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Beitrge zur Wasseranalyse.

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Winkler : Beitriige zur Wasseranalyse.
sehen werden; hier geniigt es, die Lauge, deren Natronehalt eine bestimmte Grenze unterschritten hat, durch
rische zu ersetzen. DaB man bei der Spindelung der mit
verharzten Anteilen des Rohbenzins beladenen Saure nicht
deren wirklichen Siiuregehalt miBt, ist belanglos, da hier nur
relative Werte in R a g e kommen.
Die Aufnahmebehalter fiir das Raffinat, in denen sich,
wie schon erwahnt, groBe Mengen petrol-, sulfo- und schwefligsaurer Natronsalze absetzen, wie auch die Sauerungsund Laugungszylinder, in denen eine starke Verschmutzung
der Verteilungskorper stattfindet, miissen haufig gereinigt
werden.
Am der vorstehenden Schilderung 1aBt sich entnehmen,
daB der kontinuierliche Betrieb in der Benzinraffination
manche Vorziige besitzt, wahrend man, wie schon oben
bemerkt, von seiner Einfiihrung in die Raffination der
Leucht- und Schmierole hat Abstand nehmen miissen. Die
niedrigsiedenden Erdolfraktionen sind relativ arm an solchen Anteilen, deren Abscheidung die chemische Raffination bezweckt, deshalb jst die Innigkeit der Mischung zwischen Benzin und Raffinationsreagens nicht von so ausrachlaggebender Bedeutung wie bei den hohcrsiedenden Fraktionen, und ferner findet infolge des niedrigen spez. Gewichts
und der Dfinnfliissigkeit der Benzinfraktion die Trennung
zwischen ihr und dem Raffinationsreagens fast augenblicklich utatt, wahrend bei den hohersiedenden Fraktionen eine
lingere Absitzdauer erforderlich ist.
Indessen haften dem auf den ersten Blick sehr rationell
anmutenden, kontinuierlichen Raffinationsverfahren auch
manche schwerwiegenden Mangel an, als welche in erster
Linie die Abhangigkcit von der Apparatur und die UnmogEchkeit, die Behandlungsweise der Eigenart des Rohmaterials anzupassen, genannt seien. Die Wirkung der Raffination, also die Giite des Raffinates wird, ceteris paribus, bedingt durch die Lange des Weges, den das Rohbenzin in Bertihrung rnit der Skure zuriickzulegen hat, also durch die
Anzahl und Hohe der Raffinationszylinder, sowie durch
den Grad der Verteilung des Fliissigkeitsstromes. Hindchtlich der Lange des Weges,,also der Hohe der Siureschicht, ist man an eine von der Fallhohe des Rohbenzins
abhiingige Grenze gebunden, jenseits welcher ein ordnungsmaBiger Betrieb nicht mehr moglich ist, weil gar zu leicht
Stockungen vorkommen. Und was den Verteilungsgrad
betrifft, so muR man auch in dieser Hinsicht die Anforderungen auf ein geringes MaB beschranken, denn der Verteilunqsapparatur haften groBe Mangel an. Die Locher der
Siebboden oder die Zwischenraume der Brocken werden
leicht durch AElagerung von Saureharz verstopft; das Ben& mu13 sich dann seinen Weg an der Zylinderwandung entlang suchen, und es werden auch hierdurch eirerseits Stokkungen im regelmaBigen L a d e verursacht, und andererseits
wird die Beriihrungsflache zwischen Benzin und Saure wesentlich verkleinert.
Auch die Ubenvachung des Raffinationsvorganges laBt
sich beim periodischen Riihrbetriebe viel wirksamer gestalten, denn man kann sich bei diesem zu gegebener Zeit
davon iiberzeugen, ob das Raffinat eine befriedigende Beschaffenheit besitzt, und man hat es in der Hand: bei unbefriedigendem Ausfall der Probe dem MiBstande abzuhelfen. Gerade diese Moglichkeit der Abhilfe ist aber beim
kontinuierlichen Betriebe nur in sehr beschranktem MaBe
vorhanden, denn haufig wird es sehr schwierig sein, die Ursache des unbefriedigenden Erfolges der Raffination aufzufinden, und ferner ist die Beseitigung der Ursache in vielen
F a e n recht umstandlich.
