter ich keineswegs Spaltangs- oder Theiluugsflachen verstehe), sondern Zwilliiigsflachen zu seyn.
Der Habitus der Krystalle ist meistens tafelartig, parallel der Flache P, oder prismatisch in der Richtung der
P
Zone -.
Nur an sehr diiiinen und langen Prismen habe
8
ich die Flachen der beiden Hemiprismen 61 und N, sowie
die des Hemidomas w beobacbtet, wie in Fig. 2 ersichtlich
ist. W e n n die Flechen Q nod v vorherrscbeu und die
Flache P fast vollsttiudig verdrlngen, so bekommen die
Krystallsegmente einen pyramidalen Habitus, der iibrigens
nur an sehr wenigen Individuen beobachtet wurde. Die
Krystalle lassen sich parallel der Fhche P sehr leicht spalten,
aucb siud die diinnen Blattchen etwas biegsam. Hieraus
mag sich wohl auch die Erscheinung erkllren, dafs grbfsere
Krystalle mitunter Rebr stark gebogen sind, so dafs die
Flacbe P gleicbsam ein Sttick einer Cylindermantelflache
bildet, deren Axe der Kante
$ parallel
ist. Die Krystall-
blaltchen sind etwas weniger hart als Gyps, an den sie
uberbaupt durch die eben erwlhnten Eigenschaften eriuneru.
Die Fllichen der Pinakoide P und Q, des Hemidomas s
und des Hemiprismas I siud meistens stark gliinzend uiid
414
spiegeln gut. Auf P herrscht vorziiglich der Perlmutterglanz
vor, die tibrigen Flachen hingegen haben Glasglanz, der
an einzelnen Fhchen auch perlmutterartig, seltener fettartig
ist. Tritt das Pinakoid o als Griinzfliiche auf, so ist diese
nur wenig glanzend und nicht selten trichterartig vertieft,
so dafs von ihr nur der Rand eingesaumt erscheint; die
Kante 2 habe ich daher an keinem Krystalle genau zu beP
stimmen vermocht. Die erhaltenen Werthe liegen zwischen
89O 15 und 90" 20', weshalb es sehr wuhl mbglich ist,
dafs diese Kante nicht genau 90" betragt, obwohl sie kaum
mehr als + O , hbchtens 0" davon verschieden seyn kann.
Durch die erhaltenen Resultate lHfst sich tibrigens ein von
90O verschiedener Werth ebenfalls nicht hesser rechtfertigen, als die bier gemachte Supposition, dafs die Krystalle
dem Mitscherlich'schen Systeme angehbren. Aus den
angeftihrten Griinden habe ich der Rechnung auch nicht.
den Kantenwerth 0 , soudern den genauer bestimmten Q
Q
zu Grunde gelegt.
Die Werthe der fiir die Berechnung benutzten Kanten
habe ich an mehreren Krystallen bestimmt, und nattirlich
jcne ansgewahlt, welche mir, wegen der Klarheit der Bilder, als die verlassigsten erschienen sind. So schwankten
P zwischen
die Werthe an verschiedenen Individuen ftir 1)
105" 20' uud 106O 5','fiir
fur
Q
$ zwischen
Q
129" 12 und 130,
zwischen 108O 10' und 1080 45', far N zwischen
Illo 50' und 112" 20'. Am unsichersten diirfte der Wertb
0
fiir
seyn, weiI ich denselben nur ail zwei Individuen bestimmen konnte und die Klarheit der Spiegelbilder vieles
zu wiinschen tibrig liefsen.
Wiihlt man die FlHchen 0 , P und Q als Pinakoide, N
als die Flache des der Grundgestslt entsprechenden Hemiprismas, und o a h das zugehalrige Hemidoma, so erhalten
die Gestalten, wenn man O A = a , O B = b und O C = c
setzt (Fig. 4 Taf. HI), die folgenden Verhlltnisse und Zeichen:
415
a:ab : m c
ma:
fiir o
OP
b : c r ~c
ma:mb:
6:
o
GoPo0
ma:
c
Q)
ma:
b: 2 c
~
a:
b:ac
PI
~
'F"a0
)#
J)
u
b:mc
+)Pa,
Die bestimmten Neigungswinkel sind :
+a:
gemasen
0 : P = 90 " 0"
P : Q =I05
48*
P : o =I29 3 0 *
0 : Q =I08
30*
N : P =I12
4*
0 : Q = 101
(uahe)
o:N =
P : i U =137
25'
P : w = 1123. (nahe)
P:Q,=
M : N =154
39'
Q : N = 37 50
Q , : N = 1 4 2 10
Q : M = 63 35
U:W
= 163 10
O : W =157
50
Q
N
3M ~
2
0
w
berechnet
100" 46'
79 38
137 33
112 23
74 12
154 31
37 52
142 8
63 21
162 53
157 37
Das Axenverhllltnifs ist:
a :b :c = I :1,a389: 0,8353.
