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Bemerkungen ber das zerstrende Ereigniss im Banienthale.

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R ern e r k u ngen
iiber das serJorende Ereigniji im Banientlmle;
gefcltricben
im
Jnni
1818,
I
von dem Stnatsrath ESCHEH
in Zurich
*).
H e r r Staatsruth Ercher hnlle Ende Juli (135 Ranienthal bereilt, und rpricht in To fcrir d s Arleen- und
Oliren. Zeuge. Die Lsnge des Sees am Mouvoilin,
deren Durchbruch die Verheerung ourichtete, betrug nach ihm ~ O O O Obis 11000 Furs; a n der Oherflzclie war derrelbe 700, uoten im Grunde iooFu6,
i m Mittel nlTo 400 FuIs breit, und kine ‘f’iefe be* ) Diefe inrereEdaten und belehrendon Bemerkuogcn find frei
zufaminengezogcn PUS der Notice Jur l e Pal de Bugnes en
Ear vallais et Jur la catafirophe qui en a dc‘vqfld lefond
en Juin rtlr8. ( Bib]. univerJ h u t ), welche den nls Wafferbnurncifier btriihmten Ilrn. Statmath E f c h e r in Ziiriclr
zum Vcrfallkr bat, den die LeLr diefer Annrleii aucli als eirien
YorriiEliclien Geologen ketineu, aus kinen ,,Bemerkungen
iiber die Art, wie die Thiler geb~ldetworden End ,‘I ( J d q .
I ~ I GSt. G. oder B. 53. S. 1 2 1 . dierer Annulen,) in denen
er einige Ideen Huttonisnikher GeaIogen in EdinLurfi und
Genf, die ich ebendaJ S t . 2. dnrgertellt hatie, bericlltigte, nnd
durch Griinde, die dcr Descl~tunglehr wctttt Gnd, hefiritt. G.
[ 356 j
i r u g im Mitiel 200 FuG. UieTern zu Folge enthielt
der See uber 800 Millionen Kubikfuh Wan'er.
W i h r e n d d e r 3 'rage, dars das Wnfler durch den
Stollen im Eisdamm ruhig obflors, feiikte lich die
OberflEche den'elbcn um 45 Furs, untl es floKen
alfo angefiihr 270 Millionen Kubikful's WaKeer ah;
nls der Drirchbruch erfolgte, enthielt der See folglicli n u r nocli 530Millionen K. f.WalTw. U e r Stollen hatle lich mihrend dierer 3 'I'age unterwiirts'er.
weitert, indem day Wall'er das Ek a u f 1 6 h und mit
ibrtli,iiltc; darauf fpulte es auch die Schicht von
GXchieben und VOTI Erde mit weg, auf welche d e r
Gisdarnm fich an dern Pelfen des MauvoiGn Rutzte;
u n d nun erfolgtc der EinIhrz, und die ganee Warlkrflutli voii 530 Millionen Kubik1'uf.s entleerte lich
fogleich. W S r e d e r Stollen niclit gegraben warden, ro hilte d e r See ooch uin 50 PUSSmehr nnfchnellen konncn ; dann erft wiirde e r die niedriglie Hohe des Eisdamms erreicht hnhen. Sein Wafrervorrath wiirde alsdann noch u r n 950 Millionen
Kubikfufs g r c b e r geweren feyri; und danii erltwurde d e r Uurchbruch erfolgt feyn. Stalt 530 wiirde
e r dann ober 1750 Millionen KubikhG Wan'er gebracht haben, der I)urchl)ruch alfo zwar urn eitren
Monat rpiiter eingetreteu Ceyn, dann tiher mit einer
lblchcn Wutli, dal's die Verwuliung fich in gleichem Grade uber das Rhonethal bis zurn Getiferfee
wiirde verbreitet haben. Das Traibeo eines Absugsflollen durch den Eisdamm w a r daher keineswcgs cine nutzlofe Arbeit.
[
357
1
Nach der ubereinflimmenden Ausfiige der Be.
wohncr des Banienthals, hat die Fluth heim Durch.
