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Beitrge zur Monographie des Marekanit Turmalin und brasilianischen Topas in Bezug auf Elektricitt.

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unserer Meinung nach riihrt dicfs einfach davon her, dafs
die Flamme, da sie zu einer pli3tzlichen Aenderung ibrer
Richtung gezwungen ist, sich vollstandiger an die Metallflricben legt, und langer mit ihnen in Beruhrung bleibt,
als im Fall sie dieselben in schiefer Richtung trifft.
Alle theoretischen Inductionen siiid dieser neuen, besonders fur Schifffabrt geeigneten Construction giinstig. Handelt es sich jedoch darum, sich nach dem blolsen Lichte der
l'beorie iiber die Vorziige in Kiinsten anwendbarer Verfabrungsarten auszusprechen, so kaun man oicht vorsichtig geiiug seyn; indeL glauben wir, dah die WahrscheinIicbheit eines glucklichcu Erfolgs grok geoug sey, dafs
die Regierung sich entschliefsen musse, in Dampfschiffen
einige Versuche mit diesem neuen Systerne anzustellen.
IV. Beilrc'ige zur Monographic
(Ips Marekanit,
Turmalin unti brasiIianischen Topas in Bezug a u . Elektricitd;
oon P. E r m a n .
(Auszug aus cincr am 22. M a i 1829 vor dcr Aerd. dcr -'issens c h r f t e u zu Berlin gehaltencn und in dcren Dcnkschriftcn v o n
1829 (Berlin 1 9 2 ) cingcriicktcn Abhandtuus.)
..
. - . ~
1. M a r e k a n i t .
: D i e Marekanite kommen in drei Abstufungen der Schmelzung vor, entweder vollkomuien verglnst und ganz durchsichtig, oder ut~vollkon~mendurcbscheinend uud rnilcbig
trub (Pertstein), oder ganz undurchsiclltig, jaspisartig, yon
marmorirter Oberflsche, deln Zustande des Porcellans
sich nrihernd. Sowohl die durchsicbtigen als die ~ D
undurchsictitigen boten anf;inglicb in iliren elektrischeu
Verl18ltuissen ein bachst verworrenes Chaos dar. Beide
Arteri mittelst eines B o Ir II e n b e r g e r 'schen Elektrome-
Z
GO8
ters und Reibuog von Tuch gepriilt, geben einige OE,
eioige + E , einige schwaches -A!?,
und einige zeigten
sogar beide ElektriciWen an je verscbiedenen Punkten.
Den folgendcu Tag, ganz auf dieselbe Weise gepriift,
gabeii sie alte OE; eiii anderes Ma1 wurden alle glcich
positiv, und dann wiederum anomal. Alle etwa mijglichen Verrnuthungen iiber den Grund dieser Anoiiialie
wichen bald bei naherer Priihng der Uebcrzeugung , es
sey hier nichts aiidcrcs denkbar, als die .4nnalime, die
Ursache dieser Aiioinalie liege in so geriiigeu 'Temperaturutiterschieden als die, welche die Xeriihrung der Hand
oder eiu zufalliger Sonnenblick bcdingcn kuniien. Dcr
VerglasuDgszustand, in dem die Mareknnite sich mebr
oder weniger alle befindro, hatte nknlich zu der falsclien
Aniiahme verfiihrt, sie mukteii Isolntoreii seyn, uud dcm.gem& wurden sie wshrend der Reibring in freier Hniid
gehalten, statt gehiirig auf einen isolirenden TrYger gekittet zu werden. W l r e n sie nun wirklicb Isolatoren
gewesen oder geblieben, so haifen sie die ihuen zukommeude Elektricitit, nainentlicb die + angenommen, und
dem Elektrometer gegeben; hatfe sich aber vor oder wiihrend der Reibuog ein Leitungsveriniigen erzcust, so erscbiencn sie wahrend der Ableitung als 0 clektriscb; urid
wsren dicse Leitiings - und Isolationsverh~ltnisse partiell
erzeugt und vertheilt wordeo, SO licfse sich vielleicht selbst
der Anscliein eines disthenischen Verinijgens erklSreo.