Die Krystalle sind so gestellt, dale die Diagonale u von
rechts nach links, und b von vorn nacb ruckwarts gebt.
Nennt man den Winkel, welcben die beiden Diagonalen
im hioten liegenden recbten Quadranten einscbliefsen a, den,
welchen die Axe mit der Diagonale c oben rechts bildet 9
,
und den, welchen die Axe mit der Diagonale b binten und
oben einscbliefst y, so ist:
a = 106" 55'; 19= 78O 4 8 ; y = 93" 5'.
416
Die Winkel der Coordinatenebenen ergeben sich aus den
obeu angegebenen Kantenwinkeln, die die Pinakoide unter
einauder bilden.
Auch Zwillioge bilden die Krystalle und zwar nach zwei
verschiedenen Gesetzen. Die eioe Art vou Zwillingen entsteht ahulich den Karlsbader - und Elbogner Feldspnthzwilliugen, indem die Individueu sich parallel der Flache P aneinander Icgen, oder vielmehr einander durchdringeo. Dns
eine, vie1 kleiuere Individunm verschwiudet fast ganz in
dein griifsereii, uud nur das Ende an der obern Domenfl$che ragt hcrvor, wobei die Domenflachen beider Indiriduen gegeueinander geneigt sind und einspriugende Winkel bilden (Fig. 5 Taf. 111).
Die zweite Art von Zwilliugen gehiirt zii den Durchkreuzungszwillingen. Die Zwilliugsflache, welche als Krystallflache nicht vorkommt, wtirde die Kante 9 abstum8
pfen; wahrscheinlich entspricht sie der Flache Pa,. Das
Kreuz wird oft von sehr laugen, aber stark gekrummten
Iiidividuen gebildet, und ist ziemlich gerade, d. h. die Axen
der beiden Individuen schneiden einander unter Winkeln,
welche nicht vie1 von 90" abweichen. Natfirlich treten
die Flachen P des einen Individuums aus den Ebenen der
P-Flacheu des andern heraus. W e n n '?an ein solches
Kreuz vorsichtig zerbricht, so erhelt man die nur an einem
Elide ausgebildeten Krystalle, welche am andern Ende, wie
schon oben erwiihut, keilf6rmig erscheinen.
I
I
.
2. Parabansillire. C, €Ia
Na06.
Der Gute des Hrn. Prof. Dr. J. R e d t e n b a c h e r verdanke ich ausgezeichnete Krystalle dieser Sliure. Sie rtihren von zwei verschiedenen Kryetallisationen her nnd weichen in ihren Formen, wie es anflnglich scheint, sehr wesentlich von einander ab. Dieser Unterschied wird noch
durch die Verschiedenheit der Farbung erhbht ; die zuerst
bereiteten Krystalle sind nlmlich schwach rosenroth geflirbt,
wahreud die andern, welche theils aus wiisseriger Ldsung,
417
theils aus der Liisuiig in SalpetersSure erlialten wurdeu,
vollkoiiiineu wasserhell sind; die geuauere Uutersucbuug
zeigte jedoch, dafs die Foruien der geffirbten Krystalle init
den von mir sclion friiher beschriebenen (Bestimmung der
Krystallgestahen, M'ieu 1835 S. 163) ilbereinstiininen. Die
Gestalten der wasserliellen Substnnz aber bestehen fast
durchgehends aus den Coinbina~ionen,welche Hr. Dr. v on]
R a t h io diesen Aiinalen (Bd. CX S . 93) bescliricben hat.
Hr. Dr. voin H n t b hat zwar versurht, die heiden so
rcrschiedcuarlig aussehenden Forineu auf die gleichen Axen,
d. h. a u f dieselbe Gruudforin zuriickzufiihren; er gelaiigtc
jedoch iiur zu einem negative11 Resultate.