Iiruch des Eisdamms allenthalben i n dem Thale ungefihr eine holhe Slunde angehalten (?); die ganae
WaIl'errnoITe, welche der See beim Durchbruch i n
fich lchlofs, (530 Mill. Kubikfulk) uad alle Triim.
mcr, die fie mitfuhrte, durohfiromten folglich jeden Theil des 'I'hals, den fie beriihrten in 30 Minuten, und die Fliith lieferte in jeder Sekuride im
DurchlElinitt 300000 Kuhikfurs WolTer. Der Rhein
bei Bore1 fiihrt zur Zeit lbines hochfien WaITernnnr
des nur 600000 KubikfuD Walrer i n der Sekunde,
Die das Bonienthal verheerende Wollhrtlnlh WQB
elf0 die halbestunde lang, welche lie dauerte, fiinf
Mol I'o hctriichtlich, als die WalTeermall'e die deo
Khein, wenn e r hoch ilt, bci U d e l in derfelben
Zeit herbeifulirt.
Uen gefammelten Nachrichten zu Folge lcgte
das W a k den Kauin vom Eisdamrn bis nach CfiaU s , (einem dcr vorzuglichlten Oerter des Thals,
m o das llette der D r a n k Gch momentau rerongt),
i n 35 Minuten zuruck. Zwil'chen beiden Orten
durchliuft der Bergfirom einen R a u m , feine W i n dungen mit eingerechnet, von uagefihr 70000 furs.
Das Wall'er hatte olI'o, ungeachtet es mit allcn
Triimrnern heladen wnr, hicr im Mittel eine GeI'chwindigkeit von 33 Fur' i n eincr Sekuride. Uie
GeI'chwindigkcit fchnelliliefsender Striime Reigt
nicht iiber 6 bis 10, nur hochlt Ielteri bis 13 Fuh.
Die Liizth z. B. hat. in dein gerudlinigen und genz
,
[ 3:s
3
regelrniiligen Molli Ter Kanol bci lioliem WaIIer
I 2 Furs Gekhwindigkeit.
D i e g d k Gel'chwindigkeit der WnDTerfluth und der h d b felten bfan'e, die
lie mit fort hewegte, erklirt doher vollkor:rii~en die
K r d t , womit i m Bonienthale W i l d e r , Hiiufer und
Fellen gehoben und rnit fortgerinhn wurden.
Zu Mnrtinach traf die I'lulh 55 Minuten Tp5
ier als in Choble ein. Die Enllhrnung hlartirmch's
von Chable lil'st fich , eirifchliel'slicli der I3iegungcn
des 'I'hals, ouf60000 Pols r r l i i l z e n , gicht aufdii-lkn
l l a u r u eitre mittlere Gefchwindigkeit vun 18 F u 6 .
l)as 'I'hal ilt h e r von einer m e h r gleicl~niCIsigen
Hreite und hat keinen To liarken I;o11 01s das oberc
T b a l ; ouch liolie das Won'er deri im Kiederlturzen
aur dcm Uurchbruch des Eisdilrnrns erLa1tent.n Impuls hier grofstentheils k h o n verloren * ) Wohr* ) Dan Ahfliersen dea Sees heim Durclilruclr der Stellc des
Eirdamms, welche durcll dar aiirllieLunde Wafler Lief eiogetl~nittenund gerchwacltt wordeu w a r , Ii& Lcli n i t d e n
Abflicrsen von WaKer aus e i o e m G e f i f s e drirch cine hhr
frllmale renkrechte Spalie in eiucr der Seitenwiiode, die von
oben bis linten reiclit, vcrgleiclren ;
uric1
riicfe wiirde nicht
rchr vie1 grringer feyn nla the, mi; der cs ails ciner klciuen
Oeffnung am noden clcrrelben arislirijoieii miirdc. 1)ide letztere
Gefchwindigkeit wiirdr?im errten ArigeriLliclte bri 155 parit
pnfs WalIirfirnd uber die OcKjrrin~ 97 par. Fob hctragelr,
und , wenn kcin Wafhr nactigefiillt w i r t l , t h r rchucll abpehmen, hi0 77 55 nncl a7 Furs Gerulrwiodigkeit Iiei 100,
50, 10 Fur8 der WaJTerhGhe. I f i tlnhcr tlcr 155 wvciiiger &I,
dnr ifi 95Furs hohe FIGgel yon Gcriill tles M a l i v o i h , auf wel&em hicr d r s Eir ltand, zacrfi hersur gcdriickt worden, iind
[
3.59 ]
dann d ; , ~Eis ddiiibcr nacligebroclien, fo konnte das All+
flirrwo iru crfien AugeriLlicka wohl vielleicht m i t 80 Fuf..
Gef:liwiiiiligheit gckcbelieii , nalinr t r a m aber an Gefchwirr-
digkcit fciir fcfbiicll ab.
