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Beitrge zur nheren Kenntniss einiger Kiese und der kiesbildenden Metalle auch neue Isomorphieen.

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eime etc. vorkommen. Bei genaucr Untersuchnng der
Mineralien von Kil- Patrick ist es mir gelungen, einen
Krystall Greenockit , zwiscben nadclf6rmigeii Erystallen
des Thomsonits sitzend, aufzufinden.
Auf die grobe Aehnlichkeit der Krystallisation des
Greenockits mit anderen Mineralien Yhnlicher chemischer
Zusammensetzung, niimlich mit dell Pyrrotincii, wcrde
ich bei nscbster Gelegenheit kommcn.
F r e i b e r g , am 15. October 1S40.
V. EeitrGge
niihcren Kcnritnfs einiger Kiesrr
und der kiesbildmrlen Mtfitalle, auch neue
Isomorphieen; COIL A. B r r i t h a u p t .
Im
ziir
Jahre 1835 erschien im Journal fur practische Chemie von E r d m a n n und S c h w e i g g e r - S e i d e l , Bd.IV
S. 219 u. ff., meine Abhandlung uber das Verhallnrj3
der Formen zur Mischung krysiallisirter Kiirper , in
welcber voniiglicli cinige Kies - Genera beleuchtet wurden. Das eine daron mit hexagonaler Krystallisation,
das Genus der Pyrrofine, habe ich seitdetn in einigen
Gliedern nllier keniicn gclernt, und diese Kenntnils frjhrte
zu einer Entdeckung, w e l c h gegen den Scldufs diescr
Beitrtige mit angegeben wird. In dns Genus dcr Pyrrotine ziiblte ich:
1 ) den magnetischen Pyrrotiii oder Magnctkies,
2 ) den thiodischen Pyrrotin oder Gelbnickelkies,
3) den arsenischen Pyrrotin oder Rotbnickelkies,
4 ) den antimonischen Pyrrotin oder Antimonnickel,
den Herr F r 6 b e 1 nls Brcithauptin auffiihrt, eine
Benennung, die gegeo meine Ansicht in der KOmenclatur ist.
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A m Mugnethies habe icli nur uiibctleutcricle iieiie
Erfalirungen gemacht. Dahin recline icli, clak cine r o i ~
dem schottisclien Ingcnienr, Hrn. G o r d o R , crhaltcne
Abfinderung ron der Griihc Adnin und Eva bei Topscliau
in Uognrii, welche altractoriwli und polar inagnetiscli
ist. Dicsclbe bcsitzt zuglcicl! bci schiincin frisrhen i i n t l
reinem Zustande das geriiigste q)ecifische Gewiclit =4,510,
was ich bis jctzt bei dicsem Mincral gefutiden liabc, u n d
die diiukelste Fnrbe.
Den Gefbnickelkies kannte man bislier nocli sehr
wenis. Hr. Prof. M i l l e r zu Cambridge hatte die hexaKcuerlich
g o n a l ~Krystallisation des Prisinas cmiit:elt.
bcstimmte er aiicli das spec. Gewicht zii 5,26 his 5,28.
Bald darnuf bcsuchte er inicli, nls icli cbcn eine kleine
Qunntittit dcs Joliann - Clcorgensliidtcr Tlnnrkicscs gesammelt hatte, die ich zu eiiicr \Yiigciug b c s h i n e n wollte.
E r erkliirte inir, dafs cr seiner Gc~~iclitsbestimmun9,
wegen der angewendetcn gar zu geriiigen Mcnge, selir mifstraue, und dafs icli ja cine neue folgeri la~seti i n i i p .
Meioe mit dcni E'lncon gcmnclitc crgab das spec. Ge.
micht,5,000. Von eincr, crst vor wenigen Wochen c r haltenen Abiinderung des ('lclbnickclkicses von dcr Globe
Kronprinz zu Kamsdorf in Tliuriogcn, welrke in Krystallen bis zur Stiirke diiiiiier Strichnad~!ln vorgekommen, stand mir cine viillig genugentle (;emichtsmenge
zu G e b o t e , mit der icli genau dasselbe Resultat 5,000
erhielt. Eio solclies scharfes Zcisammentreffcn zweier XbBnderirngcn eincs so scliweren Minerals ist g e d s sclir
selten, burgt aber um so mchr fur die Richtigkcit der
Un tersucliuiigen.
An der Abanderung von Kamsdorf Loininen niicli
terminnle FIachen, und zmar von zwei Pjrainidok'rlern
( p und + P )vnr. Icli fand die Seigiing des eiiien gegen die Basis bci selir crnvollkomrntner Spiegclong rind
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etwas verzerrtem Bilde 1 5 4 O , wobei ein Feliler bis zu
t omi@ch gewesen seyn kann. Uogeachtet cines solchen stimmt die Diincusion doch mit deneo der iibrigen
Pgrrotine iiberein, wie unteu in dcr Zusaininenstellung
zu ersehen ist. 1)as priinlrc hrxagoaale Ppraiiiidotder P
wiirde hieruach 1 3 9 O 8' an Pol- und 86" 31' an Basekanten haben : bei dern geinesseneii PprninidoEder & P
betragen dicse Dimeiisionen 151* 40' ; 52" 0'; eiidlich
bei 2P 127" 10' : 123O 44'. Es ist iiiir jedoch wahrscheinlich, dafs allc dicse Gestalten ein wenig steiler,
u n d , wie unten zii sehen, clcin Antiinonnickel genHherter ausfalleii durften, weun i n m sic einst genauer kenn e u lcrnen wird.
Rofhnickelkies. Durch die Giite dcs Hrn. Hofrath
v. G e r s d o r f zu W e n crhielt ich eincn rothen, blofs
derb und eiiigesprtngt vorlioinmeuden Kies von Schladming in Steieruiark, welcher nqcniger durcli seine blassere F a r b c , inehr durch sciri niedriges Gewicht, =7,33,
von den bekauiiten Ab~intleruii;3eiides Rothuickelkieses
abweicht. Hr. G . P. P l a t t i l e r Iiiittc die Giite ilin zu
untersuchen, und rand, dars cr zwnr vorwaltend atis Arsennickel, nber doch aucli aus zicmlich vie1 Schwefelnickel mit bestehe, %vie i c h iin Vornus vertnuthet hatte.
Sowohl dieses M i n e d , als Hrii. Friibel's Allernonlit,
den Hr. B e r t h i e r aus N i ( A s + S b ) besteheud erkannt
Bat, verdiencn wcitere Bcrucksichtigung.
V o n dein Anfimonriickel der HH. H a u s i n a u n und
S t r o i u e i e r erliielt icli, durch die (;ef;illigkcit des Bergeleven, Hrn. H a u sm a n n , KrystYllchcn , die iu eiuem
Stiicke Kalkspath inne safscn. Uieses behandcltc ich einigc Mouate hindurch ganz allin8lig init Essigszure, und
erhielt nach und uach wohl ail 40 freie Krystiillchen und
Kry-
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Krystallbl:ittchcii, dc:ie:i clcs Iridosiiiins ahulicli gestaltct.
D i e Miirte dcrsclbcn fantl ich 5; bis 6, und das spec.
Cscwicht 5,541. EB gelang mir auch daruuter mefsbarc
Krystnllc zii findcn. Ein sehr flaches hexagonales PyraiiiidoCtler gab die Neigung 153O 38' und eiii andere?
die 123O 55' gegen die Basis. Die Axenlangen derselbcn verhahen sich genau zu eiiiander wie 1 : 3, und
aiis dieser guten Correspondenz scheint mir die Brauchbarkeit dcr Beobachtungcn mit hervorzugehen. Nehmr:
ich eiii PyramidoBder zur I'rimiirform, dessen Hauptarc
iiocli eininal so lang ist, als die der flacheren jener bciden Gestalten, so erfolgt nun wieder eine schiine Uebereinsliiiimung init den behnnnten Dimcnsionen der Pyrortiiic. Zugleich entsprechen die gefundcnen W i n k e l der
Progressionstheorie, wie die folgendeu Berechnangen darfhuii :
3P=15Jo 19' 50" ; 52O 45' 22".
