close

Вход

Забыли?

вход по аккаунту

?

Bemerkungen ber das Geschlecht des Feldspath-Grammit's und Beschreibung des Oligoklas einer neuen Spezies desselben.

код для вставкиСкачать
1.
NeueRe Gefchichte dcr Feldfpathe.
In
dcr waliren Kenntnifs itm die Vielfiiltigkeit des
k'eldlpatlts hat Herr Dr. G n s t a Y R o s e '1 dic Bdin
gebroclicn. Er uitterfcliied bekanntlicli vier Spezicn:
FcldfImtli, Albit, Labrador, Anortliit. Er iibcrl'ih
abcr das Syiiimctrie - Gel'etz feiiier crRen Spczics, indent er diel;-lbe nocli 1ierniBdril'ck iialim, da fie doch
fo p i t \vie dic aridcrn tctartotdrifcli in, was icli i n
mciner in1 Yriilrjalrrc 1815 erfclrienonen zwciten Auflag0 der vollli3indigen Cliirakteriftik des MineralSyficms bcwiefen zu liaben gloubc, und woraiif icli
unten bei dem Artikel Ortlioklas noclrnials koinmen
werde. Ferner ordncte icli deli I'etalit zu den Feldfpatlicn, niid die Unterfi~cliangder mir zii Gebote
rtelrciideii Abanderunpn derfe'elbcn fiilirte niicli zii der
Entdeckung einer neiien Speziea, des Periklins. Himaiif tliat Herr Prof. C. G. G n i e l i n '*) die Selblirtttndigkeit diel'er Spezics von dcr JiemifJlen Scite dar.
6)
Gilbert's Atanalen d. Pbyfik 1s23. St. 2.
.')Kaatner'r Archir der Natorlebre 1824.
H.I.
r
80
3
Icli fetzc das Ref'ttlht feiner AnaIyfe nocli niit Iiiclier,
do icli drKclbe i i i ciiiigen feit der Zeit erbliieiieiieii
Rlineralogicw~i veriiiiUk. Der Periklin von Ziiblitz
befielit niiiiiliclr ails
Kiefelerde
67.94~2 elithalten 34,174 Sauerfioff
18,9324
8,841
Tlionerde
Natron
9t93jS
21334
Ihli
3.4116
C8409
Kalkerde
0,1501
Eirenosydol
44812
GliilungsverltiR 0,36co
-
-
-
1oo,n6 13
Die I'ormel fiir dide Zi~fammeni'ctaa~r~
ifi niitlliii
E
+ 3 AS',
u n d wirklicli hattc ich eiiie Verbindung von 5AS'
xS3 oder 3AS3
S3 in mciner
Sclirift S. 274 vorausgefagt, wen11 x iind y irgend
Alkalieii bezeiclinen.
Sa
+
+
Herr BCRatli M o l l s 3 , meine Arbeiten iiber
ye]dfpatiie (To wie faR alle nieine niineralogirclien Forrcliiingen, die icli nacli Scliluf" dcr Fortfetziing der
Ilolfmann'l'chen Mineralogie dem Publikiim iibcrgebcn ) i6norireiid, hat deli Orthoklae zwar aiiclr nocli
1icmii:drifch gcnonimen obwolil er bei Gelegenlicit
des I'etnlits fagt , dafs S ~ ~ d t u i ~ ~ ~ f lyon
~ c lverfcliieieii
deiier BeI'cliaKeiilieit niclit ZLI einer cinfaclreii Forni
gclt;ireii, uud obwolil eiiie I'olclic VcrGliiedcirllci1,
U
wie Gc fcincni (l'r 3 13, d. i. den FlacIien T und t ,
zitkoiiiiii~ iioch voii kaiiicm niit Wahrliei~sliebeforli;lienden iMiiicralogeii pleugiiet worduii ift.
IVas
,
,
+
*> D d e n Grundrirs der lineralogie B.
-
11.
I: 81
I
ich als Periklin charakterifirt h a t t e , fiilirt Herr BCRatIi
Mohs J a l i r Cpater als Feldf13ath von der Saiialpc a i d
Den Anortliit iibergellt er.
Herr ProfelIor I-Iess e l *) erkennt lowoh1 rneiiie
ZuGrnmeniie!lung der Fe:dIpathc, als aucli die Exificnz d e r einzelnen Spezies an. I n feiner Abliandlnog
finden Iich manclie intereRante Eemerkungen a u f die
icli Zuni T h e i l liier nochmals liornrnen werdc. Den
Namen Ort/ioil.Zzs fiir den Kali -FeldCppaih vertaufclit
er jedocli mit dem friiher von IIaiiy in Vorfclilag gebracliten Orthofe, der ineirics Beddnkens weniger p i t
klingt. Herr Prof. Hessel Ciiclit ferner eine chennifcche
Formel fiir nZZe Feldfpathe, u n d fiiidet auch eine zweiglicdrige. Aber fie ifi niclii alleiii weitfcliichtig fond e r n Linter gewiLT'en Unifianden bekonimt das erRe, und
zuifer ander11 Uniltsnden das zmeite Clied den o Werth,
u n d der Hauptzweck jeder cliemifchen Forniel, die
unrnittelbare Anfchauung der A r t yon binfiren Verbindungen gelit dabei verloren.
,
,
2.
Alfgemein kryitallograpbifche Bernerkungen.
Durch die Mohs'lche Vorltellung von der tetartoBdrifchen Abtheilung des Rhombenfyfierns fcheint allerdings die Theorie deflelben einer bedentendern Ausbildnng fiiliig als friiher. Indelikn was fiir den Calcid fchr crfpriefslicli ifi, niaclite nicht allenial bei der
Darfielluiig des Wirkliclien aiicli nijthig feyn. Und
l'o bleibe icli vor der Hand bei Annakme von P r i m l r formen ails Flaclien verfcliiedenen W e r t l i e s und d i e
nlle u n d grorsentheils liets zii fehen find, als d a b iclr
*) v. Leonbard's Zeitfchrift fiir Mineralogie, Jalirg. 1826.
Aiinal. d.PLyGk. U. 84. S t .
1.
J. 1YzG. SI, 9.
F
H. 4
c
82
I
blche anntilime, von denen die Natiir gar niclits oder
nur zuweilcn nnd l'elir nntcrgeordnct den vierteii Tlieil
relien i n t t . ES I'c~ieint'keineswegs conditio sine qua
noii jeder Pri~iiarform,Jars Ge eine einfaclie Form l'ey.
Da, \vo die Syfieine eiiic folche gefiattcn, ifis eine andre Saclic. Gcwifs abcr gewinnt die Betraclituiq teiartorhonilifclr cr Kryfiallifationcn an Einfacl~lreit
wcnn man n n r rolclle l ~ l ~ c l t czu
n den Seiteiifliiclien
des primsren bliiefen rhoniboi'dirclien Prisma wtililt,
welclie als die crRe Pyramidc von unendlicli langer
Axc crl'clieincn. Und in fofern confirtiire icli ferner tlicllt niclir die Primiirform cines Feldfptlis airs
deli FIacl~cnP N T , foiiderii 011sdenen f"/,
wobei P
als fcliiefe Bafs dient iind T und I = Q n : b :c.
Icli erlaiibe mil* liierbei rncin Glaiibeiisbekcnntnirs iibcr die Z d d der !~r).TraltiTations-SyReiiie, iiota
betic d(?rwirklich exifiireiideii nbzulcgcn.
Es ifi ausgemaclit, dab, WIIII niilii das RhonibenSyficni als t Iomorflomben I-lemirlionlben - litid Tetartorlioni1~en'-Syliemc iiiitcrl'clieiden will, dicl'e 5 Sylictnc iaaitcreiiiandcr Sewil's in eirier vicl griiberci VermandIl'clidt Iiclicn als dic iibriseii drci iintereinander iind zit deni I\llombcn Syficmc. In den Tcfleraln n d Tetragonal- Syfiemen liat 111011 1ionloi;dril'clie iind
Iiemiiidril'cl~oCombinat ioiion ; ini €-Jcxagoiial- Syfieme
homo~drildie IieiiiiCd ri L'clie niid tetarto8driI'clie. I n
der Tliat ficlit abcr das 1Icsngoiial- Syfteni keinem anderii lo lirlic, a l dct~i
~
l\liombeii SyfieIlle belbrlders
dann, wciiii fcli die 1Yiiikel der pririizren BaGs 1 2 0 ~
u n d 60° n ~ l i e r n . Ifi cs doch bekaniit gcn116, wie
~ c l ~ w i c r idic
g Glimmer nacli iliren KryfialliLtions
SyRenieii zit iinterlclieiden find, iind gewifs find llier
,
,
-,
,
-
,
-
,
-
nocli die richtigan Erkennungcn (eltner, als d i o Verwcclislnng \venn, wie es niir immer wdirklieidiclier wird, der nicifie Glimmer Iremirhonibil'cli oder
tctrrtorlionibifcli ifi. Hat man doc11 auch den Molybdiinglanz allgcniein liexa~oiialgenonimen iind ich
kaiin ilrn iiiclit anders a h fiir rhomlifch erklrran.
M i t dcni Rotlrzinkerz ifi es iimgekehrt das hat man
fiir rlionilifclr genommcn iind es ili Irexagonal.
