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Bemerkung ber das Propagationsvermgen der gebundenen Elektricitt.

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V. Bemerkrmg iiber das Propngationsvermiigen
der gehundenen BZektricitCt; con P. H i efs.
Hr.
Etatsrath P t a f f hat neuerdings 1 ) den Satz aufgestellt :
Die an dem zugemandten Ende eines durch Vertheilung elektrisirten Leiters be6ndlicb ungleichnamige Elektricittit wirlrt zwar durch repuEive und attractive Thatigkeit nach aufsen, bat aber alles Propagationsrermbgen verloren, kann aicht abgeleitet werden, und ist
daher zugleich ungebundeo uod gebunden.
Da der hochverdiente Veteran hierin ein Problem sieht,
das durch die bisherige Theorie der Vertheilung nicbt
erklarlich ist, so bake ich es fiir nirthig, mein Bedenken
hieriiber auszusprecben. Ich glaube ferner, dafs das Paradoxe, sich widersprechende in dem Satze fortfallt, wenn
man sich erinnert , dafs Propagationsvermirgen bier nicbt
in dem eigenthiimlicben Sinne zu nehruen ist, der ibm
empirisch gegeben worden.
Man denke sich einen durch
Mittheilung elektrisirten Leiter
A, der mit Elektrometerpeudeln versehen ist, und berlihre
12
ihn an irgend einer Stelle mit
einem Leiter B. 1st dieser Lei+ ter, aufser dem Einflusse von
A
1 ) Poggendorff's Anndcn, Bd. XXXXIV S. 312.
Auch einige~dort
berihrte Historkhe ist zu berichtigen.
n'icht O h m , ruclr nicht
D e I u c , kann ah Entdecker der repukiven Thztigkeit der induckten
gcbundenen Elektricikit aufgeGhrt werden. Es ist C a n t o n , der zuerst, und zwar glcich ouf die einfwhste schlagrndste W c k e diese Ei .
pnschaft dorgethm hat, wie icli dials bereits im Repcrtorium der
P h y d , B d I1 S. 30, vlgefiihrt habe.
6.25
A
gedaclt, niclrl elehtrisbt, so mag sehe Form and
Griibe seyn wclclie sic wolle, iinmcr wird der Leiter
A, wenn B ihn bcrlihrt hat ~ o t Ientfernt worden, weniger elektrisch seyn als fruher’; seine PentIel werden
gesunken seyn. Diese Erschcinung bezeichoet man so,
dafs man sagt: die Elcktricitrt auf ,4 hat Propagationsvermi$lgerr, sie ist durch f? abgeleitet worden. Man elektrisire aber eineo verticalen
Leiter A dadurcb, dafs man
eine (positio) elektrische Kugel C uoter dcaselben stelit.
Der
der Kugel zugewaudte
.B
Theil des Leiters A wird neb- gativ, der abgewandte Thcil
,
positiv elcktriscb scyn. Auf
die ElektriciUt des zugewaodten Theils lassen sich nun die
W m e r Propagationsvermagen a und ableiten a im Iraheren Sione nicht aovrenden, da der Versuch, dem sio
entoommen siad , bier gar nicht angestellt werden haan.
Man sieht ntimlich leicht, d a b jeder an diesen Theil an.
gelegte Leiter schon fruher, als er ihn berubrt hat, von
der Kugel C elektrisirt worden ist, und wir daber den
complicirtcn Fall vor uns habcn, wo zwei unabbangig
von einander elektrisirte Leiter in Bcrtihrung kominzn.
Will man indeb statt des Ausdrucks, das negative Pendel sinkt, sagen: die E-lektricitat dessclben ist (kraft ihres
Propagationsvermfigens) abgeleitet , so wird man finden,
dafs diefs Vermiigen sich tindcrt nach der Gestalt wid
Ausdehnung des beriihrenden Leiters, und oach der Neigting, die derselbe bei der BerUhrung gegen die Linie
A C bat. 1st dcr beruhrende Leiter
sehr grob in
Vrrgleich zu A, und ist er horizontal an den vertical
stehendcn Leiter A angelegt wordco, so wird, nach seiner Eiitfernuug, das negative Pcndel durchaus nicbt gesunken, in manclren Fsllen sogar gesticgen seyo. 1st
PoggendorfPs hnnal. Bd XXXXIV.
