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Bemerkungen ber das sogenannte Ozon.

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diesem nichts tibrig, urn die schweflichte Saure in Schwefelwasserstoff zu verwaudeln. Freilich in dem Falle,
wenn man fur einen Ueberschufs au Ziniichloriir gesorgt
hat, erhalt man auch auf diesem Wege eine Reaction,
indem namlich zuerst das Kupferoxyd zu Kupferoxydul
reducirt, dano durch den Ueberschufs von Zinnchlortir
die schweflichte Saure in Schwefelwasserstoff umgewandelt wird, welches die Ftillung yon Kupfersulphiir veranlafst.
Den Vorgang bei der Einwirkung von Zinnchloriir
auf scbweflichte Saure und voii einer Kupferoxydlikung
auf die dadurcli erhaltene Fliissigkeit kann man sich
durch folgende Formeln versinnlichen:
2S
+6 Sn CI=Sn Sz+2 S n + 3 SnCIz ,
Sn S*+2 C u =Sn+ 2 CUS.
und :
W e n n man die Reaction, welche bei gleichzeitiger
Einwirkung von schweflichter Saure, Zinnchlortir und
Kupfersolution auf einander stattfindet , durch eine Forme1 darstellen wollte, so wurde sie folgende seyn:
S +d ~n C I + ~CU=S c u t 2 SD C I+2
~ Sn.
XII.
Bemerkirngen iiber das sogennnnte Ozon;
con N. W. Fischcr.
I n meiner Beurtheilung der S c h On b e i n'schen Schrift:
"Ueber die Eneugung des Ozons auf chemischem Wegee
(Berliner Jahrbucher fur wissensch. Kritik. Decemberheft 1844), habe ich neben der PrUfung des Versuchs
des Verfassers und der von demselben daraus gezogenen
Schliisse eigene Versuche angegeben, die zu einem ganz
entgegeugesetzten Resultat fiihren, als der Verf. aufgestellt
hatte. Ich schlofs daher meinen Bericht mit den Worten:
11 *
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~ d a l sdie Entdeckung des Ozoiis als Bestaodtheil des
Stickstoffs aller und jeder Begriindung ermangelt.
Indem ich namlich nachgewiesen zu haben glaubte, dafs
die riechende Substanz, ungeachtet der gleichen Wirkung
auf Platin und Jodkaliumkleister, deunoch verschiedener
Natur sey, je nachdern sie durch elektrisclie Entladung,
oder durch galvanische Wasserzersetzuiig, oder durch
Oxydatiou des Phosphors an der Luft eneugt worden
ist. Im ersten Fall, und, wie ich glaube, uoabhangig vom
Geruch, riihrt diese Wirkung von der eneugten Salpeteroder salpetrigen Saure, im zweiten von dem gebildeten
Wasserstoffsuperoxyd, und im dritten von einer erzeugten Saure des Phosphors her.
W i e ich denn auch die angegebene Reaction auf
Platin etc. in den beiden letzten, so wie den Geruch
bei eIektrischer EntIadung beirn Ausschlufs des Stickstoffs
in reiner Sauersiofflluft dargelhan habe. Aus dem sehr
ahnlichen oder gleichen Geruch, den dicse Materie bei
diesen verschiedenen Darstellungsarteii haben sol1
ich
selbst habe ihn verschieden gefunden
konute ich keinen Schlufs auf die Identitat gestatten, weil es mehrere
Kbrper giebt, welche, bei verschiedener Natur, einen
ghnlichen Geruch haben.
Endlich zeigte ich an, dafs es, nach rneinen Versucben, die ich fIir das Erdmann’sche Journal fiir pract.
