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Bemerkung zu der Abhandlung von J. M. Keller K. Maetzig u. F

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Bemerkung zn der Abhandlung von J. M. Keller,
K. Maetzig u. F. M6glich :
ober die Kin et ik des photographischen Ent wicklungsprozesses
unter besondeter Beriicksichtigung rasch arbeitender
kombinierfer Fixierentwickler
Ann. Ph ysik ( 6 ) 1 , 301-316 (1947)
Yon A . Hautot
Auf 8eite 310 der obengenannten Abhandlung liest man: ,,Die Versuche voir
B e l l i o t , auf denen Falla, D e b o t , H a u t o t aufbauen, scheinen die Existenz
zweier Arten latenter Bilder zu beweisen. Das eine ist durch Chromsaure zerstorbar,
das andere nicht. Das durch Chromsaure zerstorbare externe Bild wird durch
Eisenoxalat und alle anderen Entwickler entwickelt, wahrend das interne Bild
sich nur von Diaminen, und zwar nach 1OOelOOOOOfach starkerer Belichtung entwickeln IaBt" , und weiter (S. 311) kommen die Verfasser zu dem SchluB, da13
nur ein einziges lstentes Bild existiert.
Folgende Bemerkungen miissen hier dazu gemacht werden :
1. Die deutschen Verfasser haben den 8inn der Liitticher Forschungen nicht
verstanden. I n der Tat hat B e l l i o t angenornmen, daB es zwei latente Bilder verschiedener Art gibt; die Liittieher Forscher aber haben behauptet und bewiesen,
daB das interne latente Bild (welches durch die im Innern der Rromidkorner befindlichen Keime aufgebaut ist) und das externe latente Bild (aufgebaut durch
die Keime, die sich auf der Oberflache der Bromidkorner befinden) einer und derrjelben Art seien, daB aber die Verschiedenhcit der Lage der Keime die Verschiedenheit einiger ihrer Eigenschaften hcrvorruft, sowie auch einc! sehr verschiedenr
Entwickelbarkeit .
Das ist auch die SchluBfolgerung, zu welcher die deutschen Autorcn gelangen,
jedoch mit einer Verspatung von mehreren Jahren im Vergleich zu dcn Lutticher
Forschern.
2. Aus simtlichen Luttichcr Forschungen zitieren die deutschen Autoren nur
dime von 1942, obgleich zwischen 1942 urid 1947 iiber 20 verschiedene Verhandlungen voii denselben Forschern und auf demselben Gebiet veroffentliclit wurden.
So hat R. D e b o t l ) eine den deutschen Autoren ahnlichc Arbeit ausgefuhrt, in
der er sich eines Entwicklers bediente, welcher steigende Mengcn Fixiermittel
rnthirlt. Auch diesc Verhandlung ist nieht zitiert worden, obwohl R. D e b o t
dieselben Resultate wie die deutschen Forscher erhalten hat.
3. Dic Liitticher Autoren haben niemals behauptet, daB das interne latentc
Bild nur mit den Diarninen entwickelbar sei; im Gegenteil, sic haben bewiescn,
daB die mcisten Entwickler diescm Zwecke dienen kiinncn. Wenn sie auch anfiinglich iifters die Diaminentwickler benutzten, so geschah dimes hauptsiicblich
I)
R. D e b o t , Bull. SOC.Roy. Sc. Ig. 1913, 647.
wegen der bequemen Anwendung; in den Jahren 1945, 1946 und 1947 haben sie
aber mehrere Arbeiten veroffentlicht, in dencn das interne Bild mit anderen Entwicklern behandelt wurde.
Es ergibt sich aus diesem Tatbestand, daB die meisten Liitticher Arbeiten und
insbesondere jene, welche der Periode 1943-1947 angehorcn, den deutschen Forschern vollig unbekannt waren ; die Verhandlungen aus anderen Laboratorien,
deren Resultate aber ganz mit den unscren ubereinstimmen, wurden ebensowenig
zitiert.
Zii~ammenfassendmiissen wir feststellen, daB die deutschen Autoren den Sinn
der Liitticher Beitrage nicht verstanden haben. Die Fcststellungen der deutschen
Autoren sind in Wirklichkeit dieselbcn wie die unsrigen und bringen uns demnach
eine neue Bestatigung.
Der Verfasser dieser Bemerkungen bedauert sehr, daS die Ergebnisse der
Liitticher Autoren auf RO ungenaue und unvollstandige Weise vcrwertet wurden -
Entgegnung zu den vorstehenden Bemerkungen yon A. Hautot
won F. M o g l i c h
Gleichzeitig namens meiner Mitarbeiter M. K e l l e r und K. Maetzig
mochte
*
ich zu obiger Bemerkung von A. H a u t o t wie folgt Stellung nehmen.
Die Feststellungen von Herrn Kollegcn H a u t o t sind bedauerlicherweise
durchaus den Tatsachen entsprechend. Aus einer eingehenden Erklarung, die ich
Herrn H a u t o t gegenuber bereits abgegeben habe, seien fiir die offcntlichkeit
die folgenden Tatsachen wiederholt :
Die genannte Arbeit entstand wahrend des Rrieges und wurde Ende 1944 fertiggestellt. Das Zicl der Arbeit war nicht ein wissenschaftliches, sondern ausschlie13lich die Sicherung eines meiner beiden Mitarbeiter, der durch die sog. Niirnberger
Gesetze an Leib und Leben aufs schwcrste bedroht war. Diese Absicht, die vollen
Erfolg hatte, lie13 sich nur unter Rlitwirkung verstandnisvoller Kollegen, die in
militarischen Dienststellen EinfluB hatten, verwirklichen.
