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Bemerkungen das Atomgewicht des Antimons betreffend.

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Xach den hier mitgetheilten Proben dtirfte die Brauchbarkeit der Methode fur Stabchen von den angewandten
Dimensionen erwiesen und vielleicht hierdurch ein W e g
gebahnt sein, um die Elasticitat der Krystalle i n umfassenderer Weise zu erforschen, als dies nach den bisher angewandten Methoden moglicli war.
Phys. Inst. d. Univ. F r e i b u r g i. Br., 9. J u n i 1875.
\-I. Bewter7i.zcngen, dns Atomgyezcicht des Anti7 ~ m betreflmd;
s
tamR. R c h n e i d e r .
Belianntlich wurde his zum J n h r e 1856 das Atomgewicht
des Antimons auf Grund iilterer Bestimmungen yon B e r z e l i u s zu 129 angenommen.
Theils der Gustand, duss ich bei der Analjse gewisser
Xntimonverbindungen, die ich fiir rein zu halten Grund
l~lttt,e.trotz aller aufgewendeten Sorgfalt stets Resultate
erhielt, die (wenn S b = 129) yon den theoretischen Voraussetzungen erheblich sbwichen, theils das unwahrscheinliche Verhaltniss von 13 Moleculen Basis auf 12 Noleciile
Saure, zu dem H e f f t e r ' ) bei der Analyse der nntimonsauren Salze (unter der Voraussetzung, dass Sb = 129) gefuhrt worden war, veranlassten micli im J a h r e 1856, das
Xtomgewicht des hntimnns einer eingehenden Rerision
zit unterwerfen.
I n der dnrauf bezuglichen Abhandlung2) habe ich zuniichst die Griinde dsrgelegt, die mich bestimmt haben,
bei dieser Untersuchung gegen den allgemeinen Brauch
mstatt von einer kiinstlichen: con einer natiirlichen Antimonverbindung auszugehen. Meine Wall1 fie1 nuf einen
266
R. Schneider.
durch ungewohnliche Reinheit ausgezeichneten Antimonglanz, der mir durch die Gute des Hrn. G. R o s e aus den
Bestanden des hiesigen Mineraliencabinets uberlassen worden mar. Wie damals, so bin ich auch heute noch der
Ansicht, mit dieser Wshl einen sehr glucklichen Griff
gethan zu haben.
Die angewandte Xethode war Busserst einfacher Art:
sie bestand wesentlich in der Reduction des Antimonglnnzes
im Strome von reinem Wssserstoffgas und WBgung des
hinterbliebenen metallischen Antimons.
D e r Behauptung von D u m a s ' ) , dass bei dieser Reduction Schwefelantimon in erheblicher illenge verfliichtigt
merde, - eine Behwptung, die, wenn sie begriindet gewesen
ware, die Brauchbarkeit der von mir gemiihlten Methode
glnzlich in Frnge gestellt hsben wiirde,- muss ich, wie schon
einmal bei fruherer Gelegenheit, hier nochmals auf das
Bestimmteste widersprechen.
Halt man den Wasserstogstrom dauernd in gleichrniissig langsamer Bewegung , erhitzt man clas Schwefelantimon nicht starker, als znm glatten Verlauf der Rednction eben nothig ist, und benutzt man, wie es bei allen
meinen Versuchen geschehen ist, Reductionsrohren mit tief
unter die Schenkel versenkter Kugel, so werden in der
That nur Spuren von Schwefelantimon verfluchtigt. Die
Nenge desselben uberstieg in keinem meiner Versuche den
W e r t h von 0,002 g , obgleich der Antimonglanz bei den
verschiedenen Bestimmungen in Quantitiiten bis zu 10,5 g
angewendet worden war.
Die unbedeutende 31enge von Scliwefelantimon , die
wahrend der Reduction die obere Wolbung der Kugel und
den dicht daran grenzenden Theil des engeren Rohrenschenkels beschlagen hatte, liess sich gegen das Ende der
Operation unter vorsichtigem Wenden der Rohre und unter
gleichzeitiger Verlangsamung des Wasserstoffstromes leicht
und ohne jeden Verlust reduciren. - Da nun auch die in
'
__
1) Ann. d. chim. et phys. (3) LV. p. 17%
R. Schneider.
267
die Vorlagefliissigkeit ubergegangenen Spuren von Schwefelantimon abgeschieden und in geeigneter Form zur Wilgung
gebracht wurden, so steht ausser Zweifel, dass die Bestimmungen nach dieser Seite gegen die Gefahr eines Verlustes vollig gesichert waren.
Auch gegen einen von anderer Seite drohenden Fehler
h a t sich die Bestimmung mit Sicherheit schutzen lassen.