P=:$$ n/t=13Ro 6 3 36'' : 69" 12' 5".
{ P=13Oo 59'28" ; 112O 11'23". Diesc Gestalt ist
eine bis dalicr in der Reihe der I'prratine uubekannt
gewesene.
2P=126" 56' 6'' ; 126O 36' 10".
Die oben gogcbene Neigiiug voii + P auf OP wird
iiuii = 153" 37' 19', und die von iP auf OP= 1'23"
51' IS.
Bci eiiier iieueii Untersiicliung einiger Abiindcrungen des Irz'dosmins (von denen mir die von Sissersk in
Sibiricii bcsoiitlers auffallig war, da sie ain deutlichsteu
bleigraue Farbe zcigt und sogor ein specifisclies Gewicht
bis 22,23 erreiclit), lint sicli ergeben, dafs auch / / k h t
eine den geringsten Grad uon Ductiliiat besitzt ; idle
waren ausgezeiclmet sprside. Dick niihigte iuicli , dicse
Substanz aus der Ordnuiig der Metalle wegzunehiiieii,
und iii die dcr Kiese einzureihcn. Hier kommt niin gleirh
Poggeodorfl's Aonal. Bd. L1.
33
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die HomGomorphie init den Pgrotiueu entgegeu; wie z. B.
clas correspondirende PyraulidoEder des Rothnickclkieses beweist, das bei 2P=127O 33' ; 1 2 4 O IS', wabrend
es am Iridosmin nacli Hrn. G. R o s e 127" 36' ; 12to 0'
bctrzgt. Bci Uctrachtung dcr chemischcn Zusaininensetzuog
dieser Substanz erscheiut nun dns Irid nicht allein SOmorph mil Eisen, Nickel und Kobalt, sondern auch als
ein kiesbildendes, oder, wie ich liehcr sageii iniichte, als
cin ppritisches Metall, wdircud das Osmium horniiornorph
mil Anrimon, Arsen und Schwefel ist, und als ncider
Bestandtheil nebeii diesen auftritt. Die pyrifischen Melafle sind aber rugleich die rnagnetiscilen, und somit
rcrinuthete ich, dafs Irid auch inagnetiscli seyn kihne,
obwohl inan davon ausdrucklich angiebt, dais es nicht
lnagnetisch sey. tlicrauf untersuclite iclr mit Hrn. Professor R e i c 11 geluciuschaftlicli folgende Kiirper vor der
astntischen Magnetnadel.
1) Chcrnisch reines h i d . Icli liattc Briickchen dcsselbeo, dargestellt *;on dcin Hrn. Berg- lngenicur-Oberst
v o n S o b o l e w s k o i , der hlunificcuz Sr. Excclleuz dcs
Hrn. Ministcrs Grafen h l e x a u d e r S t r o g o n o f f zu verdanlicu. Diese mareu stark magnefisch.
2 ) Natiirliches gediegen h i d von R'ischne - Tagilsli,
welches rnit Platin iiud Osiniuni gcinisclrt ist, war schr
schwach rind kaum rnerkfich mapefisch.
3 ) Iridosmin tsar zwar niclit in dem Grade als 1)
aber doch deuffkh magnefisch. D a nun durchaus nicht
bcliannt ist, dafs in diesen drci Kiirperu Eisen, Nickel
rind Kobalt cnthalten sey, so wird hiermit der Magneiismus des Irids unzweifelhaft.