Chemie bestimmt hatte (Juliheft d. J.), mehrere gas- und
dunstfbrmige Kbrper giebt, die dieselbe polarisirende Wirkung auf Platin, uud eine noch grbfsere Anzahl verschiedener Kbrper , welche dieselbe Reaction , wie das
sogenannte Ozon , aul Jodkaliumpapier austiben. Seit
der Verbffentlichung dieser Kritik und des kleinen Aufsatzes in E r dm. Journ. haben verschiedene Zeitschriften,
Compt. rendu, l’lndifut, F r o r i e p ’ s Notizen, ja selbst
die Augsb. Allg. Zeit., von einer Arbeit M a r i g n a c ’ s
berichtet, nach welcher der Stickstoff keinen Antheil an
der Eneugung des Ozons hat. Auch S c h O n b e i n er(1
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klart dasselbe in einer Notiz, welche er gegen ineine Angaben iiber das Jodkalium in E r d m . Journal, wenn ich
nicht irre, in's Manheft, eiiiriicken liefs. Wenn weder
in dieser, noch in dem so eben erschienenen Aufsatz
von S c h 6 n b e i n : UUeber die Natur des Ozonsct, in
diesen Annalen, Bd. 65, S. 69, noch in einem iiber
deiiselben Gegenstand von W i Ilia m s o n ( Annalen der
Chemie uiid Pharm., April) meiner Beurtheiliing erwahnt
wird, so ist vielleicht die geringe Verbreitung und spate
Versendung der Berliner Jahrbiicher der Grund davon,
so d a b selbst S c h 6 n b e i n sie am 20. Miin, von welchem
Tage sein letzter Aufsatz datirt ist ('jam grtinen Donnerstag((), uoch niclit hatte.
Natiirlich kann mir aber das ganz gleich seyn, nachdem das Resultat meiner Untersuchung, dafs im Stickstoff kein Ozon enthalteii sey, von verscbiedenen Seiten
bestitigt worden ist. Ebcn so kann es mir gleich seyn,
wenn irgeud eine bekannte oder iinbekannte Verbindung
nunmehr mit dem Namen Ozon benannt wird, so wie,
wenn eine solche Verbindung zwar iibercinstimmend als
ein Hyperoxyd des Wasserstoffs erkannt wird - welches, nach W i l l i a m s o n , entsprechend meinen Angaben, nur durcb das Elektrolysiren des Wassers, nicht
aber auch bei der Oxydation des Phosphors an der Luft erzeugt wird,
es nicht das Iangst bekannte von T h i u a r d
entdeckte, sondern ein iieues verschiedenes seyn soll.
Hingegen sehe ieh mich veranlafst, gegen Angaben,
die diese Aufsatze enthalten, und die im Widerspruch
mit den meinigen stehen, folgende Bemerkungen bier mitzutheilen.
Ich batte in meiner Beurtheilung hehauptet, dafs bei
der Elektrolyse des Wassers das (bekannte) Wasserstoffsuperoxyd mit dem Sauerstoff sich entwickle, dafs
die Luft einen eigenthiimlichen Geruch begitze
den
icb bei der geringen Menge des zersetzten Wassers auch
mit schwach bezeicbnete,
dafs diese Luft PIatin negativ
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polarisire und auf Jodkalium zersetzend einwirke. Zum
Beweise, dafs dieses Wirkungen des gebildeten Wasserstoffsuperoryds seyen, hatte ich dieses aus Bariumsuperoryd und Fluorkieselwasserstoffsaure unmittelbar und im
verdiinnten Zuslande dargestellt, und auch von diesem
den schwachen Geruch und die Reaction auf Platin und
Jodkalium wahrgenommen.