SO abenteuerlicb diese .4onahme cines Uebergangs
aus dem Leitcnden in das Isolireude, durch 60 geringe
Temperatur&ndcrungen, \vie ,sie die Wrirlne der Hand
erzcugen k a ~ ~ nscheineu
,
mag, so hat sie sich doch auf
Alle Marekaoite, sodas Vollkornmenste bestatigt.
wohl die vollkommen als die unvollkommen verglasten,
und auch der Perlstein vom Cap de Gate, uod die groCse Melirbeit der Obsidiane, leiten fast so vollkommen
wie Metall bei eioer Teinperatur, welche 1 5 O (R O ? )
beilSufig nicht ubcrsteigt, bei steigeuder Temperatur irumer
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mer unvollkomrnener, und bei 30° sind sie scbon vollkomlneoe Isolatoren. 30° keno als die Griioze aageseben werden, wegen der hochst aulfalleoden Erscheioung, dal's jeder
Marckanit, den man mit der gcwiihalichen Temperatur
des Zimmers von loo bis Ido an das geladene Elektrometer hslt , ihn augeablicklich alle Divergenz nimmt.
Bekilt man das Exemplar in der gesclilossenen Hand,
uod pruft es wieder, naclidcm es die Temperator derselben angenomnen, wozu bei kleiiien Rlassen oft nur
eioige Minuten geharen, so findct man eiuen vollkommenen Isolator. Erreicbt der Sonneuscliein zufdlig die Stelle,
wo das fruher leiteude Exemplar lag, oder legt man es
auf eine dunkele Stelle, welche die Soanc kurz vorher
beschienen, so fiudet dieselbe Urnwandlung statt, uud es
versteht sich von selbst, dafs eine absichtlicl erwlrmte
nIetallplatte dasselbe im hbcbsten Grade bediogt. Die
fruber erwYhnten anomaleu Erscheinriogen der bei der
Heibung unisolirt gehalteneo Marekaaite sind hiedurch
vollkommen erklrrt, denn isolid gerieben zeigen alle
Marekanife positive Elektricitiit bci jeder l'emyeratur.
Aber dieser ErklYrungsgruod selbst ist paradox, dals n h lich ein Telllperaturunterschied von loo bis 1 5 O ausreichc , eine so totale Urnrvandluog des Leitungsverhzltuisses zu bediugen.
Aufser detn Marekanit bat der Verfasser melir oder
weniger entschicdeo dasselbe bei den Obsidianen gefunden, bei vielen Laven, und aacb bei eioigeu Krystallen,
namentlich im hohen Grade beim Dichroit; er zweifelt
niclrt, dals auch fur viele andere Fossilien hierin der
Grund licge, warum der oryktognostische Charahtcr Leiier oder Isolator der Elektricitat bei der individuellen
Priifuag so scbwankeod ersclteint, dais e r die Mineralogen bewogen hat, diesern elektrischen Merkwale gar wenig Bedeutsamkeit beizulegeo.
Die Umwatidluog des LeitUDgS- in ein Isolationsvermiigen durch so wenige Grade dcr Erwarmung ist paraAnnal. d. Pliysik. Ed.IOi.St. 4. J. 1852.St.8.
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610
dox; &on da die GIasarten, bis zum Gliihen erhitzt, Lei-
tcr der Elektricitzt werden, so ist es auffallend, dafs
eine lcmperaturerhl)huiig, gcrade im entgegengeselzten
Siune wirkend, die friiher vollkorntnen leiteiiden Marekanite in absolute Isolatoren verwaiidle.
