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Bemerkung ber die Farbe des Jods.

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Die eben beschriebene Melhode ist natiirlich aiif jede
Flamme anweudbar; und es fiagt sich, ob uicht die chemische Analyse der Flamme daraus eiiien Vortheil zieheii
kame. W e n n eine Flamme von eiuer Wasserlamelle durclischuitten w i d , fiihrt das Wasser die Gase derselbeu Iiiuweg. Gesrhieht die Durchschneidung inittelst einer Laftlamelle, so ist es leicht, mittelst Saugdweii, die man voii
oben nach unten bis zu bestimmten Piiiihtcn in das Innere
des Kegels hiueioschiebt, die Gase zu sammeln, deren Zu.
sammensetzung man zu kennen wiinscht.
XVII.
Bemerkung iiber die Farbe des Jods;
won Carl R c h u l t n - S e l l a c k .
D a s feste Jod ist bekanntlich in sehr diinnen Blattcheu
durchscheinend. Man erhalt diinne Plat ten desselben voii
ziemlicli gleichfiirmiger Uicbe, weiiu man geschmolzenes Jod
zwischen zwei msglichst ebenen Spiegelglasplatten ausbreitet und prefst. Solche Platteu sind mil braunrother Farbe
durchsichtig : schou dnrcli eiiie Schicht von sehr geringer
Dicke geht RUC das uu/'serste Roth cles Spectrums hindurch.
Das geschmolzene Jod scheint die gleiche Farbe zu besitzen.
Der Joddampf dagegen erscheint violett : durch denselben wird das violette und btaue Licht am wenigsten geschwticht; von dem iibrigeu Theil des Spectrums wird nur
Roth, oicht das iiufserste, sondern das in der Ntihe von B
gelegene durch eine dickere Schicht noch merklich durchgelassen I).
Die AuflBsungen des Jods in Flussigkeiten zeigen zum
Theil fast genau die Farbe des festen Jods, z. B. die La1) ThalCn, Le rpccire dabrorption de la oaptur diode. Upral. 1869.
Auch diese Ann. Bd. 139, S. 503.
sungen in Wasser, Alkohol, Essigsaure usw , zum Theil
fast genaii die Farbe des dampffhmigen Jods, z. B. die Auf1l)sungen in Schwefelkohlenstoff, Zinnchlorid, Phosphorchlortir usw. Das Jod kann in diesen Fltissigkeiten nicht als
chemisch veriindert betrachtet werden; dem optischen Verbalten nach kannte man geneigt seyn, es in der erstgenannten Flussigkeit als Fllissigkeit, in den letztgenannten
als Gas gelost zu betrachten.
Die wenigen bekannten gefiirbten Gase imd Uiimpfe,
wie salpetrige Siiure, Chlor, Brom und deren Verbindungea unterscheiden sich in der Fsrbung im allgemeinen wenig von den gleichen festen und fliissigen Stoffen, nur dafs
die feinen Absorptionslinien der Gasspectren den Fliissigkeiten fehlen; doch lgifst z. B. der Dampf des Indigblans
vonugsweise nur Roth hindurch. FUr die unsichtbaren
Wiirmestrahlen scheint , nach den Versuchen von T y nd a l l l) , im Allgemeinen eine gibnliche Uebereinstimmung
der Absorption im fliissigen iind im gasigeu Zustande der
Stoffe stattziifinden. Die Analogie war fur Hm. T y n d a l l
ein bedeutendes Argument daftir, dafs der Wasserdampf, wie
das flIisgige Wasser, die dunkle WBrme stark absorbire.
Wie aber das Jod die am starksten brrdibaren Strablen
des Spectriims in Uampfform vorzugsweise dUrchl;allt, wPhrend es im festen und fltissigen Zustande dieselben beamders stark absorhirt, so scheint das Wasser eiuc enteprechende, von seinem Zustande abhgingige Verkinderung der
Absorption far die wenigst brechbaren Stralilen danubieten, wenn ihm, wie aus den Versuchen von Magnus
f o b , im Dampfzustande nur ein geringes Absorptionsvermtigen fiir dunkle Wginne zukommt.
Berlin, 12. Mai 1870.
1) Phil. Tranr. 1864, p . 327.
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