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Bemerkung ber den Erdmagnetismus.

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atand aufgeikt, die F a r b e des Oels veranderte sich dabei bald in eine braune, nach 24 Stuuden war sie noch
dunkler gcworden, und es batte sich eiue verhAtnifstniiisig grofse Mcnge Calomel abgelagert. Eiiie Draclmc
LavendeIol wurde mit I0 Gran Sublimat anhaltend geschlittelt; das O e l brauute sich sehr bald, und nachdem
es eine Zcit Iaog gestanden und sich g e k k r t hatte, wurdc
damit ein Kupferblech gerieben, wobei sich Spuren von
Quecksilbergehalt zu erkenaen gnben. Eine Uraclime
Steinbl wurde mit 10 Gran Sublimat geschuttelt, ohne
davon etwas aufzunehmen oder die Farbe zu ver;inderu.
Nachdem so viel Kampher zugesetzt wordeq war als das
Oel aufldsen wollte, wurde auch das Subliaiat geliist, das
O e l brsuute sich bedeutend uad es lagerte sich Calomel ab.
Das Terpeothioiil verhielt sich ganz wie das Steinill. Es
ergiebt sich hieraus, dafs Kainplier das Subliinat nicht
ohne Zcrsetzuog aufnelmen kano, ferner, dafs Ode, wclche Kampher enhalten, das Quccksilbercblorid nur unter Zersctzung aufldsen , kampherfreie O d e aber gar uiclit
darauf wirkeo, und, weun ihnen Kampher zugethan wird,
sich wie die ersteren verhalten.
XVI. Bemerkung uLer
&R
Erdmagnetismus.
I n einem bekannten Lehrbuche d e r Plbysik findet sich
die Behauptung ausgesprochen: dafs die Axe eiues jedeu
frei schwebenden Magnetes der Axe der E r d e nahe parallel laufe, so d & die Pole desselben cine den Polen
der E r d e corresFondirende Richtung haben. cc - Ich weifs
nicht, was zu dieser Behauptung hiilafs gegebeii; so viel
aber ist gewils, dafs sie ganz ungegrundet ist. Urn sich
davon zu iibeneugen, braucht man nur zu erwagen, dars
in der nbrdlichea Hemisphiire die Idinationsnadel ihren
Nordpol unter bohen Breitcn dem Aequator zuwendet,
unter geriogen Breitcn aber von ihm abkehrt, dafs sic
1)
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ferner ihre, Lage von Ort zu O r t mit Stetigkeit Indert,
dafs sie folglich aus der ersten. Stellung nicht in die letzterc gelangen kaon, ohne nicht irgendwo der E b e n e des
Aequators parallel zu liegen, d. b. auf der Erdaxe senkrecbt zL1 stehen. Analog verhllt es sich in der sudlichen
Hemisphzre.
W e i t entfernt also, dals die Inclinationsnndel inimcr
k]eine W i n k e l mit der Erdaxe ruache, giebt es viclmehr
ringsum jede Halbkugcl eine continuirliche Linie, kings
3velchcr sie senkrecht steht auf dieser Axe. Eine cinfa&e tri(;ooornetrische Betrachtung zcigt, dafs diese beiden
Linieo durch die Bezichuiig gegchen sind :
tg q j tg 1 =cos 6,
woriu y die geographische Ereite eines Punktes, I und
4 die demselbeii entsprecbende Inclination uiid Declination bezeiclineo. W o diese Linien die Linien ohne Ab+
weicliung schneiden, ist y +L = !JOo. Fur alle ubrigen
l’unlite dcrselben ist y + ~ < 9 0 ” .
Hecbtwinklichkeit zwisclien einer frei scliwebcnden
Magiietnadel und dcr Erdaxe (odcr viclmehr einer Paralleleii derselben) findet also an unzahlig vielen Puoliten
der Erdoberflachc slatt; Parallelisinus zwisclien beiden
kiinnte es aber nur arif den Linien ohne Abweichung gcben,
uhd zwar nur dort, wo
~=ki=Q.
Ob indefs auf dem zug:inplichen Theil der ErdoberflSche ein solcher Punlit vorhanden sey, ist zwcifelhaft.
W i r sind getTolint, die l’\ichtung der uiagnetischen
Kraft an den verschiedeneii Punkten der Erdoberfliiclie
durch die, nach den uiiinittelbnren Resultaten dcr Beobachtuog construirten Systerne der isagonischen uod isoklinischen Lioien zu rcranschaulichen.
Gewifs hat diese
Darstellung ihr Gutes; o b sie aber alle oder alle wisscns~ e r t h e nBeziehuugcu dicser Richtung klar vor Augen lege,
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und so ihren Zweck, die Ursachen dicser complicirten
VcrbSltnisse leichter a o f h d b a r zu machen, erfiille
in6chte icli bezweifeln. Auch licfse sich fragen, o b wirklich die Gestalt dcr isoklinischen Lioien, und daruntcr
iinincntlicli die des rnugneiischen Aeguaiors, die physikalische Bedeutuog habe, welche ihr in dcr Regel beigelcgt wird. Erfahrungsmlfsig ist diefs bis jetzt noch tiictrt
erwiesen ( e s ist 2. B. iuirncr noch zweifelbaft, ob der
magnetische Acqustor die Scheideliuie mnche zwisclien
taglichen Variationen im entgegcngesetzten Siune), uud
thcoretisch ist schwer zu begreifen, wie der Parallelismus
dcr Nadel init dcin Horizout eines Bcobaclitung'sortcs irgend ein einflufsreichcs Eletneut abgebeii ii6nne.
M'ie dcm aucli sey: icli glaube, es liitte sein GUICS,
die Hichtung der erdmagnetischcn Kraft fur die vcrschiedenen Puukte der Erdoberfliiche auch einmal durch ein
apdcres Koorditiatensysleni auszudt iickeu und grapliisch
darzustellcu. Stalt der Iiiclinalion kdiintc man neliincn
die Ncigung gcgco die Ebetie des Aequators, uiid statt
dcr Declination den W i n k e l zwischen dcm Meridian des
Orts und der Ebene, gelegt durch die Neigungsnadel rind
die diescii Ort schucidcnde Parallele der Erdaxe. S u c h
besser wzre vielleiclit ein System, welclies sich eben so auf
cinc der magnetisclieu hxcii bezogc wie das ebcn env5hnte
aitf die ge.oograpliische,
Bezbge man es 2. B. auf die vom
aiiici ilraiiisclicn Nordpol durch den Mittclpuukt der Erde
gclrgte Linie, so sYhe iiiau ohue Zweifcl klarer als
jelzt d u d die Systeme der isogonischen und isohlinisclicn Lioien, in wiefern die Auiiahmc eiuer einzigen jencr Linic entsprechenden magnctischen Axe den bci der
RichtuHg des Erdmagnetismus vorkonimenden Erscheiniingeu gcnuge otler nicht. Es ware daher geivifs keine
ganz unverdieiistliche hrbeit , wenn Jeinand, der Mufsc
W t e , sie dazu verweridcn woIlte, eirie solcbe Transformation und Construction zu unternchmeu.
P.
-
---
Berichtigungen z u m vorig. Heft:
S. 480 2. 8
u. 15 st.
Fufs 1. Zofl.
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