Bei d i e h i Ueberzcugangcn iuid Erfrhrunpm, n n d
iiacli Ucendigiiiig vieler daraiif beziigliclicn iMelTiingen,
beliarre icli in der Aiinaliiiie von niir vier Kt-yJdZifafiorts-SivJemen uud belialtc dabei die Analogie, jene
gliickliclie Fiilirerin aller Nilfurforl'cl~ung die Analogic der Syfiemc i n ilireii Abll~eilungen untereinandcr.
Nacli diefer VorausfclrickiinS konime icli noclr
au f cincn Wnrerfilried der telartor./wmbt~ctlenI'rimiitformen, hiicli Unterl'cliied nnch linker und recr'rter
Ke<.uiig nenncn will. Stellon wir jedes primiir fcliiefe
rhoniboidifclie I'risnia l o , dal's die Iaiige l)iagonalo
vori der linken ziir rcclrten in der ~ e i c ~ l n i uhorizonlg
tal liegt, und dafs der liumpfe Winkel, den dic bracliydiagonale Ebene (Bl bei den FeldlpaiIi~ii)n d dcr
fccllicf~11BaGs (P,welchc oben tiacli vorii geke1irt.ifi)
maclit, links obcn cin fiuiiipfcr ifi, To entr')ricllt die
vollkomninere litcrale Spalttin~stlticlieder Primtirform
ontweder der vorn links oder dcr vorn reclits liegenden Fkclrc, iiie abcr baiden ziigleicli. Sie Jiegt links
oder am fiuiiipfen V\'iiikcl der Yl~clienP auf 212, bei
Petalit, Perikliii, Tetartin Orilioklae und Oligoklao
Fig. 10. Taf. I. ; Gc liegt reclits oder mu fcllarfen W i n kel der niir geiianritci~Fliiclien bei Labrador und An-
,
,
,
,
,
F2
c
Of
3
ortliit, Pig. 1 1 . Tar. I., \vo dia Flirclie o wcp$all;n
wnrde, wcil icli fie liier iiictit nIs SpItiinssfliiclic licnlie. D i c h Untcrfcliicd koiiritc iintiirlicli niclrt gcfiindeli wcrdon, I'o laiige nian dcn I!eldl'path fiir Iicmil)ic Swlie lacst Iicli aiicli iuld zwar
gdrifclr nallin.
am angerncnjnficii To dnrfit4Jcii : Erin$ i n a n dic vollkoiiinieiifie Spa1tiin~sricl:titi~g
voii den zweicn lateralen T iiad I (wenn nacli Icidon Spaltlarlrcit zu bcmerken ) ztir Liiiken, oder ficllt itinn die laterale Spaltiingsriclitiin~der PritiirrrCorrn ( wemi mir cine zii reh e n ift (T))links, uiid dic rcl~iefa Bafis oben nacli
Vorn ; Ib ill bei l'eialit, Pcrikliir, Tctartia, Ortliolclas
und Bondit dio NcigiiiiS dcr I:l~clicY siif 111 linlts,
uiid h i Labrador iind Anortliit recliis. Es giebt
a1fo lirilsgeraeigle iind recfrlsgeneigle l'rinizdoriiicn,
unprecliiiei dafs fic obcn nacli vorn aiicli liocli, alfo
\~irkIiclidoppelt, gcneigt find. Ilicr ift es alfo iiiclits
mit der Aiiiialime von drei Ccnkrcclit aufciaandcr ftelicndcn Axenrichtir-sen did" liclicn virklicli mir
fcliief aufeinander. -7
lh Mst Iicli nicht leiigiion, dafs ini IUiombcnSyfienie das IIonloGdrirche niit dam Aiifrechlen dss
Hcnii&iCche niit dem Gebiicktcii mid das 'retartoCdrifclie mit dem Scliiefen des Menrclrcn vergliclicn
tverdcii kiinnc, oliiie dic Sache iris Litclierliclle oder
Myfiil'clie zielien, nocli weiiiger, urn dimit etwas sonderbsrcs Tagen 211 mollen. Icli IaKe dic Saclic redeii
zind der Var$cicli roll Iiicr niir ziir Vcrdcittlicliiing
dienen ia ohm dert Ver;qleich i/1 die Sache nicfrt zu
erklCrcn. Dabei wiirde ficli fcrner arsebcn, dtfs das
GcliicEItt wold o h e das Links - odcr l\eclitsgeneig\e,
das Scliicfe aber nicht oline daa Gcbiiclite Strtt GI&.
-
,
,
,
,
I 85 1
Und fo ifi es in der T h a t beini MenfcIicn. Dal's Iicli
im Menfchen die reclite Seite iifters IneIir ansbilde
als die linke uiid dalier die rechten liolien Scliulterii
liaufiger als die linken liolien Schnltcrn firld, ifi ariatomirch lklir erkliirirlich. Ob es aber riielir als eiri ZLIfall ley, Jars auch bei den tetartorhombifclien Mineralien der gr6Tsere T h e i l links geneigt S:y? diefe Frage
weirs icli niclit ZLL beantwortcn.
Parst aber iiberlianpt ineiii hier gezogener Vergleicll, To wird man es aiicli \vohl einleuchtend finden,
dal's Tetartorhomben Hemirhoniben - unJ Homorlloniben-Syfieme nicht eigentlich drei wefentlich verfcliiedene, londern niir drei A b t h e i h n g e n eincs nnd
deKelben Syfiems find, die fich fogar i n der Beobachtnng oft verwechl'eln laKen \Venn diefe iijclit aurserfi
g e n a ~zili. Antholith ( Werrier's fii-ahligor Anihophyllit), Euklas u n d aildere Mineralien find aiif Jas
Befiininitefic tetartorliombiCcli, und doch iialirn inm
fie zcitlicr als i n andere Abtheilungen geh6rig. MaIacIiit und Haloclialzit ( Safzkupfcrerz ) find walirI'clieinlicl~elenfalls tetartorhornbil'ch, und haben aiicli
g a m die Spaltbarkeit wie Orthoklas.
Der Unterlchied von linker mid recliter NeiSung
hrst ficli molil ferner niit den1 L i n k s und Reclitsge\y.undenen der trapezoEdriCclien FlsChen a111 QLiarze
vergleicliun vielleiclit aucli i n eiuer andern Deziell~lligder Spaltbarlteit niit niakroaxeii lint1 Irachyaxen
Gefialten 111. l. meine vollft. Charakteriliik S. 68. h
England hatte niaii Tclion verfuclit Iiieri~ach den
Quarz i n zwei Spezien zu lbndern, weil i h r e OptircLe
Differenz Tehr grofs ifi.
Aus den1 Linke - illid ReditsgeneigtTeyii der Feld-
-,
,
-
,
I: 86 I
f'patlie liel'se fich iiocli inelir folgcrn. Nacli den in
meiner Sclirilt 0. JCJ. aiifgehllten klaffilikatoril'clien
Griindfltzcn lollen nur niakroaxe oder iiiir brtclryane
Primfrfornien iii eiii Gefclileclit geordiiet werdon. U I ~
To k6nnte milii aocli niir folclie tetartoidril'clie SubCtanzen i n ein GeCclrlcclit z3ililen, svo die erfien lalcralen Flliclicn der I'riniarformcn iiiic eiiie gteic/inam(qe
Lnpe *I Iirben. Sontcli IieCsc11 Gcli die Yeldlpatlle i n
zwei Grl'clileclitcr l'ondern, die weitcr diircli fpccifil'clies Gewiclit vicllcicllt fclbfi optil'cli unlcrl'cliicdca
s
To vie1 crwieliti,
werden k6iiiiteii. ~ l . ' c i i i ~ f i m ii't
dafs dcr Labrador die I'nrb~nwandlun;: iti dcr iiiakrodiagonalen I\icliturig zeigt dcr Ortlioklas I I ~ I I ~ ~ * ~ ( : I I
311 der brachyditgoiialen \\*elclies Verlielten i i i i Scriiigern Grade aiicli deiii I'clalit zukomnit. E:iidlicli Ifi
ee ziigleicli liiiclrfi rncrkwiirdig, d d s diel'e niinc;.nlogifcli gain L l I l ~ C ~ l l C LrkIiiri1llg
~i~e
der Zwcierleiliei t cles
Gcfclileclrts der bckaiiiitcii CIwinil'clien %iiTatntneiil'czzung eiitfpriclit, nanicntIicIi da die ciiic k r y f t a l l o p pllil'ch gleicliaaiiiige Abtlieiluiig iiniiiiicli dic dcr
liirkegciicigtcn Feldlimtlie, fieis atis ciiicni Anilieilc Alkali S3 niit 5AS3 ziifaiiiiiicii~c.lIzt ilt, iiiid clic zwcit e Pcbtlieilung riiit rect~~sgeiieigtcn
I'riiiisrfornicli V O I ~
jeiier iin Gelialte abwciclit, iiiitcr Gcli abcr wieder 11111Iiclier in.
IndclTen liat g ~ ~ i ijcder
' s Syrtematiker Tclion dic
Erfaliriiiig gemaclit, dal's die Gliedci. cincr Klaliilikationefiufe niclit imnicr gleiclieii A11~cnieinlieilswerIIr
,
,
,
0)
Es iR ruch merkwurdig, drfs nur bci tetartorliomhifclien Siibfiaoten Zwillings mit pardlcler Hauptaxe voii &iChnor#Ii~dA
Iodiridaeo rarkommen.