Die grijtere Gefchwindigkeit dcr
fehr bald durcb ilia
vielen HiudrriiilT'e , gcgrn die en fiieh anf6ehoben werden,
u u d daiirr blieb tlern durcli das AusPiufren gehildetea Strom e von !Go BIilliorim KilbiLhli WalTer nur noch die GeEliwiniligb;eit, welclie vom Fallen a u f der geneigtcn Eheue
herkam, auf der cs flofs, u u d war tlann alfo irn Ganzcn
tiir die gefaarumte MaXe glcich; g r i i h oben irn TLaIe, wo
der Tlialbodeii ein fiarkeres Fallen h a m , als weiter herab.
Eiir t'reior W;tlTerlirahl kaun beim S d s e gegen cine Ebene niclit durch feint Mare wirkeu, weil die vordcrn
cben khan I'eiiwiru ausgewichen find, WCnn die uicblien zur
Wirkung koriiiiieii j wolrl aber finder ein EiilUuL der BIare
beim StoLeu gegea eine Ebeue auf die GriiCse des Erfolgs
bei W a t e r Start, d a s i n rinein Kanale, flieft j und d&er
rnubten bei eiuer WalTrriiiaKc von 530 Nillionen Kubikfufr,
wrlclie cine e i ~ g eSchluclit in eiuer h n g e n Strecke uud bedcriteiiden H u h ~ u s ~ ~ i l l lWirkuiiFen
c,
volkoinrncu , die
a n dar Unglaubliclie t;rlnztcir, wie wir fie i n dern Stofskeher bewuiidcrn. Urbedrrii wirkte in folchcn Schlochten
die Niihe des Linterlieu i i l ~ ~durn
r
vorderlieuTlieile der aiefscndcn Wal~cr'ermalTc a l r Druckhohe , LUI' Erzeuguna; vou
ucllrr Gefclirviudigkeit. Mit deu GefcIiwiudit;keilen , weld i e ii:tch cles Hrn. VerfaIT'cr.6 Berechuungen, die Fluth i m
hlitiel hat1e, hull ililher die Wirkunjieri, die Gc i n enGclr
Scliliiiiilrn zriEie, wohl niclr a u t c r Vsrh:ltniCs. G i l L
ziiei*fi n:ittJiebrnden Warern rn'uktc ,abcr
I 360 1
von Martinoclr bill St. itlorits; ihre mittlerr? Gel
fcliwindigkeit wnr alfo 1iIer nur r o n 11 bis 12 Pufs.
V o n St. Alorita endlich durchlief fie die 80000 Furs
bis s u m Genferfee i n 230 Miouten, welches eiiie
miltlere Gefchwindigkeit von 6 l”uTs fur des ruit
Triiinmern belodene WaIrer auf diefem Raume
gieht.
Der neue G l e t k h e r tron Mauvoifiu, der fich h i t
5 Jahreo allrnGblig i n dern Bette der Uraofe in der
Sclducht des Mauvoifin gebildet hat, und d e r dieTen Gletlicherllrom zum See anfchwellte, ilt aicht
verfchwunden, und die LJrfachen, welche die neuerlic he WaCferfluth hervorgebracht habeii, liod in dem
Erlgpafs desThals iioch immer oorhunden. Bei dem
durch die Wirkuog des Srollens hcrbeigefuhrlen
Uurchbruch, ilt nur ein fehr kleiner Ausfchnitt des
Eisdarnms mit weggefuhrt worden, und f c h o ~ ihaben Eisl‘chollen die von dem obernGletTcher und von
clen Riindern des neuen Gletfchers herabgefallen
find, die Hijfclie, durch welche der See abgeflouen
ilt , w i d e r fo dicht verfchlolren, dafs die Drnde
fich nur mit Miihe unter dem Eire hindurch einen
W e g bahnt, und daSs am Allen Juli fchon wieder
tin See da war von 6 Stunde Linge aber nur wenig e r Tiefe. Sollte die W a r m e der E r d e hiareirhen,
die Hauptltutzeo des ungcheuren Eiskegels, der
das Thal fchlofs, zu fclimelzen, fo mufste dierer
I c h etwas fenken, und dann wiirde d e r enge A u 5
gang wehrfcheinlich Iich wieder I‘chliefscn.