Vergebecis versucht mail die von S c h a b u s geinesselien FlPchen auf meioe Axenelemente zuriickzufiihren. Auf
diese bezogen, wiirde S c h a b u s ' Flzche a die Axc a' in der
Eulfernung 0,5453 schueiden. An den von ruir beschriebenen Krystallen kann sie deinnach unlnbglicb auftreten.
W i e dieses Rgthsel zu losen, mufs ich dahin gestellt'lassen.,,
Durch Messungen habe icb mich davon iibeneugt, dafs
die friiher veroffentlicbtcu Werthe vollkoinmen zurerlassig
sind. Eiiie gerianere Vergleichung zeigt aber auch, dafs
die Gestalten, welche R a t h beobachtete, von den in meiner
Abhandluiig angegebenen nicht specifisch verschieden sind,
sondern sich durcb eine Veranderuug in der Stellung der
einen oder der aiideren Form als vollkornmeo gleichartig
erweisen.
Fig 6 und 7 Taf. I11 stellen die von Hm. Dr. v o m
R a t h beschriebenen Combinationen vor, und Fig. 6 ist
meiner Abhandlung entnommen. Wird letztere Fig. 8 urn
die Ton oben nach unten gebende Axe urn 180" gedrebt,
so dafs die ruckwtirts liegeuden Flachen vorn binkommen,
und dreht man d a m den Krystall um die von. links iiach
rechts gehende horizontale Axe: bis 0' Fig 8 vertical steht,
also parallel zii a (Fig. 6 ) und somit auch o (Fig. 8) parallel zu P wird, so ist die Uebereinstiinmung vollkommen
hergeslellt ; Fig. 9 und 10 zeigen diese Stellung.
Poggendorn's Anna1 Bd. CXVI.
27
JJ
418
Die durch Dr. v o in R a t h veriiffentlichten Wiukelwerthe
stimmen mit den von mir bestiinlnten genauer iiherein, als
ich dieses ZII erwarten berechtigt war. Denn die Fllchen
o und p gaben keine ganz klareu Bilder. WDie Kauten des
Domas o stimmen so gut uuter einander, dafs man diese
Winkel wohl als genau bestimint anseheii kann. Weniger
gut spiegeln die Flachen der Pgramide und die des bnsischen Pinakoides. Uud doch betragen die grbfsten Diffcrenzen unserer Resultate nicht inehr als 3 Minaten, j n eiuzelne Kantenwerthe stiinmen vollkoinmen iibereiu.
W e n n ich bei meiner ersten Untersuchung die Combination Fig. 6 bcobachtet hztte, so wurde ich ihr auch die
Stellung dieser Figur gegeben haben ; denn sie entspricht
dem ganzen Habitus, auch wird dadurch die Neigung der
Axe sehr klein. Durch diese Veranderung in der Stellung
wird nun die Deutuiig der Flachen ebenfalls eine nndere,
nattirlich ohne Einflufs auf die Wiukel zu uehmen.
Es ist nun:
tt
Bath
+Pa,
Kath
Schabus
mP2 m
m P 3 ~a
(mPa,) b
-Pa,
P
0
V'
+P
-P
aaP
0'
P
Q
0
5
Sclrahos
P,
0
1
Fur die him gewahlte Stellung erhalt man aus den
Kanten
a'
--,
a
uud
6:
a :b :c = 1:2,1093 : I ,6224
und die Neiguug der Axe zur Klinodiagonale (b) C= 8 7 O
7',5. Die Axe a geht von oben nach unten, b von vorn
nach riickwzrts und c von rechts nach links; Cliegt hinten
und oben,
W i e wenig die einzelnen Wiiikel von einander abweichen ersieht man aus der folgenden Zusammenstellung:
Rath
a:P
x:P
a, : x
Schabus
= 117O 42'
0':o
= 117O 4'2'
=l29
=I12
0:o
=129
=113
21
57
o:o,
18
0
419
Ratti
a :x
=
0':P
= 123
Schabus.
670 3 '
25
= l 5 0 25,5
of : 0'
=120 51
o':o'(uber b ) = 59 9
0' : b
=119 345
0' : x
= 67O 0'
o:p
= 123 26
p:m
= 150 26
p:p
= 120 52
p : p (uber Q) = 59 8
p:Q
= 119 34
v :v'
W i r d noch ails den von inir erhalteneii Wertheii die
Kante des Prismas p, bereclioet, so erhalt inaii: Neiguug
m
von ' p , : p ,= 114O l', wahreiid nach R a t h die Kante tn
= 113" 58' ist.
