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Bemerkung ber die in der galvanischen Kette stattfindende Vertheilung des positiven Metalles an zwei Suren.

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Ebonitscheiben zugeschickt wurde, hat es meines Wissens
niemals fiir gut befunden,. die letzteren zu adoptiren. Hr.
Prof. R i e l s und Hr. Prof. K u n d t sind bei der Neuconstruirung der Maschine sogar noch weiter gegangen; sie
haben die Ebonitmasse nicht nur fur die Scheiben, sondern
auch fiir die Trager der Conductoren verworfen, und ich
selbst wiirde mich ihrer Ansicht anschlielsen, wenn ich
nicht die Leitungsfahigkeit des Materials an dieser Stelle
flir weniger bedenklich hielte, und wenn nicht die Ebonitmasse durch die Leichtigkcit ihrer Bearbeitung in massiven Stucken vor dem Glase eineii besondern Vortheil gewabrte.
VI1.f Bemerkung iiber die in der galvunischen
Kette stattjindende Yertheilung des positiven .Wetulles an #wei Sauren; von Dr. Er. F u c h s ,
Aesistent am physikal. lnstitut in Strafsbnrg.
G e h t der galvanische
Strom durch ein Element, in welthem das positive Metal1 von einer Mischung zweier Sauren
umgeben ist so h d e t bei der elektrolytischen Auflosung
ohne Zweifel eine Vertheilung desselben an die Anionen
der SIuren statt. In der offenen Kette dagegen ist bei
vollig gleichartiger Metalloberflache nur die Tendenz zu
einer gewissen Vertheilung vorhanden. Es schien mir,
dafs sich die Bestimmung derselben in einfacher Weise
auf die Ermittlung von Unterschieden elektromotorischer
Krafte zuriickfiihren liefse. Der Erfolg hat den Erwartungen nicht entsprochen; einige Bemerkungen iiber den
Gegenstand diirften gleichwohl am Qlatze seyn, da wahrscheinlicher Weise auf dem hier betretenen Wege noch
Aufschliisse zu gewinnen sind.
,
487
Es seyen drei nach dern Typus des Daniell’sohen
gebaute Elemente gegeben. In sammtlichen befinde sich
das Kupfer in einer Losung von schwefelsaurem Kupferoxyd. Das Zink stehe wohl amalgamirt bei dem ersten
Elemente in Schwefelsaure, bei dem zweiten in Essigsiiure,
bei dem dritten in einer Mischung der Sauren zu gleichen
Aequivalenten. Nach den von H e 1m h o 1t z dargelegten
Principien sind die elektromotorischen Krafte der Elemente
proportional dem Quantum von Energie, welche an den
elektromotorisch wirksamen Stellen bei Durchgang einer
gegebenen Elektricitatsmenge verbraucht wird.
E s seyen demnach E l , E, , E., die Potentialdifferenzen
der Elemente in der genannten Reihenfolge. Es sey beim
ersten Elemente A,, beim zweiten A, die nach Warmeeinheiten gemessene Verminderung potentieller Energie, welche
im chemischen Processe wahrend der elektrolytischen Auflosung eines Aeqivalentes Zink stattfindet. Ferner sey w
der gleichzeitig an der metallischen Contactstelle ZinkKupfer eintretende Warmeconsum. Es sey endlich beim
dritten Elemente 2, der mit der Schwefelsaure, x2= 1-sl
der mit der Essigsaure in Verbindung tretende Bruchtheil
eines elektrochemischen Aequivalentes Zink. Die nach einer
willkiirlichen Einheit gemessenen elektromotorischen Krafte
E,, E, und E , werden alsdann durch die folgenden Gleichungen bestimmt, worin k eine Constante bedeutet.
k .E, = A , +w
k.E,=A,+w
k . E , =$1 .A ,
(1 - 2,) A ,
20.
Substituirt man die Werthe fur A, und A, aus den beiden
ersten Gleichungen in der letzteren, so erhalt man
+
+
Da bei der Mischung zweier Sauren die Concentration
einer jeden derselben geiindert wird, so sind die Forrneln
nur giiltig unter der Bedingung, dafs der Energieunterschied
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der Anfangs- und Endglieder des elektrochemischen Processes in gewissen Granzen von dem Wassergehalte der
Sauren unabhangig sey, eine Forderung der iiii Allgemeinen
eher schwache als starke Concentrationen geniigen werden.
