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Beitrge zur nheren Kenntniss der Form der rechts und links weinsteinsauren Doppelsalze und der Traubensure.

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28
III. Reiirage zur ridheren Ketitiings der Form cler
rPchts und links weinsteinsnuren Doppelsulze u n d
der Y'rixubensGure; &$onC, R n m m e l s b e r g.
N a c h d e m B c r z e l i u s I ) und F r e s e n i u s 2 , vergeblich
ein traubensaures Kali - Natron darzustcllcn versuclit hatten,
theilte Mi t s c h e r 1i cli mit, dak das traubensaure Ammoniak -Natron ( kin U + Na ?') + 8 aq die Forin uiid Zusainineiisetzung des weinsteinsaureii Alninoniak -Natrons und
des Seiguettesalzes habe "), und dafs jeiie beiden aiicli gleiches spec. Gewicht besitzen. Aucli erliiclt er ein trauhensaiires Kali-Batroii rnit gleichen Atoineii beider Rasen aber
von anderer Form. Spater beschrieb aiich F r e s e n i ii s ")
cin gut krystallisirtes traubensaiires Kali-Natron , welches
aher nach MU 11 e r ' s Untersuchung eingliedrig war, obwohl
es, analog den iibrigeii Salzen, sich als ( K l ? + N a U ) t 8 a q
erwies. Unter So sol1 mail iiach deinselbeii Chcmikcr ein
aiideres eiiigliedriges Hydrat mit 6 At. Wasser erlialten.
Die Beobachtungen iiber diese Salze gewannen ein hiiheTCS Interesse, als P a s t e u r die ungemein merkwiirdige Thatsache entdeckte, dafs die optisch iiidifferente Traubcnsiiure
ails gleichen Theilen der gewiihnlicheu , rechts drehenden
und einer iieuen links drehenden Weinsteinsaure zusammeiigesetzt scy, uud dafs die SpaItung der Traubensaure in
diese beiden Sauren, deren optisch entgegengesetzteiii Cliarakter auch eine entgegengesetzte HcmiEdrie in ilircn Krystallen entspreche, durch das Krystallisiren ihrer Doppelsalze mit Kali und Nntron oder mit Ainmoniak und Natroii
voii selbst erfolge, indem alsdann die Krystalle eines solcheii Salzes, welche gleichfalls hemiedrisch sind, zur Halfte
rechts, zur Ralfte links hemiedrisch erscheineu, und auch
1 ) Diese Ann. Bd. 19, S . 323.
2) Ann. d. €'harm. Bd. 41, S. 12.
3 ) Bericlile der Bed. Xkad. Jrrli 1842.
4 ) Ann. d. Cheru. U. Pliarm. Bd. 53, S. 230.
29
eiiie eiitsprechende Wirkung auf die Polarisationsebene
ausiiben. Ueberrascliend mufste es seyn, zu- sehen, dafs
ihre urspruugliche Aufllisuiig das charakteristische Merkmal
der Traubensaure, verdiinnte Kalkauflosuiigen leicht zu fallen, besitzt, da€s aber jeder Krystall fur sich, oder iiberhaupt die dcr eineii oder der anderen Art diese Reaction
durchaus iiicht zeigen.
Es kourite iiicht fehlen, d& die iiberaus inerkwiirdigen
Versuche P a s t e ur’s von Anderen wiederholt wurdea, ohne
d a t jedoch eine directe Bestatiguiig bekannt gewordeii ware.
So theilte D e l f f s init I ) , dafs er aus einer halb init Kali,
halb mit Natron gesattigten Traubensaure zuerst Krystalle
von der Form des Seigiiettesalzes erhalten habe, deren Aufliisung Kalksalze trubte, dafs aber aus der Mutterlauge
sowohl, als auch durcli das Wiederaufliisen jener Krystalle gauz aiidere eingliedrige Forrnen entstandeii , welche
(K6+ N a V ) + 9aq waren, und sich optisch indifferent
verhielten.