Obwohl der Unterschied zwiscben den Kauten
und
5
uur 3 betragt, so glaiibe ich doch diesen Winkel, da er
au einein ausgezeichnet spiegelnden Prislna mit der griifsten
Sorgfalt bestimmt wurde, als den richtigereu annehmen zii
diirfen. Merkwiirdig ist jedeufalls die Uebereiiistiminung
D'
zmischeo und 5,weil, wie schoii bemerkt, au den von
0
P
mir untersuchteii Krystallen o iiur unklar spiegelte. Die
Ffhchen z habe ich an einem der vicleri Krystalle beobachtet, ebenso sind die aufserst kleineii und undeutliclien
Fllcheii (q), welche ich friiher beobacbtete, an diesen Krystallen nicht' aufzufinden gewesen. Wahrscheinlich waren
an den gefdrbten Krystallen noch andere Pyramidenfltichen;
es war mir jedoch unmilglich, sie an den Paar Individuen,
an denen ich sie wahrgenomrnen, zu bestiinmen. Die Masse
oder die Suhstanz dieser Krystalle befindet sich iilmlich
in einem eigenthiimlicben, gesponnten Zustande, so dafs die
leiseste Beriihrung mit Wachs, ja schon die Handwlrme, sie
in Stucke zersprengt. Eineii dieser Krystalle hatle ich,
weil ich fiirchtete, diih er beiin Aufkleben auf Wachs zerspringen kdnnte, um ihu genauer zu beobachten, auf die
Hand gelegt, doch pldtzlich lilsfen sich Stfickchen an beiden Enden unter Knistern los, und eins wiirde dabei iiber
die Handflache hinaus geschleudert. Das Zerspringen erfolgt iinmer parallel der Spaltungsflache Q.
27 *
420
Die Erscheinungeu rcchtfertigeu die Verinuthung , d n t
die kleinsten Theilchen das Bestreben habeu, cine audere
Gleichgewichlslage anzunehmeu. Erstreckt sich diese Veranderung blob aaf die gegenseitige Stellung der Molecule
der Parabansaure, ahulich den aus gescliinolze~ielnSchwefel
elitstandenen Krystnllen, uud ist diese dimorph, oder suchen sich die htonie der Elemeute selbst neu zu gruppiren,
d. h. ist der Vorgnng ein chcuiischer?
3. Bn-eifnch cltrnmsniires Ammooinkosyd. H, N 0 . 2 Cr 0,.
Die schbnen lnorgenrothen Krystalle des zweifach chromsauren Ammoniaks sirid schou von B r o o k e (Annals of Philosophy New Series T. 6 p . 287) gemessen wordeu, allein es
ist bisher zweifelhaft gcbliebcu, auf welches Salz sich die
Messungen heziehen. (Vergl. Haiidbuch cler krystallograpbischen Chemie vou C. F. R a m m e l s b e r g S. 190).
Drirch zwei Ilestimmriugeii, welclie Hr. A. M e i e r im
Laboratorium des Hru. Prof. Dr. J. R e d t e 11b a c h e r ausfiihrte, wurde die Menge der Chromslure = 75,s Proc.
und 81,2 Proc., also iui Mittel gleich 80 Proc. gefuuden,
was mit der obeu angegebenen Zusammensetzung, welche
79,7 Proc. Chromsaure erfordert, liinreichend iibereinstimmt.
Die Formen dieser Krystalle gehirren dein monoklinoedrischeu Systeme an. Die Colnbiuationen besteheif aus den beiden, von mir als Gruudgestalt gewlhlten Hemipyramiden p und
p, (Fig. 11 11. 12 Taf. HI), den beiden Hemidoinen o und o,,
dem klinodiagoualen Uoma w rind dem basischen Pinakoide 0.
Ich habe diese Deutung der Flachen der B r o o k e ’ s vorgezogen, weil dadurcli die Neiguiig der Axe geringer wird.
Die Zeichen und Axeiiverlialtuisse dieser Gestalten sind:
a : 6 : c fur p, uud p,
-P,
+P,
+Pa,, -Pa,, a : b : Q, c fur v , und a,
(Pa),a : Q) b: c fur w,
oP,
a : ar-b : Q, c fur 0.