D a s reducirte Antimon hielt namlich eine geringe Menge
Ychwefel hartnackig zuruck, so dass, auch als das geschmolzene Xetall schon langst eine ganz spiegelblanke Oberiktche zeigte, immer noch kleine Mengen von Schwefelwiisserstoff nus dem Apparate entwichen. Es erkllrt sich
diese Erscheinung einfach dnraus, dass das schmelzende
Antimon kleine Mengen von Schwefelantimon auhulosen
vermag und dass diese, weil durch die ganze Masse des
Met.alls gleichmiissig vertheilt, immer nur in der Obertlytchenschicht der Wirkung des Wasserstoffs ausgesetzt
sind. Da die Reductionen ohnehin schon sehr zeitraubend
waren - (ftir jedes Gramm Antimonglanz war etwa 1 Stunde
prforderlich) -, so wurde die kleine, beim reducirten Antimon verbliebene Schwefelmenge auf andere Weise (als
Hn 0 , SO,) bestimmt und in hbrechnung gebracht.
Da sich endlich auch der Quarz, der dem Sntimongianz als Gangart in geringer Menge (nur etwa *I3 Proc.)
innig beigemengt war, mit Gennuigkeit bestimmen liess (er blieb nnch dem Auflosen des Antimons in Kiinigswasser zuruck) -, so durften bei der sonstigen Reinheit
des angemendeten Materiels mit hoher Wahrscheinlichkeit
genaue und zuverlassige Resultate erwartet werden.
h l s Xittel aus 8 Versuchen, bei denen die angewandten
Mengen Antimonglanz zwischen 3,200 und 10,624 g schwankt e n , ergab sich die Zusammensetzung des Schwefelmtimans zu:
&
71,180 Proc. Antimon und
28,520
.. Schwefel
und daraus das Atomgewicht des Antimons zu 120,3.
R. Schiieider .
268
Es konnte als Empfehlung fur diese Zahl gelten, dass
unter Einfuhrung derselben in die Rechnung sich die von
H e ff t e r untersuchten sntimonsauren Salze als normal zusammengesetzte, neutrale Salze auswiesen; es sprsch ferner
zii ihren Gunsten, dass zahlreiche Analysen von H. R o s e
sich damit in naher Uebereinstiminung befanden! so namentlich die Analyse des Chlorantimons, aus deren Ergebnissen
H. R o s e 1) selbst fur das Atomgewicht des Antimons die
Zahl 120,64 ableitete, - unter dem ausdriicklichen Bemerken jedoch, dnss er diese Zahl keineswegs fiir richtiger
halte, als die von mir gefundene.
I m J a h r e 1557 bestimrnte D e s t e r ?) das htorngewicht
des Antimons, inden1 er gewogene Xengen yon reinem
Antimon durch Behandeln mit Salpetersaure , hbdampfen
und Erhitzen des Riiclcstandes in antimonsaures Antimonoxyd verwandelte. Zehn Versuclie bei denen die angewanclten Antinionmengen allerdings nur zwischen 1,s und
3,s g schwanlrten, ergaben :ils Xittelzahl fiir clas Atomgewicht des Antimons 122,33.
Die Bestimmung des Antimons als untimonsaures
Antimonoxyd ist fiir die Zweclie der gewijhnlichen Annlyse unbestritten hinliinglicli gennu; t'yir eine AtomgewichtsI)estimmung ist sie es nncli meineni Dd'urhalten nicht. Es
ist in der T h a t , wie ich auf Grund eigener Versuclie behaupten zu diirfen glaube, sehr scliwierig, dns aus Antimon durch Salpetersaure erlialtene Osydationsproduct,
besonders wenn es sicli um etwns grijssere Jlengen handelt, durch Gluhen nuf eine gnnz constante Zusnmmensetzung zu bringen und es dnrauf zu erhalten. I n iihnlichem Sinne h a t sich S t r e c l r e r S ) uber die von D e x t e r
gewahlte Methode ausgesprochen. Er sagt (1. c.) wortlich :
,,Die Einfnchheit der Ausf<ihrung dieser Versuche
liann zwar als eine gute Empfehlung der dnr:ius :i.bgt?lei-
__
.
.- .-
I) Ber. d. B e d Akad. 1S56. 1'. 239.
2) Pogg. Anu. c. p. 570.
3) Haudwijrterbuch der Chemie. (2. Aufl.) I. 1). 473.
R. Schneider.
269
teten Zahl betrachtet werden, doch scheint ein Ueberschuss
von Antimonoxyd bei dem antimonsauren Antimonoxyd
schwer zu vermeiden, wodurch das Atomgewicht des Antimons sich zu hoch berechnen wurde. Die von S c h n e i cle 1' gefundene Zahl (120,3) mijchte claher der Wahrheit
n:Lher kommen.':
Bei Gelegenheit seiner im J a h r e 1859 veroffentlichten
umfangreiclien Untersuchung iiber die Atomgewichte der
Elemente hat D u m a s ' ) unter anderen aucli dns Atomgewicht des Antimons bestimmt. Dnhei wurcle Chlornntimon, dns in mit Weinsteinslure angesauertem Wasser
geiost worden war, durch titrirte Silberlosung zersetzt und
:LU$ der verbrauchten Silhermenge das Atomgewicht des
Antimons herechnet. Dasselhe ergab sich im Xittel aus
7 Bestimmungen zu 121,97, wofiir rund 122 angenommen
\v 11rd e.
