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Bemerkungen ber das Mineralwasser von Franzensbrunnen bei Eger.

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VUI. Bernerkungen uben Jas Mineralcasser
3kmzensbrunner.z bei Eger.
VOIZ
Die Mineralquellen
von Franzensbad bei Eger durcbdringen, ehe sie zu Tage kominen, eine Scbicht Torf,
welcbe von grofser Ausdehnung ist. Dieser Torf ist a n
manchen Stellen reich a n Schwefelkies, der innig mit
deinselben gelnengt i s t , und offenbar durch den Eiiiflufs
der organischen Substanz des Torfes auf dns Mineralwasser, das schwefelsaure Salze und kohlensaures Eisenoxydiil enthalt, entstanden ist. G a r nicht sellen findet
man nicht uilbetrtichtlicbe Massen von diesem Schwefelkies als Incrustate der W u r z e l u , Stengel und anderer
Theile der l’llanzen, die i n dem Torfe entbalten sind,
und aus denen e r zum ‘Theil besteht. Die organische
Substanz ist in diesem Schwefelkiese ganz zerstort; derselbe ist aber ganz zusammenhaogend, und von gelbcr
Farbe; auch kann man ihn lange aufbewahren, wcnn
nian iho nacb der Herausnahlne aus dcin Torfe trockuet;
feucht auTbewa1n-t vitriolisirt er. Selten vielleicht h d e t
iiian eincn Schwefdkies, desseu Structur so lehrreicb fur
die Entstehuog desselben ist.
Da indesscn der Gchalt dcs schwefelsauren Snlrons
im Miueralwasser vou Fraszensbad selrr uberwiegeud gegen den des koblensaureu Eisenoxyduls ist, so \vird, aufser Schwefelkies, durch die orgauische Substanz des T o r fes aucli Schwefelnatrium und durch den Kalkerdegehalt
dcs Wassers wohi auch SchwefttIcaIcium durch das Mineralnasser erzcrigt, uud wcnn diese grbildetrn Schwefelverbindungcn niit neuem Mincrnlwxscr, das an freicr
Kohlcusaure reich ist , in Ijtyhhrun;; komineu, so mrds
aus dciiiselbeu cine Spur vou Scll~vefel~~vassttrslolf;
.as entwickclt wcrden, das sicli im N i n c r a l \ ~asscr auflijst.
Dick
Gi3
Diefs ist der Grund, weshalb das Mineralwasser von
Franzcnsbad bei Eger biswcilen schwache Spuren vou
Schwefelwasserstoff entliiilt, die man schoti durcli dcu
Geruch, besscr nocli dwch die s c h m c h e BrBunung cines mit essigsaurer Bleioxydauflijsung getrZn!rten Papicres entdecken kann, das man in einem Kruge des Mineralwassers aufhhgt, nachdem man einen Theil desselben ausgegossen hat. Ein solches Mineralwasser ist iibrigens frci von orgauischer Materie, die auch nicht in den
Analysen jenes Miueralwassers von B e r z e l i u s und von
T r o in s d o r f angegeben wird. Das Mineralwasser nimmt
also nichts Auflbsliches aus dem Torfe auf.
D e r Gehalt des Egerwassers an Schwefelwasserstoff
ist bald mehr odcr weniger bedeutend, und sehr oft kann
man keine Spur darin entdecken. ES hzngt diefs davon
ab, ob das kohlens:iurehaltige Wasser llingere oder kiirzere Zeit, oder gar uicbt mit den gebildeten Schwefelverbindungen in Beriilirung kommt. Aber immer ist die
Menge des Scbwefelwasserstoffs darin so gering, d a k
man dasselbe nicht durch den Geruch an der Quelle
selbst spuren kann, sondern nur beim Oeffnen der versandteu Kriige. N u r an dem Orte, \YO das Mineralwasser, mit detn Torfschlamm gemeogt, zum Baden aogemandt wird, giebt sich der Schwefelwasserstoff im entweichenden Kohlensauregas durch eine sehr schwache
Braunung der Thiiren und Fensterrahmen im Badehause
zu erkennen, welche mit Bleiweifsfarbc nngesfricken sind.
D e r Gehalt an Schmefelwssserstoff im Mineralwasser von Eger erklsrt sich acf eine so nngezrrungene nntiirliche W e i s c , dafs wohl Kieinand sic der Fullung des
Wassers in Kriige zuschreiben wird, welche auf eine so
zweckmlfsige, umsiclitige und gewisscnhafte W e i s e durch
Hrn. H e c h t (dem Piichter der iCIineralqtiellen yon Franzcnsbrunnen) geschieht, dafs seine Mcthodc g e d s nicllts
211 wiinschen iibrig I&.
H. R o s e .
PoggenJorIPs Annel. Bd. XXXXIII.
4s
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