1
I
87
liaben. Die Natiir wird iiiiler wiIl‘cnfcliaf11ic~icnFormen irn Syfieriie beiruclrict die ilir iiiclrt in jcdeai
Falle gleicli a l l ~ C i l l ~ f f Cfind.
n
Uiid f‘o rcheiiit fich’s liicr
zii verlialteri. Icli niag dariiiii iiiclit leupien, dafs icll
iiber dic Aiierkeiiiiiing dcr Einorlcilieit odcr Ziveierlcilieit dcs G e f ~ l ~ l ~riocli
~ l l fcli\vanke.
t~
Treiiiit iilaii
Labrador iind Anortliit wirlilicli von den iibrigen, fo
befielit wieder in jedcr Uczieliiiiig ciiie 1;, k i n e iiiid
G h \ v d l e Gefclilcclits IIilQmiiz n l s nirgcndwo. Uiid
ails diefern Griiiide Iialle icli ziir &it die ~’erhclliing
aller Spezien in ein Gcfchlecl~tfiir cbeii Co veraiitwortlicli, als die Trciiniing in zwci Gel‘clilccliier.
,
-
3. Ueber die Hcilie der einzelnen Spetien.
Die Rcilie der Feldf~,atli- Spczicii ifi folseiide :
I ) l’elalit,
Y ) Pcrikliii,
5 ) Tetartin, 4 ) Ortliolilas,
5 ) OliSokIas, Iiiniintlicli i i i i t liiiks gciici:;teit I’ritnlrfornien; tind 6) Labrador, 7) Aiiortliit, Lcido iiiit
rcchls gciieigteii i’riitiiirfornieii,
Sie fiiidet Statt itacli dcni VerlialIiiiiTc dcr Abnsllme deiitliclicr lateralcr Sl’alli1irgsrichtitngc.n der 1)i.imarformen niid fie l i d t fafi +iclieii Scliriit i i i i t der
&inallme dcs fpecilifclioli Gcwiciila W a r t i i n dcr ‘retartiti zwil’clieii l’crikliii u d Or~lioklaszii Jiollcii war,
wird foglcicli klar wcrdcn.
Uebrigcns will iclr liiebei bemcrksii claCs, w a i n
fclion Axiiiit, Ciiklas, Diploit, I’or~ellaiifpatli C ~ C . in
niancher Rezieliiuig den I:cld$athcii dinlicli find , fie
Mi docli niclit ziir Vereiriigiing iiiit detilelben in eiii
Gefclllccllt qaaliliziren.
Icli gehe niiii ztir UetrachtunR der einrebten +e-
,
,
tien iiler.
4.
P e t a l i t .
Obwolil ic?i nur nnnnsSezcicline:e Stiicke iuiicrfuclieri konntc, ro liabc ich m i d i docli davon iibcrzeiigt, dals ilim eine r e g e l n i ~ r s i ~ZuCaninienCetzunS
e
zukomrnt, ~ l i n l i c hdcr bcini Tctartin und Labrador 10
freqnenten, wobei M zweier Iiidividuen aneinander
gewacllCen findr Diefes V c r l i Z l t d s und bel'onders ein e bei allen links geiieigten Feldfpatlieii neu anfgefundene Spalt~ingsriclitunghaben mich den Petalit in einer anderii vertikalen Stellung erkennen laKen, als
icli iIin friiher bctraclitete. Die vollkomrnenfie der
drci deutlichen Iiichtungen, welclie diircli ilircn l'crlmutterglam bald ZLI erkennen i f i , ninfs Sleieli wie bei
allen FeldCpathen als lcliiefe UaGs P betrachiet werden; die zweite dentliclle, welclie niit j&er iuigefdir einen W i n k c l voii 117' niacht, entfpriclit der
Flrche T iind iR alfo wirklicli eine laterale; die dritte
dentliclie entfpriclit eiiier Vicrtelpyraniide, (gleiclier
Stellnng. init T und) der Flache o i n den Zeichnnngen. Die verfieckte, Confi als Ccllief bafiCch Senommelie Richtung gehiirt der Flache I)-1 an.
5.
~ e r i k l i n .
Den Periklin hatte icli nacli dcr AbanderunS von
Zablitz befiirnnit in Spaltun~sgefialteneinfacher Individuen j allein den Haiiptwinkel zwifclien P und 31
hatte ich immer nur Cdlr unvollkoninien findcn k h nen. Nelierlicli bek,-m icli zwei dcu!liclier Ciialtende
Abtinderungen eine a m dem St. Gottliarder Gelirge
mit Glimmer iind Riitil, uiid die aiidere ails dcin
Pfundertliale, Zweig des Pnfierthales in Tirol. Die-
,
[ % I
jenigen Winkel, die ich bis jetzt mit erforderliclier
Geiianigkeit meKen konnte fand ich:
P auf ICI = 930 19'
P auf T = 114O 4j'
ErRern Wiiikel mars icli an Zwillingsbruchliucken,
To daT5 die Fiiichcn P auf das dentlichfie fpiegelten,
niit einer Differenz yon n u r 3 Minuten. Ich nelime
alro die friihere Befiimmung jenes Winkcls gaiizlicli
znriick.
Als dns A~zszeicl~nende
dieter Spczies hahe ich 6leicli
anfangs die vollkommnere Spaltung nach T zun%cliR
der nach P angegeben. Allein auch beim Periklin findet fich die Riclitniig o zuweilen wieder im SonnenIiralilenliclite oder des Abcnds am Kerzenliclite Rets
zu beobrchten.
Dafs der Periklin auch nach der
Fkiclie I fpaltc, hat Herr Prof. Hessel bezweifeln wollen; allein er hat wahrfcheinlich Tetartin fiir Periklin
gehalten.
Die GrYnzen des fpecififchen Gewiclits habe ich
aucli i n den neuen Abiinderungen beltiitigt geftinden,
ich gebe fie zu 2,53 bis 2,56.
,
,
-
N a c h t r a g . Ueber den KlingJea'n war man
bislier gaiiz i n Zweifcl, welcher Spezies er z~iz~izttlilcn fey. Allein es fclieint, dnfs wir nun i n der Kenntnifs yon1 dietern, fclion wegen leines geognoRiTchen
Verhalfens und wegen feiner Frequetrz merkwiirdigen,
Minerale etwas vorseriickt find. Herr Dr. S t r iiv e
hat es niimlich fur feine griindliche Naclibildung der
natiirliclien Heilquellen nijthid gefunden , die Mineralien und Gebirgsarten au analyfiren, pus odor qebeii
welclien fie mit lierauskoninien. Die Reftiltate diehr
c
90
I
Zerleguna findet niaii iii diefen Anna]. I N 83. S. 318
aiigcgebcti. ESifi feriier eine auffnllertclc. J ~ r l i . , I i e i i i i i t i ~ ,
d& der vertvittcrtc Kliiigfiein bcdentend weiiiger %airon, d a n n such ctwas weniger Tlioiierdc 111id E i h oxydii) mil I'liospliorl'hre abcr iiiclir Kicl'clerdct iiiid
Kali entlidt , a h der fril'ciic.
Ich nalini inin folpiide W8gunpcn voii Klinp-
,
fieiiien vor, naclidcm icli fie von allciii f-'renidarti_ceii,
Ib gut wie das m6glicli war, bcfrcit lialte. Die Stiicke
\!paren rein von deni porpliyrartig iiincliegeriden gIi16sen Feldl'patli (ni. 1'. iiiiten Artikcl Ortlroklas), aiicli
nacli den1 l'cliiefrigcn ~ u i dandcreti liliilieii wohl
zcrkleiiit.
2,487 Das Mittel zwifchen liclite olivengrtln and griinlich, niit rothcn
grau haltender mu/chliger ZLlin&k
Flccken (auf den Klliftcn fcltwarz), iiiclit ganz
frifcli ; von der ScliBlerei zu Whilterfchan bei
Trph.
2, j 3 7 Rauchgrauer / c h i e f r i p Ningfiuin , frifcli , and ails
khuppig bliittrigen ,in einandrr vcrfcliwimmciidcn
Theilchen zufammengefetzt ; vom Schlorsberge bei
Teplitx.
2,541 Rauchgraucr, wenig ins Griinlichgraiie geiicigter.
dergl., fehr frifclr und von derfelben UeTchafTeiilieit
vom Eichberge bei Zittau in dcr Ober Laufitz.
2,54j Lauc'igriiner mulchtiger Klingfieitz, Fehr frifch;
von der Scliiferei zu WliiRerfclinn.
2.577 Dunkel und Fchmlzig berggriiner , unvotlkommcn
Jchiejrigtr IilingJuin, frifcli , aber iiiclrt rein von
kleinen fchwarzen Piinktchen , welclie unter dem
Vergrbfserungsglrf~ Aogit zu feyn fcliicnen ; voni
Bortzcn (Borfcben) bei Biliti in Biihmen.