Die hohe Autoritat des Namens D u m n s uncl die nnhe
Uebereinstimmung der von D e x t e r erhaltenen mit d e r
v o n D u m a s selbst gefundenen Zahl liessen diese letztere
b:ild zu allgemeiner Annnhme gelangen. Vngenchtet der
mpinerseits gegen die Gennuigkeit des von D u m a s angewvnndten Verfahrens laut und nachdrucklich erhobenen
Bedenken wurde. ohne dass in der yon mir gewahlten
Methode irgendeine Fehlerquelle nachweisbar gewesen
wiire, clie Zahl 120,3 als ltngeblich unrichtig und widerlegt
bei Seite geschoben.
Mit wieviel Recht dies geschehen ist und inwieweit
jene von mir geausserten Bedenken gegrundete gewesen
ymd, wird sich aus dem Folgenden ergeben.
Hr. .J. P. C o o k e . Professor in Cambridge, U. S. A.,
hat sich kiirzlich der Milhe unterzogen , das Atomgewicht
d e s Antinions von neuem einer genauen Revision zii unterwerfen. I n einer vortreff lich geschriebenen Abhnndlung ?)
hat Hr. C o o k e die ErgeLnisse seiner ebenso uusfiihrlichen
1) Ann. d. chim. et phys. (3) LV. p. 129.
2 ) Sillim. hiueric. Journ. of science and arts. 13. Ser.)
lint1
p. 107-124.
SV. p. 41-4!)
270
R. Sch7ieider.
als sorgfaltigen Untersuchungen zusammengestellt. I c h
halte es bei der Wichtigkeit der Sache und d a es sich
zugleich um die Entscheidung in einer wissenschaftlichen
Controverse handelt , an der ich persijnlich betheiligt
bin, fur angezeigt, a n derselben Stelle, a n der ich vor
J a h r e n meine Untersuchung uber das Atomgewicht des
Antimons verijffentlicht habe, in eine nahgre Besprechung
der inhaltreichen und gediegenen Arbeit des Hrn. C o o k e
einzu tre ten.
Hr. C o o k e h a t zunachst gewogene Mengen von reinein
a n t i m o n durch Auflosen und Fallen der mit Weinsteinsaure versetzten Losung durch Schwefelwasserstoff in Schwefelantimon verwandelt und das Gewicht des letzteren mit
miiglichster Genauigkeit bestimmt. D a s Schwefelantimon
wurde zunachst, nachdem es hei 180° C. getrocknet war.
i n der rothen Modification gewogen, clarauf durch Erhitzen
auf 210° C. in die schwarze Modification verwaiidelt und
wieder gewogen. Die ersteren Wagungeii gaben im Mittel
aus 13 Bestimmungen (in denen die nngeivandten Antimonmengen zmischen 1,8068 und 2,3543 g schwankten) das
Atomgewicht des Antimons zu 119,994, die letzteren als
Mittel aus 11 Bestirnmungen 120,296, - also fast genau
den von mir bei der Analyse des Schmefelantimons erhaltenen W erth.
Bei der Beurtheilung clieser Zahlen ist nicht zu iibersehen , dass das gefallte Schwefelantimon nnch dem Auswaschen geringe bIengen von Weinsteinsaure und von
Antimonoxychlorid zuriickhielt. Diese Stoffe zersetzten
sich natiirlich beim spateren Erhitzen des Schnefelantimom, - vollstiindig wohl erst bei der Temperatur \-on 210
bis 2 2 0 ° , bei der die rothe Modification des Schwefelantimons i n die schwarze iiberging und deren die Weinsteinsaure zu einer tiefergreifenden Zersetzung bedart.
Dass nun, mie in der Mehrznhl der Versuche rorausgesetzt
wurde, der wahrend des Erhitzens tlurch Verfliichtigunz
\-on menig Chlorsntimon (nus cieni Oqchlorid) entstandene
Verlust durch dus Gewicht des yon der Zersetzung der
R. Schneider.
27 1
Weinsteinsaure herruhrenden , beim schwarzen Schwefelantimon verbliebenen kohligen Riickstandes nahezu compensirt worden sei, mag, zumal da die Menge jener Verunreinigungen jedenfalls nur eine sehr geringe war, als
eine gestattete und annahernd richtige Annahme gelten.
Wenn aber Hr. C o o k e geglaubt hat, den aus dem Gewichte des rothen Schwefelantimons abgeleiteten Zahlen
\-or den aus dem Gewichte der schwarzen Modification
sich ergebenden den Vorzug der grosseren Zuverlassigkeit
einrgumen zu miissen: so scheint mir dabei nicht beriicksichtigt zu sein, dass das rothe Schwlfelantimon bei der
Temperatur (180O C.), bei der es getrocknet wurde, doch
wohl noch die Weinsteinskure zum Theil wenigstens im
unzersetzten Zustande enthielt , wodurch das Gewicht desselben um ein Geringes erhijht und der d a r m s abgeleitete
Werth fur das Atomgewicht des Antilnons etwas herabgedriickt werden musste. F a s t mijchte ich mich mit Rucksicht hierauf der Ansicht zuneigen, dass den am dem Gewichte des schwarzen Schwefelantimons abgeleiteten Zahlen
der grossere Werth beizumessen sei, wenn ich auch nicht
die Gefahr des Verlustes unterschatze, der durch die
spriihende Bewegung, in die die Masse beim Uebergange
des rothen in das schwarze Schwefelantimon gerieth, moglicherweise verursacht werden konnte.
