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Bemerkung zu einer Arbeit des Hrn. A. Kalhne

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16. Bernerkumy
gzc
eCner Aradt des Hrm. A. Eai?&hme.
(Mitteilung aus der Pbysikalisch-Technischen Reichsanstalt.)
In der in diesen Annalen Band 11. p. 225. 1903 veraffentlichten Abhandlung ,,Schallgeschwindigkeit und Verhaltnis
der spezifischen Warmen der Luft bei hoher Temperatur" finden
sich p. 230 und 231 die folgenden Satze, welche sich auf die
amtliche Prufung eines L e Chatelierschen Thermoelementes
durch die Physikalisch-Technische Reichsanstalt beziehen.
p. 230: ,,Am der elektromotorischen Kraft wurde die
Temperatur der heiI3en Lbtstelle berechnet auf Grund einer
Aichungstabelle der Physihalisch-Technischen Reichsanstalt,
welche das Element nach seinem Gebrauch durch Vergleichung
mit einem ihrer Normalthermoelemente aichte
Leider aber war, wie ich bald erkannte, die Aichung
mit groSen Fehlern behaft&"
p. 231 : ,,Die fehlerhafte Aichung in der Reichsanstalt
war dadurch entstanden, daS das zur Vergleichung benutzte
H o l b o r n und Wiensche Normalthermoelement sich durch
Aufnahme von Silicium etc. im Laufe der Zeit geiindert
hatte. Der schadliche EinfluS dieses Stoffes sowie auch
der Flammengase war erst spilter erkannt und daher bei
der Aichung nicht beriicksichtigt worden."
Diese Annahmen des Verfassers entsprechen nicht den
Tatsachen. Das von Hrn. K a l a h n e benutzte Thermoelement
- bezeichnet P.T.R. 505, gepriift von der PhysikalischTechnischen Reichsanstalt, Abteilung 11, im Januar 1900 ist mit zwei Xopien des Normalthermoelementes N von H o l b o r n
nnd W i e n verglichen worden. Die Thermokraft dieser seit
1894 bez. 1898 im Gebrauch gewesenen Kopien ist aber, wie
durch vergleichende Versuche zu verschiedenen Zeiten festgestellt wurde, innerhalb der Genauigkeit von etwa 5O unveriindert geblieben. Durch die amtliche Priifung ist also das
von Hrn. A. K a l a h n e benutzte Element seinerzeit tatsachlich
. ..
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Bemerkuny zu einer Arbeit des Hrn. A . Kalahne.
an die seit Beginn(1894) bis zum 1. April 1901 I) den Prufungen
zu Grunde gelegte Skala angeschlossen worden.
DaB diese illtere Skala8) gegeniiber der neueren H o l b o r n
und Dayscheng zu hohe Werte der Temperatur ergab, war
der Reichsanstalt zur Zeit der Prufung des in Betracht kommenden Elementes wohl bekannt4), und es bedurfte in dieser Beziehung nicht erst eines besonderen Hinweises des Hrn. K a l a h n e .
Deshalb wurde auch seinerzeit bei der Mitteilung der Prufungsergebnisse die Bemerknng hinzugefugt :
,,Nach neueren , noch nicht abgeschlossenen Versuchen
sind die angegebenen thermoelelrtrischen Krafte wahrscheinlich etwas zu erhohen.c'6)
Der Zusatz, da6 die thermoelektrischen Krafte zu erhohen
seien, befindet sich auf allen Prufungsscheinen aus der Zeit,
als die neueren gasthermometrischen Versuche noch im Gange
waren. Ferner ist gelegentlich einer Nachpriifung des in Rede
stehenden Elementes am 12. Juli 1902, also nach Einfiihrung der
R o 1b o r n und Day schen Skala, im Begleitschreiben auf den
Unterschied der Skalen durch den Satz hingewiesen worden:
,,Die iibrigen Abweichungen" - namlich abgesehen von
einer geringfugigen Anderung in der Thermokraft des Elementes
- ,,gegen die Angaben des fruheren Priifungsscheines sind
dadurch zu erkliiren, daB die auf dem neuen Scheine stehenden Werte der Thermokraft auf die seit dem 1. April 1901
zu Grunde gelegte, von der fruheren abweichende Temperaturskala bezogen sind."
Von diesem Satze hat Hr. K a l a h n e geraume Zeit vor
seiner Veraffentlichung Kenntnis gehabt.
1) Vgl. Tiitigkeitsbericht der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt
1901; Zeitschr. f. Instmmentenk. 22. p. 149. 1902.
2) Vgl. L. Holborn u. W. W i e n , Wied. Ann. 56. p. 395. 1895.
3) Vgl. L. Holborn u. A. D a y , Ann. d. Phys. 2. p. 505. 1900.
4) Die Unterachiede beider Skalen sind schon ails der Arbeit von
0. Lummer und E. P r i n g s h e i m (Ann. d. Pbys. 3. p. 159. 1900) gelegentlich der Umrechnung ihrer Strahlungsmessungen auf die H o l b or n
tmd D aysche Temperaturskala zu entnehmen.
5) Auf diese Bemerknng hiitte auch Hr. S t e v e n s in seiner Dieaertation (Heidelberg 1900) Rucksicht nehmen miissen. Bei seiner abschlieflenden Arbeit (Ann. d. Phys. 7. p. 285. 1902) konute er bereits
die nene Temperaturskala zu Grunde legen.
(Eingegangen 20. Juni 1903.;
Druck von Metzger & Wittig in Leipaig.
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