Trotz der Schwierigkeit der Zeitumstande gelang es uns, einige Erkenntnisse
zu erarbeiten, die wir fur neu hielten. Die wissenschaftliche Literatur iiber den
Gegenstand war uns bis zum Jahre 1942 bekannt. An eine Veroffentlichung der
Arbeit war wegen der praktisch vollkommenen Zcrstorung der deutschen PUblikationPorgane nicht zu denken.
Als nach dem Zueammenbruch des Naziregimes im Jahre 1946 die deutschen
wissenschaftlichen Zeitschriften wieder erschienen, habe ich in meiner Eigenschaft
a19 Herausgeher der ,,Annalen der Physik" keine Bedenken getragen, dic fragliche
Arbeit zur Publikation anzunehmen. Zwar war uns auch damals die wissenschaftliche Literatur des Auslandes noeh nicht wieder zuganglich. Da ich aber damit
rechnen muate, daS dieser Zustand moglicherweise noch Ianger anhalten wiirde,
hiclt ich ein Zogern im Interesse der Autoren nicht fur tragbar. DaS ich darin
recht hatte, ergibt sich aus der Tatsache, da13 wir auch jetzt noch nur einen recht
unvollkommenen ffberblick uber die inzwischen erschienene wissenschaftliche
Literatur des Auslandes besitzen. Unter dicsen Umstanden danke ich Herrn
Kollegen H a u t o t ganz besonders fur die freundlichc Zusendung von Sonderdrucken,
die auf meine Bitte erfolgte.
Wenn man diese unsere Erklarung zur Publikation der fraglichen Arbeit mit
der vorstehenden Bemerkung des Herrn Kollegen H a u t o t vergleicht, so wird
112
Annalen der Physik.
6. Folge. Band 7. 1950
man feststellen miissen, daB unsere Erklarung mit den Bemerkungen von Herrn
Hau t o t im wesentlichen iibereinstimmt. Herr H a u t o t beschwert sich perade
dariiber, dab wir die Arbeiten nach 1942 nicht zitiert baben. W’ir sagen, daB es
uns unmoglich war, sie zu z i t i e r c ~weil
~ , wir sie bisher nicht kcnnengelernt haben.
Herr H a u t o t sagt, daB die Liitticher Autoren niemaIs beliauptct haben, daB das
interne latente Bild nur mit den Diaminen entwickelbar sei. In den Jahren 1943/44
aber glaubten wir nach der uns damals vorliegenden Literatur annehmen zu durfen,
daB dieses die Ansicht der Liitticher Gelehrten gewesen ist. Besonders erfreulich
scheint mir die Bemerkung von Herr11 H a u t o t , daIj ,,die Feststellungen der deutschen Autoren in Wirklichkeit dieselben wie die unsrigen sind und uns demnach
eine neue Bestiitigung bringen“. Dieses halte ich fur so wesentlich, daB ich mir
crlauben miichte, dicsen Passus iioch einnial zu unterstreichen.
SchlieBlich sei mir in meiner Eigenschaft a18 Herausgeber der ,,Annalen dcr
Physik“ gestattet, die Uffentlichkeit auf die Schwierigkeiten des Austausches
wissenschaftlicher Literatur mit dern Auslandc nufrnerksanl zu niachen; Schwierigkeiten, die zu iibcrwinden.nicht allein in unserer kraft liegt. Das gilt leider nicht
nur fur das hier in Frage stehcnde Spezialgebict, sondern fur fast allc wissenschaftlichen Gebietc.
dhsclilic~llcnde Bemcrkiing hicrzri
t’on A . H y u t o !
I1 apparait quc Ic Professcur Dr. Moglich et les Drs. M a e t z i g e t K e l l e r M a e t z i g se sont trouvks dans I’impossibilitk matkriellc d’avoir connaissance des
travaux publiks par mes collaboratcurs e t par moi-mCme depuis 1942, B cause des
faits de gnerre ;c’est d a m cette circonstance malheureuse qu’il faut trouver l’origine
d e la divergcnce de vues cst apparue entre les auteurs et qui .z cessk d’exister actaellenient .
I, ii t t i c h , Laboratoirr, dc l%ysique GknCrale dc l’Universit6 de Li&gc..
( h i dcr Redaktion eingegangon am 29. Sovcmber 19.19.)
~
~
~~
.
Verantwartllch
flir die Schrlftleltnng: Prof. Dr. F r i e d r i c h M 6 g I I o h Berlin-Bucb. LIndenberger Weg 74
fur den Anzeigmteil: E r n 8 t \V a I 1 n i t B (Arbeltsgemelnachaft medlzlnischer
Veriage 0.N. b. H.), Berlin C 2. N e w OriinsrraUe 18. Fernruf: 42 30 97
Verlag: Johann Ambrosiua Barth. Leipzig C 1. Saiomonstr. 18B, Fernruf: 03105, 63781
(1) Paul Diinnhaupt. Ktithen L lW/.jo
Lizenz-Nr.410 I Q.N.446
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