Xerkwiirdigerweise wurde bei der letzten (der 13.)
Bestimmung, bei der es gelungen war, das Schwefelantimon
frei von Oxychlorid zu erhalten, das Gewicht des bei 180°
getrockneten rothen und des bei 210° getrockneten schwarzen Schwefelantimons genau gleich hoch gefunden, obgleich
clem schwarzen Schwefelantimon ein starker (large) kohliger Ruckstand (dessen Gewicht ubrigens in Abrechnung
gebracht wurde) beigemengt war. Zur E r k l b u n g dieser
Erscheinungen musste man geradezu annehmen , dass die
Weinsteinsaure schon bei 180° zum griissten Theil und ohne
ilemerkbare Schwarzung zersetzt worden sei und dass infolge
h s e n bei weiterer Steigerung der Temperatur (bis 210u)
keine bemerkbare Gewichtsnbnahme mehr stattfinden konnte.
R. Schneicler.
272
Es verdient ubrigens Beachtung, dass gerade diese
letzte Bestimmung, die Hr. C o o k e selbst als die beste
und gelungenste bezeichnet (,,the best determination, and
as perfect as can be made under conditions4L),das Atomgemicht des Antimons = 120,l-l ergab.
Welcher von diesen aiis den sorgf'iltigen Versuchen
des Him. C o o k e abgeleiteten Zahlen man nun auch den
Vorzug geben mag, jeclenfalls liegt sie der von mir gefundenen Zahl (120,3) so nahe, dass heicle (der Dumas'schen
Zahl gegeniiher) vice versa als Bestatigung fiir einander
gelten konnen.
Als Hr. C o o k e versuchte: clas ,Itomgewicht des A n timons nach den1 Vorgange yon D u m a s dxlurch z u bestimmen, dass er im Chlornntimon (theils (lurch fractionirte Destillation, tlieils (lurch Krystallisation nus Schwefelkohlenstoff gereinigt) dnrch Fillen der mit Weinsteinstiure
bereiteten Liisung mit in miiglichst geringem Ueberschnss
angewandter Silberlosung den Chlorgehalt erinittelte, ergeben sich Zahlen, die niit den von D u m a s erhnltenen
nahezn ubereinstimmten. Es wurde namlich im Mittel aus
17 Versuchen (hei denen zwischen 0.5326 und 2,5030 g
Chlorantimon angemnndt murden ) der C,hlorgehalt des
Chlorantimons zu 46,620 Proc. gefunden, woraus sicb (wenn
A g = 10s und C1 = 35,s) fur dns htomgewicht des Antimons die Zahl 1?1,91 berechnet.
Demniichst bestimmte Hr. C o o k e die Alenge von
Schmefelantimon, die aus einer bekannten Menge Chlorantimon erhalten murde. Dabei ergab sich im Mittel
aus 6 Versuchen, dass (wenn S b = 120 uncl S = 32) 100
Theile Chlorantimon 53,401 Theile Antimon enthalten.
(Fur Sb=122 und S=32 wiirden sich 53,652 Proc. berechnen). Dieser Werth, insofern er sich mit dem vorher ermittelten Chlorgehalte cles Chlorantimons (46,611) l) nahezu
zu 100 ergiinzte, schien fiir die Richtigkeit der Chlorbestimmung zu sprechen und er schien somit nuch geeignet,
1) Als Xittel
BUS
den ersten 13 Versuchen.
213
R. Schneider.
dem uus jener Chlorbestimmung abgeleiteten Atomgewicht
(1'21,94) zur Bestatigung zu dienen.
Die Ergebnisse, zu denen einerseits die Synthese des
Schwefelantimons, andererseits die Bestimmung des Chlors
im Chlorantimon gefiihrt hatte, waren demnach durchaus
witlersprechender A r t : wurde durch ,jene das von mir bestimmte Atomgewicht des Antimons bestatigt, so sprachen
diese anscheinend zu Gunsten der von D u m a s erhaltenen
Zalil. Z u r Klarung des hierin liegenden Widerspruchs
whri tt Hr. C o o k e zu vergleichenden Versuchen init Bromuntl .Jodant'imon. Resonders das Bromantimon schien sicb
fiir die auszufuhrenden C'ontrolversuche gut zu eignen, d a
tnicht, wie das J o d m t i m o n , zur directen Aufnahme von
Snuerstoff nus der Luft geneigt und da es zugleich, worauf
Hr. C o o k e besonders aufmerksam gemacht hat, weit
weniger hygroskopisch ist als das Chlorantimon.