-
Betraaliten wir den errten ale iiiclit liinliinglicli fril'cli,
und den letzten ah niclit liiiiltinglicli rein; fo hat dcr
C 91 J
Winsfiein das rpecif. Cewiclit 2,53 bis z,j(C, wodnrcli
er fich wedcr Toni Ortlioklas, no;'. vom l'eriltliti LIIIterfclieidet. Vcrglciclien wir nun feiiie clicniifclie 'LaIammenfetzung niit deiicn d i s h E'eldTpathe, fo entfclieiden wir UIIS fogleicli fiir die griifscre Aclinliclikcit niit Perikliii. Kliiigjlein iR alfo M i r wal~rl'clieinlicli cin Jiircli Bildiingsart im Aeufsern modifizirtcr
iiiid durcli Beimil'cliiing von Sgurcn iuid Erden vcriinreinigtcr YeriNin. Zwir entlidt er zii wetiig Kielelurde, iiin dic Caren als Trifilikate lbfort bctracliteii
zu diirfen ; allein die Siiuren maclren wolil aucli eincii
zieiiiliclien Tlicil Kiefclerde enlbclirEch.
Icli 11nbc dc~itliclreUcbt?rg?hIgt?atis deni Kliiigfiein
mit kinen Genicngcii, d. i. BUS den1 I'orpliyrfcliiefcr
i n den l'ogonimiiten Flijzlrapp -1'orpliy.i. gel'cclicn z.U.
auf dem Joliiidorfer Berge bei Zittau, ziiweilcii niicli
niit Andeutung ziim Bimslieiiiartigeii *I, mid icli zweifle
niclit, Jars der ungarifclic porpliyrartige Binisfiein dic
riiiniliclie SubRiiis zur Bafis licrbe. Ancli deni I'orpliyr
yon Draclieiifcls fclieiiit ein porijfcr Kliiigfieiii zur
HauptmalTe zii diencn. Und lo mbclite es niit nianclien Binisfieinen i d Draclryten dcr niimliclic Fa11
leyn. Dal's bei dcr Porofitdt Jas 1:ettiSc in1 Clhnze,
\vas der diclite frifcfic Klingfiein zeigt verloreii ge111,
darf iiicli t befrcmdcii.
,
,
.)BinsRein kann nicht cine befondere Miiieral -Spezies bezcic11nen, fondern einen gawillen ZoRand. Der neifle DimsRein
und der rrsgczeichnetRe ill Obfidian, ciniger PecbRein und
andrer wobl Pcriklin.
I
6.
92
I
T e t a r t i n .
Beirn Tetartiii ( d e l l icli lieinem '$9 Albit Iieiliicn
miiclite, d a eiiie friilier Lenannte Spezies Albiii licikt,
u n d die Mehrzalil der m i r bekannten Variettiten iiiclit
weifs, Tondern f a r l i g ifi) l i n t i i i i ~Hi-.
~ Dr. G. Ilose die
W'inkel felir genan n n d vollfiandig befiinimt. Davoil
liabe ich niicli jiiigfi i i a c h zalilreichen MclTiingen
iiberzengen kcnilen. lcli lernte nanilich eine Varietiit kenlien, welclie m i r anfangs wie eine nciie S p zies vorkam. Sie findet Gcli in gangalinliclicn Triininierii eines foiiderbaren Sieniis, der bci Borfiendorf
zwil'clien F r e i b c q u n d Zl'cliopau als L a g e r im Gneil'e
liegt. Iliel'er Tetartin ift deiitlicli I'pnltbar I ) nacli P,
2 ) nacli M, 3) n a c h T u n d 4) nacli o , iinvollkoninien
5) nacli 1. Die erfie Spaltungsgefialt, welclic icli
Tclhng, fie1 To a n s , dafs icli die parallelen Conibinalions - Kanteii zwifclien O, P u n d T als Seitei:il~clicn
eines Prisnia erliielt imd iiiin war die deutliclifie
RichtLlng natiirlicli eine laterale bracliydiagonale gemorden. Gerade To ift es niir u n d allen Miiieralogcn
friiherliin beim l'etalit ergangen. Icli fing a n zii meffen 1111il beliarn genau die W i n k e l wieder, wie fie IIr.
Dr. G . *Rose ansiebt, j a an Zwilliiigen fand icli deli
W i n k e l P auf 31 zii 93" 56' mit gar Eeiner Direrenz,
\vas m i d i reclit felir frente. D i e Riclitnng T ill oft
nnr ~ t n ieiii Gcringes weniger vollkominen nls die
Riclitung M,dolier find Tetartin iind Periltlin molil
niit einander zu verweclileln. Der Unterlchied wird
ficli, durclis Gewicht fiets leiclit ergeben. Es war rnir
l i e n , dais der 'l'elnrtin To dentlicli nacli T fpalte und
aucli iiacli o. Icli g i n s iiiin nlle Tetartine darauf
di1rch und f a d dafiir Bcfiritigiing. Aber den' gerad-
,
c
93
3
blHiIriSfien, den icli zeitltcr daliir gcnominen, fmd icli
i ; i i r iiiidcutliclt iiaclr T,I iuid o &dlbar.
