close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Bemerkung zu einem von F. Z7llner ausgefhrten elektrodynamischen Versuch

код для вставкиСкачать
616
Benutzung solcher Zustandsveranderungen im Aether, die,
so vie1 man weirs, darin wirklich stattfinden mtissen, moglioh sey. Wird es sich zeigen, d a b ein solcher Versuch
mifslingt, dann mag man zu Schwingungen, die so beschaffen sind, dafs sie uirgends anderswo vorkommen, seine
Zuflucht nehmen.
Stockholm, den 6. December 1874.
XIII. Berravrkung zu einem v o n F. Z i i l l n e r ausgefuihrten elektrodynamischen Versuch;
von F. L i p p i c h .
I n diesen Annalen Bd. CLIII, S. 138 beschreibt Hr. 2611n e r ein Experiment, das er zu Ungunsten der H e l m h o l t z 'schen Hypothese eines elementaren elektrodynamischen Potentials zu deuten sucht. Ich selbst hatte vor
liingerer Zeit die Absicht, dieses Experiment nebst einigen
anderen iihnlichen anzustellen, kam aber hiervon wieder
ab, da ich mich bald iiberaeugte, dafs es iinhhig sey tiber
die Zulassigkeit des A m p Bre'schen oder H e l m h o 1tz'schen Elementargesetzes zu entscheiden. Es sey mir gestattet meine damaligen Ueberlegungen bier mitzutheilen.
W i r wollen uns das Experiment in moglichst einfacher
Form realisirt denken. Ein fester horizontaler Kreisstrom
wirke auf einen Stromleiter, der drehbar ist um die verticale, durch den Kreismittelpunkt gehende Axe 2. Dieser
bewegliche Leiter bestehe aus einem beliebig geformten
linearen Theil O A , dessen I'unkt Q in 2 liegt, und einem
linearen verticalen Theil A B , der bei B in die Quecksilberrinne taucht, welche die Stromzuleitung bewirkt; durch die
zur Rinne und zur Axe fiibrcnden Zuleitungsdrahte wird
dieser zweite Strom ebenfalls geschlossen. Nehmen wir
zuerst an, es sey A B mit 0 A bei A starr verbundea.. Die
617
nach A m p B r e ’s Formel berechneten an 0A B wirkenden
Krafte ergeben bezfiglich 2 ein von Null verschiedenes
resultirendes Moment 31, bei Annalime eines elementaren
Potentiales verschwindet das resultirende Moment beziiglich Z. Wendet man aber die Potentialformel auf den
ganzen geschlossenen Strom O A B . . 0 an und nimmt gehorige Riicksicht auf die Veranderungen der an B haftenden Stromelemente bei Verschiebung von B, so erhalt man,
wie Hr. H el m h o I t z gezeigt hat, als resultirendes Moment
aller an dem thatsachlich oeranderlichen Theil des Stromes
OA B 0 wirkenden Krafte wieder M ; nur riihrt jetzt
dieses Moment von einer Kraft her, die im Punkte B
angreift.
Hr. Z o l l n e r hat nun in der einen Form seines Versuches den Theil A B nicht starr mit O A verbunden, sondern aus einem Drahtstiick hergestellt, das e r bei A mi&
telst einer Oese einhangt und schliefst dann weiter so :
Wenn die Drehung des Systems O A B wirklich durch
eine Kraft hervorgebracht wird, die in B angreift, so murs
dieser Punkt wahrend der Drehung im Sinne derselben
vorgeschoben erscheinen, im Gegentheil aber zuriickbleiben
wegen des Widerstandes, den der Theil B im Quecksilber
findet, wenn die Drehung bewirkt wird durch die A m p B r e’schen Krafte. Das Experiment hat Uebereinstimmung
mit der letzteren Folgerung ergeben’).
So verlockend auch diese Argumentation erscheinen
mag, so zeigt doch eine genauere Ueberlegung, dafs sie
unberechtigt ist. I n der That hat j a H e l m h o l t z nachgewiesen, dafs die nach seinem Gesetze berechnete Arbeit
der an einem geschlossenen beliebig veranderlichen Strome
wirkenden Krafte far irgend welche virtuelle Verschiebiing
identisch ist mit der Arbeit der Amphre’schen Krafte, die
sich aus der verallgemeinerten F. N eumann’schen Formel
herleiten lafst. D a sonach in diesem Falle beide Hypo-
..
1 ) Damit diese Folgerung richtig sey, m d s der Widerstand im Quecksilber hinreichend grors seyn gegeniiber den an R B wirkenden
Kraften.
618
thesen aeqrrivalente IG-af’tesysterne liefern, so mufs dieses
such stattfinden in der specielleren Anordnung des besprochenen Experimentes.
Dieser Nacliweis gelingt sehr leicht. Die allgemeinste
virtuelle Verschiebung des Systernes 0A B lafst sich aus
zwei specielleren Verschiebungen zusammensetzen und zwar :
1) aus einer Dreliung des starr gedachten Systemcs O A B
um Z , 2) aus einer Versehiebung, bci welcher der Punkt B
fix bleibt, also OA eine Drehung um Z , A B aber eine
Drehung urn eine horizontale durch B und Z gehende
Axe X ausfiihrt. Fur beide Arten von Verschiebungen
erhalt man gleiche Arbeitsgriiken dcr nach den beiden
Hypothesen wirkenden Krafte. Dab dieses fur die Drehung urn 2 zutrifft, wiirde schon friiher hervorgeboben.
Beziiglich der zweiten Verschiebung iibersieht man zuniichst, dafs das Potentialgesetz fur die an O A B wirkenden
Krafte nicht mehr die Arbeit Null liefert; sie ist zwar
Null fur die an OA angreifenden ICrafte, fiir die an A B
thatigen aber, weil bei der Drehung urn X der Theil A B
seine relative Lage gegen den fixen Kreisstrom iindert,
von Null verschieden. Eine einfache Ueberlegung zeigt
dann weiter die Gleiuhheit dieser Arbeit mit der der
AmpGre’schen an O A und A B wirkenden Krafte. Somit ist die Aequivalenz der beiden in Frage stehenden
IWftesysteme dargethan.
Man bemerkt zuglrich, dafs die nach dem Potentialgesetze an A B wirkenden Krai‘te sich reduciren lassen auf
ein Kriiftepaar, welches diesen Theil urn X zu drehen
sucht (wabrend seine Ebene parallel zu Z ist) und dieses
Kraftepaar ist es, welches Hr. Z o l l n e r bei der Interpretation seines Versuches uberseben hat.
1st A B durch einen biegsamen Faden oder durch eine
Kette gebildet, so gilt far jedes Element was soeben fiir
den ganzen Theil A B bemerkt wurde.
Prag, im December 1874.
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
1
Размер файла
143 Кб
Теги
z7llner, elektrodynamischen, ausgefhrten, versuch, eine, von, bemerkung
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа