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Bemerkung ber die Erklrung des Diamagnetismus.

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318
F. Braun.
die Messung von Feldern innerhalb weiter Grenzen ermoglichen.
Jedenfalls kann man bei Bedarf mit der neuen Methode
Feldstarken bis auf 0,l Proc. genau sicher und bequem
messen.
Phys. Institut der Univ. S t r a s s b u r g i. E., im Nov. 1887.
V1I. Bernerkzrny ubeza d$e E r k l t i m m g
L ' O ~PerdCmand Braun.
des D$amagnetism.us;
(Aus den Qottinger Nachr. vom 7. Sept. 1887; mitgetheilt vom Hm. Verf.)
Zur Erklilrung des Diamagnetismus sind im wesentlichen drei Wege eingeschlagen worden. F a r a d a y , seine
erste Auffassung verlassend, welche W. W e b e r , P l u c k e r etc.
annahmen, definirte diamagnetische Stoffe dadurch, dass sie
im Magnetfeld von Stellen grosserer nach Stellen kleinerer
Intensitat getrieben werden, ohne uber die Polaritit derselben eine bestimmte Aussage zu machonl); W. W e b e r a ) ,
P l u c k e r u. a. erkliirten dagegen diese Thatsache dadurch,
das in Diamagneticis ein Nordpol einen Nordpol erzeuge;
E. Becquere13) endlich nahm auf Grund der Plucker'schen
Versuche an, dass alle Korper, mit Einschluss des luftleeren
Raumes, paramagnetisch seien; die diamagnetischen aber
schwacher als das Vacuum. Die iiusserste Grenze seiner
Magnetisirungszahi ware durch diejenige des bekannten stirksten Diamagneticums gegeben. Eine Magnetisirbarkeit des
Vacuums ist in die Gleichungen fur die Fortpflanzung electrischer Storungen durch M a x w e l l , v. H e l m h o l t z u. a.
der Allgemeinheit halber eingefuhrt worden.
Dass diamagnetische Kijrper unter dem Einfluss magnetisirender Kriifte sich in jeder Beziehung (ponderomotorische
1) F a r a d a y , Pogg. Ann. 62. p. 240. 1851. Exp. Res. 3 2693.
2) W. We ber, Electrodynam. Maassbest., insbes. Diamagnetismus.
p. 532. 8 11.
3) E. B e c q u e r e l , Ann. de chim. et de phys. (3) 28. p. 313. 1850.
Diamagnetismiis.
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Wirkungen zwischen Magneten und Diamagneten, Induction)
so verhalten, als ob sie gerade die entgegengesetzte Magnetisirung besassen, welche ein paramagnetischer Stoff unter
den gleichen Umstanden zeigen wiirde, ist durch W. W e b e r ,
T y n d a l l u. a. in einer grossen Anzahl von Versuchen nachgewiesen worden. Am haufigsten wird der von W. W e b e r ')
beschriebene einfache Versuch angefuhrt. Einer a n einem
Coconfaden aufgehhgten kleinen Magnetnadel wird ein
starker Hufeisenmagnet geniihert ? die Axe senkrecht zum
magnetischen Meridian, in der ersten Hauptlage. Die Nadel
nimmt dadurch eine andere Einstellung an. Nahert man
von der anderen Seite der Nadel den Pol eines Stabmagnets,
so kann man die Nadel in den magnetischen Meridian zuriickfiihren und auch ihre Schwingungsdauer (Empfindlichkeit) beinahe wieder auf den urspriinglichen Werth bringen.
Legt man jetzt zwischen die Pole des Hufeisenmagnets ein
grosses Stuck Wismuth, so nimmt die Nadel eine Ablenkung
an, als ob die Pole des Hufeisenmagnets sttirker geworden
seien. Ersetzt man das Wismuth durch Eisen, so werden
die Wirkungen die entgegengesetzten. W. W e b e r will damit eine Bestatigung seiner Auffassung, welche mit der ersten
von F a r a d a y angenommenen ubereinstimmte, geben. Nachdem F a r a d a y dieselbe verlassen hatte, waren diese und a n liche Versuche fdr W. W e b e r der Beweis zu Gunsten seiner
Annahme.