Auch ich habe friiher, freilich mit Anwendung geringer
Mengen Traubensaure, P a s t e u r ’ s Versucbc obile Erfolg
wiederholt. Neuerlich jedoch ist es mir gellingen, dieselben
in allen Punkten zu bestatigen. Meine Hauptaufgabe war
indesseii die geiiauere Beobachtung der Krystallform, insbesondere der hemiedrisch auftretenden Forlneii, da die
Angaben VOII P a s t e u r uber deli geometrischen Charakter
sehr fragmentarisch sind. Da es mir gleichzeitig gelang,
auch an Krystallen des Seignettesalzes die Hemiedrie zii
beobachteii , so beschreibe ich im Nachfolgenden
das weinsteinsaure Kali - Natron
das weinsteinsaure Ainmoniak -Natron
das traubensaure Kali-Natron und
das traubensaure Ammoniak -Natron.
F o r m d e r Traubensaure.
Die zu nieinen Versuchen dieneude Traubenshre habe
icli gleichfalls krystallographisch untersucht, da bisjetzt iiur
1) Diese Ann. Bd. 81, S, 304,
d e 1;i I' r 0 v o s t a y e sich i i i dieser Beziehung mit tier
S:i u re b esch a ftig t hat.
Ilie vnrherrsclieiide Zone, welche deli prisinatischen
Hahitus der Krystalle bedingt, wird von den Flachen b
( o d e r b') uiid p' gehildet, welche eiii Prisma VOII 110" 45'
gebeii, desseii scliarfe Kanteri stets dureh die Flache ffi
schief abgestuinpft werdeii, da der W i n k e l a : p ' fast 130°,
a : b aher iiur 119; betrsgt.
Oft findet mail die Kante
b
in ;iholicher VSTeise durcli die F l ~ c h ep abgestumpft.
In der Eiidigung dieser eingliedrigen Coinbiiiation beobachtet inail .gembhnlich eihe dreiflachige Zuspitzung, besteheiid aus q', welches auf b' arrfgesetzt ist; aus r , weld i e s rnit p uud q', und aus r', welches iiiit ffi urid r , uiid
n i t p' und q' in eiiie Zoiie fullt. Fig. 18, 19, 20, Taf. 1.
D e l a P r o v o s t a y e fand aufserdem auch das auf b aufgesetzte q, die hbstumpfung c dcr Kaiite 1 und eine auf
Y' '
p aufgesetzc Flache 0 , welclle m i t b uiid r , init a und q
uiid [nit p und c in eiuer Zoiie liegt. Fig. 21, Taf. I.
Es ist wohl am zweckmlf~igsteii, o als clas Viertel des
eingliedrigea Hauptoctaeders zu betrachten, und die FIKcheii a, b y c als die des zugehorigen Hexaids anzusehea,
wodurch p , q und r als das zugeltorige Dodecai'd ersclieine11.
Wir haben alsdaun:
o=a:b:c
p=a:b:mc
a=a:mb:u;c
p'=ffi : ~ ' : c c c b = b : m a : x c
~=c:mffi:wb
q=b:c:cr;a
q' -=b' : c : cc a
r :
Z a : c : 00 b
p'
-
ffi':
c
; c10
b
d e 1a P r o v o s t a y e ' s Messungen a n fliicherireiKry st a lien mit cleii inei nigeii 11 ahe ii b cnreiiistimineu,
so hahe ich jene der Berechonng ziiin Griiride gelegt. Ils
ist d a m
die Neigung der Axenebene a n d der Axen
selhst, in Bezug a u f die Fhche 0 :
Lha
cl1crcn
1 ) Fmtsprcehend der Rezeiclmmg in meinem Handb. d. krJst. Cllenl. S. 8 ff.
31
A = 77'33'
a = 75" 16'
B = 90 42
p= 97 59
c = 1 1 9 24
y=120 22
und das Axenverhaltnifs
a : b : c = 0,80173 : 1 : 0,49107.
Fur o ist ferner:
X = 60' 33';
Y = 45' 35';
2 = 50" 29'.
Und die Kaiiteiiwinkel sind:
Berechnet.
