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Bemerkung zu einer Arbeit von Adolf Bhi ber ein Verfahren zur Messung der absoluten Potentialdifferenzen welche beim Kontakt beliebiger Leiter auftreten.

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5. Bernerkung %u e h e r Arbedt von A d o l f Biihd
a h e r edn Verfahren xur Nesszcng der absolutm
Potmtialdiffere%em,welche beim Eontaht
belicbCger Leiter aufh-etm;
urn G . B o r e l i u s .
An Ende des vorigen Jahres wurde in diesen Annalenl)
einu elektrostatische Methode beschrieben, die angeblich zur
Messung absoluter Elektrodenpotentiele dienen sollte. Es ist
dies, soweit mir bekannt ist, der dritte Versuch, Elektrodenpotentiale elektrostatisch zu messen, der in einem kleinen
Zeitraum veroffentlicht wird.
Die erste Methode wurde von mir2) angegeben. Ich habe
zwsr nie behauptet, absolute Elektrodenpotentiale messen z u
konnen, sondern nur ihre Variationen. Aber auch dabei hette
ich auf die Variationen der Grenzpotentiale zwisohen Leitern
und Isolatoren nioht die ndtige Riicksicht genommen und kam
aus diesem Grunde zu fehlerhaften Resultaten. Spater wurde
ich dies gewshr und hebe mit meiner Methode eben die genannten G r ed a c h e n naher studied. a)
Die nkhste Arbeit dieser Art wurde von A. Ewe113
gemacht. Er meinte, so wie jetzt Bohi, absolute Elektrodenpotentiale gemessen zu haben. Ewell war rtber, wie von J. B a r nett5) sowie von mir6) nachgewiesen wurde, nur durch eine
vollige Vernachlassigung der Grenzpotentiale gegenuber den
Isolatoren zu diesem Resultate gekommen. Ich meine jetzt
denselben Fehler in dem Gedsnkengang von Bohi nachweisen zu konnen.
1)
2)
3)
4)
5)
6)
A. Bohi, Ann. d. Phys. 61. p. 643. 1916.
G. Borelius, Ann. d. Phys. 43. p. 1129. 1913.
G. Borelius, Ann. d. Phys. 46. p. 929. 1914 u. 50. p. 447. 1916.
A. Ewell, Phya. Review 6. p. 271. 1915.
J. Bernett, Phgs. Review 7. p. 331. 1916.
G. Borelius, Phys. Review 8. p. 128. 1916.
240
G. Borelius. Bemerkung au einer Arbeit von A . Bohi usw.
Die Methode von Bohi ist die des zerlegbaren Kondensators. Wir konnen das Wesentlichste seiner Anordnung kurz
folgendermafien wiedergeben. Ein trichterformiges GefBB enthalt z. B. verdijnnte Schwefelsliure, die durch eine Zinkelektrode uber eine Kompensationsanordnung mit der Erde
verbunden ist. Uber die Oberflbhe der SBure ist eine Gumrnimembran gespannt, und dariiber hangt eine Zinkscheibe, die,
zur Entfernung aller Feuchtigkeit, in 01 gekocht ist und
dann rnit einer diinnen Schicht von z. B. festem Paraffin
iiberzogen ist. Die Scheibe kann durch eine Wippe entweder
rnit der Erde oder rnit einem Elektrometer verbunden werden.
Die Messung geschieht in der folgenden Weise. Wahrend die
Zinkscheibe geerdet ist, wird dem Kompensationspotential
ein solcher Wert P gegeben, da13, wenn die Scheibe darauf
erst mit dem Elektrometer verbunden und dann von der Siiureoberflache entfernt wird, kein Ausschlag am Elektrometer entsteht. Bohi meint jetzt, dafi P das Elektrodenpotential
Zn/H,SO, angibt.
DaB am Elektrometer kein Ausschlag auftritt, sagt nun
aber aus, dal3 im Dielek rikum zwischen Saure und Scheibe
kein elektrisches Feld besteht, und wir bekommen rnit einer
leicht verst&ndlichen Bezeichnungsweise, wenn wir, von der
Erde gerechnet, die Summen der Potentialsprihge zu beiden
Seiten dieses Dielektrikums gleichsetzen und der Einfachheit
halber die Potentialspriinge der metallischen Kontakte vernachliissigen,
P H,SO,/Zn
Luft/H,SO, = Paraffin/Zn Luft/Paraffin.
Der lethe Potentialsprung kann vieZZeicht vernachliissigt
werden. Die ubrigen aber sicher nicht. Hierzu kommt noch,
daB die Gummimembran wahrscheinlich einen storenden Einflu13 auf die Messungen haben muB.
Die Methode von Bohi gibt somit ebensowenig wie irgendeine andere elektrostatische Methode unmittelbar AufschluB
iiber die GroBe der absoluten Elektrodenpotentiale.
+
+
+
L u n d , Juni 1917.
(Eingegangen 6. Juli 1917.)
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