close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Bemerkungen ber das Chlorcyan.

код для вставкиСкачать
496
Das Blei-Eisencyanur zeigt bei Erhitzung eine beinerkenswerlhe Erscheinung. Zuerst erhalt man Stickgas,
gemeiigt mit Cyan und cyanwasserstoffsaurem .4winoniak.
Die Masse, obgleich sie roth ist und nichts mehr verliert,
wird rnit eininal gluhend und I a t t fast augenbliclilich eine
g r o t e Menge Stickgas entwickeln. Der Ruckstand , bei
husschlufs der Luft erkaltet, bat eine s c h arze Farbe, i6t
einige Grade oberhalb der gewiihnlichen Teniperatur pyrophorisch, und giebt an feuchler .Luft reichlich Ammoniak, von dem e r auch vie1 mit Wasserdainpf in der Rothgluhbitze erzeugt. Nach freiwilliger Entzuridung der Masse
bleibt eine Verbindung von zwei Proportionen Bleioxyd
und einer Proportion Eisenoxyd zuruck , die rothbraun
und vor dem Lathrohr selir schmelzbar ist. Das starke
Ergluhen, welcbes das Blei- Eisencyaniir beiin Erhitzen
zeigt, deutet sicherlich auf die Entste hung eiiier neuen sehr
innigen Verbindung. W a s fur eine Verbindung dicL aber
sey, das bann n u r eine neue Untersuchung lehren.
W. Bemerkungen
con
(Jourit.
iihcr ilas Chlorcyan;
€ h i .
Seruflixs.
de chirn. nzedirule Anrlk 11131, p. 129.)
-
~
_-
J c h habe frijher gezeigt *), dafs die gasfiirmige Verbindung von Chlor und Cyan, welche nian ehedem fur eine
Saure gehalten h a t , nur ein Chlorcyan ist, und \Tie das
voii mir enldeckte Brom - und Jod - Cyan durchaus nicht
die Eigenschaften einer Slirirc besitzt.
IJnter den neuen Eigenschaften, welche ich im Cblorcyan (N C+CI) aufgefundeu habe, ist ohne W d e r r e d e
am nierkwuidigsten die, dais es iliissig wird und endlich
erstarrt, wenn man es durch ein Kaltegemisch VOD 2 l'h.
zerstorsenen Eises und 1 l'h. Kochsalz nach und nach in
eine 'l'emperatur von -18" versetzt. Es scbiefst dabei
ggnzlich in langen durchsichtigeu Krystallen an.
Man kann dicsen Kiirpcr in einer einzigen Flaschc
in sehr grofser Menge auffangen. Zu dern Ende bereitet
man es erst nach meiner Angabe, indem man in eine mit
Chlor gefullte Flosche von ctwa zwei oder drei Litern
Inhalt gepiilvertes Cyanqiiechsilber, S Gim. auf jedes Li*) Man sehe diese Annal. Bd.
XI. (87.) S. 87.
49 6
ter Chlor, schiittet und mit etwas W a s s e r anfeuchtet. Man
stellt darauf die Flasche an einen dunkeln Ort. Nach 24
Stunden ist sie entfarbt, und man erhalt, als Resultat d e r
Reaction, festes Chlorquecksilber und gasfbrmiges Chlorcyan.
Urn das Chlorcyan abziischeiden, stellt man die Flasche in ein Ksltegemisch, woraiif es dann in sehr k u n e r
Zeit an den W a n d e n krystallisirt scyn wird. Nun bffnet
man die Flaschen und schiittet ein wenig W a s s e r hincin ;
100 Grm. sind mehr als hinreichend, urn das Product einer jeden Flasche zu Idsen, weil das Wasser, bei d e r
Temperatur +20O C., das 25fache seines Volumeus a n
gasfiirmigem Chlorcyan zu lbsen vermag.
Nachdein man diese Operation bei allen Flaschen
vollzogen hat, giefst inan sllnmtliche Chlorcyan- Lbsungen in einen Ballon mit langetn Halse, der beinah davon
gefiillt wird. Man setzt nun einen Pfropfen auf, versehen
mit einer gebogenen Rirhre, die in eine zweihalsige, Chlorcalcium enlhaltende Vorlage hineinreicht. Aus der andern
Oeffnung dieser Vorlage lasse inan eine gebogene Rahre
frei in den Hals einer leeren Flasche hinabgehen, die zur
Aufnabme des Chlorcyaus bestimmt ist.
Nachdem man den Apparat verkittet und die'Flasche
mit einer K~ltemischuug uingebcn hat, erhilze man den
Ballon. Das sich entw iclielnde Chlorcyan wird die Flussigkeit bald in's Sieden verselzcn, zu dem Chlorcalcium
iibergehen, und , nachdem es hier getrocknet ist, in der
erkalteten Flasche krystollieiren, wo man es, oline dafs
es verfliegt, in grofser Menge sammeln kann. Hcbt man
die Flasche, nachdem man sic verslopselt lint, ails d e r
Baltemisrhung, so wird das Chlorcyan erst flussig und
dann gasformig.
Schiittet man auf das krystallisirte Chlorcyan etwas
W a s s e r , und zieht die Flasche dann aus der Kaltemischung, SO last sich ein Theil desselben, 1v;ihrend eiii anderer Theil als eine durchsichtige Fliissigkeit in dew W a s ser zu Boden sinkt und sich kaiim von ibui unterschciden lafst. In diesem Zustande, wo es nahrscheinlich ein
Hydrat ist, helt es sich bei genahnlicher Teinperatur und
unter dew genbhnlichen Druck; in versclilossener Flasche
kann man es jedoch beliebig lange aufbewahren.
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
1
Размер файла
101 Кб
Теги
ber, bemerkungen, chlorcyan, das
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа