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Beitrge zur Spectral-Analyse.

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wo es sich bei der Bereitung der SchwefelsAure i n relativ
betrachtlichen Mengen ansanimelt. Aus diesen Ablagerungen liahe ich durch eine Methode, die ich in meiner Abhandlung kenncn lehren werde, Thalliumchloriire gewonnen, die den Ansgangspunkt meines Studiums des neuen
Metalls und seiner Verbindungen geworden sind.
Was das Metall selbst betrifft, so kann man es aus seinen Snlzverbindungen geivinnen entweder durch die zerlegende Wirkung des galvanischen Stroms, oder durch Falluirg inittelst Zink oder durch Reduction mit Kohle in eincr hijheren Temperatur.
Die kleine Barre von 1 4 Grm., welche ich die Ehre
habe der Akademie vorzulegen, wurde ganz miltelst eiiier
Saule von einigen B u n s e 11 'schen Eleuienteu dargestellt,
anfangs aus Cbloriireii, die ich zuerst erhalten hatte, spater aus krystallisirtem Sulphat , welches direct durch Losung dieses Thalliums in reiner Schwefelslure gebildet worden war.
- --
XI. Britriige
zur Spectral-Analyse;
von A l e x a n d e r M i t s c h e r l i c h .
( A m einer vom Hro. Verf. rnitgellieilten Drucksclirift, die aurserdcm oocli
versclriedene rein clrernische Arbeiten desselben enthLIt.)
B e i einer Untersuchung durch Spectral-Analyse bemerkte
ich bei einer Substanz, die Baryt enthielt, zwei helle, griine
Strcifen, die bei Abwesenheit von allen anderen Linien, auf
ein ncues Metall hinzudeuten schienen.
NBhere Untersuchungen ergahen, dafs, wenn man eine
Auf lbsung vun Chlorbarium mit Salmiak spectralanalytisch
untersiicht, inan diese beiden Linien zuweilen ganz allein,
oft in Gemeinschaft mit den anderen Bariumlinien beobachtet.
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Diese Erscheinung erklarte sich durch einen Versuch, den
ich nach der Beschreibung des Apparates, dessen ich mich
bei diesen Untersuchungen bediente, anfuhren werde.
Man hatte bei den spectralanalytischen Uiitersuchuugen
bis jetzt den Nacbtbeil, dab mau keiue constante, intensive
Flatnine erhalten konnte. Die Substanzen auf einem Platindraht in die Flainine gehalten, geben eio schnell vortibergehendes, niclit schr iotensivcs Licht. Mit LGsungen getr;iiihte Kohlen geben eiue sehr lichtschwache und ebenfalls nicht constante Flamme. Urn eine melirere Sttinden
laiig constante, intensive Flamrne zu erhalten, benutzte ich
folgende Vorrichtung.
In oben ziigcschmolzeneu Glaschen a (Fig. 1 Taf. IV),
die iiriten umgebogen sind und in eine schmale Rbhre b
auslaiifen, ist die Aufliisiiug der Substanz enthalten, die zu
den Spectraluntersuchungcn angcweudet werden soll. In
der HGhre B befindet sich eio Biindel von ganz feineu Platindrlihteu c, die fest mil einein Platindraht umwickelt und
durch Biegung des Biindels in die Rbhre hineiugeklemmt
sind. Dicscs Bundel zieht vermbge der Capillaritlt neue
Fliissigkeit an die Stelle der verdampften.
In dem Gestell d (Fig. 2), in dem die Glaser a stehen,
ist an der uuteren Fliiche ein runder Stab e befestigt, welcher i n die Hulse f hineiopalt. Es Iabt sich dadurch d
um seine Axe drehen, und man kann so die verschiedenen
Platindrahtbuudel c in die Gasflamme bringen. g sind
Scblitze, die das Eiustellen der Rdbren erleichtern; h ist
ein gewdhnlicher Bunsen’schcr Brenuer.
Fiillt man die Glaser a mit einer Auflbsung vou den
Substanzeu, die uutersucht werden sollen, so werden die
Platindrahtbiindel bald mit der Substanz angefiillt, und verlieren dadurch die Fahigkeit Wasser, das durcb sein Verdampfeu bei den Erdarteu die Spectra hervorbringt, aufzusaugen. Um die Capillaritlt des Platinbundels stets wirksani zu erhalten, setzte ich zu den Lbsungen essigsanres
Ammoniak hinzu. Es vergrbfsert dieses die Intensitat der
Flamme bedentend und bewirkt dadurch, d a b es verbrennt,
ein Herulnwerfen der zu untersuchenden Substanz, was
eiiie vollsthdige constante und intensive Flnmme erzeugt.
