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Beitrge zur Wasseranalyse VII.

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Aufsatztell
]
Jhrgang 1921
__
Winkler: Beitrage z u r Wasseranalyse VII - Personalnachrichten
_
~
W i s l i c e n u s hingewiesen, nach welchem vom Standpunkte der
wissenschaftlichen Chemie aus, irgendwelche nene Idee in der Kombination des angegriffenen Patentes nicht zu finden sei. Das Urteil
fuhrte aber dann weiter aus: ,,Allein das Patenlgesetz ha t nicht die
Hestimmung, die reine Theorie um neue Methoden zu bereichern,
sondern es verfolgt den Zweck, den Erfindergeist fur das Gewerbe
in nutzbringender Weise anzureichern. Von diesen Gesichtspunkten
a u s mu6 das Patentgcsetz ausgelegt werden. Nun hat bereits eine
iindere hohe wissenschaftliche Autoritat, Herr Dr. A. W. H of m a n n ,
in den Verhandlungen der Patentenquete hervorgehoben, daij vom
gewerblichen Gesichtspunkte aus die Saclie bei weitem anders liegt."
Es wurden dann wtirtlich die Darlegungen H o f m a n n s uber die
Keihe analoger Ktirper angefuhrt und ebenso die Anwendung, die
Hof m a n n auf den1 Gebiete der Azofarbstoffe gemacht hatte, zitiert.
Von den Darlegungen aus, die H o f m a n n gebracht hatte, kam dann
d a s Reichsgerichi zu der Anerkennung der Erfindung im Falle des
Kongo-Patents.
Die Entscheidung, an welcher H o f ilia n n durcli seine Auseinandersetzungen in der l'atentenquete hervorragenden Anteil hatte, begrundet
die Lehre des technischen Effektes, welche perade fiir die Beurteilung
chemischer Erfindungen besonders bedeutsam geworden ist. Die Eriirterung der Fragen, welche auch in diesem Falle H o f m a n n rnit
musterhafter Klarheit gegeben hntte, war hiernach vorbildlich fur
die Ausbildung des Patentrechtes und hat dieselbe in einer bestimmten
segensreichen Weise beeinflufit.
[A. 49.1
Beitrage zur Wasseranalyse VJ1.l)
Van L. W. WINKLER,Budapest.
(Eingeg. 31.13. 1921 )
XXI. - Senutzt man bei der G e s a n i t h l r t e b e s t i m m u n g nach
V. W a r t h a die urspriingliche Ausfuhrungsform (heiije Fallung), SO ist
das Ergebnis etwas verschieden, je nach dem man einen geringeren
oder grtiijeren Oberschu6 von dem W a r t h a schen Laugengemisch
nimmt, wie folgende Versuche zeigen, die durch Herrn U. G r 6 z e r
mit 100 ccm betragenden kunstlichen Wasserproben von lo,, 25, 50
und 100° Harte ausgefuhrt wurden, bei welchem die Harte zu vier
Fiinftel Kalk und zu ein Fiinftel Bittererde verursachte:
l / , , p . Laugengern.
Gefundenv Harte in deutsch. Graden
10 ccni
8,7
23,l
25
50
100
.,
..
~
-
~
Aus anderen Vereinen
11.
143
Versammlungen
~ _ _ _ _ _
10,O
10,5
11,2
24,5
25,6
26,l
49,O
-
49,6
51,7
99,5
102,l
Es zeigt sich also, daij bei g e r i n g e r L a u g e n m e n g e das Ergebnis z u k l e i n ist, da die Fallung unvollstandig war; nimmt man
u b e r t r i e b e n v i e 1 L a u g e , so ist das Ergebnis zu g r o i j , da durch
den Niedersrhlag Alkali adsorbiert wurde.
Man gelangt zu den r i c h t i g s t e n Z a h l e n , wenn man bei dem
Arbeiten mit 100ccmUntersuchungswasser f u r g e w t i h n l i c h 25ccmdes
I
starken Laugengemisches verwendet; bei s e h r h a r t e m W a s s e r
wird 50 ccm Laugengemisch genommen, welche Menge bis looo Harte
geniigt.