Man kannle
dalier muthinafsen, dafs die gaiize Erscheinung auf dem
hygroskopischen Zustand der Fllichen bcruhe, so dafs
die durch Erwzrmung entstandene IsolationsfShigkeit zu
bezieben ware auf die Verdanipfung des a d h r i r e n d e o
Wassers. Diese Erklriruug ist jedoch giiuzlich ungegriindet befunden worden; dciiu einlnal kano man schwerlich aniiehuien, dafs die ObertlYclie eines Karpers, d e r
geraume Zeit a n einem lreieu O r t in eiucm selir trockeneii Zimlner geleger. hat, dadurch trockiicr werde, dafs
man ibo eine Viertelstunde in der lest verschlossenen und
immer mehr oder weniger exhalircaden liolilen Hand hilt,
und doch when wir, dal’s man hiedorcli die leitcnden
Marekanite in vollkommene Isolatoren verwandelt. Ferner wurde zum Gegeuversucb ein sehr geeignetes Fossil
gewlihlt: Chrysopras gilt fur sehr hggroskopisch; die
H h d l e r und Liebliclber bringen ihn danri und wann in
feucbte Keller, urn die vcrblassende Farbe wieder zum
Sattgriinen zu erbehen. Iin sollkoinlocncn (so6enanriten
reifeu) Zustande isolirt ChryFopras durchaus. S u u fand
sicli tinter den an Kickeloxyd lrtneren, \\eifslichcn (sogeiiannten unreifen des klandels), ein Exciiiplar, das eben
so vollkoinmen leitete als die kalteu Marekanite. Man
koiinte bei diescm Exemplar sclion fuglich an hygroskopischcs Wasser der O b e r f l k h e deakeo; es wurcle daher
sorgraltig mit den Marekaoiten verglicheii, oboe indels
eine Spur von Aehnlichkeit iu den M’irkungeu 211 zeiSen. Uer besagte Clirysopras blieb in demselbeii Grade
leitend, bei allen l’crupcraluren, selbst als die F1;icben
naclrgesclrliffen wurdcn , urn ihn den geschliffenen Marekauiten liliulicb zu maclten.
Folgendes ist jedocb der beste und directeste Ce-
’
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weis, dafs die Uinwandlung der LeitungsverhYltoisse der
Marekaoite bei versnderter Temperatur nicllt hygrdskopisch bediogt sey. Marekaoite von beiden Verglasungsstufen und Dichroite wurden lnehrere "age in einem Gefafs iibcr cooceatrirter SchwefclsDure gesperrt , wo ein
Hygrometer auf 0 gekonimen ware. Als sie nun in diesem Zustaode der rollkolnlneosten Trockenheit bei der
im Gefrifs selbst angenommenen Temperatur von 9",5 gepriift wurden, lcitcteii sie e b e i SO vollkotnmen, wie die
im Zimmer frei liegenden; es galt gaoz gleich, das El&trorneter mittelst dieser ganz trocknen Substanzen oder
miltelst des Metalls zu entladeo, also ist die Ursache
jhres Leitens diirchaus nicbt in adbiirireoder Feuchtigkeit
zu suchen, iind eben so wcnig ist Verjagung derselbeu
die Ursache des Isolireos; denn als diese Fossili.en wieder durcb Vermittlung der SchwefelsSure zum Maximum
der Trockenheit gebracbt, und danu in diesem Raume erwarmt wiirdeo, isolirten sie eben SO vollkornmeo, \vie
die, welche frei Legend erwYrmt worden waren *).
*) r\ur$er den elektrischen Betielrungen d e i Marelanits untcrsuchte
d e r Verfasser auch bei dcr durcliriclitigcn Abart 'diesel Fossils
dar Verlrsltcn ZUN polarisirten Lichte. E r fnnd, dars alle Stiicke
S p u r e n d e r sngennnnten Dcpolarisation zeigtcn, LUIII Bewciso
ihrer kryrtal~inischen Gcfiiges, und
d r r Amlogic unscrer
kGnsllichen Vrrglasuogrn nach
i h r r r Entrtcliung durch feurige
S c h r n e h r g ~ Bei dcm grnfseo Einflufs d e r l'rmperatur auT d i e
Elektricirjtsleitling der hlarekanits w i r e es interessant zu wissen, w i e rich die isoeliroinatischrn Lioieo bei E r w j r n i u n g o d e r
Erkaltung r e r j o d e r n wiirdcn. Virlleiclrt diirltc: nmo auch iu oieJerer Temperatur, w o iener Maretanit. nach der Hro. Vedasscrs Uiltersuchuugcn, den srlteoen Fall d e r gleichzeitigcn Permeabilit5t f i r Lei& Agrotien, Lichr und Elektriciriit, darbirtet,
eioen E i n n d r dcr Elektricitit auf die G e s t a l t jcncr optischen
Figuren erwarteo, eioen Eioflurr. welrhen der Verfasscr bei
nicht IeitrnJeo Kryrt.illen, wie Glimmer. lialkrpath, Brrgkrystall, 'I'opas und llcryll, \ergrllicli oaclisuchte, da wenigsteni
elehrrische Ladungen uod Entladuirgen bei ilinen lieioe hcndeP.
rung der Figure0 u o d Ringe sehen lirfsen.