40
Ab
+
m
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der hertflirende Lciter hingegen Ssehr klcin, z. R. cine
kleine isolirtc Scheibe aus Goldpapier, so sinkt das negative Pendel nach der Beriihrung nnd Entfcrnung des
Scheibchens. Man kann es leicbt durcli wiedrrholte lferiihrung und Entladung des Scheibchens daliin bringcn,
dafs dieL Pcndel seine ganze Divergenz verliert. Ich
h b e diesen einfachen Versuch an den beidcn vom Etatsrath P fa f f angezogenen Stellen beschrieben, und derselbe liatte daber der gcbundenen ElektricitSt in gcmissen Fallen ein Propagationsvermfigen zugestelicn kiinnen. Ich glanbe aber nicht, dafs mit einem solchcn Aussprucbe bier etwas gewonnen wird; mir scbeiot bei Versuchen dieser Art folgcnde Betrachtongsweise die einfachste zu s c p . Man sche den festen Leiter und den
beweglichen, wenn er ihn an einer bestimmfen Stelle
berlihrt, zusammen als einen Leiter an, und untersuche
die Elektrisirung, die dieser zusammengesetzte Leiter von
bestimmter Form und Grbfse durch den in bestimmte
Entfersung gestcllten elektrisirten Ksrper von bestimmter
Form und Grafsc erfiihrt. 1st diese Frage gelbst, so
wird sich auch leicbt die elektrische Vertheilung finden
lassen, die der fcste Lciter zeigt, wenn der bewegliche
entfernt ist.
Iiiermit sind wir an das bekaiinte matliematiscbe Problem gewiesen iiber die Vertbeilung der
ElektricitH auf I A e r n , die unter gegenseitigem Einflrisse
stehen; ein Problem freilich, dessen allgeineine Lihung,
bei den bishcr uniiberwindlicheo analytischen Schwierigkriten, zii denen es fuhrt, nicht so bald zu erwartcn ist.
F u r tiasere Frage ist indefs diese IAsung von keiuer
Wiclitigkeit ; ein jcder hieher gehlirigc Versuch ist durcli
Annahme einer gewissen Elektricit~tsvertheilungauf dem
zasammengesctzten Leiter erklarlich, ja sogar in den meislcn Fiillen ans einigen bekannten SItzeu der VertheiInng, auch ohne solche Annabme, im hllgemeinen abzuleiten. Wo ein einzelner Fall durcb besondere Veranlassung interessant nird, k a m er irnmer empiriscli leirht
-
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ansgemacht werden, rand so habe ich denn auch friiher
den Fall untersucht, dafs der verticale, durch Vcrtheilung elektrisirte Leiter durch eiiien horizontalen r o i l verschiedener Lange an verschiedenen Stellen beriilirt wird.
Ich kann iioch zuin Schlufs bcmerken, dafs eine Ceriihrung des abgewandteii Theils des Leitcrs A der zwciten Figur eine einfachere Betrachtuog zulafst, als die
angegebene. Da oknlich der hinzugefuhrte Leiter in diesem Falle zwar von der positiven Elektricitat der Kugel
zugleich aber auch von der negative11 Elektricitiit des unteren -Theils des Leiters durch Vertheilung
elektrisirt wird, so kann er als nicht elektrisch angesehen werden, wo dann der Versuch in den einkchcn
Fall der ersten Figur zuriicktritt.
c,
VI. Ueber das Gesetz zwischen der Temperatur
und &em entsprechenden Rfmirnurn der
Spannkraft des Wmserdampfs.
In
Bezug auf eine Aeufserung des Hrn. P a m b o u r ,
dafs diefs Gesetz zur Zeit noch unbekannt sey, erwiedert Hr. B i o t in den Comptes rendus, 5? Y I p. 389,
dafs er der Pariser Academie langst eine Formel mitgetheilt I ) und in der Connaissance de temps pour 1839
bekannt gemacht habe, die allen hnforderungen geniige.
Diese Formel ist:
logft=a-u, a,2'J+t--02 ac,gO+'.
Es bezeichnet darin ft das Maximum der Spaonkraft
des Dampfs bei der Centesimal-Temperatur t eines Luftthermometers ausgedriickt in Millimetern Quecksilber bei
0"; ferner :
1) Siehc dariiber die 1yotiz inr Bd. XXXI S. 42 diucr Amden.
40
*
P.
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