Aus diesen Griinden gibt man anscheinend in den meisten
Benzinfabriken der periodischen Raffination mittels Riihrvorrichtung den Vomug. Ubrigens spielt auch die Beschaffenheit des Rohmaterials eine wesentliche Rolle ; die an gesiittigten Kohlenwasserstoffen reichen, an ungesattigten
und an stark riechenden, Schwefel und $auerstoff enthaltenden Kohlenwasserstoffverbindungen armen Rohbenzine
lassen sich im kontinuierlichen Betriebe befriedigend raffinieren, wahrend man aus Rohmaterial von ungiinstiger ZUsammensetzung nur mittels des periodischen Ruhrbetriebes
[A. 172.1
ein gutes Raffinat zu gewinnen vermag.
f
,
I:,;?%TcELll,e.
Beitrage zur Wasseranalyse.
Von L. W. WINPLER~
Budapest.
(Eingeg. 19. 11. 1914.)
I. Um Trinkwasser zu entkeimen, wird es neuerdings
mit gutem Erfolg mit Chlorkalk behandeltl). Ein so besandeltes Wasser enthalt also, wenn der tfberschuB der
interchlorigen Saure nicht mit Thiosulfat oder Sulfit entlernt wurde, Hypochlorite. Zum N a c h w e i s e v o n
u n t e r c h l o r i g e r S a u r e bzw. w i r k s a m e n
2 h 1 o r s , empfiehlt sich folgende beweisende Probe :
250 ccm Untersuchungswasser und ebensoviel dest. Wasrer (oder reines natiirliches Wasser), werden mit 1-2 TropFen sehr v e r d . M e t h y l o r a n g e l o s u n g (1 : 5000)
versetzt, dann mit je 2-3 ccm S a 1 z s a u r e (10%) anqesauert. Die Hypochlorite enthaltende Wasserprobe wird
sofort oder in einigen Augenblicken e n t f a r b t , wahrend
3ie Vergleichsfliissigkeit blaB rosenrot gefarbt erscheint.
Wird die Probe mit nitrithaltigem Wasser vorgenommen,
30 wird die Fliissigkeit fiir gewohnlich nicht entfarbt; nur
bei einem ausnahmsweise hohen Nitritgehalt erfolgt ein
sehr langsames Erblassen, es dauert jedoch etwa eine Stunde,
bis die Fliissigkeit farblos geworden ist. Auch durch Wasserstoffsuperoxyd wird die Fliissigkeit nicht entfarbt. Ozon
wirkt aber, wenn auch merklich langsamer als freies Chlor,
auf Methylorange zerstorend ; die Abwesenheit von Ozon
kann durch Fehlen des ihm eigentiidchen Geruches erwiesen werden.
Die Probe ist empfindlich ; es konnen in angegebencr
Weise noch 0 , l mg wirksames Chlor im Liter nachgewiesen
werden. Noch empfindlicher wird die Probe, wenn man
M e t h y 1 r o t als Anzeiger verwendet. Man lost 0,Ol g
NatronMethylrot unter gelindem Erwarmen in 1 ccm l/loa.
lauge und verdunnt auf 100 ccm; sollte die Pliissigkeit beim
Verdiinnen rot werden, was durch kohlensaurehaltiges dest.
Wasser verursacht wird, so gibt man zur Losung tropfenweise so viel Natronlauge, bis sie wieder goldgelb geworden
ist. Wird auf 500 ccm Wasser von dieser Liisung 1 Tropfen
genommen, so 1aRt sich bei Verwendung von hohen Becherglltsern im Liter noch 0,02 mg wirksames ChIor nachweisen.
Wird ein manganhaltiges Rohwasser mit Chlorkalk behandelt, so kann sich auch Calciummanganit bilden, ebenso
durch Einwirken von Luftsauerstoff auf manganhaltiges
Wasser. Schwimmen Spuren von dieser Verbindung im
Wasser, so wird beim Ansauern der Farbstoff ebenfalls zerstort. Man verwendet daher zur Untersuchung am besten
mit Alaun (auf 1000 ccm O,1 g) geklartes Wasscr.
