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Bemerkung zu dem Bericht ber die ДChemie der ProteineФ von O. Gerngro7

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Iuw!hr.tllrrpyf.
1.
Chmir, 41.
1928
Warnung beim Arbeiten mit Ather.
Von Dr.Jng.
HEINRICH
DEMUS,
RadeebeulsDreaden.
(Emgeg 3 Ayrll 197.8)
Nach den Aufdteeu vou Dr. L. B r a n d t ' )
und Pro!.
Dr. H e r b i g 2) au schlieuen, treten Xtherexplosionen hlufiger
au!, ale allgemein angeuommen werden diirfte. Ich berichte
von einem Fall, welcher sich im 'Sommer 1926 im orgauischchemischen Institut der T e c h n i d e n Hochschule in lheslau
ereignete.
Bei prlparativen Arbeiten fie1 mir nach dem Abdampfen
des Xthers ein wiederkehrender, wllrzig stechender, ,,mauerpfeiferartiger" Ger uch der Prilparate auf, welche auch imnier
etwas schmierig anfielen. Gelegentlich beobachtete ich in der
Flasche, aus welcher der Ather zum Ausschlltteln entnommen
wurde, elnige wedie Flocken, welche sich darin abgesetzt hatten.
Dies war uierkwiirdig, weil der Xther rein eein sollte. Er
a u r d e am Wasserbad abdestilliert. Gegen Schlu5 befand sich
am Kolbenboden wenig Bliger Riickstand, welcher ebenfalls
,,mauerpfefferartig" roch. Der Kolben wurde ohne Reinigung
mit einer zweiten Portion Xther beschickt, und diese wleder
abdestilliert. Gegen Ende trat eine lu5erst heftige Explosion
a d , 80 daB auch benachbarte Institute'alarmiert wurden. Obwohl der %-1-Kolben nur einen niit Korkstopfen befestigten
Destillationsaufsatz trug,,war ein starker Stativring, auf welcherh
das Wasserbad s&, durch die Wucht glatt abgebrochen, der
Kolben mit Aufsatz in tausenden Splittern im ganzen Rauni
verstreut. Der etwa 35 cm seitlich, etwas tieferstehende
1)
Chem.-Ztg. 1927, Df31.
2)
Ebenda 1928, 243.
Bemerkung zu dern Bericht Uber die ,,Chernie
der Proteine" von 0. OerngroR.')
Von R. 0. H e r z o g .
Kaiser Wilhelm-Institut fur Faserstoffchemie, Berliu-Dahlem.
Bei den loslicheu echten EiweiDkorpern (Albuminen)
scheint nach den Arbeiten von S. P. L. S B r e n s e n , T h e
S v e d b e r g und E. 1. C o h n die Identitiit zwischen dem als
,,Moleklil" bezeichneten Atomkomplex und dem kinetischeu
Teilchen') sehr wahrscheinlich; bei den Skleroproteinen, wie
Kollagen und Seidenfibroin, lP5t sich nur ein Vergleicli
zwischen den unliielichen nativen und den diepergierten vielleicht denaturierten - Produkten durchfiihren. In dem
zusammenfnssenden Bericht Uber Kollagen geht Herr 0.G e r II g r o B iiber diese prinzipielle Fragestellung hinweg. Er vergleicht z. B. ohne weiteres Werte, die an festeni Kollagen
erhalten sind, mit solchen an Gelatine, deren Herstellungsweise, also auch chemisehe Natur, undefiniert id*) Dagegen
tritt dieser Einwand gegeniiber den Auflosungen der Proteine
in Phenolen zurllck.
Nach Versuchen von Herrn Dr. H. H o f f m a n n llOt sich
K o 11 a g e n in Kresol mechanisch dispergieren. Nach weitereti in
Gemeinechaft mit Herrn H. C o h n auegeflihrten Versuchen, uber
die kUrzlich auf der Schweizer Chemischea Tagung in Neuchatel
k u n berichtet wnrde, stehen die nach der Diffusionsmethode
fUr die TeilchengrUOe in dieser Losung ermittelten Werte mit
den aus dem Rontgendiagraniin erschlossenen ,,Molekular1) ,;Fortschritte
au! dem Gebiet der Gerberei-Chemie und
Technik. I. Chemie der Proteine". Ztschr. angew. Chem. 41,
222
[lszs].
Vgl. Kolloidchem. Ztschr. 37, 23 [lSZS].
Leider ist Herrn G e r n g r o 5 bei der Berichterstattung
Uber unsere Arbeiten auch ein Versehen unterlaufen.
Er findet einen Widerspruch zwischen unserer ersten (Ber.
Dtsch. chem. Ges. 66, 2228 [1925]) und zweiten (ebendn
69, 2487 [ 1E6]) Veroffentlichung des Rontgendiagramms des
Kollagens, ilbersieht aber, da5 ee sich bei der 1. Arbeit um
einen w a h r s c h e i n l i c h e n W e r t , bei der 2. um d e n
m a g l i c h e n H b c h s t w e r t handelt. - Es sei bei dieser
Gelegenheit daraui hingewiesen - was natiirlich mit dieser
Bemerkung nichts zu tun hat -, da5 in der 1. Mitteilung, da
noch nicht gentlgend scharfe Diagramme zur VerfUgung
standen, die Abmeseung den Schichtlinienabstandes nur halb H)
gr00 geschlltzt wurde, ale ihn die spllteren Autnahmen ergaben.
2)
a)
dchlangenkiililer iiiit den1 zuriickgewonnenen Xther waren 4ingegeti uiiversehrt, die Gasllanme unter deni Wasserbad ausyeliischt.
Es lag kein Brand und keiue Exylosioii eines Atherdanipflult,
geniisches vor, sie riihrte voni ,,btherperoxyd" her, welches
durch Gelbfiirbutig einer Liisung von schwefelsaureni Titan und
auch im gleichen Ather iu der Chemikalienausgabe nachgewiesen wurde. Der eigentiimliche, ,,mauerpfefferartige" Geruch diirfte dem ,,Xtheroxyd" zukouinien, wahrend der Ursprung der weiOen Flocken fraglich erscheinen mul3. Der Eintritt einer Explosion scheint mit von jeweiligen Umstiinden abzuhangen. Verschiedene Sorten Ather zeigen anscheinend verschiedene Neigung zur Peroxydbildung, worauf vielleicht die
Xther erzeugende Industrie ein Augennierk richten konnte.
A h Vorkehrungsma5regel ware der Xther vor Verwendung
zu priifen (bei Anwesenheit von Peroxyd: Blauflrbung von
Jodkalistarkelosung bzw. Gelb- bis Orangefiirbuug von schwefelsaureni Titan) und bei positivem Befund nach Dr. B r a n d t
iiber einer angesluerten Losung yon Eisen(2)sulfat stehen zu
lassen, wo e r vor Verwendung eutnoninien und destilliert wird.
Ein Hinweis in d l e n Laboratoriumsbllchern erscheint zweck[A. 56.1
miiDigY).
:*) H o u b e n - W e y 1, 2. Aufl., I, S. 512; vgl. auch M e y e r.I a c o b s o n , 2. Aufl. I, 1, S. 297.
gewichteii" (s. oben) in guter Obereinstimmung. (Da Herr G e r n g r o l l unsere Versuche mit K o b e 1 an S e i d e n f i b r o i n
als irrtiimlich auspricht, sei bemerkt, daO die Nachprlifung,
diesnial Nit der Diffusionsmethode, Zahlen ergab, die sowohl lnit
der Berechnung des ,,Molekulargewichtes" aus dem RUntgendiagramm wie mit den Werten unserer iilteren Versuche, nach
tler Gefrierpunktsmethode, vorziiglich libereinstimmen.)
Wesentlich fur die Beurteilung der experimentellen Ergebiiisse erscheiut der Befund von H. C o h n , dal3 die Dispersion
von Kollagen, Gelatine und Seidenfibroin in Phenolen mehr
oder weniger d a r k p o 1 y d i s y e r s ist und - auch bei tiefen
Teniperaturen - e i n e n v o n d e r T e n i p e r a t u r u n d
Zeit sehr stark abhlingigen Dispersitiitsgrad
aufweist. So ist z. B. bei Gelatine gefunden worden, da5 bei
130 im Laufe von drei Monaten die TeilchengrUBe auf etwa
ein Viertel sinken kann. - Dies lehrt, dal3 man die Versuchsergebnisse an solchen Auflosuugen besonders vorsichtig zu beurleilen hat.
Bernerkungen zu den nebenstehenden Mitteilungen von R. 0. Herzog.
Von 0. G e r n g r o D .
Technisch-chemisches Institut der Technischen Hochechule,
Berlin-Charlottenburg.
Es kann nicht als ein Versehen betrachtet werden, wenn in
dem FortschrittHbericht geschrieben wurde: ,,Auch die oben
angefiihrten Berechnungen des niederen Molekulargewichtes der
,Mikrobausteine' auf Grund der Rbntgenbilder haben sich bei
Kollagen als nicht stichhaltig erwiesen." Denn Herr R. 0. H e r z o g sagt selbst in seiner zweiten Arbeit: ,,Daraua folgt
M = 6270. Dieser Wert diirfte aus oben angefiihrten GrUnden
gleichfalls als M a x i m a 1 w e r t 1) zu betrachten sein; er 1st
stark verschieden von der in der 1. Mitteilung angegebenen
Schatzung')." Es sei bemerkt, daO nach dieser 1. Mitteilung
H e r z o g s das Molekulargewicht blo5 685, also den 10. T e l l
d e s s p a t e r e n W e r t e s b e t r u g ! DRSzweite KollagenMolekulargewicht H e r z o g s niihert eich also prinzipiell den
MolekulargroDen der alteren Forschung.
Das gleiche ist iiber die von mir erwahnte letzte Arbeit von
H. 0.H e r z o g und H. C o h n iiber das Molekulargewicht von
..
.
Auch im Original gesperrt.
R. 0. H e r z o g u. W. J a n c k e , Ber. Dtschchem. Gee.
69, 2488 [1928].
I)
2)
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