Das angewandte hntimonbromid war durch wiederh u l k Umkrystallisiren aus reinem Schwefelkohlenstoff und
durch fractionirte Destillation auf dns Sorgfaltigste gereinigt. Aus der Losung desselhen wurde durch ( i n moglit-hst geringem Ueberschuss angewandte) Silberlosung das
R r o m gefiillt und aus dem Gewichte des Bromsilbers der
Bromgehalt des Antimonbromids berechnet. I m Uittel
:ius 15 Bestimmungen (in denen die angewandten Mengen
r o n Bromantimon zwischen 0,9417 und 3,2838 g schwankten) wurden 66,664 Proc. Brom gefunden. Die letzten
6 Hestimmungen, mit einem besonders reinen Bromid aus- .
n
nrfiihrt,
gaben fur sich im Mittel 66,6665 Proc. Brom.
AM der letzteren Zahl berechnet sich das Atomgewicht
tles Antimons fast genau zu 120.
Z u ahnlichen Resultaten fuhrte, wenn auch nicht mit
gleicher Gllitte und Prlcision , die Analyse .des Jodantimons. Dieses wurde erhalten durch Eintragen von pulverformigem Antimon in eine huflosung von J o d in reinem
Scl~wefelkohlenstoffund auskrystallisirenlassen des Jodids
;LLIS der Losung entweder durch Erkaltung oder durch
Verdunstung der letzteren. Zur weiteren Reinigung des
.\nn, d. P h y .
11.
Chem.
N. F. v.
IS
274
R. Schneider.
Jodids empfahl sich indess weder das U mkrjstallisiren nus
Schwefelkohlenstoff, dn sich das Jodid nur ziemlich schwierig darin auilost, noch konnte mit Aussicht auf giinstigen
Erfolg zur fractionirten Destillation geschritten werden;
denn abgesehen davon, .dnss das Jodantimon einen ziemlich hohen Siedepunkt (etwa den des Quecksilbers) hat,
erleidet dasselbe nach den Beobncbtungen des Hm. C o o ke,
wenn es in lufthaltigen G e f h s e n erhitzt wird, durch die
Action des atmospharischen Sauerstoffs oberfiachlich eine
theilweise Zersetzung, wobei im Sinne der Zeichen:
2SbJ, 2 0 = 2 S b O J 2 5
Jod frei und Antimon-Oxyjoclid ausgescliieden wird.
Nit Riicksicht auf diese Verhiltnisse wurde dils robe
Jodid im trocknen Kohlensaurestrome bei 180-2OOO sublimirt; der grosste Theil des Sublimates bestand nus den
bekrrnnteii rotlien hexagonalen Blattern, doch wurde zugleich
eine kleine Nenge eines gelben Sublimates in dtinnen rhombischen Blittchen erhalten, die nsch Hrn. C o o k e nls eine
besondere Modifization des Jodantimons nnzusehen sind.
F u r die Analyse (Liisen des Jodids in Weinsteinsiiure und
Fallen mit einem moglichst geringen Ueberschuss von
salpetersaurem Silberosyd) wurden die schiinsten Krystalle
ausgesucht.
Es wurden auf diese Weise iiri Jodantimon im Mittel
aus 7 Versuchen 76,051 Proc. J o d gefunden,, woraus sich
das htomgewicht des Antimons zu 119,9S berechnen wurde.
Docli muss bemerkt werden, dass zwei vou diesen Bestimmungen, zu denen hauptsachlich jene gelben Krystalle
dienten, mit nur 0,4610, resp. 0,3496 g ausgefiihrt wurden,
mit ilIengen also, die fur Atomgewichtsbestimmungen doch
wohl etwas zu niedrig gegriffen sein diirften, und dass
gerade in diesen beideu Fallen der .Jodgehalt des Jodids
erheblich hoher gefunden wurde, als in den anderen Versuchen, namlich in beiden Fallen = 76,161 Proc. L h t
inan diese beiden Zahlen, als nicht im gleichen Jlaasse
wie die iibrigen stimmberechtigt., bei der Bildung des
Mittels unberiicksichtigtt so erhalt man st.att der obigen
+
+
76,051 Proc. als Mittel aus den iibrigen 5 Versuchen
7ti.007 Proc. J o d , woraus sich das Atomgewicht des Antimons zu 120,36 berechnen miirde.
Nachdem nun die Untersuchung sowohl des SchwefelLiritiinons a19 m c h die des Brom- und Jodantimons ubereinstirnmend fur das Atomgewicht des Antimons Zahlen
rrgeben hatte, die alle mehr oder weniger nahe a n 120
herangingen, konnte es keinem Zweifel mehr unterliegen,
h s s die nus der Annlyse cles Chlornnt.imons abgeleitete
Zahl (122) von einem erheblichen Fehler getroffen sein
miisse. Um diesen Fcliler zu ermitteln: griff Hr. C o o k e
nochinnls a u f die Untersuchung des Chlorantimons zuriick.