Hat man sich mit der angegebenen Probe von dem Vorhandensein wirksamen Chlors einwandfrei iiberzeugt,
so kann man zur B e s t i m m u n g schreiten: I n 100 ccm
Untersuchungswasser werden 0,2 g reinstes K a 1 i u m j o d i d (gewohnliches Ksliumjodid kann nicht verwendet
werclen) gelost, 1 ccm S t a r k e 1 6 s 11 n g hinzugefiigt und
mit 2-3 ccm P h o s p h o r s a u r e (25%) angesauert; das
ausgeschiedeno Jod wird mit l/aoo-n.T h i o s u I f a t 1o s u n g
gemessen.
Nitrite konnen in einem mit Chlorkalk behandelten Wasser nicht zugegen sein, auch Ferrieisen scheidet kein Jod
aus, wenn man zum Ansauern Phosphorsaure nimmt. Wurde
also bei der Voruntersuchung das Methylorange entfarbt, so
ist der Verbrauch an Thiosulfatlosung wirklich das MaB
der unterchlorigen Saure bzw. des wirksamen Chlors.
11. Die beschriebene Probe kann leicht so abgeandert
werden, daB man sie zum N a c h w e i s g e r i n g e r M e n g e n
v o n M a n g a n im Wasser benutzen kann. Diese Probe
auf Mangan ist zwar nicht dazu bestimmt, die bisher verwendeten beweisenderen Proben zu ersetzen2); sie eignet
sich aber ihrer Einfacheit halber gut zur Untersuchung des
Wassers an der E n t n e h m u n g s s t e 11 e.
Es werden zweimal 250 ccm Wasser genommen und je
mit 1Tropfen M e t h y l o r a n g e 1 o s u n g (1 : 5000) verl) Vgl. Dr. K 1 u t : Chemisch-physikalische Untersuchungen zur
Frage der Behandlung von Trinkwasser mit Chorkalk. Mitteilungen
aus der Kal. Prufunasanstalt fur Wasserversorauna und Abwasserbeseitiguni 1913; Hzft 17.
a ) V e l . Dr. H. T i l l m a n s und Dr. H. M i l d n e r : Mmaan
im Wasier, sein Nachweis und seine Bestimmungen. J. f. Gaabec u.
Wasserversorg.1914, Nr. 21,221~23;
Angew. Chem.RI,II, 701 [1914).
Y
V
Aufsatzteil.
28. Jahrgang 1915.1
Barth: Prufrohr (Berliner Bauart) zur Feststellung der Angriffahigkeit von Abwassern.
setzt. Zur ersten Wasserprobe werden 1-2 ccm N a t r o n 1 a u g e (10%) hinzugefiigt. Nach einigen Minuten werden
beide Flitssigkeiten mit je 5 ccm S a 1 z s a u r e (10%) angaauert. 1st Mangan zugegen, so wird die erste Fliissigkeit sofort oder in 1-2 Minuten e n t f ii r b t.
Auch diese Probe ist empfindlich; es konnen im Liter
0,l mg Mangan noch sicher nachgewiesen werden. E i s e n
s t o r t n i c h t . Enthalt aber das Wasser Nitrite oder in
reichlicher Menge organische Stoffe, so wird hierdurch die
Empfindlichkeit der Probe stark verminclert ; in solchen
Fallen kann die Empfindlichkeit dadurch erhoht werden,
daB man die schon angesauerte Fliissigkeit wieder alkalisch macht und sie d a m nach 1-2 Minuten langem Warten
zum zweitenmal ansauert. Bei schwefelwasserstoffhaltigem
Wasser ist die Probe nicht anwendbar.
111. Beziiglich des N a c h w e i s e s u n d d e r B e s t i m m u n g d e r P h o s p h o r s a u r e in natiirlichen
Wassern moge folgendes bemerkt werden.