Die Versuche sind auch so aufgefasst worden, als ob sie
die faktische Existenz einer solchen, der Magnetisirung in
paramagnetischen Stoffen entgegengesetzten Vertheilung nachwiesen. Wenigstens sagt G. W i e d e m a n n auch noch in der
letzten Auflage seines werthvollen Werkes 2) beziiglich der
Hypothese B e c q u e r e l ' s : ,,Diese Erklarung ist durch den
Nachweis der diamagnetischen Polaritat widerlegt." Inwieweit die Autoren der besten unserer grosseren allgemeinen
Lehrbiicher sich dieser Ansicht anschliessen, geht nicht klar
aus dem Inhalt derselben hervor. Jedenfalls kann beim un1) W. Weber, Pogg. Ann. 73. p. 245. 1848.
2) G. Wiedemann, Electricitlt. 3. p. 823.
320
E Bruun.
befangenen Leser leicht der Glaube entstchen, dass die thatsachliche Existenz entgegengesetzter Magnetisirung experimentell nachgewiesen sei, da von der Moglichkeit einer anderen
Auslegung nicht die Rede ist.
Dieser Umstand rechtfertigt es vielleicht, wenn ich mit
zwei Worten darauf hinweise, dass eine derartige Entscheidung nicht vorliegt.
Sofern es sich um die Bewegung der Korper im Magnetfelde handelt, ist dies von vornherein klar und unbeanstandet.
- Es kann ein Zweifel nur noch bestehen hinsichtlich der
ponderomotorischen oder inducirenden Wirkung der diamagnetisch erregten Stofle. Die Versuche wiirden entscheidend sein, wenn man von einem erwiesen unmagnetisirbaren
Medium ausgehen konnte. Sobald man aber uberhaupt zugibt, dass der leere Raum magnetisirbar sein konne, so verdrangen wir bei allen unseren Versuchen nur einen magnetisirbaren Korper durch einen gleich grossen von anderer
Magnetisirungsznhl. Ein Analogon zum angefuhrten W e b er'schen Versuche ware also der €olgende: Man setzt zwischen
die Pole des Hufeisenmagnets ein Gefass voll Eisenchloridlosung und verdrangt einen Theil dieser Fliissigkeit durch
einen schwacher magnetisirbaren Korper. E s versteht sich
von selbst, dass der Effect ebenso ist, als wenn man in Luft
ein St,iick Wismuth zwischen die Pole bringt. - Ich mbchte
iibrigens bei dieser Gelegenheit darauf hinweisen, dass dieser
ge wohnlich als Fundamentalversuch angefuhrte so beschrieben
wird, als ob er sehr einfach anzustellen sei. Dem ist nicht
so. F a r a d a y ' ) sagt ditruber: ,,Ich habe diesen Versuch
auf s Aengstlichste und Sorgfaltigste wiederholt, aber niemals
die geringste Spur einer Wirkung mit dem Wismuth erhalten.'L v. E t t i n g s h a u s e n a) hat tin einer uber 4000 mm entfernten Scala mit Spiegelablesung nur 0,95 bis 1,4 Scalentheile constante Ablenkung erhalten, und ich selber habe
mich uberzeugt, dass man sehr sichere und voneinander
unabhangige Aufstellungen braucht (2. B. darf die Unterlage
1) Faraday, Pogg. Ann. 8'2. p. 239. 1551. Exp. Res. 5 2690.
2) v. Ettingshausen, Wied. Ann. 17. p. 303. 1552.
32 1
Diu muy ir etisnr us.
fur den ziemlich schweren Wismuthbarren nicht gleichreitig
diejenige des Magnets sein, falls sie nicht sehr fest ist),
wenn der Ursprung der beobachteten Wirkungen unzweifelhaft sein soll.
Die Versuche mit dem Diamagnetometer lassen ganz
entsprechend den eben erwiihnten eine doppelte Deutung zu.