-
-
39
*
6 12
11.
Turmalin.
Bekanntlich wird dcr Turmalin 1) durch Reibuog
an Tuch positiv eleklrisch, und 2) durch TemperafurSnderungen doppelt polarisch, so beslimmt durch die Krystallisation, dafs das eioe Eode durch ErwYrruung positiv, durch Erkiiltung negativ wird, webrend das audere
Ende denselben Gegensatz umgekehrt darbietet. Die
Reibung bringt demoach in d e u einen Fall eotgegengesetzte elcktrischc VerhAlnisse als die Ersviirmung hervor.
Da nun aaderseits bei der ReibungselektricitGt offenbar
zwei vcrscliiedene Momente zusamlnentrcten , namlich ZUerst die Beruhruog zireier Heterogeneo, und zweitens die
durch jedc Reibuug dcr Starren bedingte Temperaturerhahung: so sfand zu hoffeo, dafs der Turmalin ein Mittel darbieten werde, diere beiden complexen Elemenfe
der Reibuog zu trenneo. Diese Hoffnuug giog in Erfiiltuog, und fiihrte zu folgcoden neuen und wichtigen
Thatsachen.
1) Ein gehorig langes Prisma des elektrischen SchiSrls
halfe man in seiner Mitte in einer Zaoge oder zwischen
Korkscbeiben , so dofs die Hand keine Temperaturrerznderung bedioge. Kuu reibe mail gegeo Wolle das Ende
des Krystalls, welches durch Ervviinnuog negativ wird;
man ivird am Elektromefer keinc Spur von ElektricitSt
wahrnehmen. Eiue ganz gleiche Reibung gebe man dcm
Eude, welches durcli E r n ~ r m u n gposi1iv wird; es zeigt
sich sogleicii positive Elektricitat. Im ersten Fall anlagonirt die erwarmende Wirkting dcs Reibens, welcbes
Minus E bedingt, der Contact- Elektricit&t, welcbe positiv ist; beide enfgegeogesetzte Errcguogen Lcben sic11 auf
zu Null. Im eufgegengesetzteo Fall conspiriren bcidc
Erregungsarteo; der positive Zusland ist entscliieden.
2) Mno w5hle nun ziim Reiben eioe Substanz, gegen welche Turrnalin durch neriihrung negativ wird, so
tindet man allcs umgekehrt. Das Ende, welches durch
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Erwsrmuog negativ wird , afficirt nun das Elektrometer
entschieden negativ; das entgegeiigcsetzte blcibt Null.
3) W e o d e t man zu dieser Beliandlung des ‘i’urmalins intensivere Gradc der Reibuog a n , es sey durch
stsrkeren b u c k oder durch oftere Wiederholoogen, so
w i d der Erfolg noch vie1 entschiedener. Bas Ende, welches durcb Erwtirmung uegativ wird, wird es nun auch
durch Yleibung, nur imlner dem Grade, noch scliniicher
gegen die positive Erregung des Endes, welches durch
Erw;irmung positiv wird.
4 ) Es ist nicht einlnal nothweudig, den Turmalinkrystall von seiner Mitte aus zu beliandeln. Mau fassc
mit der gegen Whine der Hand schiitzenden Korkzange
das ciue Eude desselben uud reibe i l n der gauze0 Lauge
aach mit Wolle, so wird ebenfalls, wenu der Strich uach
dcm Ende gcrichtet n i r d , welches negativ \+ird durch
Erw3rmung, durch scbwache Reibung dieses Eude sich
Bull bcfinden, uud durch sliirkere sogar negativ, wshrend durch eine entgegengcsetzte l\iC11tUOg des Striches
das eutsprecbende Ende in beidcn PdIlcn sehr vie1 krzftiger sich als positiv darstcllt.