XXII. - Man e r s p a r t das teure G l y z e r i n und den W e i n g e i s t ,
wenn man die ziir Gesamthartebestimmung dienende B l a c h e r s c h e
1, (isu n g nach folgender Vorschrift bereitet:
In einen Koc-hkolben von anderthalh Liter werden 25,6 g reine
P a l m i t i n s a u r e , 500 ccm P r o p y l a l k o h o l , 250 ccm d e s t . W a s s e r
und 0,l g P h e n o l p h t h a l e i n gegeben. Miin erwarmt auf dem Dampfbade und setzt so lange klare, mit Propylalkohol bereitete K a l i u m h y d r o x y d l t i s u n g zu, his alles geltist uiid die Ltisung bla5 rosenrot
geworden ist. Sollte man zuviel Kaliumhydroxydltisung genommen
haben, so entflrht man die Fliissigkeit rnit 1-2 Tropfen Salzsaure
und gibt nun wieder Kaliumhydroxydltisung bis zur rosenroten Farbung
hinzu. Die Kaliumhydroxydltisung bereitet man sirh durch Ltisen von
etwa 8 g zu Pulver zcrriebenen Kaliumhydroxyds in 50 ccm warmem
I'ropylalkohol.
Die fertige Ltisung wird nach vollstandigem Erkalten durch einen
Wattebausch in einen Meakolben geseiht und rnit dest. Wasser auf
1000 ccm erganzt. Sollte die Ltisung durch den Kohlensluregehalt der
Luft oder des dest. Wassers farblos geworden sein, so fiigt man behutsam so vie1 von der Kaliumhydroxydltisung hinzu, bis sie eben
rosenrot gefarbt erscheint.
Auch die zur K a l k h i i r t e b e s t i m m u n g naturlicher Wasser bestimmte K a l i u m 01 e a t 1ti s u n g2) bereitet man zweckmaijig anstatt
mit Weingeist mit Propylalkohol:
In einen Kochkolben von 200ccm werden 12,Ogfeinstes M a n d e l t i l
und 3,Og zu Pulver zerriebenesreinstesKaliumhydroxyd rnit lOOccm
P r o p y l a l k o h o l eine viertel Stunde auf dem Dampfbade erwilrmt.
Die erkaltete LUsung wird in einen MeiJkolben uberfiillt, 400 ccm
Propylalkohol hinzugefugt und mit dest. Wasser auf 1000 crm verdunnt.
Zur Bereitung der Ltisungen benutzt man P r o p y l a l k o h o l f u r
t e c h n i s c h e Z w e c k e , welchen man durch Uberdampfen reinigt; es
genugt ein Alkohol von 95" Stiirke.
XXIII. - Zur g e n a u e n g e w i c h t s a n a l y t i s c h e n B e st i m m u n g
d e s C a l c i u m s u n d M a g n e s i u m s wird eine 1000 ccrn betragende,
mit Salzsaure angesluerte Wasserprobe eingetrocknet. Den Ruckstand
ltist man in 10 ccm heiijer 1O0lOigerSalzsaure, seiht, um die Kieselsaure zuruckzuhalten, durch einen kleinen Wattebausch, und wascht
rnit dest. Wasser nach, bis die durchgeseihte Fliissigkeit etwa 50 ccni
b e t r a t . Die Flussigkeit wird aufgekocht und mit k a r b o n a t f r e i e n i
Ammoniak in geringem IfberschuB versetzt. Sollten sich Flocken
[Fe(OH),, AI(OH),] abscheiden, so ist die Ltisung nochmals zu seihen.
Zur erkalteten Fliissigkeit werden zwei Tropfen Methylorangeltisung
(1 : 1000) gegeben, mit Salzsaure genau gesattigt, auf 100 ccrn verdunnt,
1,5 g Ammoniumchlorid und 10 ccm n. Essigsaure hinzugeftigt, endlich
das Calcium rnit Ammoniumoxalatltisung in beschriebener Weise
gefallt.
Uni bei dem hei5en Fallen desCalciums d a s S t o S e n d e r F l u s s i g k e i t z u u m g e h e n , gibt man ein Stiickchen C a d m i u i n b l e c h in das
Becherglas. Wie eigene Versuche zeigen, sttiren die in Ltisung gegangenen Cadmiunispuren durchaus nicht, dh aus einer ammoniumchloridhaltigen verdunnten Cadmiumsalzltisung durch Ammoniumoxalat
kein Cadmiumoxalat zur Ausscheidung gelangt.
Um das langwierige,3--4Stunden in Anspruchnehmende T r o c k n e n
a b z u k u r z e n , empfiehlt es sich, nach dem Absaugen des letzten
Anteil Waschwassers, in den Kelchtrichter zweimal je 2-3 ccrn einer
Mischunf gleicher Raumteile M e t h y 1a1k o h o l s und g e r e i n i g t e n
A t h e r s ) zu geben, abzusaugen, noch einige Minuten lang mit der
Wasserstrahlpumpe einen kraftigen Luftstrom durch den Kelchtrichter
zu saugen und das CaC,04, f H,O dann erst bei looo zu trocknen; zum
Trocknen geniigt eine Stunde reichlich. Wahlt man die eben empfohlene
Arbeitsart, so wird man bei dem Vorbereiten des Wattebausches auch
diesen mit Methylalkoholather tranken, absaugen und eine Stunde
bei 1000 trocknen.
