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Bemerkung zu Hrn. L. Sohncke's Aufsatz ДUeber Aetzfiguren an Steinsalzwrfeln etc.Ф

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319
VII. Bemerkung wu
. Hrn. L.8 o h nc k e's Aufsats
,,Ueber detz$guren an Steiimdzwiirfeln etc.";
von Franx, E a n e r ,
V
Docenten der Physik in Wien.
IcL finde in diesen Annalen Bd. 157, S. 329 von Hrn.
Prof. S o h n c k e meine Abhandlung ,Losungsfiguren an
Krystallflachen" ') citirt und die Meiriung ausgesprochen,
dal's die Methode, die ich zur Herstellung der Losungsfiguren verwendete und die darin bestand, dafs ich gegen
einen Punkt der zu untersuchenden Krystallfliiche einen
Strahl des Losuiigsmittels senkreoht wirken liefs, nicht
geeignet sey die zuerst von L e y d o l t angeregte Untersuchung der Aetzfiguren an Krystallen fortzusetzen. Ich
iriufs diesem beziiglich der Ansicht des Hrn. S o h n c k e vollkommen beipflichten, mit dem Bemerken jedoch, dafs es
inir auch niemals beigefallen waire diese Methode zur Herstellung der L e y d o 1t 'schen Aetzfiguren verwenden zu
wollen. Aus meiiier Abhandlung iiber die Lbsungsfiguren
geht zur Geniige hervor, dafs ich dieselben far nichts
weniger als identiscb halte mit L e y d o 1t 's Aetzfiguren
und dafs aus den letzteren sich kein Schlufs ziehen lasse
uber die Lbslichkeit in den verschiedenen Richtungen
einer Krystallflache; die Frage aber, zu deren b6sung ich
mich der besprocheneu Methode bediente, war die : ist
die Loslichkeit in den verschiedenen Richtungen einer
Krystallflache bediagt durch die Spaltbarkeit oder durch
die krystallographische Werthigkeit der verschiedenen
Richtungen? Ich hebe niimlich in eiuer friiheren Arbeit
uber die Harte an Krystallen gezeigt, dafs die Harte in
den verschiedenen Richtungen einer Fliiche nur bedingt
ist durch die Spaltbarkeit und nicht durch die krystallographische Werthigkeit ; eine Discussion dieser Frage in
Bezug auf die Loslichkeit liefs also immerhin interessante
1) Diem Ann. Bd. 153, S. 53.
320
Resultate erwarten. Die erhaltenen Losnngsfiguren namentlich an Krystallen ohne Spaltbarkeit wie ohlorsaures
Natron und unterschwefelsaures Blei - haben nun zur
Evidenz gezeigt , dafs die Loslichkeit nach qerschiedenen
Richtungen von ganz anderen Ursachen bedingt ist als
die Harte, dafs z. B. mit dem Wegfall der Spaltbarkeit
der Unterschied in der Loslichkeit verschiedener Richtungen keineswegs verschwindet.
Es ist demnach durch die in Rede stehende Methode
die gestellte Aufgabe vollkommen gelost und zwar ohne
jede Bezugnahme auf die Existenz der Aetzfigriren von
deren Kenntnifs man uberdiefs solange wenig Aufschlufs
iiber die Natur der Krystalle erwarten darf, solange man
keinen Einblick in deu Vorgang ihrer Entstehung hat.
Ich glaube hiermit klar gelegt zu haben, dal's von
einer Brauchbarkeit meiner Methode zur Erforschung der
Aetzfiguren nioht die Rede seyn kann, da dieselbe iiberhaupt etwas ganz anderes beeweckt.
W i e n , 28. Mai 1876.
,
VIII.
Ueber anomale Angaben des GoldblattHe e ta.
elektroskops; eon W.'
(Mitgetheilt vom Hm. Verf. nus den Miinchener Berichten.)
.
Dasjenige Goldblattelektroskop, welches in den physikalischen Cabineten allein noch angewandt zu werden ptlegt,
ist das Kugelelektroskop l).
Fur die meisten feineren
Untersuchungen ist dasselbe zwar durch das Saulenelektroskop fast ganz verdrangt und zur Demonstration in den
Vorlesungen eignet es sich seiner kleinen Dimensionen
wegen auch nicht besonders; (ich bediene mich statt seiner
fir diesen Zweck stets des sehr empfindlichen und weithin
1 ) P. R i e f s , die Lehre von dcr Reihungeelektricitiit, 1853, I., S. 60.
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дueber, aufsatz, etc, steinsalzwrfeln, sohncke, hrn, aetzfiguren, bemerkung
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