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Bemerkung zur Arbeit von Dr. H. Claassen auf Seite 80

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86
Kluckow: Ober katalytisch wirksanie Rohstoffgifte
Chemie
115.Angewandte
Jahrg. 1932. Nr.
4
konnen gewerblich verwertbare Erfindungen auch auf
dam Gebiete d er Physiolcgie liegen, was auch in
Deutschland durch Erteilung einer groi3en Anzahl von
Mteriologischen (garungschemischen) und serologischen Patenten anerkannt w i d . Der begrbfflichen Ausdehnung des Kreisee d er gewerblioh verwertbaren Erfindungen auf Kulturverfahren und ihre Ergebnisse steht
sonach auoh im Rahmen des jetzigen Patentgesetzes
nichts niehr im Wege. Dein widerspricht auch nicht, dal3
in Amerika eine ausdriickliche Regelung dieser Frage
im Patentgesetz erollgt ist, denn auoh vorher waren im
dortigen Patentgesetz die patentierbaren Erfindungskate-
gorien ausdriicklich aufgefiihrt (,,neue und nutzliche Vetfahren, Werkzeuge, Erzeugnisse oder Stoffe d e r neue
und nutzliche Verbesserungen a n solchen"). Da es im
deutschen Gesetz a n einer solchen ausdriicklichen Bes t h m u n g der patentierbaren Erfindangskategorien fehlt,
ist man auf die Auslegung des Begriffs ,,gewerblich verwertbar" angewiesen. Der Ungewifiheit, die ein solcher
Ausdruck in sioh birgt, steht andmererseits die 'hierdurch
gegebene groi3ere Elastizitat des Gesetzes gegentiber. Es
ist zu hoffen, daD sich die deutsche Praxis dlurchdie von
Amerika gegebene Anregung beeinflussen lafit.
Bemerkung eur Arbeit von Dr. H. Claassen auf Seite 80,
Bedeutung der Kautsehukwarenherstellung fiir die Textilindustrie ergibt sich u. a. aus dem Umfang der Fabrikation der
Auto- und Fahrradreifen, Falt- und Rettungsboote, wasserdichter Bergmannsanziige und -atiefel, Zelte, Wagenverdecke,
gummierter Seiden, Battiste usw. fur hygienische und medizinische Zwecke, Sportbekleidung, Regenmantel, Konfektionsstoffe usw.
Katalytische Wirkungen des Lichts und von Schwermetallen liegen auch beim Kautschuk vorf). Der Rohgupimi wie
auch ausvulkanisierte Mischungen desselben sind starken Angriffen auf den molekularen Bau des KautschukkohlenwasserStoffti ausgesetzt. Als die Ursachen hat man die nicht mit
Sauerstoff gesattigten Verbindungen von Fe, Cu und Mn
erkannt, wahrend dieselben in den niit Sauenlofl e t t i g t e n
Verbindungen indifferent erscheinen. Nach K a u i f m a n n
tritt bei Fawrstoffen Eisen in der Ferroform als der wahre
Katabysator in Erscheinung, wahrend sich die Ferriform hier
gleichfalls indifferent verhalt. So spielt beispielsweise Eisenoxydrot eine groGe RoIIe als Kautschukfarbstoff, wahrend
Spuren von Eisenoxydulverbindungen in Erdfarben, wie Ocker,
Kasselerbraun u. a,, sehr bald Zersetzungserscheinungen hervorrufen!
Wahrend K a u f f rn a n n als katalytisch wirksaines Fasergift FeO bzw. FeO-Verbindungen hervorhebt, treten beim
Kautschuk mehr die entsprechenden Cu- und Mn-Verbindungen
in den Vordergrund, die sowohl als Begleiter vieler Fullstoffe
wie auch von Geweben, zu deren Farbnng Cu und Mn
enthaltende Farbstoffe verwendet wurden, in das Vulkanisat
hineingelangt sein konnen.
Es kann heute noch nicht mit Sicherheit gesagt werden, daD
die katalytische Wirkungsweise dieser drei Kautschukgifte
vollig ubereinstimmt, weil hierzu noch keine abschliehnden
Arbeiten vorliegen. Vom Cu wie vom Mn nirnmt man jedoch
heute fast allgeinein an, daB Spuren von 0,005% als Maximum
zu werten seien.
Es w l r e interessant, festzustellen, ob au5er FeO auch Cnund Mn-Verbindungen a15 ,,Fasergifte" anzusprechen sind I Es
drangt sich ferner die Frage nach Gegenkatalyten auf fiir
gefarbte Faserstoffe, denen durch den FarbeprozeD leicht FeO,
Cu oder Mn enthaltende Spuren einverkibt werden konnen.