Beobarhtet.
de la Pr.
R.
a:b
a : p = 353O 0'
a : p ' = 129 51
b : p = 1 4 6 34
b:p'=
p : p ' s 102 4 1
b:c
b: q
=
=
= 124 57
= 124 0
= 145 45
c : r ' = 145
r:r'=lIl
p : c = 96
p l : c = 101
q : a = 106
q': a = 102
r : b'= 95
r ' : b'= 117
o : a = 134
0 : b =
119
18
3
2
43
11
13
43
16
25
27
1190 35'
152 50
129 51
129 51
146 30
"110 45
146 37
110 46
102 40
'It
= 109
37
b ' : q ' = 128 35
c :q=
c : q'= 153 50
q : q'= 121 48
a : c
a:r
a': r'
c :r
"119O 24'
152 54
77 33
128 30
'It147 56
" 90
42
123 32
123 20
145 46
111 57
111
95
133 5
0
30
32
.
Beobaclitet
de la Pr.
Bereclinet.
o : c = 129'31'
o : p = 146 31
0 : q = 151 46
O : T = 156 16
1.
156" 7'.
S a I z e d er g e w 6 linl i ch en W e i n s t e i siiur e (Reclits- Welri-
steinsiiure in optischer Bexiebong.)
Weinsteinsaures ICnli-Natron.
( Seignettesalz.)
(k i +Na T) +8aq.
Die gewUIiiiIichen Krystalle dieses Salzes zeigen allein
die Flachen der Norizoutalzone nebst der Endflache. Utlter giinstigen Umstanden aber sind sie vie1 coiaplicirter
9- (Fig. 22.)
In der Horizontalzone treten drei verschiedene Prisnien,
p , p 2 und I p , auf, neberi den beiden Hexaidfldchen a und b,
VOII denen die letztere immer vorherrscht, so dafs zuweilen tafelartige Forinen entstehen. Auf b beobachtet man
zwei Zuscharfungsflachen q und q' aufgesetzt, auf a iiur r.
Aufserdem finden sich zwei Rhombenoctaeder , von denen
das eine = o auf p , das andere =e, auf p 2 gerade aufgesetzt ist. Wahrend ersteres gleichzeitig in die Diagonalzone von q uiid von r fgllt, gehort-e, alleiu der Diagonalzone voii q an.
Geht man von o als dem HauptoctaGder aufi, so ist p
das erste, Q das zweite und r das dritte zugehorige Paar,
uiid die Flacheiizeichen sind dann iiberhaupt:
p = a : b:mc
a=a:mb:mc
p2= ~ : 2 b : m c b=b:ma:occ
Ip = 2 a :
b:mc
c=c:ma:ab
q == b : c : m a
q' = b : 2 c :m a
r = a : c:mb.
Ich stelle hier iiieine Messungen und Berechnung init
den fruheren Beobachtungen zusammen.
o= a : b : c
v=:a:b:c
33
Die Kaiitenwiokel beider Rtiombenoctaeder sind :
0.
V.
2~ = 1380i d '
2 B = 1 2 9 14
2c= 67 48
Berrclmet.
R.
Kopp.
146' 44'
93 0
96 24.
Beobacbtet.
Brooke. Bernhardi. Pasteur.
p : p an a = 100°30'
100O 30' 100q 0'
n b=
79 30 79033'
p :a
=I40 15
p : b
=
"129 45
p':p' an n = 134 50
I = 45 10
p2: a
=157 25
p': b
= 112 25
p : p'
=162 50
' p : 'pan a = 62 2
N b =117
58
'p : a
=121 I
*p : 6
= I 4 8 59
p :'p
=160 46
p2:ap
=143 36
q : q an c =I33 30
N b = 46 30
100'24'
129' 49'
))
-
q:c
157 30
112 30
163 15
163 0
I48 54
160 50
160 46
*l56 45
= 113 15 113 40
$ant = 98 40
97 40
q : b
9':
b = 81 20
=I39 20
q': I
=130 40
q : qz
=162 35
r : T an c =125 22
1)
a = 54 38
r : c
=152 41
r : a
=I17 19
p :y
=I04 37
p : r
=I10 40
q:r
=144 43
o : a
=I15 23
0 : b
=I10 53
0 : c
=146
6
0 : p
=I23 54
o :q
~ 1 5 37
4
N
q2:
c
Yoggendorff's Annal.