Turinalin ist also ein durch Reibuug disthenisch elektriscler Kilrper, der sich aber POD dcm cigentlich sogeuannten Dislhen odcr Cyanif schr wesentlich dadurch
unterscheidet, daCs bcim Turmalin die entgegengesetzten
Wirkungen dcr Neibuug sich einer polarisch regclinafsigen und Stiologiscli gaoz conscquentcn Eorm unterwerfen, webrend sie beim Cyaoit zur Zeit (unwissenscbaftlich genug) als cine rein zufillige individuelle Anomalie
betrachtet werden miissen. Vielleicht ware es mi)glich
durch eine verglcichende Priifung einer grilkeren Menge
von Exemplareu dicseo anornoleu Uisthcnismus des Cyanits an den regelmafigen des Turmalins anzuschliefsen.
Folgendc Bemerkungen werden zeigen, wie unerkilslich
es sey, zu diescn Untersuchungen eioe grofse Mehrhrit
vou lndividucn anzuwendeo. Sie werden zugleich erkla.
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rcii, wie ca infiglich war, d a t H3iiy und Andere nach
i l i i i i , (leu Disthcnisinus des l’urinalins bis jetzt ganz ubcr
sahen, und scblcchtweg fur ibn deli Cbarakter, durch
liei&u~)g
posiriv u*erdcn, geltcn liefsen.
Eineo normaleti elehkisclien Schl)Il nennt der Verf a s x r denjenigeii, an deiii inan die Polarikit wahmclioicti
kaiin, sowohl bei wachsendcr, als bei abnehtiieiider l’emperalur, so daIs dieselbe Extremilat posiliv werde bcitii
ErwYrmen, iind negativ beim Erkalleu. Ein solches Exeinplar erbielt der Vcrfasscr durch einen glucklichen ZuId1
zu hlifmge seiiicr Untersuchung, und an ilim faitd cr init
d e r gri)Csteo BcslSiidigkeit uud Beslimintheit, dals dos durch
Erkaltung posiliv, utid folglicli durch E r w h n u o g ncgativ
werdtnde Eode, auch durch Kcibung eiitweder Bull, weiin
die Reibuogswsroic nur sehr scliwach isf, oder sogar negativ werde. Durch Hrii. Prof. Wei Is erliielt cr itidck
sp%lerhin zwei atidere Exemplare, die mcrku urdige Abwciclrungen zeigleti. Bcide irehmen beitii Erkalten nur
sehr scbtrache Polaritht a n ; der diioncre fast gar keinc
Spur, uod dcr andere, etwas dickcre, eitie zwar ct~ras
deullicliere, abcr doch 10 bis IS hlal schnlchcre lrls die
des Sormalkrystalls. An beiden ist es abcr unmii~licfi,
dic Polaritat durch Et-wurmun,a vcahrzuiielimcii, welcbe
am Soruialen sich beiuoh cbcti SO deutlich und inteusiv
ausspricht, als die durch Abkiiblurlg. Von diescn beideu
Krystallcu gab der diitiiiere gar keine Sliiir uou L)ishcnisuius, nach wclcbetn Sioiie der Slricli aucli gefiilirt wurde;
er zeigle iiberall Positive tnit Tuch, und Negative mit Haw.
Diefs ist eiiie vollliomrocne Beststigung des oben Geaag[en. Da n5inlich dieser Krystall fast gar keine Einpfsngliclikeit fur die Polarisation durch Kuliuarvc Zrme zeigt,
so zeigt er sie auch ebcn so wcuig f3r lteibuugswiirine
und der ReibungsproccIs hat fur ibn bloIs den einen seiner
zwei W e r t h e , niimlich den dcr vervielfciltigten beterogciien Berubrung. O e r andere Krystall ist eutschieden distheuiscli: die Keibung macht ihn gaiiz bestiinlnt posiliv
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oder negativ, jc uachrlem e r nach einern oder dern andero Sion gestriclitw wird; aber e r zeigt dabei eine hiichst
inerkwiirdige hbwtticbung von den1 Norinalkrystall, und
folglich von dcr Theorie, div von diesem abgeleitet wurde.
Das Ende nzmlich, welches durch Reiben positiv wird,
ist dassclbe, welclies es aiich diircli ErkRltuiig wird. Offeiibar haogt diese Anomalie mit der zticammen, dafs man
bei diesem Krystall keine wahrnchuibare Polarisation
durch E r w h i u i i g errcgen kaiin, uiid d a k iiberhaupt bei
den zwei lctzt ercvshnten Kryslallen selbst die diirch ErhAtuog so hschst sclrwach uod unbestimlnt erscheint *).
I l l . B r a s i I i a n i s c h e r T o p a$.
Fruhcre Uotersuchriogen mit deni brasilinnischen Tou i i r zneifelliafte Resiiltate binsichtlich der Elektricitiitserregrin~durch Warme.
Beide Enden des Krystalls gabeii iiach der Er3viirmung cntwcder gar keine oder gleiche, uieist nigntive Eleklricitiit, so
p s gaben dem Verfasser immer
*) D u r c h Hrn. Prof. W e i r s d w a u f aufioerksam gernachi, dafs an
allen Fragmenten des elrttrisclien Sclrhls gant constant ein G e gensatt von rcspettiv Concav und Convex an d e n Bruchflxlieo
d c r beiden Enrlen beobochtcr w e r d e , untersuchte d e r Hr. Verf.user, o b diese Eisclwinung, die uustreitig i o Betichung zu d e r
krysrallooornisclien Ausbildung d e r E n d c n des Kr)stallc.s stelit,
w o h l cben so mit d c r t h e r i n i d e n Elektricitjts-Errc,.ung zusanimenhange als iene Ausbildung der E n d r n , yon dencn bckrnotlirh dds m i t d e r gcringco 2alrI vun N i c l i e n beim Erkalten oegativ, u n d beim E r w i i m e n positiv wird (Vergl. diese hnnaleo,
Bd. X V l l (?3) S. 148). Eo b n d sich indels. dafs durch Erkaltung vier Krystalle am conveien Bruclr-Eode und drei am
conca\.cn pos& w u r d r u . D i e benutzten Bruchstiicte stainmten
i d & von ganz verschiedeneo Individuen h e r , u o d es w a r u n bckannt, o b sic d c r Mitte einer vollstiodigcn S i u i e , o d e r einer
der Extrernititen und welcher d r r s r l b e n a o g e h k t e n .
Uebrigens faod d e r Hr. Verfaraer auch bestitigt, dafs die 1nteosit.it
d e r tllerrnischen Polaritit m i t dcr L h g e d e r S i u l e o in einena
urugekehrteo Verliilttiisse rtehe (rergl. diese Ann. Bd XI11 (89)
-
s. 631).
616
dafs die Verrnutbutig sich aufdringen wollte, wan babe
es hicr nur mit eioer zufallig, durch Beriihrung orler Rcibung bedingten hoinogencu Erregung des gsnzcn Krystalls zu thun. Neuere Vcrsucbe mit einem gulen Exemplar gaben indcfs folgende Resultate:
1) Der brasilinoisclie T o p s n i r d allcrdings durcli
Temperaturveranderrin,p tlektrisch erregt, iiiiabli~ngigvon
jeder WirkuDg ‘der Reibung odrr 13eriiliruug mit eincm
huterogcnen Kdrper.
2 ) Das zum W e s e n dieses Processes notbrrendige
E an demZerfallcn in den Gtgensatz vom + E und.
sefben lodividuiirn ist niit grofser Bcstirnm(beit vorlianden.
3) Aber die AIt dicscr Vertheilring ist eiiie gniiz
eigenlhiimliche , von den bisher bekaniiten Anslogien total abweichende. Die Eiiie TIiZtigLeit, iiiiinlich die
E,
herrscht in der Arc und den Parallclen mit der A x e : dic
Andere ( + E ) hat ihre Richtung scokreclit auf die Axe,
uud ihr Sitz ist uberall a n der perimeirischen Obcrflkiclie
aller Scitenfliichen.