In der vom Calciumoxalat abgeseihten und mit dem Waschwasser
vereinten Flussigkeit wird dann das Magnesium in beschriebener Weise
(loc. cit.) bestimmt. Die Cadmiumspuren sttiren auch hier nicht, da
aus einer ammoniakalischen Ltisung durch Natriumphosphat kein Cadmium ge fdlt wird. Bei dieser Gelegenheit mtige nochmals hervorgehoben werden, daB bei grtiijeren Niederschlagsmengen es durchaus
nicht genugt, den Methylalkohol einfach in den Kelchtrichter zu geben,
vielmehr m u5 man - wie vorgeschrieben - das Mg (NH,)PO4, 6 H,O
rnit dem ersten Anteile des Alkohols, vermittels eines kleinen Glasstabes gut zusanimenruhren und dann erst absaugen.
Zusammenfassung.
Es konnten einige, bei Wasseruntersuchungen niitzliche Angaben beziiglich der B e s t i m m u n g d e r G e s a m t h a r t e , des C a l c i u m s und des M a g n e s i u m s mitgeteilt werden.
[A. 55.1
~- -
+
Personal- und Hochschulnachrichten.
Der 0. Prof. a n der Technischen Hochschule in Aachen, Geh.
Reg.-Rat Dr. A. C l a s s e n , wurde ziim 1. 4. 1921 von den amtlichen
Verpflichtungen entbunden.
E s w u r d e n b e r u f e n ( e r n a n n t ) : J. S. S. B r a m e , Prof. der
Chemie am Royal Naval College, Greenwich, zum VoJsitzenden des
Instituts f. Petroleumtechnologie fur 1921-22; A. C h a s t o n C h a p m a n zuin Prasidenten des Institute of Chemistry in London als Nachfolger von Sir Herbert Jackson; Dr. F. C. T h o m p s o n , Hilfsassistent
a n der Universivat Sheffield, auf den Lehrstuhl der Metallurgie an die
Universitat Manchester; E. T h o r p e (England), Prof. L e C h a t e l i e r
(Frankreich), Prof. C i a m i c i a n (Italien) und Dr. E. S o l v a y (Belgien)
zu auswlrtigen Ehrenmitgliedern des Chemikerklubs, New York.
G e s t o r b e n s i n d : Dr. C. A s c h n i a n , Vorsteher der Landwirtschaftlichen Versuchsstation in Ettelbriick, Luxemburg, am 23. 2. im
Alter von 64 Jahren. - Dr. phil. L. K r a u 5 , Apotheker und Nahrungsmittelchemiker am 1. 4. - Dr. E r n s t W e i n s c h e n k , a. 0. Prof.
fur Petrographie a n der Universitlt Miinchen im 56. Lebensjahre.
Aus anderen Vereinen und Versammhngen.
Deutsche Gesellschaft fur Mechanik und Optik.
In der Hauptversammlung am 19. 3. 1921 fand unter diesem
Namen die Wiedervereinigung der "Deutschen Gesellschaft fiir Mechanik
und Optik" und der ,Wirtschaftlichen Vereinigung der Deutschen
Ges. f. Mechanik und Optik" statt. Die neue Organisation bezweckt,
wissenschaftlich-technischeund wirtschaftliche Fragen gleichzeitig zu
bearbeiten. - Nach Annahme der Satzungen erfolgte Wahl des Vorstandes, damn schlossen sich Besprechungen iiber wirtschaftliche
Tagesfragen. - Die Geschaftsfuhrung Berlin NW 7, Dorotheenstr. 53,
bei der samtliches, von den Mitgliedern zusammenflieijendes Material
verwertet wird, steht den Mitgliedern fur alle Auskunfte zur Verfiigung.
Zur Ftirderung der Wissenschaft empfahl die Versammlung den Mitgliedern die Unterstiitzung des Deutschen Museums fur Meisterwerke
der Naturwissenschaft und Technik durch Spenden von Modelleri und
-
'1 Vgl. Angew. Cheiii. 28, I, 2% [1915]; 29, I, 44 u. 218 [1916]; 30, I,
113 [1917]; 33, I, 311 [1920]; 34, 115, 119211.
Zeitschr. f. anal. Chern. 53, 414 [1914].
Angew. Chem. 31, I, 214 [19181.
Wird mit Methylalkohol ohne Atherzusatz gedeckt, so erleidet nim
einen kleinen (1 mg) Verlust.
4,
22 *
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