139 20
131 5
162 50
138 60
152 30
117 10
146 10
123 45
154 30
Ed.XCVI.
3
H
v : r
n : n
n : b
11
: c
v : p2
v : y
u : o
=159O
=133
=I06
=131
=138
=I36
=I61
7'
30
38
48
131O30'
12 138 16
30
53.
Das Axenverhaltnifs ist:
u : b : c = 0,83169 : 1 : 0,42963.
Die Hemiedrie des Seignettesalzes zeigt sich vor alleni
in dein Hauptoctaeder o , VOII weichein nor das linke Tetraeder vorkommt. Ich habe bci keinein einzigen Krystall
eine Ausnahme voii dieser Regel gefunden. Das Octaeder w
dagegen tritt zwar meisteiis als rechtes Tetraeder auf, doch
kommt es anch wohl vol1z;ihlig auf beideii Seiteii vor. Die
Flache des zweiten Paares q 2 habe ich nur an der linkeii
Seite der Krystalle gefunden. S. Taf. I Fig. 22 bis 25.
Von den F1;ichen der Horizontalzone sind b, p u n d p 2
am meisten ausgebildet, ' p und a treten zuriick. Die zweiten Paare q und q z fehleii oft, iiainentlicli das letztere;
noch seltener ist das dritte Paar r.
Manche Krystalle erscheinen auf den ersteii Blick aIs
Ildfteii iiach der Axeneberie a c ; bei genauerer Ansiclit bemerkt man jedoch, dafs die Flachen der rechten Seite allerdings vorhandeii s i ~ d ,jedoch sehr untergeordnet, indem
die linke Seite des Krystalls sich iiberwiegeud ausgedehnt
hat. Taf. I Fig. 26.
Die Krystalle sind bald init dein unteren c , bald init
dem rechteii 6 oder einer anderen Flache der Horizontalzone auf- oder mit anderen verwachsen. 1st das untere c
frei, SO kann man immer deutlich die tetraedrische Hemiedrie
der beideii Rhombenocta&der wahrnehmen.
Unter welchen Rediuguagen die heioiedrischen Forinen
an den Krystallen auftreten, ist bis jetzt unbekannt. P a s t e 11 r , welcher anfiihrt , dafs sie fiir gewiihnlich kaum angedeutet seyen, und nur in dein Fall deutlicher werden,
wenn dir Larige zweifach weinsteinsaures Kali enthalt, hat
35
diesel] Schlufs offcnbar aus einer beschrkinkten Zahl von
Versuchen gezogen, denn ich habe diese Flgchen, namentlich v, oft sehr grofs gesehen an Krystallen, deren Mutterlauge kein anderes Salz enthielt. Auch die Aiigabe
P a s t e u r ' s , dafs beim Seignettesalz die hemiedrischen Flacbeii unterschiedlos bald recbts bald links vorkominen, darf
nach dern Angefuhrten als nicht genau bezeichnet werden,
da sie blofs fur das Octaeder Q) in inanchen Krystallen
richtig ist.
-
W e i ns t e i n 6 a IIr es Ammo n iak N a t r o n.
( Am %+Nail) +8aq.
Die Krystalle dieses Salzes, welche aus einer Auflosuag
anschossen, die durch Neutralisation gleicber Mengen Weinsteiiiskiure mit kohlensaurem Natroii und mit Ammoniak
dargestellt war, sind zum Theil eben so grofs und durchsichtig wie die des Seignettesalzes. Die beobachtetell Flachen und dereil Coinbinationen sind hier ganz dieselben.
Die Kantenwiokel der beiden Rhombenoctaeder sind:
0.
1).