Die von B r o o k e mit c bezeichneten Flachen, welche an
den Kanten
PI
’
aber nicht mit parallelen Kanteii auftritt,
421
liabe ich iiiclit beobachtet. Das Doma w tiiidet sich iiur
selteii, und sehr untergeordiiet.
Der Habitus der Kryslallc ist haufig tafelartig, durch
Vorberrschen voii o und 8 , zuweilen prislnatisch in der
Kichtriiig der beiden Hemidomen. Die Flachen haben meistens vollkomuinen Glasglauz uiid spiegeln daber die Gegeust2nde schr rein. Spalten lassen sich die Krystalle nach
zwei Richtungeii. Die Theilungsflachen parallel dem Heinidoilia u siud gcwi)hulicfi i n der ltichtuiig tler Kaute
a
geP
streift, die parallel von (30 Pa), welche Flache an deii
Krystallen riiclit nirftritt, ist scliwer zu crhalten, und stark
dnrch musclieligen Bruch unterbrocheu.
Die Winkel, welche beshiiiiit wurdeii, siiid :
gcroesien
0 :0
o : p =114
8.3*
o : p' = 110 1,5 *
v : p = 139 2
p : p = 98 2
p ' : p ' = 98 53
p : p , = 13.5 40
p : p ' = 99 46
p:w.= 13s 48
p': 20= 110 42
0 : d = l 1 7 44
0:c
bereclroct
= 122" 4b',.3"
=
139" u,5
98 1
95 3
135 50
99 43
138 52
140 51
Brooke
122O 31'
114 0
1 1 0 10
139 1
98 8
133 47
117 40
101 58
Der Berechnung wurden die Kantenwerthe fur: 0,
U
und
P
2L zu Grunde gelegt. Fur die Grundfurm erhalt man aus
P I
diesen Wiukcln das Axenverhaltnib:
a : b : c = 1 : 0,5833 : 0,5643.
Die Neigung der Are zur Klinodiagonale (b) ist C =
86" 33',5. Die Axe a gebt von oben nach unfen, c von
rechts nach links uiid b vou vorn nach riickwtirts, der Winkel C liegt hinten und oben.
422
4. MeaacuuBaiirer Baryt. B R , O , . C , , B o O s +8rq.
Diese Verbindung bildet stark glanzende, farblose Krystalle, von schwach zusammenzieheudem Geschmacke. Die
Gestalten gehiiren dem monokliooGdrischeu Systeme an,
iind besteheu aus einer Combinatiou des rliolnbischen Prisnias I (Fig. 13 Taf. UI), den beideii Llinodiagoualen Hemidomen 1) und v' und den Pinakoiden P und o ; Ietzteres
tritt jedoch nur selten und untergeordnet auf. Nur an einein Krystalle, uiid da iiur an einer Knute, wurde eine
FlBche einer positiven Hemipyramide (p, Fig. 14) beobach-
tet, die an der Kante
mit paralleleu CombinationskanM,
ten erscheint. Betrachtet man M als das P r i m a , dessen
AsenverhBltniTs: cc: a : b : c, und a uiid n' als Hemidomen,
dereu Axenverhaltuit : a : b :CL, c ist, so ist das Axetiverhaltn i t dieser Pyramidc: a : 4 b : c.
Die Gestalten sind also:
OP +Pm
-Pm t 2 P S Z P ZPab
0
V'
9
P
M
P .
Der Habitus der Krjstalle ist incistens prismatisch, durch
Vorherrschen von M, oder die Krystalle sind tafelartig parallel
der Fliiche P; sclteu wird der Habitus pyramidal, namlich
dann , wenu die Flachen des Pinnkoitles P ebenfalls fast
verschwiuden, uud die Domeii und Prisineafl~chcusich gleichfiinnig ausbreiteii. Die Flacheu haben ausgezeichneten Glasglanz, sind aber ligufig stark unebeu, uiid maclien die Messung der Winkel, weil meistens inelirere Spiegelbilder eatstehen, uusicher, was besonders von deu Flachen des Pinakoides uud auch deneii des rhombischen Prismas gilt.