Y i c h Abiindc.*iing wnr eitic grof&l;itIr;ge VOII Areiidal in Norwcgcn wclclie ich rlcr (;iite dcs IIcrrii Dr. I3 o t i d i
vcrdaiikc.
L)ic? ~ C w ~ ~ ~ l ~ ~l~rahhgcii
~ C ~ l C lTCinrlill
l
AbiinJcrungcii der Granilc voii l:iiibo, liimito, l’ciiig,
liozcna etc. licl‘scn Gcli d a r d niclrt unterl‘iiclicti, fie
fiirniiicn aLcr itiit den1 13orrtct1dorlcr l-’cldlimtIi arid
init atidcrcii, IVO j w c S l ) a I l t i i i i p 1 dciitlicli G i i d , i i i i
GewicIit iind in dcr 1I;ir:e iibcreiii. 3Iaii 11111 nIro t!ic
Deiitlicltltcit Jer Sj’altiinesnlclicii T iiiid o iiiii i i i die
Cliaralrieriftik dcs T e t a r h s oufzunelimen. Niir die
crwdintc A r e n d a l e r Aliindcriing
iiiclit dic ~cwii1111gab licli a l ciiic
~
i ~ e i i cSpczics 211 tbrIicIic von do
kcnilen, die icli f’oglcicll ii91ici. a b l i t d c l i i wcrdc. aI.il1
iibcrzeiist ficli iiiin aiicli lcicllt, wtriim dcr Tetariiii
zwiCcIicn l’criklin litid Ortliolil~szii licilcti war.
,
-
-
Iuli lrielt cs fiir iiGtIii3, die virlilic1i als Tclariiti
I I O C ~ Idurcli \Trigiitit;cii genaiicr
erlioltiilcn l‘eld4~1111~
zLLp r i i h , L I I f~ d fdgeltdu I l c l ; J :~ ~ ~ ~
56c9 Scliiin frifclr fleifchrotlier von Skogbolile irn Kirnito Kirclr-
Fpiele in Finland, \vo er init zweiasigeni Glimmer und
Qiiarz Granit bildet.
-
2.6~97Duiikel gelblich bis r6tMich-weifser, getroclien blditrig,
:
K
ebecifalls deutlicb rpilltbar nach T u t ~ d nsch 0 ; von rarfvet bei Falun. Bildet mit Qnarz urid Glimmer grokh n i g e n Granit, worin der Pyrorthit liegt.
2,611 Blaf‘s fleikhrothcr, blumig bl!ittriger bis ffrahliger von Penig, ebcn folchen Granit bildend.
2,612 dcr obige oon Skogbohle, nachdem die Stiicke nach allen
f l . ~ r l ~ e ~ivaren.
~
liclitbaren Z u ~ a m n ~ e t ~ f ~ ~ z o n g szerkleint
2,6190 Weifser Rrahligcr von Finbo, unterkleint.
l
94
I
2.6292 GraalichwsVrer aus dem KPIberburch bel Mulda oberhalb
Freiberg.
-
2,6195 Mittcl :zwirchen g r h l i c h - uud gulblich weifser grofs-
BIPttriger voii Ilorftcndorf.
2.620 Griiolicbweifser von Auris.
3,621 Gelblicliweifser bis blars ockergelber f c k n frifcli land
durcliliclitig, auf verwitterteei Grarrit aurlitzend, Fundort
unbckannt , gerneren.
2,622 WaNerheller ron RorRendorf, gemeNen.
9,623 Milcbweifser RllBe glaliger N. 2192 aus dem Wernerfclien Mufeam, Fundort unbekrnut.
2,624 Milchweifser von Borilendorf.
2,626 Milchweiber grofsblfttriger von Siebenlehn bei Freiberg.
Dns gcringere Cewiclit der crficii VarietHteii liSii@
ficlilbar von ilircr Striiktui. ab. Ccnnii geiioniiiieii
wiireii liieriircli die Granzeii der Spezics 2,cji bis 2,6n
zii zielieii iuid niir dnnii, wenn niiaii auf d r s Zcrkleinen dcr firaldigcn Videtaten ~iiclitIiiickGclit nelinieii
will, kriiii m p i i fie aiif 2,Go Lis z,Gz ausdclineii. Den
,
blnmiSblaltrigen Feldfimtli von Breitenbrunn, den Hr.
Dr. G. Rose als Aibit beffimmt hat, lialte ich niclit
dafiir, do er nur 2,570 wiegt.
( B e f c h l u f s im nPchRen H e f t . )
Документ
Категория
Без категории
Просмотров
0
Размер файла
554 Кб
Теги
ber, oligoklas, geschlecht, grammit, eine, und, feldspath, spezies, bemerkungen, das, des, desselben, neues, beschreibung
1/--страниц
Пожаловаться на содержимое документа