2 A = 138O 58'
2 B = 1 2 9 36
2 C = 66 56
147O 14'
93 32
95 40
Berechnet.
p
p an a = 1 0 l 0
b = 78
p : a
= 140
p : b
p 2 : p ' a n a = 135
b == 44
p?: a
= 157
p': b
= 112
P : P2
= 162
' p : ?p an a = 62
b = 117
2p : a
= 121
'p : b
= 148
:
'1
-
'1
1)
4'
56
32
16
Beobaclitet.
* 129') 28'
135
0
44
38
22
112 45
54
32
28
16
162 37
44
148 50
3"
36
Bereclimt.
P :2P
= 160' 44'
p Q : 2p
= 1 4 3 38
q : q an c = 134 26
b = 45 34
q : c
L- 157 13
q : b
= 112 47
q z : q 2 a n c = 99 56
1
'
b = 80 4
92: c
= I39 58
q2: b
= 130 2
9 : Q2
= 162 45
r : r a n c = 125 56
)' a = 54 4
r : c
= 152 58
r : a
117 2
P : Q
= 104 15
p : r
= 110 32
q : r
= 145 12
o : a
= 115 12
o : b
= 110 31
Renbarlitei
1)
157" 12
112 50
139 30
130 22
162 30
-
0
:
6:
0 : p
0 : q
o : r
-
= 123 28
= 15.1 48
"146 32
123 25
155 0
= 159 29
= 133 14
b= 106 23
b : C
= 132 10
132 20
v : p2
= 137 50
137 54
v : q
= 136 46
v : o
= 161 58
Das Axenverhaltnifs ist:
u : b : c = 0,82336 : 1 : 0,42002.
Von dem Hauptoctaeder o erscheint auch hier uur das
Zinke Tetraeder; das Rhombeiioctaeder v tritt hier entweder gleichfalls als liukes Tetraeder, oder in seltneren Fallen voIIflachig auf. Taf. 1 Fig. 27. 28.
v : a
~
:
37
In Betreff des Auf- uiid Verwachsens und der Ausbildutig der Flachen gleicht das Salz vollkorninen dem Seignettesalz.
Zur Darstellung der traubeiisauren Uoppelsalze wurden
immer gleiche Mengen der Saure mit dem Alkali neutralisirt, die Aufliisung durch gelindes Abdampfen concentrirt uud d a m ruhig hingestellt. Nach einigen Tagen erfolgte die Krystallisation, und es gaberi die Mutterlaugcn
niemals ein Salz von anderer Form. Das Aminoniaksalz
bildete grafsere Krystalle als das Kalisalz.
Obgleich das Vorkoinmen von Octaederflticben an vielen dieser Krystalle nicht schwer zu sehen ist, so durfte
man doch wohl nicht im Stande seyn, nach dein Ansehen
allein mit Sicherheit die Art der Hemiedrie zu bestimmen.
Theils ist die Horizontalzone sehr flachenreich und keine
Flache derselben ist in ihrer Ausdehnung constant genug,
uin danach die richtige Stellung des Krystalls auszumitteln,
theils sind die gegen die kauptaxe geneigten FIachen
q, r, 0, 0 leicht mit einander zu verwechseln, so dafs man
sich eutschliefsen m u k , an jedem einzelnen Krystall zur
Orientirung ein Paar Messiingen vorzunehmen , wenn man
ihn als rechts oder links beiniedrisch bezeichnen will. Nach
P a s t e u r ware allerdings die Unterscheidung leicht, allein
dieser Beobachter hat offenbar vie1 einfachere Krystalle vor
sich gehabt, wie er denn iiberhaupt immer nur e k e s Octaeders oder Tetraeders erwahnt. Bei der constanten Stellung der beiden Halften des Hauptoctaeders mufs die Untersucbung leicht seyn, sobald nur dieses, und hkhstens
das zweite Paar g sich zeigt. An meinen Krystallen herrschte
aber das Octaeder w, welclies jenem Gesetz nicht unbedingt folgt, oft derartig vor, dais o kaum zu bemerken
war.