Eine Mischung von 20 Theilen einer I S Proc. enthnlteuden
Losuug vou essigsaorem Aininoniak und I Theil der concentrirten Salzliisung babe ich als am vortheilhaftesten gefunden. Man muls auf die Stellung der Platinbundel nchten, damit nicht zu vie1 und auch nicbt zu wenig Flussigkeit in dieselben gelange.
Stellt inan deli Apparat, wenn man ihu uicht benntzt,
unter eine Glasglocke, so sind die LClsungen vor dein Verdampfen des Wassers in den Platinbiindeln geechiitzt. Bei
der Grafse der Glaschen, die ich anwandte, hntte ich wzhreud zwei Stunden eine vollstandig andauernde, sehr belle
Flainine.
Will man zwei Spectra vergleichen, die oicht comylicirt
sind, so bringt man zwci Drabtbiindel von dnneben stehenden Glaschen, in deuen die Fliissigkeiten enthalten sind, in
die Flainme zugleich hiuein. Sind die Spectra complicirt
oder verhindern andere Umstlnde sie in einer Flamine zu
vereinigen, ~d stellt man die beiden Flammen hinter einander vor den Spalt und bringt uber den vorderen Brenner
ein Blech von der Form a (Fig. 3 Taf. IV), das etwas breiter ist als die Flamme, und treunt so beide Flammen FOIL
stiindig. Bei b ist die Mitte; die demselben ferner stehende Flamme schickt uber b binweg ihr Licht in den
Spalt.
Der Apparat bat neben der constanten Flamme und
der grofsen Lichtintensitat derselben den Vortheil, dafs die
einzelnen Flamlnen zu jeder Zeit und obne Vorbereitung
nach einander vor den Spalt gebracht werden kihnen.
Befindet sich in einem Glascben a eine Liisung voii 1
Theil essigsaurem Baryt mit 10 Tbeilen essigsaurem Ammoniak versetzt, die das Bariumspectrum sebr intensiv zeigt,
in einem daneben stehenden Glascben aber Salzsiiure, uud
bringt man, webrend das Spectrum des Barium beobachtet
wird, das Platiubtindel mit der Salzsllure oberbalb des Drnhtes, der die Bariumflamme giebt, in die Flamme, so ver-
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schwindet augenblicklich das Bariumspectrum, und es bilden
sich die beiden erwiihuteu griinen Liuien, die Fig. 4 Tar. IV
aufgezeichnet sind.
Dasselbe Spectrum erhalt inan vie1 bequemer, wenn
man eine Mischuug von 1 Theil einer concentrirten Chlorbariumlijsnng mit 20 Theilen einer Salmiaklijsung iind 20
Theilen einer Salz-lure, die ungefahr 20 Proc. Chlorwasserstoff enthalt, iii die Glaschen bringt.
Wendet man, statt des Chlorbariums, Cblorstrontium oder
Chlorcalcium an, SO bekomint man die in Fig. 4 Taf. IV
aufgezcichneten Spectra I ) , die von den gewdhnlichen sebr
verschiedeu, aber sehr selten ganz frei von h e n zu crhalten sind. Ob die Lillie a des Strontiumspectrums auch
dem neuen Spectrum angchiirc, kann ich nicht entecheiden,
denn diese Linie babe icli nie zuin vollstandigen Verschwindeu bringen kdnnen. Auclr in dew gewijhnlicheu Strontiumspectrum sah ich die Streifen a in der Rlitte rnit eiuer
bellen Liuie.
Die Flammeu dieser neuen Spectra haben schon dem
Ansehen nach eine etwas andere Farbung als die gewdhnlichen; besonders schon ist die des Strontiums, die wenig
von der Lithiumflamme verschieden ist.
Aus diesen Versuchen geht hervor, dafs das Spectrum
der Metalle der alkalischen Erden ein anderes ist als das
der Chlormetalle derselben, denn eine Veranderuug einzelner Linieu des Spectrums durch Salmiak ohue chemische
Wirkung findet nicht statt, weil das Spectrum, wenn man
das Licbt der ,gewthlichen Flammeu durch eine Flamme,
die Salmiak enthglt, gehen lafst, nicht verandert wird.