Dabei fiihrte ich auch die
Stelle aus S c h a n b e i n ' s Schrift an, nach welcher auch
er anfangs der Ansicht war, das Ozon sey Wasserstoffsuperoxyd, welche Ansicht er jedoch bald verwarf, weil
dieses Superoxyd ohne Geruch, nicht fliichtig und das
Platin positiv polarisirend sey, was ich durch die angefiihrten Versuche als unrichtig nachgewiesen habe. I n dem angefiihrten neuesten Aufsalz von S c h iin b e i n w i d wieder
diese dreifache Venchiedenlieit in Hinsicht des Geruchs
etc. als Beweis aufgestellt, dafs das Ozon zwar Wasscrstoffsuperoxyd, doch nicht das von T h ti n a r d dargestellte
sey. Auch W i l l i a m s o n , der durch seine griindliche Uotersuchung es a u t e r allen Zweifel gesetzt hat, dafs die bei
der Elektrolyse des Wassers eneugte riechende Materie
Wasserstoffhyperoryd seg, fiihrt als Beweis der Verscbiedenheit desselben von dem T h 8 u a r d'schen an, dafs
das letzte ohne Geruch uud nicht fliichtig sey.
Ohae irgend ein Gewicht auf meine Wahrnehmung
eines schwachen Geruchs bei dem letzteren im verdiinnten Zustand zu legen, und rnich iiber die widersprechenden Angnben iiber den Geruch auf das a. a. 0.aufgestellte berufend-, glaube ich es aufser allen Zweifel gesetzt zu haben, dafs das dargestellte Priiparat fliichtig
ist, d. h. mit dem Wasser verdunstet, indem ich zu wiederholtenmalen die bestimmte Reaction wahrgenommen
babe, wenn Platin und Reagenspapier in der Atmosphtire
tiber dern fliissigen Hgperoxyd gehalten worden sind.
Eben so mufs ich mit Bestimmtheit behaupten, dafs
das Platin in dieser AtmosphBre negativ polarisirt wird.
W e n n S c h n b e i n und, wie er anflihrt, auch B e c q u e -
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r e 1 das Platin positiv polarisirt erhalten habeii, so kann
es vielleicht davon berruhreii, dai's entweder das Hgperoxgd noch freie Siiure, inittelst welcher es dargestellt
worden ist, und zwar von der Art enthieIt, nelchc ebcnfalls verdunstet und das Platin positiv polarisirt, oder
d d s das Metall nicht blofs i n der htiiiosphare gehalten,
sondern auch von der Fliissigkeit benelzt wurde. Ich
glaube gewifs, dafs Jeder, welcher den Versuch mit frisch
bereitetem Superoxyd wiederholt, meine Angabe tiber das
negative Polarisiren bestatigen wird. Biesrm nach wiirde
iiur noch der Geruch als die einzige Verschiedenheit der
beideu Hpperoxyde tibrig bleiben. Doch nein, es giebt
noch eirieii wichtigen Unterschied, das Verhalten zum
Wasser. Das T h 6 n a r d'sche verbindet sich sogleich bei
der Darstellung mit Wasser, und kann sogar nur bis auf
einen bestiinmteii Punkt davon getreniit werden , wahrcnd das galvaiiische luftfiirmig ist und nur sehr wenig
voin Wasser absorbirt wird. Aber solltetl nicht defsungeachtet beide als identisch betrachtet, und die Verschiedenheit voii der vetschiedenen Uarstellungsart abgeleitet werdeu kbnnen? Bei dem eineii Verfahren wird
cs unter ( r i e l ) Wasser und ganz allmalig gebildet, so
dnfs das in jedem Zeitmoment gebildete sich in datu
nascenle mit dem Wasser verbindet. Bei dem zweiten
Verfahren hingegcn wird es unuoterbroclien mit dem sich
entwickelnden Sauerstoff eneugt, mit dem es gleichsain
eiiie IuftfDrmige Verbindung eingeht , die das Wasser
nur schwer zu trennen vermag. Dais der letztere Geruch hat, der dem rnit Wasser verbuadenen fehlt, ist
nicht so auffallend, UID sie dadurch als wesentlich verscliiedeii zu bezeichnen.
Ein gleiches Verhalten zeigt
die phosphorige Saure in ihrern luftfbrmigen urid im Wasser gelbsten Zustande, und dilrfte wohl noch bei einem
oder dem anderu Kbrper zu finden seyo.
B r e s l a u , den 10. Juli 1845.
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