Eiii Theil der Krystalle beider Salze zeigte nur das
Hauptoctaeder o a15 Zinkes TetraGder. Sic enthalten folglich die gewohnliche Weiiisteindure. Anderc dagegen
hatteu die Flachen von o nur auf der rechten Seite, rind
38
ihre Saure ist folglich die in optischer Hiiisicht sogenannte
Links - Weinsteinssure. Das Octaeder v beobachtete bei
dem Kali - Natroiisalz ineist die dem o entgegengesetzte
Lage, bei dem Aininoniak-Riatroasalze aber meist die gleiche
Lage, kommt aber auch oft vollzahlig vor. Fig.. 29 u. 30
Taf. I zeigen Krystalle dieser Art mit rechter Hemiedrie des
Hauptoctaeders.
Folgendes sind die Resultate von Messuiigen dieser
Doppelsalze.
Rechts und links
weinsteins. Kali - Natron.
p : pana=100a30’
= 140 0
p : a
p : b
= 129 20
p2 : p 2 an a = 135 0
p7: a
= 157 43
pz: b
=. 112 20
P : P
= 162 48
Ip: a
= 120 43
2p: b
=
P :2P
= 160 42
p 2 :2p
= 143 38
q : c
= 156 45
q : b
=113 38
q2: c
= 139 20
q : q2
= 162 45
r : a
-
0 : c
=145
r : c
0 : p
0 : q
v : c
v : p
-
48
= 131 30
= 138
35
Kcehts und links
weinsteins. Arnmooiak- Natron.
140O 6’
129 50
134 48
157 15
112 40
162 50
149 18
156 30
113 30
162
152
117
145
124
154
131
138
47
30
30
50
10
45
44
18.
Das dritte Yaar r fehlte an dem Kali-Natronsalze. Uagegen fanden sich an deln Amnoniak -Natronsatz uoch
einige iieue Flacheii. So liegt zwischeii Ip uiid b noch
~ p = ~ a : b : m c czwischeu
;
q 2 und b noch q$=b:$c:ooa;
39
auch eiiizelne Flacheii eiiies OctaGders aus der L)iagoualzone von r urid auf p' gerade aufgesetzt, also a : 2 b : c
wurden bemerkt. Die Messungen gaben approximative
Werthe.
Zur Prufung des optischen Verhaltens wurden ausgesuchte Krystalle des Ainruoniak- Eatronsalzes benutzt und
in wlfsriger A uflosuiig von gleicher Concentration aiigewandt. Diejenigen Krystalle, an denen die Flachen des
Einken Tetraeders o vorkommen, dreliten die Polarisatiorisebene nach rechts, uud umgekehrt.
Aus den] Mitgetheilten folgt, dafs die Hemiedrie und
das optische Verhalteu dieser Salze (und ihrer Saure) entgegengesetzt ist , uiid dafs die Bezeichnung Rechtsweinsteinsaure fur die gewohnliche , uiid Linksweinsteinsaure
fur die neue init Hiilfe der Traubensaure erlialtene Modification in krystallographischer Beziehung vertauscht werden rnufste.
---
1V. Weher die Aenderungen des Voluins, wzlche
die L6sung wnsserfreier Salze in W a s s e r urid die
Verdunnung wafiriger Snlzliisungen hegleiten;
uon Y. K r e m e r s .
(Zweitc Halhe der Bd. 95 S. 130 abgebrochenen Abhandlung.)
S o f e r n man aus dem specifischeii uiid dem relativen Gewichte der Korper deren relatives Voluin berechneu kann,
sind die in den Colonneii B und LJ der vorstehenden Tabelle I1 enthaltenen Beobachtuiigeu geeignet, Aufschlub zu
geben iiber die raurnlichen Aenderuugen , welche sowohl
bei dem Phanotnen der Idsung wasserfreier Salze in Wasser , als auch bei der Verdunnung wiitriger SalzlBsungen
eintreteu. Die Resultate der zu diesem Zw'ecke angestellten Berechnungeu sind i n den Coloiinen E uud F dersel-
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