Es lag nahe auch die Spectra der rnit andereu eiufacheir
1 ) Eine colorirte Abbildong sowolil van diesen Spectren als auch van denen des Kupfers, des Chlor- iiod lodkupfers, welche ich dem Hro. Verf.
verdaoke, getreu wieder ru gcbeo, wurde leider durch die Kostspieligkeit ihrer Ausfibrong in Farbendruck vereitelt. Die Stirze in Fig. 4
wird indctfs einen uogefjhren Begriff van den beschriebcnen Erscheinungeo gcbcn, weno man sieh merkt, dafs die hellen RSume und Linien
links voo D cine mehr oder weniger rothe Farbe besitzeo, die zwischen
D und F eine gelbe odcr grirngelbs nod die rechts von F cine blrue. P.
Kilrpern verbundenen Metalle der Erdarten zu untersuchen.
Ich suchte mir deshalb das Spectrum von Iodbarium, Iodcalcium, Iodstrontium durch Iodnasserstoffammoniak, von
Schwefelbarium, Schwefelcalcium durch Schwefelwasserstoffammoniak, voo Fluorbarium, Fluorcalcium durch Fluorwasserstoffatnmoniak zu verschaffeu, erhielt aber entweder kein
Spectrum, wenn die Salze oicht fluchtig waren, oder das
gewiihnliche Barium-, Strontium- oder Calciumspectrum, indem die Salze durch den Kohlenstoff oder Wasserstoff der
Flamme zersetzt wurden.
Da letztere Uotersuchungen zu keinem Resultat fuhrten,
so untersuchte ich andere Metalle mit einfachen Kilrpern
verhundeu. Ich habe das Spectrum des Knpfers, des Chlorund Iodkupfers aufzeichnen lassen, man sieht Fig. 4 Taf. I V
auf den ersten Blick bei grofser Verschiedenheit doch eine
gewisse Aehnlichkeit in den Spectren. Bei den Iod- und
Chlorverbindungen treten statt der unklaren Spectren der
Metalle mehr scharfe Linien auf.
Das Kupferspectrum erhielt ich durch eine concentrirte
Lbsiing von essigsaurem Kupferoxyd iu Essigsaure , das
Chlorkupferspectrum dadurch, dafs ich die Verbindung von
Kupferchlorid mit Chlorwasserstoffammoniak in ein kleines
Platinnetz brachte und dieses iu die Flamme bielt, und das
vom Iodkupfer, indem ich Iodkupfer mit einer Lfisuug von
Iodwasserstoffammoniak in das Platinnetz brachte. Schwefelkufer giebt kein Spectrum.
Das Chlorkupferspectrum zeigte neben den aufgezeichneten ab und zu feiue, belle Linien in Griin, die besonders auftraten, weun icb statt der Verbindung des Kupferchlorids mit Salmiak, nur Kupfercblorid anwandte; ebenso
bildeten sich ab und zu bei dem Iodhopferspectrum etwas
andere Linien. Es lglst sich d i e t dadurch erblilren, dafs
Kupferchlorid uod Kupferchloriir verschiedeoe Spectra haben, und d a b bei UberschUssigem Chlor oder niedriger
Temperatur nur das Kupferchloridspectrum entsteht , webrend bei nicht UberschUssigem Chlor oder hoherer Temperatur beide Spectra zugleich auftreten.
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Auch eiue Thatsache darf ich nicht unerwghnt lassen.
Es verschwinden namlich Liuieii durch Hirieinbringetl V O I I
inehreren Substanzcii i n dieselbe Flaiume, so z. B. W C I I I ~
man zur Flainine des Clilorstrontiuins das Platinnetz iiiit
der Verbindung F O I ~ Kupferchloricl mit Sallniak bringt,
so verschwiiidet die blaue Lillie des Chlorstrontium.
Um die Spectra von Clrloriiatriiiiir untl ChlorLaliuni mir
zu verschnffeii innchtc ich folgeiidc Versuche. Bei einer Mischiiug von l Tlieil Chlorlinliuin mit I 0 Theilen einer conceritrirteii Salitiiabliisong n i r t l I 0 Thcilen Salzstiure zeigtc!
sich nur die fast iinverrncirlliche Natriuinlinie, wtilirend eiue
vie1 rerduuntere LDsuiig von einein Kalisalz ein deutliches
Kaliuuispeclruin zeigte. Uasselbe wurde durch einen zweiten Versiich bestatigt. Uringt mail i n eiiie Flamme, die
das Kaliuiii~pectruin zeigt , ein Dralitbiiudel n i t Salzsaure
und einer Auf losung \on Saluriak, so verschwiudet sogleich
das Spectrum.