Sonne wid Wiirme der L u f t ,haben eine nur
[
1
361
unkJeutentJe W i r k u n g auf den neuen Gletl'chel:,
und man lieht knum die Wall'eradern, welchc a u
j h m herabflieben.
Eioe am hlnuvoifin in dicfem
engen Thale lich erhebendc Bcrgfpilze Pierre Ci Vire, befchattet [chon urn 4 U h r Nachrnittegs den
grofsten T h e i l delrelben.
Ill d c r AuguR vergangen, fo werden der Gletfcber und die BergabhstiYC m i t n e u i m Schnee bedeckt, uiid jeder fchone't'ag
b'
fchmelzt dann etwav davon, oder veran1aktSclineeJauvinen, die den Gletrcher vergrGfsern, indefs das
in jlin eindringende und frierende Walrer i h n zu
einer gleichformigern M a r e uniItal tet. Uief'e Urrachen dea W n c h s t h u m s clauern irn W i n t e r uiid
lelblt im Friihjahr f o r t , u n d Ib droht das niichfie
Johr mi&W i e d e r h o l u n g der Verheerung.
D e r ungeheure Eisblock, welcher den Datum
bildet, hot eiue Grijfse von melir als 50 Millionen
Kubikfufu.
O u r c h kiinflliehe Mittel ldst eine folche PvlaITe fich weder I'chmelzen nocli rprengea, d e r
mail iiberdem Iich nicht ohne Gefahr n l h e r n kaiiu,
weil beftiindig vom obern GletTcher EisRiicke und
Felsirummer nuf lie herobfallen. A u c h wiirde eino
einzige Luuviae hinreichen den Eivdarnrn wieder
zu erzeugen.
Nur cia einziges Mittcl kann dss Banienthal
fichern, und Walrerfluthen abwehreo wclche
leicht auch das Khonelhal vori Martinnch bis an den
Genferfee verheeren kiiunte:i.
Man treibe einen
Stollen durcli den Iufs des nus KalkItein bclieheuden Eergcs RhuvoiEn oder Pierre a Fire, da wo
,
,
[ 362 1
der nvue Gletfclier nn i h n Bch anlehnt, vou hinliinglicher Linge dafs feine heideu iMundlocher I'o
weit von dcm GleUcher nbliegen, dafs lie nicht verfchiittet werden kiinnen, wozu eine Lhge von 9000
Pufs hiolinglich ill. Erhielte d r r Stollen 10 Furs
Breite U I J ~8 Furs Hoho, To wiirde e r weit genug
feyn, die Ornnfe, auch z u r Zeit ihres 1:OchReu W a f ferliandes uagehindert hindurchltrornen zu IalTen;
denti er katin einen lblrhen Fall erhnlten, dafs das
T4-all'er ihn m i t 8 Furs Gdchwindigkeit durchltromen wiirdc. I n jeder Sekunde fuhrte er dann 640
Kubf., und in jedem Tage 45 Millionen Kuhf. W a r l e r ab. l l n d diefes iiherlteigt die WnKerrnnKe, welchc, Rerechnungea zu Folge, die auf glaubwurdigeti
Beobochtungen beruhen, aus den: Hintergrunde
dcs 'rhnls z u r Zeit weun der Schriee a m Itirklien
l'chmelzt, herkommen. U o d gcfetzt, es wurdc ein
Ma1 eirier rfer Ausgiinge des Stollen verfchuitet, I'o
I&t e r d a n n fich leicht weiterfuhren. Uiefes iIt das
W e r k , wozu nua6clili die grorsmiithigen Gaben
verwendct werden lbllten, m i t denen Inan lich das
uugliickliclre Fellbnthal zu unterfliitzen beeifert hat.
N ( ~ c hcine ondcre nachtheilige Folge der Warferflutli, welche Iich n u r durcll Zul'urnrnenwirken
d e r Bewohner des Banienthnls odcr durch DazwiI'chenkunft der Regieriirip heben lirst, befielit in
der groken Menge von FelrenRuckcn und Geroll,
welche lie nuf den Ebeneri iiri 'rhale zuriickgelnl!en
hat.