LAnkniipfend an {lie allbekannte Thatsache. dass dss
'hlorantimon im hohen Grade hygroskopisch ist und dass.
wrnn es Feuchtigkeit angezogen hat, diese sich beim nachlierigen Erhitzen (d. h. bei der Destillation des PrLparates)
init einem kleinen Theile des Chlorantimons unter E n t weichen von Salzsiiure und Bildung yon Antimonoxyd
oiler -Osyclilorid) zersetzt, kam Hr. C o o k e auf die sehr
riclitige Vermuthung, clurs dtts von ihm untersuchte Chlortintiinon Oxvchlorid entlialten hahen moge und dass sich
infolge dessen der Chlorgehalt desselhen zu niedrig ergeben
Iial)e. Versuche, ~ R Osychlorid
S
vom Chloride im Wegt:
tler fractionirten Destillation zu trennen, fiihrten nicht
zrim Ziele; vielmehr zeigte sich, dass, wenn einmnl die
Bilduug von Osychlorid stattqefunden htttte , die bei wie1 I erh o I ter part i ell e r D e s t i Ilat ion e rhsl te n e n R iic k stan d e u n cl
Uestillate stets anncihernd dieselbe Menge Chlor enthielten.
was IHrn. C o o k e zu dem Schlusse fuhrte. tlass die I-erIiiiltiiissrniissig kleine Menge Osychlorid mit den Dgmpfen
,lei; im grossen Ueberschuss vorhandenen Chlorantimons
init iil)erclestillire. Da auch rerschiedene Versuche. den
( & h a l t des Chlorids a11 Oxyd. resp. Oxychlorid direct z u
I)estimmen, nicht den gewiinschten Erfolg hatten, 50 blieb
xhliesslich nichts ubrig . als die Menge des vorhandenen
Oxvclilorids :iuf indirr.ctem Wege (cl. h. den vorhmdenen
$:tuwstotY niis dem Verlnst der Annlysej zu bestimmen.
I>*
276
R. Schneider.
h l s Hr. C o o l i e zu diesem Zwecke in einem Chlorantimon von der Qnalitlt des bei den fruheren Versuchen
benutzten den Antimon- und zugleich den Chlorgehalt mit
moglicht grosser Gennuigkeit hestimmte, ergab sich in der
T h a t ein Verlust der Analyse von 0,213 Proc., der nur
auf Rechnung eines geringen Sauerstoffgehaltes im Chlorantimon gesetzt werden konnte. Das Ergebniss der Analyse
war namlich das folgende :
46,413 Proc. Chlor,
.53,3?4 ,, Xntimon.
0,213 ,. Verlust.
___100,uoo Proc.
S i m m t man den Verlust fiir Yauerstoff und zieht inan
von dem gefunclenen Xntimongehalte diejenige Menge Antimon (1:065 g) ab, deren jener Saueratoff zur Bildung von
Antimonoxyd bednrf, so Iiinterbleibt cin Rest von Antimon (52,309 Proc.), der zu den1 gefunclenen Chlorgelialte
(46,413 Proc.) fast genuu in dem Verhiiltniss = 120 : 3 x 35,5
steht, entsprechend der Formel SbC1,. Mit andern Worten: ein Chlorantimon, welches 0,213 Proc. Sauerstoif (als
Antimonoxyd) enthalt, murde (wenn Sh = 120 u n d C1= 35,5
genommen vird) bestehen miissen A U ~ :
46.4 1S Proc. chlor,
53,369 ,, . I n t i l l i o n .
0,213
S:LUerStOtf.
100,000 Proc.
),
Es ist nicht zu verkennen: die so au€t'dlend nalie
Coinciclenz der bei obiger Annlyse gefundenen mit den
unter den gemachten Voritussetzringen berechneten Zahlen
mncht es im hijchsten ?rIa:me wuhrscheinlicli, class der
Verlust der Analyse mesentlicli in Snuerstoff bestand und
dass folglich das untersuchte Chlorantimon trotz aller auf
seine Reinigung verwendeten Sorgfdt etwas Osyd oder
Oxychlorid beigemengt enthiel t.
Hiernach erscheint es denn \-ollliommen erklkrlich.
R. Scchneider.
277
dass Hr. C o o k e auch bei den oben (p. 272) erwahnten
Bestimmungen den Chlorgehalt im Chlorantimon zu niedrig
und folglich das Atomgewicht des Antimons zu boch
fitnd. &lit gleich einfacher Consequenz ergibt sich, dass
~1t.rGehalt cles Chlorant.imons an Antimon zu hoch gefunden werden musste, wenn er aus dem Gewichte des
Scbwefelantimons abgeleitet wurde , das aus einer bekannten Nenge Chlorantimon erhalten ward. Denn wahrend
wines Chlorantimon (wenn Sh =120 und S = 32) 74,172
Proc. seines G.ewichtes Schwefelantimon ( entsprechend
.?2.%0 Proc. Sb) liefert. wiirden aus einem solchen. welches 0,213 Proc. Sauerstoff (oder 1,280 Proc. Antimonox~cl)
enthalt ? 74,716 Proc. Schwefelantimon erhalten werden
niiissen. Dem entsprechen rtber 53,368 Proc. Antimon.
Hr. C o o k e fand bei jenen Versuchen (9. oben p. 272)? bei
denen er Chlorantimon in Schwefelantimon rerwandelte,
,53.401 Proc. Antimon.
Nach diesein allen darf mit der hochsten Wahrscheinlichkeit angenommen werden , dnss auch die ChlorbestimIniingen: a u s denen D u n \ a s das Atomgewicht des Antinions abgeleitet hat. irifolge eines Gehitltes des Chlorides
;in Oxyd oder Osychlorid fehlerhaft ausgefrtllen sind.
cferade diese Felilerquelle aber ist es. auf die ich schon
irn .Jahre 1859l), bald nachdem D u m a s seine Atom,oewichtshestimmungen veroffentlicht hatte, erkannt hahe
u n d die ich schon damals ausdrucklich nls diejenige bezeichnet, habe, von der nach meiner Ansicht alle Atomzewichtsbestimmungen. hei denen D u m a s von hygroskopiichen Chlorjden susgrgangen war. mehr nder weniger
s t a r k getroffen worden sind. ?)
~-
CVII. 1). 619 t'.
2) Es mag bei diever Gelegenheit daran erionert werdeu, dm.3
U i i m a s (1. c . ) fur das Atomgewicht des Magnesiums Werthe erhielt,
die urn 24.5 schaankten, fur dm Atomgewicht des Wismuths solche
zKinchen 212 und 210, fur daa Atomgewicht des Eisens (im Mittel aus
3 Bestimmungen) den Werth X , 2 , - Zshlen also, die ebenso mie das
1-nu ihm hestimrnte Atomgewicht
des Autimoos (122) e r h e b l i c h
1) Pogg. Ann.
278
R. Schneider.
Es sei mir gestattet, aus der citirten Abhandlung
einige Stellen hier wortlich einschalten zu diirfen.
S. 626, wo der Versuch D u m a s ' , das Atomgewicht
des Magnesiums aus der Annljse des Clilormagnesiums abzuleiten, besprochen wird, heisst es :
, : D u m a s hat in diesem Falle selbst zugegeben, dass
es ausserordentlicli schwer sei , das Chlormagnesium vor
einer Aufnahme yon &uerstoff z u schiitzen, und dass,
wenn sie einmal stnttgefunden hat, selbst die fortgesetzte
Behandlung mit Chlorwasserstofi'gas nicht im Stande sei,
die Reinheit des Chlorides herzustellen. Dns eben ist's.
worauf sich meine Bedenken gegen die Zuverliissigkeit der
angewandten Methode beziehen. Uncl es ist aller Grund
zu der Annahrne vorhlinden, dass viele nndere Chloride,
besonders diejenigen, die hvgroskopisch sind, sich dem
Chlormagnesium gleich oder lilinlicli verlinlten. F u r einige
derselben, nnmentlich fur Chlorzink und Chlorwismuth habe
ich mehrfach Gelegenheit geh:ibt, mich davon zu iiberzeugen, mie schwer es ist, sie viillig frei yon Swerstotfzu
erhalten.
W i r d Chlormismuth, das eine Spur von Feuchtigkeit
angezogen hat, erhitzt, so entweicht Chlorwasserstoffgas
und das zuruckbleibende Chlorid enth?Llt eine dem angezogenen Wasser entsprechende MengP von Oxyd oder
Oxychlorid. Friihere Angaben von . J a q u e l a i n stimmen
mit dieser Reobnchtung vollltommen iilwrein."
W e i t e r heisst es auf S . 62s in Beziig unf diis Atomgewicht des hntimons:
h o h e r liegen, als die PUS andermeitigen genanen Bestimmungen ahgeleiteten Atomgewichte dieser Elemente. Darin dnrf, mie mir scheint,
ein deuflicher Hinmeis r u f eine g e m e i n s a m e F e h l e r q u e l l e gefunden merden, die bei allen jeuen Bestimmungen D u m a j ' unterpelaufm
i s t Ich, glaube nicht fehlzngehen, menn ich annehme, dass die yon
D u m a s aogewandten Chloride, die s:rmmtlich hygroskopisch sind, nicht
vollig frei von Sauerstoff waren, und e s ist ervirhtlich, dass infolge
desaen die Atomgewichte der betrefyenden Xetalle z u h o c h gefunden
werden mussten.
R. Schneider.
279
.: Obgleich die Resultate ( v o n D u m a s ' Versuchen)
untereinander ziemlich gut iibereinstimmen (die Grenzwerthe
sind 1'>1,63 und 122,32), SO mochten doch auch hier aus
Lihnlichen Griinden, wie sie in Bezug auf das Chlorwismuth
rrortert wurden, Zweifel uber die normale Zusammensetzung des angewandten Chlorides erlaubt sein."
Und endlich a m Schuss der Abhandlung, auf S. 630,
stehen die Worte:
..Es ist die erste und wicht.igste hufgabe jeder Aequivdentbestimmung, eine Fehlerquellen moglichst susschliessende F o r m als Ausgmgspunkt zu wiihlen. Ob nun d i e j e n i q e n Chloride, die stark hygroskopisch sinrl, die zugleich,
wenigstens bei hijherer Temperntur , das Wasser kraftig
zersetzen und dadurch stets der Gefahr einer Sauerstoffaufnilhme ausgesetzt sind, - ob diese als solche Formen
hetrachtet werden diirfen, das ist die Frage, die ich glaube
verneinend heantworten zii miissen, wie hoch ich m c h die
(3ennuigkeit der Chlorbestimmung als solcher anschlage.;'
Trotz der hier geiiusserten ernsten uncl gewiss nicht
unbegriindeten Bedenken gegen die Zuverliissigkeit der
von D 11 mtts nngewendeten Methode sind doch die meisten
tler von ilim aufgestellten Atomgewichte zu ziemlich sllgeuieiner Annahme gelangt. Was specie11 das Atomgewicht
des Antimons behifit; so ist seit jener Zeit (1859) die Angabe. dass S b = 122 sei. wie ein Dogma durcb alle Lehrbiicher der Chemie gegangen. Die der von mir gefundenen Zahl damit niderfabrene Ablehnung hat mich urn so
empfindlicher beriihrt, als dieselbe jeder tieferen sschlichen
Begriindung entbehrte nnd als ich mir zugleich bewusst
war, unter Benutzung einer durch Einfachheit und Sicherheit gleich ausgezeichneten Nethode auf die Ausfuhrung
cler einzelnen Bestimmungen die ausserste Yorgfalt verwendet z u haben.
Es gewahrt mir unter diesen Umstanden, wie wohl
hegreiflich, eine nicht qeringe Genugthuung, dass die von
inir fiir das Atomgewicht des Antimons sufgestellte Zahl
120.3) tlnrch die neueren Un tervuchungen des Hrn. C o o k e
280
R. Schneider.
eine nahezu vollstandige Bestiitigung erfahren und dass
zugleich Er. C o o k e , dem i n diesem Falle vor vielen
Anderen ein competentes Urtheil zustand. sich fiber meine
diesen Gegenstnnd betreffende Arbeit, iiber die von anderer
Seite mit einer gewissen vornehmen Geringschatzung abgeurtheilt worden ist , in Worten hilliger Anerkennung
ausgesprochen hat. Lassen wir Hrn. C o o k e selbst reden.
Der Eingang seiner mehrfach citirten Abhandlung lautet
wortlich:
,,In 1856 R. Schneider of Berlin made a very careful
determination of the atomic weight of antimony xnd ohtained for its value 120,3. His method consisted in
reducing native antimony glance by means of hydrogen
and his investigation w a s a model of its kind. I n his
paper') 311 the details of the experimental work are given
and it is evident that every precnution was taken which
the circumstances required."
E n d gegen das Ende der Xbhandlung heisat es:
,,The general conclusions, then, which we deduce as
the results of this investigation, are First, t.hat the value of the atomic weight of antimonJfound by Schneider in 1856 - Sb = 120,3 - must be
accurate within a few tenths of 11 unit, but t h a t ' t h e most
probable value of this constaut, as deduced from our experiments, is S b = 120, when S = 3 2 .
Secondly, that the apparent dissagreement with this
result, presented by the partial analyses of antimonious
chloride, is p r o b a b l y due to the constant presence of'
oxichloride in the preparations of this compound.::
O b das Atomgemicht des Antimons nun wirklich, wie
Hr. C o o k e anzunehmen geneigt scheint, genau = 120 oder
= 120,3 ist, diese Frage wird auf esperimentellem Wege
schwer mit viilliger Sicherheit zu entscheiden sein , denn
es handelt sich hier u m Differenzen. die kleiner sind als
____
1)
Pogg. Ann. XCVIII. p. 293.
28 1
R. Schneirler.
die unvermeidlichen Beobachtungsfehler , mit denen selbst
unsere sorgfaltigsten Analysen behaftet zu sein pflegen.
Znm Beweise dafur diene die folgende Znsammenstellung.
Proc.
Proc.
Differeoz
Zusammensetz. Zusarnmensetz.
In
wenu Sb = 120. wenil Sb = 120,3.
Proc.
-
~
Sh
Br3
yil j,
= 33.334
R r = 66,666
=
S b = 23,05?
=
.T
=
=
76,047
=
33,388
66,612
23,997
76,003
’
’
‘
0.054
] 0,044
Die Mehrzahl der von Hrii. C o o k e ausgefiillrten Beatirnmungen, das liisst sich nicht verkennen, hat fur clas
htomgewicht des Antimons Werthe ergeben. die sich der
Znhl 120 his nuf kleine Diflerenzen nahern; manche andere
st.iner Bestimmungen liaben Ergebnisse geliefert, die nach
ineinem Dafiirhslten mehr zu Gunsten eines etmas hoher y n , der von mir gefundenen Zahl (120,3) naheliegenden
Werthes sprechen. Welche von beiden Zahlen man nber
niich annehmen mag jeclenfalls liegt dieselbe der Wahrlitlit so nahe, dass sie unhedenklich und ohne irgend
ivelchen bemerkenswerthen Fehler bei allen stochiornetri.then Berechnungen zii Grunde gelegt werden kann.
B e r l i n , im J u n i Id;&
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