Schreibt man die Formel
so bedeutet der Zahler den Potentialunterschied an den
Kupferpolen zweier mit den Zinkpolen verbundenen SLulen
von n Elementen E , einerseits und n Elementen E, anderseits. Eine entsprechende Bedeutung hat der Nenner.
Sofern demnach iiberhaupt ein Unterschied der elektramotorischen Krafte existirt , kann derselbe durch Opposition
geniigend grofser Sanlen in den Bereich des Mefsbaren
geriickt werden und nur in dern Falle, daB die Formel
unter der angefiihrten Bedingung ihrer Anwendbarkeit die
unbestimmte Form m, = annimmt, ist die Messung principiell unmoglich.
I n einer Versuchsreihe wurden je 5 Elemente der beschriebenen Art (Schwefelsaure, Essigsaure , Mischung zu
gleichen Aequivalenten) in der durch die Formeln vorgeschriebenen Weise opponirt und der Potentialunterschied
der freien Pole mittelst des T h o m s o n’schen Quadrantelektrometers bestimmt. Bei einer Concentration von 1 Aeq.
Saure auf 20 Aeq. Wasser lagen die zu messenden Grofsen,
also 5 (E,
E 3 ) u. s. w. im Bereiche von etwa
bis $
eines Normaldaniell.
In allen Fallen waren die nach den gewonnenen Zahlen
berechneten Werthe x, und x, achte, sich nahe zu Eins
erganzende Briiche. Gleichwohl konnten dieselben nicht
als die wahren Vertheilungsconstanten hetrachtet werden.
Denn erstens hatte sowohl bei stkkeren als bei schwacheren
Concentrationen eine Aenderung im Wassergehalte der
Schwefelsaure Elemente einen betrachtlichen Einflufs auf
das Resultat und zweitens zeigten auch die unter scheinbar identischen Bedingungen gewonnenen Zahlen erhebliche
Abweichungen. Das letztere riihrte nicht von Ungleich-
-
-
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heiten der Metalle, sondern wahrscheinlich von der nicht
ganz zu vermeidenden Auflosung und Wasserstoff beladung
des Zinkes her.
Nur Eins lieb sich mit Sicherheit constatiren. Wurden zwei Saulen opponirt, von denen die erste in einem
gegebenen Volumen dieselbe Menge Schwefelsaure wie die
zweite, aufserdem aber noch eine Quantitat Essigsaure
enthielt, so erwies sich cet. par. die Potentialdifferenz der
ersten immer etwas kleiner als die der zweiten. Die Herabsetzung der elektromotorischen Kraft durch Gegenwart
der Essigsaure, ohne Verminderung der Concentration der
Schwefelsaure, 1aBt wenigstens die Thatsache, dafs uberhaupt eine Vertheilung des Zinks an die beiden Sauren
eintritt, zweifellos erkennen.
Zu numerischen Bestimmungen diirfte sich das beschriebene Verfahren jedoch nur bei Opposition vielgliedriger Saulen mit sehr stark verdiinnten und nicht allzu
verschieden leitenden Sauren eignen.
VIII.
CTeber Bewegungserscheinungen an elektrisirten Quecksilbero berjlichen ;
von H e r m a r a n H e r w i g .
Mit noch fortzusetzenden Versuchen iiber den Einfluk
einer kraftigen positiven oder negativen Elektrisirung auf
die Verdunstung von Fliissigkeiten beschaftigt , stellte ich
gelegentlich auch starke elektrische Ladungen an Quecksilberfllchen her und fand dabei interessante Bewegungserscheinungen, die meines Wissens noch nicht beschrieben
worden sind. Eine weitere Verfolgung der Sache mir vorbehaltend, m6chte ich fur jetzt nur eine vorlaufige Mittheilung dariiber machen.
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ber, metalles, die, der, ketty, galvanischen, vertheilung, zwei, des, stattfindende, positive, suren, bemerkung
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