Diefe;verltopfen fali iibcrall den L a u f dsr
Dranfe und geben ihr eine wechrehde Hichtung ge-
,
,
[
353 3
gen den Furs der m d t fieilen Abhhnge, van denen
fie eingefchloflen ilk. W i e allenthalben, wo ein
krj;ftigor Pflanzenwuchs die Bergablcoge hedeckt,
[o befiehen aucb hier diere fibhinge PusTriimmern
dcr boher l t e h e d e a Felfen, und diefer Schutt iR
mehrentheils nur mit einer dunnen Schicht Pfltm.
zenerde bedeckt, von der ihre Fruchtbarkeit abhzngt. Schon durch die zufircimende TVaflerfluth
ill der Furs der mit Waldung bekleideten Bergabh h g e an vielen Orteo dce Banienthals angegriffen
oder untergrabea worden, To dds die obern i h rer
Stiitzen terouhten Theile der Iteilen Abhange anfangen, in dos Thal herab zu gleiten. Anzeigen davon find die breiten und tiefen Spalten y weIche fich
bereita mehr 81s taufend Furs uber den ThaIgrund
erheben, und grofse Beforgnilre erwecken miif"
fen. W e n n im nScIiltea Friihjahre der Schnee
fchmelzt, wird. das in Menge hinzurinnendeSchneewan'er dief' gefpaltenen BergabhCnge erweichen,
und machen, d o h fie herabRurzen. Auf diere W&
fe werden die iiieifien Verkhuttungen in den A1penthidern herbei gcfuhrt.
Die ZerRorung der W i l d e r an den einfiurzen.
den AbhCngen i R nicht der eitrzige Schaden eihes
rolchen EreignilI'ees. Der Strorn des Thals wird da-.
durch mit Kiefeln gefiillt, die er bis in die Ebene
oder die Erweiterungen desThals mit fortfchwemmt
uad auf ihnen liegen lifst, wodurcli Erhohunges
des Fluhbettes, Austreten dcs Stroms und VerheeBb
Auoel. 11. PhyG1; B.60.8t.4. Ja JuIU. SI. 12.
( 364
i
reude Uebcrfchwemmungen entfiehen, die in den
tiefern Alpenthilern nur zu hiiufig End.
Libt man die UznnCe bei-dem regelloren Laufe, den fie feit der WaITerfluth angenommen hat,
To wird fie den Fub der Bergabhlnge immer mehr
untergraben, und es werden die Friihlingsfluthen
h m m t dem dann in die vielen Spalten eindringenden SchrreewnEer ausgedehnte Ecdrutfche bewirken, deren Geroll dcn Lauf der DranCe bis zu ihrem Ausflulb in dio Rhone nur immer noch unregelmirsiger und zerfiorender machen muKen. SelhR
das Belt der Rhone ilt [chon jetzt merklich erhoht,
zum grofsen Nachtheil fur die niedrigen'l'hnlgegew
den. Erlaub t man jedern einzelnen Grundbelitzer
im Banienthale, feine GrundRiicke, wie er es gut
findet, gegen den Flub zu l'chiiizen To werden die
theilweifen Vorkehrungen den Strom nur noch verhecrender machen und das Ucbel vergrorsern. Mit
rereinter Kraft weife man dern Strome eincn maglichfi regelm&igea Lauf dnrch die Mitte des 'Thales au, entferne i h n vom Furse der Hugelabhiioge
durch die moglichlt gerade Richtung bringe, To
riel es fich thiin lifst, die grolsten FelvRicke und
Kierel, die in der Thal- Ebene liegen , an den FuG
der herchidigten Albiinge zufammen, urn dadurch
die gefahrlichcnErdrutfche ZLI verhiiten, und entFerne lo aus dem Thdgrunde die wichtigfien HinderniKe Ceines neuen Anbaues. Es bednrf der verein*en Anfirengung aller Bewobner unter einer ver-
,
,
,
365 J
ItGlldigen Leitung, urn die Verheorungen zu mindern, die durch aurserordentliche Ereignill'e in den
Alpengegenden nicht [elten erl'olgen. Der Eiuoolne verrnag unter l'olchen [Tmltkden nicbts, uud
das Vertheileu von AlrnoI'eu trigt oft nur dazu bei,
den Unglucklicheh abzuhalten, die Mitiel zu ergreifeu welche reine Lage grundiich verhellcrn
kotititen. Oefters reichen such die F-riifte einer
Gemeinde nicht hin, urn deti durch die Natur-EreigniKe in den Alpen 'hawirktm Schadea gut zu
machen. Ein ganzes Tha!, ein ganzer Kantor,,
dic ganze Nation, muKen lich, wenn es Nolh ttrct,
in folchen Fiillea zu gemeinfamer Anltrengung und
Arbeit eiuverfiehen.
,
---
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