Chlornatriuin konirte inir, auf dicse Weise uotersucht,
nicht den genugenden Erfolg gebeii, weil diese Reacliou
des Natriulns zu scharf ist, und schou die geriiigsteu Spuren des Metalls die Natriuinlinie hervorbriugeu. Es wurde
deshalb getrocknetes Chlornatririni in eine Porcellanrdhre,
die VOII beiden Seiten durch .Glasplatteu verschlosseu war,
gebracbt und durch eiiie Temperrrtur der starken Kothgluth
verfluchtigt. Weder die gliibenden Chlornatriuindainpfe
noch ein Licbt, das ich durch die Rabren faIleu Iiefs, gabeu
die Natriumlinie. Es hat demnach weder das Chlorkaliuiii
noch das Chlornatriuiu ein Spectrum.
Es geht aus diesen Versucheu hervor, dafs die Metalle
weder uberbaupt in allen Verbindungeu eiu Spectrum geben, noch in den Verbindungen, die ein Spectrum haben,
stets dasselbe zeigen, sonderii dafs das Spectrum davon abhangig ist, ob das Metall dasselbe hervbrbringt, oder welcbe
Verbindung erster Ordnung es erzeugt. Feruer kana man
wohl lnit Recht den Schlufs aus diesen Versuchen ziehen,
dafs jede Verbindung erster Ordnung, wenn sie ein Spectrum hat, das aber natiirlich nicht durch Zereetzung der
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Verbindung durch die Flamme erzeugt seyn darf, ein eignes
Spectrriin besilzt. W i r kannten bis jelzt nur meist die
Spectra der Metalle, weil letztere so leiclit durch die
Flainme reducirt werden.
&Ian nahm bisher an, dak die Metalle, in welchen Verbindungen sie auch vorkouiineu , immer dasselbe Spectruin
zeigen ; da dieses nach den angeftihrten Uiitersiichungen
nicht der Fall ist, so m u h e entschieden werden, ob dns
gewbhuliche Spectrum durch das Metall selbst oder dorch
die Sauerstoffverbindung desselbeu hervurgebracht werde, da
uach meinen Untersuchungen die Verbindungeu der Oxyde
stets dasselbe Spectruin gcben. Um diek zu entscheiden
wurde folgender Versuch angestellt.
In eiuein Yorcellanrohr, das von beideu Seiten durcli
(>lasplatteo verschlossen war, befand sich Natron. Dns
Rohr wurde in eiueiii Z u g o h i bis zur Rothgluth erhitzt,
und sowobl die Dsmpfe selbst, als auch das hindurchgehende Licht spectralaualytisch untersucht. Weder die belle
noch die dunkle Natriumlinie waren sichtbar. Kohlensaurcs
Satron, auf dieselbe Weise uotersucht, zeigte ebenfalls
keine Natriumliuie. In eiuer anderu Porcellanrbhre, deren
Enden durch eingegypste Glasplatten verschlossen waren,
befaud sich so vor der Oxydation geschiitzt eine grbfsere
Quantitat Netrium. Bei schwacher Rothgluth zeigte sich
die Natriumline sehr klar und deutlich, mid zwar bei durchfalleudem Lichte vollstlndig schwarz, bei Beobachtung der
gliibenden Dknpfe ziemlich hell.
Es folgt aus diesem Versuche, dafs in den Flammen,
die durch Natriumverbindungeii erzeugt werden, das Natriummetall als solches die Liuie hervorbringt; und feruer
kann man daraus schlieten, da Natriom fast die grbfste
Verwaiidtschaft zum Sauerstoff hat, d a b alle Spectra, die
aus Sauerstoffverbindungen entstehen, die Spectra der Metalle selbst sind.
W i e eine solche Reduction stattfindet, ist lnir nicht gelungen durch Versuche nachzuweisen. Da eiue Wasserstofftlamme in Berlihrung mit Vatriurnverbindungeu das Na-
triumspectrum giebt, so leitete ich iiber Natron in einer
rotbgluhenden Porcellanriihre Wasserstoff, erhielt aber kein
Spectrum, wahrscheinlich weil diese Reduction erst bei hilherer Temperatur stattfiiidet.