Diese an sich schr schwncheo Gegensstze des brasilianischen Topas aufzufinden , gclingt uicht rnit Sicherbeit durch bloke abwccliselude Beruhrung des B o h n c nberger’schen Elektromcters, bald niit der eiiien, bald
mil dcr andern FlVche des Krystalls. Vie1 bestiinmtere
Resultate erhilt man durch dieselbe Melhodc, wclclic
allein bei Tlntersuchung des Borncits rollkoinineoc SicLcrheit giebt, SO dafs bei Individuen von kauw 1f Linie
Grirfse die sechs cnlgegengesettten elektrischen Zustande
nach der Lange der drei Axen sich ganz constant iind
unzweideutig aussprechen. Der Verfasser giebt dem isolirten DraBt des B o Ir n e n b e r g e r’schen Elektromelers,
wefcher das Goldblattchen triigt, eioen miiglichst kleineu
metallencn Teller; auf dicseii legt er den erirgrmtcn Boracitkrystall. Ceriihrt man niin mit einer ableitendco
Spitze abwechselnd eine der nach oben liegendcn Ecken
des Krystalls, so erhiilt man eine positive oder negative
-
-
61’7
Divergenz, je nachdeln die berbhrtc Ecke eine enteckte
ist oder nicbt. Die Entladung der jedcsiiial beriibrtcn
Stelle entbiiidet die friiber durch sie gebuiidcue ealgegeugcsetzte Elektricitiit, und crlaubt ihr iiacli aufsen zu 51 irken und sich dcm Elekfrometer mitzulhci!en. Behandclt
man auf gleiche Weisc einen brasilianischen Topas, und
lrgt ilin z. 13. seiner Liiuge nach auf eine seiner Seiteuflachen, so erhhlt tnau positivc Reaction, wenn man irgend eiiis der zwei Endcn des Krystalls abkitcud beriibrt, aber keine Reaction, wenn man irgciid eine der
anderu SeifenflYcben berfbrt. Stellt man dngegen den
Topas aurrecht auf das Eleklromeler, so erbslt man kcine
Reaction durch Ablcitung des noch oben stellenden anderen Endes, wold aber eine negative bci jeder ablcitenden Bcrubrung der Scitenflschen, gleichviel welclier.
Znar ist es cinigc Ma1 aucb vorgekouinieu, dafs einige
Seiteoflscben eioe etcvas sliirkere lofeusilit bedingteu als
die audern, aber d i e b schien bei geuaucr Piiifuiig seinen Gruud zu baben in einer zufdlig griiTsercn Breitc
dieser FlYclien und der eutspreclrcudeu grdsercn Meiige
der ableiteuden Beruhriingspunhte; auch hiiiiiite imuierhiu eine etwas grblsere Leitongsfdigheit an einer Stelle
des Krystalls zufillig vorwalten.
Substiluirt man dem ’I’opas ciueo crmarmten Turmalin, so spriugt der ebcn ersF;ibnte Unterschied des Polarilalsmechatiismiis in die Augen; die abwechselnden ableitenden Bcriihrungen gebeo durcliaus nur dano elektrische Reaction, \\ enn sie sich auf die Lgogeodimensionen
&s Krystalls beziehen.
Diese Prufungsmetbode durch wechselseitige Entladung der Pole scheint die Ansicht Jjlger’s zu begunstigen: der l’urmaliu sey so rollkommen mil der Vo1ta’schen S i d e 211 par~llclisiren,dafs bei diesem Krystalle,
vie bei der Saulc, durchaus keine freie, nach aufsen ungebunden wirkende Elektricitat wahrnehmbar sep an ei-
61%
nem dcr Polc, bevor der enfygengescfzte ableitend bcriiltrt wurde. Jrdoch ist dicscr. Sntz fur die Saule selbst
initidcstens .~.weifelhaft,uud fiir dcii ‘l’rtrtnalin findet dcr
Verfasser ilin bestiinittt hlsch. E r legle eincti l‘urtnnlin
mit sciririi respcctiveti iiufscrstcn Enden aiif zwci feine,
gnnz glciclie Goldblatl . ElcLtronicfcr, iiiachte die h u h ruiigspitulite at] beideti Enden tniiSlichst gleich, ritid lids
d a m dcri Brcnupunkt cirrcr Linsc genau auf dic Miltc
des Krystalles wirken. Augenblir!ilich divergirlen beidc
Elektrometer cntgegertgesefzl bij zrtm hoschlageti.
