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Bemerkung ber Extrastrme in Eisendrhten.

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H. I$eriu<q.
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wegung von geringer Spannung auftritt, vorausgesetzt, (lass
in beiden Fillen eine Ableitung des Electrolyten zur E r d e
ermFgliclit ist. Die genannten Versuche scheinen daher
die Annahme zu bekraftigen, dass die Rolle eines Electrolyten in einem lnductionskreise nicht allein in einer condensatorischen Wirksamkeit der Molecule, sondern auch
in einer mirklichen Leitungsfahigkeit besteht, welche letztere
entweder als electrolj-tische Convection oder als rein galvanischer Vorgang aufgefasst werden muss. Der Versuch
22 scheint diese Ansicht erheblich zu unterstutzen.
K i e l , Mai 1879.
I m Junihefte der Annalen l) theilt Hi”. L o r e n z einen
Versucli mit, wonach er an zwei Terschieden dicken (1 mm
und 2,2 mm) Eisendrihten nahezn gleiche Extrastrijme fand,
nnd hebt den Widerspruch hervor, worin dieses Resultat
zu einem gelegentlich friiher yon rnir an Eisenstaben gefundenen2) steht. Z u r Erklarung fugt er hinzu, dass die
von mir direct an einem Galvanometer vorgenommene
lllessung der Extrastrome nur unsicher h i t t e ausfallen
konnen. Diese Erklarnng diirfte Hi”. L o r e n z indessen
wohl kaum fur eine geniigende gehalten haben, wenn er
bedacht hatte, dass nach meinen Angaben die entsprechcnden Messungen mit derj enigen Empfindlichkeit gemacht
sind, womit ein kleiner Drahtwiderstand bis auf &, resp.
3&,u seines Werthes bestimmt tverden kann. Man vergleiche z. B. analoge Messungen des H r n . B e e t z ” , der
1) Wied. Ann. VII. p. 185. 1879.
2) Pogg. Ann. CLIII. p. 122. 1874.
3) Pogg. Ann. CXXVIJI. p. 206. 1866.
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II. Herici~y.
als Genauigkeitsgrenze seiner Widerstandsbestiminuiigeri
ixoouo. ansibt.
a
Ich glaube rielmehr, dass man in dem ausserst complicirten Gebiete der magnetischen Induction ein einzelnes
gefundenes Reiultat iiberhaupt niclit ohne meiteres wrallgemeinern darf. Das liahe ich schoii damsls gleicli genugend angedeutet und damit nieinen Versuch eben als
einen einzeln dastehenden charakterisirt , und weiterhin
bin ich in dieser Auffassung ausserordentlich bestarkt
morden, nachdem ich im Anschlusse an die in Rede stelienden Untersuchungen eine ausfiihrliche Arbeit uber den
Circularmagnetismus verschiedener Eisenrohren vollendet
hatte. l) Ich crhielt dabei das tlieilweise neue Resultat.
dass die sogenannte Ahgnetisirungsfunction an demselbeii
Eisenkiirper nicht nur in starkstein Maasse mit den %usseren
magnetisirenden Kriiften, sondern ebenso mit der Bichtnng
der Xagnetisirung. und class sie ferner fur verschiedene
EisenkGrper, namentlicli bei scliwiicheren Kriiften, auch in
llohem Grade init dein Xnterial veranderlich ist. Unter
gleichzeitiger Kerucksichtigung der Quantitaten von remaneiitein Mugnetismus, der bei der UiPcularniagnetisirL~I~~
der Riihren beobachtet wui-de, ergal) sich, dass die iiusseren
magnetisirenden Krafte dabei den molecularen Kraften
gegeniiber eine geradezn unhedeutende Rolle spielen. Znr
Illustration des letztern Pnnktes dienten noch Versuclle
a n cliscoiitinuirlicli angeordneten Eisenmassen (nninentlich
Tabelle X I uncl XII), die ganz kiirxlich H r . v. W a l t e n h o f e n z, durcli Magnetisirung ron Eisenpulrer bestiitigt
hat. 3,
Diese ansserordentliclie Veranclerlichkeit der Magnetisirungsfunrtion macht clemnnch allc TTersuche. morin die
-1-
1) Pogg. Ann. CLVI. 11. 480. 1875.
2) Wien. Anz. p. 2. 1879.
3) Ich selbst habe durch einen meiuer Praktikanten schoii vor
mehreren Jahren absolute Kessnngeu an pulverformigen Eisenkorpern
ausfuhren lassen, die Rcsultate aber nicht veroffentlicht, da sie lediglich
eine Bestatignng meiner obeii angeLoqenen friiheren Versuche bildeteu.
H ELwciy.
52 i
Function eintritt. in stiirksteni &asst. veriinderlich, UEd
man kijnnte ganz wohl, wenn man niit ihr als einer Constanten rechnete, fur verschiedene Versuclie Besultate erlialten, die um das 10- uncl 20fache diff'eriren.
Fiir die hier in Rede stehenclen T-ersuche ron Hrn.
L o r e nz einerseits und von mir andererseits durften einige
Punkte sogleicli in die Augen springen, die eine vollige
I?nvergleichbarkeit der Iieiderseitigen Versuchsumstande
darthun. 1%.L o r enz arbeitete mit sehr schwachen Stroinstiirken, fulglich auch mit lileinen Wertlien der Rlagnetisirungsfunction (die er ielbst angibt), und ferner mit Strijmen nur e i n e r Richtung. wobei es also f r q l i c h hleilt,
wieviel remanenter RIagnetismus im Spiele war. Diese
rmstande sind besonders geeignet, die Veranderlichlieit
der Function hervortreten Z U lassen.
Ich dagegen liabe mit riel starkeren Stromen gearbeitet (alle Widerstande meiner Combination waren Bruclitheile einer Siemens-Einheit) nnd lediglicli die sicheren
Urn k e h r u n g s s t r time fur die Berechnung 1)erucksichtigt.
Das diirfte nach den obigen Andeutungen zu besser \ergleichbaren Versnchen gefuhrt haben.
Indessen niijclite ich, wie gesagt, keineswegs mein
Eesultat verallgemeinern , nnd glaube gern ebensou olil
an die Richtigkeit der von Hm. L o r e n z ausgefuhrten
Beobachtung, wie ich die Richtigkeit der meinigen festhalte. Beides muss als die Beobachtung eines S p e c i a l f a l l e s angeseiien werden, TI oraus keine allgemeinen Schlusse
gezogen werclen durfen.
Den1 entsprechend liabe ich auch in einer ganl: khrzlich l) durchgefuhrten Untersuchung iiber den Einfluss der
Drahtdicke auf Extrastrijme in Spulen lecliglicli n i c 11t
m a g n e t i s c h e Driilite beriicksichtigt, meil bei unserei
~etzigenmangelhaften Kenntniss der Magnetisil.ungsfunctiori
nur fur solche Driihte die Restimmungen mir ein allgeilzeines Interesse zu iiaben schienen.
D a r r n s t a d t , den 17. Juli 18i9.
1) Wlid. Auu. YII. p. 43s. 1 x 9 .
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