Nach dieseu Versuchen kann man die cbemische Verwandtschaft der einfachen Kiirper zu einander bei der Temperatur der Sonueuatmosphare spectralanalytisch ermitteln.
Wiirde man z. B. das Spectrum einer Chlorverbind~~og
eines Metalls der alkalischen Erden in dem Sounenlichte
beobachten , so wiirde man daraus schliefsen miisseii, dafs
dieses Metall bei einer solchen Temperatur grilfsere Verwandtschaft zum Chlor hat als Natrium uud Kalium, da
diese als Metalle in der Soiinenalmosplidre euthalten sind.
Uud aucb umgekehrt wird man von den cbemischen Verbindungen, die in der Sonuenatmophare vorhanden sind,
auf die Temperatur letzterer schliefseu libnuen, wenn wir
je im Stande seyn werden, eine derselben sich nahernde
Temperatur zu erreichen.
Aus der Thatsache, dafs Natriuin als Metall in der Sonnenatinosphiire vorkommt , folgt , d a t kein freier, elektronegativer Kilrper wie Sauerstoff, Schwefel usw. in der Sonnenatmosphare enthalten ist, und nicht einmal soviel von
deuselben, um alles Natrium ZLI binden. Daraus ergiebt
sich, dafs alle Metalle, die durch Natrium aus ihren Verbinduugen ausgeschieden werden, in der Sonuenatmosphlre
uuverbunden euthalten sind.
Chlor, Brom, Iod, Phosphor usw. werden sich vielleicht
durch die neuen Spectra in der Sonnenatmosphare nachweiseu lassen.
Audrerseits lafst sich aber aus der Abwesenheit der Liuien eines Metalles im Spectrum des Sonneulichtes nicht
auf die Abwesenheit desselben in der Souneuatmosphiire
schliefsen; denn es ktinnen Metalle, wie z. B. Lithium, mit
einem einfachen Kbrper verbunden in der Sonnenatmosphare vorbanden seyn, obne dafs diese Verbitldung ein
Spectrum zu geben brauche.
Es sind in der letzten Zeit mehrere ueue Linien in den
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Spectreu aufgefunden worden, zu denen man die einfacheu
Kijrper nicht hat fiuden kijonen. Es ist wohl wahrscheinlich, dars sich solche Linien auf Verbindungen erster Ordnung der bekaniiteu Metalle werden zuriickfiihren lassen.
Es kano hier natiirlich niclit vom Caesium uiid Hubidiiim
die Rede seyn, durch deren epochemachende Entdeckiing
B u IJ s e u ein neues Feld der Wissenschaft er6ffiiet hat, da
diese Metalle und ihre Verbindungen von demselben uutersucht worden sind.
Berlin, i m Marz 1862.
H I . VorlauJge Mitdaeilung iiber das Durclzbrechen oon Glas miltelst Heilungselektricitd ;
oon W . H o l t z in Berlin.
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D u r c h die iiberraschenden Leistungeu der R u hm k o r f f '
scheu Iuductions- ripparate hat das Durchbrecheu von Glas
mittelst Elektricitat ein iieues wissenschaftliches Interesse
gewonireu. Da die Bedingungen , unter welchen dasselbe
erfolgt, noch nicht geniigeiid bckanut sind, so hielt ich dieseu
Gegenstand einer speciellen Untersuchung werth. Hierzo
schieii lnir indesscn die Reibungselektricitat, weil sie eiiie
grtifsere Manuigfaltigkeit der hier voraussichtlich obwalteuden Verhaltnisse darbietet , ein geeigneteres Mittel.
Bedeutende Glasdicken sind bisher, so vie1 ich weirs,
mittelst Reibuogselektricilat nicht durchbrochen worden I ) .
Einige Versuche, welche ich zu diesem Zweck mit der Batterie anstellte, zeigten lnir auch bald, dafs init gebundener
Elektricitat diefs nicht zu erreichen sey. Giiilstigereu Er1) Durcli die Giite der Hrn. Prof. P o g g e n d o r f f babe ich erfahren, d a t
K o r t u m ( Magarin fur dar Neueste aus der Pbysik und Naturgeschichte
son L i c b t e n b e r g ; Bd. VII (1791) St.2 S.5) Glarplatten bis I" Dicke
mittelst d u clektrixhen Funkens dur.chbrochen bat.
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