Die Menge der Phosphorsaure ist in Trink- und Brauchwasser fiir gewohnlich auRerst gering3), so daB daa in der einschlagigen Fachliteratur angegebene gewichtsanalytische
Bestimmungsverfahren, welches eigentlich fiir die Untersuchung von phosphorsaurereichen Abwassern bestimmt ist,
fast immer ganzlich versagt. Es empfiehlt sich zum Nachweise und zur annahernden Bestimmung der Phosphorsaure
folgendes Verfahren :
Zu 1000 ccm Untersuchungswasser werden 1ccm E i s e n c h l o r i d l o s u n g (10%) und 2 ccm A l a u n l o s u n g (10%)
hinzugefiigt ; dann wird die Flussigkeit im Erlenmeyerkolben unter gelegentlicbem Umschwenken am Dampfbade etwa 1 Stunde lang erwarmt. Hierbei gelangt die Gesamtmenge der Phosphorsaure als F e r r i p h o s p h a t,
zur Abscheidung. Nachdem der Niederschlag grobflockig
geworden ist, wird die Flasche vom Dampfbade genommen
und einige Minuten lang der Ruhe iiberlassen, damit der
Niederschlag sich vollkommen absetzt. Die noch ganz heifle
Fliissigkeit wird nun durch einen in einen Glastrichter hineingedriickten, etwa 0,5 g schweren und mit dest. Wasser
befeuchteten Wattebausch geseiht. Man achte darauf, da13
der Niederschlag zuletzt auf den Wattebausch gelangt ;
widrigenfalls dauert das Seihen, da die Watte verstopft
wird, sehr lange. Bei richtigem Arbeiten ist man rnit dem
Seihen in 5-10 Minuten fertig. Der auf dem Wattebausch
befindliche und an der Flaschenwand haftende Niederschlag
wird in S a 1 p e t e r s a u r e gelost. Zu diesem Behufe gibt
man in den Kolben 10 ccm 30%ige Saipetersaure, erwiirmt
auf dem Dampfbade und schiittet die noch heil3e SLure auf
den Niederschlag; dies wiederholt man noch zwei- bis dreimal. Der Wattebausch wird mit einem Glasstabchen geknetet, wodurch ein rasches &sen des Niederschlages erreicht wird. Die Losung wird, mit 1 Tropfen Salzsaure versetzt, auf dem Dampfbade eingetrocknet. Der Riickstand
wird mit einigen Tropfen Salpetersaure in dest. Wasser gelost, die Losung durch ein sehr kleines Filter geseiht, auf
etwa 5 ccm eingedampft, und die noch heiBe, fast farblose Lijsung mit 5 ccm M o 1 y b d a n s ti u r e r e a g e n s 4,
versetzt. J e nachdem merkbare Mengen Phosphorsiiure
(0,5 mg oder mehr) oder nur Spuren (0,lO-0,05 mg) zugegen sind, bildet sich entweder sofort oder erst nach Iangerem Stehen der bekannte gelbe Niederschlag.
Um dieMengederP h o s p h o r s a u r e a n n a h e r n d
z u b e s t i m m e n , sammelt man den gelbenNiederschlag,
nachdem die Fliissigkeit iiber Nacht gestanden hat, auf
einem sehr kleinen, etwa 0,05 g schweren Wattebausch und
wLcht den Niederschlag mit 10-20 ccrn Molybdansaurereagens aus. Der Niederschlag wird in moglichst wenig A m m o n i a k gelost und mit so vie1 Wasser nachgewaschen,
bis das Volumen der Losung 50, bzw. 100 ccm betragt. I n
3, Von s e c h s untersuchten Trinkwasserproben enthielten in
1000 ccm: e i n e Probe 0,02, v i e r Proben 0,05 und e i II e Probe
0,44 mg P,O,; die Bestimmungen wurden teils rnit 1 1, teils rnit 5 1
W'asser ausgefiihrt.
a) 25 g ktiufliches A m m o n i u m m o l y b d a t werden in
100 ccm d e s t . W a s s e r und 100 crm A m m o n i a k (10%) gelost und die filtrierte Losung rnit 500 ccrn 20xiger S a l p e t e r
8 & u r e gemengt. Das Reagens wird erst nach emigen Tagen verwendet; man giel3t die klare Fliissigkeit von dem allenfalls vorhandenen Bodensatz ab.
-
23
:in anderes gleichgroaes Becherglas werden 55 bzw. 110 ccm
lest. Wasser, das mit 1 Tropfen Ammoniak versetzt wurde,
;egeben. Zur phosphorsaurehaltigen Fliissigkeit werden 6
JZW.10 ccni Molybdansaurereagem hinzugefiigt, zu dem
lest.Wasser aber K a l i u m c h r o m a t 1 o s u n g hinzugexaufelt, bis Farbengleichheit erreicht ist. Man benutzt dierelbe Kaliumchromatlosung, die bei der Bestimmung der
Kieselsaure empfohlen wurde (Angew. Chem. 27, I, 511
19141). Die verbrauchten Kubikzentimeter der Chromatosung d o p p e 1 t g e n o m m e n , zeigen die in 1000 ccm
Untersuchungswasser erhaltene Phosphorsaure (P,O,) in
Uilligramm an.