W c t i n m m eiitc Divination \\ngcn wollte iiber den
so aulfalle~idco Uriterseltied Z M isclteri der drrrch Temperatur bedingten Polaritat bciin lurinalin und beitn brasilinniscltco ‘L’opas, so kiinnte man viclleicht versuclisweise
an den Urnstand aiihuupferi, dafs der l u r m a l i n , wclchcr
den elektrischen Gesertsatz niir uach dcr LYngendirnetision der Axe zcigt, aucb uur e h e oplische Xsc bcsitzt,
wiihrend dcr Topas deren zwet’ besitzt, und auch zwei
auf finandcr geneigte l\ichIui)gen der elektrischen Polarisatiou walirnehmen lyfsst. Freilich enfstiinde daiin dic
Frage: warum brasilianisclier ‘I’opas so eutschicden t l e k trisch erregbar ist durch Temperator, wyhrcnd dcr ’C’erfasser beim sibirischen kaitin Spureu davoii, und bcitu
s:iclisischcn durcbaris beine waliroehnicn konnte.
Hier
mufste man vor allen Dingeo eine griifsere nlcltrheit und
cine besset e Auswahl V O D Exewplareo untersuchen, sagt
der Verfasscr, als mir vergiinnt war. Bcstiitigte sich ( w i e
zu erwarten) ein specifischer Uiiterschied dieser verschiedeneo Topase in elebtrischer Beziehoog, so bietet uns
doch artch die OpIik eine Helerogenitat derselbco, auC
die man allciifalls eiogeben kiiontc. Zmar sind optiscbe
Figur und Ringe diesclben bei allco 1’opasen, abcr die
Wiokel der beiden optischen Axeti siud nicbt dieselben
bci allen. B r e w s t e r fand fur den voo Aberdeen GOo,
fiir den sYclisischen finde ich 6 3 O bis 6 4 O und Cur den
619
sibirisclien 5 7 O bis 59". Leidcr besitzc ich kcinen zu
optischen Vcrsucbcn taugliclien brasilianisclien, aber B r e w s t c r und B i o t fanden 49O bis 50° *).
V. I;;i'llung con J4rbindungen aus eiiiem Li;semit/d, in wclcherri sic ungleich lLklich siirii;
con H r n . G a y - L u s s n c .
( Annal. de chim. ct dr phys. T. IL. p . 323.)
V i c l e ini Wasscr unliislicbe Salze lilsen sich in SYurcri.
crforderii aber dazu im Allgemeincn selir ungleiche RTengeii.
Daraus crbellt, dnfs, wcon nian in ein und dasselbe smrc Liiseiiiiltcl melircrc SO bcscliaffene Salze bringt,
sie alle iiach einaiidcr gcfdlt nerdeu kiiiinen, sobald inan
iinch uiid iiacli die S i u r c durcli eiii Alkali rslligt. Bas
weiiigst liislichc Salz wird zuerst Gefdlt, das lneist lijsliche zdetzt , das is[ eine unzweifcllinfte liintsaclie. Uicfs
Yerfalircn lafst sich im Groken nuweirden, zu\reilen bci
feiucir hnalyseti; alleiii beqiiemcr und siclierer wurdc die
Fallung seyu, wenn man n i c k niithig biitte, a u l die
Meiige des dazu erforderlicben Alkalis Hucksicht zu
11 e h m e n.
Das Verfahreu, welches ich vorschlage, und welchcs
ich scllon seit lauger Zeit erdachle, \\eil es zu dem, \\as
ich io den Slteren Ann. de chim. T.X L I X p. 21 ubcr
die l'renuiiiig von Metalloxyden besclirieb, Lleziehung Iiat,
bestelit darin, dafs mau in die sarire Losung cin Pllanzcnsalz, 2. 13. essigsaurcs Kali, scliuttet. Alle Salze, welchc zu ibrer Losiing einen grofsen Ueberschufs der Mineralsiure erfordern , uod folglicb fast unlilslich in Essigsatire sind, werden gefallt, wrhrend die in derselben 16slichen gelsst bleiben. Sind z. 23. phosphorsaurcs Eisen') Vergl. R u d b e r g in ditsen Ann. Bd. XVII (93) S. 26. P.
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