Bewegt man in der sonst leeren Rohre des Apparates einen
Wismuthstab um seine eigene Lange nach unten, so ist das
gerade so, als ob man die Rijhre mit einer magnetischen
Substanz, z. B. mit Eisenchloridlosung, ful!te und statt des
Wismuthstabes einen Glasstab bewegte, der schwiicher parainagnetisch ist als die Eisenlbsung. Bewegung eines Dianiagneticums nach unten ist gerade so als Bewegung eines
ebenso grossen ferromagnetischen Kiirpers nach oben. Ein
directer experimenteller Nachweis dieser Analogie wird nur
deshalb auf Schwierigkeiten stossen, weil die Magnetnadel
des Diamagnetometers nicht m>hr, wie bei seiner gewohnlichen Benutzungsart, nach allen Seite von Materie wesentlich gleicher Magnetisirungszahl (Luft, Eupferdraht, Messing,
Was) umgeben ist. Es wird vielmehr durch die Eisenchloridlojung eine Storung eintreten. Uebrigens ist fur die Wirkung alles so vollstandig gegeben, dass der Versuch nichts
lehren kann, was nicht bequemer auf dem Wege einer verhaltnissmassig einfachen Rechnung mit ausreichender Genauigkeit zu ermitteln wlre.
Dass auch die Inductionswirkungen diamagnetischer Korper in der doppelten Weise gleich gut erklart werden konnen,
ist einleuchtend.
Bis vor kurzer Zeit war meines Wissens kein Versuch
bekannt, welcher eine Entscheidung daruber gabe, ob diamagnetische und paramagnetische Korper sich durch den
entgegengesetzten Sinn der Magnetisirung unterscheiden oder
dadurch, dass die Magnetisirungszahl der ersteren kleiner ,
die der letzteren grosser als diejenige des Vacuums ist. Man
konnte sich also hochstens durch Wahrscheinlichkeitsgrunde
leiten lassen. Dass der Magnetismus mit steigender Teinperntur abnimmt, der Diamagnetismus im allgemeinen aber
gleichfalls, durfte eher fur die erstere Annahme sprecheu.
A m . d. Phys. U. Chern. X,
F. SSXIII.
21
Auch sollte man nach Analogie der Becquerel’schen Hypothese erwarten, dass mir auch Korper kennten, melche durch
Influenz seitens electrisirter abgestossen wiirden. Die Beobachtungen von 0.T u m l i r z l ) dagegen wiirden, wenn die
vom Verfasser gegebene Erklarung mirklich die einzig mogliche ist, ein directer Beweis fur die Becquerel’sche Auffassung sein.
V I I I . Ueber eitte dywamisc7te Xetltode
xu I* Best irnizticny den* Darnpfspntm zc nyen.;
rot&G . Tanzma9an.
( H i e n u Taf. 1 V Fig. 1-2.)
Bekanntlich ist die directe Bestimmung der Dampfspannungen an Salzlosungen bei niecleren Temperaturen sehr
schwierig. Dieser Schwierigkeit suchte ich durch Anwendung einer dynamischen Methode zu begegnen. Versuche in
dieser Richtung in Bezug auf reines Wasser liegen yon
V. R e g n a u l t 2 ) vor.
Indem R e g n a u 1t ein bekanntes Luftvolumen bei einer
bekannten Temperntur mit Wasserdampf sattigte und dann
jenes Luftvolumen niit Schwefelsaure trocknete, verglich er
die von der Schmefelsaure absorbirten Gewichtsmengen Wasser mit jenen, die die Rechnung aus den Versuchsdaten
ergab.
Zur Berechnung dient dabei die folgende Formel. Bedeuten :
t die mittlere Temperatur des mit Wasserdampf gesattigten Luftvolumens,
f die Dampfspannung des Wasserdampfes bei der Temperatur t ,
t ’ die Temperatur des Aspirators am Schluss des Versuch es,
1) 0. T u m l i r z , Wied. Aun. 27. p. 133. 1686.
21 V. R e g n a u l t , -4nn. de chim. ct de phys. (3) 15. p. 158. 1845.
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