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Bemerkung zu der Abhandlung des Hrn. Paul Gmelin Eindeutige Bestimmung von Wellenlngendifferenzen im Michelsonschen Stufenspektroskop

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12. Bernerkuny x u d e r Abhundlwny
des Hiw. Puwb G m e l i n 3: Eindewtige Bestirnrnuny
von WelZenl&ngefidifferen%en
irn M i c h e Zso~nsc7~en
Stufenspelitp*oekop;
von E. G e h r c k e .
In der in der Uberschrift genannten Abhandlung erhebt
Hr. G m e l i n den Anspruch, ,,eine Methode zur eindeutigen
Bestimmung von Wellenlangendifferenzen mit Stufengittern
ausgearbeitet" zu haben. Hr. G m e l i n unterla6t jedoch zu
erwahnen, da6 seine Methode mit der von mir2) angegebenen
der Interferenzpunkte, die auf der Kreuzung zweier Interferenzstreifensysteme beruht, identisch ist.
Auch die spezielle, von Hrn. G m e l i n gewahlte Anordnung
zur Erzeugung der Interferenzpunkte ist keineswegs so neu, als
dies nach seiner Darstellung den Anschein hat. Denn abgesehen davon, da6 bereits zwei Stufengitter g, miteinander
kombiniert worden sind, ist die Kreuzung der Beugungsstreifen
eines Stufengitters mit den Interferenzringen planparalleler
Platten 3 ebenfalls bereits benutzt worden. Die Anordnung
des Hm. G m e l i n , in welcher ein Stufengitter mit einer versilberten Glasplatte kombiniert .wird, ist daher, so zweckmai8ig
sie sein mag, nur eine Modifikation eines in verschiedenen
Qariationen bekannten Verfahrens. DaB aber die Methode
der Interferenzpunkte nicht auf spezielle Spektralapparate, wie
etws planparallele Platten, beschrankt ist, sondern allgemein
auf alle Spektroskope, auch Stufengitter, R o w l a n d sche Gitter,
P. G m e l i n , Ann. d. Phys. 33. p. 17. 1910.
E. G e h r c k e , Verh. Deutsch. Physik. Gee. 7. p. 236. 1905.
E. G e h r c k e , 1. c.
H. S t a n s f i e l d , Phil. Mag. 18. p. 871. 1909; Proc. of the Pbys.
SOC. of London 21. p. 822. 1909.
1)
2)
3)
4)
Bemerftung ztc der Abhandlung des Hrn. P . Gmelin.
051
Prismenapparate, angewendet werden kann, war bereits bekannt. 1)
Ferner behauptet Hr. G m e l i n , daf3 die Weilenlangendifferenzen der Trabanten der Spektrallinion bisher nur auf
unbestimmte Weise gemessen werden konnten. Diese Behauptung trifft fur neuere, mit dem Stufengitter angestellte
Messungen*) iiicht zu. Weiter ist zu bemerken, daf3 mit
planparallelen Platten3) vielfach Wellenlangendifferenzen der
Trabanten in bestimmter, eindeutiger Weise, zum Teil mit
Hilfe der Methode der Interferenzpunkte, gemessen worden
sind; die Methode der gekreuzten, planparallelen Platten ist
auch keineswegs nur zur Erkennung von Geistern geeignet. 4,
Die von Hrn. G m e l i n an den Messungen von J a n i c k i und
G a l i t z i n ausgeubte Kritik kommt auBer ili bezug auf die
Hg-Linie 579pp post festum. Denn fur die sonst von G m e l i n
diskutierten Linien sind bereits von anderer Seite, neuerdings
durch v. Baeyer5) und Janickiej, Untersuchungen uber die
richtige Zuordnung der Trabanten, ihre Realitat und uber die
Werte ihrer Wellenlangendifferenzen gegen die Hauptlinie
ausgefuhrt worden. Da den Herren v. B a e y e r und J a n i c k i
eine planparallele Platte zur Verfiigung stand, deren Auflosungsvermogen groBer ist als dasjenige des Stufengitters von
G m e l i n , so sind ihre Ergebnisse naturlich maBgebender als
die des Hrn. Gmelin. Nur die an der Hg-Linie 579 pp erhaltenen Resultate G m e 1i n a sind, wie nochmals hervorgehoben sei , bisher nicht bekannt und stellen wahrscheinlich
einen Fortschritt in unserer Kenntnis der Trabanten dieser
Linie dar.
1) Vgl. I. B. E. Ge h r c k e u. 0. v. B a e y e r , Ann. d. Phys. 20.
p. 275, Mitte. 1906.
2) H. St a nsf i e ld , 1. c.
3) E. Gehrcke u. 0. v. B a e y e r , Ann. d. Phys. 20. p. 269. 1906
und Arbeiten von v. B a e y e r u. a.; Zusammenstellung der Literatur bis
1909 vgl. 0. v. B a e y e r , Jahrb. d. Radioaktivittit u. Elektronik 6. p. 50.
1909. Vgl. ferner: L. J a n i c k i , Ann d. Phys. 29. p. 857. 1909.
4) Vgl. z. B. E. Gehrcke u. 0. v. B a e y e r , Sitzungsber. d. Bed.
Akad. d. Wissensch. p. 1037. 1905.
5) 0. v. B a e y e r , Physik. Zeitschr. 9. p. 831. 1908.
6) L. J a ni c ki , 1. c.
852 E. Gehrcke. Bemerkung zu der AbhandIung des Hrn. P.Gmelin.
Da Hr. G m e l i n , wie aus seinen zahlreichen Zitaten
hervorgeht, die Literatnr uber den vorliegenden Qegenstand
recht vollstandig beriicksichtigt hat, so erscheint es urn so
notwendiger , hervorzuheben, daB die Daretellung des Hrn.
G m e l i n nicht geeignet ist, den Leser historisch richtig zu
orientieren, vielmehr den Eindruck erweckt, als w k e ein
groBer Teil der von anderen Autoren erzielten Fortschritte
erst der Arbeit des Hrn. G m e l i n zu verdanken.
C h a r l o t t en bu r g, August 1910.
(Eingegangcn 18. August 1910.)
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