Es ist ferucr merkwiirdig, dnls der Greeiiockit, eiu
einfaches Schwefel- Kadmium, iuit allen diesen Pyrrotincn lhnliche Krystallisation zeigt, wie unten die Uebersicht beweist. Hieraus ergiebt sich wieder die Isomor-
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phie des Kadmiurns mit den pyriiischen MetaNen, weno
nuch dcr Greeuockit eine Blende und kein Kies ist,
gerade wie Hornerz (Chlorsilber) und Steinsalz (Chlornatrium ) isomorph sind, und dcunoch ganz verschicdenen Ordoungen aogehifren.
W i n k e l der I ' y r r o t i n e u n d
2P
1) Iridosmin
127" 36'
124 0
2 ) Rothnickelkies
127O 32'
121 18
3 ) Greenockit
127O 25' 55"
124 36 48
4 ) Gelbnickelkics
127" 10'
125 44
3p
-
-
dcs Grecnockits.
ZJ
139O 56'
86 28
-
139O 45'
86 50
-
1390 38' 31" 155" 28'33'
87 18 I I
50 56 18
-
1 5 4 O 40'
52 0
5) Antimoonickel
126" 56' 6" 130'' 59'28" 135O 53' 36" 164" 19' 50"
89 12 5
126 36 10 112 11 23
52 45 22
6) Magnetkies
126" 49'
135O 30'
127O 5
90 16
-
Die wahre Spaltbarkeit geht bei allen diesen Koryern dcutlicher uach dem Prisma als nach der Basis, und
deshalb wahlte ich die bracbyaxeu bexagonalen Pyramidoeder zu Primarformen, deren Flachen 46" 46' bis
4 4 O 52' Neigung gegen die Hauptaxe baben, uud nicht
jene makroaxen (ZP),
wo diese Neigung 28''bis 26O 27''
betragt; allein Iridosmin , Gelbnickelkies und Magnetkies
sind Bfters (keineswegs allemal) in der basischen Rich33 *
516
tung schalig zusaminenpetzt, welchc Structur bisher flir
Spaltbarkeit gehalten worden ist.
F r e i b e r g , am 18. October 1840.
VI. T h o m s o rr 's neuer Rhombohedral- Barytocalcit aus Cumberland; von A. B r e it h u up t.
U n t e r dicsem Namen erhielt icli voin Hrn. Dr. B o n d i
zu Dresden eine Stuffe, w o auf krystallisirtem Witherit
ein Kalkspath aufzrisitzen schien. Naclidem friiher dargethan war, daCs sich Hr. T h o l n s o n mit seinem Bicafcareo-carbonate oJBarytcs geirrt hatte, der mehr nicht
als eine mine Absnderuog des Witherits ist, so schien
inir das obige Mineral uin S O mehr nur ein Kalkspath zu
seyn, als ich nicht allein neaerlicli eine nainhafte Zahl
Cumberlandischer Kalksp:illie, soudern aucb sogar eiuen
daruntcr gelnessen uud gewogen Iiattc, der sogar in derselben Form krystallisirt war als der Hhonibohedral-Bary tocalcit.
Dieses i'vIioera1 ist von Gfasglmt,
graufichwegser Farbe und
durchsichtig bis dirrchscheinend.
-
Als
2R krystallisirt, und, zwar recht deutlicb,
riber nicht vollkominen nacli
dcm primairen Rhornboeder spaftbar. D e r W i u k e l desselbeii war niclit ganz
scharf zu bestimmen. Sckwankungen von 10JO50' bis
103" 13' crgaben als Mittel zalrlreicher Beobachtungen
105O 23'. Dabei kann jedoch einst, wenn inan vollkoinmener spaltbare Abiinderungen zur Messung erbalten sollte,
eine Correction yon 3 bis 5 Minuten miiglicli werden.
( An deu Cnrnberlandischen Kalkspathen hntte ich bisher
stets deu W i n k e l 103" 8' dcutlich gefuuden).
n,
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