Es moge bemerkt werden, daR man rasch arbeiten muI3,
ia die phosphorsaurehaltige Fliissigkeit sich nach einigem
Stehen triibt, wodurch die Bestimmung vereitelt wird. Je
rnehr Arnmoniak zum Losen deB gelben Niederschlages beiutzt wurde, um so leichter triibt sich die Fliissigkeit.
Versucht man, die Phosphorsiiure dem Gewichte nach
GU bestimmen, indem man den auf dem Wattebausch beEindlichen, mit Molybdiinsaurereagens ausgewaschenen gelben Niederschlag in Ammoniak lost, die Losung (10 ccm)
m i t Magnesiamischung (1 ccm) fallt und die Phosphorsaure
tls Pyrophosphat zur Wagung bringt, so wird man, wenn
iie Menge der zu bestimmenden Phosphorsaure sehr gering
ut, immer etwas mehr Phosphorsaure finden, als wirklich
vorhanden ; das Magnesiumpyrophosphat ist namlich molybiansaurehaltig. So wurde z. B. beiverwendung von 1000 ccm
rnit gemessener Menge Phosphorsaure versetzten Leitungswasser (urspriinglicher Phosphorsauregehalt 0,05 mg im
Liter) statt 0,55 mg 0,79, statt 1,05 mg 1,41 und statt 1,55 mg
1,73 mg P,O, gefunden. Von 6 mg an im Liter, wenn man
zur Untersuchung wenigstens 1000 ccm Wasser nimmt, Rind
die Werte zufriedemtellend. Also nur bei verhaltnismaflig
phosphorsliwereichen Wassern kann die Gewichtsanalyse
mit Vorteil angewendet werden.
[A. 190.1
Priifrohr (Berliner Banart) zur Feststellung der
Angriffiihigkeit von Abwassern auf Zementrohrkaniile.
Von Ingenieur JULIUSBARTH.
(Eingeg. 11./12 1814.)
Der Verwendung von Zementrohren zu Abwbserkaniilen
steht man hier und dort miBtrauisch gegenuber. Dieses Mi13trauen ist nicht ganz unberechtigt. Es ist Tatsache, daR
Zementrohre durch siiurehaltige Abwiisser zerstort worden
sind. Unsere hauslichen Abwasser konnen keinen nachteiligen E i n f l d auf Zementrohre ausiiben. Allein f i i r die
im Urin enthaltenen Harnsauren kame eine solche Wirkung
in Rage. Diese menschlichen Ausscheidungen werden jedoch durch die SpiilwLser hundertfach verdiinnt und dadurch unschadlich gemacht. Es ist noch kein Fall festgestellt, daR Zenientrohre durch hausliche Abwasser Schaden
gelitten habenl). Anders verhalt es sich mit den Abwkasern
gewerblicher Anlagen. Diese Abwasser sind entweder alkalisch, z. B. die stark mit Laugen durchsetzten Abwasser
von Farbenfabriken, oder saurehaltig, wie die Beizwkser
aus Metallfabriken oder die Abfliisse aus chemischen Fabriken, die schweflige oder andere Sauren enthalten.
Durch solche Abwasser kann zeitweise eine mehr oder weniger stark saurehaltige Flutwelle in der Kanalleitung entstehen, die allerclings, je nach der Menge des in der Leitung
zeitweilig abfliefienden Wassers, durch zunehmende Verdunnung bald verschwindet. Wenn sich der Vorgang aber
jahraus, jahrein wiederholt, tritt eine Zerstorung der Kanalleitung ein.
Die Stadt- oder Gemeindeverwaltungen suchen sich
gegen solche mit erheblichen Kosten fiir die Wiederherstellung verbundenen Kanalstorungen zu schiitzen, indem sie
in das Ortsstatut, das die Entwasserung der Grundstucke
regelt, die Bestimmung aufnehmen, daR Fabrikabwasser,
bevor sie in den StralSenkanal eingefuhrt werden, in einen
1) Vgl. J. Barth: ,,Die Zementrohren, ihre Herstellung, Priifung
und Verwendung zu Kanalisationsanlagen." Berlin 1914, Verlag
der Tonindustrie-Zeitung. Preis 10 M.
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