Auch Zwillinge findet man nicht selten; die Zwillingsflache ist das basiaclie Pinakoid 0, auf der die Zwilliugsare
senkrecht steht (Fig. 15). Die Spaltbarkeit parallel dew basischeu Pinakoide ist zieinlich vollkowmen, parallel dem a h
Krystallfllche nicht beobachteteo klinodiagonalen Pinakoide
hingegen 8ebr unvollkommen. Hr. Prof. Dr. P e t e r s , der
diese Krystalle ebenfalls untersuchte , beobacbtete die Gestalten o, o', I und P (Ann. d. Chem. u. Pharm. Bd.78 S. 132).
423
Die der Bcrechnuug zu Gruude gelegten Kautenwinkel
siua:
Pr1el.s
0:
P = 93" 54'
M:I=lIL
P : o =114
111°30
30
24
1 4 1 26
P
Die Kante wurde an eiuem Krystalle bestimmt, a n
deui die beideti Flachen zwar uiir klein, aber vollkomiiieii
ebeii wareit, so dafs sie ganz klare Spiegelbilder gaben.
A11 andcrii Krpstallen wurden abweichende Werthe, die
zwischeo 1 I . l " uod 144" 50' lngeu, gcfuiideu;
wurde
ebenfalls an eiuem rein syiegelndeii Kryslalle bestimnit. An
andern Iadividuen war diese Kante haufig kleiuer [11 l o
2' ja selbst 110.' 301, jedoch weniger scliarf ausgebildet:
aber auch grofsere Werthe [bis 112") wurden gefunden.
0 ist mit Hiilfe der Spaltungsflache o iind einer gut spiel'
gelndeii Pioakoidfl~iche P bestimuit worden. Die Abweichungcn w a r m iiur gering.
Aus dieseii Kanten erhalt iiinii fur die GrBfseu der iibrigen Winkel folgeude Werthe:
gemesseii
bereclroet
v : v ' == 73u58'
V :V,
= 106
o:P,
=
0:w
= 129 30
=124 33
O:O'
2
74" I',5
109
86
129
124
161
PelelJ
73" 50'.
58,5
6
YO
31,s
345
P : v , =I41 38
68 30
il.I : DI, =
145 43
M : P = 145 4 0
u , : p = I49 (nilLC)
1 4 1 30
Uas AxeuverhaltniCs ist :
a : b : c = 1: 0,7344 : 1,1054.
Die Neigung der Axe zur Kliuodiagonale (b) C = 86" 6'.
Die Axe a geht von oben nach unten, c von rechts nach
424
links und b von vorn nach riickwsrts; der Winkel C liegt
hinten oben. Die Krystalle verdan!re ich der Gute des
Hrn. Prof. Dr. J. G o t t l i e b .
--
IV. Die mechurrischc
W i i r t r i e - Il’heorie urrd rlos
Spannungsgesetr chr Gase;
von Dr. T h . Heye.
( Vuo Hrn. Verfasser geniaeliter Auszug aus der gleiclinamigen InnuguralDissertalion, Giittingen lY61.)
D e r Verfasser liat ails deli Vcrsuclicii K e g n a u l t ’ s ‘ ) stalt
der M a r i o 1 t e- uiid G a y - 1, u s s a cfsclieii Foriiiel
p .o=R(a+ f )
folgende gcnauerc Gleicliung fur dns Spaiiniing~gese~z
der
Gase abgeleitet:
1.
.( t J + t l . S )
l+np
=H ( u + t ) .
Hieriii ist f die Teniperatur dcs Gases (nacli C e l s i u s ) ,
p die Spannuug in Kilograminen per Quadratmeter, und w
das Volumen der Gewichtseinhcit ( 1 kg) in Cabikineteru.
II, R, S, a sind constante Griifsen; und zwar wurde a fur
alle Kbrper, resp. Gase, bestilnmt zu 273”,84. Ferner ist:
atmospl~BrirclreLuft
kohlensaures Gas
Wasserstoff- Gas
0,213128
0,572837
10‘
29,1972
IOU
0,429900
1000
19,2382
0,295681
0,689747
I 06
104
~
106
0.81 1091
&1,04*
Die Gleichung 1. geniigt dew Erfahrungs-Satze, d a b
eine Gasmenge desto genauer dein Ma r i o t t e’schen Ge1) Mcln. de IAcod. Roy. des Sc., T.21, 1817.
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beitrge, zur, chemie, krystallographischen
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