Ferner ergibt sich die Frage, welche Analogien bezuglich der
Wirkung von Katalyten und Antikatalyten auf die beiden
Rohstoffe noch bestehen, worin d i s e sich gleichen und worin
sie sich unterscheiden. Es eroffnet sich hier ein Arbeitsgebiet,
welches im Hinblick auf den Wert zweier Industrien wie der
des Kautschuks und derjenigen der Gewebeerzeugung als sehr
beachtlich bezeichnet werden mulj. Diese Arbeiten mti8ten
zum Ziele haben, einmal der Klarung des Mechanismus der
katalytischen Wirkungsweise naher zu kommen, ferner Antikatalyten oder Antioxydantien zu finden, um die wertezerstorende Wirkung der genannten Metalloxydulverbindungen zu
p a r d ysieren.
Wenn es der Fall sein sollte, daf3 Cu und Mn ebensolche
Fasergifte sind wie FeO, so mu8 eine peinlichst genaue Kontrolle, insbesondere aller gefarbten Gewebe eineetzen, um das
Eindringen dieser Metallverbindungen auf dem Wege uber
den Farbstoff zu verhindern. Der Kautschukchemiker betrachtet
Das ungiinstige Werturteil iiber die Arbeit von W o h 1 und
S c h e r d e 1 I ) , das Herr Dr. C 1 a a s s e n seit sieben Jahren
immer r o n neuem Zuni Ausdruck bringt, steht offenbar im Zusammenhange damit, dalj die bisher von Herrn Dr. C 1 a a s a e n
geleitete Fabrik in dieser Zeit nicht weniger als zehnmal,
und darunter dreimal vom Reichsgericht, wegen Verletzung
des dem Hefeverband gehorenden Patents 310 580, das sich auf
diese Arbeit aufbaut, verurteilt bzw. mit dagegen gerichteten
Feststellungsklagen abgewiesen worden ist. Soweit die voranstehende Veroffentlichung des Herrn Dr. C 1 a a s s e n wiederum auf die Arbeit von W o h l und S c h e r d e l Bezug
nimmt, wiederholt sie Iediglich die unberechtigten Vorwiirfe, die bereits 1927128 erhoben worden sind'), und
die ich damals ausfiihrlich widerlegt habe3). Fur Leser, die
der Angelegenheit noch Anteilnahme entgegenbringen sollten,
kann ich also auf meine damaligen Ausfiihrungen verweisen.
A . Wohl.
Erwiderung.
Es handelt sich in meiner Abhandlung um eine fur die
Entwicklung der Hefeindustrie wichtige Frage, die nur sachlich
erortert werden kann. Es ist mir daher unverstiindlich, was
ein Proze8 einer mir nahestehenden Firma mit meiner Abhandlung zu tun hat. Da aber Herr Dr. W o h l mehrfach Entscheidungen in diesem eigenartigen, iibrigens noch nicht
beendeten Prozef3 als Beweisstiicke angefuhrt hat, statt einer
sachlichen Antwort, bin ich gezwungen, darauf hinzuweisen, daf3
das Patentamt in einer kiirzlich getroffenen Entscheidung meine
sachlichen Einwande gegen das W o h 1 sche Hefeverfahren als
richtig anerkannt hat.
In meiner Abhandlung wird eine wissenschaftliche Erkenntnis, die von Herrn Dr. W o h l und seinen Anhiingern auf
Grund seiner Versuche bestritten wird, durch neue Versuche
von mir bewiesen. Solange dieser fur eine game Industrie
wichtige Streit nicht geklart ist, ist es erforderlich und wird es
erforderlich bleiben, weitere Beweise fur oder gegen durch
Versuche und nicht durch Prozesse beizubringen.
Dr. H . Claassen.
Erwiderung.
Die vermeintlichen Verdienste Dr. C 1a a s s e n s um die
Entwicklung der Hefeindustrie zu erortern, habe ich keinen
AnlaD. Dazu mogen die Praktiker Stellung nehmen. Auf das
in der Erteilungsinstanz abgelehnte, in der Beschwerdeinstanz
erteilte Patent Dr. C 1a a s s e n s , auf das er hinweist, bin ich
nicht eingegangen, weil dagegen die Nichtigkeitsklage erhoben
worden ist. Auf den Versuch, Meinungsverschiedenheiten mit
Herrn Dr. C 1 a a s s e n durch Erorterungen in Zeitschriften zii
A . Wohl.
klaren, babe ich bereits friiher') verzichtet.
o b e r katalytisch wirksame Rohstoffgifte.
Von Dr.-Ing. P. K 1 u c k o w , Wittenberg.
In der Ztschr. angew. Chem. 44, 858 "311
K a u f f m a n n eine Arbeit uber katalytische
welche nicht allein fur den Textilfachmann von
sondern aueh fur den Kautschukchemiker. Die
1)
z)
9)
veroffentlichte
Faserangriffe,
Bedeutung ist,
wirtschaftliehe
Ztschr. angew. Chem. 34, 44 (19211.
Chem.-Ztg. 1927, 942; 1928, 497.
A) Chem.-Ztg. 1928, 20%.
Ebenda 1928, Z32, 498.
[A. 174.1
1) K l u c k o w u. S i e b n e r , Kautschuk 1930, Heft 7, und
1931, Heft 12.
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